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Trans Pyrenäen - Pyrenäen Rundtour vom 13.07. - 4.08.2019

stuntzi

alpenzorro
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"Meine" Pässe funktionieren im allgemeinen besser, wenn man sie richtig rum befährt (azun, osque) :). Die Abfahrt vom Tenedera nach Westen hab ich allerdings als halbwegs weglos aber größtenteils löchrig fahrbar in Erinnerung. Naja... lang ist's her...
 
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Ich dachte immer, du entscheidest deine Strecken spontan. Oftmals ist die Richtung des Übergangs sekundär und wenn ich eine Runde plane, muss ich ja die Richtung nehmen, in der ich unterwegs bin - oder ich muss den Pass eben weglassen und Strasse nehmen. Aber da über jeden Berg ein Weg führt, nehmen wir meist lieber Wanderwege statt Straße und müssen mitunter Schiebestrecken in Kauf nehmen.

Bei Azun/L`ósque spielt die Richtung glaube ich keine große Rolle. Die Seilstelle hocheumeln stelle ich mir nicht einfach vor. Und nach dem Azuns kannst du runter auch nicht viel fahren, denke ich.

Beim Tendenera mag deine Richtung etwas besser sein, da die Schiebestrecke bis zum Pass wohl kürzer ist und man runter mehr fahren kann. Aber was solls, wir haben es überlebt, hatten gutes Wetter und schöne Berge.....

Danke für comment....
SG
 

stuntzi

alpenzorro
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Den Tenedera sind wir auch von Ost nach West. Das weglose Raufschleppen war schon mühsam, runter war's dann ganz ok. Azun / l'Osque hätte ich in eurer Richtung glaub ich nicht probiert, da hat man doch quasi überhaupt keine nennenswerte Abfahrt bis zum Skigebiet. Nach Osten runter fand ich's dagegen ausgesprochen nett. Obwohl... gegen Ende dann zu isohypsig im feuchten Wurzelwald, war das da? Naja, ein fahrerisches Pyrenäenhighlight ist die Kombi vermutlich in keiner Richtung.

Wie auch immer, Pyrenäen leisten.
 
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Aber dafür sind beide Übergänge doch recht abenteuerlich ....und auch einsam. Allzu viele biker trifft man nicht.... Weniger als am Matterhorn....
Aber Abenteuer wird getoppt durch nun folgenden Tag...

Tag 10 Isaba/Collada Estribiella, 2.050 m/Rif Oza/Puerto Escale/Col de Somport/Candanchu
2.500 hm, 65 km, 8 h reine Fahrtzeit, Schieben ca. 3 h


Vor diesem Tourentag sollte man gut gefrühstückt haben, so wie wir im "Hostal Lola". Dafür bediehnt uns der nette Chef eine halbe Stunde vor dem allgemeinen Publikum höchstpersönlich.

Dann rollen wir erst mal völlig entspannt im kühlen Morgen durch das Valle Belabarze und über einen kleinen Straßenpass - völlig unbefahren- die Puerto de Navarra in den Weiler ZURIZA. das ist im Prinzip nur eine Campingplatzanlage.

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Auf Schotter gehts weiter auf dem GR 11- noch entspannt- bis zu einer Weggabelung. Diese zeigt uns, dass man entweder eine Nordvariante ins Oza Tal fahren kann bzw. gehen kann, die COLLADA PETRAFICHA, oder eine Südvariante, die collada ESTRIBIELLA. Beide Übergänge sind etwa 2.000 m hoch und man muss um 800 hm bewältigen. Wir entscheiden uns für die Südvariante, weil wir auf der Karte sehen, dass man dort bis zum Schiebebeginn noch ca. 300 hm auf Schotter hochfahren kann. Wahrscheinlich war dies die falsche Entscheidung.

Natürlich sind die 300 hm bis über eine riesige Schäferei mit mehr als 1.000 Schafen und Ziegen schnell befahren.
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Nun geht es ans Schieben. Ok auch nur 500 hm. Allerdings geht der Weg zunächst durch etliche Trockentäler immer in "Schlingen" herum, ziemlich zeitaufwändig. Dann bei heftigem Gegenwind straight up immer steiler bis zum Passeinschnitt mit bike auf dem Rucksack. Die Berglandschaft ist herrlich und... einsam. Ich glaube das Wort einsam habe ich nun bereits an jedem Tag erwähnt....

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Unterhalb des Passeinschnitts machen wir eine kurze Pause und genießen die Stille des Windes und --- die ruhige Einsamkeit.
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Was den Tag so anstrengend macht, ist der nun folgende Abstieg ins Ozatal. Zunächst steil bergab über rutschigen Schotter stoßen wir nach einer Hangkante auf eine Seilstelle, die wir auch nur zu zweit mit Zureichen der bikes überwinden können.

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Dann folgt ein kleines Stück schöner Grastrail.... ich dachte mir noch... das geht sicher nicht so schön weiter....
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Fluppps gehts über eine Hangkante und in einen bitterbösen Schotterhang, den wir durch Gestrüpp und Grobschotter so ca. 500 hm runterschieben müssen. Davon gibts keine Bilder - das sagt mal wieder alles .

Als wir den Campingplatz in Oza erreichen, sind wir ziemlich platt. Aber nach der Mittagspause und etlichen Kaltgetränken gehts schnell wieder aufwärts....
 

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Das Problem heute: in Oza hatten wir noch nicht mal die Hälfte der heutigen Höhenmeter und es war schon 15 Uhr....
Also heisst es in die Pedale treten. Das ist aber leichter gesagt als getan, vor allem wenn die Sonne erbarmungslos vom Himmel brennt.
Die tritt die landschaftliche Schönheit des folgenden Abschnitts schnell in den Hintergrund. Es geht zuerst gemächlich das Tal des Rio Aragon hinauf. Nach vielleicht 10 km Piste wird der Weg ziemlich steil und überwindet ca. 300 hm über einen kleinen namenlosen Pass (1.650 m).

Was jetzt kommt ist ein einmaliges landschaftliches highlight: der GR 11 führt über eine riesige vielleicht 3 km weite Hochweidefläche (Aguas Tuertas) bis wir schließlich die PUERTO ESCALE, 1.663 m erreichen.

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Ja, der Tag heute wird ziemlich lange und es heisst sich durchbeissen. Da bleibt wenig Zeit zum Fotografieren und Landschaft geniessen. Michel hat eine kurze Frust Attacke. Aber nach einem Päuschen sieht die Welt schon wieder anders aus.
Wir passieren die Grenze nach Frankreich und auch die des Nationalparks. Zwangsweise heisst es hier schieben. Denn es uist durchaus möglich, dass die Ranger abkassieren. Aber wir sind schön brav und nach Erreichen einer Schotterpiste düsen wir hinab zur Passstraße Richtung COL DE SOMPORT.
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Nun müssen wir nur noch die 500 hm hinauf zum Col de somport packen. Aber mit 2.000 hm in den Beinen und 9 h auf dem Bike mit nur einer Pause ist das leichter gesagt als getan. Ich soll vorfahren und das Quartier klarmachen. Einige ältere Rennradler mit Begleitfahrzeug sind in Sichtweite. Schnell bin ich aufgefahren. Aber ich habe mich wohl etwas übernommen. Denn plötzlich geht nichts mehr. Die Beine wollen nicht mehr, die Kehle verlangt nach einem Kaltgetränk und der Magen nach einem richtigen Essen. Ich versuche es mit einem Gel und langsamen Pedalieren. Die Rennradler kommen näher. Ich halte an ihrem Begleitfahrzeug und mache der Dame klar, was ich will : "Agua". Ich habe mich offensichtlich verständlich ausgedrückt und sie füllt meine Trinkflasche gerne auf. Ich schaffe es langsam, aber noch vor den Rennradlern zur Passhöhe und nach einem Cola geht die Sache auch wieder besser. Aber ohne ein gescheites Frühstück hätte ich wohl nur noch schieben können. "Flasche leer... da machst du nix mehr!"

Langsam rolle ich die paar Kilometer hinunter nach CANDANCHU und mache ein Quartier in einem älteren Hotel klar. Dort sind wir sehr gut untergebracht und werden hervorragend verpflegt. Die Hütte ist auch mit der spanischen RR Gruppe proppevoll. Michel kommt gerade mal 10 min später und ist mit meiner Auswahl sehr zufrieden. Unser erster Gang ist in die Kantine nach einem Bier. Der zweite Gang in die Dusche (auch mit einem Bier) . Wir sind der Meinung, dass wir uns heute etliche Flaschen verdient haben auf diesen tollen, anstrengenden Tag.
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Wir haben jetzt gerade mal die Hälfte unserer Tour....
Es gibt also noch viele weitere Erlebnisse. Wollt ihr die auch noch lesen und die Bilder sehen?

Wir haben uns wirklich eine tolle Tour zusammengestellt. Wenn es in den Bergen nicht noch so viel Neues zu entdecken gäbe, wir würden sie - mit kleinen Änderungen - gerne nochmals biken. Eine volle runde und geile Sache. Wer die Pyris nicht so gefahren ist , hat im Leben was verpasst, Alter!
 
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Tag 11 Candanchu/Pso virgen+ pso Iguacel/Larres 1.550 hm, 60 km, 6 h Fahrtzeit

Aufgrund der wahnsinnigen Hitze , die auch die nächsten Tage andauert mit um die 40 gr, gibts heute ein eingeschränktes Bikeprogramm. Ich bin ja wenig wärmeempfindlich. Aber 40 gr ist einfach zu viel und wahrscheinlich auch nicht gesund.

Nach einem wunderbaren Frühstück steigen wir noch in morgendlicher Kühle in einen Trail ein, der von Candanchu so ca. 500 hm südlich, abwärts Richtung Jaca geht. Der Weg entspricht i.W. dem Jakobsweg und ist sehr abwechslungsreich, schmal, aber gut fahrbar, es geht auch ab und an mal wieder leicht bergauf. Super!

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Wir passieren auch CANFRANC ESTACION, einen riesigen Bahnhof aus dem Jahre 1920, der einst als Knotenpunkt einer Strecke Paris/Madrid gedacht war. Doch die Planungen erwiesen sich als sinnentfremdet und das Gebäude wird nur noch aus Gründen des Denkmalschutzes erhalten.
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Im weiteren Verlauf der Strecke kommt uns eine riesige Schafherde mit mehreren Tausend Tieren entgegen.
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Schließlich kommen wir in das kleine Städtchen Villanua, wo wir kurz Pause machen und uns verpflegen. Denn danach geht es in absolute Pyrenäen Einsamkeit bis zum Abend..... durch verlassene (deshabitado) Dörfer und Sielungen.
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Unsre Strecke wendet sich nach Osten und es ist brütend heiß.
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Bei normalen temperaturen wäre die Auffahrt von vielleicht 500 hm zum Pass VIRGEN IGUACEL AUF Schotterpiste überhaupt kein Problem. Wir schleppen uns von einem Schattenplatz zum nächsten. Zunächst sind es Kiefernwälder , die uns ein wenig Schatten geben. Je höher wir kommen, desto geringer wird die Vegetation.

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Schließlich erreichen wir die Passhöhe in 1.500 m Höhe. Wir haben einen herrlichen Blick auf die ca. 3.000 m hohen Berge im Norden.
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Nach kurzem Auf und Ab stürzen wir uns in eine anspruchsvolle Trailabfahrt, die uns letztlich im valle Accumuer am Rio Aurin ausspukt. Eine Brücke führt uns über den beinahe trockengefallenen Fluss....
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Als wir schließlich in LARRES eine Kneipe sehen, abgedunkelt, damit die Hitze nicht so stark eindringt, und nach etlichen Radlern entschließen wir uns hier zu bleiben statt in der Wärme und bei Feierabendverkehr noch nach BIESCAS WEITERZURADELN.

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Das örtliche "Sporthotel" gibt uns den Rahmen. Allerdings bleibt uns schleierhaft, was daran "Sport" gewesen sein soll....
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Blick auf die Sierra Buyan im Abendlicht.
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Im Diner Raum....

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Das etwas karge Frühstück am nächsten Morgen..... Na ja, bis Biescas gehts nur 20 km flach.
 

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Tag 12 Larres/ Puerto cotefablo, Straßenpass 1.428 m/Broto/Fanlo/Buerba/Escalona 90 km, 1.600 hm, 6 h Fahrtzeit

Aufgrund der Hitze und der weiteren Etappeneinteilung ist Tag 12 ein Übergangstag, der eigentlich ausschließlich auf Nebenstraßen stattfindet. Aber 90 km bei 40 gr reichen .....

Also, nach dem kleinen Frühstück reissen wir die 25 km von Larres in die Kleinstadt BIESCAS- erscheint uns fast schon als Großstadt- schnell runter und verpflegen uns . Zusätzlöich gibts Kaffee + Frühstück.

Offroad fahren wir südlich der N 260 bis etwa JESERO. Dann gibts keine Alternative mehr zur Puerto de Cotefablo als die Passstraße, die zum Glück wenig befahren ist.

Die Gegend südlich davon über die Punbta la Patrias/Collada tres Cruzes/Bergua haben wr vor etwa 20 jahren bei unserer ersten Pyrenäen Tour erkundet. Das war damals eine ziemlich zeitaufwändige Sache- allerdings damals noch ohne Navi und mit weitaus schlechterer Technik....
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Ungefähr 600 hm bis zum Cotefablo....

Auf der anderen Passeite rollts natürlich ratzfatz runter vorbei an Viu bis in die nächst größere Stadt nach BROTO.

Wenn manm mehr Zeit hätte, würde mich interessieren, ob schon mal jemand auf dem GR 15 südlich des Cotefablo über die verlassenen Dörfer (deshabitado) Otal/Yosa/Oto gewandert ist oder das bike mit hatte....
Heute haben wir dafür keine Power. Denn ab Mittag wird es wieder unerträglich heiß....
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Wir entschließen uns , nach Broto und von Sarvise eine Nebenstraße nach Fanlo hochzukurbeln.
Nach etwa 600 hm oben angekommen, machen wir in einer schönen Kneipe Pause und stellen fest, dass wir bei unserer Tour vor 20 Jahren auch schon mal saßen und den wunderschönen Ausblick genossen haben.
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Man blickt auf die Berge südlich des Ordesa Nationalparks, z.B. die Puyo di Mondicieto, 2.382 m....

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Da die Straße von Escalona durch den berühmten ANISCLO CANYON im Nationalpark liegt und nur als Einbahnstraße , nämlich Richtung Nerin zugelassen ist, nehmen wir die Alternative über Vio und Buerba. Das sind nochmals ca. 250 hm Auffahrt mit wunderbaren Blicken in den Anisclo Canyon.
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Auch wenn wir Straße fahren, ist die Fahrt über die ca. 1.200 m Hochebene wunderschön mit Blicken auf das malerisch liegende Buerba. Und vor allem kühlt hier oben noch der Fahrtwind....

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Das ändert sich als wir nach Escalona runterdüsen, das am Schnittpunkt von Rio Yesa/Rio Cinca liegt: es ist wie wenn man in einen Heizofen fährt.
Escalona besteht ja nur aus ein paar Häusern, davon 2 Hotels. Daraus kann man schon erkennen, dass es hier einigen Tourismus aufgrund Nationalpark und Anisclo Schlucht gibt.

Wir sind froh, als der Abend kommt und wir auf der Terrasse zu Abend essen können.
 
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Tag 13 Escalona/Lafortunada/Tella/Wasserkanaltrail, Canal de Cinca/Bielsa : 1.100 hm, 40 km, 5 h Fahrtzeit, davon 2 h Schieben

Die nächsten Tage wirds wieder alpiner und somit auch interessanter, befinden wir uns doch auf den Spuren von Lukas. Der kennt die schönen Trails.....

Natürlich kommt nach der Hitze auch mal ein wenig Abkühlung und Regen. Dementsprechend ist der "CANAL DE CINCA" - ein trail hoch oben in der Steilwand rutschig und da es dort einige hundert Meter abwärts geht, müssen wir langsam tun und aufpassen. Als wir gegen 15 Uhr in Bielsa ankommen, müssen wir für heute Schluss machen, da der lange Anstieg des nächsten Tages zum PSO LOS CABALLOS nicht mehr möglich ist.

Gleich hinter Escalona biegen wir auf die Alternative zur Straße nach Lafortunada. Da gibts nämlich einen wunderschönen Trail östlich des Rio Cinca, der allerdings ziemlich Zeit kostet.
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Nachdem wir den Rio Cinca bei lafortunada gequert haben, müssen wir ein paar Kilometer zurück fahren, bis wir auf die Nebenstraße treffen, die nach Tella führt.

Da gehts dann schon mal 700 hm aufwärts in gleichmäßiger Steigung.
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Und dann biegen wir auf den legendären Sentiero DEL CINCA ab. Zuerst ist es ein Zufahrtsweg, der aber schon bald in die Steilwand hochgeht, wo mal eine Wasserleitung verlaufen ist. Immer wieder erwischen wir Talblicke. Wir befinden uns vielleicht 500 hm über dem Talgrund.
Viele Stücke sind fahrbar. Aber es kommen immer wieder Engstellen und Wurzeln. Da es keine Sicherung gibt, steigen wir öfters mal ab, weil - wie gesagt- es geht einige hundert Meter steil abwärts- Fahrfehler sind verboten! Zumal die Sache durch den einsetzenden Regen schwieriger wird.
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Ein besonders markanter Punkt ist ein Tunneldurchbruch etwa in der Hälfte des Weges, sowie kurz danach ein Hangabrutsch (mit Sperrband). Bei der Umleitungsstrecke gibts mal wieder eine kleine Kletterstelle- aber zu zweit kein großes Problem. Nur nicht runterschauen!!
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Insgesamt sind es von Tella ca. 20 km und man muss mindestens 3 h für die Strecke rechnen.

Die letzten Kilometer mit Abstieg/Abfahrt nach Bielsa...

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In Bielsa setzt sich das Schauerwetter fort. Abends können wir noch draußen essen. Aber nachts gibts ziemlich Regen und Gewitter.
Da wir morgen ein ziemliches Programm mit 2 hohen Pässen haben, wollen wir früh los und haben unser Frühstück im Laden gekauft. Aber dieser Plan wird durch das Wetter durchkreuzt.....
Erst mal schlafen wir wunderbar ruhig und hören die Tropfen an Fenster und Dach....
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Es war schon ein bemerkenswerter Tag heute, dem noch zahlreiche weitere folgen sollten....
 
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Tag 14 Bielsa/Pso los caballos, 2.314 m/Plan/Collada Sahun, 2.000 m/Sahun 2.500 hm/70 km/ 8 h Fahrtzeit, davon Schieben ca. 3 h

Als wir morgens um 6 Uhr aufstehen und unser Frühstück zu uns nehmen, zieht noch ein gewaltiges Gewitter vorbei. Mir schwant Übles. Aber michel- der harte Hund- bläst zum Aufbruch. Also rein in die Regenklamotten und auf die bikes . Start um 7 Uhr ist gut!

Und als wir die noch kaum befahrene Talstraße hoch nach Norden entlang des Rio Barrosa führt- sie führt zum Bielsa Tunnel nach Frankreich- hört der Regen tatsächlich zeitweise auf. Nach ca 5 km geht dann ein Schotterweg nach Osten/GR 11 der zum PSO LOS CABALLOS führt. Das sind schlappe 1.200 hm und mindestens 3 h. Die Passauffahrt bekommt von mir am heutigen Tag die "Gelbe Zitrone" für die beschissenste Auffahrt der Tour. Sakrisch steil und kaum zu treten, weiter oben Gegenwind und in Regenkleidung einfach scheußlich. Oberhalb des Passes ist Neuschnee zu sehen.
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Wie ihr seht kommt mal kurzzeitig die Sonne raus als wir etwa auf halber Strecke an einem kleinen Stausee vorbeikommen- also raus aus den Schwitzklamotten...

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Weiter oben geht die Piste in weitausladenden Kehren bis zur Passhöhe. Wenn es nicht so kalt und windig wäre, müsste es richtig schön sein hier oben.

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Als ich auf michel an einer Hütte nach der Passhöhe eine Weile warte, macht der Himmel wieder zu und es wird arschkalt.

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Nach einem kleinen Stück fahrbarem Trail geht der GR 11 nochmals in einen Gegenanstieg über und es beginnt richtig zu schütten.
zum Glück dauert der Regen nicht lange und weiter unten wird es auch wieder wärmer.

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Von hier aus ist der Trail zum Glück weitgehend fahrbar . Nach Plan sind es immerhin 15 km und 1.200 hm abwärts.
Hier ist es von der Temperatur richtig angenehm. zum Glück hat der Dorfladen geöffnet und wir können uns verpflegen, die Kleidung etwas in den Wind hängen.

Allzu lange können wir uns keine Pause gönnen, da wir noch 1.000 hm über die COLLADA SAHUN müssen. der Weg dorthinauf ist aber wesentlich angenehmer zu fahren, gleichmäßige Steigung auf Schotter.

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Blick auf Plan vom Weg zur Collada Sahun...
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Oben an der Collada Sahun...
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Die Abfahrt hinunter nach Sahun bzw. Richtung Benasque ist dafür eine der geilsten der Tour: 1.000 hm und 10 km.

Zunächst bis zu einem Wasserfall auf einem Wiesenweg...

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An einer Hütte beginnt der Einstieg in den trail. Zuerst noch etwas verblockt wird er immer besser fahrbar und richtig flowig.
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Unsere Unterkunft in Sahun ist etwas schwierig zu finden. Das Hotel in Sahun direkt ist voll. Aber die Chefin telefoniert und vermittelt uns weiter. Wahrscheinlich ist es aufgrund der abseitigen Lage nicht ausgebucht. Denn die Gegend um Benasque ist nun mal eine Touri Gegend.
Und nachdem wir heute mal so schlappe 12 h unterwegs waren, ist der Magen leer und das Bier zum Feierabend ist auch ziemlich nötig- auch wenn es dort nur Dosenbier gibt, aber immerhin....

So schön sieht der See zwischen Sahun und Benasque am nächsten Tag aus: es gibt Kaiserwetter beimn wohl eindrucksvollsten Übergang der Tour über die Porte de Benasque an Tag 15.....
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Tag 15 Sahun/Puerto de Benasque, 2.445 m/artigue aubes/Col de Bareges, 1.750 m/Bossost
65 km, 2.100 hm, 6.5 h Fahrtzeit, Schieben/Tragen ca. 2 h


Nach dem Regen ist der Himmel heute wunderbar gereinigt. Bilderbuchwetter! Gerade richtig für den Hammerübergang über die Porte de Benasque. Einer der Traumpässe der Pyrenäen, direkt gegenüber des höchsten Pyrenäen-Gipfels, vom Aneto!

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Erst rollen wir gemütlich durch den Touristenort BENASQUE, entlang des Rio Esero.

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Kurz hinter Benasque, an einem Campingplatz zweigt rechts eine Schotterpiste ab, die uns in ständigem Auf und Ab ca. 700 hm hoch bis zum Hospital de Benasque, einem großen noblen Hotel führt.
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Bis dorthin führt auch die öffentliche Straße auf der anderen Seite der Piste. Danach geht es nur noch mit Bussen ein kleines Stück weiter in ein weites Hochtal. Viele Wanderer sind hier unterwegs, zumal es die höchsten und schönsten Berge der Pyrenäen, aufgereiht wie an einer Perlenschnur hat: der POSSETS, 3369 m/ der MALADETA, 3.308 m und eben der ANETO, 3.403 m. Ein kleiner Restgletscher ist ihm noch geblieben. Aber lange wird dieser nicht mehr überdauern können....

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Bald schon zweigt der steile Wanderweg zur Porte de Benasque ab. ca. 700 hm sind zu schieben, teils zu tragen.

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Herrliche Blicke auf Aneto und Maladeta.....

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Nach etwa der Hälfte der Strecke teilt sich der Weg: der östlich Abzweig führt über die Puerto de Piccada, 2.468 m. Er führt durch das Artiga de Lin Tal ins schöne Val d´Aran.

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Der Pass ist der Einschnitt in der Bildmitte. Vor 20 Jahren sind wir auf unserer ersten Pyrenäen Querung dort rüber- bei dichtem Nebel. Na ja, da ist es heute schöner. Weil die beste Jahreszeit für die Pyrenäen ist Anfang Juli- vor der Sommerhitze.

Nach dem Abzweig wird der Weg kurz flacher und man kann sogar ein Strück fahren. Man kann jetzt den Einschnitt, die Scharte der Porte de Benasque sehen, wo wir gleich obenstehen- na ja in ca. 1 Stunde....
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Also der Blick in die Benasque Scharte, zugleich Grenzübergang nach Frankreich. Das kleine "V" rechts=östlich des Bergzahnes. Der Bergzahn ist der Pic de Sauvegarde, 2.738 m.
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Da ist natürlich einiges los an Wanderern und Bergläufern. Aber ein Platzerl oben findet sich immer. Die Franzosen und Spanier sind gegenüber bikern vollkommen entspannt und freundlich. Deshalb sind wir auch so gerne dort. Überall gibts tolle Motive: auf spanischer Seite der Restgletscher des Aneto, natürlich der schmale Felsdurchbruch selbst und auf französischer Seite die geile Serpentinenabfahrt zum Abri de France und den Bergsee Bounis de France.
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Dann kommt michel auch schon rauf.... in seiner unnachahmlichen Schiebetechnik.
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Bei der Abfahrt ist für uns natürlich nicht alles fahrbar. Einige Kehren sind halt sehr eng und gerölldurchsetzt. Aber es ist ein wahnsinniger
1.000 hm Bergab Ritt.

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Also los in die geile Abfahrt

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Natürlich ist die Hütte in Frankreich proppevoll. Aber eine kleine Pause haben wir uns jetzt schon verdient. Denn der Tag heute ist ja bei weitem noch nicht am Ende. Es stehjen noch 25 km/700 hm zum Col de Bareges (sehr einsam) und die Schlussabfahrt in unser geiles Quartier nach Bossost an....
 

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Das ist das französische Hospiz!

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Von dort fährt man kurz auf Forstweg bergab bis es schon wieder in die nächste Steigung geht. Nach einigen hundert hm dann unvermittelt über einen Weideweg, der schließlich in den Anstieg zum Barreges Pass führt. Wegen der Viehtritt "Schäden" - es sind ja keine Schäden, weil das Vieh vor den Bikern war- ist der Aufstieg größtenteils zu schieben.
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Und oben natürlich so eine weitere Besonderheit der Pyrenäen: eine riesige Herde von Pferden, wo man sich fragt, was die Spanier so mit diesen wunderschönen Kaltblutgäulen machen. Sind übrigens meist sehr neugierig und gar nicht scheu.

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Wer da kommt, könnte ja auch ein Artgenosse sein....
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So jetzt haben wir den Tag fast schon im Sack. Es geht nur noch eine sich ewig hinziehende 1.000 hm Abfahrt in die Kleinstadt BOSSOST IM VALLE d´´Aran.

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Hier hatten wir bereits während der Fahrt ein schönes Quartier reserviert, das ich von früher kannte, die HOSTERIA CATALANA. Wir waren einige der wenigen Gäste.
Abendessen muss man im Ort. das ist kein Problem, weil es genug gute Gasthäuser gibt. Wunderbar Abendessen auf der Piazza Centrale, draußen und man wird nur am Rande als Touri wahrgenommen.

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Der Hit in diesem Hotel ist das Frühstück . Man kommt in den Früstücksraum, völlig alleine und auf mehreren Tischen ist alles angerichtet , was man sich vorstellen kann. Ich kann das nicht alles aufzählen. Seht selbst.... Also ich hatte noch kein solches Frühstück.

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Übrigens: den auch dort stehenden Vino rosso haben wir nicht probiert.....
 
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Tag 16 Bossost/Coret varados 2.050 m/BagerguePlan de Beret 1.900 m/Esterri Aneu
86 km, 2.300 hm, 6.5 h Fahrtzeit, Schieben 0 !!


Wir haben heute nichts zu schieben. Es ist also nichts alpin. und trotzdem ist es ein sehr anstrengender da langer Tag. Bei bestem Sommerwetter eine tolle Landschaftstour.

Nach dem einmaligen Frühstück rollt es von Bossost auf einer kaum befahrenen Nebenstraße gleich mal viele viele Kehren bergauf... mit Blick auf die grünen Berghänge des Valle d´Aran.

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Nach dem ersten Pass folgt eine kleine Abfahrt über einen netten trail nach VILLAMOS.

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Nun folgt eine ewig lange Auffahrt im Valardos Tal - Rio Varados- ca. 20 km und 1.000 hm bis zum über 2.000 m hohen Varrados Pass (Coret de Varrados), wobei der Pass nur ein Hügel ist.
Bis ca. 1.700 m geht es auf einer wenig befahrenen Teerstraße, die dann unvermittelt an einem großen Parkplatz endet. Immer wieder haben wir wunderbare Ausblicke auf die Restgletscher der Maladeta.
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Dann geht der Weg in eine Sandpiste über, die sich letztlich auf den Varados Pass schraubt, nochmals so ca. 400 hm.

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Ihr seht, es ist mal wieder eine einmalige Landschaft und ein goldig blauer Pyrenäen Himmel. Und vor allem--- ausser uns keine Menschen und keine weiteren Biker! Kein so Bike Rummel wie auf Nordalpenpässen oder -Hütten.

Entsprechend nutzen wir die Ruhe für eine kleine Siesta- schließlich ist es schoin wieder Mittag.
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Nach der Abfahrt in ein wunderschönes Hochtal folgt die eigentliche Mittagspause im "pittoresken Blumendorf" Bagergue.

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Auf dem Weg nach Bagergue.....
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Hier haben wir allerdings erst etwa die Hälfte der heutigen Strecke. Noch stehen ca. 600 hm bis zum PLAN DE BERET an.
Klar was sind schon lächerliche 600 hm.....? Aber wenn man bis mittag schon 1.700 hm in den Beinen hat und die Mittagshitze brütet, sieht die Sache anders aus...

Aber was solls. Vom Jammern wird die Strecke nicht kürzer und flacher. Also wieder in den Rhythmus kommen.

Ein steiler Schotterweg führt zum Pass am Plan de Beret- einer Hochweidefläche mit Skigebiet. Unten im Tal liegt Salardu und weiter oben noch ein hässliches Skiressort mit Häusern, die überhaupt nicht in die Gegend passen. Aus der Ferne grüsst nochmals das Maladeta Massiv.

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Vom Plan de Beret gehts jetzt nur noch bergab- praktisch 40 km- wie im Rausch. Fehlt nur noch, dass es ein trail wäre. Aber man kann nicht alles haben.
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Es geht durch Wälder, dann wieder über Freiflächen und das einzig Bemerkenswerte auf dem langen Weg nach ESTERRI ist die große Gite von MONTGARRI, die fast wie ein Kloster aussieht.

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Als wir gegen 18 Uhr in Esterri einlaufen reichts uns für heute. Unser Hotel erinnert eher an eine Jugendherberge und ist nicht gerade der Hit. Aber was solls . Hauptsache etwas zu Essen und isotonische Kaltgetränke.

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Tja, unsere Tour neigt sich leider schon dem Ende zu. Nur noch 4 Tage. Aber 2 highlights haben wir noch- eines davon mit dem Puigmal , dem mit knapp 3.000 m höchsten sinnvoll mit dem bike anfahrbaren Punkt in den Pyris. Dem fiebern wir noch entgegen bzw. sparen uns für den kräftezehrenden Anstieg noch ein paar Körner auf. Seid gespannt....
 

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Tag 17 Esterri/Le CaLBO, 2.300 m/Ribera de cardos/Alins 45 km, 1.600 hm, 5 h Fahrtzeit, Schieben ca 1 h

Man merkt es geht dem Tourende zu: wir haben heute nur 1 Berg- aber dafür einen knackigen, den CALBO! Also 1 Steigung mit 1.600 hm und dann 1 Abfahrt mit 1.300 hm. Derr Rest ist Ausrollen. Dafür brauchen wir etwa 5 Stunden - mit Siesta am Gipfel.

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Los gehts in Esterri mit einem typisch spanischen Frühstück.- etwas gewöhnungsbedürftig.

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Nach ein paar Kilometer auf Teer, zweigen wir links ab ins Gelände und folgen einer Schotterpiste für ca. 3 h /1.200 hm bergauf- natürlich kein Mensch zu sehen.

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Der Gipfel ist jetzt nicht der große Hit: verunstaltet durch eine Sendemast, kein Felsaufbau, sondern eine Graskuppe. Aber trotzdem hat er etwas- natürlich schön einsam.

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Die Abfahrt oder besser gesagt der Abstieg ist----interessant.
der erste Teil geht einen sakrisch steilen, mit Latschen und Felsrinnen durchsetzten Hang hinunter- da sind für uns nur Teile fahrbar. Aber trotzdem sind auch die Wanderstrecken und natürlich Landschaft und Wetter toll!

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Aber nach einem Geländeknick biegen wir auf einen sehr schönen trail ein, der uns bis in das Dorf Estaon führt. Ein Dorf fast wie im Mittelalter, in dem die Zeit stehengeblieben zu sein scheint. Der Trail ist im oberen Teil sehr flowig und geht weiter unten in eine Mulattiera, einen Plattenweg über. Sehr sehr geil.....! Michel ist begeistert.
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Und der trail geht weiter talauswärts bis ins Haupttal auf die L 504 und den Marktflecken Ribera de Cardos. Nachdem es bereits nach 14 Uhr ist, haben wir uns erst mal was zu trinken verdient und knallen uns gleich an der Hauptstraße in ein schönes Straßencafe. Ein Gefühl wie im Film. Als wir wieder los wollen, merke ich dass ich einen Platten habe. Kein Wunder bei den dornendurchsetzten Wegen, auf denen wir stundenlang gefahren sind. Eine der wenigen Pannen! Ist schnell repariert, besser als wenn es oben in der Pampa gewesen wäre. Ein Problem habe ich immer: ich bekomme mit meiner Lezyne Pumpe nie so viel Luft rein, dass der Mantel richtig auf das Felgenhorn ploppt. Sobald man auf Teer schneller als 30-40 km/h fährt, hat es eine dermaßene Unwucht..... Was sagen die Spezialisten, gibts da einen Trick? Eine CO2 Kartusche mitnehmen, ist mir klar. Aber die fällt immer dem Gepäckmanagement zum Opfer. Versuche an der Tankstelle sind auch gescheitert....
Es gibt nun 2 Varianten, um ins weiter östlich liegende Vall Ferrera zu kommen: nochmals ca. 1.000 hm, teils sehr sehr steil über die Sierra de Costalux nach Areu.

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Oder einfach die Umfahrung auf Nebenstraße nach Alins. Weiter geht es am folgenden Tag über die Port de Cabus (2.300 m) nach Andorra.
Da es bereits spät ist, wählen wir die 2. Variante.

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In Alins checken wir im Hotel Montana ein. Wir dachten das passt zu unserer Tour. Das war eine gute Wahl . es ist eines dieser wunderbaren spanischen Landhotels, ohne Tourismus mit bester Verpflegung, Höflichkeit, ohne Wellness Schnickschnack. Einfach bestens!
Als wir um 20 Uhr- für spanische Verhältnisse früh, aber uns knurrt der Magen- in den Esssalon kommen, sind wir die ersten Gäste. Später kommen noch ein paar weitere. So hat Michel Zeit alles zu inspizieren- bis sein Bier kommt.

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Da wir zuerst alleine da sind, geht es mit dem Essen Schlag auf Schlag...

Gruß aus der Küche...
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Erster Gang....
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Lammkoteletts sind in Spanien oftmals eine gute Wahl...
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Nachtisch....
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Digestiv....
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17 tage Pyrenäen hinterlassen auch Spuren im Kalorienhaushalt....

Ein highlight aber haben wir noch, für den sich das Dranbleiben in diesem Kanal durchaus lohnt: den Puigmal!! an Tag 20.

Und : das Wetter bleibt so genial und nicht mehr so schwül....
 
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Super wenn es euch gefällt.......

Tag 18 Alins /Port de Cabus/Os de Civis 50 km/1.500 hm/4 h Fahrtzeit

der heutige Tag ist nur ein Übergangstag. Andorra ist so ein Zwangswechsel. Ich weiß nicht, ob andere Pyrenäenfahrer da Umfahrungsmöglichkeiten kennen. Ursprünglich wollten wir in ARCAVELL übernachten, was schon wieder auf spanischer Seite auf 1.600 m liegt. Aber leider war es ausgebucht.

Von Alins geht es ein schönes ruhiges Tal nach Osten hoch zum Port de Cabus, dem 2.300 m hohen Grenzpass nach Andorra.

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Das sind 1.300 hm und 20 km. Das dauert bis mittags....

Das Tal ist schön beschattet und es geht lange Zeit an einem Bächlein entlang. Wie so oft sieht man viele Pferde. Etwa in der Mitte der Auffahrt ist ein Weiler mit einer alten Kapelle. Da waren mal ein paar Wanderer.
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Kuh und Kälbchen liefen noch in Alins auf der Dorfstraße.....Nett.
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Der Wegebelag wechselt auf Schotter und es wird steiler. Die Piste schwingt sich in weitausladenden Kehren bis zur Passhöhe und allmählich wechselt das Grün der Matten und es wird felsiger. Alles wunderbar ruhige Weidelandschaft.

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Und endlich geschafft......
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Wir rollen auf der andorranischen Panoramastraße ein ganzes Stücke bergab. An einer Skistation geht ein Schotterweg bergab, der uns wieder mal ins spanische OS DE CIVIS führt- uns bekannt durch die Übernachtung an Tag 2.

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Kurz nach dieser kleinen Abfahrt geht die Piste in einen trail über, der an der Grenze Andorra/Spanien eine etwas heikle Passage enthält, wo man aufpassen muss, am Steilhang nicht in den Bach zu rutschen wegen der Schmalheit des Pfades. Einfach etwas aufpassen, dann geht das schon.
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Und dann sind wir auch schon wieder in Os de Civis. Heute trinken wir dort nur kurz Kaffee und telefonieren alle Unterkünfte ab, die in Frage kommen, um überall Absagen zu bekommen und uns dann zu entscheiden, eben in Andorra etwas suchen zu müssen.
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Also bergab nach Andorra.....

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In der Tourist Info drückt uns eine hektische Madame einen Katalog in die Hand, wir sollen daraus eben suchen.
So geraten wir in ein etwas abgehalftertes Hotel, das von der Unterkunft her ok ist. Aber das Essen ist unter unserem Limit, vor allem weil es gestern in Alins so genial war. Auf Details verzichte ich mal. Mir ist nur noch die antiquierte Bar im Stil des englischen Kolonialismus in Erinnerung, die uns als Ort für einen "Absacker" bzw. Desinfektion dient.....
Was solls- wir haben auch dies überlebt.

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Tag 19 Andorra/Taltendre/Puigcerda 92 km, 2.300 hm, 6 h reine Fahrtzeit, keine Schiebestrecken!

So langsam geht es zum "Finale furioso" - 3 Wochen Pyrenäen das klingt so lange. Aber jetzt am Ende sind wir fast traurig, dass es schon zu Ende gehen soll.

Nach diesem etwas langweiligen Abend in Andorra und einem dazu passenden schlechten Frühstück sind wir froh, dass wir uns an einem herrlichen Tag wieder in den Sattel schwingen dürfen und von Andorra hochkurbeln Richtung Osten.... zunächst in Kehren 1.200 hm hoch zum Rif Rabassa, 2.100 m, wo alles vor 3 Wochen begonnen hat.

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Vorbei an zahlreichen Tabakfeldern....

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Oben ein kleines Päuschen.... michel ist aber auch gleich da.

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Dann geht es auf diese verkarstete Hochebene im Grenzgebiet Andorra /Spanien mit ihren Sandpisten in ständigem Auf und Ab und grobem Schotter, was auch viele Körner kostet.

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Aber wunderbar weiten Weideflächen- das Vieh ist nirgends gegattert.

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Am höchsten Punkt sind wir schon wieder auf 2.300 m. Wir nehmen in Gedanken schon mal Abschied von dieser wunderschönen Landschaft.
Sitzen und genießen...

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Dann eine ewig lange Abfahrt über viele kleine Bergnester, bis wir wiéder im Haupttal sind bei Bellver de Cerdanya, entlang des Flusses El Segue. Und tatsächlich treffen wir da oben mal ein paar Spaziergänger- mit Pferd.

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Die restlichen 30 km sind dann nur noch Strecke machen bis Puigcerda, große Streckenalternativen gibts keine und die 2.000 hm haben wir auch bereits überschritten. Ich glaube, das war der Tag mit der weitesten Streckenlänge.

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Bzgl. Quartier erkundigen wir uns im Tourist office und gelangen schließlich zum HOTEL TERMINUS, also Bahnhofskneipe. Die Zimmer sind zweckmäßig und sauber. Essen müssen wir auswärts. Also machen wir noch einen Ausflug in die sehenswerte Altstadt von Puigcerda. Zur ALTSTADT kommt man mit einem Aufzug....
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