Umstieg Fully (2012) auf... MTB? Cross? Fully neue Generation?

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Hallo,
habe seit 2012 einen Fully, und früher bin ich noch relativ viel am Berg und Trails gefahren.
Seitdem die Kids da sind, verlagert sich das Fahren vorwiegend auf die Strasse und tlw. Schotterwege (auch Waldschotterwege).
Ich plane das Fahrrad mit ins Zug mitzunehmen, und dann eine ca. 10-15km Strecke zur Arbeit absolvieren (vorwiegend Straße, wenig Schotter, kein Wald).
Ich denke aber nicht, dass ich mir die Möglichkeit eine Bergfahrt zu machen unbedingt wegnehmen will. Aber auch wenn, ist das eher eine vorsichtige und langsamere Sache - ohne Viel zu riskieren. Seitdem die Kinder da sind und man älter ist (40), ist das halt einfach so.

Nun, meinen 2012-er Fully habe ich verkauft, und überlege was ich mir jetzt nehmen soll.
Einer der Hauptgründe den (alten) Fully zu verkaufen war der spürbare Kraufverlust (wippen beim treten, "schwammiges" Gefühl) kombiniert mit dem nicht mehr gegebenen Bedarf all zu oft Trails zu fahren.
Ich habe an dem Fully allerdings die bessere Traktion und sanftere Fahrt (Rückenschonung) schon geschätzt.

Die Überlegungen sind:
Crossrad: Straße, Schotter und Wald gleichermaßen, oder andersrum: nix wirklich gut. Aber Alltag halt. Kann man auch STVO-tauglich machen.
Gravel-Hybrid: Super auf der Straße und Schotter, Wald eher weniger (zu wenig Dämpfung bei Future Shock). STVO-tauglich nicht ganz, aber zumindest das Licht ist kein Problem. Leicht - vom Vorteil beim Transport.
HT MTB: Straße nicht so optimal, kann aber, Wald/Berg alles gut. Noch immer recht leicht.
Fully: kann alles, aber kein Strassenrad. Perfekt am Berg. Schwer. 2,5KG Unterschied machen schon was aus.

Warum eventuell wieder ein Fully: ich habe gelesen dass die Fullys der neuen Generation in der "Firm" Position wesentlich straffer sind (Fox DPS schreibt sogar von einer Totalsperre), daher vielleicht wäre das doch die bessere Lösung?
Auch die Übersetzung darf nicht zu klein ausfallen, besonders wegen der Strassenfahrt, die neuen MTB haben oft relativ geringe Übersetzung, vor allem die mit einem Kettenblatt. 3 Kettenblätter wie bei meinem alten Fully gibt's gar nicht mehr. Cube hat als Beispiel die größte Entfaltung.

Preisklasse denke ich ca. €1500-€2500, je nach Ausführung. Die Ausstattung wie XT ist erwünscht.

Auf dem MTB (sei Hardtail oder Fully) würde ich eventuell Reifen die Strassentauglicher sind montieren (Schwalbe Hurricane, oder wie unten vorgeschlagen Smart Sam). Daher bleibt immer noch die Option eventuell ein zweites Rad-Set mit MTB-Reifen zu kaufen.

Zwei Sachen: einen klassischen Gravelbike möchte ich nicht. Habe probiert, die Lenkung ist absolut nicht meins. Und, ich weiß dass man eigentlich 2-3 Räder locker haben könnte, nun habe ich dafür einfach keinen Platz. Ich muss mit einem "auskommen".

Ich muss gestehen, ich schwanke stark zwischen dem Specialized und Radon (Gravel-Hybrid und Fully).

Könnt ihr mir Rat geben, was sinnvoll wäre? Sind die neuen Fullys wirklich wesentlich straffer? Bei einem HT mache ich mir widerrum Gedanken ob mir die Fahrkontrolle des Fullys fehlen würde. Und ob vielleicht nicht zu hart... ich bin eigentlich nie auf einem HT gefahren, sondern hatte vorm Fully nur ein altes nichtgefedertes MTB aus 1997. Und der war sehr hart...

Danke
 
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Basti138

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Ich empfehle dir ein Fully und ein Fixi :D
Bei der Canyon Seite blockiert leider die Aufforderung Cookies zu akzeptieren die Optik und es fehlt ein Button diese abzulehnen. Deshalb ist die Seite für mich nicht mehr existent.

Das Cube ist zwar gut ausgestattet, aber der Preis wäre mir für nen Crosser entschieden zu hoch.
Das Skeen ist güstig, aber der Umwerfer lässt es etwas oldschool wirken.

Du musst das probefahren.
2012 hatten eigentlich alle schon Steckachsen und sehr gute Fahrwerke.

Und für Straße nimmste sowas
 
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Jaja, hätte ich auch gerne, Platz für 3 Räder und dann ist gut. :)
Aber nein, leider geht nicht.

Die Canyon Seite geht für mich auf. Kann leider nicht helfen.
Cube ist kein Crosser -> Hardteil MTB.

Mein 2012er Fully hatte bereits eine Steckachse, aber wie gesagt der Dämpfer hat viel zu viel gewippt (war ein Skeen 8.0 aus 2012). Und war aber lt. Fox kein Fehler - wurde mal eingeschickt. Ich habe auch versucht ihm bisschen härter einzustellen. Brachte aber für mich nix brauchbares.
Ich hatte überlegt den Dämpfer zu wechseln, aber wurde mir geraten das nicht zu tun, denn der Vorbau angeblich dafür nicht ausgelegt ist.

Probefahren ist gut. Ich kann kein neues Rad auf Berg-Probefahrt nehmen... bin schon mal vor den Geschäften probegefahren, aber da wurde ich nicht sonderlich schlau. Aber zugegeben, die neueren Fullys habe ich noch nicht versucht.
 

Basti138

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Der vermutliche Fox Float? hat keinen Lockout, der hat PP, das macht das Wippen etwas weg.
Wenn natürlich der Rahmen keine gute Kennlinie hat, wippt es mehr.
Ein anderer Dämpfer hätte vermutlich nicht viel gebracht.
Je nachdem wie der Hinterbau auf Last reagiert, neigt er zum Einfedern, wenn Zug auf der Kette ist.
Normalerweise sind Viergelenker so gemacht, dass auf dem mittleren Kettenblatt der Hintarbeu am effizientesten funktioniert. Die Kette sollte möglichst durchs Schwingenhauptlager laufen.
Jetzt bei 1x Schaltungen ists einfacher für die Hersteller.

Du kannst auch versuchen die Zugstufe etwas langsamer einzustellen.
 
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Ich habe das Rad aktuell nicht mehr. Bin aktuell Rad-los...
Ja, war eben ein Fox Float (2012), und hatte nur Pro-Pedal. Und genau das machte das Ding, Wippen etwas weg...
Aber trotzdem, als ich mich dann auf einen Crossrad ohne hinteren Dämpfung gesetzt habe, habe ich erst mal gesehen das ich gefühlt besser beschleunigen konnte - am Asphalt allerdings.
Der neue Skeen 10.0 hat auch eine andere Konstruktion. Mein alter Skeen 8.0 hatte den Dämpfer horizontal ganz oben. Skeen 10.0 hat's vertikal. Ob das was ausmacht...?

Ich habe übrigens gerade was ggf. interessantes gefunden. Ich habe mal erwähnt dass mir die Gravel-Bikes nicht getaugt haben, hauptsächlich wegen der Lenkung und einer noch immer zu tiefen Sitzposition. Dennoch hat Specialized einen Sirrus X Carbon. Scheinbar ein Hybrid zwischen Cross und Gravel. Allerdings da kann ich mich von Trails verabschieden (im Vergleich zum HT MTB).
 

Basti138

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Ein guter Fully Rahnmen braucht eigentlich keinen Lockout oder PP.
Klar wippt es immer ein wenig, aber das gehört beim Fully eben dazu - dafür bleibst du länger frisch, weil du weniger mit den Knien abfedern musst.

Gravel kommt aktuell immer mehr, da gibts momentan tolle Sachen.
Auch die neue Shimano GRX.
Bei uns fetzen ab und zu schon ein paar mit nem Gravel über die Trails :D
 
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Ich hoffe ich war nicht unklar - mir geht es nicht darum, nur auf den Trails zu bleiben. Aktuell wird eher auf der Straße gefahren, und weniger (aber immerhin hin und wieder) am Berg.
 

Basti138

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Das Fully fährt auf der Straße auch.
Ich nehm das alte Fully für die Straße. Warum? Weils Spaß macht :)

Der Hurricane ist eher Pannenanfällig. nimm lieber den Smart Sam.
 

bikeaffinity

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Also ganz klar das Radon Skeen Trail. Damit kannst alles machen und es hat eine gut XT Gruppe verbaut. Dämpfer und Gabel passen auch.
 
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Wenn du das schon so sagst: verhält sich das neue Skeen anders im Lockout (Einstellung Firm) als mein 2012er Skeen? Also kann man erwarten dass der Hinterteil straffer wird?
Auch muss ich die Übersetzung vergleichen: Cube hat im Vergleich zum Skeen mehr Entfaltung. Und der Gravel-Hybrid überhaupt.
 
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gyor

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Was ist denn für dich eine Bergfahrt?
Für Straße und Schotter geht ein XC Bike prima auf nem All Mountain Rad würde ich das nicht machen...
Das ist ganz fesch, falls der Berg nicht zu bergig ist...
 

Basti138

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Wenn du das schon so sagst: verhält sich das neue Skeen anders im Lockout (Einstellung Firm) als mein 2012er Skeen?
Glaub eher nicht. Aber lass den doch wippen, beim Hardtail verformst du den Reifen und den Rahmen im Wiegetritt.
Ich glaub das ist eine Kopfsache - vielleicht fährst du mit nem Hardtail wirklich besser?
 
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Ja, guter Ansatz. Forstwege die bis 1800m gehen, zB. Nassfeld bin ich schon gefahren. Also nicht all zu steil und Schotter und kleine Steine. Meistens unser Heimberg südlich von Wien, also nichts großartiges. Weingärten... Wurzelige Wanderwege komme ich gar nicht rauf, und runter eher nur vorsichtig. Einen nicht steilen Wanderweg fahre ich hinunter meistens so mit 20-25kmh (geschätzt - habe zwar einen Tacho, aber nie hingeschaut). Und wenn steiler, dann schon langsamer. In einem Bikepark war ich nie.
Kannst du dir damit ein Bild machen?
 
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Glaub eher nicht. Aber lass den doch wippen, beim Hardtail verformst du den Reifen und den Rahmen im Wiegetritt.
Ich glaub das ist eine Kopfsache - vielleicht fährst du mit nem Hardtail wirklich besser?
Weiß nicht. Früher hatte ich keine Federung und war schrecklich, vor allem vorne.
Aber vielleicht auch ne Kopfsache. Am Berg war immer alles ok, es war am Asphalt wo ich mich gehindert fühlte.
Ich komme mehr und mehr an den Gedanken dass ich ohne 2 Fahrräder nicht glücklich werde ?
 

Heiko_Herbsleb

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Nimm 'n Hardtail Enduro.
Wenn Du "Federung" brauchst fährst Du mit präzise angepaßtem Reifeninnendruck, auf der Straße halt 'n paar Zehntel Bar mehr Druck ...
Schlauchlos. Da Du ja offensichtlich relativ oft das Fahrrad benutzen willst/wirst.
 
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Also wie sich das gelesen hat stößt du da nicht an die Grenzen eines XC Hardtails.
Ein Fully währen da und auf dem Weg zur Arbeit unnötiges Gewicht und Wartungsaufwand.

Neim, definitiv nicht.
Aber heißt das auch, dass ein Fully für mich ein Overkill ist?
Das empfinde ich auch, ich denke für die Arbeit wäre ich wesentlich besser mit einem Rad was für die Straße tauglicher ist. Wäre da ein Hardteil besser als Fully?
Oder muss ich mir wirklich irgendwie 2 Fahrräder kaufen? Aktuell kann ich mir eh nur eins kaufen...
 

gyor

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Es könnte auch gelogen sein!
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Also wie sich das gelesen hat stößt du da nicht an die Grenzen eines XC Hardtails.
Ein Fully währen da und auf dem Weg zur Arbeit unnötiges Gewicht und Wartungsaufwand.
Nicht alle Hardtails haben eine XC-Geometrie, die bei Abfahrten für nicht-Profis meist der limitierende Faktor ist.

Fullys wiegen ca zwei Kilo mehr als Hardtails. Wenn du nicht oft bremsen und beschleunigen musst, merkst du davon gar nichts. Der Mehraufwand ist vernachlässigendswert, wenn du nicht ständig Schlammbäder nimmst. Die Federelemente müssen auch nicht jedes Jahr zum Service. Erst, wenn das Teil nicht mehr richtig geht, besteht Handlungsbedarf.

Wenn du den Komfort eine Fullys schätzt, dann spricht nichts dagegen, weiter eins zu fahren.

Aufgrund deiner speziellen Anforderung solltest du schauen, dass du mal ein paar unterschiedliche Bikes unter den Hinter bekommst. Wenn davon eins "Nimm mich!" schreit, kauf so eins. Ein laues "Joah, geht schon ..." ist nicht gut genug.
 

gyor

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Nicht alle Hardtails haben eine XC-Geometrie
Das ist trivial.
Der Mehraufwand ist vernachlässigendswert
Die Lager sind halt irgendwann Grütze.
Ein Federelement mehr, bei dem Dichtungen und Öl getauscht werden müssen.
Wenn du den Komfort eine Fullys schätzt
Also nicht all zu steil und Schotter und kleine Steine.
Weingärten... Wurzelige Wanderwege komme ich gar nicht rauf, und runter eher nur vorsichtig
Wenn das auf den Strecken mehr Komfort bringt...
 
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