Umstieg von Fully auf Hardtail Unterschied enorm

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Hallo Leute ich bin neu hier. Wollte nur mal nachfragen ob es soviel ausmachen kann
wenn man von Fully auf Hardtail Scott Scale 735 CFK mit XT Ausstatung umsteigt. Ich hatte ein Canyon Nerve mit XT Ausstattung und dachte das ist eigentlich ganz o.k!
Gewichtsmäßig nur um 2,4 Kilo schwerer als das Scott, sehr gute Dämpfung und nahezu kein Eintauchen bei der Bergfahrt.
Meine Standardstrecke, Teneriffa von Los Abrigos bis kurz nach San Miguel, etwa 20 Kilometer (stetig im Bereich 8-10%) bergauf machte ich auf Anhieb um ziemlich exakt 4 Minuten schneller ohne den Puls gegenüber den Fahrten mit dem Fully zu beschleunigen.
Zunächst dachte ich es ist der Motivationsschub des neuen
Bikes. Nach etwa 10 Fahrten kann ich für mich behaupten dass ich mir bergauf etwas leichter tu
und das hätte ich in dieser Deutlichkeit nicht erwartet.
Bei den Abfahrten ist es jetzt halt etwas holpriger und ich muss schon des öfteren mal aus dem Sattel, aber bergauf bin ich positiv überrascht. Speziell im Wiegetritt ist es ein Fortschritt.
Kann das jemand bestätigen.

Gruß Heinz
 
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Jetzt mal ehrlich: Dich überrascht es, dass du mit einem Bike, welches 2,4 kg leichter ist bergauf schneller bist?
Glaub mir Du wärst auch mit einem 2,4 kg leichteren Fully schneller Bergauf :winken:

Danke für den Denkanstoß, aber ich schreibe das eher der fehlenden hinteren Dämpfung,
welche ein bisserl Kraft wegschluckt, zu. Die Dämpfung lässt sich nämlich nicht zu 100% abstellen.
Vor allem im Wiegetritt!
Die 2,4 Kilo können aus meiner Sicht keine 4 Minuten ausmachen zumal die Komponenten,
also die drehenden Teile (und genau die sind es die den Hauptteil ausmachen), vom Gewicht ident sind.
Das Bike ist ja nur um das Gewicht des Rahmens und dem fehlende Dämper leichter.
Bei meinem Kampfgewicht, das musste ich ja hochschleppen und dass ist das wahre Handicap, sind 2,4 Kilo Krümmel.
Ich meinte eher dass ein Hardtail einem Fully, bergauf, derart überlegen ist sodass, reproduzierbar dieser Unterschied
überhaupt zustande kommt.

LG Heinz
 
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Trotzdem 2,4 kg bleiben 2,4 kg. Egal ob Fully oder Hardtail und dieselbe drehende Masse, 4 min auf 20km tönt plausibel.
Wärst vielleicht mit einem 2,4 kg leichteren Fully wegen der Federung halt nur 3,5 min schneller :daumen:

Ist halt schwierig Äpfel mit Birnen zu vergleichen...

LG
Dani
 
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Welch unglaubliches Ergebnis.
Demnächst werden alle bei EWS und DH-Worldcup nur noch Hardtail fahren, da wird sich die Bikeindustrie ganz schön umschauen! Und diese ganze dumme Innovation mit metrischem Dämpfermaß und die endlosen Diskussionen und Hinterbaulagerung, Umlenkung und Co haben endlich ein Ende. Yippie.
 
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@Jabba81 Hmm, na vielleicht hast du Recht. Ehrlich gesagt war ich sehr überrascht über den Zeitvorsprung. Hätte ich mir
niemals, nicht im Traum, gedacht. Da ich diese Tour eigentlich täglich mache wenn ich auf der Insel bin und dabei gute und weniger
gute Tage hatte war es ein ziemlich gedehntes Ahao_O wo ich nicht genau wusste was das bedeutet. Mein Training ist eher gleich
geblieben und der Jüngste bin ich auch nicht mehr. Zwei Faktoren die gegen eine Zeitverbesserung sprechen.

Das bedeutet, wenn ich jetzt 15 Kilo abnehme dass ich mir gut und gerne 20 Minuten erspare:p Also ran ans Gerät
:bier:

Gruß Heinz
 
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Welch unglaubliches Ergebnis.
Demnächst werden alle bei EWS und DH-Worldcup nur noch Hardtail fahren, da wird sich die Bikeindustrie ganz schön umschauen! Und diese ganze dumme Innovation mit metrischem Dämpfermaß und die endlosen Diskussionen und Hinterbaulagerung, Umlenkung und Co haben endlich ein Ende. Yippie.

In meiner Altersklasse ist es wie wurscht ob EWS und DH-Worldcup Hard oder Fully fahren. Bin umgestiegen weil ich vor Ort ein zuverlässiges Bike mit geringer Anfälligkeit brauchte. Im Shop sagten sie mir dass CFK sehr komfortabel zu fahren ist und im Antritt besser ist und ja, die Kollegen (etwa meine Leistungsklasse) die Hardtail fahren tun sich offenbar leichter am Berg auch wenn das Bike, von meinem Freund, 12 Kilo auf die Waage bringt.
Das und der sehr gute Preis hat mich bestärkt.
Der Sitz im Bike und die Probefahrt war mir sofort sympathisch sonst hätte ich den Umstieg nicht gemacht. Zuhause habe ich ein Fully. Da fahre ich aber mehr Single Trails und im Gelände. Abgesehen davon wusste ich nichts anzufangen mit den Dämpfereinstellungen am Hinterbau. Das habe ich nie zufriedenstellend hingekriegt und das Service ist fast so teuer wie das Jahresservice vom Auto.

Gruß Heinz
 
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In meiner Altersklasse ist es wie wurscht ob EWS und DH-Worldcup Hard oder Fully fahren. Bin umgestiegen weil ich vor Ort ein zuverlässiges Bike mit geringer Anfälligkeit brauchte. Im Shop sagten sie mir dass CFK sehr komfortabel zu fahren ist und im Antritt besser ist und ja, die Kollegen (etwa meine Leistungsklasse) die Hardtail fahren tun sich offenbar leichter am Berg auch wenn das Bike, von meinem Freund, 12 Kilo auf die Waage bringt.
Das und der sehr gute Preis hat mich bestärkt.
Der Sitz im Bike und die Probefahrt war mir sofort sympathisch sonst hätte ich den Umstieg nicht gemacht. Zuhause habe ich ein Fully. Da fahre ich aber mehr Single Trails und im Gelände. Abgesehen davon wusste ich nichts anzufangen mit den Dämpfereinstellungen am Hinterbau. Das habe ich nie zufriedenstellend hingekriegt und das Service ist fast so teuer wie das Jahresservice vom Auto.

Gruß Heinz
Verzeih mir mein ironischer Einwand.
Dass ein Hardtail bessere Zeiten erzielt als ein Fully liegt doch schon an der Geometrie. Man sitzt nicht so tief im Bike, die Kraftübertragung aufs Pedal ist womöglich besser, zudem frisst kein evtl wippender Dämpfer Kraft bergauf.
Habe mir selbst erst vor zwei Jahren das erste HT gekauft und dieses Jahr mein derzeitiges HT auf Starrgabel umgebaut: läuft!
 
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Kommt halt ganz draufan was man fährt...

Als Beispiel bin beim Bike Marathon in Riva vor 3 Jahren mit einem Hardtail gefahren und vor 2 Jahren mit einem Fully. Gewicht vom Fully praktisch identisch, etwa 200g schwerer. Ja das Hardtail damals war schwer :D Laufradsatz vom Gewicht her praktisch identisch, Berreifung identisch vo/hi RoRo/RaRa.

Wo ich bei den Uphills gemäss Strava mit dem Fully überall leicht langsamer war, konnte ich bei den Downhills sowas von Zeit gutmachen, dass ich am Schluss mit dem Fully über 15min schneller war. Fitnesslevel etwa derselbe, Strecke Ronda Grande (74 km, 2’831 hm)
 
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Ich meinte eher dass ein Hardtail einem Fully, bergauf, derart überlegen ist sodass, reproduzierbar dieser Unterschied
überhaupt zustande kommt.

LG Heinz

Wenn du Schotterautobahnen hochblockerst mag das durchaus sein, oder wenn man mal schnell 20-30 KM durchjagt.

Je holpriger die Böden um so mehr zieht das Fully wegen spürbar mehr Traktion und Komfort vorbei. Die Vorteile des Fullys kommen auf den artgerechten MTB Strecken noch mehr raus, umso länger die Strecke & umso mürber der Körper.

PS: ich bin Hardtail Fan, aber auf meinen Lieblings Trail Touren mit dem Fully schneller, fitter, ermüdungsfreier unterwegs!
 
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das ist doch jetzt wahrlich nix neues. je nach Anteil und Intensität der 'Rüttelstrecke' ist ein HT oder was ganz Starres entweder schneller/leichter zu treten oder eben nicht. bergauf wie bergab. :)
wenn die Strecken die man normalerweise/bevorzugt fährt die biologisch vorhandenen Federungs- und Dämpfungsmöglichkeiten des Körpers überfordern ist es halt schneller mechanisch nachzuhelfen. das muss jeder für sich und seine Strecken selbst entscheiden.
 
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Bei den Abfahrten ist es jetzt halt etwas holpriger und ich muss schon des öfteren mal aus dem Sattel,...

Wer war bei "Abfahrten" nicht die ganze Zeit ausm Sattel muss, fährt wahrscheinlich keine, einem Mountainbike würdigen, Abfahrten. Das Fully war bei bei dem was du mountainbiken nennst halt völlig unterfordert und ich würde behaupten dass Hardtail ist es auch. Fahr die Strecke mal mit einem zum Einsatzgebiet passenden Gravelbike und du wärst sogar noch schneller bergauf.
 

seblubb

Nur Matsch™ sollte braun sein
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Wer war bei "Abfahrten" nicht die ganze Zeit ausm Sattel muss, fährt wahrscheinlich keine, einem Mountainbike würdigen, Abfahrten. Das Fully war bei bei dem was du mountainbiken nennst halt völlig unterfordert und ich würde behaupten dass Hardtail ist es auch. Fahr die Strecke mal mit einem zum Einsatzgebiet passenden Gravelbike und du wärst sogar noch schneller bergauf.
Schön, dass nicht nur ich mich übers sitzen gewundert habe

proTipp: Iih-Bike in rot :o
 
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Pack dir doch als Gegenprobe 2,4KG Zusatzgewicht ans Hardtail. Dann weißt du wieviel vom Gewicht und wieviel vom Fahrwerk abhängt. Reifen sollten natürlich die gleiche sein wie am Fully.
Würde mich auch interessieren.

Gruß xyzHero

Also Gewicht muss ich relativieren. Ich hatte aus gegebenem Anlass, es war sehr heiß und ich wusste dass ich in die Mittagspausenzeit komme wo die Geschäfte geschlossen haben, 2 Liter Wasser(insgesamt, im Rucksack und in der Trinkflasche) mit am Berg. Wenn ich die 700ml die ich normalerweise mit habe abziehe war es damit ein Gewichtsunterschied von etwas über 1 Kilo.

Inzwischen hab ich mit einem ehemaligen Radprofi gesprochen. Er arbeitet nach seiner Profikarriere als technischer Berater in unserer Firma. Das Thema hat mich beschäftigt und so hab ich ihn mal um sein persönliches Statement gebeten. Er meint "keine Frage, das Hardtail hat bergauf einen messbaren und spürbaren Vorteil"!
Er meint auch das CFK wird von den Herstellern so verarbeitet dass der Antritt optimal ist und die Dämpfung des Rahmens noch gut ist.
Eine Downhillmaschine ist mein Hardtail nicht, aber es sollte ein guter Kompromiss, für die meisten der Strecken sein die ich so befahre.
Ich denke das deckt sich mit meinen Eindrücken. Beherzte Downhill's sind sowieso nix mehr für mich.

LG Heinz

Ps: bei meinem Scott Fully lässt sich die Dämpfung komplett sperren. Kein direkter Vergleich möglich. Leider ist das eine Bike in Teneriffa und das Fully hier in Österreich.
 
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Fahr die Strecke mal mit einem zum Einsatzgebiet passenden Gravelbike und du wärst sogar noch schneller bergauf.

Auf der Insel werden hauptsächlich Rennräder bewegt. Davon haben mich einige überholt. Allerdings hatte ich sie noch lange im Auge.
Man wehrt sich halt:)

Abseits kann man im Süden eigentlich nicht so sehr viel fahren. Vieles am Teide ist gesperrt weil Naturschutz, zerklüftet und gefährlich.
Bin am überlegen ob ich mir für die Strassenetappen so ein Gravel anschaffe. Man gönnt sich ja sonst nichts:p und ja. Vor den extremen Sachen hab ich einfach schiss. Dafür sollte man die Jugend vorlassen. Bessere Reflexe und leidensfähiger :D
 

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GenussShredder
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Bin letztens mit dem Rennrad statt dem Downhiller einkaufen gefahren. Da konnte ich auch einen deutlichen Unterschied feststellen:
Ich kam an! :eek:
 
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