Unkonventionelle Kurventechnik im Trail

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Was die Herren sagen wollen ist glaub ich das man mit Pedalieren weniger Geschwindigkeit gewinnen kann als mit guter Linienwahl, perfekten Bremsepunkten vor Kurven und Verlagerung des Körpergewichtes :) und da stimm ich voll und ganz zu du kannst noch so viel sprinten wenn du jede kurve 3 Meter zu früh anbremst die Bremse zu lange hältst oder die kinetische Energie an Wellen verpuffen lässt weil du dein Gewicht nicht schön in Gegebenheiten der Strecke einbringst.
 

oBATMANo

FRANKE
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das klingt schon besser, aber bei vielen Rennen hast Du sau viele Tretpassagen. Da kannst Du die beste Kurventechnik haben, aber wenn Du ab der Hälfte keine Sprints mehr hinbekommst, überholt Dich die Hälfte.

Die meisten bremsen eher zu spät und überbremsen die Kurven. Rutschen also mit gezogenen Bremsen in die Kurve, meist auch noch bis in den Scheitelpunkt. Bremsen dann zu stark ab und kommen ohne Schwung aus der Kurve raus. Da ist es oft besser bissl früher zu bremsen und dann mit mehr Schwung und Kontrolle druch. So kann man das Radl auch wieder schneller für den nächsten Sprint aufrichten.

Pumpen ist natürlich auch notwendig um den Schwung zu behalten. Oft kann man Wurzeln oder Steine nutzen um in Senken oder Wellen zu springen und so das Radl ordentlich zu pushen. Wenn man das verinnerlicht hat, hilft es schon sehr viel. Hab selber auch einen Pumptrack vor der Tür. Ist nen gutes Training.

Eigentlich ist man auf dem DHradl ständig am ziehen, drücken, zerren, strampeln ... bis im Ziel der Puls so hoch ist, dass man nur noch einen Tunnel sieht. Daher gibts ja immer wieder schwere Stürze bei den Zielsprüngen, weil sich die Leute nicht mehr festhalten können.

Bei den Videos sollte man beachten, dass das gestellte Videos sind. Bei Rennen wird meist ganz anders gefahren. Im WC driftet schon lange keiner mehr und Fahrer auf dem Vorderrad rollen sieht man auch nicht. Fürn Bikepark und vor der Freundin aber ne super Technik :)
 
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Klar geb ich dir voll recht wenns zu flach wird muss du strampeln :) aber wenns steil ist sind andere sachen gefragter... man braucht natürlich beides um schnell zu sein. Aber in flowigen passagen zu treten bringt selten vorteile dann lieber Schwung mitnehmen und sich bei der nächsten Flachen voll auskotzen. Und das man beim Weltcup keine "drifts" und Vorderrad Aktionen sieht ist so nicht richtig.Skandinavian Flick werden alle DHpros anwenden wenns geht und im Enduroworldcup ist es gang und gebe vor Spitzkehren das Hinterrad während der Fahrt zu versetzen einfach um die kurve kleiner zu machen.Fakt ist ich werde noch paar stunden kurven und spitzkehren trainieren bis ich an den EWSrennen am start steh ;)
 

oBATMANo

FRANKE
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also bei DH Worldcup Rennen siehst wirklich keinen Flick. Wir gucken bei mir immer alle Live Übertragungen und waren auch schon vor Ort.
Zu Endurorennen kann ich nix sagen.
Wenn möglich, ist treten immer schneller und es gibt keine DH Strecke wo nicht gestrampelt wird. Die Zeiten liegen so knapp zusammen, dass jede Kurbelumdrehung zählt.
Natürlich ist es wichtig Kurvenfahren zu üben, aber ohne Ausdauertraining für einen ordentlichen Antritt gewinnt man keinen Blumentopf.
 
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also ich hab mir grad n paar videos der letzten 3Jahre im downhill angeschaut und bei jeder kurve bei der man stark abbremsen muss flicken die Topguns :/ confused und das treten immer schneller ist würd ich so auch nicht unterschreiben dann müssten im 4cross ja immer die gewinnen die am meisten strampeln was einfach mal garnich hinkommt dort sieht man den unterschied noch viel krasser wenn man mal weg von kurven geht.
 
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4x Tracks sind ja auch bedeutend pumplastiger angelegt, als ein DH WC Track.
Dass man dort zuweilen durch sauberes Pumpen mehr rausholen kann, als durch Treten, sollte einleuchten.
 

oBATMANo

FRANKE
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hab vom DH fahren geredet und nein bei WC DH Rennen sieht man so gut wie nie oder sehr selten Flicks.
Auf Videos werden natürlich viel häufiger Showeinlagen als auf Rennen eingelegt.
Hatte ja geschrieben, wenn treten möglich ist. Durch Wellen kann man z. B. natürlich nicht ordentlich treten und es ist schneller zu pumpen als diese zu überspringen, wenn mans gut beherrscht. Mir gings ja auch nie ums Pumpen. Hab ja selber nen Pumptrack.
Es war nur die Aussage, dass man beim DH fahren nicht treten muss weils eine Gravity Sportart ist, totaler Blödsinn. Alles andere ist doch nun nur noch Haarspalterei.
 

jan84

bingobongoracing
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[...]Skandinavian Flick werden alle DHpros anwenden wenns geht und im Enduroworldcup ist es gang und gebe vor Spitzkehren das Hinterrad während der Fahrt zu versetzen einfach um die kurve kleiner zu machen.Fakt ist ich werde noch paar stunden kurven und spitzkehren trainieren bis ich an den EWSrennen am start steh ;)

(Es gibt keinen Enduroworldcup, nur die Worldseries ;)). Gang und gebe ist es nicht, ich kenne ganz wenige Situationen in denen es Sinn macht wirklich das Hinterrad zu versetzen. Man wird in fast allen Fälle dadurch eher langsamer bzw. kann halt auf andere Art und Weise schneller um die Kurve kommen.

Natürlich ist flüssiges Umsetzen ein sinnvolles Werkzeug wo es definitiv nicht schadet wenn man es beherrscht (wenn man das kann hat man auch gemerkt, dass es zur Verbesserung von Laufzeiten in Rennen fast immer wenig bringt ;)).
 
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Bei den Videos sollte man beachten, dass das gestellte Videos sind. Bei Rennen wird meist ganz anders gefahren. Im WC driftet schon lange keiner mehr und Fahrer auf dem Vorderrad rollen sieht man auch nicht.

ich bin mir nicht sicher, was du unter driften verstehst. für mich ist driften immer dann, wenn der reifen rutscht, ohne dass du bremst. und das sieht man bei allen schnellen fahrern fast in jeder kurve, egal ob training oder rennlauf.
 

oBATMANo

FRANKE
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meinte Driften wie Kovarik und nich wenn das Radl einfach bissl über beide Räder nach außen rutscht
dass man in eine Kurve innen rein schneidet und dann etwas nach außen rutscht, oder halt bei offenen Kurven nach außen rutscht, ist ja nichts Außergewöhnliches
 
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Alles andere ist doch nun nur noch Haarspalterei.
Ich glaub wir reden alle n bissel aneinander vorbei :)Fakt is:Wenn treten möglich ist es schneller...Wenn man eine kurve flüssig durchfahren kann ohne Spielereien ...auch am schnellsten.
Wenn Kurven so eng sind das der Speed sowieso weg muss gibt es verschiedene Techniken wie Flicken,Stoppie oder "driften" ... das sind aber wenn überhaupt Zehntel!!wir sind noch nicht bei der Formel eins und diese Zehntel kann man an 100anderen stellen auf dem trail gewinnen oder verlieren selbst auf einer popligen geraden mit ein paar Wurzeln!
 
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fährt jemand von euch ski/snowboard? da ist es bei mir zumindest so dass ich beim kurvenausgang durch den skiflex entlastet bin und mich während der phase in die nächste kurve drehe... das sieht dann ungefähr so aus:


man dreht sich am leichtesten punkt, eben direkt nach der kurve.
Ich glaube jetzt mal, dass Joe Barns etc das genau so machen, nur eben mit einem Fahrrad. Wenn sie aus einer Kurve fahren drücken sie sich (wie beim Skifahren) raus, wodurch sie sich und das Bike entlasten. Während sie entlastet sind drücken sie das Bike übers Vorderrad in die neue Kurve und positionieren das entlastete Hinterrad neu (~Hinterrad versetzen). Also nichts mit Endo oder so, ich denke der Ski-Vergleich triffts eher.
 
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Während sie entlastet sind drücken sie das Bike übers Vorderrad in die neue Kurve und positionieren das entlastete Hinterrad neu (~Hinterrad versetzen). Also nichts mit Endo oder so, ich denke der Ski-Vergleich triffts eher.

ich denke, dass es ein schlechter vergleich ist, da dass das hinterrad bei dem, was joe barnes macht, belastet werden muss, nicht entlastet. es ist eher so, dass man das hinterrad in die kurve drückt und sich dabei stark in die kurve lehnt. das mit bike zwischen den kurven entlasten könnte passen.
 
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ja hast recht, war vielleicht ein wenig unglücklich formuliert... ich meinte viel mehr, dass sich Joe Barnes mit dem Hinterrad (in der Kurve) abstößt (vgl. Ski) und dann mit dem Schwung entlastet und sich neu positioniert.
 
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das kommt ganz gut hin. wie beim skifahren auch ist es wichtig, wie man die kurve einleitet. dieser moment, wenn das bike zwischen den kurven gerade entlastet ist, kann schon darüber entscheiden, wie die kurve begonnen werden kann.
 
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Um nochmal auf die Technik von Vouilloz zurück zu kommen: Vor der Linkskurve fährt er möglichst weit nach rechts, während er sein Hinterrad nach links schwenkt. Sobald das Hinterrad versetzt zur Bewegungsrichtung aufkommt, bekommt der Hinterbau einen Impuls sich wieder nach rechts zu schwenken.
Fühlt sich dynamischer an, wenn man danach das Hinterrad um die Kurve versetzen will ;)
 
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