Unterwegs mit Titan Hardtail und Starrgabel

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Ein Freund von mir hat sein Bikepark ausgebaut und sich ein 29" Titan HT + Starrgabel zugelegt.
Er ist der Meinung auf die Federgabel verzichten zu können, in dem er mit einem 29" Tubeless-Reifen + Carbonlenker fährt. Der Carbonlenker gibt richtungsweise nach und "federt", zusammen mit den 29" Reifen sollte ein gewisser Fahrkomfort entstehen (keine Hardcore-Strecken). Hat jemand schon mal ein ähnliche Erfahrung gemacht ?

Man muss natürlich dazu sagen, daß man für die 90% Forstwege in Schwarzwald nicht wirklich eine Federgabel braucht, am letzen WE sind wir von Karlsruhe bis Gernsbach über Teufelsmühle gefahren, erst in den letzen 5-7 Km kann ich mein Fully ein bißchen einsetzen :rolleyes:
 
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Wayne_

allez les blöds
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hat er dich denn nicht mal probe fahren lassen?
gib doch mal ein paar infos zu gabel, lenker, reifen und druck, ansonsten kann man sich da schlecht eine meinung bilden.
dass man mit tubeless weiter mit dem druck runter gehen kann, ist ja klar. warum aber 29" reifen eine bessere dämpfung haben sollten, als irgendeine andere größe, erschließt sich mir nicht. :ka:
 
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Nö, der Sattel steht mir bis zum Bauch. Hat schon jemand praktische Erfahrung mit einer ähnlichen Kombination gesammelt ?
 
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EinsRakete

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Ein Freund von mir hat sein Bikepark ausgebaut und sich ein 29" Titan HT + Starrgabel zugelegt.
Er ist der Meinung auf die Federgabel verzichten zu können, in dem er mit einem 29" Tubeless-Reifen + Carbonlenker fährt. Der Titanlenker gibt richtungsweise nach und "federt", zusammen mit den 29" Reifen sollte ein gewisser Fahrkomfort entstehen (keine Hardcore-Strecken). Hat jemand schon mal ein ähnliche Erfahrung gemacht ?

Man muss natürlich dazu sagen, daß man für die 90% Forstwege in Schwarzwald nicht wirklich eine Federgabel braucht, am letzen WE sind wir von Karlsruhe bis Gernsbach über Teufelsmühle gefahren, erst in den letzen 5-7 Km kann ich mein Fully ein bißchen einsetzen :rolleyes:
Ja was denn nun Carbon oder Titanlenker?
 
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Ich bin zu einem ziemlichen Puristen geworden und fühle mich mit Starrgabel am wohlsten. Egal ob Alu, Stahl oder Carbon. Letzteres hat den Vorteil, dass es am Lenker richtig leicht wird. Dicke Reifen mit dem richtigen Luftdruck vorausgesetzt, fährt sich das sehr komfortabel.
Der Komfort vergrößert sich aber nicht mit dem Felgendurchmesser. Der Reifen selber braucht halt Volumen.

(Trotzdem bin ich der Meinung, dass auf einem Wurzeltrail nix über ein Fully geht)
 

EinsRakete

Fast!
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Nö, der Sattel steht mir bis zum Bauch. Hat schon jemand praktische Erfahrung mit einer ähnlichen Kombination gesammelt ?
Zum Testen kann der Sattel sicherlich ein wenig runter gestellt werden, wie ich verstanden habe geht es dir primär darum zu testen ob die Dämpfung ausreichend ist. Da würde ich mal gepflegt auf die Sattelüberhöhung und passende Geo sch.....
 
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Ich bin der selben Meinung, leider kann man das Fully nicht mehr einsetzen als man es möchte. Meist schleppt man es mit für die ein paar Prozente der Gesamtstrecke.
Aus dem Grund bin ich heuer erst zwei Mal auf meinem Fully gesessen. Auf Berge fahre ich mittlerweile nur noch mit dem leichten Starrbike. Die Furious Fred werden dann durch Rocket Ron ersetzt. Vorne mit 1,1 bar hinten mit knapp unter 2. (dann kann man auch bergab noch sicher bremsen)
Rennradler auf der Straße machen mich bergauf irgendwann platt. Mountainbiker mit Fully haben mich bergauf aber noch nicht überholt. Bergab ist dafür aber langweilig, weil die technischen Trails einfach nicht machbar sind. Oder zumindest fahre ich dafür zu schlecht. Wurzelige Flachlandtrails gehen schon, aber halt sehr vorsichtig und wenn es ruppiger wird, nur sehr langsam. Dafür ist man auf Trails ohne Wurzeln und Felsen verdammt schnell unterwegs. Es ist unglaublich, wie viel Spaß ein ungefedertes Rad machen kann (wenn es dafür sehr leicht ist)
Wenn man aber direkt nur an der Isar fährt, lohnt sich das Fully schon wieder. Leider war es heuer zu selten mal länger trocken. Und auf die Rumquälerei im Schlamm habe ich mittlerweile überhaupt keine Lust.
 
D

Deleted 224116

Guest
Kommt doch immer drauf an, wo man fährt.

Wenn ich mit meiner Freundin lange MTB Touren auf Waldautobahnen mache, bringt mir mein Fully auch nix und dem 29er hinke ich mit meinem 26er etwas hinterher. Da meine Fitness ungefähr dieselbe ist, wie die meiner Freundin und sie die größeren Laufräder hat, muss ich etwas stärker reintreten um Schritt zu halten.

Wirklich stören tut das jetzt aber auch nicht. Und wenns zur Sache geht, wird mit dem Fully halt alles etwas bequemer.

Jeder muss doch für sich das finden, was am ehesten zum Fahrstil und den gefahrenen Strecken passt.
Wünsche mir für die Zukunft auch ein flottes 29er HT, komme aber auch so klar. :D
 

Geisterfahrer

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Breite Reifen, eine etwas flexende Gabel, Stütze und Lenker bringen durchaus etwas Komfort (am Ausgangsmaterial kann man das allerdings nicht fest machen, sondern es hängt von der Konstruktion des einzelnen Bauteils ab, ob es noch flext oder eher steif ist). Ob einem das reicht, kann man eigentlich nur selbst herausfinden. Persönlich möchte ich im Gelände trotz allem eher nicht mehr auf die Federgabel verzichten und fahre auch ab und zu ganz gerne Fully. Heißt nicht, dass mich deswegen keiner mit Starrgabel und schmalen Reifen überholen könnte - da macht die Fahrtechnik deutlich mehr aus.
 

zerg10

Stempelritter, der
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Ihr seid sooooo Old School. Wer erinnert sich noch an die guten alten Merlin-oder Litespeed Obed-Bikes ?:daumen:
 
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Man kann mit Starrgabel meiner Meinung nach das meiste fahren, was zumindest die dt. Mittelgebirge zu bieten haben. Manchmal halt ziemlich langsam, immer mit viel Körpereinsatz und oft mit schmerzenden Handgelenken nach der Tour. Bin jahrelang 26", komplett Alu, Starrgabel und 2.1er Reifen gefahren (Bis das Steuerrohr Risse bekommen hat ;-)). Es geht und es macht auch ne Menge Spaß. Mit Federgabel gefällts mir dann aber doch besser.

Ohne Low-Tech glorifizieren zu wollen: Es gibt so einen fiesen Gewöhnungseffekt. Ich hatte beim Fahren mit geliehenen Fullies immer das Gefühl, dass man nach einer Weile der Eingewöhnung rechnerisch deutlich schneller bergab fährt als mit dem Hardtail, ohne dass sich die gefühlte Geschwindigkeit erhöht. Oder anders gesagt, die Sicherheit und der Komfort, den das Fully mehr bietet, gleicht man schnell mit erhöhter Geschwindigkeit wieder aus, bis man wieder ungefähr dasselbe Fahrgefühl wie vorher hat (in Bezug auf die gefühlte Geschwindigkeit oder den Adrenalinpegel).

Insofern kann ich das gut verstehen, dass einige Leute ihre Räder wieder abrüsten. Wenn es nicht um Sekunden, sondern um den Fahrspaß geht, muss das kein Nachteil sein. Zumal Wartungsaufwand, Defektanfälligkeit etc. i.d.R. deutlich geringer sind.
 

schaumat

Ich fahre 26" und meine Reifen haben Schläuche!
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Ich bin zu einem ziemlichen Puristen geworden und fühle mich mit Starrgabel am wohlsten. Egal ob Alu, Stahl oder Carbon. Letzteres hat den Vorteil, dass es am Lenker richtig leicht wird. Dicke Reifen mit dem richtigen Luftdruck vorausgesetzt, fährt sich das sehr komfortabel.
Der Komfort vergrößert sich aber nicht mit dem Felgendurchmesser. Der Reifen selber braucht halt Volumen.

(Trotzdem bin ich der Meinung, dass auf einem Wurzeltrail nix über ein Fully geht)
Da werd ich doch ein wenig sentimental - jaja, das waren noch Zeiten, als wir mit dem Alu Hardtail, Stahl Starrgabel und V-brakes den Tremazo runtergebrochen sind, bis wir dann am Passo Nota den Zucker im Espresso ohne Löffel mischen konnten (so haben die Hände nachvribriert).

Ich bin auch auf dem Weg zum Puristentum, weil ich für ein leichtes schnelles Rädchen für die Fahrt zur Arbeit immer mehr Geschmack bekomme...
 

Geisterfahrer

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@ Schaumat: Dafür habe ich volles Verständnis! Zur Arbeit fahre ich auch einen starren Singlespeeder mit Felgenbremsen, und das macht Spaß. Für den Geländesport wäre das aber nicht mehr meins.
 

Schrommski

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Also ich fahre generell starr!
Aber dazu muss ich sagen, das der Asphalt-Waldautobahn-Forststraßen-Anteil bei meinen Touren bei locker 90% und mehr liegt.
Dazu alles Alu an der Front und 3bar auf RacingRalph 2.25.
Damit komme ich hervorragend zurecht. Auch bei Touren weit über 100km (zuletzt 170km).

Jetzt könnte man sagen: "Kauf dir ein Rennrad!"
Und ich würde antworten: "Ein Langstreckencrosser wäre doch genau das richtige."
Und tatsächlich ist dieser gerade fertig geworden.

Aber das Hardtail wird trotzdem viel bewegt werden, zumal ich mich an den Crosser erst gewöhnen muss, bevor ich damit lange Touren in Angriff nehmen kann.

Aber auch in ruppigerem Gelände komme ich mit dem Starrbike gut klar - solange die Sache nicht zu lang geht, sonst melden sich die Handgelenke.
 
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Also ich fahre generell starr!
Aber dazu muss ich sagen, das der Asphalt-Waldautobahn-Forststraßen-Anteil bei meinen Touren bei locker 90% und mehr liegt.
Das ist bei mir auch der Fall, bevor man die Trails genießen kann, muss man zuerst die normalen Forststrecken befahren. Allerdingst bin ich mir nicht sicher, ob ich auf Starrgabel setze. Vielleicht sollte ich mit dem Bike meines Kumpels mal fahren, um das gefühl zu kennen (da muss ich eine andere Sattelstütze mitnehmen, um eine Thompson-Ding nicht zu zerkratzen).
 
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Es kommt vielleicht auf die Herangehensweise an. Ich wollte zuletzt eigentlich ein Rennrad. Also was schnelles für die Straße. Wollte mich aber nicht so sehr auf Asphalt festnageln lassen. Deshalb ist es dann ein leichtes HT mit Starr-/Carbongabel geworden. So nach und nach hab ich dann festgestellt, was damit eigentlich alles möglich ist. Eigentlich bin ich nie mit der Einstellung herangegangen, damit richtig Trails zu ballern.
 

Sentilo

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Da werd ich doch ein wenig sentimental - jaja, das waren noch Zeiten, als wir mit dem Alu Hardtail, Stahl Starrgabel und V-brakes den Tremazo runtergebrochen sind, bis wir dann am Passo Nota den Zucker im Espresso ohne Löffel mischen konnten (so haben die Hände nachvribriert).
Dito!
Anno 91, mit Yeti Pro Fro und Accutrax-Gabel, war's ein einziges Rütteln und Scheppern. Letztes Jahr, per Remedy, wie eine Fahrt mit dem Reisebus über die Tauernautobahn. Fast ein bisschen langweilig. Deshalb heute nur noch starr. Man spürt wieder was.
 

RetroRider

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[...]
Dazu alles Alu an der Front und 3bar auf RacingRalph 2.25.
[...]
Heiliger Strohsack! Das wäre mir zu hart. Ich fahre in der Starrgabel doppelt schwere Reifen mit maximal 1,2 bar. Die schmalen DH-Klassiker von Maxxis (DHF 2.35 und Highroller 2.35) sind genial. Den Highroller bin ich auch mal in der leichten 1ply-Version gefahren, aber da musste ich 1,8 bar reinknallen, was mir schon zu hart war. Obwohl der wahrscheinlich besser dämpft als der RaRa.
Möglichst wenig Gewicht ist zwar richtig und wichtig, aber in der Starrgabel ist mir Reifen-Performance noch wichtiger. Das Bike schüttelt mir trotzdem noch die Hand.
 

Schrommski

The Chosen One
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Bei meinem sehr hohen Asphalt-Anteil schüttelt da nix viel. Und das bisschen ruppigeres Gelände halt ich dann auch grad noch aus.
2 Bar oder drunter wäre mir persönlich viel zu schwammig für meine Streckenprofile. Bis vor kurzem bin ich immer noch mit 3,8 bar rumgefahren, aber mit den 3 bar habe ich jetzt einen für mich guten Kompromiss gefunden.
 

RetroRider

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Und wozu braucht man da 2.25"? Mit dem richtigen Verhältnis von Reifen- zu Felgenbreite ist auch beim optimalen Druck Nix schwammig.
 
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Fahrt ihr eigentlich alle auf beiden Reifen den gleichen Druck?
Ich habe immer vorne deutlich weniger. Hinten hart damit es besser rollt und nicht durchschlägt. Vorne weich für Grip und/oder Komfort.
Auf der Straße mit trekkingrad eher mehr als man hier im Forum für sinnvoll hält. Mit 42er reifen.
Auf dem berg im roro 2.0“ dafür vorne nur knapp über ein bar und hinten fast zwei. Auf einer crest. Jumps gehen mit der Carbongabel eh nicht also hab ich da auch keine Angst vor durchschlägen.
 

RetroRider

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Normalerweise müsste ich vorne den gleichen Druck fahren wie hinten, weil ich z.B. bei aufeinanderfolgenden Wurzeln nicht die ganze Zeit das Vorderrad leicht machen kann. Deswegen fahre ich ja vorne einen doppelt so schweren Reifen wie hinten.
Den Luftdruck unabhängig von der Reifenbreite zu betrachten ist Blödsinn.
 
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... Insofern kann ich das gut verstehen, dass einige Leute ihre Räder wieder abrüsten. Wenn es nicht um Sekunden, sondern um den Fahrspaß geht, muss das kein Nachteil sein. Zumal Wartungsaufwand, Defektanfälligkeit etc. i.d.R. deutlich geringer sind.
"abrüsten" ist vielleicht falsch... bei mir ist es eher ein Nachdenken gewesen... seit diesem Sommer endgültig nur noch mit FatBike und 29+ unterwegs. Es funktioniert! Wobei meine Empfehlung für die technischen Trails eindeutig zum 29+ geht, das FatBike hat dagegen den Vorteil einer tourenfreundlichen Übersetzung, was beim 29+ noch etwas warten muss, aber kommt...

... nochmals zum "abrüsten": ist bei mir insofern falsch, da bei beiden Rädern eine vernünftige Scheibenbremsanlage und eine Variostütze verbaut sind.
 
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