Upgrade: SRAM 1x11 auf 1x12 für Gravel sinnvoll?

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Moin,

ich hoffe mir kann hier jemand eventuell mit Meinung/Erfahrung weiterhelfen, da ich Null Gefühl dafür habe wie groß der Einfluss meines folgenden Vorhabens sein wird und ob es zum gewünschten Ziel führt.

Ich habe an meinem Gravel eine SRAM Schaltung, eine SRAM 40t Crank und eine 11er Kassette (11-42). Ich bin Bergauf sichtlich angestrengt und auch die Höchstgeschwindigkeit könnte optimiert werden. Generell strengt es an und ich habe Probleme bei Kollegen mit Antrieben von 2x Irgendwas hinterherzukommen.

Ich überlege auf 1x12 aufzurüsten (e*thirteen Helix Race 12 spd; 9-45), um die Bandbreite zu erhöhen und eventuell zusätzlich die Crank minimal zu verkleinern. Leider kann ich nicht vorne auf 2 Ritzel umsteigen. Würde das prinzipiell funktionieren und Sinn machen? Wäre der Einfluss signifikant oder den Aufwand nicht Wert?

Vielen Dank für jede Hilfe/Meinung und viele Grüße.
 
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Re: Upgrade: SRAM 1x11 auf 1x12 für Gravel sinnvoll?
Zählen statt denken. Ansonsten https://www.gear-calculator.com/. Hinten am grossen Ritzel ein Zähnchen mehr für bergauf bringt wenig. Vorne weniger Zähne sind der Höchstgeschwindigkeit abträglich. Man kann mit 1fach halt nicht alles haben.

Einfaches Prozentrechnen hilft auch schnell, um die Auswirkungen von Änderung der Zähnezahl zu erkennen.

Oder sich eine höhere Trittfrequenz angewöhnen oder anderer Mitfahrer suchen.
 
Danke für die Antwort. Das habe ich mir alles schon einigermaßen überlegt. Ich habe mich auch schon dem Gear Calculator bedient. Deshalb bekomme ich ja trotzdem kein Gefühl dafür. Laut dem Calculator sieht es schon danach aus, dass sich etwas tut wenn ich vorn beispielsweise auf 35 und hinten auf 9-45 wechseln würde. Aber wie es sich anfühlt weiß ich dennoch nicht. Dachte vielleicht hat jemand schonmal sowas ähnliches versucht.
 
Hallo Goldbra,
ich habe gerade ein Upgrade an meinem Gravel... äh Dropbar MTB durch. Von 1x11 Sram Rival/Apex Mix auf Shimano GRX 820 1x12. Grund war bei mir auch die Bandbreite zu erhöhen, und zusätzlich Reserven zu haben wenn es mal schneller wird. Die Sram Schaltung hatte vorn 32T und hinten eine 10/42 Kassette. Am Berg fehlte mir nix, aber bei der Endgeschwindigkeit. Jetzt habe ich vorn 36T (max. möglich an meinem Rahmen), und hinten eine XT Kassette mit 10/51.

Bildschirmfoto vom 2024-02-11 15-39-28.png
 
Hey EarlyUp,

danke für die tolle Referenz. Schaltet die 12er flüssig hinten? Klingt ähnlich wie mein Vorhaben. Tendiere zu 40t vorn und 10/52 hinten oder 36t vorn und 9/45 hinten. Scheint beides ähnlich gut zu sein, wobei ich bei der Variante 1 den Umbau an der Kurbel sparen könnte.
 
Einstellen ist wie bei allen 1x12, aber scheint mir tolleranter zu sein als SRAM mit 1x12. Die GRX schaltet sehr gut, und ist meiner Meinung nach relativ leise.
 
Ich bin Bergauf sichtlich angestrengt und auch die Höchstgeschwindigkeit könnte optimiert werden. Generell strengt es an und ich habe Probleme bei Kollegen mit Antrieben von 2x Irgendwas hinterherzukommen.
Da Du hier ja offensichtlich neu bist: Hallo :)
Bist Du Dir sicher, dass dafür die Übersetzung verantwortlich ist? Für mich klingt das eher nach nicht ausreichender Leistungsfähigkeit. Musst Du am Berg eine (zu) niedrige Trittfrequenz treten, dann ist eine Übersetzungsänderung sinnvoll. Wenn Du nur nicht "hinterherkommst", wird Dir der Grannygear hinten auch nicht viel bringen.
Interessant wäre zu wissen, welche Frequenz Du am Berg im kleinsten und bei Höchstgeschwindigkeit im höchsten Gang trittst. Sonst kommen hier meiner Meinung nach keine nützlichen Ratschläge ums Eck.
 
Ich denke nicht das es an der Leistungsfähigkeit liegt. Zum einen habe ich jetzt schon öfter gelesen, dass die Kombi 40-11/42 am Berg sehr anstrengend werden kann, vor allem in Kombination mit vollem Gepäck. Zudem hatte ich mit meinem alten Bike nicht solche Probleme. Allerdings vermute ich auch nur
 
Ich denke nicht das es an der Leistungsfähigkeit liegt ... ... Zudem hatte ich mit meinem alten Bike nicht solche Probleme. Allerdings vermute ich auch nur
Hier ist es schön erklärt: https://velo.outsideonline.com/gear/gear-issue-friction-differences-between-1x-and-2x-drivetrains/ Diese wenigen Watt erscheinen wenig, aber selbstverständlich kann man sich verheizen, wenn man die paar wenigen Watt im Nachteil ist.

Was für einen Antrieb hat dein altes Rad?



... ich habe Probleme bei Kollegen mit Antrieben von 2x Irgendwas hinterherzukommen ...
Haben die Kollegen vielleicht auch noch besser rollende und geeignetere Reifen?
 
Ich habe an meinem Gravel eine SRAM Schaltung, eine SRAM 40t Crank und eine 11er Kassette (10-44 denke ich). Ich bin Bergauf sichtlich angestrengt und auch die Höchstgeschwindigkeit könnte optimiert werden. Generell strengt es an und ich habe Probleme bei Kollegen mit Antrieben von 2x Irgendwas hinterherzukommen.
2fach hilft Dir nicht am Berg. 2fach bringt einem vor allem mehr Zwischengänge. Die braucht man um bei (durch die Gruppe) vorgegebener Geschwindigkeit seine optimale Trittfrequenz haben zu können. Beim Bergaufschnaufen mit Gepäck ist das zumindest deutlich weniger wichtig.

Leichtere Gänge bedeuten in der Regel auch niedrigere Geschwindigkeiten. Wenn Dir Deine Kollegen am Berg davon fahren, helfen Dir leichtere Gänge wenig. Da brauchst Du einfach mehr Leistung im Herz-Kreislaufsystem...oder langsamere Kollegen. Es könnte höchstens sein, dass Du besser fährst mit hoher Trittfrequenz.

Mit 40 auf 44 (vermutlich sinds 42) haste zumindest schon mal eine leichte Untersetzung. Wie schwer bist Du, Dein Rad und Dein Gepäck? Was fahren denn Deine Kollegen?
 
2fach hilft Dir nicht am Berg. 2fach bringt einem vor allem mehr Zwischengänge. Die braucht man um bei (durch die Gruppe) vorgegebener Geschwindigkeit seine optimale Trittfrequenz haben zu können. Beim Bergaufschnaufen mit Gepäck ist das zumindest deutlich weniger wichtig.

Leichtere Gänge bedeuten in der Regel auch niedrigere Geschwindigkeiten. Wenn Dir Deine Kollegen am Berg davon fahren, helfen Dir leichtere Gänge wenig. Da brauchst Du einfach mehr Leistung im Herz-Kreislaufsystem...oder langsamere Kollegen. Es könnte höchstens sein, dass Du besser fährst mit hoher Trittfrequenz.
Mit 40 auf 44 (vermutlich sinds 42) haste zumindest schon mal eine leichte Untersetzung. Wie schwer bist Du, Dein Rad und Dein Gepäck? Was fahren denn Deine Kollegen?
Hey,
Also ich habe nochmal den Post überarbeitet. Ich habe aktuell 40t auf 11-42. Das ist laut einigen Foren und Websites eher schon knackig ab gewissen Steigungen. Und genauso fühlt es sich für mich auch an.
Ich kann sowieso kein 2. Ritzel vorne verwenden. Auch wenn ich der Meinung bin das es am Berg hilft, sobald ich auf ein wesentlich kleineres Ritzel vorne schalten würde. Da es einfach leichter wird. Natürlich auch langsamer.

Auf Grund des enormen Aufwands um auf 1x12 umzubauen, würde ich gerne lieber das vordere Kettenblatt verkleinern um 2-4 Zähne und hinten die Abstufung vergrößern auf 9-45 oder so. Somit wäre in der Theorie die Bandbreite erhöht und ich ich kann bei leichteren Gängen mit weniger Kraft fahren.

Somit bin ich aber immer noch langsamer, okay. Aber ich spare Kraft.
Nun schauen wir auf die Reifen. Ich fahre mit Maxxis Rambler und die Kollegen mit Standard G one all rounder. Meinst du das das der Hauptgrund ist? Mein Profil und die Reifenbreite?

Ich wiege 85 kg auf 195 cm. Schwer bin ich nicht.
 
Ich habe aktuell 40t auf 11-42. Das ist laut einigen Foren und Websites eher schon knackig ab gewissen Steigungen. Und genauso fühlt es sich für mich auch an.
Ich kann sowieso kein 2. Ritzel vorne verwenden. Auch wenn ich der Meinung bin das es am Berg hilft, sobald ich auf ein wesentlich kleineres Ritzel vorne schalten würde. Da es einfach leichter wird. Natürlich auch langsamer.

Auf Grund des enormen Aufwands um auf 1x12 umzubauen, würde ich gerne lieber das vordere Kettenblatt verkleinern um 2-4 Zähne und hinten die Abstufung vergrößern auf 9-45 oder so. Somit wäre in der Theorie die Bandbreite erhöht und ich ich kann bei leichteren Gängen mit weniger Kraft fahren.
Ich hab 42 auf 42 und ja, das ist manchmal zu schwer. Man kann aber nicht so beliebig Zeug tauschen. Passt auf Deinen Freilauf eine 9-45 Kassette? Kann das Schaltwerk diese Kapazität bedienen?
Wie oft fährst Du im schwersten Gang? Wenn selten, könntest vorne auf ein 36er Blatt wechseln. Du gewinnst einen leichteren Gang und verlierst dafür den schwersten.
https://ritzelrechner.de/?GR=DERS&K...RZ2=11,13,15,17,19,21,24,28,32,36,42&UF2=2220
Ich fahre mit Maxxis Rambler und die Kollegen mit Standard G one all rounder. Meinst du das das der Hauptgrund ist? Mein Profil und die Reifenbreite?
Welche Größe? Rollwiderstand macht was aus. Reifendicke hat auch einen aerodynamischen Effekt.
Ich wiege 85 kg auf 195 cm. Schwer bin ich nicht.
Leicht aber auch nicht. Am Berg macht das Systemgewicht einen sehr merklichen Unterschied. Bergetappen gewinnen nur die "Bergflöhe", also Fahrer mit dem besseren Leistungsgewicht. Meine Frau fährt mir bergauf davon, weil sie leichter ist bei etwas besserer Kardio-Fähigkeit. In der Ebene kann ich ihr davon fahren, weil es hier mehr auf Kraft ankommt.
 
Ich hab 42 auf 42 und ja, das ist manchmal zu schwer. Man kann aber nicht so beliebig Zeug tauschen. Passt auf Deinen Freilauf eine 9-45 Kassette? Kann das Schaltwerk diese Kapazität bedienen?
Wie oft fährst Du im schwersten Gang? Wenn selten, könntest vorne auf ein 36er Blatt wechseln. Du gewinnst einen leichteren Gang und verlierst dafür den schwersten.
https://ritzelrechner.de/?GR=DERS&K...RZ2=11,13,15,17,19,21,24,28,32,36,42&UF2=2220

Welche Größe? Rollwiderstand macht was aus. Reifendicke hat auch einen aerodynamischen Effekt.

Leicht aber auch nicht. Am Berg macht das Systemgewicht einen sehr merklichen Unterschied. Bergetappen gewinnen nur die "Bergflöhe", also Fahrer mit dem besseren Leistungsgewicht. Meine Frau fährt mir bergauf davon, weil sie leichter ist bei etwas besserer Kardio-Fähigkeit. In der Ebene kann ich ihr davon fahren, weil es hier mehr auf Kraft ankommt.
Ob der Freilauf passt muss ich noch recherchieren. Würde davon ausgehen.

Den schwersten Gang nutze ich recht häufig auf gerader Strecke oder bei leichten Gefälle. Somit wird das tauschen des Kettenblattes vorne nicht ausreichen.

Die Reifen von mir haben die Dimension 700 laufradgrösse und 45 Breit. Schon eher dicker für Gravelbikes.

Mein einer Kumpel ist auf einer Tour mein altes Rose ProCoss Gravel (heute Backroad AL) gefahren. Da sind klassische Schwalbe G-one Allrounder drauf. Schaltung hat es eine 34/51 vorne und hinten 11er mit 11-32 glaube ich. Er wiegt deutlich mehr und ist nicht fitter als ich auf dem Fahrrad und ist den Brenner, relativ zu mir, entspannt hoch. Das hat mir zu Denken gegeben was bei meinem Bike eventuell nicht so gut sein könnte. Er hatte höheee trittfrequenz aber hatte es wensentlich leichter. Ich hingegen musste ordentlich reintreten stellenweise.

PS: Mit diesem Rose Fahrrad hatte ich damals auch das Gefühl, das ich schneller und weniger Kraftraubend fahren konnte. Also Lag für mich die Erklärung eher in der Übersetzung oder den Reifen. Oder eher beides.
 
Leicht aber auch nicht. Am Berg macht das Systemgewicht einen sehr merklichen Unterschied
Für 1,95 liegt das Normalgewicht bei 76-97kg. 85 liegt also sogar etwas unter der Mitte des Normalgewichts.

Aber zurück zum Thema. Bringen wird es auf jeden Fall was. Der Sprung von 11 auf 9 Zähne ist ein vollwertiger Gang in die schwerere Richtung. Von 42 auf 45 wäre ungefähr n halber Gang. Also quasi ein Gang rauf und n halber runter. Das merkt man schon deutlich. 40-42 ist schon knackig.

Ich fahr am MTB gemütlich 30-51 bis 30-42 bergauf. Da hilft dir also mehr Bandbreite und passendes Kettenblatt auf jeden Fall.
Bei 9-45 musst auf jeden Fall auf den Freilauf achten. Sonst gibt's als Notfall auch die Lösung, ne SRAM NX Eagle zu fahren, die passt glaube als 11-51 auf nen normalen HG-Freilauf.
 

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Ob der Freilauf passt muss ich noch recherchieren. Würde davon ausgehen.

Den schwersten Gang nutze ich recht häufig auf gerader Strecke oder bei leichten Gefälle. Somit wird das tauschen des Kettenblattes vorne nicht ausreichen.

Die Reifen von mir haben die Dimension 700 laufradgrösse und 45 Breit. Schon eher dicker für Gravelbikes.

Mein einer Kumpel ist auf einer Tour mein altes Rose ProCoss Gravel (heute Backroad AL) gefahren. Da sind klassische Schwalbe G-one Allrounder drauf. Schaltung hat es eine 34/51 vorne und hinten 11er mit 11-32 glaube ich. Er wiegt deutlich mehr und ist nicht fitter als ich auf dem Fahrrad und ist den Brenner, relativ zu mir, entspannt hoch. Das hat mir zu Denken gegeben was bei meinem Bike eventuell nicht so gut sein könnte. Er hatte höheee trittfrequenz aber hatte es wensentlich leichter. Ich hingegen musste ordentlich reintreten stellenweise.

PS: Mit diesem Rose Fahrrad hatte ich damals auch das Gefühl, das ich schneller und weniger Kraftraubend fahren konnte. Also Lag für mich die Erklärung eher in der Übersetzung oder den Reifen. Oder eher beides.
Beim Freilauf würde ich sagen, das passt nicht.
Wenn den größten Gang wirklich brauchst, dann langt der Kettenblattwechsel nicht.
45er Reifen sind noch im normalen Bereich für Gravel. Daran wird es nicht gelegen haben, erst recht nicht bergauf.
Dein Kumpel scheint aber doch fitter zu sein, sonst wäre er mit schwereren Gängen nicht leichter den Brenner hoch. 34 auf 32 ist schwerer als 40 auf 42. Merklich.
 
Ob der Freilauf passt muss ich noch recherchieren. Würde davon ausgehen.

Nope, du hast derzeit einen HG Freilauf.
Auf diesen passen nur Kassetten, deren kleinste Ritzel 11 (oder mehr) Zähne haben.

Ritzel mit 10 oder gar nur 9 Zähnen setzen einen "kleineren" Freilauf voraus. Deshalb wurde von Sram XD/XDR als Standard für Freiläufe eingeführt, die mit solch kleinen Ritzeln kompatibel sind.
 
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