Vom Leben und Mountainbiken: Unterwegs mit Walter (81)

Lenka K.

franc-tireuse
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Obb.
das EMTB hat viel Leute die das Mountainbike vor der elektrischen Ära niemals als Sportart in Erwägung gezogen hätten oder die im laufe der Jahre (Karriere, Familie, Beruf) übergewichtig geworden sind, (wieder) auf das Mountainbike gebracht
Das halte ich für eine Mär, die durch die elektroaffine Herstellerlobby hartnäcking verbreitet wird. Die meisten Leute, die heute ein E-Rad (egal ob MTB oder normales Rad), fahren, sind früher ein Rad ohne Motor gefahren.
 
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GrazerTourer

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Das halte ich für eine Mär, die durch die elektroaffine Herstellerlobby hartnäcking verbreitet wird. Die meisten Leute, die heute ein E-Rad (egal ob MTB oder normales Rad), fahren, sind früher ein normales Rad gefahren.
Es gibt alle Kombinationen. :)

In ein paar Jahren fängt halt kaum einer mehr ohne E an zu biken. Das heißt dann eben auch pro Person die 1.5x bis doppelte Strecke in der gleichen Zeit, mehr Technik, mehr Ressourcen, mehr Bequemlichkeit usw usf. Es ist halt eine Art Wettrüsten. Irgendeiner bezahlt dafür. Ist die Frage wer. Das ist regional halt extrem unterschiedlich. Mal ist es ein afrikanisches Kind, mal ist es nur die Geldbörse, mal ist es die Gesundheit (weil zB Schulkinder nicht einmal mehr in der Ebene normal Radfahren dürfen), mal ist es der Fußgängern, usw usf.

Ich seh es rein soziologisch kritisch und total falsch. Das eBike ist nix Schlechtes, aber es ist die Frage wie sich das gesellschaftlich verankert. Derzeit ist das ein kompletter Irrweg.

Die Umstellungen die @Lutz-Scheffer bzgl Energiewende usw beschreibt sind alle richtig, aber setzen mMn ein generelles Umdenken voraus, wo das prinzipielle Motorisierten von Radln aller Art im Widerspruch steht. Das passt nicht zusammen.

Ich habe meine Kinder auch auf Almen gezogen mit dem Singletrailer. Heute ziehe ich sie mit einem Seil. Ich mach das halt im möglichen Radius. Was ist schlecht daran? Klar ist es geil das mit Motor zu machen, aber ich fände es auch irgendwie schräg anders herum. Das ist eine Einstellungsache die nicht nur die Situation direkt betrifft sonder auch das ganze Drumherum. Klar geht es auch mit E. Die Grenzen verschieben sich halt ständig weiter. Is jetzt die Frage ob man das echt dauernd als konservativ oder intolerant abtun muss.
 

rd_nly

sober
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Is jetzt die Frage ob man das echt dauernd als konservativ oder intolerant abtun muss.
Grundvoraussetzung für Toleranz ist entweder Sympathie oder Gleichgültigkeit. Wer Prinzipien hat, der ist grundsätzlich nicht tolerant, sobald etwas gegen diese verstößt. Das ist nichts Schlimmes, eher im Gegenteil. Toleranz in jedem Bereich als Schlüssel zur Glückseligkeit darzustellen ist ein Irrweg. Da niemand gegenüber allem Sympathie empfinden kann, leben wir schließlich als Folge dieser Einstellung, für jeden Schrott Toleranz einzufordern, in einer Gesellschaft voller Gleichgültigkeit. Ist das erstrebenswert? Ich würde sagen, die Bereiche, für die man das bejahen würde, sind stark eingeschränkt.
 

Tyrolens

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Und wenn es dann nur mehr eBikes gibt, wird's ein Oberklassensport, weil das billigste YT Decoy halt doch mehr als das doppelte eines Jeffsy oder Capra kostet. Es macht einen Unterschied, ob ich dür ein Bike 2.200 Euro auf den Tisch legen muss oder 5.000 Euro.
 

HaiRaider66

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@Lutz-Scheffer: Ich sehe keine technologisch herbeiführbare Wende zur Rettung der Gesellschaft. Nach meinem Verständnis führt mehr Technologie auch stets zu höherer Ressourcenakkumulation in der menschlichen Gesellschaft, und dies wiederum zur Zerstörung der ursprünglichen Lebensräume. Mit Technik die Welt zu retten klingt für mich nach dem frommen Wunsch, das System unverändert am laufen zu halten.
Ohne Technik gibt es kein MTB, weder ohne noch mit E. Auch sonst wird es ohne Technik nicht funktionieren. Grundsätzlich brauchen wir andere Technik und insbesondere brauchen wir viel mehr Technikfolgenabschätzungen (Siehe "Lifte" und Umweltauswirkungen). Hätten wir diese in der Vergangenheit konsequent durchgeführt und enstprechend reagiert, bzw. wären alle Informationen für alle verfügbar gewesen, wäre uns manche Fehlentwicklung erspart geblieben. Und das Thema Ressourcen ist endlich, damit erledigt sich das Thema von alleine, aber wahrscheinlich ohne Menschheit. Und bei einer Lösung bei der die Menschheit überlebt, halte ich persönlich eine technologische für wahrscheinlicher, als eine bei der wir alle mehr in die Kirche gehen.
 

525Rainer

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Das ebike ist dem normalen rad noch so unendlich unterlegen in reichweite und gewicht, kein wunder das es seitenlanges marketing braucht.
Die realität sind im auto bereitgelegte akkus oder rucksäcke voller range extenderflaschen. Wie soll das die welt retten?

Im aktuellem jj video werden die e santas geshuttlet. Das gleiche bild beim testival in brixen. Nicht das der akku beim gegenanstieg zum brennen anfängt?
 
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MartinRys

GAK
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In 20 Jahren werden von den dann 10 Milliarden Menschen auf der Erde, 70% in Megacitys leben.
Meinste jetzt, dass Garmisch und Umgebung eine dieser Megacities sein wird oder wie? Geht's hier grundsätzlich um E-Mobilität oder um die Nutzung motorisierter Fahrzeuge im teils geschützten Naturraum(um Garmisch, wenn so willst).
 

Yeti666

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Ich glaube das die Energiewende sprich die Decarbonisierung aller Stoff- und Energiekreisläufe in einer Industriegesellschaft (die wir nun mal sind) nur mithilfe von regenerativen Energien ( Solar, Wind und Wasserkraft) gelingt.
Für eine gelingende Energiewende sind Stromspeicher und Elektromotoren elementarer Bestandteil.
Alle Geräte die wir verwenden können und müssen so lange wie möglich benutzt und am Ende der Lebensdauer recycelt werden.
Elektromotoren sind in aller Regel wesentlich langlebiger, ressourcensparender und benötigen zudem weniger Pflegeaufwand wie Verbrennungsmotoren.
Lithiumionenbatterien sind am Ende ihrer Lebensdauer ein wertvoller Rohstoff.
Fahrräder mit Elektromotoren sind wichtiger wenn nicht gar elementarer Baustein für Mobilitätswende in allen urbanen Centern dieser Welt.
In 20 Jahren werden von den dann 10 Milliarden Menschen auf der Erde, 70% in Megacitys leben.
Per se zu sagen : alles ist Elektro- Dreck führt zu rein gar nichts.
Der Umgang und die Einbindung in Recycling-Kreisläufe ist entscheidend.
Ich würde per Gesetz sofort fest installierten nicht leicht entnehmbare Batterien aus jedem Elektrogerät sofort verbieten.
Jede Technologie ist immer eine Übergangstechnologie bis bessere Methoden gefunden und erfunden werden.
Für den Rohstoffabbau und Verarbeitung müssen weltweite Sozial- und Umweltstandards gelten.
Über entsprechende Einfuhrsteuern kann das wirkungsvoll geregelt werden.
Dies darf kein Protektionismus sein, sondern soll die Angleichung der Lebensbedingungen aller Menschen fördern.
Was haben jetzt E-Mopeds mit der Energiewende, Megacitys usw. zu tun, wenn sie als reine Spaßgeräte verwendet werden? Einfacher ist es doch unsere Ressourcen zu schonen und wenn möglich auf solch einen Marketing-
Unsinn zu verzichten.
 
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Meinste jetzt, dass Garmisch und Umgebung eine dieser Megacities sein wird oder wie? Geht's hier grundsätzlich um E-Mobilität oder um die Nutzung motorisierter Fahrzeuge im teils geschützten Naturraum(um Garmisch, wenn so willst).
Garmisch ist sicher keine Megacity. Aber für München mit Landkreis ( 2 Mio. ) Naherholungsgebiet. Da geht es jetzt schon am Wochenende zu wie am Stachus. Aktuell werden vor Garmisch 2 Tunnel gebaut ( zum Glück für die beiden Gemeinden). Die Folge wird sein das nach Fertigstellung noch mehr Erholungssuchende in die Garmischer Region einfallen werden.
Bessere Wegemöglichkeiten führt zu mehr Menschen.
Vor 45 Jahren in Naturns gab es eine 2 Personenbahn auf den Berg. Max und Moritz hieß sie. Oben eine Wirtschaft wo 2 Tische standen und man ne Kleinigkeit essen kann. Mittlerweile die 3 Bahn die gebaut wurde. Glaube 15 Personen passen rein. Oben steht noch die gleiche Wirtschaft. Allerdings mit riesiger Sonnenterrasse und zig Tischen. Der Rubel rollt.
Und so sieht es überall aus. Mehr Kapazität = mehr Menschen = mehr Umsatz.
 
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Was haben jetzt E-Mopeds mit der Energiewende, Megacitys usw. zu tun, wenn sie als reine Spaßgeräte verwendet werden? Einfacher ist es doch unsere Ressourcen zu schonen und wenn möglich auf solch einen Marketing-
Unsinn zu verzichten.
Dann schaffen wir doch alle spaßgeräte ab, die auf irgendeine art unnötig energie verbrauchen.
Kreuzfahrtschiffe, motorräder, segelflieger, motorflieger, SUVs, motorgetriebene rasenmäher, laubbläser, popfestivals (eigentlich alle elektroaustischen verstärker mit mehr als fünf W), jahrmärkte mit allen fahrgeschäften, alle erlebnisparks, lasershows, kinos ... und natürlich alle seilbahnen, die publikum transportieren.
Sicher kennen die jüngeren (<50) sehr viel mehr möglichkeiten hier einsparpotential zu nennen. Ich fahr ja nur rad und kenne mich weiter nicht aus. Dann kann ich wenigsten gelegentlich auch mal mein e-mtb benutzen, wobei ich verspreche, ganz viel selber zu strampeln.
Es ist schon unwerfend, wie scheinheilig hier diskutiert wird.
Dummerweise braucht der mensch offensichtlich auch spaß zum überleben, nicht nur eiferer aller coleur, die anderen vorschreiben, wer was zu lassen hat.
 
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Paul, erklär' den den lieben Gavitys hier mal,
sie sollen doch bitte darauf verzichten, sich zu dem zwölften, auch noch den dreizehnten illegalen Spaß-Trail in den Wald zu hacken, der ihnen nicht gehört. Au weia, jetzt gibt's aba Haue von den Spaßgesellen,
Hoffentlich liest das keiner 😜
 
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Akzeptanz - Toleranz
Ein Unterschied, den einige (viele?) hier durcheinander bringen ;)
Der Dank geht an Martin, der uns darauf aufmerksam macht.
Liebe eMTB-Gegner, ihr müsst den eBiker doch garnicht akzeptieren.
Es reicht völlig aus wenn ihr ihn toleriert.

Auch der Wanderer der den Mountainbiker nicht mag, muss ihn nicht akzeptieren.
Er darf biken doof finden, darf es für überflüssig und umweltschädlich halten. Der Wanderer darf die Meinung des Bikers ablehnen, er darf sie abwegig finden, er muss sie nicht akzeptieren.

Aber er muss (besser sollte) sie tolerieren.
Tolerieren heißt im Gegensatz zu akzeptieren, etwas aushalten was man selber nicht machen würde. Einfach mal aushalten, dass andere anders sind. Das ist Toleranz, und daran fehlt es hier bei vielen.

Das jemand hier schrieb, ich habe keine Ahnung von Toleranz, fand ich nicht akzeptabel, aber so einen kleinen Irrtum hätte ich locker toleriert. Die Redaktion fand das aber nicht tolerabel und hat diese Unterstellung schnell gelöscht.

Außer mit Akzeptanz+Toleranz kommt Martin (#310) auch mit ich+wir durcheinander. Weil ich das Verhalten bei Pegida anspreche, kann er nicht vermuten/unterstellen das "wir" es tun,
oder sieht er mich schon doppelt?
Auch habe ich nicht die Herabsetzung von eBikern mit der Diskriminierung von Migranten verglichen, sondern den unreflekierten Lärm bei Pegida mit dem unüberlegten Radau, den anfänglich einige "e"Gegner hier bei allem machten, was nicht auf ihrer Linie lag.
 

Das-Licht

Talentfrei in der Odenwaldhölle
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Das ebike ist dem normalen rad noch so unendlich unterlegen in reichweite und gewicht, kein wunder das es seitenlanges marketing braucht.
Die realität sind im auto bereitgelegte akkus oder rucksäcke voller range extenderflaschen. Wie soll das die welt retten?

Im aktuellem jj video werden die e santas geshuttlet. Das gleiche bild beim testival in brixen. Nicht das der akku beim gegenanstieg zum brennen anfängt?
Die Unterlegenheit in puncto Gewicht relativiert sich inzwischen etwas, bsp. durch das neue Speci Levo SL (@ Lutz; hoffentlich kommt da auch bald was von RW) . Allerdings wird das Pedelec wohl letztlich nicht in die jeweiligen Leichtgewichtskategorien des MTBs vordringen.

Das Pedelec hat - ebenso wie das Fahrrad ohne Tretunterstützung - eine unendliche Reichweite. Man muss die Unterstützung nicht nutzen, man kann. Dass sie jedoch genutzt wird, da vorhanden und auch so eingekauft und gewollt, erschließt sich von selbst. Ein Ausfall der Unterstützung macht das Pedelec nicht unfahrbar. Es kann jedoch an Steigungen das passieren, was auch dem Walter mit seinen achtzig Jahren hin und wieder passiert. Man müsste dann schieben.

Deinem Gedankensprung zum Marketing kann ich nicht folgen. Es gibt Werbung für MTBs und es gibt Werbung für MTPs (um die es ja hier eigentlich geht) . Ich kann bei der jeweiligen Werbung in ihrer Ansprache keinen Unterschied erkennen.

Gesetzt den Fall, Jemand würde tatsächlich eine Mehrzahl an Akkus - oder auch nur Einen - im Auto bereitlegen... ...wozu legt er den Akku im Auto bereit? Da nutzt er ihm ja nichts. Und ob Jemand, der sich bsp. bewusst für ein Levo SL, also besonders leichtes MTP entscheidet, dann entsprechend Gewicht mitnähme, ist irgendwie sinnfrei. Da wäre Derjenige mit einem schwerem MTP mit großem Akku besser bedient. Und wer einen fest verbauten Akku hat (so wie ich) ist da eh außen vor.
Zu Deiner Frage, wie das die Welt retten soll, würde ich Dir jetzt antworten: gar nicht. Einige wenige hunderttausend Menschen weltweit, die vielleicht an zehn bis zwanzig Wochenenden im Jahr einen Zusatzakku verwenden... ...oder nicht, retten nicht die Welt. Doch wurde das - außer hier von Dir - von jemand Anderem gefordert oder angefragt?

Beim Thema Shuttle bezieht Du Dich mutmaßlich auf die Aussage von Lutz Scheffer, dass er und einige Andere, durch das Pedelec weniger shutteln müssen? Ja, das wird so sein. Das bedeutet jedoch nicht, dass das alle MTP Fahrer so machen, ebensowenig, wie alle MTB Fahrer "aus eigener Kraft" auch mal 20 Kilometer, oder 200 Kilometer oder mehr, zu ihrer Destination treten. Wer gezielt einen Spot aufsuchen möchte, ist in vielen Fällen auf das Auto angewiesen, denn selbst wenn es sich um ein Konditionswunder handeln sollte, Der Tag hat nur 24 Stunden. Und eine 50 Kilometer entfernte Destination schafft der normale Freizeit/Hobbyradler nun mal zeitlich schwierig, innerhalb der Tageshelligkeit hin und zurück, inklusive der dortigen 30 bis 40 Kilometer Strecke. Nebenbei fehlte da wohl auch fast Jedem die Motivation, dann überhaupt eine Destination außerhalb des Wohnumfeldes aufzusuchen. Hier darf man ehrlich und realistisch sein. Fast jeder aktive MTBler und MTPler nutzt (s)ein Auto um entferntere Destination anzufahren.

Warum sollte ein Pedelecakku eines MTPs (welches im Allgemeinen ein recht Hochwertiges ist, und kein Baumarktrad) bei einem Anstieg anfangen zu brennen? Ist das schon mal passiert? Ist dass etwa schon manchmal, oder gar häufig passiert? Link, Nachweis für Deine Mutmaßung?
 

rd_nly

sober
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Aber er muss (besser sollte) sie tolerieren.
Da bist du auf dem Holzweg. Wir leben in einer Gesellschaft, in der jeder sagen kann und darf, was er für richtig hält. Jeder kann gegen Dinge mobil machen, die er für falsch erachtet und dann entscheidet die Gesellschaft bestenfalls in einem demokratischen Prozess, was sie dazu denkt. Man MUSS gar nichts tolerieren und es auch auch nicht erstrebenswert, alles zu tolerieren. Das sehen übrigens auch eine ganze Reihe anderer Leute so, man führe sich z.B. nur einmal die Anzahl an jährlich eingebrachten Petitionen in diversen Lebensbereichen vor Augen. Was heute gesetzeskonform ist, muss noch lange nicht moralisch vertretbar sein. Und wenn ich Dinge für moralisch verwerflich halte, muss ich sie weder akzeptieren, noch tolerieren. Niemand ist allein auf der Welt und die Freiheit der einen hört dort auf, wo die der anderen beschnitten wird. Diesen Prozess der Entscheidungsfindung, ob die Gesellschaft eine Kröte schlucken muss oder nicht, hat gefälligst auch durch die Gesellschaft zu erfolgen und nicht durch irgendwelche Spinner, die meinen, sie können machen was sie wollen und die anderen haben das hinzunehmen. Nein, haben sie nicht und das ist auch nicht der Gedanke hinter dem Toleranzbegriff. Und deshalb wiederhole ich, du hast keine Ahnung davon, was Toleranz ist. Ich finde, diese Meinung solltest du aushalten. Genauso im Übrigen, wie du Pegida, Nazis und Faschisten, Hass und Hetze aushalten müsstest, wenn du tolerant wärest. Bist du aber offensichtlich nicht. Wasser predigen und Wein trinken. Und um dem Widerspruch zu entkommen, behauptest du einfach, manche Dinge wäre nicht tolerierbar. Und an der Stelle wird es dann echt lustig. Ich bin auf weitere, diametrale Erklärungen gespannt. Wirklich!

Dann schaffen wir doch alle spaßgeräte ab, die auf irgendeine art unnötig energie verbrauchen.
Kreuzfahrtschiffe, motorräder, segelflieger, motorflieger, SUVs, motorgetriebene rasenmäher, laubbläser, popfestivals (eigentlich alle elektroaustischen verstärker mit mehr als fünf W), jahrmärkte mit allen fahrgeschäften, alle erlebnisparks, lasershows, kinos ... und natürlich alle seilbahnen, die publikum transportieren.
Sicher kennen die jüngeren (>50) sehr viel mehr möglichkeiten hier einsparpotential zu nennen. Ich fahr ja nur rad und kenne mich weiter nicht aus. Dann kann ich wenigsten gelegentlich auch mal mein e-mtb benutzen, wobei ich verspreche, ganz viel selber zu strampeln.
Es ist schon unwerfend, wie scheinheilig hier diskutiert wird.
Dummerweise braucht der mensch offensichtlich auch spaß zum überleben, nicht nur eiferer aller coleur, die anderen vorschreiben, wer was zu lassen hat.
Wir debattieren hier aber über das Mountainbiken und über nichts sonst. Du kannst auch nicht jemanden exekutieren und dann darauf verweisen, dass das bei der Menge an Exekutionen im Jahr weltweit nur ein Tropfen auf den heißen Stein wäre und überhaupt sollten erst einmal Chinesen, Nordkoreaner, Amerikaner etc. aufhören, Leute zu exekutieren, denn das brächte ja viel mehr.
 
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Überall da, wo die Diskussionskultur so scheiße ist wie hier, da hat das Kollektiv versagt, hat das soziale Korektiv nicht ausreichend korregiert.
Einerseits hast du Recht. Das soziale Korrektiv hat nicht ausgereicht, dass du hier nicht mehr schreibst.
Andererseits, wenn die Diskussionskultur so scheiße ist, wie hier, warum tust du dir das noch an?

Ich fahre jetzt erst mal in den Wald
:daumen:
Tu das!
Schöne lange Reise, Frodo.
 

GrazerTourer

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Kreuzfahrtschiffe, motorräder, segelflieger, motorflieger, SUVs, motorgetriebene rasenmäher, laubbläser, popfestivals (eigentlich alle elektroaustischen verstärker mit mehr als fünf W), jahrmärkte mit allen fahrgeschäften, alle erlebnisparks, lasershows, kinos ... und natürlich alle seilbahnen, die publikum transportieren.
Sicher kennen die jüngeren (>50) sehr viel mehr möglichkeiten hier einsparpotential zu nennen. Ich fahr ja nur rad und kenne mich weiter nicht aus. Dann kann ich wenigsten gelegentlich auch mal mein e-mtb benutzen, wobei ich verspreche, ganz viel selber zu strampeln.
Es ist schon unwerfend, wie scheinheilig hier diskutiert wird.
Dummerweise braucht der mensch offensichtlich auch spaß zum überleben, nicht nur eiferer aller coleur, die anderen vorschreiben, wer was zu lassen hat.
Das ist halt wieder so kurz gedacht. Haben wir denn alle mit den heutigen Möglichkeiten viel zu wenig Spaß bzw Freude, dass wir den Motor brauchen. Echt? Also ich bin froh, dass ich nicht so ticke. Da muss ma ja immer unzufrieden sein. Per Definition.

Spaß macht übrigens ganz schön viel. Trotzdem ist es nicht immer sinnvoll. Aber egal, nehmen wir den Spaß her und lassen ihn gelten. Ist ja legitim. Was ist dann mit dem generellen Problem, dass Räder ganz prinzipiell bald einen Motor haben könnten. Ist es das wert? Ist es einfach egal? Ist das eine moderne Art von Evolution? Wie soll man das einordnen? Hätte man nach dem zweiten Weltkrieg gewusst wohin das mit den Autos führt, hätte man garantiert auch anders entschieden. Zumindest zB in Indien, denke ich.
 
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GrazerTourer

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Hoffentlich liest das keiner 😜
Gehört sich auch net, wenns net g'scheit abgestimmt ist. Nur damit dein Blödsinn hier nicht kommentarlos stehen bleibt und für bare Münze genommen wird.
So eine blöde Unterstellung braucht niemand. Kann man kritisieren, wenn es einen Anlassfall gibt, aber man kann das nicht einfach so über Fremde behaupten.
 
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Ich wäre wirklich wirklich glücklich, wenn ich wie Walter bis zumindest 81 Jahren so fit bleiben würde und das Verfallen nach hinten schieben könnte. Ein Traum so lange Mtb zu fahren.
Und die Diskussion hier, pfft, scheixx drauf, lachhaft....das Wesentliche nicht aus den Augen verlieren.
 

MartinRys

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Auch habe ich nicht die Herabsetzung von eBikern mit der Diskriminierung von Migranten verglichen, sondern den unreflekierten Lärm bei Pegida mit dem unüberlegten Radau, den anfänglich einige "e"Gegner hier bei allem machten, was nicht auf ihrer Linie lag
Demo der Fahrrad-Pegida fühlen, die völlig verständnislos auf jeden einprügelt, der das "falsche" Fahrrad fährt.
Waren das nicht deine Worte? Dramatisches Sinnbild, weil Übertreibung macht anschaulich, oder.
Kann man schon mal vergessen, is ja schon eine gefühlte Ewigkeit her.

Darüber hinaus schreibst du Fahrrad und genau diese Anmaßung wird nicht akzeptiert. Diese Differenzierung mit fehlender Toleranz gleichzusetzen entspricht doch genau der Haltung derer, die ihre Sätze mit Meinungsfreiheit beginnen und mit "das wird man ja noch sagen dürfen" beenden.

Tja, das wars von mir. Wollt nur noch kurz richtigstellen was da durcheinandergebracht hast. Wünsch dir noch viel Spaß
 
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@GrazerTourer >> "dass Räder ganz prinzipiell bald einen Motor haben könnten. Ist es das wert?"

Zu "ganz prinzipiell KÖNNTEN" fällt mir jetzt wirklich nichts gescheites ein. Also halte ich dazu mal ganz vorbildlich die Klappe.
Möchte aber noch erwähnen, das ich mir zu dem möglichen Aussterben des Fahrrades ohne Trethilfe nicht die geringsten Sorgen mache.

Aber mit der blöden Unterstellung hast du völlig recht. Also bitte ich hiermit alle Gravitiys, die sich angesprochen fühlten, obwohl sie nicht angesprochen waren, um Entschuldigung. Und bitte beim Zählen von 1 bis 13 nicht übermäßig kleinlich sein. Ihr wisst, ich bin ein alter Mann, ein alter Biker ohne Strom trau ich mich kaum noch zu sagen, also nur ein alter Mann, und da verzählt man sich schon mal ein wenig ;)

Martin,
eine Differenzierung setze ich nicht mit fehlender Toleranz gleich. Das lässt sich aus dem Zitat nicht ableiten. Und sagen darf man bei uns (fast) alles. Natürlich auch, dass man das eBike nicht tolerieren will.
Zusammenfassend :
Man muss das "e" nicht akzeptieren, aber man sollte (muss im gesetzlichen Rahmen) das "e" tolerieren. Allerdings darf man jederzeit sagen, wie übel man das "e" am Fahrrad findet. Letzteres ist die Meinungsfreiheit, die noch über Akzeptanz und Toleranz steht. Aber auch bei der Meinugsfreiheit muss man zwischen der Freiheit im öffentlichen Raum und der Freiheit in Medien unterscheiden. Hass&Hetze und dialogzerstörende Provokationen will die Redaktion hier aussperren, konnte man hier lesen. Das darf sie. Aber jeder darf sich dazu ablehnend äußern. Zum e und zur R.

Das alles sind wesentliche, teils auch nur kleinere Unterschiede, und man sollte sie kennen. Denn wenn die Begrifflichkeiten nicht klar sind, kann die Verständigung nicht klappen.

Radel jetzt ganz ohne "e", auf das Dach von NRW.
Sechs Sonnenstunden verspricht mir Kachelmann, und vielleicht fällt mir in der klaren Luft da oben, noch was klareres ein :)
 
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