Vor- und Nachteile asymmetrischer Felgen

TitusLE

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Wenn man sich asymmetrische Felgen ansieht, liegt der Vorteil in Form der gleichmäßigeren Speichenspannung ja auf der Hand. Es scheint aber auch Nachteile zu geben, sonst hätte sich das Konzept vermutlich schon deutlich mehr durchgesetzt.
Wie sind denn die Nachteile? Würde mich mal interessieren, um das bei den nächsten Felgen in den Entscheidungsprozess einbeziehen zu können.
 
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Heiko_Herbsleb

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...
Wie sind denn die Nachteile? Würde mich mal interessieren, um das bei den nächsten Felgen in den Entscheidungsprozess einbeziehen zu können.
Wenn man bedenkt daß vorn sorum und hinten andersrum eingespeicht wird, dann hast Du den angefragten Nachteil.
Es sieht, wenn die Schdeihlbolidsei zu Rate gezogen wird, also scheizze aus. :lol:
 

Duke_do

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Fahre seit Jahren diverse Carbonfelgen mit 28 und 32 Innenweite asymmetrisch eingespeicht.

Wenn man es weiß, sieht man es, aber optisch sehr unauffällig.

Da ich meine Laufräder selber einspeiche, nehme ich den Vorteil der geringeren Spannungsunterschiede bei den Speichen gerne mit, macht die Laufräder meiner Meinung nach dauerhaltbarer.

Warum sich das nicht durchsetzt? Ich vermute es ist für die Einspeichautomaten schlechter. Macht die Laufräder teurer. Bei Carbonfelgen sehe ich auch keine Nachteile, die Felgen sind extrem stabil.

Ich würde und mache es wenn möglich immer wieder.
 
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Bei meinem WTB LRS hat sich bei fast jedem Reifenwechsel das geklebte Felgenband verschoben, weil das Felgenbett so halb v-förmig war, also innen asymmetrisch wie aussen quasi.
Hat genervt tubelessmässig.
Mit Specialized Felgenband war dann Ruhe, daß war stramm und musste man nur draufziehen.
Zudem war das Ventilloch schräg im Felgenbett angesetzt, was auch zu Dichtigkeitsproblemen geführt hat.

Vom technischen "Vorteil " bzgl. der Stabilität hab ICH beim Fahren nix gemerkt...

Einspeichen und Spannung war nicht mein Problem, bring ich immer weg dafür :)
 

Duke_do

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Hier mal meine Felge als Beispiel:


Felgenboden eben, Ventilloch senkrecht gebohrt.

Speichenspannung ist auch kein "Problem" beim Aufbauen, sondern eine Frage der Haltbarkeit. Ist auch kein Ding, was man beim direkten Fahren merkt.
Wenn wirkliches Interesse besteht, am besten mal intensiver damit auseinander setzen.
 
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Hier mal meine Felge als Beispiel:


Felgenboden eben, Ventilloch senkrecht gebohrt.

Speichenspannung ist auch kein "Problem" beim Aufbauen, sondern eine Frage der Haltbarkeit. Ist auch kein Ding, was man beim direkten Fahren merkt.
Wenn wirkliches Interesse besteht, am besten mal intensiver damit auseinander setzen.
Ja,schön, daß es auch anders geht :)

(Für mich ist das Thema trotzdem durch, wollte lediglich meine Erfahrung teilen)
 

TitusLE

Kein Geisterfahrer mehr
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Gut, fassen wir mal soweit zusammen:
Es gibt also keine wirklich gravierenden Nachteile, die gegen asymmetrische Felgen sprechen. Die Vorteile sind aber jetzt auch nicht so umwerfend, dass sich das klassische Bild zwingend verändern müsste.
Also wie immer im Leben, 2 Leute fragen, 3 Meinungen bekommen. Am Ende vermutlich eine Frage des persönlichen Geschmacks.
 

MG

Michi Grätz Team-NEWMEN
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Asymmetrische Felgen bieten den Vorteil dass die Speichen-Spannungen li und re gleichmäßiger sein können, bzw. gleichmäßiger sind.
Das war es dann auch schon mit den Vorteilen.
Allerdings sollte die Asymmetrie der Felge auch auf die Nabe angepasst sein. Und zwar auf die VR Nabe und auf die HR Nabe. Ansonsten wird das Ergebnis nicht perfekt. Das macht aber wiederum niemand weil Aufwand / Kosten viiiiel zu groß.
Wenn man es genau nimmt sind asymmetrische Felgen auch schon ein Kompromiss …
Ein weiterer und für mich der größte Nachteil:
Die asymmetrische Felge verhält sich bez. Impact und Ermüdung anders wie eine Symmetrische Felge. Die weiter ausladende Seite der Felge ist wesentlich anfälliger ... Je flacher die Felge baut desto größer das "Problem".
 
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Ein weiterer und für mich der größte Nachteil:
Die asymmetrische Felge verhält sich bez. Impact und Ermüdung anders wie eine Symmetrische Felge. Die weiter ausladende Seite der Felge ist wesentlich anfälliger ... Je flacher die Felge baut desto größer das "Problem".
Das Gefühl hatte ich zwar auch, zumindest die hintere Felge(35mm innen) war gut mitgenommen nach 2 Jahren, hab ich aber auf meine tolle Bikebeherrschung geschoben :lol:
Kombination aus beidem vielleicht:ka:
 

felixthewolf

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Asymmetrische Felgen bieten den Vorteil dass die Speichen-Spannungen li und re gleichmäßiger sein können, bzw. gleichmäßiger sind.
Das war es dann auch schon mit den Vorteilen.
Allerdings sollte die Asymmetrie der Felge auch auf die Nabe angepasst sein. Und zwar auf die VR Nabe und auf die HR Nabe. Ansonsten wird das Ergebnis nicht perfekt. Das macht aber wiederum niemand weil Aufwand / Kosten viiiiel zu groß.
Wenn man es genau nimmt sind asymmetrische Felgen auch schon ein Kompromiss …

du bist ja für dein Streben nach der idealen Lösung bekannt. Aber etwas ganz zu lassen, weil man es eben nicht "perfekt" hinbekommt, verstehe ich nicht. Mit Blick auf die Speichenspannung ist (bei asymmetriescher Nabe) jede Asymmetrie der Felge gut.
Und so benügen wir uns, wenn verfügbar mit vorn und hinten der gleichen Asymmetrie und gleichen am stets stärker asymmetrischem HR zusätzlich mit antriebsseitig dickeren (oder nicht antriebsseitig dünneren, je nach dem, wie man es sieht) Speichen aus.
Mit Duke gibt es aber auch einen Felgenlieferanten der vorn und hinten unterscheidliche Felgen erdenkt. Dein Felgenproduzent kann das also auch fertigen und er gehört damit zu den wenigen, die das vernünftig können. Die meisten können nur symmetrische Extrusionsprofile.

Ein weiterer und für mich der größte Nachteil:
Die asymmetrische Felge verhält sich bez. Impact und Ermüdung anders wie eine Symmetrische Felge. Die weiter ausladende Seite der Felge ist wesentlich anfälliger ... Je flacher die Felge baut desto größer das "Problem".

Hier hast du natürlich recht mit den Anfälligkeit. Aber: bei Felgen ab z.b. deiner SL.A30 bringt die Felge auch echt viel Eigensteifigkeit mit, so dass hier gar nicht so viel Relativebewegung im Laufrad ist. Aber eine leichte Felge, wie die SL.XA25 mit nur 28L könnte durchaus mit einem asymmetrischem Profil, steifere Laufräder bilden. Und vom Einsatz als CC, leichte Trail-Felge ist hier die risistenz gegen Einschläge wohl nicht noch relevant wie bei den Felgen für Enduro.

Gruss, Felix
 

MG

Michi Grätz Team-NEWMEN
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du bist ja für dein Streben nach der idealen Lösung bekannt. Aber etwas ganz zu lassen, weil man es eben nicht "perfekt" hinbekommt, verstehe ich nicht. Mit Blick auf die Speichenspannung ist (bei asymmetriescher Nabe) jede Asymmetrie der Felge gut.
Und so benügen wir uns, wenn verfügbar mit vorn und hinten der gleichen Asymmetrie und gleichen am stets stärker asymmetrischem HR zusätzlich mit antriebsseitig dickeren (oder nicht antriebsseitig dünneren, je nach dem, wie man es sieht) Speichen aus.
Mit Duke gibt es aber auch einen Felgenlieferanten der vorn und hinten unterscheidliche Felgen erdenkt. Dein Felgenproduzent kann das also auch fertigen und er gehört damit zu den wenigen, die das vernünftig können. Die meisten können nur symmetrische Extrusionsprofile.



Hier hast du natürlich recht mit den Anfälligkeit. Aber: bei Felgen ab z.b. deiner SL.A30 bringt die Felge auch echt viel Eigensteifigkeit mit, so dass hier gar nicht so viel Relativebewegung im Laufrad ist. Aber eine leichte Felge, wie die SL.XA25 mit nur 28L könnte durchaus mit einem asymmetrischem Profil, steifere Laufräder bilden. Und vom Einsatz als CC, leichte Trail-Felge ist hier die risistenz gegen Einschläge wohl nicht noch relevant wie bei den Felgen für Enduro.

Gruss, Felix
Es geht gar nicht ums können oder wollen.
Es geht zum einen um die erklärten Nachteile asymmetrischer Felgen und zum anderen darum dass wir dann Systemlaufräder bauen wo jedes Teil so speziell ist dass nichts mehr sinnvoll kombiniert werden kann ... bzw. nur wieder als Kompromiss.
Und das will ich unseren Kunden nicht antun.
99% können mit unterschiedlichen Speichenspannungen sehr gut leben.
Hier sind die Rahmenhersteller eigentlich der entscheidende Punkt.
Mit 157er Einbaubreite könnte man Naben machen die wirklich symmetrisch sind.
Ein weiterer Vorteil wäre dabei dass die Flanschabstände vo. und hi. auch endlich mal gleich wären ... was bedeuten würde dass die Laufradsteifigkeiten vo. und hi. auch identisch wären.
Also liebe Bike- und Rahmenhersteller: BAUT 157 mm HINTEN :bier:
 

felixthewolf

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Also liebe Bike- und Rahmenhersteller: BAUT 157 mm HINTEN :bier:

wobei dann nicht den Quatsch wie SuperboostPlus, wieder mit einer asymmetrischen Nabe.
Hope und Dtswiss haben seit Ewigkeiten schon eine symmetrische Nabe mit 157mm im Sortiment.

Wie stehst du aber dazu, wenn eine symmetrische Einspeichung die gesamtspannung im Laufrad erhöht. So macht es offenbar für einige Felge einen Unterschied, ob hier eine Seite mit 750 und die andere mit 1200N gespannt ist, oder beide Seiten auf 1200N kommen.
Speziell mit Carbonfelgen (verscheidener Hersteller) hatten wir hier schon defekte, die darauf zurückzuführen waren - da hats dann einfach die Felge am ventilloch zusammengeschoben und der Hersteller wollte weniger Spannung.

Gruss, Felix
 

MG

Michi Grätz Team-NEWMEN
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wobei dann nicht den Quatsch wie SuperboostPlus, wieder mit einer asymmetrischen Nabe.
Hope und Dtswiss haben seit Ewigkeiten schon eine symmetrische Nabe mit 157mm im Sortiment.
SuperboostPlus ist wieder mal ein schönes Beispiel von einem schlechten Marketing.
SuperboostPlus ist ein seit langem bestehender Standard.
Wie die verschiedenen Nabenhersteller bei 157 mm ihre Speichenflansche positionieren bleibt jedem selbst überlassen ... wir würden nicht auf maximale Steifigkeit und somit erneuter asymmetrie gehen sondern eben auf die symmetri setzten.
148 mm sind dafür leider zu schmal.


Wie stehst du aber dazu, wenn eine symmetrische Einspeichung die gesamtspannung im Laufrad erhöht. So macht es offenbar für einige Felge einen Unterschied, ob hier eine Seite mit 750 und die andere mit 1200N gespannt ist, oder beide Seiten auf 1200N kommen.
Speziell mit Carbonfelgen (verscheidener Hersteller) hatten wir hier schon defekte, die darauf zurückzuführen waren - da hats dann einfach die Felge am ventilloch zusammengeschoben und der Hersteller wollte weniger Spannung.
Mit 1200N links und rechts sollte eine vernünftige Felge eigentlich kein Problem haben ... klar man kann aber auch weniger machen weil ja symmetrisch.
Vorne hast aber doch auch 1200N / 900N, oder?Machen die Felgen da noch keine Probleme?
 

felixthewolf

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Bei ner symmetrischen Einspeichung braucht's doch auch keine 1200N, oder... :ka:

Je nch dem. Von AMC gabs mal ne Nabe die war auf beiden Seiten superschmal, also den nichtantriebsseitigen Flansch so weit eingerückt, wie antriebsseitig. Da hattest du Abstände von ca. 18/18mm.
Aber bei 28/28mm brauchts die 1200N wirklich nicht mehr.

Gruss, Felix
 
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ich grabe es mal aus 8-)

hatte auch mit dem Gedanken gespielt aber mich dann doch wieder für symmetrisch klassisch entschieden. Nur dieses mal für eine stabilere und deutlich breitere Felge der XM421 von Dtswiss, Dieses mal anstelle der Sapim Race für die D-Light in der Hoffnung das die Speichen "mehr Federn" .
Erst ca. in 2 Jahren werde ich es wissen ob die Entscheidung dieses mal optimaler war als damals mit der OpenProUST und Race Speichen.
 
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ich grabe es mal aus 8-)

hatte auch mit dem Gedanken gespielt aber mich dann doch wieder für symmetrisch klassisch entschieden. Nur dieses mal für eine stabilere und deutlich breitere Felge der XM421 von Dtswiss, Dieses mal anstelle der Sapim Race für die D-Light in der Hoffnung das die Speichen "mehr Federn" .
Erst ca. in 2 Jahren werde ich es wissen ob die Entscheidung dieses mal optimaler war als damals mit der OpenProUST und Race Speichen.
wo ist der zusammenhang zu den anderen beiträgen in diesem thread?
 
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