Was ist die beste Bremse für mich??? (ziemlich viel Background)

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  1. Hallo Zusammen

    Es geht hier wie so oft um die perfekte Bremse.
    Ich habe Erfahrung mit den folgenden Bremsen:
    - Magura Marta SL, bin ich ca. 10 Jahre auf meinem Marathon Fully gefahren
    - Formula RX, ein paar Jahre auf diversen Bikes
    - SRAM (avid) X0, aus der 10 Fach Gruppe
    - Formula The One (ist auch schon ein paar Jahre alt)

    Insgesamt war ich mit keiner Bremse so richig zufrieden. Eventuell sind jedoch meine Erwartungen zu hoch!
    Da mich mit all den verschiedenen Bremsklötzen generft habe, habe ich vergangenen Winter beschlossen die Bremssysteme auf allen 3 Bikes zu ereinheitlichen (sodass sie zumindest die Gleichen Beläge verwenden).
    Ich hatte vor dem Winter:
    - Race Bike CC: Magura Marta SL
    - Trail bike: SRAM (Avid) X0 aus der 10x Gruppe
    - Everyday bike (Ragely Hardtail) with Formula RX

    Am besten hat mir die Fomula RX gefallen. Der knackige direkte Druckpunkt gefällt mir richtig gut und sie ist ziemlich kräftig.

    Ich bin kein wirklich guter Abfahrer. Ich heize keine Trails runter, komme aber auch schwierigere Passagen (S3) heil unten an. Der Fokus liegt bei mir eher auf dem Uphill bzw auf dem Gesamterlebnis. In den letzten Jahren bin ich deutlich mehr Rennrad als MTB gefahren.
    Umsomehr ist finde ich eine kräftige Bremse wichtig. Mir Schmerzen eher mal die Hände und Unterarme und auf einer Langen Abfahrt will ich mal die Bremse lösen um die Hand und Arme zu entspannen. Abfahrten sind für mich in Summer länger und anstrengender als für andere.

    Mit der SRAM X0 konnte ich gar nichts anfangen. Die gefiel mir von Anfang an nicht: Schwammiger Druckpunkt und wenig power.

    Also habe ich mich dazu entschlossen alles auf Formula umzurüsten - in der Annahme das alle Formulas so knackig sind wie die RX.
    Also kam eine The One of mein Trailbike und eine R1 auf mein CC bike.
    Die R1 bin ich noch kaum gefahren, doch von der The One bin ich eher entäuscht.
    Der Leerweg ist extrem lang. Das bedeutet dass ich den Heben weiter weg vom Lenker einstellen muss um beim Bremsen nicht am Lenker anzukommen. Beides sind Positionen die ich nicht mag (Hebel weit weg holen und dann ganz nahme am Lenker bremsen). Die Bremskraft alleine hat mich auch noch nicht überzeugt. Selbst wenn diese Super wäre, glaube ich nicht, dass die die eben genannten Handpositionsprobleme aufwiegen könnte.

    Die Magura Marta SL war so ein mittending. Drunkpunkt ok, nicht super knackig, aber auch kein ewiger leerweg wie die The One. Bremskraft: OK, nicht super aber auch nicht katastrophal.

    Alle Bremsen sind gebraucht. Ev. habe ich die The One nicht richtig eingstellt, doch entlüftet habe ich schon viele Bremsen und ich wüsste nicht was ich sosnt falsch machen kann. Sie ist aber tatsächlich schon ein paar Jahre alt. Ich habe sie jedoch erst seit dem Winter. Eventuell mal neue Beläge drauf?

    Meine Frau fährt ab und zu mit dem Everyday bike und sie mag die knackige Formula RX gar nicht!
    Mein erster Ansatz ist nun die RX mit der The One zu tauschen und mal zu sehen wie ich da zurecht komme.

    Mit Shimano Bremsen habe ich praktisch keine Erfahrung. Vor Jahrzehnten hatte ich mal die XT 4-Kolben Bremse. Das ist aber schon zu lange her um Vergleiche zu ziehen.

    Auf meinem Rennrad habe ich hingegen eine Shimano bremse (hydraulische Scheibenbremse) und finde sind im allgemeinen ganz gut. Das Fazit ist ähnlich wie bei der Magura Marta SL. Druckpunkt nicht super aber ok, ebenso die Bremskraft.

    Nun die abschliessende Frage: ohne alle Bremsen durchprobieren zu müssen: Was ist die Beste Bremse für mich?
    Bin ich mit Formula auf dem Holzweg? (meine Quitschen nicht und sie sind auch nicht super Service empfindlich - die RX zumindstes nicht).
    Kommt wie so oft nichts and Shimano vorbei?
    Sind die neuen Maguras deutlich besser?
    Soll ich einfach grössere Scheiben fahren für mehr power: derzeit Trailbike 180/160, CC bike 160/160?

    Die wichtigsten Kriterien für mich:
    - 1) Preis (ja ist leider so. ich kann nicht für EUR 400 auf allen Rädern neue Bremsen Kaufen)
    - 1.5) Bremskraft - je mehr desdo besser
    - 1.6) Druckpunkt - das Feeling ist fast so wichtig wie die Bremskraft
    - 2) Gewicht - bin zwar uphill orientierter Fahrer aber bei den Bremsen hört es beim Gewichtsparen auf. Ich muss mich einfach wohlfühlen mit der Bremse!
     
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  3. Geisterfahrer

    Geisterfahrer Unplugged

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    02/2004
    Nur paar Gedanken dazu:

    1) Ich meine, mit Deiner The One stimmt etwas nicht. Die Dinger haben normalerweise einen recht kurzen Leerweg und harten Druckpunkt. Bei denen gibt's eher mal Probleme mit Schleifen, weil der Lüftspalt recht gering ist. Hier würde sich m. E. mal ein Service lohnen.

    2) Wieso müssen bei allen die gleichen Bremsbeläge passen? Aus Kostengründen? Es ist doch viel teurer, wenn Du jetzt gleich an drei Rädern neue Bremsen verbaust als wenn Du Dir drei unterschiedliche Sets Ersatzbeläge auf Lager legst.

    3) M. M. sind die neuen Magura kräftiger als die Marta, aber nicht gerade sorgloser.

    4) Wenn Du einen kurzen Hebelweg und eher giftiges Bremsverhalten bei niedrigem Preis möchtest, bist Du wahrscheinlich bei Shimanobremsen mit Servo Wave nicht so verkehrt.
    Formula Cura käme auch in Betracht, aber die sind halt schon teurer als Shimanos und gebraucht kaum zu bekommen (spricht m. E. für die Bremse, auch wenn es davon sicherlich weniger auf dem Markt gibt als XTs).
     
  4. Ich werfe mal Shimano SLX in den Raum...
     
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  5. Service bei der Formula klingt gut. Aber was heisst das? Ich werde Probieren sie nochmals zu entlüften, aber sonst? Einschicken? und wo? Was kostet sowas ca?


    Über die SLX habe ich schon sehr gute Dinge gehört (M7000) und der Preis ist sehr gut. Das Gewicht ist auch ok.
    Die könnte ich mal ausprobieren.
     
  6. Geisterfahrer

    Geisterfahrer Unplugged

    Dabei seit
    02/2004
  7. Mojo25

    Mojo25

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    09/2012
    Wie @Geisterfahrer@Geisterfahrer schon sagt: Kolben mobilisieren. Bei allen etwas älteren Formula-Bremsen "kleben" die Dichtungen vom Nehmerkolben (der im Sattel) nach einiger Zeit am Kolben fest und dadurch stellt sich dieser bei Belagsverschleiß nicht automatisch nach; dadurch wird der Leerweg natürlich mit der Zeit immer länger. Anleitungen dazu gibt's reichlich, auch von Formula selber.
     
  8. svenreinert

    svenreinert Der_Sven

    Dabei seit
    11/2012
    ich sehe das etwas anders als du High Flow. ich finde eine Bremse ist einsatzgebunden... ich habe am cc fully ne xt am enduro ne saint 820 und am downhiller ne hope v4 mit stahlflex. und es ist tatsächlich so, das auch die scheiben unterschiedlich auf den rädern sin sind und oder auch die beläge. nur weil eine brems gut an einem rad funktion/ausreciht... würde ich nicht die gleiche breme am anderen montieren obwohl die sicher auch bemsen würde... nur halt nicht so wie ich mir das vorstelle. da man eh alle nase lang irgendwelche ersatzteile braucht wenn man viel fährt fällt es auch kaum ins gewicht sich dann wenn es soweit ist nen paar beläge oder ggf auch ne neue scheibe mitzubestellen. von vorratshaltung halte ich im bereich mtb eigentlich nichts. ich mache das so bevor ich radeln gehe checke ich meine sachen kurz gegen wie verschleiß oder zustand der sachen sind, fette die kette... kleiner (ganz kleiner) rundumcheck an allen teilen --> belagverschleißcheck.... und das wars.
    man sieht ja den fortschritt des verschleißes recht gut beim mtb... erst dann kaufe ich spezifisch für das teil den nötigen ersatz.

    LG Sven
     
  9. Hallo Sven
    Vielen Dank für deine Antwort.
    Ich sehe das auch so. Ich möchte ja nicht die gleiche Bremse an jedem Rad. Aber die gleichen Bremsklötze fände ich toll.
    Jetzt habe ich drei verschiedene Formula Bremsen:
    - RX, The One und R1. Alle haben den gleichen typ Bremsbelag und das passt für mich grundsätzlich auch.
     
  10. Heute habe ich es nochmals mit der "The One" probiert.
    Rad und Bremsklötze raus, Bremshebel gepumpt bis die Zylinder rauskamen (nicht komplett), so gut wie möglich gereinigt, DOT drauf und wieder rein. Das ganze ein paar mal wiederholt und zum Schluss dann nochmals entlüftet.
    Aufgefallen ist mir vor allem, dass währende dem Entlüften, als ich die Spritze am Bremssattel schon entfernt hatte, hat sich die "Position des Druckpunkts" sehr gut angefühlt. Natürlich war das System mit der noch angeschlossenen Spritze am Bremshebel nicht fertig, doch ich war schon positiv gestimmt, dass ich den Leerweg am Bremshebel reduzieren konnte.
    Spritze Raus, Madenschraube wieder rein, dann hat sich alles wieder wie vorher angefühlt. Sehr viel Leerweg und bis zum Lenker ziehen.
    Was mache ich denn da falsch? Ich haben den Bremshebel nicht vertikal gestellt beim Entlüften, wie das zum Teil emphohlen wird, sondern ihn einfach in seiner normalen Position belassen.
    Finde das Ganze sehr frustrierend.

    Aufgefallen ist mir auch, dass ich extrem oft pumpen muss um die Bremskolben rauszubekommen. Nicht etwa 10 bis 20 mal sondern eher 100 bis 200x.
    Auch nach dem Entlüftungsprozedere musste ich erst mal 50x Pumpen bis der Druckpunkt wieder da war.
     
  11. svenreinert

    svenreinert Der_Sven

    Dabei seit
    11/2012
    klingt ehr nach geberproblemen als zangenproblemen
     
  12. Mojo25

    Mojo25

    Dabei seit
    09/2012
    Das Belassen des Hebels in der normalen Position erachte ich als unkritisch, da die Entlüftungsöffnung am Hebel der „The One“ angewinkelt ist und damit bei 45 Grad Montage quasi waagerecht steht. Wichtig ist, darauf zu achten, dass nach dem Entlüften die Entlüftungsschraube am Hebel in ein bisschen DOT reingedreht wird; also vor dem Abnehmen der Spritze leichten(!) Druck auf den Kolben ausüben , Spritze abnehmen und dann die Schraube in das austretende DOT reinschrauben (mit einem Lappen das überschüssige DOT auffangen). So ist sichergestellt, dass keine Luft in das System gelangt.
    Ich meine außerdem mich zu erinnern, dass die Bohrung für den Ausgleichsbehälter (wo Luft in diesen Nachströmen kann, wenn DOT aus dem Behälter ins System fließen muss - z.B. um den Belagsverschleiß nachzustellen. Das ist normal und die Luft gelangt nicht ins System, da eine Membran das Bremsmedium von der Luft trennt) auf der Innenseite der Bremse, zum Lenker hin platziert ist. Hier kann es bei bestimmten Lenkern zu Problemen kommen, da durch die Klemmung der Bremse am Lenker die Bohrung quasi luftdicht verschlossen wird (z.B. lackierte Lenker, bei denen sich der Bremsgriff leicht in den Lack drückt). Dadurch kann keine Luft nachströmen um das Volumen auszugleichen und es entsteht ein Unterdruck im Hebel, der die Kolben wieder zurück zieht. Hier kann man Abhilfe schaffen, indem man vorsichtig (!) mit einer kleinen Dreikantfeile einen winzigen Kanal von der Bohrung weg zur Außenseite des Bremsgriffs an der Lenkerklemmung feilt. Meist reichen schon ein bis zwei Hiebe mit wenig Druck bzw. ein “Kratzer“ mit ein paar 1/10mm Tiefe.
     
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  14. Die SLX Bremse sollte für deine Bedürfnisse ganz ok sein. Preis/ Leistungsverhältnis top. Bremskraft, Druckpunkt und Dosierbarkeit nach meiner Meinung für Up Hill orientiertes Fahren vollkommen ausreichend . Dank Servo Wave kurze Hebelwege.
     
  15. Da der Preisunterschied nicht so groß ist, kauf Dir eine aktuelle XT und gut isses. Am besten auch ne Shimano-Scheibe ohne Spider und Du wirst kaum Probleme haben. Die Spiderscheiben kämpfen oft mit Verzug nach strammen DH's.
     
  16. Ja die XT hatte ich auch auf dem Schirm.