Was ist ein zerstörter Trail

JensDey

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Geht darum, das die dicken Karren halt Leute auf Trails zieht, deren Fahrtechnik dazu eigentlich nicht ausreicht.
Und unter deren Fahrfehlern leidet der Trail mindestens genauso wie unter den notorischen Shralpern.
Der Unterschied ist (zumindest hier) halt das die Shralper tendenziell mehr Bereitschaft zum Trailsbau mitbringen. Auch wenn die Allgemein halt viel zu schwach ausgeprägt ist.


Aber ich bin es etwas leid hier den Erklärbär zum Thema Trails zu spielen. Wen das Thema umtreibt, kann sich ja ehrenamtlich im lokalen Verein engagieren und mal ein paar Jahre Trailspflege betreiben. Anders versteht man es halt auch einfach meist nicht..
Hi
ich lagere das Thema mal aus, weil es mich wirklich interessieren würde und man es immer wieder liest, dass x oder y Trails zerstört.
Hier auf meinen Hometrails kenne ich das eher nicht, weil es Naturtrails sind, die mal die eine oder andere Optimierung mit Anlieger aus Steinen oder nen Kicker haben.
Ja, die verändern sich. Am meisten durch Nutzung in der nassen Jahreszeit oder generelle Übernutzung.
  • Wurzeln werden werden immer weiter aus dem Boden gespült
  • es bricht über die Zeit ein Anlieger weg
  • Anfahrten an Hindernisse werden kompliziert, weil sich eine Senke gebildet hat
Das sind für mich aber eher alles Themen, die den Trail anspruchsvoller machen als das sie ihn zerstören würden. Wenn ein Sprung tatsächlich nicht mehr möglich ist, weil die Anfahrt zerstört ist, wäre hier die Frage mit dem Zusammenhang zur Fahrtechnik gestellt.

Wenn irgendwo abgekürzt wird kann ich auch weiterhin die Originallinie fahren. Und genau so mache ich das auch. Auf dem Dossenheim DH gibt es haufenweise kürzere und andere Wege und ich verstehe nicht, wie man freiwillig die Spaß-Ideal-Linie verlassen kann.
 
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JensDey

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Schön, dass du das mit dem Auslagern verstanden hast. 😉
Ist das Thema nicht recht simpel zu beantworten?

Hohe Frequenz und vor allem bei nassen Bedingungen... Und die Trails leiden halt...

Völlig egal wer da fährt, ob Newbie oder Superduperpro

Auch das Thema Bremswellen lässt sich nicht immer durch gute Bremstechnik verhindern... Aber klar aufjedenfall reduzieren
 
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Ist das Thema nicht recht simpel zu beantworten?

Hohe Frequenz und vor allem bei nassen Bedingungen... Und die Trails leiden halt...

Völlig egal wer da fährt, ob Newbie oder Superduperpro

Auch das Thema Bremswellen lässt sich nicht immer durch gute Bremstechnik verhindern... Aber klar aufjedenfall reduzieren
Genauso!

Je nach Region halt doch teilweise deutlich mit der Betonung auf "hohe Frequenz".
Hier zB sind im letzten Jahr manche (auch Natur-) Trails eine komplette Bremswelle von oben bis unten geworden, was in den 15 Jahren davor definitiv nicht so war. Manche Fahrer empfinden das allerdings durchaus als Feature, weil endlich das dicke Enduro Sinn macht... Mir verdirbt das den Spaß am Radfahren (und der Pflege) und ich weiche notdrungen aus. Aber schon traurig, daß man so quasi von seinen über viele Jahre aufgebauten Hometrails "vertrieben" wird.

Das Problem ist IMHO halt, daß es immer mehr Fahrer gibt, die Trailcrews aber nicht mitwachsen. Es ist schon sehr frustrierend wenn man mit der Pflege unten am Trail angekommen ist, und eigentlich gleich wieder oben anfangen kann.

Ich bin es leid nach knapp 20 Jahren Trailsbau und Pflege und selektiere halt strikt, entweder durch Secret Trails, Privat-Trails oder Trails, die halt 90% schon am Start aussortieren. Bau und Pflege von Flowtrails oder Tablelines würde ich mir definitiv nicht mehr antun wollen, aber auch typische Enduro-Ballerstrecken sind da eher undankbar.
 
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Wenn ein Sprung tatsächlich nicht mehr möglich ist, weil die Anfahrt zerstört ist, wäre hier die Frage mit dem Zusammenhang zur Fahrtechnik gestellt.
Sowas empfinde ich als komplett respektlos ggüber den Trailbuildern. Auch Doubles, die einfach zu Rollern zusammengefahren werden usw.
Wen ein Trail überfordert, kann den halt nicht fahren. War doch schon immer so.
Aber heute muss alles für alle fahrbar sein, eine Chickenline reicht schon lange nicht mehr, dazu noch die ganzen French-Lines der Strava-Jünger und so wird aus einem ehemals romantischen Singletrail schnell mal eine 6m breite Autobahn.
Und dann kommen die Probleme mit Behörden und Waldbesitzern, und die paar Trailbau-Deppen haben nicht nur die Pflege am Hals sondern auch Kommunikation mit den Behörden.
Und währendessen zieht der Enduro-Pöbel von Trailspot zu Trailspot und wenn alles in Grund und Boden gefahren wurde, startet ja schon die Bikepark-Saison bzw wird in die angesagten Enduro-Regionen ausgewichen.

Am geilsten sind die ganzen ausgebauten Sprinter etc auf dem Parkplatz vorm Trailspot; dicke Räder, Komplettausstattung, Werkstatt, Kärcher, Campingausrüstung, Aufkleber aus Finale, Reschen am Auto usw, aber niemand hat irgendein Tool zur Trailspflege dabei. Das sagt eigentlich alles was man zur Enduro-Generation 2022 wissen muss... (wo ist der Kotzsmilie wenn man ihn mal braucht... :D )


PS: aber das alles hab ich hier schon zu oft geschrieben. Ist mir zu doof, das macht nur schlechte Laune. Ich schwing mich jetzt lieber noch für nen Stunde aufs Rad auf meinem Privattrail ohne Bremswellen. :)
 
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aber niemand hat irgendein Tool zur Trailspflege dabei.

Das liegt aber mit Sicherheit auch daran, dass die Locals nicht unbedingt scharf drauf sind da irgendjemanden ihren Trail verschlimmbessern zu sehen. Bei inoffiziellem Zeug klar, da kann man schonmal paar unglücklich reingekullerte Steine wegräumen oÄ, aber ich würds mir nicht rausnehmen an irgendnem offiziellen Vereinstrail rumzudoktern.
 
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Das liegt aber mit Sicherheit auch daran, dass die Locals nicht unbedingt scharf drauf sind da irgendjemanden ihren Trail verschlimmbessern zu sehen. Bei inoffiziellem Zeug klar, da kann man schonmal paar unglücklich reingekullerte Steine wegräumen oÄ, aber ich würds mir nicht rausnehmen an irgendnem offiziellen Vereinstrail rumzudoktern.
Ne, um Gottes Willen, nie an fremden Trails rumbasteln!
Aber mithelfen geht eigentlich immer irgendwie.
 
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JensDey

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Bei mir tun sich weiterhin große Fragezeichen auf, von was für Trails wir in Bezug auf Zerstörung reden.
Bzw welche Elemente leiden unter was?

Sprünge abfahren zerstört die Kante oder die Landung?
Sind Bremswellen wirklich eine Frage mangelnder Technik oder ist es doch schlicht die Masse?
Sind Bremswellen wirklich schlimm?
 
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Was ist ein zerstörter Trail

Ehrlich gesagt finde ich es etwas erschreckend dass das eine offensichtlich ernst gemeinte Frage ist. Bis ich diesen Thread gesehen habe dachte ich immer das es halbwegs Common-Sense ist
Kriterien für einen kaputten Trail wären für mich z.b.

  • gebaute Elemente (Anlieger, Sprünge, Holzelemente..) sind nicht mehr gut fahrbar (weggebrochen, wackelig, keine klaren Kanten mehr)
  • der Trail wird undefinierter und deutlich breiter als er ursprünglich mal war
  • Es liegen Äste oder Steine auf dem Trail die Lines blockieren
  • Features ändern sich (z.b. Double -> Kamelhöcker)
  • Abkürzungen
  • tiefe Ruts (weil manche nicht verstehen dass man auf klitschnassem Trails nicht fahren soll
  • tiefe Reifenabdrücke in Absprüngen (allgemein Fahren auf noch nicht getrockneten/gesetzten Features)
(die Liste ist sicher bei weitem nicht vollständig)

  • Wurzeln werden werden immer weiter aus dem Boden gespült
ja das kann passieren, die Wurzeln wurden ja eben nicht angelegt.
  • es bricht über die Zeit ein Anlieger weg
Dann ist der doch offensichtlich kaputt oder?
  • Anfahrten an Hindernisse werden kompliziert, weil sich eine Senke gebildet hat
Finde ich grenzwertig. Manche Veränderungen des Terrain sind normal, aber es hängt sehr davon ab wie gebaut der Trail ist.
Sprünge abfahren zerstört die Kante oder die Landung?
Mehr den Absprung. Dann gibt es keine definierte Kannte mehr. aber im Endeffekt beides.
Sind Bremswellen wirklich eine Frage mangelnder Technik oder ist es doch schlicht die Masse?
Imho definitiv Technik. Wobei die wenigsten so sauber bremsen dass nie Bremswellen entstehen.
Gerade in einem Anlieger sollte man die Finger von der Bremse lassen.
Ähnliches Thema: Anlieger kaputt brappen. Auch ein no-go solange man den nicht selber gebaut hat.
Sind Bremswellen wirklich schlimm?
Bremswellen sind etwas wie Schlaglöcher auf der Strasse. Ein Zeichen dafür dass etwas nicht mehr im Originalzustand ist, vereinzelt verkraftbar. aber in Masse einfach nervig.

Sowas empfinde ich als komplett respektlos ggüber den Trailbuildern. Auch Doubles, die einfach zu Rollern zusammengefahren werden usw.
Wen ein Trail überfordert, kann den halt nicht fahren. War doch schon immer so.
Volle Zustimmung.
 

JensDey

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Ehrlich gesagt finde ich es etwas erschreckend dass das eine offensichtlich ernst gemeinte Frage ist. Bis ich diesen Thread gesehen habe dachte ich immer das es halbwegs Common-Sense ist
Kriterien für einen kaputten Trail wären für mich z.b.
Du wirst dich wundern, wie wenig Leute von diesem Common Sense nicht wissen und das niemals zugeben würden
  • gebaute Elemente (Anlieger, Sprünge, Holzelemente..) sind nicht mehr gut fahrbar (weggebrochen, wackelig, keine klaren Kanten mehr)
Stellt sich aber direkt die Frage
a) ist das nicht doch eher eine Frage der Masse denn der Technik
b) wie kann das verhindert werden
  • der Trail wird undefinierter und deutlich breiter als er ursprünglich mal war
hat vermutlich wenig mit Fahrtechnik zu tun sondern eher mit unterschiedlichen Interessen: "Oh, da ist ja auch ne eine (bessere) Linie. Oder auch die ursprüngliche Linie ist durch die Masse und den Regen zerstört.
  • Es liegen Äste oder Steine auf dem Trail die Lines blockieren
Natur
  • Features ändern sich (z.b. Double -> Kamelhöcker)
Fahrtechnik oder Masse?
Hier sehe aber durchaus das Problem der mutwilligen Veränderung.
Habe hier auch so ein Beispiel. Seit es wieder ein Kamelhöcker ist, kann ich mich an den Sprung auch wieder heranwagen. Vorher war mir die Landekante zu gefährlich.
Die Originallinie ist doch noch da. Ist nicht schön, finde ich aber erstmal kein Riesendrama.
  • tiefe Ruts (weil manche nicht verstehen dass man auf klitschnassem Trails nicht fahren soll
Erwischt. Ist ein schwieriges Thema. Trail komplett meiden, Trail wird breiter, weil man die Pfütze umfahren will, etc.
In meinem Falle bedeutet es, dass ich 5 Monate an gute Abfahrten gar nicht rankomme.
Dann ist der doch offensichtlich kaputt oder?
Ja, aber warum? Fahrtechnik oder Massen
Finde ich grenzwertig. Manche Veränderungen des Terrain sind normal, aber es hängt sehr davon ab wie gebaut der Trail ist.

Mehr den Absprung. Dann gibt es keine definierte Kannte mehr. aber im Endeffekt beides.
Dürfte bei beiden Themen aber eher Feuchtigkeit als falsche Technik sein, oder?
Imho definitiv Technik. Wobei die wenigsten so sauber bremsen dass nie Bremswellen entstehen.
Also wohl doch Masse * -Fahrtechnik. Was aber auch sehr schwierig zu erlernen ist, da wohl die Auswirkung falscher Technik nicht direkt zu sehen ist.
Bremswellen sind etwas wie Schlaglöcher auf der Strasse. Ein Zeichen dafür dass etwas nicht mehr im Originalzustand ist, vereinzelt verkraftbar. aber in Masse einfach nervig.
Wie erwähnt sehe ich hier durchaus Probleme mit dem "dazulernen", weil das Feedback fehlt.

Ich habe selbst absolut keinen Plan, wo ich meine Bremstechnik einzustufen habe.

e-mtb und das daraus resultierende Systemgewicht könnte ein Problem sein. Ich gebe hier jedoch zu bedenken, dass z.B. meine beiden e-buddies nicht annähernd mein Tempo fahren und da Energie = Masse * Geschwindigkeit, dürfte meine Wirkung auf den Boden größer sein.
 
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Du wirst dich wundern, wie wenig Leute von diesem Common Sense nicht wissen und das niemals zugeben würden
will mir nicht wirklich in den Kopf rein. Die meisten sehen doch auch wenn eine Strasse oder ein Garten oder was auch immer sonst kaputt ist.
Die Frage ist ob es einen interessiert oder man mit einer Scheiß-drauf-ich-will-jetzt-Spass-Mentailiät trotzdem fährt.
Stellt sich aber direkt die Frage
a) ist das nicht doch eher eine Frage der Masse denn der Technik
ne. Der Selbsteinschätzung. Traue ich mir einen Double/Kicker nicht zu umfahre ich den anstatt den abzurollen
b) wie kann das verhindert werden
gute Frage. Es muss in den Kopf rein das Trails nicht vom Himmel fallen und da Aufwand hinter steht.
Was ich heute kaputt fahre kann wer anders morgen nicht fahre bis es wieder repariert wurde.
hat vermutlich wenig mit Fahrtechnik zu tun sondern eher mit unterschiedlichen Interessen: "Oh, da ist ja auch ne eine (bessere) Linie. Oder auch die ursprüngliche Linie ist durch die Masse und den Regen zerstört.
Ne nicht Fahrtechnik sondern Respekt vor Trail und Natur.
Wo keine Line ist fährt man nicht. Fertig.
Ist die Line auf dem Trail aber abseits der Mainline - kein Ding. Aber nicht jenseits des Trails
nicht nur aber auch. Und auch Natur kann Trails kaputt machen. Kann man trotzdem aufräumen.
Fahrtechnik oder Masse?
Ne. Kein Gefühl dafür was man da Kaputt macht. Stell dir vor es latscht dir jemand durch den Garten und erzählt dir danach "ach ein Trampelpfad da ist doch auch schön"
Hier sehe aber durchaus das Problem der mutwilligen Veränderung.
Habe hier auch so ein Beispiel. Seit es wieder ein Kamelhöcker ist, kann ich mich an den Sprung auch wieder heranwagen. Vorher war mir die Landekante zu gefährlich.
Gefährlich oder unfahrbar? Imho an fremden Trails baut man nicht. maximal harken und frei räumen.
Die Originallinie ist doch noch da. Ist nicht schön, finde ich aber erstmal kein Riesendrama.
teils teils. Reingefahren imho ein No-Go. Wenn überhaupt reinbauen/frei harken.
und nicht jee Abkürzung lässt einen Trail heile. (z.b. gerade aus über einen Anlieger)
Erwischt. Ist ein schwieriges Thema. Trail komplett meiden, Trail wird breiter, weil man die Pfütze umfahren will, etc.
In meinem Falle bedeutet es, dass ich 5 Monate an gute Abfahrten gar nicht rankomme.
imho Pech gehabt. Dafür ist es ein Natursport. In den Alpen kannst du ein halbes Jahr lang kaum/gar nicht fahren. Dann bitte Trails suchen die offen haben.
Wenn aus meiner lokalen Bike Gruppe jemand auf durchnässten Trails fahren will gab es von mir immer einen Anschiss. Mit der Zeit hat es jeder eingesehen und kaum noch einer fährt dann.
Ja, aber warum? Fahrtechnik oder Massen
Fehlendes Verständnis dafür das jede Abfahrt den Trail etwas zerstört. je nach Bedingungen manche mehr andere weniger.
Aber z.b. 3 Fahrer auf einem nassen Trail sind sicher schlimmer als 15 mit guter Technik bei guten Bedingungen. Pauschalisieren lässt sich da wenig.
Einfach nicht fahren wenn viel Kaputt geht. (und für die dafür null Gefühlt haben: Trail wieder hoch schieben und mal drauf achten was alles frisch ist, abgebrochene Kanten, Ruts usw.)
Dürfte bei beiden Themen aber eher Feuchtigkeit als falsche Technik sein, oder?
imho nein. jeder Sprung macht die Kante etwas kaputt. aber jeder sobald ich mehr abrolle als springe bricht mehr weg.
Feuchtigkeit macht natürlich auch was kaputt aber da kann man als Biker wenig für.
Und je kaputter ein Feature ist desto schneller geht es noch mehr kaputt.
Also wohl doch Masse * -Fahrtechnik. Was aber auch sehr schwierig zu erlernen ist, da wohl die Auswirkung falscher Technik nicht direkt zu sehen ist.
Das sieht doch ganz ehrlich jedes Kind (und hat auch jedes Kind schon gemacht): Einfach das HR auf einem Schotterweg blockierten lassen und gucken wie der danach aussieht. Besser als vorher? eher nicht oder?
Wie erwähnt sehe ich hier durchaus Probleme mit dem "dazulernen", weil das Feedback fehlt.
Es gibt einige Threads hier dazu und haufenweise Videos bei YT. Grundregel:
nicht in Kurven Bremsen sondern davor. Mehr VR anstatt HR. Keine Blockierenden Räder.
Ich habe selbst absolut keinen Plan, wo ich meine Bremstechnik einzustufen habe.
Guckt dir die Grundregel oben an: setzt du alles davon um ist sie gut. Imho spät und hart Bremsen ist das schwierigste.
e-mtb und das daraus resultierende Systemgewicht könnte ein Problem sein. Ich gebe hier jedoch zu bedenken, dass z.B. meine beiden e-buddies nicht annähernd mein Tempo fahren und da Energie = Masse * Geschwindigkeit, dürfte meine Wirkung auf den Boden größer sein.
ich bin kein Freund davon dem Material die Schuld zu geben. das wird immer vom Fahrer bewegt also ist der auch dafür verantwortlich.

Sorry für etwas aggressiven Unterton. Aber kann nicht nachvollziehen dass jemand nicht sieh dass ein Trail kaputt geht.
vllt nochmal ganz allgemein:
Ein Trail geht kaputt wenn er nach der Abfahrt schwerer zu fahren ist als vorher.
und womit ich noch weniger anfangen kann sind Leute die wieder besseren Wissens Trails mehr als nötig kaputt fahren.
 
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In den Alpen kannst du ein halbes Jahr lang kaum/gar nicht fahren.

In den Alpen stellt sich die ganze Frage gar nicht wirklich, weil es, jedenfalls in AT, abseits der Bike-Parks kaum "Trails" aber jede Menge Steige und Pfade gibt. Letztere sind (wenn keine markierten Wanderrouten) auch nicht gebaut sondern schlicht eingetrampelt, werden von niemandem gepflegt und dementsprechend kann da auch nix "kaputt" gehen.
Da erodiert der Weg dann halt langsam vor sich hin und verändert sich, was ihn mit der Zeit auch schwieriger machen kann.

Irgendwie ist das nicht zielführend sowas mit einem Bike Trail mit gebauten Jumps, Anliegern und Gedöns in einen Topf zu werden.
 
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In den Alpen stellt sich die ganze Frage gar nicht wirklich, weil es, jedenfalls in AT, abseits der Bike-Parks kaum "Trails" aber jede Menge Steige und Pfade gibt.
Es gibt auch Alpen ausserhalb Österreichs, frag mal die Italiener, Schweizer oder Franzosen ;) mir ging es auch weniger um die Alpen als um ein Beispiel dass man sich imho nach der Natur und den Gegebenheiten richten sollte (zu richten hat?)
Letztere sind (wenn keine markierten Wanderrouten) auch nicht gebaut sondern schlicht eingetrampelt, werden von niemandem gepflegt und dementsprechend kann da auch nix "kaputt" gehen.
Da erodiert der Weg dann halt langsam vor sich hin und verändert sich, was ihn mit der Zeit auch schwieriger machen kann.
Sorry aber auch damit kann ich wenig Anfangen. nur weil sich kleiner drum kümmer geht nix kaputt?
Wenn ein vorher mal fahrbarer Trail unfahrbar oder sogar unpassierbar wird ist doch offensichtlich was kaputt. Egal ob gebaut oder nicht oder gepflegt oder nicht.
Irgendwie ist das nicht zielführend sowas mit einem Bike Trail mit gebauten Jumps, Anliegern und Gedöns in einen Topf zu werden.
Jump ist nicht Jump und Anlieger nicht Anlieger. völlig klar. Aber ganz schwarz/weiß sehen kann man das auch nicht.
Auch auf natürlicheren Trails kann es Anlieger, Kicker und Drops geben. Manche davon vllt komplett künstlich angelegt. Häufiger aber werden aber natürliche Gegebenheiten genutzt und angepasst. und das alles kann in einem besserem oder eben schlechterem Zustand sein.

Auch wenn es alles Bikepark Trails sind, auch naturbelassene(re) Trails wie
  • Supernatural in Fiss
  • Racertack oder Singletrail in Hanhnenklee
  • Naturtrails in Finale
  • ...
können genauso kaputt gehen wie A-Line in Whistler, der lokale Dirt Park oder andere "flowigere" Trails.
 
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e-mtb und das daraus resultierende Systemgewicht könnte ein Problem sein. Ich gebe hier jedoch zu bedenken, dass z.B. meine beiden e-buddies nicht annähernd mein Tempo fahren und da Energie = Masse * Geschwindigkeit, dürfte meine Wirkung auf den Boden größer sein.
Ich bin ein Fahrer mit Ü100kg und bringe damit mehr Masse auf den Trail als ein Dünner Hüpfer mit e-Unterstützung unterm Arsch.
Ich behaupte von mir aber, möglichst schonend zu fahren, was ich vielen anderen Trailnutzern abspreche. Also Fahrtechnik, hoher Nutzungsgrad, Unwissenheit oder „Scheiss egal“ Haltung sehe ich als einer der Hauptgründe für schlechte Streckenzzstände.
 

JensDey

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Ja, man kann Dummfrager dumm behandeln oder ihnen eigentlich dankbar sein.
Sorry für etwas aggressiven Unterton. Aber kann nicht nachvollziehen dass jemand nicht sieh dass ein Trail kaputt geht.
Habe jetzt schon das Interesse an meinem eigenen Thread verloren.

Den Sinn eines solch ausgelagerten Thema scheinen tatsächlich nur die wenigsten zu begreifen. Ciao
 
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Ja, man kann Dummfrager dumm behandeln oder ihnen eigentlich dankbar sein.

Habe jetzt schon das Interesse an meinem eigenen Thread verloren.

Den Sinn eines solch ausgelagerten Thema scheinen tatsächlich nur die wenigsten zu begreifen. Ciao
War nicht beabsichtigt. Imho gibt es keine dumme Fragen und dumm behandeln liegt mir fern.
Um bei meinem Vergleich von oben zu bleiben: woran erkennst du dass eine Strasse oder ein Garten kaputt ist? Und was ist bei einem Trail anders?

Ich kann problemlos nachvollziehen dass jemand sagt er sieht nicht warum genau ein Trail kaputt ist. (im Sinne von nicht benennen können). Aber ich bin bis heute vormittag davon ausgegangen dass die Frage ob ein Trail in einem eher gutem oder schlechtem Zustand ist einfacher zu beantworten ist.
 
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Am geilsten sind die ganzen ausgebauten Sprinter etc auf dem Parkplatz vorm Trailspot; dicke Räder, Komplettausstattung, Werkstatt, Kärcher, Campingausrüstung, Aufkleber aus Finale, Reschen am Auto usw, aber niemand hat irgendein Tool zur Trailspflege dabei. Das sagt eigentlich alles was man zur Enduro-Generation 2022 wissen muss... (wo ist der Kotzsmilie wenn man ihn mal braucht... :D )

Könnte auch daran liegen, dass es vielerorts einfach ebenso illegal ist im Wald herum zu werkeln wie das Befahren der Trails. Wir betreiben Trailpflege auf unseren Hometrails eigentlich nur wenn das Wetter Scheiße ist, weil dann weniger Leute unterwegs sind und die Gefahr "Stress" zu bekommen dann einfach geringer ist. Lange am gleichen Ort aufhalten und den Trail ausbessern, müssen wir schon im geheimen machen. Man fühlt sich da teilweise schon wie ein Verbrecher...
Wenn das nicht ortsweise so stark tabuisiert wäre, würden auch viel mehr Biker aktiver bei der Trailpflege sein. Zumindest ist das eine Beobachtung und Einschätzung aus meinem Dunstkreis.

An fremden Orten würde ich gar nicht auf die Idee kommen Hand an zu legen. Daher packe ich auch kein Werkzeug zur Trailpflege ein, wenn ich zu irgendeinem Spot fahre. Ich habe allerdings auch keinen ausgebauten Transporter...
 
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Wenn ein vorher mal fahrbarer Trail unfahrbar oder sogar für MTB unpassierbar wird ist doch offensichtlich was kaputt.

Nein. Dann kann man ihn eben einfach nicht mehr fahren. Oder nur noch (deutlich) weniger Leute können ihn fahren. Gehen/zu Fuß nutzem kann man ihn sicher noch sehr viel länger, auch wenn der letzte Biker schon längst aufgegeben hat. Somit erfüllt er meiner Meinung nach seinen ursprünglichen Zweck nach wie vor.

Diesen Anspruch, das bloß nix schwerer werden darf, kann ich nicht nachvollziehen.
Wenn dir der weg zu schwer geworden ist, musst du eben einen anderen nehmen. Genauso, wie du den Leuten, die den Double nicht springen, ja ebenfalls empfiehlst, dass sie ihn nicht fahren sollen.
 
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Diesen Anspruch, das bloß nix schwerer werden darf, kann ich nicht nachvollziehen.
Wenn dir der weg zu schwer geworden ist, musst du eben einen anderen nehmen. Genauso, wie du den Leuten, die den Double nicht springen, ja ebenfalls empfiehlst, dass sie ihn nicht fahren sollen.
Das habe ich nie so gesagt. Es ging um ein Kriterium für kaputt, nicht darum was mit gefällt.
Ich hab kein Problem mit schwierigen Trails. und auch keins damit Trails nicht zu fahren die ich mir nicht zutraue.
Anders ausgedrückt: Ich unterstelle den meisten Trailbauern eine Intention und Idee wie der Trail aussehen soll. Wenn der Trail sich durch Umwelteinflüsse und dadurch dass er befahren wird verändert und leichter oder schwieriger wird macht den Trail kaputt (kaputt ist hier nicht unfahrbar).
Ob das jetzt gut oder schlecht ist weil es möglicherweise anderen gefällt oder vllt eine neuer Trail/neue Art Trail an selber stelle entsteht ist eine ganz andere Sache.
 
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Ein gebauter Trail der kaputt gefahren wird, ist ja auch nicht einfach nur kaputt (fahr ich halt vorsichtiger, geht scho...), sondern oft schlicht gefährlich, zumindest für die die da "richtig" fahren.
  • Abgefahrene, runde Absprungkanten sorgen dafür, dass man plötzlich zu weit fliegt, was schnell sehr doll weh tun kann.
  • Bremslöcher VOR dem Absprung Sorgen evt dafür das man wegrutscht und gecrashed
  • kaputt gefahrene Anlieger können auch schwere Stürze verursachen
Je nach Bedingungen kann das schon zwischen einer Abfahrt und der nächsten passieren.
Doppelt ärgerlich wenn es in der trockenen Jahreszeit passiert, und der Trail quasi für Wochen "unbefahrbar" wird...

Dh auch man macht mit seiner Ignoranz nicht nur die Arbeit der Lokals kaputt, sondern gefährdet uU auch schlicht deren Gesundheit bzw körperliche Unversehrtheit...

Unbekannte, gebaute Trails also erstmal langsam und vorsichtig befahren.
Steht am Traileingang schon ein Feature was man nicht fahren kann, dann sagt einem doch der gesunde Menschenverstand das das vermutlich nicht besser wird im Trailverlauf.
Klar, viele wollen halt auch "nur mal gucken"... Das geht aber oft trailschonender wenn man einfach mal absteigt und schiebt.
Aber vor allem hilft Respekt. Und das Eingeständnis manche Trails einfach nicht fahren zu können. Wenn ich nicht oder nur schlecht springen kann, brauch ich nicht in eine im Regelfall mühevoll aufgebaute und gepflegte Jumpline abbiegen. Das ist einfach Ignorant...
 
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Könnte auch daran liegen, dass es vielerorts einfach ebenso illegal ist im Wald herum zu werkeln wie das Befahren der Trails. Wir betreiben Trailpflege auf unseren Hometrails eigentlich nur wenn das Wetter Scheiße ist, weil dann weniger Leute unterwegs sind und die Gefahr "Stress" zu bekommen dann einfach geringer ist. Lange am gleichen Ort aufhalten und den Trail ausbessern, müssen wir schon im geheimen machen. Man fühlt sich da teilweise schon wie ein Verbrecher...
Wenn das nicht ortsweise so stark tabuisiert wäre, würden auch viel mehr Biker aktiver bei der Trailpflege sein. Zumindest ist das eine Beobachtung und Einschätzung aus meinem Dunstkreis.

An fremden Orten würde ich gar nicht auf die Idee kommen Hand an zu legen. Daher packe ich auch kein Werkzeug zur Trailpflege ein, wenn ich zu irgendeinem Spot fahre. Ich habe allerdings auch keinen ausgebauten Transporter...
Definitiv, ist hier ähnlich.
Allerdings; wer die fährt, muss sich auch kümmern. Ansonsten sollte man lieber auf legale Alternativen ausweichen.
 
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