Welcher Vorbau mit Dämpfung?

Micha0707

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Wer kennt das nicht. Trotz breiter Reifen hätte man gerne etwas mehr Dämpfung am Lenker.
Jetzt gibt es ja zwei Produkte die das können sollen.

XLC A-HEAD VORBAU ANTI SHOCK ST-M21

Redshift Shockstop

Die Preise könnten mit etwa 30€ und 149€nicht unterschiedlicher sein. Der Federweg des Redshift soll 2cm betragen, der des XLC 2°, wenn ich das richtig verstehe. Was bei meiner Vorbaulänge 3mm entsprechen würde. Oder verstehe ich das falsch?

Wer hat denn einen der beiden? Würde sich die Ausgabe für den Redshift lohnen, oder wird das Rad dann zu schwammig an der FRont?
 

DerHackbart

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Den Redshift hatte ich auch immer Mal im Auge... Konnte mich ob des Preises aber nie durchringen einen zu testen.

Die Videos von Enjoyyourbike kennst du wahrscheinlich schon, oder?


 

stuhli

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Der XLC war an meinem Ragley Trig dran als ich es gekauft habe. War aber zu kurz und wurde nach kurzer Zeit getauscht. Von Dämpfung hab ich da aber auch nix gemerkt. Auch mein Kumpel, der den Vorbau jetzt fährt spürt keinen Unterschied zu seinem vorher verbauten normalen Vorbau.

@Trail Surfer kann meines Wissens mehr zu dem Redshift sagen.
 
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Die Frage ist halt, wie er auf den Duck im Wiegetritt auf der Straße funktioniert.

Die Videos kenne ich, ich kenne aber auch die Lobpreisungen auf die Open und 3T Räder 😉
Für einen echten Sprinter ist der Vorbau höchstwahrscheinlich nix.
Wiegetritt fahr ich kaum, ist also kaum gewichtig bei mir, etwas bewegt er sich dabei schon nach oben, wird da aber durch einen Anschlag begrenzt.
Ein Bekannter hat den shockstop trotz des mehr Gewichts an seinem Rad fürs TCR...

Bei den zwei Typen von enjoy your bike würde ich auch nicht bestellen. Hab meine direkt von redshift, war bis jetzt auch immer günstiger als hier zu kaufen. Musst du mal schauen wie es im Moment aussieht.
Ich hab noch ein Gutscheincode der schon seit drei Jahren funktioniert :D , vielleicht schaust du mal auf welchen Preis du da kommst. Code: Fvsp01
Ich würde ihn einfach kaufen und testen. Die Dinger bekommst du, falls notwendig, auch wieder sehr gut los.
 

arno¹

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beim wiegetritt stört das schon ziemlich

an das eintauchen vor einem sprung kann man sich hingegen ganz gut gewöhnen

flext auf jeden fall richtig gut was weg, auch der shockstop seatpost. aber lieber fahre ich mit dicken pellen
 

Micha0707

Deathlike Silence
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Danke für die Antworten. Ich werde am Wochenende nochmal beobachten, ob ich mir so was anschaffe.
 
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Ich hatte mir jetzt auch son Shockstop Vorbau gegönnt, immer zuviele Schmerzen sonst weil unsere Wege hier eigentlich ein einziges Schlagloch sind mit zwischendrin mal fahrbarem Belag statt anders herum.

Ich hab das Problem, dass ich genau zwischen 2 Stufen liege vom Gewicht, also entweder nehme ich die vorgeschlagenen Elastomere (da liege ich halt an der untersten Grenze) und es federt quasi NIX, oder ich nehme die nächst weichere Stufe und dann federt es aber mal so richtig ein (da liege ich halt sogar etwas über dem obersten Grenzwert - noch).

Hab jetzt 3 Touren zum Testen gemacht:
1) 40km Tour mit 40mm G-One Bite, Schlauch und 3,5 Bar. Über jedes Schlagloch, immer voll durch. Sonne, trocken. Schotterwege, Wurzeln, Plattenwege, Sand - alles dabei. herrlich. Knapp 22er Schnitt am Ende. Aber du merkst echt NIX.

2) Dann eine Straßentour ca. 60km in stockfinsterer Nacht und dann auch noch bei Regen mit 40mm G-One Bite, Schlauch und 3,5 Bar. Auf Asphalt kam ich rein garnicht vorwärts > gefühlt - es war halt trotz Lampe rundum zappenduster da merkt man es nicht so und ständig das Garmin beglotzen wollte ich auch nicht (am Ende war es ein Schnitt über 21km/h) - dafür konnte ich aber echt über die übelsten Wege mit Wurzeln und miesesten Schlaglöchern drüberbrezeln wie nix Gutes, was einiges wett gemacht hatte. Kopfsteinpflaster? Ha! Allerdings wippte die Lupine natürlich beim kleinsten Gnubbel lustig vor sich hin, also nachts ist das schon etwas nervig wenn das Licht am Lenker so wippt.

3) Straßentour 50km, Conti 5000 in 32mm, Schlauch und 6 Bar. Hab auch hier nach einem ersten Test zu Hause mit den härteren Elastomeren doch die weicheren Elastomere wieder rein. Bügelt natürlich nicht jede Erbse weg wie mit den 40er Bite und weniger Druck. Dafür lief es auf Asphalt zügig (ging Richtung 24er Schnitt) und Hände taten auch nicht mehr weh. Gut die ganz fiesen Löcher merkste schon noch ein wenig mit dem Druck, aber vorher gingen die glatt durch auf Hände und Ellbogen.

Wiegetritt kann ich problemlos fahren ohne das was irgendwie groß federt, merk ich jedenfalls nix von. Vielleicht wenn ich im Schneckentempo den Berg hochgurke und dann mal kurz aufstehe, bei Tempo ist da eigentlich nix. Oder ich hab mich schon so dran gewöhnt, keine Ahnung. Wenn ich jedoch sitzen bleibe und nur heftig am Lenker ziehe wippt es schon deutlich.

Für mich jedenfalls ein echter Mehrwert und Komfortgewinn den ich nicht mehr missen möchte. Ein kleines bisschen nervt halt das Lampengewippe, aber ich wollte nicht ständig nachts fahren, weswegen das kein Weltuntergang ist. Im Winter kann ich mir sonst ja noch überlegen die Elastomere zu wechseln wenn ich stundenlang mit Licht fahren wollte bei jeder Tour...
Bräuchte ich meine 11cm Sattelstützenauszug nicht für Bikepackingtaschen, ich würde mir glatt noch die Sattelstütze dazu kaufen, allerdings ist die auch ziemlich übertrieben teuer wie ich finde. Hab meinen Vorbau übrigens bei den Jungs aus Hannover (eyb) gekauft und alles war mit Expressversand (die liefern aber auch ohne ratzfatz! ich hatte es nur diesmal besonders eilig) problemlos und zügig hier, mein Mann hatte über Amazon direkt von Redshift geordert und letztlich das selbe dann gesamt bezahlt.

Schade, dass es den Vorbau nicht in 80mm gibt, mein Rennrad hätte auch Bedarf, vielleicht komme ich da auch dauerhaft mit dem 90er zurecht, das müsste ich noch weiter testen erst. Und schade, dass es keine Zwischenstufe gibt für mein Gewicht, aber ok ich wollte eh noch 10kg abnehmen 😝 deswegen kratzt mich auch das bissche Mehrgewicht des Shockstop nicht die Bohne.

Mein Mann fährt den halt auch und hat ihn auch weicher eingestellt als für sein Gewicht angegeben. Er sagt er merkt das auch kaum im Wiegetritt. 🤷‍♀️ Ausserdem hat er nun keine Beschwerden mit einschlafenden Händen und auch keine schmerzenden Ellbogen mehr seit dem Shockstop.

Auch wenn es viel Geld ist, wer da Probleme hat, die er anders nicht in den Griff bekommt, sollte die durchaus testen. Bei Nichtgefallen findet sich auch sicherlich zügig ein Abnehmer mit wenigen € Verlust.
 
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P.S.: aus Kommentaren zum XLC hatten wir entnommen, dass da halt nur ein fester Elastomer (nicht tauschbar) drin sein soll ohne Möglichkeit das auf das eigene Gewicht zu optimieren und wenn der Elastomer kaputt ist dann Einwegprodukt - sowas geht garnicht imho. Deswegen hatten wir uns dann dagegen und zum Test des Redshift entschlossen.

Nachdem mein Mann begeistert war hab ich mir auch einen geholt und bereues keine Minute. Beim Shockstop sind die Elastomere ja tauschbar wenn kaputt und ein komplettes Set Ersatzelastomere kostet ca. 10€
 

arno¹

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ich bin aktuell mit sehr breiten reifen und wenig druck unterwegs, rollt gut, dämpft gut. die beste lösung.

der shockstop vorbau hat damals sehr geholfen, als ich beim fahren wegen nacken- und schulterproblemen noch nicht mal mehr nach hinten schauen konnte. gute sache, das ding!

auch die shockstop seatpost sattelstütze hatte ich damals geordert, gar nicht schlecht. funktioniert, bügelt wirklich was weg und lässt sich gut einstellen.

ne lange carbon sattelstütze geht für mich aber viel besser

ansonsten behaupte ich mal: "einmal federgabel verseucht, immer verseucht"

alter spruch aber ist wohl was wahres dran

:)


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Game Changer für mich, am Gravel (in absteigender Reihenfolge):
1. Variostütze
2. fettest möglicher Reifen (44c)
3. ShockStop Vorbau + Spank Vibrocore Lenker
Dann kommt laaaange nichts, was erwähnenswertwert wäre.
 
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Warum fährst du den Reifen mit so viel Druck? So schmale Felgen? Weniger Druck würde auch nochmal deutlich mehr Komfort bringen.
Gaaanz dünnes Eis :)

Spaß beiseite , @IndianaWalross mag das Fahrgefühl bei wenig Druck nicht , so subj. Sachen kann man nicht verstehen , nur akzeptieren . Da hat jeder seinen eigenen Knall :)
 

Aninaj

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das geht mir genau so mit meinen Marathon plus und schmalen Felgen
Du kannst doch aber einen Marathon Plus (Drahtreifen) nicht mit einem G-One (Faltreifen) vergleichen... Den Marathon würde ich auch nicht mit wenig Druck fahren, der geht davon auch kaputt. Aber ein G-One kann auch weniger Druck problemlos ab.

War ja auch nur ne Frage. Muss ja jeder seinen Weg finden.
 

RunningPumi

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Ich fahre mit meinem Stahlratt auf 45 mm breiten Reifen mit max. 2,25 Bar auf der Straße und Radwegen und mit 1,75 Bar im Gelände. Ist sehr komfortabel für mich und faktisch kein Unterschied zu meinem vorherigen Al-Hardtail mit 2,4er Schlappen.
 

scylla

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Durch weniger Druck die Reifenfederung zu nutzen macht halt insofern viel Sinn, weil die Reifen genau am Kontaktpunkt die Unebenheiten "wegfedern" können. Wenn hingegen erst mal das Fahrrad als ganzes hoch und runter wippt, bevor ein federnder Vorbau die Unebenheit aufnimmt, hat man viel mehr ungefederte Masse, was sich letztendlich auf den Energieverbrauch auswirkt.
Daher wäre eigentlich die beste Vorgehensweise, erst mal die Reifenfederung auszuoptimieren, also tubeless montieren, gute Karkasse, wenig Luftdruck... und wenn das dann noch nicht zum gewünschten Komfort-Ergebnis reicht, dann halt sowas wie Federgabel/Federvorbau/Federsattelstütze.
Aber klar, wenn das Fahrverhalten mit "weicheren" Reifen nicht gefällt, dann ist das auch nur nutzlose Theorie.
 
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Warum fährst du den Reifen mit so viel Druck? So schmale Felgen? Weniger Druck würde auch nochmal deutlich mehr Komfort bringen.
Weil ich viel Straße fahren muss auf dem Weg zum Gravelterrain und einfach das Gefühl habe ich fahre rückwärts wenn ich mit noch weniger Druck fahre - bin einfach keine MTBlerin und werde es auch nicht. 3,5 ist meine unterste Schmerzgrenze mit Schlauch und tubeless fahre ich nicht, zuviel rumgesaue.

Ausserdem will ich ja auch gleichzeitig das selbe Rad mit dem Laufradsatz mit Conti 5000 in 32mm fahren und trotzdem etwas Federung haben, da zieht das Argument mit weniger Luftdrucl + breitere Pellen halt nicht.

Somit war Shockstop für mich der perfekte Weg beides zu vereinen. Spaß im "Gelände" und schnelle Touren ohne schmerzende Flossen nach 100km+
 

Micha0707

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Weil ich viel Straße fahren muss auf dem Weg zum Gravelterrain und einfach das Gefühl habe ich fahre rückwärts wenn ich mit noch weniger Druck fahre - bin einfach keine MTBlerin und werde es auch nicht. 3,5 ist meine unterste Schmerzgrenze mit Schlauch und tubeless fahre ich nicht, zuviel rumgesaue.

Ausserdem will ich ja auch gleichzeitig das selbe Rad mit dem Laufradsatz mit Conti 5000 in 32mm fahren und trotzdem etwas Federung haben, da zieht das Argument mit weniger Luftdrucl + breitere Pellen halt nicht.

Somit war Shockstop für mich der perfekte Weg beides zu vereinen. Spaß im "Gelände" und schnelle Touren ohne schmerzende Flossen nach 100km+
Das sind AFDeske und Trumpsche alternativen Wahrheiten.
 

scylla

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Weil ich viel Straße fahren muss auf dem Weg zum Gravelterrain und einfach das Gefühl habe ich fahre rückwärts wenn ich mit noch weniger Druck fahre - bin einfach keine MTBlerin und werde es auch nicht.
Hat nichts mit Mtb zu tun. Unser Gehirn versucht uns da einfach zu verarschen, weil es so schlecht darin ist, Geschwindigkeiten realistisch abzuschätzen. Deswegen greift es auf Hilfsmittel zurück, die nicht immer ein korrektes Ergebnis liefern. So zum Beispiel hochfrequente Vibrationen, wie sie zum Beispiel entstehen, wenn man mit hart aufgepumpten Reifen über rauhen Asphalt fährt, die nimmt unser Gehirn beim Radfahren als Zeichen von hoher Geschwindigkeit wahr. Wenn die Vibrationen nicht da sind, weil sie z.B. von einem geschmeidigen weichen Reifen geschluckt werden, glauben wir, wir wären langsamer. In der Realität ist es aber andersrum, in Wahrheit ist es schneller, wenn die Reifen so weich sind, das sie die Vibrationen wegnehmen. Also eigentlich müsste man sowas mit dem Tacho messen statt dem Gefühl zu vertrauen, weil es total kontraintuitiv ist.
Gab hier mal irgendwo ein interessantes Video wo das sehr gut erklärt wurde von einem Reifenguru, der Tour de France Teams berät. Hat das noch irgendwer, ich finds nicht mehr?
 

arno¹

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@scylla dein interesse in details technischer themen fand ich bisher immer bewunderungswürdig, auch wenn wir da schon mal differenzen hatten

technik an der der grenze zum mentalen, gerade beim radsport super wichtig, da lese ich gerne mit!
 
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