Westalpen: Alternative zum Colle di Carro

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Ich weiß, es gibt schon mehrere Threads zum Colle di Carro, aber wirkliche Alternatvien wurden darin nie genannt. Deswegen hier nochmal die explizite Frage:

Ist euch ein mit dem Bike SONNVOLLER Übergang vom dem Gebiet "Colle del Nivolet / Lago Agnel / Lago Serrù" Richtung Südosten zur Iseran-Passstraße (Bonneval-Sur-Arc) außer dem Colle Carro bekannt???

Unter "sinnvoll" verstehe ich einen Übergang, der ruhig auch Trage/Schiebepassagen aufweißt, aber eben nicht ganz so krass ist wie der Carro (man ließt hier ja von einigen Abbrüchen/Umkehrten). Mein Bike stundenlang durch Nationalparks mit Bikeverbot zu tragen (z.B. Col de la Leisse) sehe ich aber als keine Alternative; dann schon lieber der Carro.

Ich bin auch bereit geringere (!) Umwege für eine gute Offroad-Alternative in Kauf zu nehmen, da meine "Schlechtwettervariante" schon sehr von der Originalroute über den Carro abweicht (ab Lago Agnel ca. 110km auf Teer Schotter nach Ponte Cavanese --> Lanzo --> Viu --> Col delle Colombardo --> Susa -->...)

Danke schon mal für alle Ideen/Tipps/Erfahrungen!!!
 
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Ich befürchte das es da keine Alternative gibt, wenn du von I nach F wechseln willst.

Das einzige was ich sehe ist der Col de Galise.
Aber selbst wenn dieser machbar ist, musst du dann über den Col de l'Iseran.

Deine Ost-Umgehung auf ital. Seite hört sich vernünftig an.

2008 habe ich mich für ein großräumige Westumgehung entschieden.
Wir sind über Col de la Seigne, dann Val Thorens über den Col de la Montee du Fond (2974 m) nach Modane.
siehe http://www.gpsies.com/map.do?fileId=hpjdtaqvrtyrmdal und die 2 Etappen davor.

Wenn man nicht durch den Vanoise Nationalpark will, sehe ich da keine Alternative.
Wobei mich momentan die Ostumgehung am meisten reizen würde.

ray
 
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Naja eigentlich würden wir eben gerne unsere Strecke bis zum Nivolet beibehalten. Deine Variante scheint mir aber auch reizvoll zu sein. Nur hierfür müssten wir schon ab Aosta/Courmayeur die Umfahrung des Carro beginnen, wodurch auch einige andere Pässe entfallen würden.
Aber trotzdem: Wie sieht es denn an den von dir genannten Übergängen mit der Fahrbarkeit aus?

Jetzt lese ich in anderen Threads dass es eine 200km-Teerumgehung des Carro vom Nivolet aus geben soll. Wo verläuft diese denn? Ich finde bis auf die von mir oben genannte keine Möglichkeit aus diesem Eck bei schlechtem Wetter raus zu kommen :confused:
 
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Die Variante die wir 2008 genommen haben ist fast komplett fahrbar.
Am Col de Seigne muss man etwas schieben und am Col de la Montee du Fond (da muss es aber eine weniger steile Variante geben, den oben am Col waren LKWs!).

hast du dir mal den GTA angeschaut?, irgenwo gab es den kompletten GTA als Track. Da könnte man schauen was mit den Bike machbar ist.

Wenn wir 2012 eine Wessi machen, dann werde ich in diese Richtung forschen.

ray
 
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Vielen Dank für deinen Tip mit dem Montee du Fond! Wir haben jetzt die Route nach Westen umverlegt und kommen über den Col de la Seigne und wollen dann wie du/ihr über den Montee du Fond nach Modane.

Hättest du evtl. genauere Roadbooks, die du mir zur Verfügung stellen könntest? Wo sind heikle Stellen bzgl. der Navigation? Wie sieht es mit der Beschilderung in diesem (Ski-)Gebiet aus???

Wäre wirklich super, wenn du mir da was geben könntest!!!
 
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http://www.openrunner.com/index.php?lang=en
kannst du z.B. online die IGN-Karten zum planen nutzen.

Am de la Seigne sehe ich keine Probleme, ich weis nicht mehr wie lange wir da hoch geschoben haben.

Ab Bourg Saint Maurice folgt man den Radweg.
Ab Les Essets wird es etwas haarig, die Abfahrt die wir runter wollten, haben wir nicht gefunden, stattdesen sind wir weiter hoch (schieben).
Das lohnt nicht wirklich, da dann nur eine Abfahrt per Piste folgt.
Laut Karte muss es aber bei Les Essets eine Abfahrt geben.
Wenn ihr sie findet, wäre es nett, wenn ihr den Track dazu postet.
Falls ihr das nicht wollt müsst ihr vorher auf die andere Flussseite wechseln.
Man kommt aufjeden Fall bei Centron raus.
Zwischen Centron und St. Marcel ist ein Tunnel (nicht mit den Bike!).
Stattdesen nimmt man die alte gesperrte Strasse.
Hierzu muss man aber über die Absperrung klettern.
Dann muss man teilweise auf der N90 fahren, da ist nicht schön.
Ich würde inzwischen einfach paar mehr Höhenmeter in Kauf nehmen.
Man könnte es aber über Logefoy, N-D du Pre, Montfort nach Moutierts über die Höhe umfahren. (das dürften grob 400 Hm mehr sein)


auf der Etappe http://www.gpsies.com/map.do?fileId=yyujwxykybgjjoha
würde ich dazu raten den Lift des Bikeparks in Meribel zu nehmen, der Aufstieg auf Schotter ist es nicht wert gefahren zu werden.
Wir hatten es kurz überlegt, waren aber zu stolz dazu und haben es aber dann bereut.
Durch den Lift könnt ihr euch evt. eine komplette Etappe einsparen, oder ihr nehmt 2-3 Abfahrten im Bikepark mit.

In Val Thorens, sind wir zum Tourismusbüro gegangen um eine Unterkunft zu finden. Witzigerweise war es die günstigste Unterkunft auf den ganzen Cross.

Die Auffahrt im Skigebiet ist hässlich und zeigt Dinge, die man im Winter beim Skifahren nicht sieht.
Abe kaum ist man über den Pass, wird es um jeden Meter den man tiefer kommt schöner.
Das ist ist ein extremer Kontrast, man riecht zum ersten mal den Süden. Der Geruch von Kräutern schmeichelt der Nase.
Wie gesagt, die Auffahrt die wir genommen haben war recht steil auf losen Schotter, dadurch mussten wir etwa 200 Hm schieben.
Auf der IGN-Karte ist ein Weg mit vielen Kehren nordöstlich von unserer Route zu sehen.
Da müssen wohl die LKWs für die Bauarbeiten hochgefahren sein, das sollte dahe rmit den Bike komplett fahrbar sein.
Das war aber 2008, keine Ahnung wie es jetzt da ausschaut.
Auch in Google ist dieser Weg gut zu sehen.
Achja, die Abfahrt ab der Chapelle N-D des Agnel (2040m) hat richtig Spass gemacht, sehr flowig.

Noch ein allgemeiner Tip zu Unterkünften in Frankreich:
Gite d'etapes sind recht preiswert (günstiger als Hütten oder Hotels) und bieten mehr Komfort als Hütten. Dies findet man auf den Hauptwanderwegen meist ausserhalb von Ortschaften auf halber Höhe im Anstieg zum nächsten Col.

ray

p.S.: Roadbooks habe ich keine, wir sind komplett nach GPS gefahren.
 
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Vielen vielen Dank für deine ausführliche Beschreibung! Du weißt gar nicht wie sehr du uns weitergeholfen hast!!!

Bei dem letzten Stück der Auffahrt zum Montée du Fond meinst du aber wohl eine Straße, die nordWESTLICH, nicht nordöstlich von eurer verläuft, oder? Diese ist zuminest in den IGC-Karten wie auch im Google zu sehen. NordÖSTLICH sehe ich keine Wege...

Habe uns jetzt ein sehr detailliertes Roadbook geschieben, da wir leider ohne GPS unterwegs sein werden. Deswegen werde ich mich auch nicht mit Tracks bedanken können :-/ Bei Interesse poste ich aber gerne das Roadbook!

Insgesamt werden wir aus dieser ganzen Passage eine lange Etappe von Bourg-St. Maurice bis knapp vor Modane machen und kommen auf etwa 90km und 2850hm.

Nochmal besten Dank für deine Hilfe!!!
 
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hast recht.
Nordwestlich, geht eine Piste hoch.


Statt in Modane zu bleiben würde ich ein Stückchen den Berg hoch fahren.
Die Gite d'etap wa richtig gut. (du siehst es ja bei GPSies welche ich meine)

Evt. könnt ihr etwa weiter fahren, statt in Bourg-St. Maurice zu nächtigen, um die Hammer-Etappe zu entschärfen.
Und über den Lift würde ich enrsthaft nachdenken, ode rwollt ihr die Talstrasse hochfahren?

ray
 
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Hm das mit dem in Bourg-St-Maurice weiter zu fahren hab ich natürlich auch schon überlegt. Problem: Die Etappe dorthin ist mit 90km und 2900hm nicht wirklich lockerer. Wenn es noch geht, werden wir da natürlich machen...
Dadurch ist auch eine Weiterfahrt nach Modane noch am selben Tag sehr fraglich. Gut wäre es, weil auch die Etappe ab Modane vom Kaliber 3000hm+ ist. Aber wenn wir das überstanden haben, wirds bis zum Mittelmeer leichter :)

Den Lift habe ich mir angesehen, aber er kommt für uns nicht wirklich in Frage, weil wir über die Alpen FAHREN möchten und darunter fällt nicht das Liftfahren ;-) Da schieben wir dann lieber die paar Höhenmeter wenns nicht anders geht. Kann man denn den Schotter nicht hochfahren oder wieso habt ihr es bereut???

Aber vllt reden wir auch von unterschiedlichen Liften??? Ich sehe da nämlich keine Talstraße die alternativ dazu hochgeht. Eigentlich hätte ich mich (fast) exakt an deine Tracks gehalten :)
 
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Zu über 90% gefahren, aber es ist halt ein Skigebiet und wenn man die ganzen Biker sieht die da locker mit den Lift hochfahren ...
Die Talstrasse geht direkt von Moutierts nach Val Thorens.

Ihr habt euch da ein Möderprogramm zu recht gelegt, ich hoffe ihr habt gutes Wetter und dicke Waden.

Auf eueren Bericht bin ich schon sehr gespannt.
Wann geht es denn los?

ray
 

pedale3

Quereinsteiger
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Menden (Sauerland)
Unter "sinnvoll" verstehe ich einen Übergang, der ruhig auch Trage/Schiebepassagen aufweißt, aber eben nicht ganz so krass ist wie der Carro (man ließt hier ja von einigen Abbrüchen/Umkehrten). Mein Bike stundenlang durch Nationalparks mit Bikeverbot zu tragen (z.B. Col de la Leisse) sehe ich aber als keine Alternative; dann schon lieber der Carro.

Wo ist denn da die Logik? Ich Trage mein Bike lieber 6-8 Stunden übelst über den Carro und nehme es ggf hin umdrehen zu müssen als gemütlich 3-4 Stunden duch den Vannoise Park zu schieben? Wie sehr man sich doch aus Prinzip an dieser Nationalpark Vorschrift aufreiben kann!

Es gibt neben dem Vorschlag von Rayc noch eine landschaftlich und auch biketechnisch gute Durchquerung des Vanoise: GR5/GR55 über den Col de Chaviere (2796m). Bis 2400m kann man auf Piste fahren, etwa bis Ref. Peclet Polset.
Danach auf Trail eh hochschieben bis zum Pass (400Hm). Landschaftlich traumhaft. Bitter ist dann nur, dass der super fahrbare Trail vom Col de Chaviere nicht erlaubt ist zu fahren. Jedenfalls bis zum Erreichen der Nationalparkgrenze muss eine Stunde geschoben werden. Es bleibt dann aber noch einiges an Trail auf dem GR5 übrig. Und, man landet direkt in Modane!

Noch vor dem Col de Chaviere liegen zudem zwei kleinere Hightlights, und zwar der Gipfel des Petit Mt.Blanc (2680m, schöne Sicht in den Vanoise Park) und der Col de Mone (2560m). Dazu muss man über Teer bis Courchevel1650 hochfahren.

/Pedale.
 
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