Westalpencross 2019 Genf - Riviera

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Sehr schöne Tour. Da bekommt man doch gleich neue Ideen. ? Sehr informativ beschrieben. Vielen Dank dafür.

Aber wieso ist die Tour in der Wandererbravo, ihr seid doch fast alles gefahren.?
 
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Der DAV hat einige MTB-Gruppen, mit sehr guten Fahrern.

Ach, ich wollte nur ein bisschen stänkern :D (und bin auch DAV-Mitglied etc) - aber die krassen Trailtouren findet man in der Zeitschrift ja eher selten.

Alles schon ein wenig her und Offtopic (evt. mach ich mal nen Thread auf "Best auf DAV")
War mal auf der Tour "Freeride in Davos" mit dem DAV: Wahr lustig: Da waren denn zwei "echte" Freerider, die mit Ihren Bikes noch nie 50hm bergauf gefahren sind. Weil: die Kette ging gar nicht auf das grosse Kettenblatt und waren dann wg. mangelnder Air-Time etwas enttäuscht.
Andere Veranstaltung: Herbstliche Gardasee-Highlights: ein Teilnehmer mit Licht und Körbchen am Rad, der nächste mit dem Retrostahlhardtail
Stonemantrail (ich war jung und unerfahren): war OK, aber 50m Trail in drei Tagen war doch ein wenig wenig.
Irgendwas Fahrtechnik in Saalbach: Teilnehmer mit dem Big Monster Downhiller Modell 2010: War super interessant dem beim Versuch der Hinterradversetzens zuzuschauen (sagen wir so: er hat die Federung schon 20 cm entlastet) oder bei der Kurventechnik
 

isartrails

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... ihr seid doch fast alles gefahren.?
Jaja, die Betonung liegt auf fast. Kann mich nicht erinnern, jemals sowiel geschoben zu haben.
Aber wir wollten es ja so...
Der DAV hat einige MTB-Gruppen, mit sehr guten Fahrern.
Das meint sicher nicht mich. Aber von Touren scouten versteh' ich was.
Ach, ich wollte nur ein bisschen stänkern :D (und bin auch DAV-Mitglied etc) - aber die krassen Trailtouren findet man in der Zeitschrift ja eher selten.
Wo findet man denn die beschrieben? Für Zielgruppe und Anspruch des DAV ist unser Alpencross sicher heftig. Etwas krass fand ich stellenweise auch einen Mallorca-Cross vor wenigen Jahren, aber der war zum Glück nur 5 Tage lang.
Ist ja irgendwie relativ und für jeden was anderes: Länge, Höhenmeter, Dauer, Gelände, Schwierigkeitsgrad, und/oder die Kombi aus mehreren.

Auf den einen oder anderen gut gemeinten Tipp aus diesem Forum hätte ich im Nachhinein gerne verzichtet. Aber das gehört halt dazu. Was die eine flüssig und flowig fahrbar nennt, ist für den anderen halt mühsames Stolperbiken. Ich glaub, man kann daraus lernen, wie mancher Tipp zu nehmen ist. Was beispielsweise auf einer Tagestour machbar ist, muss es auf einem Alpencross nicht zwingend sein.
Am Schluß auf der Strecke der "Transvésubienne" hab ich mich permanent gefragt, wie man in diesem Terrain ein Rennen veranstalten kann. Wenn wir mal nicht schoben, waren wir bemüht, nicht vom handtuchschmalen Trail in die Tiefe zu stürzen...

... Stonemantrail (ich war jung und unerfahren): war OK, aber 50m Trail in drei Tagen war doch ein wenig wenig.
Siehst du, das meine ich mit unterschiedlichen Wahrnehmungen: wenn du den Stoneman in den Dolomiten meinst, dann erinnere ich mich an den als eine gelungene Tour mit sehr viel Trailanteil. Wie jemand anderes da nur 50 m sehen kann, ist mir ein Rätsel. Das sagt uns: Trail ist nicht gleich Trail.
 
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Auf den einen oder anderen gut gemeinten Tipp aus diesem Forum hätte ich im Nachhinein gerne verzichtet. Aber das gehört halt dazu
Meinst du den Pic Malrif?

Ansonsten habe ich in deinem Track noch das ein oder andere interessante Detail entdeckt, z.B. habt ihr den Forstweg zum Lombarde schön abgekürzt, die Serpentinen am Ende fand ich nervig. Oder den Forstweg neben der Strasse nach Le Fonts.
Auch die Variante den Vanoise zu durchqueren merke ich mir.

Irgendwo gibt es immer Kompromisse oder man verkünstelt sich, z.b. wie du es beschrieben hast in Post 290, der höhere Weg Sentioro Lanzetti.
1.Wenn man an dem Tag nach über den Sampeyre will, kann man zwischendurch auch mal Strecke machen und verzichtet auf den ein oder anderen Hirtenweg
2. Bevor ich im Tal den letzten Hirtenweg noch einbaue, schaue ich doch lieber, ob nicht oben noch ein Gipfel geht (ok, Über 2 kann man streiten, und bei 1 hat es auch was mit Motivation und Kondition zu tun)
 

Ventoux.

Urbiker
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Lange Abfahrt auf GR 58 nach Abriès (1550 m) ins Queyras, technisch sehr schwer, stellenweise ausgesetzt und verblockt, viele Schiebepassagen.
Versteh ich nicht, da muss ja ein Erdbeben über diesen Trail gegangen sein. Ich als nicht unbedingt Supertechniker habe diese Abfahrt als eine der geilsten unserer Transalp empfunden.
 
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Stonemantrail (ich war jung und unerfahren): war OK, aber 50m Trail in drei Tagen war doch ein wenig wenig.
Meinen wir den gleichen Stonemantrail?


Selten so ne schöne Tour gefahren :confused:
 

soundfreak

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Selten so ne schöne Tour gefahren :confused:
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traumtrail kann man natürlich ganz unterschiedlich definieren, natürlich hat der dolomiti stoneman keine 1000 tm trail an einem stück.

Abschnitt nach der sillianer hütte (demut passage bis zu den ersten häusern oberhalb padola) ist auch in meiner hitlist ganz weit oben angesiedelt. Immer wieder ein wunderbarer abschnitt... freu mich schon jetzt auf die nächste befahrung.
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@isartrails
Danke für den nachbericht deiner langen westalpen-runde !
 
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@isartrails
da hast du dich aber mächtig ins Zeug gelegt bei Planung und Tour! 14 tage lang meist über 2.000 hm/Tag. das ist eine Leistung! Muss hier mal gesagt werden.
Klingt alles Super!
Werde mir verschiedene Tage mit entspr. Karten genauer ansehen, wenn ich wieder mehr Zeit habe.
Schön finde ich die Mischung aus unbekannten Teilen und Pässen, die wir auch schon befahren sind.
Wir werden dieses Jahr "kleinere Brötchen" backen......Aber wir werden nach der TW Sachsen X auch noch 2 Wochen unterwegs sein....
 

isartrails

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Meinst du den Pic Malrif?
Nein. Dass man da irgendwie drüber muss, wenn man nicht Straße fahren will, war mir klar. Insofern hatte ich kein mentales Problem mit dem langen Aufstieg. Ich war sogar sehr viel im Sattel bergauf, wo's das Gelände zugelassen hat, wenngleich trotzdem langsamer als Patrick, der von ganz unten getragen hat. Ob man den Gipfel unbedingt mitnehmen muss, wo man doch schon am Pass abfahren könnte? Auch schon wurscht die paar zusätzlichen Höhenmeter. Den "Mehrwert" hab ich aber nicht gefühlt.
Landschaftlich ein Traum, Aussicht an dem Tag sensationell. Beim Blick auf Grand Glaiza hab ich an dich gedacht und mich selber bestätigt: Ne, da muss ich nicht auch noch rauf. Die Abfahrt: erst ein wenig zitterig, dann flüssiger, dann diese etwas nervigen erodierten Isohypsen-Hubbel, wo du jedesmal das Gefühl hast, jetzt bleibt gleich das Vorderrad stecken und du überschlägst dich. Ziemlich bröckeliges Gestein bis zum See, ein paar ausgesetzte Schieferabbrüche, wo das Adrenalin in die Poren schießt und der Hintern im Retro-Style mit dem Reifen schmust. Besser absteigen. Durchschnaufen am See und irgendwie das Gefühl: Überstanden, jetzt wird's sicher gleich besser.
Von wegen: was nach dem See kam, war aber sowas von Hallo! Kann mir keiner erzählen, dass er das fährt. Da ging's stellenweise sehr luftig zu, dass man schon beim Gehen schauen musste, wohin man trat. Ich will nicht überdramatisieren, wir haben's überlebt. Aber fahren sollte man da meiner Meinung auch bei sicherer S4-Beherrschung nicht, der Teufel ist ein Eichhörnchen (oder ein Murmeltier). Klar, es kommen weiter unten die besseren Passagen, die flüssigeren Trails. Aber es kommen auch immer wieder Felsrippen, Stufen, Abbrüche. Insgesamt hatte ich mir nach den zuvor erfolgten Berichten was deutlich einfacheres vorgestellt. Das war es (für uns) jedenfalls nicht. Trotzdem war es ein schöner Übergang, aber halt weniger zu fahren, als gedacht. Kein Beinbruch. Wir sind an dem Tag noch bis zum Réfuge du Mont Viso hoch. Bekommt keinen Tipp von uns, besser woanders nächtigen.

Aber um auf deine Eingangsfrage zu antworten: Nein, scyllas Gardetta-Tip Monto Omo-Traverse und Colle Serour. Darauf hätten wir verzichten sollen. Vom Serour runter sind wir gefühlt 10 Prozent gefahren, dazwischen haben wir im Geröll den Weg gesucht. Die Omo-Traverse fand ich noch ganz nett, Patrick weniger, weil nicht so schwindelfrei. Ein handtuchbreiter Trail, wo man besser nicht mit den Flats in der Erika hängen bleibt...


Ansonsten habe ich in deinem Track noch das ein oder andere interessante Detail entdeckt, z.B. habt ihr den Forstweg zum Lombarde schön abgekürzt, die Serpentinen am Ende fand ich nervig.
Der Tipp war von Bobo, von Cicloalpinismo. Wir haben uns aufgeteilt: Patrick fuhr die Hangtraverse, ich die nervigen Kehren. Nach seiner Einschätzung war das ein schöner alter, verfallener Karrenweg, den man fast durchgängig fahren konnte. Er war jedenfalls vor mir oben.

Oder den Forstweg neben der Strasse nach Le Fonts.
Der ist eigentlich kein Geheimnis, auf jeder Karte klar erkennbar. Ich versteh ja auch nicht, warum Alpencrosser immer Straße aufwärts fahren, wenn es auf der anderen Bachseite einen Schotterweg gibt? Noch besser fand ich den Wander- und Pferdetrail Chemin de Aigalans am Anfang des Tales, der machte richtig Laune. Aber wie du schon anmerktest, ein "Hirtenwegerl" halt, das Zeit und möglicherweise Körner kostet.
Auch die Variante den Vanoise zu durchqueren merke ich mir.
Das nächstemal würde ich eine andere nehmen, über das Refuge de la Vanoise. Da hätte man geringfügig weniger lang zu schieben, aber deutlich weniger Auf- und Abstieg zu Fuß. Und der Col de Chavieres ist schon extrem bröckelig im Aufstieg.

Irgendwo gibt es immer Kompromisse oder man verkünstelt sich, z.b. wie du es beschrieben hast in Post 290, der höhere Weg Sentioro Lanzetti.
1.Wenn man an dem Tag nach über den Sampeyre will, kann man zwischendurch auch mal Strecke machen und verzichtet auf den ein oder anderen Hirtenweg
2. Bevor ich im Tal den letzten Hirtenweg noch einbaue, schaue ich doch lieber, ob nicht oben noch ein Gipfel geht (ok, Über 2 kann man streiten, und bei 1 hat es auch was mit Motivation und Kondition zu tun)
Sentiero Lanzetti war halt auch ein Tipp von Bobo. Mein Eindruck: Auf einem Alpencross muss man den nicht einbauen, ansonsten ein schöner, aussichtsreicher Ausflug.
Ich als nicht unbedingt Supertechniker habe diese Abfahrt als eine der geilsten unserer Transalp empfunden.
Tja, was soll ich sagen? Dass ich ein noch weniger versierter Fahrtechniker bin...?
Ich bin eigentlich ganz zufrieden mit meinem Fahrkönnen, aber klar, Danny MacAskill kann ich das Wasser nicht reichen.
So können die Meinungen halt auseinander gehen...
Siehe oben. Die ausgesetzten Stellen nach dem See sind für meinen Geschmack nur was für Lebensmüde.

Ich hab hier mal ein paar Bilder (unseres Tag 9).
Wer schonmal dort war, wird zumindest auf den Fotos wiedererkennen, wo was ist.
Und wenn jetzt einer kommt und an den Stellen, wo wir schieben, meint, aber das kann man doch fahren, dann ich: na dann, viel Spaß und noch mehr Glück!
Ich empfand da einige Stellen als weniger eine Frage des Fahrkönnens, als vielmehr der Vernunft.
Auch die Uina-Schlucht ist nicht wirklich fahrtechnisch schwer. Aber wenn du stürzt, bist du hin. So wie der arme Holländer, der einfach nur ein paar Meter rollen wollte...
 

Fubbes

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Ich kann die Eindrücken zur Abfahrt nach Abries auch nur schwer nachvollziehen. In meinem Tourbericht schrieb ich sogar Holytrail. An ausgesetzte Stellen erinnere ich mich leider gar nicht mehr. 95% des Weges bin ich als mittelmäßiger Fahrer gefahren. Lang und anstrengend war es, das stimmt.
Komisch.
 
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Ich bin zwei Mal den Pic Malrif runter.
2015 fand ich ihn gigantisch !!!
Bem zweiten Mal 2017 fand ich die Rinnen schon ganz schön tief, was den Fahrspass deutlich reduziert !
Allerdings hatte ich da schon die Querung vom C. Thures über den Rasis hinter mir und war deswegen ziemlich durch . ( würde ich nie wieder mit Bike machen !!)
Bleibt aber trotzdem eine der besten Abfahrten übehaupt !!
 
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Doch, nach dem See kommt eine relativ schmale, relativ ausgesetzte Querung (aber flach, weil Querung), weiter unten wo das Foto geschossen wurde ist es recht breit aber auch ohne Geländer und ein paar Felsstufen.

Ich weiss, jetzt wird es gefährlich - wenn das den Thread zumüllt lösche ich wieder: Absturzbefahr wird ja nicht eingepreist - aber der Trail geht eignetlich bis auf kurze "Sonderprüfungen" (kurze Felsstufen) eher als S1+, durch (wobei evt. nach der Querung noch ein oder zwei enge Switchbacks kommen)

Beim Klettern würde man sagen: alpine Sicherung, Route bei der man eine gute Vorstiegsmoral besitzen sollte.
 
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Hey Isartrails,
hole soeben das Panorama aus dem Briefkasten :daumen: Danke für den tollen Bericht und die umfassendste Bebilderung zum Malrif die ich bisher gesehen habe. Es trägt viel dazu bei, dass man es besser einordnen kann.
Wäre toll, wenn Du noch ein paar Bilder zum Transvésubienne-Trail am Brec d'Utelle hättest. Hier habe ich vor vielen Jahren bei einer Grenobe-Nizza-Tour die Segel gestrichen. Als Solofahrer und nach vorausgegangenen Strapazen verlässt mich bei sowas öfter mal der Schneid. Ich bin durchs Tal außenrum und hatte dann oben an der Kapelle übernachtet. Beim abendlichen Blick zurück fand ich die Entscheidung richtig. Aber bis heute trauere ich dem etwas nach, vielleicht unbegründet :D.
 

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hallo Thomaximilian,

wie Isartrails schon beschrieben hatte, nicht unbedingt ein Weg zum Biken!

Ich bin 2017 da entlang. Leider hatte die Unterkunft an der Kapelle schon dicht.
( aus hygienischen Gründen !?)
Ich bin weiter auf dem Trail geblieben, habe aber dann am Nachmittag entnervt aufgegeben und bin über die
Strasse weiter.
Ich schaue mal, ob ich noch Bilder finde, aber je nerviger der Weg, desto seltener die Bilder. ;)
Also im Nachhinein hätte ich das so gemacht wie Du !!
Die Kapelle finde ich aber die Höhenmeter wert !!
 
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je nerviger der Weg, desto seltener die Bilder. ;)

kenne ich :spinner: ;)

Merci für die Beschreibung. Ja das hatte ich schon so verstanden, wollte es nicht mit Malrif in einen Topf werfen. Dient eher zur Bestätigung dass ich es auch in Zukunft ausschließe.

Fand den Thread von Anfang an interessant, weil die zwei größten Problemregionen eines jeden WAX aktuell beleuchtet werden, Vanoise und Mercantour. Was Vanoise betrifft, war hier einiges für mich Neues dabei. Die offiziellen Anfragen waren sicher Pionierarbeit. Im Moment würd ich, wenn ich WAX noch mal angehen würde, eher zu einer der Vanoise-Wanderungen tendieren als zu Carro (kommt natürlich auch auf den Weiterweg an, ich kenne nur Iseran und ganz weit westlich außenrum). Bin gespannt, was McNulty demnächst noch zum Carro berichtet.
Bei Mercantour habe ich außer östlich über LGKS noch keine wirklich geniale Route gefunden. Dieser Thread hat das für mich auch noch mal bestätigt.

Ach ja Madone d'Utelle. War schon super dort oben, in die andere Richtung der Meerblick mit Lichtern von Nizza. Wenn man das als Ziel hat ist es eine geniale (vor)letzte Übernachtung :bier: 2010 war eine ältere Dame am Werk, kann schon sein, dass das sieben Jahre später Unwägbarkeiten mit sich gebracht hat...

Grüße
 
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Also, Rifugio Carro sagt, der Klettersteig ist neu gemacht. Ich werde berichten. Im Moment haben wir eher ein Problem nach dem Carro eine Unterkunft zu finden. Samstagabend und Corona...

@isartrails : in welchem Thread hing nochmal das Schieben erlaubt Schreiben?
 
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Im Osten bleibt realistisch nur der Iseran auf Straße. Man kann aus der Not eine Tugend machen und einen halben Bikeparktag in Val d Isere einschieben. Dann mit der letzten Gondel nochmal rauf und zur Passstraße rüberqueren.
Oh, das lese ich gerade. Ich war der festen Überzeugung, dass die Gondel keine Fahrräder mitnimmt. Webseite sagt auch so was. Weiss wer was?
 
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Bin gespannt, was McNulty demnächst noch zum Carro berichtet.
 

isartrails

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Da offensichtlich doch schon einige inspiriert durch meinen Artikel im DAV Panorama sich an Planungen für einen Westalpencross auf unseren Spuren ergehen (ich bekomme entsprechend Mails über die Redaktion), möchte ich nicht versäumen, nochmals auf die Möglichkeit von Streckenunterbrechungen hinzuweisen.

Das verheerende Unwetter des vergangenen Oktobers (die Franzosen nannten es "Alex", die Italiener "Vaia".) hatte ja in den Seealpen zum Katastrophenfall mit vielen unterbrochenen, gesperrten und unzugänglichen Wegen geführt, von denen auch heute noch längst nicht alle wieder zugänglich sind.

Der französische Nationalpark Mercantour hat nun auf Basis der amtlichen IGN-Karten eine Online-Karte veröffentlicht, auf der die Zugänglichkeit der Wege eingesehen werden kann, nicht ohne zu betonen, dass die Karte möglicherweise nicht vollständig oder fehlerhaft sein könnte.

État des sentiers en zone coeur du Parc national du Mercantour

Für erste Anhaltspunkte sollte sie allerdings taugen.
Darüberhinaus sollte man sich über weitere Quellen informieren.

Es gilt zu beachten, dass viele Wege behördlicherseits gesperrt wurden, d.h., es handelt sich um amtliche Bekanntmachungen, meist unterschrieben vom Präfekten des Departements, denen unbedingt Folge zu leisten ist. Bei Übertretungen dieser Verordnungen reagieren französische Ordnungshüter meist unentspannt und man muss sich auf größeren Ärger einstellen.
Hier eine Liste behördlich gesperrter Wege im Department Seealpen.

Hier eine Karte über den aktuellen Straßenzustand. Im Tal der Vésubie sind bei dem Unwetter mehrere Brücken eingerissen worden. An den entsprechenden Stellen sind aktuell Furtpassagen möglich, allerdings nur an Tagen ohne Regen!

Für meine Streckenlegung bedeutet dies:
  • die Piste vom Col Mercier (Beginn Nationalpark) rüber zum Col de Salèse ist offenbar zugänglich, aber ohne genauere Kenntnis des Zustands.
  • die Straße RM98 (Col de Salèse-Le Boréon) ist laut Karte der Metropolregion Nizza-Côte-d'Azur) weiterhin von einer Sperrung betroffen. Wie diese Sperrung sich allerdings auf "von oben kommende" (also vom Pass abfahrende Radfahrer auswirken soll, kann ich mir nicht so recht vorstellen. Vermutlich bezweckt die Sperrung, dass Autofahrer nicht in Gegenrichtung von Le Boréon hinauf zum Col de Salèse fahren sollen. Parallel zur Straße verläuft der GR52. Der liegt im Nationalpark und ist für Biker tabu. Aber man sollte das wissen, falls die Straße talwärts tatsächlich nicht befahren werden kann.
  • die Verlängerung der RM98 (Le Boréon-St. Martin-de-Vésubie) ist ebenfalls noch betroffen. Hier sind einige Brücken weggerissen worden. Dennoch sind Passagen auch für den motorisierten Verkehr möglich (Furten).


Bis zum Sommer kann zwar noch einiges passieren, dennoch sollte man die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass man ab dem Vésubie-Tal möglicherweise auf normalen Straßen bis ans Mittelmeer abfahren muss. Diese Einschätzung meinerseits würde ich auch für großräumige Umfahrungen aufrecht erhalten. Auch über die Ligurische Grenzkammstraße und über ligurische Seitentäler dürften noch nicht alle Beschädigungen beseitigt sein.
 

isartrails

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Besser spät, als nie. Bin gebeten worden, ein paar zusätzliche Infos zu Papier zu bringen.



LandschaftenDaten
Savoyer Voralpen, Plateau des Bornes, Haute Savoie, Plateau des Glières, Chaine des Aravis, Savoie, Mont Bisanne, Beaufortain1. Etappe: Genf – Mont Salève – Montagne de Sous-Dîne – Plateau des Glières. 75 km, 2100 Hm.
2. Etappe: Plateau des Glières – le Grand-Bornand – Col des Aravis – Aravis-Kette. 78 km, 2400 Hm.
3. Etappe: Aravis-Kette – Mont Bisanne – Beaufort. 40 km, 1200 Hm.
Beaufortain, Tarentaise, Isère-Tal, Vanoise und Nationalpark4. Etappe: Beaufort – Lac de Roselend – Col du Coin – le Granier – Aime-la Plagne – Monvilliers. 44,6 km, 2130 Hm.
5. Etappe: Monvilliers – Skigebiet La Plagne – Pas de Brébis – Mont Jovet – Bozel – Saint-Bon-Tarentaise – Courchevel. 41 km, 2037 Hm.
6. Etappe: Petit Mont Blanc – Vanoise Nationalpark. 35,8 km, 1941 Hm.
Maurienne, Arc-Tal, Cerces-Gruppe (Mont Thabor), Vallée Étroite, Hautes Alpes, Briançonnais, Queyras7. Etappe: Modane – Col de la Vallée Étroite – Col des Thures – Vallée de la Clarée – Plampinet. 43,4 km, 1932 Hm.
8. Etappe: Plampinet – Col de Dormillouse – Col de la Lauze – Col de Montgenèvre – Col du Gondran – La Chau – Cervières. 42,5 km, 1636 Hm.
9. Etappe: Cervières – Les Fonts des Cervières – Pic Malrif – Abriès – Ristolas – Belvédère du Viso – Refuge du Viso. 45,5 km, 2216 Hm.
Piemont:
Valle Varaita, Valle Maira, Gardetta-Hochebene, Valle Stura, Alpi Marittime
10. Etappe: Refuge du Viso – Passo Vallanta – Colle Losetta – Vallone di Soustra – Granges del Rio – Sentiero Lanzetti – Pontechianale – Casteldelfino – Sampeyre – Colle di Sampeyre – San Martino – Vernetti. 71,5 km, 2353 Hm.
11. Etappe: Vernetti – Col del Preit – Rifugio Gardetta – Colle Malgherina – Col Bandia – Colle Valcavera – Monte Omo – Colle Serour – Gias Salé – Vallone della Madonna-Schlucht – Sambuco – Pietraporzio. 45,7 km, 1650 Hm.
Französische Seealpen, Alpes Maritimes, Mercantour Nationalpark, Vésubie, alte Grafschaft Nizza12. Etappe: Pietraporzio – Sambuco – Pratolungo – Colle Lombarda – Isola 2000 – Col Mercière – Nationalpark Mercantour – Col de Salèse – Le Boréon – Saint-Martin-Vésubie. 73,3 km, 2072 Hm.
13. Etappe: Saint-Martin-Vésubie – La Colmiane – GR 5 – Col de la Madeleine – Baisse de Venanson – Col d’Andrion – Le Brec d’Utelle – Utelle. 38 km, 1521 Hm.
14. Etappe: Utelle – GR 5 – Vésubie-Schlucht – Levens – Tourette – Saint-André-de-la-Roche – Nizza. 46,3 km, 860 Hm
 
Zuletzt bearbeitet:

isartrails

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Tag 1-3, Voralpen:

1. Etappe: Genf – Mont Salève – Montagne de Sous-Dîne – Plateau des Glières, 75 km, 2100 Hm


Vom Seeufer bei Genf entlang der Arve bis Grenzübertritt bei le Pas-de-l’Echelle, dann mit Seilbahn hinauf auf den Mont-Salève. Ab Bergstation Querung des Bergrückens südwärts auf Straße D41a und Wanderweg GRP Balcon du Léman (vereinzelt kurz Schieben/Tragen im Aufstieg über Weideland Richtung Col des Pitons, 1336 m). Leichte Trailabfahrt im Wald nach Le Sappey.

Plateau des Bornes (Hochsavoyen): Auf Neben- und Waldsträßchen Richtung Montagne de Sous-Dîne, gelegentlich Wiesenwege, kurze Trails, steile Rampen. Insgesamt sehr hügelig, ohne bergig zu sein. Kleine Ortschaften, kaum Verpflegungsinfrastruktur.

Montagne de Sous-Dîne, Plateau des Glières: GR 96, GRP Massif de Tournette-Aravis. Steile Auffahrt ab Mappenaz-les Cheneviers Richtung Col de l’Enclave. (Schieben am Col de l’Enclave, 1495 m, Col de Landron, 1583 m und Col de l’Ebat, 1705 m, 10 min. jeweils, 30 min. Tragen am Col de Spée, 1688m. Abfahrt auf Holpertrail anspruchsvoll. Einige Übernachtungsmöglichkeiten auf dem Plateau des Glières. Wir waren bei Chez Constance und konnten uns an den frittierten Kartoffelpuffern kaum sattessen.

Insgesamt sehr anstrengende, lange Etappe mit einigen Schiebepassagen. Von Genf aufs Plateau de Glières war gleichmal etwas zu lang. Ohne Seilbahn auf den Mont Salève hätten wir das nicht geschafft, da uns gerade die kleinen Hügelchen dazwischen ziemlich den Zahn gezogen hatten. Wir kamen um 20 Uhr auf dem Plateau an.



2. Etappe: Plateau des Glières – le Grand-Bornand – Col des Aravis – Aravis-Kette, 78 km, 2400 Hm

Plateau des Glières: Start vorbei am Resistance-Denkmal und in der Folge einige kurze Schiebestellen oberhalb Notre-Dame des Neiges und einmal Tragen im Schlussanstieg zum Pas du Loup, 1790 m, (10 min.). Abfahrt von der Alpsiedlung Chalets des Auges auf Karrenweg nach Entremont. Den PR unten im Tal vor Entremont haben wir in den Brennesseln nicht gefunden. Auf Strasse D 12 nach Le Grand Bornand, auf Nebenstraße am Mont Lachat sehr steil bergauf Richtung Col des Annes (1721 m). (Es gibt auch eine einfachere Auffahrt auf der Route de la Vallée du Bouchet, die zunächst im Tal bleibt und erst später ansteigt. Noch leichter macht’s die Seilbahn zum Mont Lachat. Dann muss man nur noch oben queren.).

Chaine des Aravis: GRP Massif de Tournette-Aravis (vereinzelt kurz Schieben/Tragen an der Aravis-Westflanke zwischen Col des Annes, 1715 m, und Col des Aravis, 1487 m), sehr viele Trails, häufiges Auf und Ab, einige Rampen. Kurze Strassenauffahrt auf D 909 zum Col, dann Schotterstraßen-Querung auf der Aravis-Ostflanke in ständigem Auf und Ab zum Col de l’Arpettaz (1585 m). Unterkunft in Berghütte. Wir waren die einzigen Gäste.

Die Querung an der Aravis-Kette ist ein Highlight, macht die Etappe aber sehr lang und zeitintensiv. Auch Tag 2 mit der Traverse entlang der Aravis-Kette war eine sehr zeitraubende, aber schöne Erfahrung. Zum Preis, dass wir um 21 Uhr auf der Hütte ankamen! Uns war also schon nach dem zweiten Tag klar, dass es so nicht die nächsten 2 Wochen weitergehen durfte, sonst wären wir nach drei, vier Tagen grandios gescheitert...



3. Etappe: Aravis-Kette – Mont Bisanne – Beaufort, 40 km, 1200 Hm

Beaufortain (Savoyen): Von der Aravis-Flanke über Waldwege und Trails nach Héry-sur-Ugine und auf D 109 in die Arly-Schlucht. Wiederauffahrt auf Nebenstraße D 71a nach Crest-Voland (Supermarkt) und auf der Route de la Palette (Schotter) hinauf auf den Signal de Bisanne (1941 m, Restaurant). Im örtlichen Centre VTT Abfahrt auf Flowtrail „L’AdretNaline“ (beschilderter Singletrail rot) nach Les Saisies und weiter bis Beaufort (wird zunehmend zum anspruchsvollen Naturtrail). Übernachtung in einfachem Hotel. Da das Tagesprogramm so kurz war, hab ich mir für 2 Euro eine Führung und die Besichtigung der Käse-Cooperative gegönnt (logischerweise mit Verkostung des berühmten Alpkäses).

Eine kurze Etappe, die wir zwecks Erholung aber auch brauchten. Schöne Trails im Bikepark entschädigen für die Strapazen der beiden ersten Tage. Diese Erholungsetappe war aber dringend notwendig, denn der nächste Tag sollte wieder ausgewachsene Aufgaben bringen.
 

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Tag 4-6, Beaufortain, Tarentaise, Vanoise-Nationalpark:

4. Etappe: Beaufort – Lac de Roselend – Col du Coin – le Granier – Aime-la Plagne – Monvilliers, 44,6 km, 2130 Hm


Auffahrt auf D 218a Richtung Arêches und Col de Pré. Bei Le Praz abgezweigt und über Le Bersend zunächst auf wenig befahrener Nebenstraße, später Forststraße zum Col de Pré (1736 m, Teil des Wegenetzes des Bikecenters Beaufort-Arêches). Kurz Straße Richtung Stausee Barrage de Roselend, dann Alpstraße Richtung Treicol, später steil bergauf auf GRP Tour du Beaufortain zum Chalet du Coin (Käseherstellung). Vorbei am auffälligen Felszahn Pierra Menta zum Col de Coin (2398 m, ca. 30 min. Schieben/Tragen, schwierig im Geröll, Trittsicherheit/Schwindelfreiheit erforderlich). Kurz Schieben bergab, dann Singletrail Richtung Réfuge de la Coire (2060 m). Lange Abfahrt ins Isère-Tal über Granier bis Aime auf Variante der GRP Tour du Beaufortain. (Andere Variante ab Réfuge de la Coire denkbar über den Quermoz-Kamm in südwestliche Richtung mit Schieben und Tragen – man kommt dann aber viel weiter westlich ins Tal und würde den Mont Jovet anschließend im Tal umfahren.). In der Tarentaise sehr steile Wiederauffahrt auf D 88 bis Montvilliers. Sehr empfehlenswerte Unterkunft in privater Gîte im alten Dorfschulhaus mit gemeinsamem Abendessen aller Gäste.

Tag 4 mit dem Col du Coin gingen wir wieder ausgeruht an. Kein Problem, trotz einer etwas haarigen Tragepassage über den Pass. Die Auffahrt aus dem Tal bei Aime zur sehr empfehlenswerten Gîte bei Montvilliers empfand ich als steil, war aber weitgehend Straße.



5. Etappe: Montvilliers – Skigebiet La Plagne – Pas de Brébis – Mont Jovet – Bozel – Saint-Bon-Tarentaise – Courchevel, 41 km, 2037 Hm

Steile Auffahrt auf D 88e über Longefoy und Montalbert ins Skigebiet von La Plagne und weiter auf Schotter bis zum Lac des Grenouilles. Fahrbar bis kurz hinter Chalets des Étroits, dann 140 Hm und 15 min. Schieben/Tragen hinauf zur Crête des Étroits (Pas des Brébis, 2439 m). Schöne Abfahrt und Singletrail-Querung zum Réfuge du Mont Jovet (2350 m, Einkehrmöglichkeit). Sehr lange, stellenweise technische Abfahrt auf Wanderwegen und Pfaden über Alpsiedlung La Cour nach Bozel (Einkaufsmöglichkeiten) ins Tal des Doron de Bozel. Sehr steile Auffahrt auf der Nordflanke des Vanoise-Massivs auf D 91a nach Courchevel. Übernachtung in gesichtslosem Hotelkomplex in Courchevel-Moriond (1600 m).

Steiler Übergang über den Mont Jovet, aber die Schiebepassage unter dem Pass war nicht sehr lang und ab der Hütte belohnte uns ein nicht enden wollender Singeltrail hinunter ins Tal, der nach unten hin immer schwerer wurde. Die Auffahrt von Bozel auf der Straße nach Courchevel ist kein Highlight, aber da muss man durch.



6. Etappe: Petit Mont Blanc – Vanoise Nationalpark, 35,8 km, 1941 Hm

Vanoise: Sehr steile Auffahrt auf geteerter Alpstraße ins Vallée des Avals, später geschottert zu den Chalets de la Grand Val und zum Col des Saulces (2456 m). (Denkbar wäre auch ab Courchevel-Moriond eine aussichtsreichere, aber sehr viel steilere Auffahrt durchs Skigebiet bis zum Signal d’Ariondaz, 2266 m, und von dort eine luftig ausgesetzte Singletrail-Querung zu den Chalets de la Grand Val, 2169 m). Vom Col des Saulces unterhalb des Petit Mont Blanc Pfadquerung teils abschüssig zum Col de Mône (2520 m). Gipfelbesteigung zu Fuß denkbar. Laut Karte nur 150 Höhenmeter, von unten sieht es aber nach ziemlich Arbeit aus. Lange technische und und über weite Strecken ausgesetzte Abfahrt auf schmalen Wegen mit kürzeren Schiebestellen zum Réfuge du Roc de la Pêche im Tal des Doron de Chavière. Auf GR 55 taleinwärts in den Nationalpark Vanoise und steil auf sehr grob geschotterter Piste zum Réfuge Péclet-Polset (2470 m, bis hier legal fahrbar). Komplett Schieben auf dem GR 55 ab der Hütte im Aufstieg zum Col de Chavière (2796 m; die letzten 15 min. Tragen im rutschigen Geröll!). Achtung: wir haben nach dem Steinmännchen-Feld Plan des Cairns den linken Weg genommen. Der rechte wäre vermutlich besser. Bikeverbot auf dem GR 55 im Abstieg vom Pass bis zur NP-Grenze (2100 m). Achtung: 300 Höhenmeter unterhalb des Passes im Abstieg gibt es eine Wegegabelung. Beide Wegvarianten sind denkbar. Wir haben uns für die westliche entschieden, weil auf dieser eher die NP-Grenze erreicht wird und man wieder fahren darf. In Summe etwa 8 Kilometer Schieben, 2 ½ Stunden (Trittsicherheit/Schwindelfreiheit am Chavière-Pass erforderlich). Abfahrt ab NP-Grenze auf GR 55 zur Siedlung Polset und Wiederauffahrt auf geteerter Zubringerstraße D 106 zur Hütte Réfuge de l’Orgère (1935 m). Übernachtung in Berghütte des Nationalparks. Hüttenwirt ist selbst MTB-Guide und versorgte uns mit guten Tipps für die bevorstehende Abfahrt am nächsten Morgen.

Fazit: Der Übergang am Petit Mont Blanc bescherte uns die nächsten Highlights, insbesondere die Singletrailabfahrt ab dem Col du Mone hinunter ins Tal zum Refuge du Roc de la Peche. Rauf hätte man in der Tat auch anders fahren können, nämlich durchs Skigebiet von Courchevel, was einen am Roc Merlet schonmal auf 2420 m gebracht hätte (dann wieder bergab über das Refuge du Gran Plan). Das hätte die Etappe aber nur noch schwerer gemacht. Es folgt die Passage durch den Vanoise-Nationalpark mit mehreren Stunden Schieben, was sicher nicht jedermans Sache ist. Ab dem Refuge du Peclet Polset darf man nicht mehr fahren, was aber insofern ok ist, da man bergauf eh kaum was fahren könnte. Am Steinmännchenfeld Champ des Cairns hab ich mich bei einer Verzweigung für den "falschen" Weg entschieden (den linken), der sich in der Folge als üble Schotterreisen erwies. Der rechte Weg wäre wohl der einfachere gewesen, aber der Schluss zum Pass Col de Chavière hoch ist in beiden Fällen eine wacklige Angelegenheit. Runter dann Schieben, weil es der NP so verlangt. Ich für meinen Teil habe kein Problem damit, weil ich auch zu Fuß recht flott unterwegs bin. (Der Pfad ließe sich bergab stellenweise, aber nicht durchgängig fahren.) An der Gabelung auf 2500m habe ich mich für die westliche Variante entschieden, weil sie früher zur NP-Grenze bringt. Im Abstieg zu dieser Grenze wäre wieder nicht viel fahrbar gewesen. Möglicherweise ist die andere Variante besser, aber Fahren kam für uns eh nicht in Frage, weil die Gefahr, dass ein Guardien dir ein Ticket ausstellt, in Frankreich hinter jedem Felsen lauert... Empfehlenswerte Unterkunft im Réfuge de l'Orgère.
 
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Tag 7-9, Maurienne, Briançonnais, Queyras:

7. Etappe: Modane – Col de la Vallée Étroite – Col des Thures – Vallée de la Clarée – Plampinet, 43,4 km, 1932 Hm


Technische Abfahrt auf Wanderwegen über Rimollard und Amodon ins Arc-Tal nach Modane. In der Maurienne steile Auffahrt ab Modane auf dem GR 5 (Via Alpina) über Notre-Dame-du-Charmaix ins Skiresort Valfréjus (1551 m). Steile Auffahrt mit einigen Rampen zum Col de la Vallée Étroite (2433 m), direkt vor dem Mont Thabor in der Cerces-Gruppe (15 min. Schieben vor dem Pass). Achtung: In der Auffahrt zum Pass haben wir uns auf 2288 m für den GR 5 und gegen die Replanette-Traverse (geringfügig mehr Höhenmeter bergauf) entschieden, was ein Fehler war: unsere kurze Abfahrt führte in eine Weide Jungrinder, von wo aus es nur noch zu Fuß hinauf zum Pass ging. Der andere Weg wäre, wie wir anhand eines lokalen Bikers sehen konnten, zwar weiter anspruchsvoll, aber durchgängig fahrbar gewesen. Département Hautes-Alpes: Technisch anspruchsvolle Abfahrt auf GR 55, GRP Tour du Mont Thabor über mehrere Ebenen ins Vallée Étroite bis Granges de la Vallée Étroite (1760 m). 20 min. Schieben auf dem GR 57 im Aufstieg zum Col des Thures (2194m). (Diese Extraaufgabe könnte man weglassen, dann müsste man aber auf Straße über den Col de l’Echelle.) Technische Abfahrt auf dem GR 57 (kurzer Gegenanstieg, 10 min. Schieben Richtung Col de l’Echelle.) ins Vallée de la Clarée. Auf Straße D 994g nach Plampinet (der GR 57 auf der anderen Bachseite erschien uns ziemlich zugewachsen). Unterkunft in einfachem Gîte-Gasthof.

Fazit: Vom Hüttenwirt einen tollen Tipp für einen Local-Downhill nach Modane bekommen. Mir war der am Schluss eine Spur zu heavy, aber das Runterstolpern hielt sich in erträglichen Grenzen. Auffahrt von Modane zum Col de la Vallee Etroite empfand ich als sehr lang und stellenweise steil. Wenn man kurz vor der Passhöhe bei Replanette die linke Traverse nimmt, ist im Grunde alles fahrbar. Runter dann war die Abfahrt stellenweise schwerer als erwartet. Mussten immer mal wieder Schieben. Im Vallee Etroite haben wir uns für den Wiederaufstieg zum Col des Thures entschieden. Das war trotz 400 Hm bergauf Schieben die richtige Entscheidung, denn das Passgelände ist sensationell schön. Aber natürlich ist diese Lösung anstrengender, denn es folgen weitere Schiebepassagen, eher man auf einem Wahnsinnstrail endlich am Col de l'Echelle wieder ins Tal abfahren darf. Die letzten Kilometer zur Auberge La Cleida bei Plampinet sind wir auf der Straße gefahren, weil schon der Einstieg in den Pfad auf der anderen Bachseite dermaßen zugewachsen war, dass wir fürchten mussten, gar nicht durch zu kommen. Die Unterkunft war jetzt nicht so der Hit, aber mangels Auswahl...



8. Etappe: Plampinet – Col de Dormillouse – Col de la Lauze – Col de Montgenèvre – Col du Gondran – La Chau – Cervières, 42,5 km, 1636 Hm

Im Briançonnais ab Plampinet sehr steile Auffahrt auf dem GR 5 zu den Chalets des Acles (15 min. Schieben gleich zu Beginn), dann vereinzelt kurze Schiebepassagen auf dem GR 5 durchs Vallon de l’Opon zum Col de Dormillouse (2445 m). Schmale Pfadquerung zum Col de la Lauze (2529 m). Lange, im oberen Teil etwas ausgesetzte Abfahrt auf dem Sentier du Clot de Fonds unterhalb des Mont Chaberton zur Paßstraße am Col de Montgenèvre (1830 m). Steile Auffahrt durchs Skigebiet und den örtlichen Bikepark Richtung Sommet des Anges (historische Befestigungsanlagen). Militärische Höhenstraße zum Col du Gondran est (2307 m), technische Abfahrt nach La Chau ins Vallée de Cerveyrette. Einfaches Hotel in Cervières.

Leichtere Variante: Sehr viel einfacher von Plampinet auf Talstraße durch das Vallée de la Clarée nach Briançon, dann aber mehr Wiederaufstieg ins Tal nach Cervières. Bei genauem Kartenstudium ließen sich oberhalb von Briançon die Militärstraßen der Vauban-Festungen zu einer verkehrsfreien Aufstiegsvariante zusammenstellen.

Auch an diesem Tag wieder einiges zu Schieben über Col du Dourmillouse und Col de la Lauze, aber dafür weg von der Straße und absolut sensationelle Singletrails. Kostet halt jedesmal Körner, dafür wird man mit einsamsten Wegen belohnt. In Montgenevre/Clavier könnte man auch die Seilbahnen des Bikeparks nehmen, aber wir haben uns steil empor gekämpft. Auf 2130m am Lac d'Anges hatte ich einen Moment nicht aufgepasst (oder einen Wegweiser falsch interpretiert) und wir fanden uns plötzlich an einem Sessellift südöstlich des Wasserspeichers wieder, was uns eine kurze Schiebepassage durchs Hochmoor bescherte. Aber, kein Beinbruch, das Wetter war gut und die "richtige" Spur war bald gefunden. Man hätte auf direktem Weg zum Col du Gondran (Est) auffahren können, aber wir entschieden uns für die komplette Umfahrung des Gipfelaufbaus um den Sommet des Anges. Vom östlichen Col gibt's mehrere Abfahrtsmöglichkeiten ins Tal, unsere führte auf direktem Weg nach La Chau. Da wir mehrere Tage lang keinen Kontakt zum Refuge des Fonts de Cervieres bekommen hatten (auch das Tourismusbüro in Montgenevre bekam es nicht hin), übernachteten wir in einem einfachen Hotel im Dorf Cervieres (was uns am nächsten Tag zusätzliche Höhenmeter bescherte).



9. Etappe: Cervières – Les Fonts des Cervières – Pic Malrif – Abriès – Ristolas – Belvédère du Viso – Refuge du Viso, 45,5 km, 2216 Hm

Im Tal Torrent de la Cerveyrette schöner Pfad Chemin de l’Aigalans parallel zur Talstraße. Bis Talschluss bei Les Fonts (2055 m) entweder auf D 89T oder auf Waldwegen auf der anderen Bachseite (GR 58 variante). Ab Les Fonts (2050 m) auf GR 58 komplett Schieben/Tragen bis zum Pass Col du Petit Malrif (2830 m) und Gipfel Pic du Malrif (2906 m); ca. 2 Std. Schieben/Tragen im Aufstieg (Den Gipfel kann man auch auslassen. Wir haben ihn aus Empfehlung mitgenommen. Wer Zeit und Lust hat, könnte mit dem nahen Grand Glaiza noch einen Dreitausender besteigen.). Lange Abfahrt auf GR 58 nach Abriès (1550 m) ins Queyras, technisch sehr schwer, stellenweise ausgesetzt und verblockt, viele Schiebepassagen. Lange Talauffahrt von Abriès auf der Schotterstraße auf der orographisch linken Bachseite über Ristolas (leichter: D 947 bis L’Échalp), GR 58 und Roche Écroulée bis in den Talschluss beim Belvédère du Viso (2140 m). 75 Minuten Aufstieg zur Hütte (keine Empfehlung).

Fazit: über den Pic Malrif (900 Hm bergauf Schieben/Tragen), die stellenweise ausgesetzte Abfahrt nach Abriès und die Wiederauffahrt zum Refuge du Montviso – in Summe ein dickes Brett. Über die Einschätzung der Abfahrt will ich mich jetzt nicht weiter auslassen. Viele im Forum meinen ja, das sei ein Holitrail, der nicht weiter schwierig sei. Holitrail: ja, nicht weiter schwierig: ich weiß nicht. Vielleicht verklärt der sensationelle Trail ja manchem das Beurteilungsvermögen. Die Wiederauffahrt durchs Tal haben wir komplett auf der orographisch linken, also der Talstraße abgewandten Seite gemacht. Das hätte man natürlich auch leichter haben können. Fahrbar ist das bis auf 2140m, danach muss man buckeln. Die Hütte bekommt keine Empfehlung von mir – möglicherweise vorher im Tal übernachten...
 
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