Westalpencross 2019 Genfer See - Mittelmeer (war: Genf - Riviera)

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Der Anstieg war lang aber mit einer sehr angenehmen Steigung. Ausser uns war niemand unterwegs.Die 3 Bayern zogen zügig vorne weg.Michael aus Oestrreich hielt immer wieder an zum Fotografieren.
Unglaublich, hatte er doch eine Spiegelreflexkamera mit einem nicht zu verachtenden Obiektiv in seinem Deuter Transalp Rucksack
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Blick hinuter ins Tal. Die Baumgrenze liegt hier schon weit hinter uns
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Rechts von meinem Helm Sieht man den Uebergang. Von hier war schieben angesagt.
In etwa 30 Minuten war dies aber erledigt und ein wunderbares Panorama tat sich auf.
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Der Bayern Express war schon da und gemeinsam warteten wir auf Michael der schon bald zu uns aufschloss
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Blick Richtung Osten
 

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Nach den obligatorischen Fotos und einem kleinen Zwipf ging es runter nach Abries Die ersten 200hm waren für mich nur teileweise fahrbar.
Nachher wurde es aber wunderschön und teilweise auch flowig
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Eine Schafherde kreuzte unseren Weg und zog langsam an uns vorbei



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So genug der Schafe, schon bald wurde es immer schneller

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Die Patous sind mir nicht direkt begegnet, sondern ich haben nur die Warnschilder gelesen. In Isola 2000 war die Wirtin und ihre anderen Gäste der Meinung, dass die Hunde für Wanderer & Co. gefährlicher sind, als die Wölfe. Für die Schafe mag das anders sein.
 

terryx

TerryX
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Wunderschön dort oben :daumen::cool:. Aber als flowig empfand ich die Abfahrt nach Abries nicht gerade - die hatte eher "Pedale-bleiben-hängen"-Charakter, vor allem im oberen Bereich. Ist aber schon wieder über 5 Jahre her...
 

Fubbes

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Bin ja auch neugierig. Aber mir ist die Laune an Bike-Berichten aktuell vergangen. Wie aus einer anderen Zeit.
Ob es dieses Jahr Ende August wieder was werden kann, bezweifele ich sehr. Das frustriert.
Jedes Jahr ohne Tour ist bitter, denn die Lebensjahre verrinnen.

Ich will aber niemanden ausbremsen. Zum Schreiben ist die Zeit jetzt ja ideal. Hau rein.
 
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Ob es dieses Jahr Ende August wieder was werden kann, bezweifele ich sehr. Das frustriert.

Ehrlichgesagt stimme ich dir bei. Unsere schöne Tour ins Queiras/barres d´ecrins....
Aber es hilft ja nichts. Positiv denken (im home office). Wenn Reisebeschränkungen ins Ausland im Juli/August/September noch Gültigkeit haben, bin ich der Hoffnung, dass man zumindest in Deutschland wieder Touren machen kann. "Sachsen Cross" wird umgeplant und die Teile in der Tschechei müssen eben umfahren werden. Also ich hätte da noch viele Ziele in Deutschland auf der Platte, nicht so wild, aber Hauptsache es rollt.
Solange es keine richtiggehende Ausgangssperre gibt, finde ich das Ganze ja noch zum Aushalten...
Je besser wir uns dran halten, desto schneller sollte es vorüber sein- das zumindest meine Hoffnung.
 
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Würde mich auch über einen Bericht freuen.
Ich hätte sowieso noch ein paar spezielle Fragen zu deiner Route.
Eilt aber vermutlich nicht mehr so sehr☹??.
Planung liegt wie bei alle hier vorerst auf Eis.

Mal sehen ...
 
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Hallo Isartrails,

ich komme mit den links zu deinen GPS-Daten immer ins Nirvana.
Sind die noch irgendwo online ?

Die tatsächlich gefahrene Route würde mich interessieren.
( und natürlich dein Bericht 8-)?)


Gruß vom baraber
 
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Super, vielen Dank !!
Tolle Route !!
Dazu habe ich gleich noch eine kleine Frage zum Valle Varaita :

Lohnt sich der Höhere Trail über Chianale nach der Abfahrt durch das Vallone di Soustra ?
( in der IGC Karte nennt er sich Sentiero Lanzetti / U55 )
Wie war dein Eindruck ?
Würdest du wieder so fahren ??



Gruß und Danke schon Mal.
 

isartrails

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Valle Varaita : Lohnt sich der Höhere Trail über Chianale nach der Abfahrt durch das Vallone di Soustra ?
Wie war dein Eindruck ?
Würdest du wieder so fahren ??
Womit wir schon mittendrin wären in den Details. ;-)
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Obwohl ich deine letzte Frage mit einem klaren Nein beantworten kann, mag ich eigentlich Fragen nicht, ob sich ein Weg "lohnt".
Meine Antwort geht daher nicht ohne Vorgeschichte.
Und die geht so: natürlich war mir der Weg beim Kartenstudium in der Planungsphase auch aufgefallen.
Über viel Internetrecherche bin ich dann bei Cicloalpinismo gelandet und dort in die Fänge der Beschreibungen eines gewissen "Bobo" geraten. Der machte mit seinen Kumpanen praktisch alles um den Monviso unsicher und erschien mir aus seinen Beschreibungen als "wilder Hund". Ich kontaktierte ihn und er schilderte mir den Sentiero Lanzetti als lohnenswerte zusätzliche Fleissaufgabe. Jedenfalls allemal besser als stupides Strassengeballer durchs Varaitatal.

Das war es dann auch. Aber! Diese zusätzliche Fleissaufgabe kostete uns Körner und Zeit. Für meinen Geschmack etwas zuviel Körner und zuviel Zeit. Vorausschicken muss ich nämlich, dass wir die Nacht zuvor im Refuge du Viso verbracht hatten. Die schlechteste Nacht während der gesamten Reise. Die Hütte war voll, Komfort ein Fremdwort, das Abendessen so lala, das Personal nur wenig entgegenkommend. Wegen Wasserknappheit gab's nur eine Dusche und ein WC. Einigermaßen originell fand ich, dass man Strom zum Handy-Aufladen selbst erzeugen durfte, auf einem Radtrainer im Speisesaal. Einen Ladebalken für 20 Minuten strampeln. Danke, wir hatten schon gegeben und unser Tagespensum (mit dem Pic Malrif) erfüllt. Noch mehr radeln wollte ich am Vortag nicht mehr (also kam die Powerbank zum Einsatz). Patrick ist ein empfindlicher Schläfer und überlegte schon, unbemerkt im Speisesaal auf dem Boden zu schlafen.

Es folgte also die am wenigsten erholsame Nacht des gesamten Westalpencrosses und das vergessenswürdigste Frühstück und dementsprechend angesäuert ging ich am nächsten Tag den Übergang über den Passo di Vallanta und den Colle Losetta an. Kurzum: meine Stimmung am Morgen war nicht wirklich berauscht im Umfeld des Cottischen Kaisers. Eine gelangweilt dreinblickende Steinbockkolonie am Losettakamm konnte meine Begeisterung nur kurz steigern. Selbst die komplette Abfahrt durchs Vallone del Soustra fand ich gelinde gesagt nicht mehr als mittelprächtig (ich weiß, andere schwärmen da).
Als wir dann endlich am Talausgang bei den Grange del Rio vor der Paßstrasse standen, war es schon 11:20 Uhr. Da ich zu diesem Zeitpunkt noch davon ausging, dass wir den Tag irgendwo im Varaitaltal bei Sampeyre beenden würden und keine weiteren Anstrengungen vor uns liegen würden, entschied ich mich für diese von Bobo empfohlene Extraaufgabe über den Sentiero Lanzetti.

Es ging gleich los mit einem ziemlich steilen Aufstieg über einen heftig zertretenen Karrenweg durch einen lichten Lärchenwald, in dem sich die Alpkühe unters Rotwild mischte. Fahren ging da nichts. Schieben war für die nächsten 200 Höhenmeter bis auf 2200 Meter angesagt. (Mein GPS-Track meint 30 Minuten. Mir kam es länger vor.) Oben dann zog sich der Trail als schmales Band in der steilen Wiesenflanke dahin. Bei hohem Grasstand innerhalb der ausgedehnten Alpweiden mussten wir uns auf den Pfad konzentrieren. Um die zugegebenermaßen tolle Aussicht zu genießen, blieben wir stehen. Ein netter Gag war die einzige Begegnung da oben: Ein motorisierter Schäfer kam uns mit seinem Geländemoped und drei Hirtenhunden im Schlepptau laut knatternd auf dem schmalen Trail entgegen und wir Biker mussten brav zur Seite, damit der Gute seinen Arbeitsplatz erreichen konnte. Die Schlussabfahrt über den Weiler Sellette musste in Ermangelung besserer Alternativen vollständig auf einer Schotterstraße gemacht werden.

Mehr Fotos vom Sentiero Lanzetti (Link klicken!)
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Ich will jetzt nicht resümieren, dass der Sentiero Lanzetti nicht schön wäre, aber ob er die zusätzliche Mühe des Aufstiegs "lohnt", das würde ich dann doch noch von zusätzlichen Faktoren abhängig machen. Dass Bobo den Weg so überschwänglich gelobt hatte, konnte ich mir im Nachhinein nur damit erklären, dass er ihn im Rahmen einer Tagestour gemacht hatte und nicht wie wir im Zuge eines mehrtägigen Alpencrosses. Ich habe im Web noch andere Bike-Beschreibungen gefunden (Links unten), die den Weg als tolle Bikerunde beschreiben, aber auch das sind alles kurze Tagestouren.

Überhaupt die subjektiven Gefühle (wenn man kein gescheites Frühstück hatte) und die objektiven Daten: 1:10 h haben wir für den gesamten Abschnitt (knapp 8 Kilometer) von der Paßstrasse bei den Grange del Rio über den Sentiero Lanzetti einschließlich Aufstieg, Höhenquerung und Abfahrt auf Schotterstraße bis in den Weiler Genzana bei Pontechianale gebraucht (übrigens genauso lange wie Bobo, wie sein Track verrät). Mit knurrendem Magen kam mir die Passage viel länger vor. Als wir dann in Pontechianale einfielen und die Bar La Fusino geöffnet vorfanden, war es kurz nach halb eins und unser ausgefallenes Frühstück wurde endlich mit einem echt italienischen Mittagessen belohnt.

Ob deine Fragen damit beantwortet sind?
Meine Eindrücke habe ich geschildert. Ob sich der Trail dennoch "lohnt", mag ich für andere nicht beantworten. Habe ich ja schon erwähnt, "lohnen" ist für mich kein Kriterium. Der Weg kann ja nichts dafür wie er ist. Ob ich ihn nochmal machen würde?- Nein, weil ich hab ihn ja schon gemacht. ;-)
Und außerdem ist da ja dann auch noch der Weg auf der anderen Talseite. Ab Chianale gibt's rechtsseitig des Varaita den "Sentiero Crotto", der keinen Verkehr bei weniger Aufstiegshöhenmeter verspricht, aber halt auch nicht so viel Höhenluft. Beim nächstenmal würde ich den ausprobieren wollen. Danach kannst du mich nochmal fragen. ;-)

Ein paar Links zum Studium von Sentiero Lanzetti und Sentiero Crotto

Hier noch mein GPS-Track auf dem französischen Portal Openrunner, das den Vorteil bietet, dass man sich die französischen IGN-Karten anzeigen lassen kann.
 
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Hallo Isartrails,

vielen Dank für die schnelle und wirklich ausführliche Antwort !!

Ich denke der Umweg ist eher aus der Planung raus.
Die Viso - Traverse habe ich schon mal gemacht und bin danach die Strasse
runtergerollt. Ist immer so ne Sache mit der Motivation nach einem durchaus anstrengenden
Pass ( der mir aber incl. Abfahrt echt super gefallen hat !! )

Open Runner kannte ich noch nicht.
Gefällt mir bis jetzt gut - auch dafür Danke !

Ich gehe jetzt mal an die Feinplanung ( für dieses oder nächstes Jahr weiss ich nicht :confused:)
Dabei habe ich noch einige Fragen an die West-Fraktion hier im Forum.
Entweder hier oder in einem neuen Thread.
( dann bleibt hier Platz ür deinen Bericht !;))

Grüße vom baraber
 

keinTrinkwasser

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[...] "Bobo" [...] schilderte mir den Sentiero Lanzetti als lohnenswerte zusätzliche Fleissaufgabe. Jedenfalls allemal besser als stupides Strassengeballer durchs Varaitatal. [...] Ich will jetzt nicht resümieren, dass der Sentiero Lanzetti nicht schön wäre
Der Sentiero Nanni Lanzetti ist traumhaft schön - aber eindeutig eine Anti-Flow-Strecke.
Zum Wandern gern ein zweites Mal, mit dem Bike nicht nochmal.
Wir haben ihn ungemäht erlebt, da war die Wegspur noch etwas schlechter passierbar. Die Talstrasse war dann willkommene Erholung :).
 

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isartrails

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Der Sentiero Nanni Lanzetti ist traumhaft schön - aber eindeutig eine Anti-Flow-Strecke.
So unflowig habe ich ihn gar nicht empfunden. Mir stieß vielmehr der unangenehme Aufstieg sauer auf, bis man mal erst auf der Höhe war. Ok, auch "oben" war nicht alles fahrbar und immer mal wieder unterbrochen von unfahrbaren Abschnitten, aber alles in allem war "Oben" nicht zu verachten.
Zum Wandern gern ein zweites Mal, mit dem Bike nicht nochmal.
Das würde ich genau so unterschreiben. :daumen:
Wir haben ihn ungemäht erlebt
Das "Mähen" übernehmen da ja die Alptiere. Wie man auf den Fotos erkennen kann, sind mit Stromzäunen jede Menge Weideterrains abgesteckt. Je nach Jahreszeit kann man auch schon mal schlechteren Durchblick haben. Anfang September war das nicht mehr so das große Problem auf 2200 Metern.
 
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Hallo McNulty,

dann hätte ich gleich noch eine Frage an dich vorab :
Ich kopiere die Stelle aus dem anderen Thread ( Cottische Alpen ) mal hier rein )

Tag 9: Rif Dahu zum Passo della Sommetta, Colle Saboule, Passo Tessina Richtung Lago Colle di S. Anna und dann über die Crete dela Lausetta zum Colle della Lombardia.
Aus meiner Sicht eine doch sinnvolle Alternative zur Isola-Passstraße oder dem Forstweg. Gut: Man trägt und schiebt ca. 250 hm hoch und hat anach auch noch Schiebestücke. Aber man rollt dann recht leicht von oben zum Passo Lombardia.

Rif Dahu finde ich super !!
Ich wollte von dort zum Lomardia queren.
Eigentlich war der Pso. Bravaria geplant,
Von Bagni di Vinadio nach S. Anna.
(habe aber selbst auf den Italienischen und französischen Seiten nur Berichte in der
falschen Richtung gefunden. )

Wie würdest du deinen beschriebenen Übergang (für Normalbiker wie mich ) von der
Schwierigkeit, Ausgesetztheit, Tragen oder Klettern etc. beschreiben ??



Das was ihr so fahrt ist meistens nicht so meine Welt !??

Kennst du ( oder sonst Jemand ) evtl den Bravaria von W. nach O. ??


Vielen Dank im voraus !

baraber
 
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Das Rifugio Dahu ist schick, lecker Essen, recht gutes Frühstück. Unser Weg danach hoch ist aber fast 100% tragen. Wenn das hilft: Sehr schönes tragen, zuerst durch ein verzaubertes Bachtal, dann über eine kurze Hochebene, danach sehr weglos. Aber sehr wanderintensiv. Keine Empfehlung für RadFAHRER.
So gesehen ist das eher eine Sackgasse.
Queren ist glaube ich sehr schwierig, weil die Täler jeweils mit Stichstrassen erschlossen sind

Passo Bravaria hast du wahrscheinlich schon gefunden
In der Gegenrichtung sicher nicht fahrbar (im Orginal wahrscheinlich auch weniger). Aber warum nicht gemütlich wandern...
 
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Vielen Damk für die schnelle Antwort und für den link !!

Auf der Seite war ich schon. Vermittelt einen Eindruck, aber die Beschreibung bezieht sich leider
auch auf die falsche Richtung.
Wird wohl trotzdem beim Bravaria bleiben. den schätze ich im Vergleich mit deiner Tour leichter ein.
Schieben und tragen macht mir nix aus, nur allzu ausgesetzt muss es nicht sein.
Runter nach St. Anna wird hoffentlich einiges auf dem Bike möglich sein.

Wenn ich die Berichte hier so lese, dann macht es von St Anna aus mehr Sinn ins Tal runter zu
fahren und wieder hochzutreten, als den Höhenweg zum Lombardia zu machen. ( ? )
 
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Das ist Geschmackssache / Tagesform...2,5 Alternativen
1) Der "Forstweg": Leicht fahrbar - im oberen Teil etwas holperig" - und geht relativ flach darin - d.h. es zieht sich ein wenig.
2) Höhenweg, wie oben beschrieben - nochmal hoch tragen - fröhliches auf- und ab
2,5) Straße: warum sollte man das machen, ausser man fährt Rennrad?

Ich fand 1) nicht so toll, aber weil ich an dem Tag vom Rifugio del la Pace schon aus dem Tal die Straße hoch bin
Aber wenn man an dem Tag noch nicht so viel auf dem Rad bergauf gefahren ist auch nicht schnell
 
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und noch eine kurze Frage :
kennt von den Wessi-Spezialisten einer den Col Clapier im Val Chisone (!), von Nord nach Süd - also vom Vallone di Bourcet Richtung Valle Germanasca ??
Ich möchte in diesem Jahr unbedingt den Col d'Abries fahren und die Verbindung nach Ghigo ist sonst sehr
Asphalthaltig.
Die italienischen Berichte beziehen sich alle auf die Gegenrichtung, bringen also nicht allzu viel.


Über input wäre ich dankbar !
 

isartrails

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Ich kopier hier mein Routen-Stenogramm rein, das diese Woche in der Online-Ausgabe des DAV Panorama erscheint. In roter Markierung meine persönlichen Ergänzungen.
Zeitgleich erscheint online sowie in Print die zugehörige Reportage, sowie eine Bilder-Galerie.
Sobald ich Internet-Links habe, werde ich sie hier angeben.
Bei Fragen könnt ihr natürlich hier posten.

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Tag 1-3, Voralpen:

1. Etappe: Genf – Mont Salève – Montagne de Sous-Dîne – Plateau des Glières, 75 km, 2100 Hm


Vom Seeufer bei Genf entlang der Arve bis Grenzübertritt bei le Pas-de-l’Echelle, dann mit Seilbahn hinauf auf den Mont-Salève. Ab Bergstation Querung des Bergrückens südwärts auf Straße D41a und Wanderweg GRP Balcon du Léman (vereinzelt kurz Schieben/Tragen im Aufstieg über Weideland Richtung Col des Pitons, 1336 m). Leichte Trailabfahrt im Wald nach Le Sappey.

Plateau des Bornes (Hochsavoyen): Auf Neben- und Waldsträßchen Richtung Montagne de Sous-Dîne, gelegentlich Wiesenwege, kurze Trails, steile Rampen. Insgesamt sehr hügelig, ohne bergig zu sein. Kleine Ortschaften, kaum Verpflegungsinfrastruktur.

Montagne de Sous-Dîne, Plateau des Glières: GR 96, GRP Massif de Tournette-Aravis. Steile Auffahrt ab Mappenaz-les Cheneviers Richtung Col de l’Enclave. (Schieben am Col de l’Enclave, 1495 m, Col de Landron, 1583 m und Col de l’Ebat, 1705 m, 10 min. jeweils, 30 min. Tragen am Col de Spée, 1688m. Abfahrt auf Holpertrail anspruchsvoll. Einige Übernachtungsmöglichkeiten auf dem Plateau des Glières. Wir waren bei Chez Constance und konnten uns an den frittierten Kartoffelpuffern kaum sattessen.

2. Etappe: Plateau des Glières – le Grand-Bornand – Col des Aravis – Aravis-Kette, 78 km, 2400 Hm

Plateau des Glières: Start vorbei am Restistance-Denkmal und in der Folge einige kurze Schiebestellen oberhalb Notre-Dame des Neiges und einmal Tragen im Schlussanstieg zum Pas du Loup, 1790 m, (10 min.). Abfahrt von der Alpsiedlung Chalets des Auges auf Karrenweg nach Entremont. Den PR unten im Tal vor Entremont haben wir in den Brennesseln nicht gefunden. Auf Strasse D 12 nach Le Grand Bornand, auf Nebenstraße am Mont Lachat sehr steil bergauf Richtung Col des Annes (1721 m). (Es gibt auch eine einfachere Auffahrt auf der Route de la Vallée du Bouchet, die zunächst im Tal bleibt und erst später ansteigt. Noch leichter macht’s die Seilbahn zum Mont Lachat. Dann muss man nur noch oben queren.).

Chaine des Aravis: GRP Massif de Tournette-Aravis (vereinzelt kurz Schieben/Tragen an der Aravis-Westflanke zwischen Col des Annes, 1715 m, und Col des Aravis, 1487 m), sehr viele Trails, häufiges Auf und Ab, einige Rampen. Kurze Strassenauffahrt auf D 909 zum Col, dann Schotterstraßen-Querung auf der Aravis-Ostflanke in ständigem Auf und Ab zum Col de l’Arpettaz (1585 m). Unterkunft in Berghütte. Wir waren die einzigen Gäste.

3. Etappe: Aravis-Kette – Mont Bisanne – Beaufort, 40 km, 1200 Hm

Beaufortain (Savoyen): Von der Aravis-Flanke über Waldwege und Trails nach Héry-sur-Ugine und auf D 109 in die Arly-Schlucht. Wiederauffahrt auf Nebenstraße D 71a nach Crest-Voland (Supermarkt) und auf der Route de la Palette (Schotter) hinauf auf den Signal de Bisanne (1941 m, Restaurant). Im örtlichen Centre VTT Abfahrt auf Flowtrail „L’AdretNaline“ (beschilderter Singletrail rot) nach Les Saisies und weiter bis Beaufort (wird zunehmend zum anspruchsvollen Naturtrail). Übernachtung in einfachem Hotel. Da das Tagesprogramm so kurz war, hab ich mir für 2 Euro eine Führung und die Besichtigung der Käse-Cooperative gegönnt (logischerweise mit Verkostung des berühmten Alpkäses).



Tag 4-6, Beaufortain, Tarentaise, Vanoise-Nationalpark:

4. Etappe: Beaufort – Lac de Roselend – Col du Coin – le Granier – Aime-la Plagne – Monvilliers, 44,6 km, 2130 Hm


Auffahrt auf D 218a Richtung Arêches und Col de Pré. Bei Le Praz abgezweigt und über Le Bersend zunächst auf wenig befahrener Nebenstraße, später Forststraße zum Col de Pré (1736 m, Teil des Wegenetzes des Bikecenters Beaufort-Arêches). Kurz Straße Richtung Stausee Barrage de Roselend, dann Alpstraße Richtung Treicol, später steil bergauf auf GRP Tour du Beaufortain zum Chalet du Coin (Käseherstellung). Vorbei am auffälligen Felszahn Pierra Menta zum Col de Coin (2398 m, ca. 30 min. Schieben/Tragen, schwierig im Geröll, Trittsicherheit/Schwindelfreiheit erforderlich). Kurz Schieben bergab, dann Singletrail Richtung Réfuge de la Coire (2060 m). Lange Abfahrt ins Isère-Tal über Granier bis Aime auf Variante der GRP Tour du Beaufortain. (Andere Variante ab Réfuge de la Coire denkbar über den Quermoz-Kamm in südwestliche Richtung mit Schieben und Tragen – man kommt dann aber viel weiter westlich ins Tal und würde den Mont Jovet anschließend im Tal umfahren.). In der Tarentaise sehr steile Wiederauffahrt auf D 88 bis Montvilliers. Unterkunft in privater Gîte im alten Dorfschulhaus mit gemeinsamem Abendessen aller Gäste.

5. Etappe: Montvilliers – Skigebiet La Plagne – Pas de Brébis – Mont Jovet – Bozel – Saint-Bon-Tarentaise – Courchevel, 41 km, 2037 Hm

Steile Auffahrt auf D 88e über Longefoy und Montalbert ins Skigebiet von La Plagne und weiter auf Schotter bis zum Lac des Grenouilles. Fahrbar bis kurz hinter Chalets des Étroits, dann 140 Hm und 15 min. Schieben/Tragen hinauf zur Crête des Étroits (Pas des Brébis, 2439 m). Schöne Abfahrt und Singletrail-Querung zum Réfuge du Mont Jovet (2350 m, Einkehrmöglichkeit). Sehr lange, stellenweise technische Abfahrt auf Wanderwegen und Pfaden über Alpsiedlung La Cour nach Bozel (Einkaufsmöglichkeiten) ins Tal des Doron de Bozel. Sehr steile Auffahrt auf der Nordflanke des Vanoise-Massivs auf D 91a nach Courchevel. Übernachtung in gesichtslosem Hotelkomplex in Courchevel-Moriond (1600 m).

6. Etappe: Petit Mont Blanc – Vanoise Nationalpark, 35,8 km, 1941 Hm

Vanoise: Sehr steile Auffahrt auf geteerter Alpstraße ins Vallée des Avals, später geschottert zu den Chalets de la Grand Val und zum Col des Saulces (2456 m). (Denkbar wäre auch ab Courchevel-Moriond eine aussichtsreichere, aber sehr viel steilere Auffahrt durchs Skigebiet bis zum Signal d’Ariondaz, 2266 m, und von dort eine luftig ausgesetzte Singletrail-Querung zu den Chalets de la Grand Val, 2169 m). Vom Col des Saulces unterhalb des Petit Mont Blanc Pfadquerung teils abschüssig zum Col de Mône (2520 m). Gipfelbesteigung zu Fuß denkbar. Laut Karte nur 150 Höhenmeter, von unten sieht es aber nach ziemlich Arbeit aus. Lange technische und über weite Strecken ausgesetzte Abfahrt auf schmalen Wegen mit kürzeren Schiebestellen zum Réfuge du Roc de la Pêche im Tal des Doron de Chavière. Auf GR 55 taleinwärts in den Nationalpark Vanoise und steil auf sehr grob geschotterter Piste zum Réfuge Péclet-Polset (2470 m, bis hier legal fahrbar). Komplett Schieben auf dem GR 55 ab der Hütte im Aufstieg zum Col de Chavière (2796 m; die letzten 15 min. Tragen im rutschigen Geröll!). Achtung: wir haben nach dem Steinmännchen-Feld Plan des Cairns den linken Weg genommen. Der rechte wäre viel besser. Bikeverbot auf dem GR 55 im Abstieg vom Pass bis zur NP-Grenze (2100 m). Achtung: 300 Höhenmeter unterhalb des Passes im Abstieg gibt es eine Wegegabelung. Beide Wegvarianten sind denkbar. Wir haben uns für die westliche entschieden, weil auf dieser eher die NP-Grenze erreicht wird und man wieder fahren darf. In Summe etwa 8 Kilometer Schieben, 2 ½ Stunden (Trittsicherheit/Schwindelfreiheit am Chavière-Pass erforderlich). Abfahrt ab NP-Grenze auf GR 55 zur Siedlung Polset und Wiederauffahrt auf geteerter Zubringerstraße D 106 zur Hütte Réfuge de l’Orgère (1935 m). Übernachtung in Berghütte des Nationalparks. Hüttenwirt ist selbst MTB-Guide und versorgte uns mit guten Tipps für die bevorstehende Abfahrt am nächsten Morgen.



Tag 7-9, Maurienne, Briançonnais, Queyras:

7. Etappe: Modane – Col de la Vallée Étroite – Col des Thures – Vallée de la Clarée – Plampinet, 43,4 km, 1932 Hm


Technische Abfahrt auf Wanderwegen über Rimollard und Amodon ins Arc-Tal nach Modane. In der Maurienne steile Auffahrt ab Modane auf dem GR 5 (Via Alpina) über Notre-Dame-du-Charmaix ins Skiresort Valfréjus (1551 m). Steile Auffahrt mit einigen Rampen zum Col de la Vallée Étroite (2433 m), direkt vor dem Mont Thabor in der Cerces-Gruppe (15 min. Schieben vor dem Pass). Achtung: In der Auffahrt zum Pass haben wir uns auf 2288 m für den GR 5 und gegen die Replanette-Traverse (geringfügig mehr Höhenmeter bergauf) entschieden, was ein Fehler war: unsere kurze Abfahrt führte in eine Weide Jungrinder, von wo aus es nur noch zu Fuß hinauf zum Pass ging. Der andere Weg wäre, wie wir anhand eines lokalen Bikers sehen konnten, zwar weiter anspruchsvoll, aber durchgängig fahrbar gewesen. Département Hautes-Alpes: Technisch anspruchsvolle Abfahrt auf GR 55, GRP Tour du Mont Thabor über mehrere Ebenen ins Vallée Étroite bis Granges de la Vallée Étroite (1760 m). 20 min. Schieben auf dem GR 57 im Aufstieg zum Col des Thures (2194m). (Diese Extraaufgabe könnte man weglassen, dann müsste man aber auf Straße über den Col de l’Echelle.) Technische Abfahrt auf dem GR 57 (kurzer Gegenanstieg, 10 min. Schieben Richtung Col de l’Echelle.) ins Vallée de la Clarée. Auf Straße D 994g nach Plampinet (der GR 57 auf der anderen Bachseite erschien uns ziemlich zugewachsen). Unterkunft in einfachem Gîte-Gasthof.

8. Etappe: Plampinet – Col de Dormillouse – Col de la Lauze – Col de Montgenèvre – Col du Gondran – La Chau – Cervières, 42,5 km, 1636 Hm

Im Briançonnais ab Plampinet sehr steile Auffahrt auf dem GR 5 zu den Chalets des Acles (15 min. Schieben gleich zu Beginn), dann vereinzelt kurze Schiebepassagen auf dem GR 5 durchs Vallon de l’Opon zum Col de Dormillouse (2445 m). Schmale Pfadquerung zum Col de la Lauze (2529 m). Lange, im oberen Teil etwas ausgesetzte Abfahrt auf dem Sentier du Clot de Fonds unterhalb des Mont Chaberton zur Paßstraße am Col de Montgenèvre (1830 m). Steile Auffahrt durchs Skigebiet und den örtlichen Bikepark Richtung Sommet des Anges (historische Befestigungsanlagen). Militärische Höhenstraße zum Col du Gondran est (2307 m), technische Abfahrt nach La Chau ins Vallée de Cerveyrette. Einfaches Hotel in Cervières.

Leichtere Variante: Sehr viel einfacher von Plampinet auf Talstraße durch das Vallée de la Clarée nach Briançon, dann aber mehr Wiederaufstieg ins Tal nach Cervières. Bei genauem Kartenstudium ließen sich oberhalb von Briançon die Militärstraßen der Vauban-Festungen zu einer verkehrsfreien Aufstiegsvariante zusammenstellen.

9. Etappe: Cervières – Les Fonts des Cervières – Pic Malrif – Abriès – Ristolas – Belvédère du Viso – Refuge du Viso, 45,5 km, 2216 Hm

Im Tal Torrent de la Cerveyrette schöner Pfad Chemin de l’Aigalans parallel zur Talstraße. Bis Talschluss bei Les Fonts (2055 m) entweder auf D 89T oder auf Waldwegen auf der anderen Bachseite (GR 58 variante). Ab Les Fonts (2050 m) auf GR 58 komplett Schieben/Tragen bis zum Pass Col du Petit Malrif (2830 m) und Gipfel Pic du Malrif (2906 m); ca. 2 Std. Schieben/Tragen im Aufstieg (Den Gipfel kann man auch auslassen. Wir haben ihn aus Empfehlung mitgenommen. Wer Zeit und Lust hat, könnte mit dem nahen Grand Glaiza noch einen Dreitausender besteigen.). Lange Abfahrt auf GR 58 nach Abriès (1550 m) ins Queyras, technisch sehr schwer, stellenweise ausgesetzt und verblockt, viele Schiebepassagen. Lange Talauffahrt von Abriès auf der Schotterstraße auf der orographisch linken Bachseite über Ristolas (leichter: D 947 bis L’Échalp), GR 58 und Roche Écroulée bis in den Talschluss beim Belvédère du Viso (2140 m). 75 Minuten Aufstieg zur Hütte (keine Empfehlung).



Tag 10-11, Piemonteser Alpentäler Varaita, Maira, Stura:

10. Etappe: Refuge du Viso – Passo Vallanta – Colle Losetta – Vallone di Soustra – Granges del Rio – Sentiero Lanzetti – Pontechianale – Casteldelfino – Sampeyre – Colle di Sampeyre – San Martino – Vernetti, 71,5 km, 2353 Hm


Knapp 2 Stunden Schieben/Tragen ab CAF-Hütte Réfuge du Viso (2460 m, Unterkunft), zum Passo di Vallanta (2811 m) und ausgesetzte Querung mit einigen verblockten Steilstufen im Aufstieg zum Colle Losetta (2872 m), Trittsicherheit/Schwindelfreiheit erforderlich. Eine Steinbockkolonie entschädigte für die Anstrengung.

Varaita-Tal: Anfangs technische Abfahrt, später leichter durchs Vallone di Soustra bis zur Talstraße SP251. Wiederaufstieg mit Schiebepassage 20 min. auf den Sentiero Lanzetti (kann ausgelassen werden: alternativ leichterer Weg Sentiero Crotto im Tal). Lange Trailabfahrt durchs Varaitatal auf der orografisch rechten Talseite bis Sampeyre. Elend lange Paßstraßenauffahrt (2:40 h) über den Colle de Sampeyre (2284 m) ins Mairatal. Ab Colle Bettone (1831 m) technisch anspruchsvolle Abschnitte auf den Percorsi Occitani über San Martino. Übernachtung in Vernetti in privatem B&B-Restaurant.

11. Etappe: Vernetti – Col del Preit – Rifugio Gardetta – Colle Malgherina – Col Bandia – Colle Valcavera – Monte Omo – Colle Serour – Gias Salé – Vallone della Madonna-Schlucht – Sambuco – Pietraporzio, 45,7 km, 1650 Hm

Mairatal: Lange Teerstraßen-Auffahrt auf SP 283 über Preit auf die Gardetta-Hochebene (es gäbe eine kürzere Variante ebenfalls auf Teer zum Colle Fauniera). Lange Traversierung der Gardetta-Militärstraße (Schotter) bis zum Colle Valcavera (2416 m). Technische Pfadtraverse (mit einigen ausgesetzten Schiebestücken) zum Monte Omo und ca. 20 min. Schieben/Tragen im Aufstieg zum Colle Serour (2432 m). In der technischen Abfahrt immer wieder verblockte Schiebepassagen. Technisch und ausgesetzte lange Abfahrt ins Sturatal durch die Schlucht Vallone della Madonna nach Sambuco. Übernachtung in einfachem Hotel in Pietraporzio (da in Sambuco alles ausgebucht war).



Tag 12-14, Seealpen, Vésubie, Grafschaft Nizza:

12. Etappe: Pietraporzio – Sambuco – Pratolungo – Colle Lombarda – Isola 2000 – Col Mercière – Nationalpark Mercantour – Col de Salèse – Le Boréon – Saint-Martin-Vésubie, 73,3 km, 2072 Hm


Sturatal: Schotterweg auf der orographisch rechten Talseite bis Pratolungo (alle Geschäfte im nahen Vinadio). Lange Auffahrt auf schmaler Teerstraße SP 255 Richtung Wallfahrtskirche Santuario di Sant’Anna di Vinadio und Colle Lombarda. Ab Abzweig (1830 m) Sant’Anna di Vinadio weiter auf holpriger Karrenpiste (Malga Orgials), später verfallener Maultierweg bis zum Grenzpass Col de la Lombarde (2351m) ins französische Département Alpes-Maritimes.

Abfahrt auf französischer Seite nach Isola 2000 auf Straße M 97 (Abschneider über Skipisten lohnen nicht). Sehr steile Auffahrt mit Schiebepassagen durch das Skigebiet von Isola 2000 zum Pass Col Mercière (2338 m), Nationalparkgrenze Mercantour. Abfahrt (legal) auf Karrenweg Richtung Col de Salèse (2031 m). Abfahrt auf Strasse M 89 bis le Boréon (GR 52 im NP ist verboten). Besichtigung des Wolfszentrums möglich. Ab le Boréon parallel zur M 89 verläuft der Sentier Valléen de la Vésubie bis St-Martin-Vésubie (927 m). Wir haben schon beim Einstieg bei le Boréon ziemlich viele durch Windbruch umgestürzte Bäume gesehen und es dann vorgezogen, auf Straße abzufahren. Unterkunft in privatem B&B in St-Martin-Vésubie.

13. Etappe: Saint-Martin-Vésubie – La Colmiane – GR 5 – Col de la Madeleine – Baisse de Venanson – Col d’Andrion – Le Brec d’Utelle – Utelle, 38 km, 1521 Hm

In den Ausläufern der französischen Seealpen Auffahrt auf Straße M 2565 zum Col St. Martin (1500 m) nach la Colmiane. Im Bikepark sehr steile Auffahrt durchs Skigebiet mit kurzen Schiebestücken zum Col de Colmiane (1641 m) und Col de Varaire (1740 m). Entlang des GR 5 längere Schiebepassagen ab dem Col de la Madeleine (1736 m) Richtung Mont Tournairet (höchste Stellen erreichen die 2000 m-Marke). Wenig begangene Traverse westseitig des Tournairet-Kamms zum Col d’Andrion (1684 m) auf der Strecke des Enduro-Rennens „Transvésubienne“. Nahezu alle Bergaufpassagen sind zu Schieben, alle Abwärtspassagen technisch sehr anspruchsvoll. Durchgängig steile Flanken und immer wieder ausgesetzte Passagen. Technisch anspruchsvolle Abfahrt auf dem GR 5 vom Col d’Andrion bis zum Col de Fournés (1350 m). Trailtraverse am Chemin du Tournairet zum Col de Gratteloup. Sehr mühsamer Aufstieg (20 min.) auf dem GR 5 in die Brec d’Utelle-Scharte (1530 m). Sehr anspruchsvolle Abfahrt auf dem GR 5 mit ständigen Schiebestücken bis Utelle. Unterkunft in kommunaler Gîte.

14. Etappe: Utelle – GR 5 – Vésubie-Schlucht – Levens – Tourette – Saint-André-de-la-Roche – Nizza, 46,3 km, 860 Hm

Auffahrt zur Wallfahrtskirche Sanctuaire de la Madone d’Utelle (GR 5 variante). Schiebestücke an der Cime du Diamant. Verblockte Abfahrt (mit Schieben) zum Col d’Ambellarte. Wenig begangener Weg zum Col de la Moutète (mit Schiebestücken). Abfahrt auf technischem Pfad nach La Villette, dann Strasse bis Le Cros d’Utelle und hinab in die Vésubie-Talschlucht. (Empfehlung: ab Utelle besser direkt den GR 5 bis Cros d’Utelle nehmen.) Überquerung des Flusses über alte Steinbrücke und steiler Aufstieg auf GR 5 bis zur Straße M 19 bei Levens (über 300 Hm Schieben bergauf!). In der alten Grafschaft Nizza ab Levens auf der Strecke der „Transvésubienne“ entlang der Mont Ferion-Flanke östlich und westseitig Mont Cima-Chauve-Aspremont-Traverse auf dem GR 5 bis St.-André-de-la-Roche. Wir haben auf der letzten Etappe angesichts der zermürbenden vorangegangenen Schiebepassagen irgendwann aufgegeben und sind ab Levens auf Straße M 19 ca. 25 km bis an die Küste gefahren. Unterkunft in B&B in Nizza.

GPS-Tracks:


INFO

Beste Reisezeit: Mitte Juli bis Mitte September

An- und Abreise per Flugzeug: Genf und Nizza werden von Lufthansa und Air France angeflogen. Beide Airlines befördern verpackte Bikes innerhalb der Freigepäckgrenze von 23 kg kostenlos. Die Transalp-Rucksäcke gehen als Handgepäck gerade noch so durch.

Bei Anreise mit dem PKW: Rückkehr von Nizza nach Genf ist etwas umständlich mit der Bahn möglich. Oder mit Mietwagen.

Unterkünfte in Berghütten, Gîtes, einfachen Pensionen, Gasthöfen und Hotels.

Literatur: Alpencross, Mit dem Mountainbike über die Ost- und Westalpen, Achim Zahn, Bruckmann-Verlag, ISBN 978-3765440595. Alpencross West-/Südalpen, Achim Zahn, Bruckmann-Verlag, ISBN 978-3765447730

Karten: In gedruckter Form Karten für eine 700 km lange Strecke mitzunehmen ist natürlich unmöglich. Umso wichtiger ist vorherige Beschäftigung damit. IGN-Karten im Maßstab 1:25.000 sowie Online-Kartenmaterial auf OSM-Basis diverser Trackportale waren für die Planung von Nutzen. Auf einem zuverlässigen Navigationsgerät sollten diese Karten in elektronischer Form mit auf Tour sein. Die digitalen IGN-Karten kann man kaufen oder über Smartphone-Apps für eine zeitliche Dauer nutzen.
 
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