Wie sieht Euer Teibun Setup aus?

Willkommen! Registriere dich jetzt in der Mountainbike-Community! Anmeldung und Nutzung sind kostenlos, die Anmeldung dauert nur ein paar Sekunden.
Schlagworte:
  1. Ralf_T

    Ralf_T

    Dabei seit
    05/2014
    Seit ein paar Wochen bin ich mit meiner neuen Teibun unterwegs, und hab jetzt so knapp 500km damit abgespult. Natürlich habe ich in dieser Zeit versucht, ein möglichst gut passendes Setup für mich zu finden.

    Erstmal meine Daten:
    Gewicht fahrfertig angezogen incl. Rucksack: ca. 72kg
    Größe: 172cm
    Schrittlänge: 80cm
    Gelände / Fahrweise:
    Hügelige wurzelige Waldtrails im Nürnberger Raum, Bergab gerne etwas schneller, Sprünge am liebsten an natürlichen Wellen und Kanten, Kicker sind weniger mein Ding, bis etwa 60cm ok, Größere überlasse ich den Youngstern ;-). Drops bis 120cm. Ich trete Alles was ich runter fahre vorher hoch, scheue auch keine Verbindungswege um paar interessante Spots in der Gegend abzuklappern, auf Waldautobahnen muss es dann aber stramm vorangehen. Feierabendrunde so ca. 25km/500Hm/1,5h.

    Mein Teibun habe ich in Rahmengröße M gewählt, weil ich auf alle Fälle den längeren Reach von 438mm wollte, damit komme ich super klar.

    Nun meine Einstellungen:

    Cockpit:
    30er Vorbau
    Der war drin, empfand ich erst als viel zu kurz. Komme damit aber trotzdem selbst steile Rampen gut hoch, daher hab ich ihn erstmal drin gelassen. Bergab ist der Stummel natürlich angenehm. Werde vielleicht aber nochmal nen 40er testen, probieren geht über studieren. Ich bin mir nicht ganz sicher ob ich in Kurven vielleicht mit längerem Vorbau etwas mehr Druck aufs VR bringen würde für mehr Grip..

    Lenker (Original) 12,5mm Rise, auf 760mm gekürzt (mit 780mm überall angestoßen..;-)
    so tief wie möglich, etwa 3cm unter Sattelniveau

    Fahrwerk:
    Pike mit 4Tokens, 60psi, Zugstuge ca. 5 Klicks geschlossen, LowSpeedDruckstufe 5-7Klicks zu,
    SAG 20-25%

    Monarch 225psi, Zugstufe ca. 4Klicks zu,
    SAG 25-30%

    Lockout und Pedal Einstellung benutze ich fast nie.

    Reifen:
    Die sauschweren und für mein Revier überdimensionierten WTB Tough (Gravity Karkasse) Reifen mussten einer Hans Dampf soft / Nobby Nic speedgrip Tubeless Kombi weichen, um Gewicht zu sparen und die Tourentauglichkeit zu verbessern. Im Herbst wenns schlammiger wird soll eine Mary vorne drauf und der Dampf nach hinten..

    So, jetzt würde mich interessieren, wie Ihr Eure Teibun so fahrt?

    Gruß, Ralf
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. Mai 2018
  2. MTB-News.de Anzeige

  3. Ralf_T

    Ralf_T

    Dabei seit
    05/2014
    Hallo miteinander,

    ich starte hier nochmal einen Anlauf - vielleicht mag ja doch noch jemand mit mir über das Setup seiner Teibun fachsimpeln...

    Nach nunmehr schon fast 2000km auf meiner Teibun habe ich am Setup noch einiges verändert:

    1. Cockpit:
    Da ist mittlerweile ein 50mm Vorbau (Newman) und ein Lenker mit 10mm Rise (Syntace) verbaut. Mit dem etwas längeren Vorbau komme ich in Kurven besser klar (besserer Grip vorne, nicht so hecklastig) und sitze bergauf besser.

    2. Gabel:
    Da hatte ich ja erst 4 Tokens drin, weil ich ein möglichst gutes Ansprechverhalten wollte. Die 4 Tokens waren aber zuviel des Guten. Entweder ich hab den Hub nie genutzt, oder die Gabel ist bereits bei kleinen Schlägen seeehr weit eingetaucht. Das Wegtauchen mit mehr LSC zu bekämpfen ist dann dem Ansprechverhalten auch wiederum nicht zuträglich.
    Deshalb bin ich dann sehr bald auf drei Tokens mit etwas mehr Druck (65psi), etwas mehr Zugstufe (7 Klicks) und ohne bzw. wenig LSC (0..3Klicks) umgestiegen. So bin ich nun die längste Zeit mit dem Rad gefahren.
    Vor kurzem habe ich aber trotzdem nochmal Hand angelegt, und noch ein Token rausgenommen. Ziel der Übung sollte eine (doch wieder ;-)) linearere Kennlinie sein, so daß das Wegtauchen bei mittleren Schlägen nochmal etwas weniger wird. Jetzt fahr ich also
    2Tokens, knapp 70psi, Zugstufe 5 Klicks, LSC offen.
    Zuerst fand ich es zu straff, hatte auch die Zugstufe erst mal unverändert auf 7Klicks, aber mittlerweile taugt es mir so ganz gut. Den Druck könnte ich sogar noch minimal reduzieren, muss noch etwas experimentieren...

    3. Hinterbau:
    Mit dem Hinterbau war ich lange nicht wirklich zufrieden. Bei einigen der Sprünge bei uns in der Gegend hat der immer recht unangenehm gekickt. Deshalb hab ich ihn nach und nach immer straffer gestellt. Zum Schluss waren dann 230psi drin, Zugstufe auf 11klicks zugedreht, und LSC bin ich oft auf Mid gefahren, da das gut zur straffen Zugstufe passt. So lässt es sich zwar bombensicher mit Highspeed über lange Wellen donnern, aber die Kiste war bockhart und das Ansprechverhalten auf Wurzelteppichen oder anderen kurzen Schlägen war einfach nur mies. Deshalb bin ich dann vor kurzen folgenden Weg gegangen:
    Erstmal Luftdruck reduziert, nach dem Motto, wenns durchschlägt kann ichs ja wieder härter machen..
    Dann hab ich mir eine kurze Teststrecke, die ich sehr gerne fahre ausgesucht, und bin die dann systematisch mit veränderten Dämpfungseinstellungen gefahren. Ziel war ein deutlich besseres Ansprechen auf Wurzelwegen, trotzdem kein Kicken, und auch bei höheren Geschwindigkeiten auf langen Wellen ein noch sicheres Fahrverhalten. Am Ende kam folgendes dabei raus:
    210psi, Zugstufe 7Klicks, LSC open
    Erstaunlicher Weise hat es auch mit dem reduzierten Druck bisher nie durchgeschlagen. Das hatte ich nämlich befürchtet, denn ich war bisher der Meinung, mit 230 psi den Federweg gut ausgenutzt zu haben..
    Jetzt spricht die Fuhre auf Wurzeltrails auch wunderbar an, und ich kann trotzdem an Sprüngen noch gut das Gas stehen lassen, passt also so weit.

    4. Reifen:
    Da hab ich jetzt auch schon einiges durch. Ums kurz zu machen - ich bin mittlerweile ein großer Semislick Fan am HR. Hab nen Rock Razor drauf und finde den einfach genial. Der Hans Dampf vorne ist mittlerweile einem Speci Butcher Grid gewichen, den mag ich auch ;-)
    Die Grid Karkasse von Specialized scheint auch ein gutes Mittelding zwischen Schwalbes Snake Skin (saudünn) und Super Gravity (sauschwer) zu sein.

    Gruß, Ralf
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. Oktober 2018