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Hallo,
ich bin momentan auf der Suche nach einem All Mountain. Trotzdem bin ich auf das Canyon strive gestoßen, ganz klar ein Enduro. Und bevor sich hier jemand aufregt: Ja, das Strive ist nicht das was ich suche und werde es daher nicht kaufen, es geht bei mir eher in die Richtung YT Jeffsy oder Radon Slide Trail.
Durch den Shapeshifter finde ich das Canyon jedoch trotzdem interessant. Im DH-Modus hat man es hier wohl mit einer klassischen Enduro zu tun, der etwas mehr Reserve hinten nicht Schaden könnte. Wahrscheinlich nicht das, was man eine Downhill WC-Strecke auf Teufel komm raus runterschießen sollte, sonst sollte damit aber alles mehr oder weniger passabel sein.
Nun gibt der ShapeShifter noch einen anderen Modus frei, der das Bike im Uphill mit besserer Kraftübertragung aussatten soll und auf leichteren Abfahrten ein direkteres Feedbeck vom Bike hervorrufen kann, sodass man durch den ganzen Federweg nicht einfach ,,drüberschwimmt". Dann hat man aber eine Gabel mit 170mm Reserve und einen Hinterbau mit 125,135,140mm(?);das wirkt etwas unausgeglichen, nicht?

Also:
Weiß jemand, wie viel Federweg das Strive im steilen Modus ausspuckt?

Wie ist es dann mit der Tourentauglichkeit gegeben? Klar, das ist kein Neuron, aber kann das Bike dann mit Trail/AM Rädern mithalten?

Hat jemand Erfahrungen mit dem mit dem Fahrad (->Unausgeglichenheit im Uphill-Modus)?

Ich würde mich natürlich über zahlreiche Antworten freuen.
Lg Raphael
 
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Hast dort schon mal geschaut. Glaube wie sich das Bike verändert durch den Shapeshifter müsste in jedem Test stehen.
 

Herr Latz

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Ich kann dir nur zum alten Strive was sagen. Da hat der Shapeshifter enorm was gebracht. Seinerzeit gab es m.E. kein rad das so gut bergauf und gleichzeitig so gut bergab ging. Unausgeglichenheiten bergauf wären mir nicht aufgefallen. Umstellen hat aber auf Dauer genervt. Und bei ebenen Trails wusste ich nie welchen modus ich haben will. Das neue Strive hat micht nie angelacht und ich hab auch den Eindruck daß moderne Dämpfer das Einsinken in den Federweg besser verhindern als das ein 2015er Dämpfer gemacht hat. Lange Rede kurzer Sinn: Ich fand ihn am alten Strive super, weis aber nicht ob er mit modernen Kinematiken und Dämpfer noch so viele Vorteile bringt.
 
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Ich kann dir nur zum alten Strive was sagen. Da hat der Shapeshifter enorm was gebracht. Seinerzeit gab es m.E. kein rad das so gut bergauf und gleichzeitig so gut bergab ging. Unausgeglichenheiten bergauf wären mir nicht aufgefallen. Umstellen hat aber auf Dauer genervt. Und bei ebenen Trails wusste ich nie welchen modus ich haben will. Das neue Strive hat micht nie angelacht und ich hab auch den Eindruck daß moderne Dämpfer das Einsinken in den Federweg besser verhindern als das ein 2015er Dämpfer gemacht hat. Lange Rede kurzer Sinn: Ich fand ihn am alten Strive super, weis aber nicht ob er mit modernen Kinematiken und Dämpfer noch so viele Vorteile bringt.
Das hört sich bei all der Kritik die man hier im Forum übers Strive hört ja interessant an. Eigentlich bin ich auf der Suche nach einem All Mountain, sofern man das Strive aber im Uphill Modus hört sich das ja so an, als ob das Strive ein guter All-Rounder wäre. Und für die rund 10 Bikeparkbesuche pro Jahr und echte Enduro-Trails kann man ja im DH-Modus fahren. Ich glaube schon, dass das Strive ein ordentliches Bike ist, und durch den ShaprShifter kann man anscheinend auch deutlich besser bergauf. Klar, das man mit einem Neuron schneller oben ist, aber nach meinem Empfinden ist das Bike mindestens so gut wie das neue Spectral 29, vielleicht sogar besser.
Was hat dich auf dauer am Umstellen genervt? Die Bedienung des Shapeshifters wurde meines Wissens nach ja grundlegend überarbeitet. Oder ist das nicht die Lösung des Problems?
 

Herr Latz

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Der Unterschied ist halt schon recht deutlich. Ich hab immer wenn es bergauf/bergab geht umgestellt. aber wenn du bergauf losfährst und dann merkst daß der Shapshifter noch auf downhill steht, dann muß man den Hebel drücken, gleichzeitig das Hinterrad entlasten, die Jungs und Mädels ziehen aber unbeirrt weiter, man verliert die Traktion, oh nein, ich hab den Anschluß verloren. Alles sehr schlimm wie du sehen kannst. Vermutlich ist es mit der neuen Version besser.
Bzgl. Breitbandigkeit: Das alte Strive geht besser den Berg hoch und besser runter als das alte Jeffsy. Abgesehen von technischen, verblockten Passagen wo das Jeffsy mit 29 Zoll über alles drüberrollt.
Die neueren Kinematiken sind aber auch wirklich besser geworden. Ich würde das nicht 1 zu 1 auf neue Räder übertragen. Prinzipiell ist es immer gut etwas nicht am Rad zu haben.
 
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Der Unterschied ist halt schon recht deutlich. Ich hab immer wenn es bergauf/bergab geht umgestellt. aber wenn du bergauf losfährst und dann merkst daß der Shapshifter noch auf downhill steht, dann muß man den Hebel drücken, gleichzeitig das Hinterrad entlasten, die Jungs und Mädels ziehen aber unbeirrt weiter, man verliert die Traktion, oh nein, ich hab den Anschluß verloren. Alles sehr schlimm wie du sehen kannst. Vermutlich ist es mit der neuen Version besser.
Bzgl. Breitbandigkeit: Das alte Strive geht besser den Berg hoch und besser runter als das alte Jeffsy. Abgesehen von technischen, verblockten Passagen wo das Jeffsy mit 29 Zoll über alles drüberrollt.
Die neueren Kinematiken sind aber auch wirklich besser geworden. Ich würde das nicht 1 zu 1 auf neue Räder übertragen. Prinzipiell ist es immer gut etwas nicht am Rad zu haben.
Das hört sich ja ganz ordentlich bzgl. All-Rounder Fähigkeiten an. Und mit meinem aktuellem Skillniveau ist es fraglich, ob ich mich mittelfristig schon auf technischen Trails bewegen werde. Würdest du es eher als All Mountain mit noch breiterem Einsatzspektrum oder als ausgewachsenes Enduro mit guter Uphilltauglichkeit beschreiben?
 

Herr Latz

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Leichtes Enduro das besser bergauf geht als viele AM-Bikes. Leicht bezieht sich aber nicht aufs Gewicht sondern soll ausdrücken daß es innerhalb des Enduro Segments näher an den AM-Bikes liegt.
Um nochmal drauf hinzuweisen: Das sind Erfahrungen zum alten Strive.
 
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Leichtes Enduro das besser bergauf geht als viele AM-Bikes. Leicht bezieht sich aber nicht aufs Gewicht sondern soll ausdrücken daß es innerhalb des Enduro Segments näher an den AM-Bikes liegt.
Um nochmal drauf hinzuweisen: Das sind Erfahrungen zum alten Strive.
Ja, mir ist durchaus bewusst, dass sich deine Erfahrung auf das alte Strive beziehen. Ich hoffe jedoch, dass es Canyon gelungen ist, die Vorteile des alten Bikes weitgehend im neuen Bike aufzunehmem. Die Shapeshifterprobleme sollen sich beim neuen Strive auch drastisch reduziert haben.
 
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Hi!

Ich fahre das Strive seit gut einem Jahr und kann nur positives berichten. Ich fahre zu 60% lange Touren (da meine ich wirklich lange Tagestouren mit so > 90 km mit 1500 bis 3000 HMs). Mit dem Shapeshifter klettert das Bike wirklich toll (für ein Enduro). Ich bin vorher das Trek Slash mit einem Carbonrahmen gefahren (ging auch gut im Uphill) aber das Strive ist im Uphill aus meiner Sicht viel besser.

Im Downhill-Modus bügelt das Ding alles weg was ich fahren kann/will (zb. Hackelberg-Trail oder Bergstadl-Trail in Saalbach, Bikepark Leogang (nicht die extremen Downhill-Lines, etc.). Und den Mangel an Fahr/Sprungtechnik bügelt der Federweg zur Not auch aus. :)

Für mich ist das Strive das All-on-One-MTB für alles (klar es kann nichts perfekt aber auch alles sehr ordentlich). Das Gewicht (in meinem Fall 15 kg) ist mir recht egal, weil die Geometrie top ist! Und die 2-3 Minuten die ich langsamer bin als meine Kollegen (mit XC-Bergziegen-Bikes wie das Neuron oder das Lux) im Uphill, hole ich im Downhill bzw. bei Drops/ Gap-Sprüngen mit einem breiten Grinsen wieder auf. :)

LG

Martin
 
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Hi!

Ich fahre das Strive seit gut einem Jahr und kann nur positives berichten. Ich fahre zu 60% lange Touren (da meine ich wirklich lange Tagestouren mit so > 90 km mit 1500 bis 3000 HMs). Mit dem Shapeshifter klettert das Bike wirklich toll (für ein Enduro). Ich bin vorher das Trek Slash mit einem Carbonrahmen gefahren (ging auch gut im Uphill) aber das Strive ist im Uphill aus meiner Sicht viel besser.

Im Downhill-Modus bügelt das Ding alles weg was ich fahren kann/will (zb. Hackelberg-Trail oder Bergstadl-Trail in Saalbach, Bikepark Leogang (nicht die extremen Downhill-Lines, etc.). Und den Mangel an Fahr/Sprungtechnik bügelt der Federweg zur Not auch aus. :)

Für mich ist das Strive das All-on-One-MTB für alles (klar es kann nichts perfekt aber auch alles sehr ordentlich). Das Gewicht (in meinem Fall 15 kg) ist mir recht egal, weil die Geometrie top ist! Und die 2-3 Minuten die ich langsamer bin als meine Kollegen (mit XC-Bergziegen-Bikes wie das Neuron oder das Lux) im Uphill, hole ich im Downhill bzw. bei Drops/ Gap-Sprüngen mit einem breiten Grinsen wieder auf. :)

LG

Martin
Danke für den ausführlichen Beitrag. Ich habe mir aber bereit vor ca. einem Monat das Spectral 29 CF7 bestellt, da die Geo entscheidend moderner ist. Und wenn ich in 2-3 Jahren beschließen sollte, das Bike verkaufen zu wollen, ist es wahrscheinlich immer noch mit gleichem Rahmen & Geo sowie ähnlichen Komponenten so bei Canyon neu zu erwerben. Das Strive ist, wie du beschrieben hast, sicherlich auch ein ordentliches Bike, in meinem Fall ist es jedoch das neue Spectral geworden. Es soll in den nächsten Wochen ankommen; bin schon sehr gespannt, wie es sich so fährt.
 
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