XT 12-fach Schaltwerk will manchmal zurück vom 10T auf 12T Ritzel

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Moin!

Ich habe hier ein Canyon EMTB Fully mit Shimano Deore XT 12-fach Schaltwerk, Shimano Deore 10-51 Kassette sowie M6100 Kette.

Die Schaltung zickt leider von Anfang an und ist jetzt nach 500km nicht besser.
Auf dem kleinsten Ritzel habe ich ab und zu mal ein "Klong" und spüre es auch leicht in den Pedalen.
Ein komplettes durchrutschen bzw. überspringen ist es wohl aber nicht.

Zusammenhang mit Last, Einfedern oder Kurven habe ich nicht feststellen können..

H-Schrabe, B-Schraube und Zugspannung habe ich schon durch.
Einmal wie normal eingestellt wird und dann auch jemweils mal stumpf +/- gedreht ohne Problemlösung.

Vorhin habe ich dann die GoPro nähe Schaltwerk montiert und mir dann mal die Aufnahmen angesehen.
Wenn das Geräusch kommt, wandert das Schaltwerk leicht nach vorne (mehr Kette benötigt).


Meine Diagnose wäre, die Kette versucht auf das größere Ritzel zu kommen und ruscht ab und Klong.

Rad habe ich von Canyon aber schon mit ganz offener H-Schraube erhalten.
Eine Umdrehung weiter öffnen bingt nichts - schon probiert. ;-)
H-Schraube weiter rein, macht es komischerweise aber auch nicht schlimmer. Irgendwann ist der 12. Gang einfach nicht mehr da.

Sind dies normale Probleme einer 12-fach?
Sollte einem das Schaltwerk nicht etwas mehr zum Einstellen geben?

Wie bekomme ich die Sache gelößt?

Gruß
 
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Die H Schraube dient zur Einstellung des Endanschlags und nicht der Zugspannung. Es sei denn die Schaltung wurde ab Werk falsch justiert, was bei Canyon durchaus normal sein kann.

Die B Schraube regelt die Umschlingung und muß nach der Markierung auf der Kassette eingestellt werden.

Schaltzug komplett lösen und dann von vorne anfangen einzustellen. Dafür gibt es eine Händlerbetriebsanleitung von Shimano (google).

 
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Mit Zugschraube meine ich das Einstellding vorne am Eingabegerät beim Lenker.
Wie nennt ihr das Teil so? ;-)

Normales Vorgehen des Einstellen eines Schaltwerkes sind bekannt und sind schon durchgeführt worden.
 
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Wie geschrieben, Schalthebel, Einstellschraube.

Sollte einem das Schaltwerk nicht etwas mehr zum Einstellen geben?

Normales Vorgehen des Einstellen eines Schaltwerkes sind bekannt und sind schon durchgeführt worden.

Das widerspricht sich irgendwie.

ich würde nochmal alles, Kettenlänge etc., gemäß der Anleitung überprüfen bzw. einstellen. Wenn das nichts hilft, zurück zum Mofahändler.
 
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Bin mir der Einstellung laut Norm schon durch. ;-(
Auch dass das Schaltwerk und die Steckachse sind fest etc.

Ritzelpaket kann nach 500km noch nicht durch sein.
Kette liegt aktuell bei 119,77mm.

Hier übrigens das Vid:

Klong ist bei 0:14 ; 0:40 und 3:31

Welche Tricks hat den den Mofa-Händler bzw. was kann hier defekt bzw. außerhalb der Norm sein?
 
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Normales Vorgehen des Einstellen eines Schaltwerkes sind bekannt und sind schon durchgeführt worden.

Kann nicht sein, sonst würde die Schaltung funktionieren. Die Tatsache dass Du an den falschen Schrauben gedreht hast und die Bezeichnungen nicht kennst, bestätigt das. Daher habe ich Dir das Händlerbuch verlinkt. Wenn ich an Deiner Stelle wäre, würde ich bei Null anfangen, den Zug am Schaltwerk komplett lösen und dann mit dem Einstellen beginnen.
 
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Ritzelpaket kann nach 500km noch nicht durch sein.
Kette liegt aktuell bei 119,77mm.

Die Kraft des Motors ist so enorm, daß es durchaus sein kann, daß ein Antrieb bei 500Km durch ist. Besonders wenn man mit niedriger Trittfrequenz unterwegs ist, weil man nicht schwitzen möchte (auf dem Weg zur Arbeit). Aber bei Dir war das Problem ja schon von Anfang an, daher schließe ich einen Verschleiß mal aus und verweise nochmal auf das fachgerechte einstellen laut Händlerhandbuch.

Wenn Du sagst schon alles fachgerecht gemacht zu haben, dann mußt Du mit der defekten Schaltung leben.

Klong ist bei 0:14 ; 0:40 und 3:31

Ich höre kein Klong, kein Kling, kein nix. Vermutlich ist der überflüssige Motor zu laut.
 
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Hörst Du das echt nicht? Das Klackt doch richtig und bei diesen Zeitmarken war ich nicht an der Schaltung.

Selbst wenn Du den Ton aus hast, müßtet Du doch sehen wie sich das Schaltwerk bewegt?

Das was Du als leuten Motor bezeichnest ist übrigens ein XC-Reifen! ;-)
Die GoPro ist nen knappen cm von Reifen entfernt.


Einstellung bin ich wie gesagt "laut Lehrbuch" schon durch. - Dies mir einfach mal glauben.

B-Schraube wird immer wieder in der gleichen Position landen, da man das ja am Schaltwerk peilt.
L-Schraube muss ich gar nicht anrühren da nur für eine vollig andere Sache da.

Bei uns hier heißt die Einstellschraube eben "Zugschraube" ... ist was zum Schrauben am Zug. ;-)
Nur weils hier anders heißt, muss man nicht sagen, dass ich 3-4 Sachen zum Einstellen nicht unterscheiden kann.

Schaltzug ist auf dem Kleinsten Ritzel leicht entspannt.
Selbst wenn ich die Einstellschraube mehrere Umdrehungen rein Schraube habe ich im 12 Gang immer noch das selbe Problem.


btw: Viele Einstellanleitungen im Netz sagen übrigens man müßte die H-Schraube so stellen, dass die Schaltrolle mittig mit dem Ritzel fluchtet. Shimano nennt aber in der Anleitung sogar es soll die Außenfläche des Ritzels sein.
 
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IMHO ist die Schaltung im Video schon richtig eingestellt. Wenn die Einstellung nicht stimmt, ruckelt es viel öfter und vorallem regelmäßiger.
 
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Erstmal , Zugschraube , Zugeinstellschraube , Einstellschraube sind alles das selbe und damit stellst das Schaltröllchen fluchtend zum Ritzel ein . ( Nur wird halt nicht , wie viele hier meinen und oft gelesen , die Zugspannung verändert ) Und ich meine auch dass die Einstellung passt denn zwischen dem 2. u. 3. Klacken vergehen 3 Minuten. Und ich glaube nicht das eine Einstellungsänderung da etwas ändern könnte.
Ich kann mir nur vorstellen das ein Kettenglied etwas schwergängig ist und dann wenn das Klacken auftritt dieses Kettenglied auf einen etwas verbogenen Zahn trifft. Beim Film oben läuft die Kette bei jedem Klacken auf den selben Ritzel . :ka:
 
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Genau Probleme immer auf dem 10er Ritzel. Da die Kette nicht komplett durchrutscht, ist ja meine Vermutung sie will mal kurz am 12er Ritzer hochlaufen.

Es passiert wirklch nur alle paar Minuten und da man nicht ins leere tritt, ist die Gefahr auch gering.
Trotzdem nervt es und ich vermute langfristig wird es auf das Material gehen.

Alle Glieder der Kette sind leichtgängig.
Kettenlänge stimmt auch.
Maschine ist komplett neu und sturzfrei.

Ich suche mal nach passenden dünnen Unterlegscheiben und versuche mal testweise das komplette Schaltwerk etwas weiter raus zu holen oder der kompletten Nabe etwas mehr Abstand zur rechten Rahmenseite zu verschaffen, dass ich "mehr Weg" für die H-Schraube habe.
 
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Ich bin Heute zufällig auf dem Radweg bei einem leichten Berg neben 2 Akkufahrern pedaliert. Beide haben unter Vollast geschaltet. Das hat Schläge getan, respekt an die Technik dass da nix explodiert ist. Nicht dass Du das auch tun würdest, aber wenn man nur einmal bei 300-400W schaltet kann sich schon etwas verbiegen.
 
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Wenn du alles eingestellt hast, Schaltwerk und Schaltauge prüfen ob die gerade sind, dassist die Grundvoraussetzung. Wenn das nicht passt, kannst du einstellen was du willst, dass wird nie richtig funktionieren. Vor allem die 12-fach Schaltungen sind da empfindlich geworden.
 
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Spiele mal ein wenig mit der B Schraube. Es gibt irgendwo ein englisches Video in dem erklärt wird, daß die Markierung auf der Kassette für die Einstellung der Höhe des Schaltröllchen zur Kassette nicht ganz paßt. Kostet Dich nix den Abstand mal deultich zu vergrößern, kannste unterwegs ja wieder zurückdrehen.
 

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Wurde das Schaltauge schon auf korrekte Ausrichtung geprüft? Wenn das nicht sauber ausgerichtet ist, kann man tagelang an allen Schrauben drehen und es wird nicht besser werden. Die Problembeschreibung deutet schwer darauf hin.
 

checky

.... lass laufen !!
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& mehrere Gänge ohne zu pedalieren schalten ist auch eine ganz schlechte Angewohnheit (ab Sek.25). So leiert jedes Schaltwerk in kürzester Zeit aus.
Vielleicht solltest Du auf eine Nabenschaltung umsteigen.
 
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Moin!

Messgerät zum kontrollieren habe ich nicht.
Aber auf dem kleinsten und größten Ritzel fluchtet das Schaltwerk gut zum Hinterrad.

B-Schraube habe ich bereits nachgestellt. Das war ab Händler eher etwas zu knapp gestellt.
Aber sollte eine falsch eingestellte B-Schraube nicht sogar egal sein?
Die untersten 8 Ritzel sind eh die gleichen, egal auf welche Kassette die B-Schraube eingestellt ist.


Eine Sache die mich noch schaftigt:
Um von dem 10er auf das 12 Rizel zu schalten benötige ich nicht nur einen Klick sonder muss quasi um 1,5 oder 1,8 Gänge den Hebel vordrücken und dann wieder nachlassen. Ist das bei euch auch so?

Dieses Verhalten ist doch rein vom Schalthebel abhängig da dort der Index drin ist.
Einstellung H-Schraube würde nichts bringen. Einzig die Zugeinstellschraube wurde was bewirken aber gleichzeitig auch das Schalten auf allen anderen Gängen verschlechtern.



btw: Das Schalten unter Last ist so eine Sache. Man ist seit Ewigkeiten darauf geeicht, beim Schalten zwar normal weiter zu tretten aber kurzseitig deutlich weniger Drehmoment aufzubringen.
Mit Motor ist es besonders bei hohen Lasten und oder Trittfrequenzen aber so, dass der gerne eine volle Umdrehung weiter drückt, das erfordern doch etwas Gewöhnung.

Gruß
 
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Messgerät zum kontrollieren habe ich nicht.
Aber auf dem kleinsten und größten Ritzel fluchtet das Schaltwerk gut zum Hinterrad.
Die Optik sagt nicht so viel aus. Es müßte gemessen werden.
B-Schraube habe ich bereits nachgestellt. Das war ab Händler eher etwas zu knapp gestellt.
Aber sollte eine falsch eingestellte B-Schraube nicht sogar egal sein?
Die untersten 8 Ritzel sind eh die gleichen, egal auf welche Kassette die B-Schraube eingestellt ist.
Wenn die B Schraube egal wäre, würde es sie nicht geben und alle Hersteller hätten einen fest eingestellten Abstand.
Eine Sache die mich noch schaftigt:
Um von dem 10er auf das 12 Rizel zu schalten benötige ich nicht nur einen Klick sonder muss quasi um 1,5 oder 1,8 Gänge den Hebel vordrücken und dann wieder nachlassen. Ist das bei euch auch so?
Das passiert wenn zu wenig Zugspannung auf dem Schaltseil ist.
Dieses Verhalten ist doch rein vom Schalthebel abhängig da dort der Index drin ist.
Einstellung H-Schraube würde nichts bringen. Einzig die Zugeinstellschraube wurde was bewirken aber gleichzeitig auch das Schalten auf allen anderen Gängen verschlechtern.
Stimmt.
btw: Das Schalten unter Last ist so eine Sache. Man ist seit Ewigkeiten darauf geeicht, beim Schalten zwar normal weiter zu tretten aber kurzseitig deutlich weniger Drehmoment aufzubringen.
Mit Motor ist es besonders bei hohen Lasten und oder Trittfrequenzen aber so, dass der gerne eine volle Umdrehung weiter drückt, das erfordern doch etwas Gewöhnung.

Gruß
Deshalb verschleißen E Bike Antriebe unter Anderem auch schneller.
 

Geplagter

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Messgerät zum kontrollieren habe ich nicht.
Aber auf dem kleinsten und größten Ritzel fluchtet das Schaltwerk gut zum Hinterrad.
Du kannst dir und uns ne Menge Zeit und Ärger sparen, wenn du das Schaltauge mit einem entsprechenden Werkzeug prüfst, bzw. prüfen lässt. Ich gehe fest davon aus, dass dies die Ursache für deine Probleme ist.
Ich weiß, es mag schwer zu glauben sein, aber bei einem 12-fach Antrieb muss die Einstellung hier aber wirklich genau stimmen. Mit Augenmaß kommst du da nicht weit.
 
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Übrigens, die Praxis hat gezeigt, daß auch neue Schaltaugen nicht automatisch immer gerade sind. Daher ist seit 12fach ein Schaltaugen Richtwerkzeug leider so wichtig geworden wie ein Ersatzschlauch.
 
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