Yari auf Debonair upgraden und Travel erhöhen

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Hallo! Ich möchte meine Rockshox Yari (2017) upgraden. Der Grund dafür ist, dass ich nach Stein- oder Wurzelfeldern und langen Trails schnell Probleme mit den Handgelenken bekomme. Am Cockpit habe ich schon viel ausprobiert und ergonomisch optimiert. Daher denke ich, dass es Sinn macht die Gabel aufzurüsten. Dazu habe ich ein paar Fragen an euch!

(Fahre ein Hardtail mit 120mm. Hauptsächlich auf Trails unterwegs. Abfahrtsorientiert. Bei meiner Fahrweise wäre bestimmt auch ein Fully mit mehr Federweg gut, aber dazu reicht die Kohle gerade nicht...)

(1) Denkt ihr das Upgrade auf die neue Debonair (2021) wäre sinnvoll für mich?
(2) Macht es Sinn den Federweg von 120mm auf 140mm zu erhöhen (am Hardtail)?
(3) Falls ja, kann ich mit 140mm theoretisch einfach mehr Sag einstellen um die Geo nicht zu beeinflussen?
(4) ... und wie würde sich 140mm und mehr Sag auf das Verhalten der Gabel auswirken?

Freue mich über Feedback von euch!! Danke!!
 
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Sag ist immer ein prozentualer Anteil von Gesamtfederweg. An einer Gabel bei 15 -25%. Wenn du 20% von 140mm einstellst, ist der Negativfederweg logischerweise länger als bei einer 120mm Gabel.

Ich frag langsam echt, warum Rockshox so viele Gabel hat: SID, Revelation, 35, Pike, Yari und Lyrik, alle mit 35mm Standrohren und die Yari deckt dann noch Federwege von 120 bis 180mm ab.
 
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Schau doch mal in den Thread Yari Tuning hinein, da gibt es eine Menge Tipps und Erfahrungen für einfaches Dämpfertuning. Deine Probleme kannst du evtl. auch darüber angehen.
Ich habe selber eine 2016er Yari und gerade auf die neue Debonair umgerüstet, aber noch nicht eingehend getestet.
Aber insbesondere das von @MarioJaneiro (MST) empfohlene HSC-Tuning hat das Ansprechverhalten schon mal deutlich verbessert (bei passender Gelegenheit werde ich aber wohl noch auf eine "richtige" MST-Dämpfung umsteigen)
 
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Sag ist immer ein prozentualer Anteil von Gesamtfederweg. An einer Gabel bei 15 -25%. Wenn du 20% von 140mm einstellst, ist der Negativfederweg logischerweise länger als bei einer 120mm Gabel.
Klar, das macht Sinn. Momentan fahre ich 120mm mit ca. 20% Sag. Ergibt 96mm Positivfederweg. Wenn ich jetzt den Travel am Hardtail auf 140mm erhöhe und 30% Sag einstelle, hätte ich 98mm Positivfederweg.

Meine Vorstellung dazu, eine feinfühligere, weichere Federung die Schläge besser ausfüllt, das Rad bleibt durch mehr Negativfederweg öfter am Boden. Dabei bleibt die Hardtail Geo jedoch erhalten.

Machen diese Überlegungen Sinn oder ist davon abzuraten?
Aber insbesondere das von @MarioJaneiro (MST) empfohlene HSC-Tuning hat das Ansprechverhalten schon mal deutlich verbessert
Danke für den Tip! Damit werde ich mich dann auf jeden Fall auch noch beschäftigen! Mit HSC ist die Druckstufe gemeint?
 
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Klar, das macht Sinn. Momentan fahre ich 120mm mit ca. 20% Sag. Ergibt 96mm Positivfederweg. Wenn ich jetzt den Travel am Hardtail auf 140mm erhöhe und 30% Sag einstelle, hätte ich 98mm Positivfederweg.

Meine Vorstellung dazu, eine feinfühligere, weichere Federung die Schläge besser ausfüllt, das Rad bleibt durch mehr Negativfederweg öfter am Boden. Dabei bleibt die Hardtail Geo jedoch erhalten.

Machen diese Überlegungen Sinn oder ist davon abzuraten?
...
Das Ansprechverhalten ist zwar nicht ganz unabhängig von der Federhärte, aber da haben andere Faktoren deutlich mehr Einfluss: vor allem Dämpfung, Dichtungen und Schmierung.

Sag 20% heißt, dass du mit dem Fünffachen deines Körpergewichts die Gabel vollständig komprimierst (theoretisch bei linearer Kennlinie). Bei 30% ist es nur knapp über dem Dreifachen. Spricht die Gabel wird höchstwahrscheinlich nur durch den Federweg rauschen und häufig durchschlagen.

Wenn du den ganzen Bohei nur wegen dem Ansprechverhalten machst, würde ich dir eher zu einem Gabelservice raten und vor allem die Gabel/das Rad vor der Tour kurz auf den Kopf zu stellen, so dass die Schaumringe und Dichtungen oben im Casting gut geschmiert werden.
 
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Sag 20% heißt, dass du mit dem Fünffachen deines Körpergewichts die Gabel vollständig komprimierst (theoretisch bei linearer Kennlinie). Bei 30% ist es nur knapp über dem Dreifachen. Spricht die Gabel wird höchstwahrscheinlich nur durch den Federweg rauschen und häufig durchschlagen.
Danke für den Hinweis. Das macht Sinn. Also werde ich die 30% Sag Idee wohl verwerfen...


Wenn du den ganzen Bohei nur wegen dem Ansprechverhalten machst, würde ich dir eher zu einem Gabelservice raten und vor allem die Gabel/das Rad vor der Tour kurz auf den Kopf zu stellen, so dass die Schaumringe und Dichtungen oben im Casting gut geschmiert werden.
Einen Service will ich auf jeden Fall machen. Aber eben auch die Soloair mit der neuen Debonair (2021) ersetzen. Daher frage ich mich ob es Sinn macht gleichzeitig den Federweg etwas zu erhöhen, auf 130 oder 140mm. Was denkst du? Gewinne ich dadurch irgendwas?

Bike auf den Kopf stellen klingt logisch. Werde ich mal versuchen!
 

roudy_da_tree

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Danke für den Hinweis. Das macht Sinn. Also werde ich die 30% Sag Idee wohl verwerfen...
So einfach ist es dann doch nicht, dann würden ja alle YARIs und andere immer durchrauschen.
Als Luftgaben ist die YARI eher nicht linear und mit 1-3 Tokens dann überhaupt nicht mehr.

Ja, ich hätte keine Angst vor DebonAir 2021 + 140mm
Ich kenn die YARI ganz gut und fahre ein 120er Hardtail auch mit 140er Gabel. Allerdings REVELATION.
So wie dein Plan mit 20-30% SAG, je nach Tourenwahl
 
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Es gibt sicherlich hardtails, die mit 140mm Federweg gut klarkommen....Aber da kannst dir auch schnell die Geometrie versauen. DebonAir plus 130mm wäre mein Vorschlag
 
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