YT Capra 2019 AL Lagerservice

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Hi,

ich bin grad dabei einen Lagerservice meines Capra 2019 AL zu machen.

Nun wundere ich mich:

Habe die untere Schwinge abgenommen & die unteren Lager lassen sich im eingebauten Zustand ohne Gewalt nicht drehen. Also mit der Hand keine Chance.

Hab sie dann ausgebaut und siehe da: Alles gut - die Lager sind in Ordnung. Das Problem ist die Distanzhülse zwischen den Lagern:


Huelse.png


Diese übt wohl zu viel (?) Druck auf die Lager zwischen die sie gepresst wird aus & verhindert somit, dass sie sich per Hand drehen lassen.

Nun die Frage: Ist das euch auch aufgefallen bzw. habt ihr das auch? Hab mir mal ein neues Kit von YT mit Hülse bestellt & schaue dann. Die Frage ist, ist das so gewollt und/oder unbedenklich?

Kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass die Lager so fest sitzen sollen...

Selbe Thematik übrigens auch am Horst-Link. Da ist eine Distanzscheibe drin - selbes Thema - Lager lassen sich per Hand nicht drehen.

Danke & vg
 
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Hi,

falls jemand das gleiche Problem hat:

Ich habe jetzt die Horst-Links wieder zusammengebaut. Hier war das gleiche Problem - eine Hülse (ca. 1mm dick) zwischen den Lagern - Ergebnis: Lager blockieren & auf der Achse waren schon deutliche Riefen, da die Lager nicht drehen konnten.

Ich habe jetzt so gelöst (ICH ÜBERLASSE ES JEDEM SELBST ob er das genauso machen will - oder nicht): Ich habe die neuen Lager nun nicht komplett bis auf Anschlag eingepresst, sondern ca. 0,1mm vor Anschlag aufgehört (halt so, dass sich die 1mm Hülse eben grad noch bewegen lässt). Ist ne ziemliche Fummelei. Aber Ergebnis: Die Lager laufen wie Butter. Ich hab dann einen Horst-Link wieder zusammengebaut und mit 12nm festgezogen (laut Aufschrift auf der Schraube). Dann wieder ausgebaut und nachgeschaut. Spalt war noch da...das Lager hat sich also durch festziehen der Schraube nicht auf Anschlag angezogen.

Die inneren der Horst Link Lager habe ich aber auf Anschlag eingepresst, nur bei den äußeren halt minimal Luft gelassen. Wie gesagt irgendwas im 0,1mm Bereich.

Ich lasse es jetzt so. Nach etwas intensiverem Nachdenken bib ich zum Schluss gekommen, dass die ca. 0,1mm keinen Unterschied machen sollten. Hoffentlich funktioniert das auch für die oben beschriebene Thematik. Werde berichten.

vg
 
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Hi, Nachtrag zum Thema: Habe eben mit einem YT Werkstatt-Mitarbeiter gesprochen, der mir empfohlen hat das genauso zu tun wie oben beschrieben. Das habe ich jetzt bei allen Lagern so gemacht. Bei allen minimalst Spiel lassen (also wirklich nur ein Bruchteil eines mm) & dann den Rest durch den Anpressdruck der Jeweiligen Schraube machen lassen. Er hat auch gesagt, dass wenn man manche/die Lager auf Anschlag einpresst, es sein kann, dass sie sich nicht mehr vernünftig drehen. Bei mir waren teilweise schon recht tiefe Schrammen auf den Achsen, die darauf hindeuten, dass sich die Lager nicht gedreht hatten.
Was mich halt wundert ist, dass das wohl ab Werk so war (der Erstbesitzer vom Bike hat mir jedenfalls gesagt er hat keinen Lagerservice gemacht). Also ich denke es lohnt sich schon das mal bei seinem Bike zu checken - vor allem bei einem Carbon Bike...
 
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