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Uta Philipp - die Mutter von Harald Philipp - wird im neuen Film "Granny MacAsskick" portraitiert. Die Kernaussage des Films ist: Man ist nie zu alt, um in den Bergen Spaß zu haben!
Uta Philipp - die Mutter von Harald Philipp - wird im neuen Film "Granny MacAsskick" portraitiert. Die Kernaussage des Films ist: Man ist nie zu alt, um in den Bergen Spaß zu haben!
Die Faszination für die Berge trägt Uta seit ihrer frühen Kindheit in sich. Zur Mountainbikerin ist sie jedoch erst durch ihren Sohn gekommen.
Die Faszination für die Berge trägt Uta seit ihrer frühen Kindheit in sich. Zur Mountainbikerin ist sie jedoch erst durch ihren Sohn gekommen.
Beeindruckende Gipfel und das Naturerlebnis sind ein Grund dafür, in die Berge zu gehen. Die Grenzerfahrung am Abgrund ein anderer - sagt Uta.
Beeindruckende Gipfel und das Naturerlebnis sind ein Grund dafür, in die Berge zu gehen. Die Grenzerfahrung am Abgrund ein anderer - sagt Uta.
Auf den Spuren des Sohns: Trotz ihres Alters lässt es sich Uta keineswegs nehmen, mit vollem Einsatz über die Trails zu fahren.
Auf den Spuren des Sohns: Trotz ihres Alters lässt es sich Uta keineswegs nehmen, mit vollem Einsatz über die Trails zu fahren.
55 Jahre und noch lange nicht am Ende: "Es gibt noch viele Abenteuer in den Bergen."
55 Jahre und noch lange nicht am Ende: "Es gibt noch viele Abenteuer in den Bergen."
Skifahren im Winter, Mountainbiken im Sommer: Solange die Berge mit dabei sein, ist es unsere heutige Interviewpartnerin auch.
Skifahren im Winter, Mountainbiken im Sommer: Solange die Berge mit dabei sein, ist es unsere heutige Interviewpartnerin auch.
Keine Frage: Nicht alles ist fahrbar und schon gar nicht alles muss gefahren werden. Im Interview spricht Uta darüber, wie es ist, sich neu in die Sichtweise eines Mountainbikers hineinzuversetzen...
Keine Frage: Nicht alles ist fahrbar und schon gar nicht alles muss gefahren werden. Im Interview spricht Uta darüber, wie es ist, sich neu in die Sichtweise eines Mountainbikers hineinzuversetzen...
... und zur Not wird getragen.
... und zur Not wird getragen.
Technisch bergab: Hier sind in jedem Alter Gleichgewicht und Erfahrung gefordert.
Technisch bergab: Hier sind in jedem Alter Gleichgewicht und Erfahrung gefordert.
Lagerfeuer am Abend: Familie Philipp lebt den Bergsport durch und durch. Wir sagen: Weiter so!
Lagerfeuer am Abend: Familie Philipp lebt den Bergsport durch und durch. Wir sagen: Weiter so!

Ist man irgendwann zu alt, um noch ernsthaft in den Bergen unterwegs zu sein? Machen Rentner noch Extremsport? Und haben sie eigentlich noch Spaß auf den Trails? Aus Sicht der häufig jungen Mountainbike-Szene mögen diese Fragen gerechtfertigt erscheinen – doch die meisten Bergsportler sind letzten Endes wohl einfach unabhängig ihres Alters jung geblieben. Im Video “Granny MacAsskick” zeigt die 55-jährige Uta Philipp, dass sich die Begriffe Oma, Mountainbike und Bike-Bergsteigen keineswegs ausschließen, sondern sich vielmehr zu einer tollen Geschichte vereinen. Einer Geschichte, die richtig viel Spaß macht. Film ab!

Uta Philipp - die Mutter von Harald Philipp - wird im neuen Film "Granny MacAsskick" portraitiert. Die Kernaussage des Films ist: Man ist nie zu alt, um in den Bergen Spaß zu haben!
# Uta Philipp - die Mutter von Harald Philipp - wird im neuen Film "Granny MacAsskick" portraitiert. Die Kernaussage des Films ist: Man ist nie zu alt, um in den Bergen Spaß zu haben!

Granny MacAsskick

Video

Granny MacAsskick von rikMehr Mountainbike-Videos

Interview: Uta Philipp

MTB-News.de: Uta, das ist heute mal ein ganz anderes Video und passend dazu ein ganz anderes Interview! Wir freuen uns sehr, kurz mit dir sprechen zu können – wo wir doch bislang immer nur mit deinem Sohnemann Harald zu tun gehabt haben. In deinem ersten (von ihm gedrehten) Film sehen wir dich durch die Berge kraxeln – zu Fuß und mit deinem Bike. Wann hast du mit dem Bergsport angefangen?

Uta Philipp: Die Freude ist ganz meinerseits! Mein Einstieg in den Bergsport war vor gut fünfzig Jahren. Als damals Fünfjährige war ich mit meinen Großeltern auf der Kampenwand. Es war sowas von großartig! Echte Felsen hatten wir in Siegen nicht. Später habe ich in München studiert und wir haben jedes Wochenende und bei jedem Wetter die Gipfel der Ostalpen unsicher gemacht. Damals gab es noch kein Plaisirklettern und wir waren froh, beim Klettern im Wilden Kaiser pro Seillänge zumindest einen rostigen Mauerhaken zum Sichern (oder Mitnehmen!) zu finden. Es gab keinen Lawinenwarndienst und kein Gore-tex; und wir haben die Reifen unserer Hollandräder mit Leukoplast umwickelt, als wir mit Tourenski am Rucksack Richtung Karwendelhaus geradelt sind.

Die Faszination für die Berge trägt Uta seit ihrer frühen Kindheit in sich. Zur Mountainbikerin ist sie jedoch erst durch ihren Sohn gekommen.
# Die Faszination für die Berge trägt Uta seit ihrer frühen Kindheit in sich. Zur Mountainbikerin ist sie jedoch erst durch ihren Sohn gekommen.
Beeindruckende Gipfel und das Naturerlebnis sind ein Grund dafür, in die Berge zu gehen. Die Grenzerfahrung am Abgrund ein anderer - sagt Uta.
# Beeindruckende Gipfel und das Naturerlebnis sind ein Grund dafür, in die Berge zu gehen. Die Grenzerfahrung am Abgrund ein anderer - sagt Uta.
Auf den Spuren des Sohns: Trotz ihres Alters lässt es sich Uta keineswegs nehmen, mit vollem Einsatz über die Trails zu fahren.
# Auf den Spuren des Sohns: Trotz ihres Alters lässt es sich Uta keineswegs nehmen, mit vollem Einsatz über die Trails zu fahren.

Das klingt in der Tat nach einer ganz anderen Zeit – fernab von Hightech-Produkten und echter Pionierarbeit. Wie bist du dann zur Mountainbikerin geworden?

(lacht) Eine schöne Geschichte: Harald war 13 und hatte sich einen Winter lang in der Frittenbude am Eislaufplatz das Geld für’s erste Mountainbike erarbeitet. Ich war der Ansicht, dass man so ein Gerät nicht braucht, wenn man fit genug ist. Dann waren wir in Österreich zusammen am Berg unterwegs. Ich mit meinem alten 3-Gang-Rad, er mit seinem Mountainbike. Tja. Mehr sag ich nicht. Nur das: Eltern können sehr sehr viel von ihren Kindern lernen!

Inwiefern ändert das Mountainbike dein Erlebnis in den Bergen?

Ich hätte nicht gedacht, dass es so eine Bereicherung werden konnte. Was mir die Powder-Abfahrt vom Berg im Winter ist, das habe ich jetzt auch im Sommer, wenn ich einen Trail hinunterfahre. Die Wege auf der Karte sehe ich mit ganz anderen Augen an als früher, und es ist auch eine Art Abenteuer, einen (für mich) neuen und unbekannten Trail zu scouten. Manchmal ist etwas Brauchbares dabei, und manchmal wird auch bergab wieder getragen!

Hat dir deine Erfahrung dabei geholfen, die Abenteuer deines Sohnes besser zu verstehen? Was geht dir durch den Kopf, wenn du ihn mit seinem Bike im Klettersteig siehst oder er auf Gletschern dem Tal entgegen rutscht?

Natürlich habe ich oft schreckliche Angst und Sorge um ihn. Ich weiß genau, was passieren kann, wenn er sich am Abgrund bewegt. Du willst nicht wirklich wissen, was mir da alles durch den Kopf geht. Er kann jede Sekunde tot sein. Ich habe viel Trauer und Schmerz im Leben erfahren. Aber: Nicht trotzdem, sondern deshalb, kann ich sagen: Das ist es wert. Nirgendwo spürst Du intensiver, was Dein Leben wert ist, als am Abgrund. Und diese unbändige Freude, lebendig zu sein, die ist wie ein Rausch. Vielleicht eine Facette des Flows? Wir gehen nicht nur in die Berge „weil sie da sind“, oder für das Naturerlebnis, und das Gipfelpanorama, und die Freude an der Bewegung. Sondern auch wegen der Faszination des Abgrunds.

Meine Kinder haben beide einen Beruf, der ihnen jeden Tag wieder neu bewusst macht, wie wertvoll das Leben ist. Johanna ist Ärztin, Harald ist Bike-Bergsteiger. Ich bin stolz auf sie.

55 Jahre und noch lange nicht am Ende: "Es gibt noch viele Abenteuer in den Bergen."
# 55 Jahre und noch lange nicht am Ende: "Es gibt noch viele Abenteuer in den Bergen."
Skifahren im Winter, Mountainbiken im Sommer: Solange die Berge mit dabei sein, ist es unsere heutige Interviewpartnerin auch.
# Skifahren im Winter, Mountainbiken im Sommer: Solange die Berge mit dabei sein, ist es unsere heutige Interviewpartnerin auch.
Keine Frage: Nicht alles ist fahrbar und schon gar nicht alles muss gefahren werden. Im Interview spricht Uta darüber, wie es ist, sich neu in die Sichtweise eines Mountainbikers hineinzuversetzen...
# Keine Frage: Nicht alles ist fahrbar und schon gar nicht alles muss gefahren werden. Im Interview spricht Uta darüber, wie es ist, sich neu in die Sichtweise eines Mountainbikers hineinzuversetzen...
... und zur Not wird getragen.
# ... und zur Not wird getragen.

Wie war es für dich, einen Film zu produzieren?

Es ist immer wunderschön, mit meinen Kindern in den Bergen zu sein. Beim „Sea-of-Rock“-Filmen [Das Video des Jahres 2012 auf MTB-News.de, Anm. d. Red.] war ich ja auch dabei, und wir hatten viel Spaß. Doch ein Abenteuer, ein Erlebnis zu filmen, das ist irgendwie so, als wenn man ein frisches Essen in die Konservendose packt, um es haltbar zu machen. (Ich hoffe, es schmeckt noch ein wenig so, wie es frisch war…)

Gibt es noch Abenteuer in Form von Ländern und Gipfeln, die du unbedingt noch in Angriff nehmen willst?

Auf jedem Gipfel, den ich besteige, sehe ich unzählige Berge rundum, wo ich noch nicht war. Und für nächstes Jahr habe ich die Skibesteigung des östlichsten Fünftausenders im Kaukasus auf dem Plan. Für Kamtschatka und Feuerland muss ich erst noch ein wenig sparen.

Du sprühst vor Motivation und kaum ein Gipfel scheint zu hoch – kann man eigentlich für irgendwas zu alt sein?

Klar. Zu alt, um noch viel Zeit zu verlieren!

Siehst du dich mit deiner Aktivität insgesamt als Ausnahme? Oder hält es dein Freundeskreis / deine Erlebniswelt in den Bergen ähnlich mit dem Extremsport im Alter?

Hihi, „Extremsport im Alter“ klingt gut, wir sollten mal einen Film für die nächste „E.O.F.T.“ planen! Ich bin viel allein unterwegs, und auf den Trails, die ich bike, habe ich leider noch keine andere Oma getroffen. Wer von meinen Freunden mit mir in die Berge geht, ist – bis auf wenige Ausnahmen – deutlich jünger als ich. Es ist sicher ein seltenes Phänomen, dass sich mein Freundeskreis mit dem meiner Tochter überschneidet, bezogen auf die Bergsteiger und Biker unter ihnen.

Technisch bergab: Hier sind in jedem Alter Gleichgewicht und Erfahrung gefordert.
# Technisch bergab: Hier sind in jedem Alter Gleichgewicht und Erfahrung gefordert.

Man fragt das ja eigentlich nicht bei einer Dame, aber in deinem Fall zwingt sich nach dem Video die Frage geradezu auf: Wie alt bist du eigentlich?

Wieso fragt man das eigentlich nicht? Wer sich für sein Alter oder seine Falten schämt, der hat das Leben nicht verstanden. Vor fünf Jahren, als mein Mann gerade gestorben war, bin ich mal auf Anfang sechzig geschätzt worden. Na und? Als der Harald beim Fotoshooting sagte: „O Gott Mama, hast Du viele Falten! Setz schnell die Sonnenbrille wieder auf!“, habe ich so lachen müssen, – diesen Satz darf ich Euch doch nicht vorenthalten! Ich bin seit diesem Jahr Oma und habe ein wunderbares Enkelkind.

Heute, am 21.11.2014, bin ich 55 Jahre alt geworden. Harald hatte schon immer ausgefallene Ideen für Geburtstagsgeschenke. Danke, mein Junge!

Oha – dann sagen wir herzlichen Glückwunsch! Und auf viele weitere großartige Tage in den Bergen. Ob mit Bike, Ski oder auch “nur” zu Fuß. Danke dir und alles Gute.

Lagerfeuer am Abend: Familie Philipp lebt den Bergsport durch und durch. Wir sagen: Weiter so!
# Lagerfeuer am Abend: Familie Philipp lebt den Bergsport durch und durch. Wir sagen: Weiter so!

Weitere Informationen

Video & Fotos: Harald Philipp
Fahrerin: Uta Philipp
Interview & Redaktion: Tobias Stahl

  1. benutzerbild

    zweiheimischer

    dabei seit 05/2011

    _Pred
    Jemand ne Ahnung wo man sowas findet?
    bergsteiger erkennen die gegend sofort, hihi.
    kleiner tipp: die straße hat er gut verbergen können und der anstieg war nicht wirklich lange...
    aber das war sicher nur aus filmtechnischen gründen.

    ansonsten: sehr schönes video und eine mir nicht gänzlich ferne einstellung zum leben mit den bergen :D
  2. benutzerbild

    Loki_bottrop

    dabei seit 10/2008

    sportistmord
    ...Wundert mich nicht, habe schon öfter reife Gesichter gesehen, wenn im BikePark der Fullface Helm ausgezogen wird...
    und ich denke, viele zeigen den jungen noch, wo der hammer hängt. mir fiel direkt dieses bild noch ein:

    [​IMG]
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  4. benutzerbild

    projectzwo

    dabei seit 01/2012

    Einfach sympathisch..! :daumen:
  5. benutzerbild

    hawiro

    dabei seit 04/2010

    Leute, Uta Philipp ist nicht alt. Robert Marchand, der ist alt! :daumen:

    OK, ich gebe zu, falsches Fahrrad :D, aber ansonsten ist der Typ einfach nur krass gut drauf! :anbet:

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