Tipp: du kannst mit der Tastatur blättern
Carsten bei SRAM
Carsten bei SRAM
100 % MTB
100 % MTB - Hier wird klar, welcher Bikemarke Carsten schon seit jeher verfallen ist
Unterkunft
Unterkunft - Fein säuberlich aufgereihte Ein Mann-Zelte für Fahrer, Mechaniker und Teams
Früh um 7: Die Fahrer gehen auf die Strecke.
Früh um 7: Die Fahrer gehen auf die Strecke.
Startschuss im Morgengrauen
Startschuss im Morgengrauen
Carstens Arbeitsplatz
Carstens Arbeitsplatz - Tisch, Kreditkartenleser und jede Menge Ersatzteile im Bus
Live-Reparatur beim Rennen
Live-Reparatur beim Rennen
Race Support im Camp
Race Support im Camp
Mittags im Zeltlager: Die meisten Fahrer sind noch auf der Strecke
Mittags im Zeltlager: Die meisten Fahrer sind noch auf der Strecke
Anderer Tag, andere Landschaft
Anderer Tag, andere Landschaft - Grandiose Aussicht im Camp
Mittelgutes Wetter: Aufgebaute SRAM-Zelte am Wasserpunkt auf der Strecke
Mittelgutes Wetter: Aufgebaute SRAM-Zelte am Wasserpunkt auf der Strecke
Easy Up-Zelte im Morgennebel an der Strecke: 7:46 Uhr
Easy Up-Zelte im Morgennebel an der Strecke: 7:46 Uhr
Anderer Tag, anderer Ort
Anderer Tag, anderer Ort - Aufbauen am Wasserpunkt
Nino Schurter feuert seinen Vordermann an - als Weltmeister darf er das - Cape Epic 2014 Prolog - Foto von  Nick Muzik-Cape Epic-SPORTZPICS
Nino Schurter feuert seinen Vordermann an - als Weltmeister darf er das - Cape Epic 2014 Prolog - Foto von Nick Muzik-Cape Epic-SPORTZPICS
Hunderte Marathon-Fullies stehen jede Nacht aufgereiht im Camp
Hunderte Marathon-Fullies stehen jede Nacht aufgereiht im Camp
Yummy
Yummy - Krabbelnde Gäste abends im Service-Zelt
Mannie Heymans - warum fährt man das Cape Epic mit einem Fatbike - Cape Epic 2014 Prolog - Foto von  Greg Beadle-Cape Epic-SPORTZPICS
Mannie Heymans - warum fährt man das Cape Epic mit einem Fatbike - Cape Epic 2014 Prolog - Foto von Greg Beadle-Cape Epic-SPORTZPICS
Kurze Pause
Kurze Pause - Mechaniker Carsten nach getaner Arbeit

Das südafrikanische Etappenrennen Cape Epic ist traditionell einer der ersten Leistungsmesser für XC- und Marathon-Profis der Saison – und prüft die Teilnehmer mit über 700 Kilometer Streckenlänge und zehntausenden Höhenmetern jedes Jahr auf das Härteste. Doch durch die heftigen Bedingungen auf den Trails zwischen Matsch, Staub, spitzen Steinen und der langen Renndauer haben auch die Mechaniker auf der Strecke maßgeblichen Anteil am Erfolg der Fahrer. Carsten Wollenhaupt, SRAM-Mitarbeiter aus Schweinfurt und Strecken-Mechaniker beim Cape Epic, erzählt uns das kräftezehrende Rennen aus seiner Sicht.

Carsten bei SRAM
# Carsten bei SRAM
100 % MTB
# 100 % MTB - Hier wird klar, welcher Bikemarke Carsten schon seit jeher verfallen ist

Hallo Carsten – schön, dich zum Interview hier zu haben. Fangen wir mal ganz von vorne an: Was genau war deine Aufgabe beim Cape Epic?

Wir waren als Mechaniker da und haben einen Vertrag mit einem Bikeshop in Kapstadt, der sich um die Ausrichtung vom Cape Epic kümmert. Der ist unser Partner und wir repräsentieren SRAM beim Cape Epic – abends im Camp und tagsüber auf der Strecke. Wir bieten an den Wasserpunkten der Etappen unter dem SRAM-Zelt einen neutralen Rennservice: sprich, wir reparieren auch Shimano-Bremsen, Magura-Bremsen und alles mögliche andere. Abends bietet dann unser Partner-Fahrradhändler mit seinen Privatmechanikern zusätzlich ein Service-Paket an: Privatleute buchen nicht nur das Cape Epic, sondern können dann jeden Abend auch ihr Bike durchchecken und reparieren lassen.

Wie weit sind die Versorgungsstationen voneinander weg?

Jede Etappe hat um die 100 Kilometer – je nachdem hast du je einen Servicepoint nach 20 Kilometern, einen nach 50 und einen so nach 70 Kilometern.

Wo kommen die ganzen Produkte her, die ihr an den Versorgungsstationen lagert?

Der südafrikanische Distributeur setzt sich mit dem Fahrradladen zusammen – der macht das seit 10 Jahren und die wissen recht gut, was benötigt wird. Der Martin (Kirchner, SRAM-Mitarbeiter, Anm. d. Red.) schickt eine Palette mit Teilen für die gesponsorten Fahrer runter, hauptsächlich X01, XX1 oder Bremsen… die da unten haben dann zusätzlich Erfahrungswerte, was Shimano und weitere Komponentenhersteller angeht und was von denen dort benötigt wird.
Die Cape Epic-Fahrer müssen beim Rennen dann, das steht auch im Regelbuch drin, ihre Kreditkarte dabeihaben. Wir entscheiden a) vor Ort während dem Rennen, ob es ein Garantiefall ist oder nicht, und b) wenn etwas von einer anderen Firma wie Shimano kaputtgeht – Shimano hat dort keinen Support – dann müssen die Fahrer das direkt vor Ort am Wasserpunkt mit Kreditkarte bezahlen. Alternativ schreiben wir Nummer und Namen auf und es muss abends bezahlt werden.

Unterkunft
# Unterkunft - Fein säuberlich aufgereihte Ein Mann-Zelte für Fahrer, Mechaniker und Teams
Früh um 7: Die Fahrer gehen auf die Strecke.
# Früh um 7: Die Fahrer gehen auf die Strecke.
Startschuss im Morgengrauen
# Startschuss im Morgengrauen

Ihr habt also von vornherein auch Ersatzteile von anderen Firmen dabei?

Genau – der Fahrradladen kauft diese Sachen ein und wir verbauen diese dann. Das ist im Endeffekt ganz normales Business – als wenn du in Deutschland bei einem Downhill-Rennen einen günstigen Federgabel-Service anbieten würdest. Wir entscheiden bei den SRAM-Teilen, ob es Garantie ist oder nicht – Teile von anderen Firmen werden immer bezahlt.

Wieviele Fahrer habt ihr pro Strecke und Wasserpunkt?

Es sind rund 1200 Teilnehmer am Start gewesen, wir haben während der ganzen Zeit ungefähr jedem zweiten Fahrer geholfen, also rund 600 Bikern. Teilweise ist es nur ein Schaltungsschräubchen, was reingedreht werden muss… Der Service ist umsonst, die Arbeitskosten von uns werden nicht bezahlt. Auch wenn du eine halbe Stunde brauchst, um ein Schaltwerk dranzubügeln weil das Schaltauge verbogen ist – der Fahrer bezahlt in dem Moment nur das Schaltwerk.

Carstens Arbeitsplatz
# Carstens Arbeitsplatz - Tisch, Kreditkartenleser und jede Menge Ersatzteile im Bus
Live-Reparatur beim Rennen
# Live-Reparatur beim Rennen
Race Support im Camp
# Race Support im Camp
Mittags im Zeltlager: Die meisten Fahrer sind noch auf der Strecke
# Mittags im Zeltlager: Die meisten Fahrer sind noch auf der Strecke

Das gilt für alle Fahrer oder nur für Fahrer, die das Service-Paket gebucht haben?

Das gilt für alle – die Service-Buchungen bekommen abends einen Race-Service, defekte Teile werden ersetzt. Am Waterpoint während des Rennens ist jeder gleich: wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Da kommt dann Nino Schurter an und zehn Minuten später Heinz Meier hinterhergedackelt, alle bekommen die gleiche Behandlung.

Erster Eindruck vor dem Rennen beim Cape Epic?

Das Land ist erstmal unglaublich gut – diese Weite, diese Landschaft. Das ist wie Portes du Soleil in warm: Riesige Berge, ewig viel Platz, nur ohne Schnee. Nicht zu heiß, nicht zu kalt. Und in Südafrika gibt es ein anderes Verständnis von Trailfahren; Enduro ist da noch gar nicht so angekommen. Dort gibt es primär Fahrer mit Marathon-Fullies, die Bikeparks sind gebaute Trails, Wurzeln gibt´s dort praktisch nicht auf den Trails, nur Steine und Sand. Die Trails sind alle Flowtrail-mäßig durch die Wälder angelegt, wie so ein Trailcenter in Wales – nur ohne Wurzeln.

Was das Land angeht… wenn du durch die Gegend fährst und du siehst diese Townships, muss man auf jeden Fall erstmal schlucken, weil das dort wirklich groß ist. Aber ich habe nichts dergleichen erlebt, was irgendwie schlimm gewesen wäre. Die Minderheit regiert im Prinzip das Land, das muss man ein bisschen mit bedenken. Die Leute waren alle superfreundlich, “open-minded” – in Deutschland gehst du die Straße entlang, die Leute gucken eher weg, das gibt es dort nicht. Alle sagen Guten Tag, es freut sich jeder, viele sprechen Deutsch, das hat mich überrascht. Ich fahre auf jeden Fall zum Urlaub nochmal dort hin, wir sind aber auch nächstes Jahr erstmal wieder für das Cape Epic gebucht.

Anderer Tag, andere Landschaft
# Anderer Tag, andere Landschaft - Grandiose Aussicht im Camp

Seid ihr selber Trails gefahren?

Ich bin leider keinen einzigen Meter Fahrrad gefahren.

Wie war dein Eindruck während dem Rennen – ist das gesittet, läuft das eher chaotisch ab?

Die ersten beiden Tage waren Chaostage, weil die Leute irgendwie nicht ganz wussten was auf sie zukommt. Am ersten Tag war ich am Waterpoint 2 stationiert, nach 50km. Ich habe noch nie in meinem Leben soviele Reifen geflickt und Schläuche ausgetauscht! Die Leute sind mit 1.5 Bar durch die Gegend gefahren – in supersteinigem Gelände – das war Amok. Nach dem ersten Tag war´s vorbei – die Leute haben ihren Luftdruck angepasst, ihre Reifen richtig tubeless gemacht und dann ging´s auch.

Wie war euer Tagesablauf?

Geschlafen haben wir in 1-Mann-Zelten. Man bekam zunächst die Infos, wo die Waterpoints 1, 2 und 3 sind und wie du vom Camp aus fahren musst. Der Waterpoint 2 ist zum Beispiel 50 Kilometer weg, du brauchst eine Stunde hin. Die Jungs starten alle um 7 Uhr, sind also gegen 9 Uhr am zweiten Waterpoint. Man muss also um 6 Uhr aufstehen, den Van mit allem Kram packen und spätestens um 8 Uhr da sein, damit du genug Zeit zum Aufbauen hast. Mit den Waterpoints haben wir uns abgewechselt – für Waterpoint 1 musste man nämlich dann schon um 5 aufstehen.

Mittelgutes Wetter: Aufgebaute SRAM-Zelte am Wasserpunkt auf der Strecke
# Mittelgutes Wetter: Aufgebaute SRAM-Zelte am Wasserpunkt auf der Strecke

Am Waterpoint werden zwei Easy-Up-Pavillons aufgestellt, Beachflags gesetzt, aufgebaut und dann auf die Fahrer gewartet. Die Top 50-Fahrer fahren meistens alle durch, die Amateure ruhen sich erstmal beim Trinken aus – und dann fällt ihnen auf – ups, ich könnte ja mal Bremsbeläge wechseln, meine Schaltung rasselt oder sonstwas… (lacht).

Bei den Top-Profis hast du nix zu tun. Die heizen durch, trinken kurz was und fertig. Der Tag zieht sich dann ziemlich: Die Profis sind meistens gegen 12 Uhr fertig, die brauchen 4-5 Stunden für 100 Kilometer. Die letzten Teilnehmer sind rund 10 Stunden unterwegs und kommen gegen 17 Uhr ins Ziel, dementsprechend steht man ziemlich lang am Waterpoint.

Easy Up-Zelte im Morgennebel an der Strecke: 7:46 Uhr
# Easy Up-Zelte im Morgennebel an der Strecke: 7:46 Uhr
Anderer Tag, anderer Ort
# Anderer Tag, anderer Ort - Aufbauen am Wasserpunkt

Daheim im Camp müssen die Räder fertiggemacht werden: Die Service-Pakete werden bearbeitet, wir haben uns meistens um Dämpfer- und Federgabelservice gekümmert. Meistens sind die anderen Mechaniker um 2 ins Bett und um 5 Uhr wieder raus. Wir sind meistens um Mitternacht ins Bett, aber in einem Zeltlager mit 1200 Leuten ist das eh nicht so besonders witzig zu schlafen (grinst).

Welcher Fahrer hat dich besonders beeindruckt?

Auf jeden Fall Nino Schurter. Das ist unglaublich, wie der Kollege fährt! Es waren zwei Etappen dabei die einen super Singletrail-Anteil hatten. Bei den beiden Etappen war er mit seinem Partner immer dermaßen weit vorne weg… sobald es von einem Feldweg runterging und es ins “Mountainbiken” geht, versägt der einfach alle. Das ist unglaublich, der ist auch einfach so unglaublich fit.

Nino Schurter feuert seinen Vordermann an - als Weltmeister darf er das - Cape Epic 2014 Prolog - Foto von  Nick Muzik-Cape Epic-SPORTZPICS
# Nino Schurter feuert seinen Vordermann an - als Weltmeister darf er das - Cape Epic 2014 Prolog - Foto von Nick Muzik-Cape Epic-SPORTZPICS

Aber allgemein ist das wie beim World Cup: Die Profis sind sehr relaxt und auch die, die sich am meisten für den Service bedanken, einfach sehr herzlich. Um es doof zu sagen: je schlechter die Leute fahren, desto arroganter sind sie oft.

Welche Amateur-Fahrer haben dich am meisten beeindruckt?

Das krasseste Beispiel ist eine ältere Frau aus Kanada, ich weiss nicht wie alt sie war – ich schätze mal 55, 60. Die auch echt nicht fit aussah – wo man dachte, was macht die denn? Aber: sie ist erst am sechsten Tag aus dem Zeitlimit rausgefallen. Das heißt, die hat sich jeden Tag 110km und bis zu 3000 Höhenmeter gegeben! Man muss sich das so vorstellen: Du hast 10 Stunden pro Etappe Zeit, und sie kam quasi jeden Tag fünf Minuten vor Schluss reingerollt, gerade so auf der letzten Rille, war fertig wie nix, musste dann duschen, ihr Rad herrichten lassen, sich kurz massieren lassen, schlafen – und hat am nächsten Morgen die gleiche Startzeit wie alle anderen. Die ist quasi eine Woche nur auf dem Zahnfleisch gegangen. Riesen-Respekt! Das ist einfach nur Willenskraft.

Hunderte Marathon-Fullies stehen jede Nacht aufgereiht im Camp
# Hunderte Marathon-Fullies stehen jede Nacht aufgereiht im Camp

Was war die skurrilste Reparatur-Story auf der Strecke?

Wir hatten diverse Gewindestangen dabei und haben teilweise abgefallene Kurbeln mit zwei großen Unterlegscheiben, Gewindestangen und Muttern durchs Tretlager durchgehauen, festgeschraubt und die überstehenden Reste abgesägt, damit die Jungs fertigfahren konnten. Das “Dog bone” von einem GT haben wir komplett mit Edelstahlschrauben und Muttern festgeknallt, damit der Fahrer ins Ziel fahren konnte, weil es komplett auseinander gefallen war. Ein Sattel wurde mit Tape und Kabelbinder wieder auf die gebrochene Stütze getaped… das waren so die härtesten Varianten.
Was auch oft getan werden musste: Umrüstung auf Singlespeed. Teilweise waren die Schaltaugen so weggerissen – und man kann einfach nicht für jedes Modell das passende Schaltauge dabei haben -, dass wir auf einen Gang umbauen mussten, damit die Fahrer wenigstens noch die letzten 20 Kilometer der Etappe beenden konnten.

Einem Specialized Epic – was dort quasi 95% aller Bikes waren – war die Hülse des Tretlagers rausgerissen, der Rahmen war praktisch gebrochen. Den haben wir dann mit Draht durch Hinterbau und Schwinge zusammengezurrt, sodass der Kollege finishen konnte – obwohl bei jeder Kurve die Kurbel gegen den Hinterbau geklatscht ist, weil das ganze Tretlager geeiert hat… das ist echt Improvisation pur vor Ort.

Yummy
# Yummy - Krabbelnde Gäste abends im Service-Zelt

Verrückteste Räder, die dir untergekommen sind?

Mannie Heymans mit seinem Fatbike, denke ich – der hat auch nie einen Defekt gehabt, ganz relaxter Typ. Beste Räder sonst: Ein paar Titanrahmen von Moots, 29er ohne Ende… und je weiter das Fahrerfeld nach hinten geht, siehst du die wildesten Kombinationen aus Barends und abgesägten Riserlenkern. Auch ein Unterschied zwischen Profis und Amateuren: Die Top-Profis fahren bei 25° mit kurzärmligen Shirt durch, zwei Flaschen am Rad – zwei Stunden später kommen manche Amateure mit Rucksack, Bein- und Armlingen, Bandanas unter dem Helm und Halstüchern… und du denkst, was ist denn hier los? Als ob sie auf einer Survival-Tour wären und es nicht alle 20km eine Versorgungsstation geben würde.

Mannie Heymans - warum fährt man das Cape Epic mit einem Fatbike - Cape Epic 2014 Prolog - Foto von  Greg Beadle-Cape Epic-SPORTZPICS
# Mannie Heymans - warum fährt man das Cape Epic mit einem Fatbike - Cape Epic 2014 Prolog - Foto von Greg Beadle-Cape Epic-SPORTZPICS

Der Moment, der dir am meisten in Erinnerung geblieben ist? Top 3?

Okay, Top 3: Das Ankommen in Südafrika und das Einsteigen in den Toyota Van, der uns ins Camp gebracht hat. Hinten waren keine Sitze drin, sondern nur Kisten, die Fenster waren mit Farbe verdunkelt – so sind wir erstmal 1.5 Stunden durch die Gegend gefahren. Das ging gut los…

Top 2: Sonnenuntergang in Kapstadt über den Bergen. Auf jeden Fall Top 2.

Top 1: Ich glaube es war die zweite Etappe, wo richtig mieses Wetter war, wir am Waterpoint 1 standen und alle Top-Profis – Nino Schurter, José Hermida und Co. – zu uns abgebogen sind und neue Bremsbeläge wollten, weil diese rote Erde in Verbindung mit Regen dafür sorgte, dass die Sinterbeläge nach 20 Kilometern bis auf die Träger weg waren. Das sind dann Sachen, wo du denkst: Das ist gerade rennentscheidend, was ich da schraube. Das ist wirklich eine Art Adrenalinkick, wenn du die Top-Profis verarztest – du willst es auch richtig machen, teilweise wird man dabei ja auch fotografiert und gefilmt.

Was für einen Stellenwert hat das Cape Epic in Südafrika?

Nach Kricket oder Rugby ist das eigentlich das größte Event dort. TV war da, zwei Hubschrauber waren ständig präsent, jeden Tag wurde im südafrikanischen Fernsehen zur Top-Zeit in den Nachrichten über das Cape Epic berichtet – ungefähr so, als ob die Deutsche Nationalmannschaft jeden Tag gegen Brasilien spielt. Eine riesige Berichterstattung.

Kurze Pause
# Kurze Pause - Mechaniker Carsten nach getaner Arbeit

Würdest du selber gerne mitfahren?

(überlegt lange) Gute Frage. Lust tendenziell schon. Die ganzen Singletrail-Anteile sehen echt gut aus, die Schinderei könnte man auch mal ne Woche machen…aber ich glaube, dafür fahre ich zu gerne eher aus Spaß, das Konditionsgebolze mag ich da nicht so. Ich glaube es würde mir schwerfallen, das mental durchzuhalten.

Danke für das Interview!

Mehr vom Cape Epic? Unsere Berichterstattung zum Cape Epic 2014 findest du hier: http://www.mtb-news.de/news/tag/absa_cape_epic_2014

  1. benutzerbild

    Freesoul

    dabei seit 10/2001

    ich denke, er kann da schon differenzieren zumal carsten selbst ein sehr freundlicher mensch und jemand ist, der eigentlich mit jedem direkt gut kann.
  2. benutzerbild

    Leo_Marker

    dabei seit 07/2009

    Freesoul schrieb:
    zumal carsten selbst ein sehr freundlicher mensch und jemand ist, der eigentlich mit jedem direkt gut kann.


    Es geht doch gar nicht darum, ob Carsten freundlich oder unfreundlich ist.

    Es ist doch ganz einfach: Wenn jemand sich in einer Situation überfordert fühlt, dann verkrampft er sich und wirkt unfreundlich und arrogant. Wer sich in einer Situation wohl und sicher fühlt, der wirkt dann eher locker, offen und freundlich.

    Das ist vielleicht der Grund, aus dem schwächere Fahrer eher arrogant und unfreundlich wirken als stärkere Fahrer.

    PS: Ich halte das für sehr ungeschickt, so einem interessanten und informativen Artikel so eine polarisierende und zweifelhafte Aussage als Überschrift voranzustellen.
  3. Anzeige

  4. benutzerbild

    Kharne

    dabei seit 05/2012

    Ich kann das bestätigen. Je versierter der Fahrer, desto eher ist er entspannt, nach dem Motto: Guck mal, hab schon wieder was zerdeppert. Auf der anderen Seite hast du dann die Leute, die sich drüber aufregen, dass Schaltung und Laufräder nach nem Winter vom Salz zerfressen sind und die schweineteuren Reifen ja schon 3 Mal gewechselt werden mussten.
  5. benutzerbild

    opti

    dabei seit 08/2013

    Mir hat Carsten letztes Jahr in Riva sehr geholfen. Der Typ ist mit so viel Begeisterung und Effizienz bei der Sache, das selbst ein müder Fahrer noch ein Lächeln rausquetschen können müsste. Ich traue ihm auch durchaus zu, zwischen einem fertigen und einem arroganten Fahrer zu unterscheiden.
    Schade das es nicht mehr solch fähige Schrauber gibt.
  6. benutzerbild

    Marcel291

    dabei seit 10/2012

    Wahnsinn habe mir hier nur n paar Kommentare gegeben und das reicht mir auch schon!

    Mir hat Carsten bereits zweimal geholfen und ich kann nur sagen, dass er ein absolut netter, entspannter und hilfsbereiter Typ ist! Und ich kann mir durchaus vorstellen, dass an seiner Aussage was Wahres dran ist!

    Des Weiteren ist Carsten und generell der Service von Sram mit der Hauptgrund dafür warum ich mich immer wieder für Sram-Komponenten und Rockshox-Federelemente entscheide! Weiter so!

Was meinst du?

Wir laden dich ein, jeden Artikel bei uns im Forum zu kommentieren und diskutieren. Schau dir die bisherige Diskussion an oder kommentiere einfach im folgenden Formular:

Verpasse keine Neuheit. Trag dich für den MTB-News-Newsletter ein!