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Ziemlich edel
Ziemlich edel - Der hochwertige Alu-Rahmen sticht sofort heraus und erinnert in seiner Form stark an das 29er Trail-Bike Horsethief.
Carbon-Sitzstreben
Carbon-Sitzstreben - Dieses Bike ist kein Nebenprodukt zum bloßen Ausbau der Produktpalette - dem Bucksaw sieht und merkt man das Engagement seiner Entwickler an.
Rock Shox Fahrwerk
Rock Shox Fahrwerk - Ein straff abgestimmter Rock Shox Monarch RT3 hält den Split Pivit-Hinterbau mit leicht progressiver Kennlinie in Schach.
Platz satt
Platz satt - Die Bluto ist für bis zu 4,8" breite Reifen ausgelegt, weshalb die dünne Gabel 150 mm breit baut.
Mit dem Salsa Bucksaw über den Wolken: rollen lassen und genießen!
Mit dem Salsa Bucksaw über den Wolken: rollen lassen und genießen!
Im Sitzen wie im Stehen
Im Sitzen wie im Stehen - Mit dem Salsa schaufelt man sich auf jedem Untergrund seinen Weg nach oben.
Unangenehm loser und grober Untergrund?
Unangenehm loser und grober Untergrund? - Mit 4"-Reifen braucht man Geröll nicht zu fürchten.
Sicher dank konstanter Verzögerung
Sicher dank konstanter Verzögerung - Selbst mit gezogener Bremse fährt man sicher über loses Geröll.
Spaß auf der Piste
Spaß auf der Piste - Auf hartem Schnee waren die gut profilierten Surly Nate Reifen eine wahre Freude.
Geht auch anders
Geht auch anders - Wer denkt ein Fatbike wäre eine plumpe Angelegenheit der irrt.
Salsa Bucksaw
Salsa Bucksaw - Ein geiles Gerät!

Salsa Bucksaw 1 im Test: Salsa Cycles aus Bloomington/Minnesota gehört auf dem Fatbike-Markt zu den alt eingesessenen Marken. Was anfangs noch als Sonderfahrzeug für Einsatzgebiete wie Schnee und Sand konzipiert wurde, wird im Hause Salsa mittlerweile wie ein herkömmliches Mountainbike behandelt. Dass ein Fatbike einem normalen Mountainbike seinen Platz im Alltagseinsatz streitig machen kann, möchte Salsa mit dem Bucksaw unter Beweis stellen. Mit dem 100 mm Hub-starken Fully bringen wir den vierten Test unserer Fatbike-Testreihe und stellen die Versprechen Salsas auf die Probe.

Salsa Bucksaw 1 – Modell 2015

Kurz und bündig

  • Aluminium Fatbike-Fully-Rahmen
  • moderne All Mountain-Geometrie
  • Split Pivot-Hinterbau
  • Fatbike-Fully mit 100 mm Federweg
  • ausgelegt auf max. 4″ Reifen
  • in vier Größen erhältlich: S, M, L und XL
  • Gewicht: 15,6 kg (bei Größe “L”, ohne Pedale)
  • Preis: 5.199 Euro  
Ziemlich edel
# Ziemlich edel - Der hochwertige Alu-Rahmen sticht sofort heraus und erinnert in seiner Form stark an das 29er Trail-Bike Horsethief.

Was das Bucksaw können soll

Mit dem Bucksaw präsentiert Salsa ein vollgefedertes Fatbike mit 100 mm Federweg an Front und Heck. Das Aluminium-Bike mit Carbon-Sitzstreben soll durch das Split Pivot-Fahrwerk in Verbindung mit voluminösen 4″ Reifen ein wahres Grip-Monster sein und sich auf so gut wie jedem Trail zu Hause fühlen. Mit dem Bucksaw möchte Salsa das Nischenprodukt Fatbike aus seinen angestammten Einsatzgebieten Sand und Schnee herausholen und es auf die Trails dieser Welt schicken. Das Bike soll den typischen Fatbike-Fahrer jedoch gar nicht mal vorrangig bedienen, sondern vor allem Otto-Normal-Trail-Biker ermutigen, sich den Vorteilen eines Fatbikes im alltäglichen Singletrail-Vergnügen hinzugeben. Den oft bei Fatbikes bemängelten “Bounce”-Effekt, also das flummiartige Schwingen der Reifen, soll laut Salsa dank der Vollfederung zusätzlich unterdrückt werden.

Der Rahmen ist absolut auf dem Stand der Technik und weist alle gängigen Finessen moderner Fullies auf: Reverb Stealth Kabelführung, tapered Steuerrohr, Direct Mount-Umwerferaufnahme und einen feinfühligen Split Pivot-Hinterbau. Das Gesamtgewicht des Bikes beläuft sich dabei jedoch nicht auf 13,6 kg wie vom Hersteller bei der Vorstellung angekündigt (hier zum Artikel), sondern auf beachtliche 15,6 kg.

Carbon-Sitzstreben
# Carbon-Sitzstreben - Dieses Bike ist kein Nebenprodukt zum bloßen Ausbau der Produktpalette - dem Bucksaw sieht und merkt man das Engagement seiner Entwickler an.

Der erste Kontakt

Ein echter Eyecatcher, anders lässt sich das Bucksaw wohl nicht beschreiben. Die dicken Reifen stellen einen krassen Kontrast zum schlichten und äußerst hochwertig anmutenden Rahmen dar. Das, gepaart mit der auffällig leuchtenden metallic-blauen Lackierung, löst bei uns einen “Haben-Wollen”-Effekt aus.

Die Ausstattung am Fatbike-Fully ist ebenso hochwertig, wie es der Ersteindruck vermittelt. Angetrieben wird das Rad über eine SRAM X01 Gruppe, die mit einer X1 Alu-Kurbel kombiniert ist. Passend zum Einsatzzweck stattet Salsa das Bike mit einer versenkbaren Rock Shox Reverb Sattelstütze aus. Das Fahrwerk setzt sich aus einem Rock Shox Monarch RT3 Dämpfer und einer Bluto RL Federgabel zusammen.

Da das Bucksaw lediglich für Reifen bis maximal 4″ Breite ausgelegt ist, reicht am Hinterbau eine Einbaubreite von 177 mm aus, um den breiten Reifen mit ausreichend Freiraum im Hinterbau zu platzieren. Umso mehr verwundert es, dass Salsa dennoch auf ein extrem breites dreiteiliges Tretlagergehäuse mit 121 mm Breite setzt. Die SRAM X1 Kurbel, die im PressFit-Innenlager montiert ist, kommt mit einem 30er Blatt. Somit sollten auch längere Anstiege kein Problem sein.

Rock Shox Fahrwerk
# Rock Shox Fahrwerk - Ein straff abgestimmter Rock Shox Monarch RT3 hält den Split Pivit-Hinterbau mit leicht progressiver Kennlinie in Schach.

Setup und andere Anpassungen

Es braucht nicht lang um festzustellen, dass die werksseitige Abstimmung des Dämpfers ziemlich straff ausfällt. Zudem zeichnet sich die Federkennlinie mit einer gemäßigten, aber spürbaren Progression ab, was wohl auch ein Grund dafür sein dürfte, warum sich trotz des überschaubaren Federwegs von 100 mm ein SAG von ca. 25% als ideal herausstellte. An der Gabel, deren Lockout nicht via Remote-Hebel, sondern über einen fein gerasterten Einstellhebel an der Gabelkrone zu justieren ist, gehen wir auf 15% SAG.

Die breiten 4″ Surly Nate Reifen, die auf 65 mm breiten Surly Marge Lite Felgen aufgezogen sind, formen sich im Vergleich zu allen anderen Konstellationen im Test überaus rund aus. Da sie dadurch nicht ganz so extrem breit bauen, setzen wir unseren Luftdruck zu Anfang bei 0,65 Bar am Vorderrad und 0,8 Bar am Hinterrad an. Am Ende unserer Idealzustand-Findungsphase landen wir bei 0,5 Bar am Vorderrad und 0,55 Bar am Hinterrad.

Des Weiteren tauschten wir nach einigen Versuchen Lenker und Vorbau. Der lange Hauptrahmen führte in Kombination mit dem 90 mm langen Vorbau zu einer extrem gestreckten Sitzposition, die evtl. so manchem Marathon-Fahrer zusagen könnte, uns jedoch nur Rückenschmerzen und keinerlei Abfahrtsspaß bescherte. Insbesondere das Lenkverhalten, das ein solch langer Vorbau zur Folge hat, war über dem ohnehin schon langen Hauptrahmen bei Geländeeinsätzen nicht akzeptabel. Wir montierten einen 50-mm-Vorbau und je nach Fahrer 760 mm bis 780 mm breite Lenker.

Das Steurrohr des Bucksaw misst gerade einmal 110 mm, weshalb es für unsere Tester über 1,80 m Körpergröße satte 3 x 10 mm Spacer unter dem Vorbau bedurfte – bei Verwendung eines Lenkers mit 25 mm rise.

Platz satt
# Platz satt - Die Bluto ist für bis zu 4,8" breite Reifen ausgelegt, weshalb die dünne Gabel 150 mm breit baut.

In der Praxis

Alltagseinsatz

Trotz einem 50 mm kurzem Vorbau sitzt es sich angenehm sportlich auf dem Bucksaw. Schon die ersten Tritte zeigen, dass sich in dieser Sitzposition gut Kraft auf die Pedale bringen lässt. Die ersten Beschleunigungsversuche lassen jedoch auch vermuten, dass das Rad im Ganzen etwas träger ist als beispielsweise ein Canyon Dude. Klar, das Gesamtgewicht fällt fast zweieinhalb Kilogramm schwerer aus, doch auch die Laufradsatz-Kombination ist im Vergleich zum Schwalbe-DT Swiss Aufbau am Canyon ein gutes Stück schwerer. Allein ein einzelner Surly Nate Reifen bringt bei unserer Messung rund 250 Gramm mehr als ein 4″ Schwalbe Jumbo Jim auf die Waage. In Sachen Pannensicherheit waren jedoch beide Reifen in unserem Test gleichermaßen anfällig.

Mit dem Salsa Bucksaw über den Wolken: rollen lassen und genießen!
# Mit dem Salsa Bucksaw über den Wolken: rollen lassen und genießen!

Bergauf

Wer hätte das gedacht, das Bucksaw stört sich keineswegs an unserem Vorbau-Umbau. Dank der etwas längeren Kettenstreben (für ein Fatbike-Fully durchaus kurz) neigt das Vorderrad im Uphill nicht zum Steigen. Kontinuierlich tritt sich das Salsa auch noch so steile Rampen hinauf. Zwar setzt der 1-fach-Antrieb eine gewisse Grundfitness voraus, doch wer über diese verfügt, meistert auch ausdauernde Bergtouren problemlos.

Vor allem die erstklassige Traktion am Hinterrad macht sich durch enormen Vortrieb bezahlt. Das Bucksaw ermutigt den Fahrer gerade dazu, den herkömmlichen Weg in Richtung Gipfel zu verlassen und vom Schotterweg auf den Singletrail zu wechseln. Lediglich spritzige Antritte, wie sie nach so mancher Spitzkehre bergauf nötig wären, verweigert das Bucksaw aufgrund des hohen Laufradgewichts (Gesamtgewicht Laufräder, Reifen usw.).

Im Sitzen wie im Stehen
# Im Sitzen wie im Stehen - Mit dem Salsa schaufelt man sich auf jedem Untergrund seinen Weg nach oben.

Im spaßigen Singletrail-Einsatz

Selbst sitzend im Gelände tritt sich das Salsa enorm komfortabel, wodurch auch ausgedehnte Trail-Touren zum Genuss werden. Dennoch handelt es sich beim Bucksaw nicht etwa um ein Alte-Leute-Bike, sondern um ein echtes Sportgerät. Wer ein Mountainbike will, aber ein Fatbike sucht, der wird mit dem Salsa Bucksaw fündig: die Geometrie entspricht der von modernen All Mountain-Bikes und genau so will dieses Bike auch gefahren werden. Zwar stört sich das Rad keineswegs an einem passiven Fahrstil, eine aktive Gangart harmoniert jedoch perfekt mit den Fahreigenschaften des Bucksaws.

Man steht mittig über dem Rad und hat jederzeit volle Kontrolle über beide Räder. Dank des straffen Fahrwerks lassen sich Geländeunebenheiten spielerisch ausnutzen, um entweder gewollt vom Boden abzuziehen oder aber durch aktives Pushen Schwung aufzubauen. Wer hingegen eher gemütlich unterwegs ist, erfreut sich schnell am Geradeauslauf und der beachtlichen Traktion, wodurch eine feine Linienwahl überflüssig wird – wer die Ideallinie verfehlt kann sich darauf verlassen, dass sich das Bike unbeirrt eine alternative Linie sucht. Das schafft Vertrauen und steigert schnell das Selbstbewusstsein des Fahrers.

Unangenehm loser und grober Untergrund?
# Unangenehm loser und grober Untergrund? - Mit 4"-Reifen braucht man Geröll nicht zu fürchten.

Ab in die Abfahrt

In der Abfahrt fällt am Bucksaw umgehend eine Sache auf: das Fahrverhalten wird in keiner Weise vom unangenehmen Self Steering beeinflusst. Mag der Bremsvorgang auch noch so abrupt sein, das Salsa bleibt gradlinig auf Spur. Auch bei Kurvenfahrmanövern ist vom lästigen Selbsteinlenken nichts zu spüren. Das sorgt abermals für mächtig Vertrauen ins Rad und so fährt man mit der Gewissheit, keine plötzlichen Überraschungen erleben zu müssen. Aufgrund des hohen Gewichts am Vorderrad und des recht flachen Lenkwinkels (für ein Fatbike), profitiert man merklich vom breiten Lenker. Gerade in grobem Geläuf, wo man dem einen oder anderen Schlag doch recht energisch entgegenhalten muss, kostet ein schmalerer Lenker mehr Kraft.

Ebenfalls erstklassig ist das Zusammenspiel von Reifen und Dämpfer sowie das daraus resultierende Federverhalten. Während der Reifen dank des sehr geringen Luftdrucks kleinere Hindernisse in sich aufnimmt und damit Bodenhaftung generiert, absorbiert der straffe Hinterbau die groben Schläge. Somit ist in nahezu jeder Fahrsituation Traktion gegeben. Dieses Verhalten schafft nicht nur Vertrauen ins Rad, sondern lässt auch einen bisher ungewohnten Fahrstil zu: schräg hängenden Wurzelteppichen ausweichen? Unnötig! Faustgroße Steine umfahren? Warum? Einfach drauf halten und den Lenker festhalten, das Bike erledigt den Rest. Darüber hinaus ergibt sich auch ein hohes Maß an Komfort, da nur noch ganz grobe Schläge beim Fahrer ankommen.

Auf langen Abfahrten treten Ermüdungserscheinungen in Händen und Armen deutlich später auf, war vor allem daran liegt, dass die dicken Reifen die hochfrequenten Schläge nahezu komplett neutralisieren. Zudem braucht es dank der enormen Bremstraktion deutlich weniger Kraft beim Ziehen der Bremse. Fährt man eine lange Abfahrt jedoch kontinuierlich durch, so schwächelt insbesondere die Hinterradbremse mit 160-mm-Scheibe deutlich. Eine 180-mm-Scheibe wäre bei so einem Brems-Monster durchaus angebracht.

Sicher dank konstanter Verzögerung
# Sicher dank konstanter Verzögerung - Selbst mit gezogener Bremse fährt man sicher über loses Geröll.
Spaß auf der Piste
# Spaß auf der Piste - Auf hartem Schnee waren die gut profilierten Surly Nate Reifen eine wahre Freude.
Geht auch anders
# Geht auch anders - Wer denkt ein Fatbike wäre eine plumpe Angelegenheit der irrt.

Test: Salsa Bucksaw 1 – das Fazit

Das Salsa Bucksaw offenbarte uns im Fatbike-Test die größte Überraschung: Das Fully stellte unter Beweis, dass ein Fatbike durchaus das Potenzial hat, ein herkömmlich bereiftes All Mountain-Fully im Alltagseinsatz abzulösen. Das Rad punktet bergab trotz geringem Federweg mit viel Sicherheit, Laufruhe und dem Potenzial, selbst im Kampf gegen die Uhr nach Bestzeiten jagen zu können. Darüber hinaus bietet das Bucksaw viel Komfort. Lediglich das Gewicht, vor allem das der Laufräder, stellt ein Manko am sonst sehr überzeugenden Gesamtpaket des Bucksaws dar.

Pro:

  • super Trail-Geometrie
  • sehr gutes Fahrwerk
  • sehr vielseitiger Einsatzbereich
  • durchdachte Ausstattung (für den Trail-Einsatz)

Contra:

  • Laufräder könnten leichter sein
  • 90 mm Vorbau für den Einsatzzweck zu lang
  • ziemlich teurer Spaß
Salsa Bucksaw
# Salsa Bucksaw - Ein geiles Gerät!

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Alle Details zum Bike und Test

Unser Testbike

Rahmen: Salsa Bucksaw, Aluminium Rahmen, Größe “Large”
Gabel: Rock Shox Bluto RL, 100 mm Fw.
Dämpfer: Rock Shox Monarch RT3
Steuersatz: Cane Creek 10 ZS44/56
Vorbau: Thomson X4, 90 mm
Lenker: Salsa Rustler 1 Carbon, 15 mm rise, 740 mm breit
Bremsen: SRAM Guide RS
Naben: Salsa Fat Conversion 
Felgen: Surly Marge Lite, 65 mm breit
Reifen: Surly Nate 4.0
Kurbeln: SRAM X1, 1000 X-Sync
Antrieb: SRAM X01, 11-fach
Kette: KMC X11
Sattelstütze: Rock Shox Reverb Stealth, 125 mm
Sattel: WTB Pure V Race

Gewicht: 15,6 kg (bei Größe “L”, ohne Pedale)

Wo wurde das Bike getestet?

  • bayrisches Voralpenland (GER)
  • bayrische und tiroler Zugspitzregion (AUT, GER)
  • rund um Augsburg (GER)
  • rund um Innsbruck (AUT)

Infos zu den Testfahrern

Getestet wurde das Salsa Bucksaw von unseren Test-Redakteuren Dommaas und Maxi. Ergänzt wurden ihre Fahreindrücke durch die Erfahrungen der Tester Frank und Andreas. Auch Enduro-Profi Max Schumann bezogen wir in den Test des Bucksaw mit ein. Um die geschilderten Eindrücke besser nachempfinden zu können, möchten wir euch wie immer ein Testerprofil präsentieren.

Testerprofile ausklappen

Test-Redakteur Maxi

  • Körpergröße: 1,81 m
  • Gewicht (fahrfertig): 80 kg
  • Schrittlänge: 88 cm
  • Armlänge: 62 cm
  • Oberkörperlänge: 59 cm
  • Fahrstil: rustikal, aggressiv und schnell; immer auf der Suche nach der schnellsten Linie; nutzt das Gelände für sich
  • Was fährst du hauptsächlich: Singletrails im Voralpenland mit dem Trail- und XC-Bike; abfahrtsorientiertes Enduro; Downhill im Bikepark
  • Vorlieben bezüglich des Fahrwerks: ca. 25 – 30 % SAG am Heck, deutlich straffere Front; Zugstufe allgemein sehr schnell; allgemein viel LSC; vorne gern mit viel Progression
  • Vorlieben bezüglich des Rahmens: Abhängig vom Einsatzzweck: für den verspielten Einsatz = vorne lang, hinten kurz // für den Speed-orientierten Einsatz: vorne lang, hinten Mittelmaß
  • Persönliche Anmerkung: Es lässt sich erst dann die volle Leistung eines Bikes abrufen, wenn das Rad in jedem Punkt perfekt an den Fahrer angepasst ist.

Test-Redakteur Dommaas

  • Körpergröße: 1,71 m
  • Gewicht (fahrfertig): 66kg
  • Schrittlänge: 81 cm
  • Armlänge: 60 cm
  • Oberkörperlänge: 54 cm
  • Fahrstil: aufrecht, leicht hinter dem Sattel; saubere und flüssige Linien
  • Was fährst du hauptsächlich: XC über Marathon bis hin zu Trail und leichtem All Mountain
  • Vorlieben bezüglich des Fahrwerks: straff und möglichst antriebsneutral (gerne progressiv), schnelle Zugstufe
  • Vorlieben bezüglich des Rahmens: kurzer Hinterbau, nicht zu flacher Lenkwinkel (gestreckte Sitzposition)

Testfahrer Frank

  • Körpergröße: 1,84 m
  • Gewicht (fahrfertig): 97 kg
  • Schrittlänge: 88 cm
  • Armlänge: 62 cm
  • Oberkörperlänge: 61 cm
  • Fahrstil: eskalativ
  • Was fährst du hauptsächlich: Dirt, Pumptrack, Enduro, Downhill (runter ist mir allgemein lieber)
  • Vorlieben bezüglich des Fahrwerks: Hauptsache Öl ist im Dämpfer, der Rest geht nach Gefühl
  • Vorlieben bezüglich des Rahmens: vorne lang, hinten kurz

Enduro-Profi Max Schumann (Team: Carver Trailfoundation)

  • Körpergröße: 1,81 m
  • Gewicht (fahrfertig): 77 kg
  • Schrittlänge: 83 cm (mit Schuh)
  • Armlänge: 60 cm
  • Oberkörperlänge: 55 cm
  • Fahrstil: sportlich-elegant (bedeutet: Vmax, ohne Rücksicht auf Verluste, präzise Linienwahl)
  • Was fährst du hauptsächlich: “Enduro”, Trails in allen Formen (unter 2 m Breite)
  • Vorlieben bezüglich des Fahrwerks: eher progressiv, unauffällig schnell
  • Vorlieben bezüglich des Rahmens: vorne eher lang, hinten nicht zu kurz; tiefes Tretlager

Die technischen Daten des Salsa Bucksaw

HerstellerSalsa Cycles
ModellBucksaw 1
Modelljahr2015
Rahmenmaterial6066-T6 Aluminum, Carbon-Sitzstrebeneinheit
EinsatzbereichTrail, All Mountain, Sondereinsatzgebiete (Sand, Schnee, etc.)
TestkategorieFatbike (Komplett-Bike)
HinterbausystemSplit Pivot
Federweg (Rahmen)100 mm
Laufradgröße26" (Fatbike)
Federweg Gabel (Herstellerempfehlung)100 mm
Dämpfereinbaulänge / Hub184 mm x 44,5 mm
Steuerrohr1,5" tapered (ZS44 / ZS56)
TretlagerPressFit 41 (121 mm Breite)
UmwerferaufnahmeHigh Direct Mount (2x compact; top-pull)
KettenführungsaufnahmeISCG 05
Sattelrohrdurchmesser31.6 mm
Bremssattelaufnahme IS (51 mm; min. 140 mm Disc, max. 180 mm Disc)
Ausfallenden12 mm x 177 mm (Maxle Ultimate Steckachse)
Austauschbares Schaltaugeja
Verstellbare Geometrie nein
Reifenfreiheitbis 4"
Gepäckträgeraufnahmenein
Rahmengewicht3.040 Gramm (Herstellerangabe; bei Größe "L" inkl. Dämpfer, Achse etc.)
Komplett-Bike-Gewicht15,65 kg (bei Größe "L", ohne Pedale)
Preis1.699 Euro (Rahmen mit Dämpfer), 5.199 Euro (Bucksaw 1 Komplett-Bike)

Geometrie Salsa Bucksaw

GrößeSmallMediumLargeX-Large
Sattelrohrlänge387 mm432 mm483 mm533 mm
Reach419,4 mm436,7 mm456,7 mm473,9 mm
Stack575,9 mm585,2 mm585,2 mm594,4 mm
Lenkwinkel68.0°68.0°68.0°68.0°
Sitzwinkel73.5°73.5°73.5°73.5°
Oberrohrlänge (horizontal)590 mm610 mm630 mm650 mm
Hinterbaulänge444 mm444 mm444 mm444 mm
Radstand1.142,7 mm1.163,8 mm1.183,8 mm1.204,8 mm
Tretlagerhöhe330 mm330 mm330 mm330 mm
Tretlagerabsenkung - 26,0 mm - 26,0 mm - 26,0 mm - 26,0 mm
Überstandshöhe729,0 mm742,6 mm761,8 mm774,8 mm
Offset 50 mm50 mm50 mm50 mm
Steuerrohrlänge100 mm110 mm110 mm120 mm

  • Redaktion: Thomas Fritsch, Maxi Dickerhoff
  • Testfahrer: Maxi Dickerhoff, Thomas Fritsch, Max Schumann, Frank Vilgertshofer, Andreas Schlumprecht
  • Bilder: Manuel Sulzer, Maxi Dickerhoff
  • Weitere Informationen: salsacycles.com

Fatbike Test 2015 – alle Artikel:

  1. benutzerbild

    G.Heim

    dabei seit 09/2010

    firevsh2o
    Zur Geometrie ist mir aufgefallen, dass es sich für mich eher klein anfühlt. Also entgegen den Geometriedaten. Ich bin knapp 190 groß und das Bucksaw ist ein Large. Mein Enduro ist ein Slide Carbon in XL. Das fühlt sich größer an, obwohl der Reach gleich ist wie beim Bucksaw in L.
    Man darf nie den Reach ohne Stack betrachten. Ich normiere mir den Reach immer auf einen persönlichen Stack 620.

    Du liegst aber richtig. Das Salsa ist nicht so lang.
    Der Stack ist kurz. Daher muss bei Umrechnung auf einen längeren Stack der Reach über die Winkelfunktionen entsprechend verkürzt werden.
    Ungefähr Differenz x 0,4.

    Die Geo ist nicht so modern, wie hier beschrieben. Ich bräuchte auch die Länge vom XL aber das kürzere Sitzrohr vom L
  2. benutzerbild

    cube125

    dabei seit 11/2010

    Zum Preis geb ich allen Recht die, die über 5 nicht bezahlen wollen. Ich hab es selber aufgebaut und mit wirklich guten Teilen ausgestattet (über Salsa Ausstattung) und bin über 4 aber weit unter 5 gelandet. Wobei das immer noch viel Geld ist. Mit einer etwas kleineren Version von Komponenten sind Zahlen weit unter 4 möglich. Allerdings steigt dann auch das Gewicht des Bikes gewaltig an.

    Zum Thema Größe geb ich auch einem Vorschreiber recht. Der L Rahmen fühlt sich kleiner an als andere L Rahmen.
    Zum Thema Bike beherrschen, bin ich geplättet seit ich den Film in "Third Eyes" Kommentar gesehen habe.
  3. Anzeige

  4. benutzerbild

    Riffer

    dabei seit 01/2005

    Endlich auch ein kurzer Erfahrungsbericht meinerseits. Von der Geometrie her ist mir das L mit 186cm/86cm sehr angenehm, den Vorbau hatte ich von original 90mm/6° positiv bei 4cm Spacer auf 80mm/7° negativ/3Spacer und mittlerweile 70mm/0°/2Spacer adaptiert.

    Ich hab das Bucksaw2 etwas upgraded/angepasst mit:
    - Reverb Stealth 150 (geht mit Speci Henge gerade perfekt, der WTB wäre zu hoch),
    - Hope T-Rex und Shimano-XT-Kassette, wobei ich das 15er-Ritzel weggelassen habe,
    - XT-Disc 200/180mm
    - DMR Vault Flats in grau mit goldenen Pins

    Optisch gefällt es mir extrem. Das 1er in blau ist sehr schön, kam bei mir aber in real nicht so gut an wie erwartet. Abgestimmt finde cih beide sehr gut.

    Die Eigenschaften des Bikes sind überwältigend: Es verleitet zur Wahl einer forcierten Gangart auch bergauf, ich versuche auch wie sonst:spinner: mit dem MTB andere einzuholen... :bier: - etwas anstregender ist es zwar, aber man kriecht mit dem Rettugnsring auch alles hoch.

    Der Grip ist im Normalfall sehr gut mit den Nate. Zu trocken, etwas rollig und ganz extrem steil hatte ich in beide Richtungen so eine Art weicheren aber überschaubaren Grenzbereich, auch sonst wirkt der Grenzbereich kontrollierter und sanfter als am MTB. Als Druck im Reifen hat sich hinten 5,5psi und vorne 4,5psi als Ideal erwiesen.

    Beschleunigung ist so eine Sache: Man muss seine Beine dran gewöhnen, den nötigen Input zu geben, aber das macht es auch ideal als Trainingsgerät. Allerdings rollt man nur gefühlt etwas schwerfälliger dahin, im Vergleich mit anderen Bikes ist man dabei nicht langsamer. Im Gegenteil rollt man sogar sehr flott.

    Und am Trail ist das Bucksaw eine extrem spaßige Sache, die Fahrspaß und Sicherheit in einem vermittelt. Flowtrail mit Kickern: Kein Problem, AllMountains abzuhängen. Steiles Gelände: Etwas anderes Timing und Anfreunden mit den Ausmaßen, gesamt ist alles easy und auch Spielereien wie Hinterradversetzen lassen sich gut anwenden. :hüpf:

    Auf der Straße heim? Kein Problem, nur der Sprung zwischen 17er und 13er in der Kassette ist nicht ganz optimal. Vielleicht baue ich mal ein 16er oder einen 13er-Abschlußring ein, um das zu glätten. Die Übersetzung mit 22/34 vorne ist dennoch sehr gut gewählt, das 36er wäre manchmal hinderlich, da bringt mir persönlich die enge Abstfung vorne mehr Vorteile.

    Abschließend klingt das zwar alles sehr verblümt und frisch verliebt, de facto fahre ich aber schon seit 2001 MTB und seit 2004 Fullies, und mir liegt viel an einem optimalen Gerät für meine Tourenprofile (und da ist einfach alles drinnen, am wenigsten noch Flugeinlagen). Was sich da nicht bewährt, hat wie das 601er keine langfristige Berechtigung. So relativiert macht das Bucksaw einfach (und doch etwas speziell), was es soll - und gibt mir zusätzlich auch emotional einen neuen Kick! Wenn sich an der Stabilität und Haltbarkeit nichts ergibt, bin ich happy mit der Wahl, es in den Fuhrpark zu nehmen und stehe wie viele andere wahrscheinlich irgendwann vor dem eingestaubten MTB und frage mich...

    ...nein, so weit ist es aber noch nicht!!! Aja, momentan ist damit auch kein 29er notwendig, denn ich habe jetzt eines mit dicken 26"-Felgen... :aetsch:
  5. benutzerbild

    Vighor

    dabei seit 08/2013

    FFFTW

    FatFulliesForTheWin :D Selbe Erfahrung bin ich zZ mit meinem KingKahn am sammeln, Trails runter ist fast nur noch grinsend rollen lassen angesagt. Mit dem Geräusch den die 4.7er Reifen dann machen ist ne Klingel absolut überflüssig.

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