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Wie im Vorjahr geht der MTB-News.de User Award in der Kategorie Bremse des Jahres an Magura
Wie im Vorjahr geht der MTB-News.de User Award in der Kategorie Bremse des Jahres an Magura - die MT7 erfreut sich nach wie vor größter Beliebtheit. Wir gratulieren!
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Die ziemlich leichten Bremsgriffel aus faserverstärktem Kunststoff
Die ziemlich leichten Bremsgriffel aus faserverstärktem Kunststoff - sie lassen sich links oder rechts montieren
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Lange mussten wir warten, jetzt ist es passiert
Lange mussten wir warten, jetzt ist es passiert - die neue Generation Magura, MT5 und MT7, sind würdige Nachfolger der Gustav M.
Bremskraft satt hat noch niemandem geschadet
Bremskraft satt hat noch niemandem geschadet - die Hände werden durch die äußerst kräftigen MT7 angenehm entlastet.
Beste Dosierbarkeit
Beste Dosierbarkeit - die MT7 gibt beste Kontrolle auch von Manuals.
Standfeste Vorstellung
Standfeste Vorstellung - selbst lange Abfahrten, Schleifbremsungen und Mittreten bergab ließen die Bremsleistung nicht einknicken.
Dicker Bremssattel mit vier Einzelbelägen
Dicker Bremssattel mit vier Einzelbelägen - den bringt so schnell nichts ins Schwitzen
Die vier Beläge können nach oben entnommen werden
Die vier Beläge können nach oben entnommen werden - sie werden Magura-typisch durch einen Magnet am Kolben gehalten, was die Feder erspart und so mehr nutzbaren Belag zur Verfügung stellt.
Die ziemlich leichten Bremsgriffel aus faserverstärktem Kunststoff
Die ziemlich leichten Bremsgriffel aus faserverstärktem Kunststoff - sie lassen sich links oder rechts montieren

Magura MT7 Scheibenbremse im Test: Nachdem der Start der Magura MT-Serie etwas holprig verlaufen war, waren wir gespannt auf die neue Generation Scheibenbremsen aus Bad Urach – Magura MT Next. Die Palette ist jetzt eindeutiger sortiert, die Kinderkrankheiten sollen ausgemerzt sein – haben wir damit nun wirklich den würdigen Nachfolger der legendären Gustav M im Test?

Die Modelle Magura MT7 und MT5 kommen mit vier Kolben pro Bremssattel daher und sollen damit abfahrtsorientierte und schwere Biker ansprechen. Was unterscheidet die 5 von der 7? Die MT7 hat als Topmodell eine Druckpunktverstellung, die Griffweitenverstellung erfolgt zudem werkzeuglos. Außerdem wird die MT7 in Deutschland hergestellt, während die MT5 aus der schon von uns besuchten Fabrik in Taiwan stammt [hier zum Hausbesuch]. Letzter Unterschied: In der MT7 kommen pro Sattel 4 einzelne Beläge zum Einsatz, in der MT5 sind es 2 zweigeteilte. In Sachen Kolbendurchmesser, Ergonomie und Konstruktion sind die Bremsen jedoch identisch. [Korrektur 8.06.15: Das mechanische Übersetzungsverhältnis der MT7 ist minimal höher als das der MT5. Dadurch ergibt sich insgesamt eine um 8,3 % größere Übersetzung als bei der MT5]

Magura MT7 – Aus der Box

Obwohl die MT7 ein echter Bremsanker sein soll, ist sie vom Gewicht eines Ankers ziemlich weit entfernt. Je nach Leitungslänge wiegt die Bremse an sich 260 – 275 g. Dazu kommt meistens wohl noch eine 180 mm (136 g) oder eine 200 mm Scheibe (175 g) und Adapter, aber zur besseren Vergleichbarkeit kann man das Systemgewicht wohl mit 360 g (ohne Adapter und mit 160 er Scheibe) beziffern.

Die ziemlich leichten Bremsgriffel aus faserverstärktem Kunststoff
# Die ziemlich leichten Bremsgriffel aus faserverstärktem Kunststoff - sie lassen sich links oder rechts montieren

Die Montage erfolgt über eine Post Mount-Aufnahme, und trotz anfänglicher Zweifel wegen der vielen einzelnen Beläge sitzt die MT7 im ersten Anlauf schleiffrei. Das spricht für einen ausreichend großen Lüftspalt und freut natürlich. Das Kürzen der Leitung ist kein Problem, einziger Haken: Wenn man doch mal richtig Luft ins System gebracht (Leitung komplett demontiert), so ist diese gar nicht so leicht aus dem Bremssattel zu bringen. Dabei hilft es, den Bremssattel so zu drehen, dass der Leitungsausgang oben liegt.

Die vier Beläge können nach oben entnommen werden
# Die vier Beläge können nach oben entnommen werden - sie werden Magura-typisch durch einen Magnet am Kolben gehalten, was die Feder erspart und so mehr nutzbaren Belag zur Verfügung stellt.

Auf dem Trail

Testeindruck: Stefanus

Bevor’s losgeht, noch schnell den Bremsgriff eingestellt: Der Hebel liegt gut in der Hand, die Griffweite lässt sich in einem akzeptablem Bereich einstellen, für riesige oder sehr kleine Hände könnte er aber noch größer sein. Nur die Druckpunktverstellung mit ihren nur 4 Rasten beeindruckt nicht wirklich, da ändert sich nur sehr geringfügig etwas. Der Druckpunkt bleibt damit Magura-typisch eher etwas weich, sitzt aber auf jeden Fall an der richtigen Stelle.

Standfeste Vorstellung
# Standfeste Vorstellung - selbst lange Abfahrten, Schleifbremsungen und Mittreten bergab ließen die Bremsleistung nicht einknicken.

Die Beläge brauchen etwas, bis sie eingebremst sind (am besten durch Pedalieren in der Ebene mit schleifenden Bremsen) doch schon bald wird klar: Diese Bremse greift ordentlich zu. Also so richtig ordentlich. Ab der ersten Abfahrt bestätigt sich dieser Eindruck – die Magura MT7 ist ein Bremsanker erster Güte. Ziehen wir bei der Bremskraft den Vergleich, so spielt die MT7 mit den besten mit, Shimanos Saint muss aufpassen, der alte Gustav wäre stolz. Damit lassen sich lange, bremslastige Abfahrten wesentlich entspannter absolvieren als es mit manch anderer heutigen Scheibenbremse der Fall ist.

Bremskraft satt hat noch niemandem geschadet
# Bremskraft satt hat noch niemandem geschadet - die Hände werden durch die äußerst kräftigen MT7 angenehm entlastet.
Beste Dosierbarkeit
# Beste Dosierbarkeit - die MT7 gibt beste Kontrolle auch von Manuals.

Nächste Herausforderung: Standfestigkeit. Machen wir’s kurz – wir haben die Vierkolbenbremse nicht klein gekriegt, auch nicht als wir nach hunderten Höhenmetern Trail mit schleifenden Bremsen nochmal die Straße bergab getreten haben. Ob es am zusätzlichen Luftspalt zwischen den Belägen, den gut isolierenden Kolben oder der großen Masse des einteiligen Bremssattel liegt? Vermutlich an all diesen Faktoren. Tatsächlich hat die MT7 einen richtig schweren Bremssattel, den nichts so schnell ins Schwitzen bringt. Das vertretbare Gewicht verdankt die Bremse dagegen ihrem extra leichten Bremsgriff aus Carbotecture, die Masse liegt damit da, wo sie der Standfestigkeit zuträglich ist.

Wie im Vorjahr geht der MTB-News.de User Award in der Kategorie Bremse des Jahres an Magura
# Wie im Vorjahr geht der MTB-News.de User Award in der Kategorie Bremse des Jahres an Magura - die MT7 erfreut sich nach wie vor größter Beliebtheit. Wir gratulieren!

Was fehlt noch? Es klingt fast zu schön um wahr zu sein, aber auch hinsichtlich der Dosierbarkeit macht der Schwäbin eigentlich keiner was vor. Dank des weichen Druckpunkts lässt sie sich klasse modulieren, sodass ihre schier endlose Bremskraft sehr gezielt abgerufen werden kann. Diese sehr gute Dosierbarkeit ist damit die einzige Eigenschaft, die die neue MT next mit den ersten MT-Bremsen gemeinsam hat.

Lange mussten wir warten, jetzt ist es passiert
# Lange mussten wir warten, jetzt ist es passiert - die neue Generation Magura, MT5 und MT7, sind würdige Nachfolger der Gustav M.

Testeindruck: Hannes

108 kg bringe ich bei 1,93 m auf die Waage – das erfordert definitiv grundsätzlich eine starke Bremse. Für den letzten Härtetest montiere daher auch ich die neue Magura MT7 an meinem Rad, um sie auf meinen Hometrails nochmal richtig auszufahren. Ich kenne mit der Julie, Clara, Louise, Louise FR und der Gustav einen Großteil der bekannten alten Modelle von früher – während ich mit Julie und Clara meist weniger zufrieden war, war insbesondere die Gustav M damals die Macht und wäre es vermutlich heute noch. Die ersten MT-Bremsen hingegen fand ich für mich nicht ausreichend – daher bin ich sehr auf die MT7 gespannt.

Auf dem ersten Uphill greife ich behutsam mit dem Zeigefinger an den Bremshebel und mein Vorderrad blockiert kurz, noch bevor die Gabel eintauchen kann. Der Druckpunkt ist magura-typisch weich, aber schon diese erste Aktion lässt die Aggressivität dieses Stoppers erahnen. Auf einem unserer steileren Hometrails, die man öfter mit schleifender Bremse fährt, demonstriert die MT7 dann mit Leichtigkeit, was sie kann: Sie stoppt schon mit geringer Hebelkraft extrem mächtig, Schleifen macht ihr nichts aus, auch wenn man es länger provoziert.

Selbst als ich mich am Ausgang des Trails mit heißen Scheiben in den Sattel fallen lasse und nochmal sanft den vorderen Hebel ziehe, wandert das Hinterrad unverzüglich zum Stoppie hoch – beeindruckend. Auch auf längeren Downhills mit 180 mm Scheiben kriege ich die Bremse nicht klein und muss es einfach so sagen: Die MT7 ist die vielleicht stärkste Bremse, die ich bisher gefahren bin. Die Bremskraft ist brachial, gerade in Schotterkurven sollte man sensibel an einen Bremsvorgang herangehen, allerdings lässt sich die Dosierbarkeit der MT7 dank des weicheren Druckpunkts gut in den Griff bekommen.

Fazit – Magura MT7

Magura ist zurück. Die MT7 bietet ein geniales Paket: Beste Bremskraft, Standfestigkeit und Dosierbarkeit bei völlig akzeptablem Gewicht. Es kommt aber noch besser: Die MT5 ist ganz genau so gut und kostet fast die Hälfte. Genug der Lobhudelei?

Eigentlich nicht, denn 5 Jahre Garantie auf Dichtheit und der bewährte Magura Service sollten nicht unerwähnt bleiben. Verbessern könnte man höchstens noch die Druckpunktverstellung – die wir aber ehrlich gesagt nicht vermisst haben.


Preisvergleich Magura MT7

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Preisvergleich Magura MT5

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Weitere Informationen

Website des Herstellers: www.magura.com
Text & Redaktion: Stefanus Stahl | MTB-News.de 2015
Bilder: Stefanus Stahl, Johannes Herden

Zusammenfassung
Datum
Produkt
Magura MT7
Bewertung
51star1star1star1star1star
  1. benutzerbild

    ride-FX

    dabei seit 12/2009

    Die Race Beläge vorn und Performance hinten. Race Beläge haben sich hinten nicht so bewährt, werden wohl zu heiß bei längeren DH Abfahrten. Vorn halten sie dafür sehr sehr lange bei mir.

    Nach meinen Erfahrungen, egal ob Zee/Saint oder MT5/7, sind die Orginalbeläge immer die besten, wenn auch nicht die günstigsten.
  2. benutzerbild

    Zucchi

    dabei seit 06/2015

    Hallo, ich habe die MT4 vor ein paar Jahren an mein 98er Specialized gebaut (an dessen Rahmen mir Rewel in Bozen den nötigen ISO Adapter geschweißt und mir den Postmountadapter geschenkt hat, super Arbeit hat der Mann da verrichtet, nutze den Post auch, um diesen zu loben, denn das hat er verdient). Die Bremse ist schlicht und einfach gut, nie war es nötig sie zu entlüften, nur die Beläge tendieren zum verglasen, was aber auch bei meinen Fahrten im Trentino, wo ich wohne und meinen fast 100 Kg Gewicht passieren kann und mit einmal drüberschmirgeln behoben werden konnte. Insofern verstehe ich nicht, welche "Anfangsprobleme" die MT Bremsen denn hatten?
    Jetzt habe ich eine MT5 an meinem neuen Cube Stereo, das ich mir selbst aus hervorragenden Angeboten nach meinem ganz persönlichen Geschmack zusammengebaut habe. Die Bremse ist brachial, sehr gut, so weit ich sie bis jetzt probieren konnte (leider nicht allzu viel, das Bike wurde erst vor zwei Wochen komplett und vor ca. 1 Woche habe ich mir den Unterarm gebrochen). Beim Entlüftungsversuch mit zu viel Öl ist mir der Deckel allerdings an dieser aufgesprungen. Ich konnte ihn wieder montieren und es war dicht, allerdings ist der Spalt zwischen Deckel und Hebel etwas größer als beim anderen Hebel und ich hatte Magura gefragt, ob ich den Deckel irgendwo finde. Sie erzählten mir drei Mal, dass sie nur den kompletten Hebel hätten, obwohl ich es schon beim ersten Mal verstanden hatte. Servicevertretungen in meinem Gebiet haben sie mir nicht genannt, weil es "nicht in ihrem Interesse läge", wenn ich irgendwo einen Hebel mit anderem Defekt finde, um von diesem einen perfekteren Deckel zu finden.
    Das fand ich ziemlich bescheuert. Nicht zuletzt, weil sie dadurch nichts verlieren, ich werde nämlich nicht wegen einem etwas größeren Spalt einen schweinsteuren Hebel kaufen. Da nehme ich eher eine Komplette Bremse. Die finde ich um 87 Euro, den Hebel um 52. Bei ersterer habe ich dann noch Bremsleitung und Beläge dabei...
  3. Anzeige

  4. benutzerbild

    jatschek

    dabei seit 07/2004

    Komplette mt5 gebereinheiten findest du für etwa 25eur im neuzustand im bikemarkt.
  5. benutzerbild

    Zucchi

    dabei seit 06/2015

    jatschek
    Komplette mt5 gebereinheiten findest du für etwa 25eur im neuzustand im bikemarkt.
    klingt gut. Entschuldigung für die vielleicht etwas ignorante Frage, ist bikemarkt eine Internet Seite?

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