Beim Bike Festival in Willingen fand dieses Wochenende der dritte Stopp der Specialized-SRAM Enduro Series mit 400 Startern statt. Am Ende konnten Michal Prokop und Anneke Beerten den Platz als Sieger verlassen, die 17-jährige Radon-Teamfahrerin Raphaela Richter wird Dritte.

Internationale Größen des Endurosports, wie der EWS-Sieger Greg Callaghan (IRL – Cube Action Team) und Michal Prokop (CZE – Specialized Racing) und auch der frisch gebackene Deutsche Meister Fabian Scholz (GER – Focus Trail Team) gingen in der Klasse Elite Men mit Siegesambitionen an den Start. Auch bei den Frauen war mit der Serienführenden Anneke Beerten (NED – Specialized Racing) und der deutschen Nachwuchshoffnung Raphaela Richter (GER – Radon Factory Racing) ein hochkarätiges Starterfeld anwesend, so dass der Kampf um den Tagessieg Spannung versprach.

Samstag

Am Samstag stand neben der obligatorischen Startnummernausgabe das Training der Strecken auf dem Programm. Trotz unbeständig wirkendem Wetter blieb es den ganzen Tag lang trocken, so dass es auf den fünf Stages, die auf dem Rundkurs über 28 km und 960 Höhenmeter auf die Fahrer warteten, staubig und schnell zur Sache ging.

Auf den Strecken präsentierten die Veranstalter abwechslungsreiches Terrain, das von gebauten Bikeparkstrecken auf Stage 1 und High-Speed-Abschnitten auf Stage 2 bis zu tiefem Waldboden auf Stage 4 reichte. Dementsprechend wurden auch den Fahrern sowohl Kondition auf langen, intensiven Tretpassagen wie auf Stage 3 als auch Fahrtechnik im Steilen auf Stage 4 gefordert.

Sonntag

Am Sonntag Morgen starteten die Fahrer bei bestem Sonnenschein in das Rennen, wobei leichter Wind auf den Transferetappen für Abkühlung sorgte – perfekte Bedingungen also. Dies merkte man auch den inzwischen staubtrockenen Strecken an, die im Laufe des Tages merklich ausgefahrener und anspruchsvoller wurden. Die Spannung war daher groß, welcher der zahlreichen Favoriten am besten mit den staubigen Verhältnissen zurecht kommen würde.

Am Ende siegte Michal Prokop in der Elite Men Klasse mit der Tagesbestzeit von 10:09.29 vor Greg Callaghan und Premek Tejchmann (CZE – Commencal). Andy Eyring (GER – RWV Haselbach) und Philip Shucksmith (GBR – Pro Ride Guides) folgten danach.

In der Elite Women Klasse dominierte wie so oft Anneke Beerten vor Natalie Schneitter (SUI – ROSE Vaujany) und Raphaela Richter (Radon Factory).

Remo Heutschi (SUI) war der schnellste Starter der Pro Masters. André Kleindienst (GER – Endura Bergamont Factory) und Tommy Umbreit (GER – Redheads Team) komplettierten das Podium. Bei den Amateur Men konnte sich Clemens Bachmann (GER – BSG Flughafen Stuttgart) durchsetzen und Maximilian Dörfer (GER – Epic Cycles Hamburg) und Henrik Grobert (GER – Freiburger Pilsner) auf die Plätze zwei und drei verweisen. Die Amateur Women Klasse gewann Barbara Stettler (SUI – Thömus Veloshop) vor Jana Goetze (GER – Santa Claus Syndicate) und Ulrike Moelders (GER – Aroma Ahoi).

Anneke Beerten - GDC Willingen 2015
# Anneke Beerten - GDC Willingen 2015
Michal Prokop - GDC Willingen 2015
# Michal Prokop - GDC Willingen 2015
Siegerehrung Elite Women - SSES Willingen 2015
# Siegerehrung Elite Women - SSES Willingen 2015

Damit konnte Michal Prokop seine Führung in der Gesamtwertung ausbauen, während Anneke Beerten nun Raphaela Richter gefährlich nahe gekommen ist. Es wird spannend, ob sie ihre Positionen auch beim nächsten Stopp der diesjährigen Specialized-SRAM Enduro Series, der am 18./19. Juli am Samerberg stattfindet, verteidigen können.

Auffällig war wieder einmal die große Internationalität mit Fahrern aus 15 Nationen. Das BIKE Festival hat einmal mehr den perfekten Rahmen für ein solches Rennen geboten und die Organisatoren haben schon mal in Aussicht gestellt, dass im nächsten Jahr ein neues Streckenlayout für Abwechslung sorgen kann. Weitere Informationen und die vollständigen Ergebnisse finden sich auf enduroseries.net.

  1. benutzerbild

    dhridernox

    dabei seit 12/2005

    Nochmal die Frage in die Runde. Habt Ihr irgendwo Fotos vom Rennen gefunden?
  2. benutzerbild

    Matschklumpen

    dabei seit 02/2015

    Lorebo
    Das fehlende Flatterband und/oder Streckenposten auf Stage 1 waren mir das größte Dorn im Auge, am Sonntag einfach an extrem vielen Stellen keines mehr vorhanden, dadurch wurde das Orientieren erschwert und der ein oder andere wird wohl auch abgekürzt haben.
    Ansonsten hat mir die 1. Stage echt Spaß gemacht.
    Stage 2 fand ich so auch in ordnung, passt zum Mittelgebirge , habe zwar meine angedachte Line im "Steilstück" während des Rennens total verfehlt, aber es gab ja Bremsen sodass man das Risiko mindern konnte.
    Stage 3 war so echt gut, wenn man vom Wiesenabschnitt absieht, hat Fitness wie Technik gefordert.
    Stage 4 war einfach nur natürlich und dabei auch super flowig!
    Stage 5 hat mich an die Wiesenabschnitte früherer Downhillrennen erinnert,war okay, aber das nächste Mal bitte länger und auch mehr Kurven!
    Kann ich voll und ganz unterschreiben. Dazu möcht ich noch sagen, dass 50€ nicht dem Gegenwert (auch im Vergleich zum Marathon) entsprachen. Da hab ich deutlich mehr erwartet. Ein Shirt wäre schön gewesen, hab ich aber eh nicht mit gerechnet. Aber eine Verflegungsstation nach dem Rennen hätte ich schon erwartet. Auch schade fand ich, dass der Ansager nicht am Ziel war und die Zeiten/Namen nochmal vorgelesen hat. Die Community war cool, jedoch habe ich erwartet ein paar mehr leute kennenzulernen. Schließlich war nach dem Rennen gar nichts mehr los. Hatte das Gefühl, dass jeder seine Sachen gepackt und gefahren ist. Mal schauen wie die Enduro One so ist. Vielleicht war auch die Einbettung in das Bike-Fest einfach zu viel und deswegen hat sich alles so verlaufen.
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  4. benutzerbild

    bonefacker

    dabei seit 01/2010

    Ich fand es im großen und ganzen OK.

    Die Anmeldung lief problemlos, aber die Streckenkarte war leider falsch. Da passten Karte und Realität zumindest bei den Überführungsetappen nicht zusammen. Auch war Stage 5 nicht mehr auf dem Höhenprofil.
    Ich fand es nicht so wild, da die Strecke gut ausgeschildert war. Ich kannte den Verlauf aber schon vom letzten Jahr her.
    Das das Training auf Stage 5 noch später erlaubt ist wurde leider nicht richtig bekannt gegeben. Auf Nachfrage im Rennbüro wusste keiner Bescheid. War aber auch nicht so wild, da man Stage 5 gut auf Sicht fahren konnte.

    Zu den Stages:
    Stage 1: hat mir gut gefallen. Schöne Abwechslung zwischen Bikepark und Wurzeln. Aber etwas mehr Flatterband wäre gut gewesen. Leider wurden wohl unten an der Liftstation weiter fleißig Bikepark Tickets verkauft obwohl beide Strecken für die Rennen genutzt wurden. Deshalb hatte ich zwei Biker auf der Strecke die etwas überrascht waren das hier Rennen ist. Hat mich nicht groß behindert, ist aber schlecht organisiert.
    Stage 2: Besser als im letzten Jahr, aber das Highspeed Stück in der Rinne hätte man durch ein paar Schikanen oder Abzweige weg vom Weg besser machen können.
    Stage 3: Das Tretstück war hart, aber gehört aus meiner Sicht dazu. Wenn jetzt noch etwas mehr aus der Abfahrt herausgeholt worden wäre, wäre es gut gewesen.
    Stage 4: Top, auch wenn ich jedes mal an der großen Wurzel was verbocke.
    Stage 5: Hätte ein paar Kurven mehr vertragen können, oder noch andere Herausforderungen. So war‘s etwas langweilig.

    Mein Fazit:
    Schönes Rennen mit ein paar Verbesserungsmöglichkeiten. Ich werde nächstes Jahr wieder kommen.
  5. benutzerbild

    Korfi

    dabei seit 07/2013

    Moinsen,
    gibt es schon einen Link zu den Fotos?

    Lg Korfi

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