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Graubünden
Graubünden - Foto: David Schultheiß
Bachforellen
Bachforellen - Foto: David Schultheiß
Nahezu in jeder Destination findet sich ein ordentlicher Bikewash, wie hier in an der Talstation der Rothornbahn.
Nahezu in jeder Destination findet sich ein ordentlicher Bikewash, wie hier in an der Talstation der Rothornbahn. - Foto: David Schultheiß
Eine schmale Holzbrücke überspannt den namenlosen Bach kurz unterhalb 
der Burgruine Belfort.
Eine schmale Holzbrücke überspannt den namenlosen Bach kurz unterhalb der Burgruine Belfort. - Foto: David Schultheiß
Selbstgemachtes Glace vom Hof Palé in Filisur.
Selbstgemachtes Glace vom Hof Palé in Filisur. - Foto: David Schultheiß
Nach einem schmalen Weg am Schutthang entlang kontrastiert der Älplisee in Pantone 308.
Nach einem schmalen Weg am Schutthang entlang kontrastiert der Älplisee in Pantone 308. - Foto: David Schultheiß
Unscheinbarer Weg in der Karstlandschaft des Val Maliens. Die durch eine starke Strömung erzeugten Strudel erodieren den Kalkstein zum Designobjekt. „Gletschermühlen“ nennt sich dieses Phänomen.
Unscheinbarer Weg in der Karstlandschaft des Val Maliens. Die durch eine starke Strömung erzeugten Strudel erodieren den Kalkstein zum Designobjekt. „Gletschermühlen“ nennt sich dieses Phänomen. - Foto: David Schultheiß
Wolkenberge türmen sich im  Lej da Suvretta,  Scheuchzers Wollgras säumt sein Ufer. Innehalten nach einem verdammt ausgesetzten Zickzacktrail vom Piz Nair.
Wolkenberge türmen sich im Lej da Suvretta, Scheuchzers Wollgras säumt sein Ufer. Innehalten nach einem verdammt ausgesetzten Zickzacktrail vom Piz Nair. - Foto: David Schultheiß
Unterirdisch gespeist, überirdisch schön: der Crestasee. Ist selbst im Sommer nicht überlaufen. Vom Schuttkegel des Flimser Bergsturzes zur Kante der Rheinschlucht mit den besten Erfrischungsmöglichkeiten, die die Region zu bieten hat. Familienglück
Unterirdisch gespeist, überirdisch schön: der Crestasee. Ist selbst im Sommer nicht überlaufen. Vom Schuttkegel des Flimser Bergsturzes zur Kante der Rheinschlucht mit den besten Erfrischungsmöglichkeiten, die die Region zu bieten hat. Familienglück - Foto: David Schultheiß
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Auch diese Woche haben wir wieder eine schöne Fotostory in Kooperation mit der World of MTB für euch. Diesmal geht es um das Thema Wegebau. Wie entstehen Wege? Woher kommt das Trailnetz in den Alpen? Mit diesen Fragen hat sich Anna Weiß beschäftigt. Viel Spaß bei der Fotostory.

„Trailbuilding? Betreiben wir schon seit Jahrhunderten. Ein Wegenetz von über 14.000 km spinnt man schließlich nicht von heute auf morgen.“

Seit jeher sind es die Verbindungen, die Transitwege zwischen Nord- und Südeuropa, um die sich im Gebirgskanton Graubünden alles dreht. Schon in der Steinzeit erkundeten Jäger die Täler. Die Römer bauten die ersten Straßen für ihre Truppen, im Mittelalter stellten die kantonalen Pässe mit die wichtigsten Handelswege für die in Venedig gelöschten Gewürze dar. Die Labkäserei, mitgebracht von Käsern aus dem nördlichen Italien, trat über selbige Pässe ihren Siegeszug auch in den nördlichen Alpen an. Scharen junger Zuckerbäcker verließen auf diesen Wegen ihre Heimat. Auf lokaler Ebene buckelten Säumer über Steige, um Waren von einem der 150 Täler in ein anderes zu transportieren. Bergbauern traten Pfade aus, um von ihren Heimgütern über die Maiensässe auf die Hochalmen zu gelangen. Zu all jenen – hauptsächlich aus der Notwendigkeit heraus entstandenen und geschaffenen – Wegen kam um 1900 das Bedürfnis nach körperlicher Ertüchtigung und damit die Planung geeigneter Spazier- und Wanderrouten und deren Signalisation. Um 1940 gründeten sich deshalb viele Vereine nach dem Vorbild der 1934 ins Leben gerufenen Arbeitsgemeinschaft Schweizer Wanderwege. Da kommt ganz schön was zusammen.

Auf diesen Wegen, teils Jahrhunderte alt, bewegen wir uns mit dem Bike noch heute. Gebaut wurden sie, wo sie gebraucht wurden, platzsparend, in die natürlichen Landschaftsmodelle integriert und mit dem, was die Natur hergab. So vielgestaltig die Herausforderungen – Überbrückung reißender Gebirgsbäche,

Transitrouten über geröllige Steilhänge, der direkteste Weg zur Alpe – so unterschiedlich, kreativ und an der Praxis orientiert die Lösungen. Ein frühes Form follows Function.

Wegebau ist Architektur. Er setzt Material-, Konstruktions- und Ortskenntnis im Detail voraus. Wissen, das wir seit langer Zeit in unserer DNS tragen und das durch die Expertise unserer Bikeenthusiasten ergänzt wird. Deshalb fährst du hier so abwechslungsreich wie nirgends sonst. Von Talböden durch Wälder, über die Baumgrenze hinaus zum Pass, manchmal auch Gipfel, und retour. Auf sandigem, steinigem, hölzernem Untergrund. Der Höhenluft ausgesetzt, am Wasser entlang oder durch dichten Wald abgeschirmt vom Lärm des Alltags. Auf Wegen, die Geschichte atmen oder neu erbauten Flow- und Enduro-Trails.

Graubünden
# Graubünden - Foto: David Schultheiß

Was von deiner Seite fahrbar ist, liegt natürlich an deinem Können, Wissen, deiner Erfahrung und Technik. Trail ist, was du draus machst. Denn von Seiten Graubündens gilt (bis auf wenige Ausnahmen): Das gesamte Wegenetz gehört dir. Vom Wander-, Wirtschafts,- oder Forstweg zum Trail zum Pfad zum Steig – Alles fahrbar.

WASSER. {aua}

Wasser vollendet in Graubünden die Form. Gletscher modellierten die Landschaft, kratzten über Gestein, häuften Schutt auf. Glaziales Terrain, aus dem Moorlandschaften erwuchsen.

Gebirgsbäche mäandrieren unberührt durch Hochebenen und setzen an Engstellen einen scharfen Schnitt. Durch Schluchten tosende Wasserfälle, die feine Gischt zerbricht das Licht in seine Spektralfarben. Karstsysteme, vom kohlensäurehaltigen Wasser aus dem Kalkstein gewaschen.

Neben den Wasserwegen gab es immer auch Nebenwasserwege. Gebaut, um Wasser auszuweichen. Es zu überqueren. Es umzuleiten. Oder es zu beschaffen. Angeblich war es das muslimische Volk der Sarazenen, ursprünglich aus dem Nordwesten der arabischen Halbinsel, das den Bündnern Fertigkeiten zur Bewässerungwirtschaft vermittelte. Ähnlich den Qanaten in Wüstengebieten dienten die sogenannten „Auals“ im Val Müstair dem Bezug von Trink- und Nutzwasser aus höher gelegenen Bergregionen. Zur Wartung und Kontrolle der Auals wurden meist parallel dazu Wege angelegt. Ihr Äquivalent auf der anderen Seite der Grenze sind die deutlich bekannteren Südtiroler Waalwege.

Bachforellen
# Bachforellen - Foto: David Schultheiß

Engadin St.Moritz
Via Engiadina, Etappe 1

Frühmorgens rudern Fischer in winzigen Booten auf den Silser See und bringen ihren Fang danach in Plaun da Lej an Land. Von dort werden z.B. diese drei Bachforellen an die umliegende Gastronomie verkauft. Oder direkt im Restaurant Murtaröl ohne viel Schickimicki serviert. Oberhalb befindet sich das malerische Dorf Grevasalvas, von wo aus man über die Via Engiadina im „ersten Stock“, immer mit Blick auf die Oberengadiner Seenplatte, bis nach Silvaplana fahren kann.
www.plaundalej.ch

Nahezu in jeder Destination findet sich ein ordentlicher Bikewash, wie hier in an der Talstation der Rothornbahn.
# Nahezu in jeder Destination findet sich ein ordentlicher Bikewash, wie hier in an der Talstation der Rothornbahn. - Foto: David Schultheiß

Lenzerheide
Bikepark

Nahezu in jeder Destination findet sich ein ordentlicher Bikewash,
wie hier in an der Talstation der Rothornbahn.

Eine schmale Holzbrücke überspannt den namenlosen Bach kurz unterhalb 
der Burgruine Belfort.
# Eine schmale Holzbrücke überspannt den namenlosen Bach kurz unterhalb der Burgruine Belfort. - Foto: David Schultheiß

90 Graubünden Bike
Etappe 7, Bergün – Filisur – Lenzerheide

Eine schmale Holzbrücke überspannt den namenlosen Bach kurz unterhalb
der Burgruine Belfort.

Selbstgemachtes Glace vom Hof Palé in Filisur.
# Selbstgemachtes Glace vom Hof Palé in Filisur. - Foto: David Schultheiß

Davos
339 Scalettapass – Keschhütte

Selbstgemachtes Glace vom Hof Palé in Filisur.
Peter und Trudi Heinrich verarbeiten auf der eigenen Hofkäserei
die Milch von 12 Kühen zu cremigen Eissorten. Unbedingt probieren, etwa
am Bahnhof Filisur bei einem Stopp auf der bekannten (Zweitages-) Biketour von Davos nach Davos über den Scaletta-Pass auf die Keschhütte. Inkl. Überquerung des 80 m hohen Wiesner-Viadukts und Durchquerung der Zügen-Schlucht.

Nach einem schmalen Weg am Schutthang entlang kontrastiert der Älplisee in Pantone 308.
# Nach einem schmalen Weg am Schutthang entlang kontrastiert der Älplisee in Pantone 308. - Foto: David Schultheiß

Lenzerheide
Parpaner Rothorn – Gredigs Fürggli – Älplisee – Arosa

Nach einem schmalen Weg am Schutthang entlang kontrastiert der Älplisee in Pantone 308.

Unscheinbarer Weg in der Karstlandschaft des Val Maliens. Die durch eine starke Strömung erzeugten Strudel erodieren den Kalkstein zum Designobjekt. „Gletschermühlen“ nennt sich dieses Phänomen.
# Unscheinbarer Weg in der Karstlandschaft des Val Maliens. Die durch eine starke Strömung erzeugten Strudel erodieren den Kalkstein zum Designobjekt. „Gletschermühlen“ nennt sich dieses Phänomen. - Foto: David Schultheiß

Flims
251 Alp Mora

Unscheinbarer Weg in der Karstlandschaft des Val Maliens. Die durch eine starke Strömung erzeugten Strudel erodieren den Kalkstein zum Designobjekt. „Gletschermühlen“ nennt sich dieses Phänomen.

Wolkenberge türmen sich im  Lej da Suvretta,  Scheuchzers Wollgras säumt sein Ufer. Innehalten nach einem verdammt ausgesetzten Zickzacktrail vom Piz Nair.
# Wolkenberge türmen sich im Lej da Suvretta, Scheuchzers Wollgras säumt sein Ufer. Innehalten nach einem verdammt ausgesetzten Zickzacktrail vom Piz Nair. - Foto: David Schultheiß

Engadin St. Moritz
Piz Nair – Munt da San Murezzan – Pass Suvretta – Foppettas

Wolkenberge türmen sich im Lej da Suvretta, Scheuchzers Wollgras säumt sein Ufer. Innehalten nach einem verdammt ausgesetzten Zickzacktrail vom Piz Nair.

Unterirdisch gespeist, überirdisch schön: der Crestasee. Ist selbst im Sommer nicht überlaufen. Vom Schuttkegel des Flimser Bergsturzes zur Kante der Rheinschlucht mit den besten Erfrischungsmöglichkeiten, die die Region zu bieten hat. Familienglück
# Unterirdisch gespeist, überirdisch schön: der Crestasee. Ist selbst im Sommer nicht überlaufen. Vom Schuttkegel des Flimser Bergsturzes zur Kante der Rheinschlucht mit den besten Erfrischungsmöglichkeiten, die die Region zu bieten hat. Familienglück - Foto: David Schultheiß

Flims
246 Trin Digg – Crestasee

Unterirdisch gespeist, überirdisch schön: der Crestasee.
Ist selbst im Sommer nicht überlaufen.
Vom Schuttkegel des Flimser Bergsturzes zur Kante der Rheinschlucht
mit den besten Erfrischungsmöglichkeiten, die die Region zu bieten hat.
Familienglück garantiert.

Aktuelle Ausgabe – world of mtb 01|16 inkl. 28-Seiten Kalender 2016

worldofmtb 01I16 Cover
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#Inspiration – Die Tage werden kürzer, doch das Ende der Saison ist noch lange nicht erreicht. So machen auch die Fahrer im Pictorial die Nacht zum Tag. Doch die niedrigen Temperaturen der Nacht lassen einem das fortgeschrittene Jahr nicht vergessen, ein Grund mehr 15 Handschuhe zu testen. Max Schumann und Ines Thoma erzählen dir von ihrem spannenden Trip mit einem alten Schulbus durch Neuseeland. Lichts ins Dunkle bringt die Rubrik Universität, die sich mit dem Thema Übersetzung auseinandersetzt. Das Bike muss geputzt werden. Doch wie macht man es richtig? Wir haben Experten befragt. 
Fatbiken als erlebnisreiche Ausgleichsaktivität im Winter – Mona, Andi und Basti waren für dich in Alta Badia und berichten von ihrem Abenteuer der Superlative. Das Kurvenreich versorgt dich mit der nötigen Energie für den Winter anhand vitaminreicher Rezepte und Yoga. Im Interview die Alphornbauerin, Schreinerin und leidenschaftliche Bikerin Nora Engels. Pure Inspiration bietet das Graubünden Spezial. 25 Seiten die zum Träumen einladen.

Die world of mtb 01|2016 ist auch jetzt schon im App Store und im Play Store erhältlich, sowie als Epaper im Nutzersystem auf unserer Homepage.
www.worldofmtb.de

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# worldofmtb 01I16 Inhalt 2
Text: Anna Weiß | Bild: David Schultheiß




Die neuesten Kommentare
  1. benutzerbild

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  2. benutzerbild

    bastifunbiker

    dabei seit 09/2008

    Ich kann dazu nur sagen, das Gesamtbild ist noch besser, als man es mit Worten und Bildern darstellen kann :daumen:

    Ansonsten sind das sehr schöne Fotos. Leider ist der Bericht etwas kurz gehalten.

    ach und übrigens:


    :D :D :D
  3. benutzerbild

    Seegrufti

    dabei seit 06/2014

    View attachment 441205 Was für einfühlsame Kommentare und schöne Bilder.

    Früher hat der Hängegletscher (das Schneefeld über dem Suvrettapass) am Piz Julier mehr hergemacht, schade.

    Ein Teil der von uns heute genutzten Wege wurde im WK II von polnischen Soldaten gebaut (Tomül, Albula usw.)

    http://www.blogwiese.ch/archives/602


    Auch von mir ein Foto: Vom Sertigpass blickt man auf die geologisch interessanten Berge (Piz Ducan) über den Ravais-ch Seen.
  4. benutzerbild

    möhre01

    dabei seit 07/2004

    Super schöner Bericht!
    Wieder eine "world of mtb" Druckausgabe, die absolut lesenswert...

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