Spannende Neuigkeiten aus Südhessen: Die Abteilung MTB des RTC Bergstraße/Odenwald hat erfolgreich alle Hebel in Bewegung gesetzt und ist aktuell mit dem Bau zweier legaler Mountainbike-Strecken beschäftigt. Geplant ist die Eröffnung von Freeride und Flowtrail für Mitte 2016. 

Streckenplan Fuchstrail
# Streckenplan Fuchstrail - eine Freeride-Strecke und ein Flowtrail mit zwei Abschnitten sind geplant.

Von der Haustür mit dem Mountainbike direkt zu einer anspruchsvollen Tour starten? Ein Traum vieler Hobbysportler. Die Abteilung Mountainbike des RTC Rad-Touristik-Club Bergstraße/Odenwald e.V. ist dabei, sich diesen Traum zu erfüllen und wird in der Nähe von Bensheim zwei neue Abfahrtsstrecken anlegen. Dem Antrag auf naturschutzrechtliche Eingriffsgenehmigung nach dem Bundesnaturschutzgesetz wurde von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Bergstraße am 25. August 2015 stattgegeben. Die naturverträglichen, sicheren und attraktiven Strecken für Einsteiger und ambitionierte Fahrer liegen außerhalb von Natur-, Landschaftsschutz- oder FFH-Gebieten und werden in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden sowie dem Forstamt Lampertheim von Hessen Forst realisiert. So werden die Erwartungen vieler Mountainbiker an fahrtechnische Herausforderungen erfüllt und gleichzeitig die Umwelt geschont, weil weniger wilde Strecken im Wald gefahren werden. Die Eröffnung ist für Mitte 2016 geplant.

Die Motivation

„Den Wunsch, seinen Sport in der Nähe des Wohnorts und auf anspruchsvollem Terrain auszuüben, hat wohl jeder Mountainbiker“, sagt Christopher Friedrich, Vorstand der Abteilung Mountainbike des RTC Bergstraße/Odenwald. „Aber die bisherigen Routen in der Region sprechen nur einen Teil von uns an“ ergänzt Mike Schäfer, Vorstandsmitglied. Weil vor allem die abfahrtsorientierten Mountainbiker mit Spaß an fahrtechnischen Herausforderungen im Großraum Bergstraße keine legalen Strecken für ihr Hobby hatten, wurde ein Teil von ihnen aktiv. Von anderen Waldbesuchern genutzte Pfade oder wild entstandene Trails zu fahren, war nicht länger eine Alternative. „Das führt häufig zu Konflikten mit Spaziergängern und empfindliche Waldgebiete werden belastet“, erklärt Peter Kaiser, Vorstandsmitglied, die Motivation der Sportler.

christianbauer-original
# christianbauer-original - Foto: Andreas Lorenz

Die Vorgeschichte

Fast jeder Bergsträßer Mountainbiker kennt ihn, viele haben ihre Fahrfertigkeiten an ihm erprobt, manche haben an ihm mit gebaut. In den letzten 10 Jahren entstand am Nordwesthang der Ludwigshöhe oberhalb von Bensheim-Hochstädten in offensichtlich geduldeter Illegalität eine kurze, aber anspruchsvolle Freeridestrecke, kurz der “Fuchstrail”. Im Rahmen informeller Kontakte im Zusammenhang mit der für uns Mountainbiker so positiv umgesetzten Reform des hessischen Forstgesetzes signalisierten Vertreter von Hessen-Forst die Möglichkeit eines legalen Streckenbetriebs auf vertraglicher Basis. Als Voraussetzung wurde eine rechtlich verantwortlich zeichnende Trägerorganisation genannt. Alternativ bliebe mittelfristig nur die Zerstörung der Strecke. Leider verlief sich Ende 2012 eine erste Legalisierungsinitiative im Sande, da weder die Stadt Bensheim noch der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald bereit waren, die Streckenträgerschaft zu übernehmen.

koopalebrahimi-original
# koopalebrahimi-original - Foto: Andreas Lorenz

Das Projekt

Der Startschuss zu unserem Projekt fiel im Oktober 2014, als sich eine zunächst kleine, aber offensichtlich schlagkräftige Gruppe einheimischer Mountainbiker zusammenfand, um legale abfahrtsorientierte Strecken unter Einbeziehung des “Fuchstrail” zu planen, zu realisieren und später zu betreiben. Organisatorisch konnten wir uns dem etablierten RTC Bergstraße/Odenwald e.V. als Abteilung Mountainbike anschließen, der uns sehr freundlich und mit großem Interesse aufnahm. Als Verein sind wir Mitglied im Landessportbund Hessen und bei der Deutschen Initiative Mountainbike e.V., kurz  DIMB. So können wir gegenüber Grundstückseignern, Behörden und Versicherungen als zuverlässiger und verbindlicher Partner auftreten.

Diese Seriosität zahlt sich aus. Im Umfeld des „Fuchstrail“ realisieren wir zwei räumlich voneinander getrennte Strecken mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Bei der Planung arbeiteten wir eng mit dem Forstamt Lampertheim von Hessen-Forst und der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Bergstraße zusammen. „Für uns ist wichtig, dass die Strecke von Anfang an nachhaltig geplant wird“, fasst Christopher Friedrich zusammen, „dabei berücksichtigen wir vor allem Natur- und Landschaftsschutz- oder FFH-Gebiete, das sind spezielle europäische Schutzzonen, die nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie ausgewiesen sind. Hier profitieren wir enorm von der Kooperation mit den Behörden und der DIMB“.

Eine enge Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden ist essentiell für das Projekt
# Eine enge Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden ist essentiell für das Projekt - neben dem Bau der Trails selbst müssen auch im Hintergrund zahlreiche Dinge organisiert werden.

Doch nicht nur der Umweltschutz war bei der Streckenplanung ein Thema. Unser Team definierte die Anzahl, Art und Ausführung von Hindernissen und erstellte Streckensicherungs-, Beschilderungs-, Rettungs-, sowie Verkehrslenkungskonzepte. Dabei arbeiteten wir immer in enger Absprache mit Behörden, dem Grundstückseigentümer Hessen-Forst, der DIMB und dem Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald. Zudem organisierten Mitglieder unseres Vereins eine ganze Reihe von Begehungsterminen vor Ort. Dabei wurden Detailfragen mit Vertretern ähnlicher Projekte und anderer Vereine sowie mit diversen Experten, wie zum Beispiel Fahrtechniktrainern, diskutiert und abgestimmt.

Im Ergebnis haben wir detaillierte Streckenkonzepte für eine Freeride- und eine Flowttrailstrecke ausgearbeitet, eine naturschutzrechtliche Eingriffsgenehmigung bei der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Bergstraße beantragt und Verhandlungen mit dem bei Hessen-Forst zuständigem Forstamt Lampertheim bezüglich der Ausgestaltung eines Gestattungsvertrags aufgenommen. Nach der Erteilung der Eingriffsgenehmigung im August 2015 konnten unsere Vereins- und Abteilungsvorstände den Gestattungsvertrag mit Hessen-Forst im November 2015 unterzeichnen.

Bauaction bei Wind und Wetter
# Bauaction bei Wind und Wetter - hunderte von Arbeitsstunden hat das motivierte Team bislang in den Bau der Trails gesteckt.

Aktuell steht für uns Mountainbiker vom RTC Bergstraße/Odenwald zusammen mit vielen weiteren Unterstützern jetzt die rasche Umsetzung des Projekts im Fokus. Im Herbst 2015 starteten bereits die arbeits- und kostenintensiven Baumaßnahmen zur Ausgestaltung und Absicherung der Strecken.

Der Aufwand für die Planung, Einrichtung und auch für den späteren Betrieb ist und wird nicht unerheblich sein. So wurden von den Vereinsmitgliedern mittlerweile schon Hunderte von Arbeitsstunden für Planungs- und Baumaßnahmen geleistet. In Gebühren, Versicherungsbeiträge, Pacht, Baumaterialien und Werkzeug wurden bisher mehrere tausend Euro investiert, die durch Spenden von Mitgliedern und Externen, sowie durch Vereinsbeiträge gedeckt wurden.

Beide Strecken befinden sich aktuell noch in der Bauphase und sind bis auf Weiteres nicht befahrbar. Streckenführung und Hindernisse können sich jederzeit kurzfristig ändern. Eine Gefährdung von Streckennutzern durch Bauarbeiten kann nicht ausgeschlossen werden. Neue Bauwerke sind erst nach eine Setzphase dauerhaft belastbar. Deshalb bleiben die Strecken bis zur Eröffnung voraussichtlich Mitte 2016 ausdrücklich gesperrt! Nach der Eröffnung werden wir den “Fuchstrail” in einer Probezeit als private Vereinsstrecken betreiben. Gastfahrer erhalten bei Zeitkartenerwerb unter Erklärung des Haftungsausschlusses eine Nutzungsberechtigung. Die Monatskarte für Gastfahrer soll nach unseren derzeitigen Planungen 10€, die Jahreskarte 70€ kosten.

Die zukünftigen Strecken

Die beiden Abfahrtsstrecken verlaufen in groben Zügen parallel von der Zeppelinhütte oberhalb des bei Einheimischen bekannten „Toten Mann“ bis zum ehemaligen Marmoritgelände am Ortseingang von Bensheim-Hochstädten. Sie sind 1100 bzw. 1300 Meter lang und führen jeweils 130 Höhenmeter talwärts. Die Strecken sind zu 70% vollständig neu angelegt, ohne vorhandene Wege zu nutzen. Die restlichen 30% umfassen im Wesentlichen den vormals illegalen, ursprünglichen “Fuchstrail”, der komplett renoviert wird, als Teil des Streckenabschnitts Fuchstrail II und zusätzlich etwa 100 Meter ehemals wilder Strecke am Einstieg des Streckenabschnitts Flowtrail I bei der Zeppelinhütte. Die anspruchsvolle „rote“ Freeridestrecke (Fuchstrail I/II) verschafft mit einer Vielzahl teilweise hoher Sprungbauwerke reichlich Airtime, Anlieger rufen nach Speed, Step-Ups und die Durchfahrt der sogenannten Senke sorgen für Adrenalin. Der „blaue“ Flowtrail (I/II) ist auch für weniger versierte Fahrer ein Genuss. Er bietet Stufen und kleinere Sprünge beziehungsweise Drops, die alle auch entweder überrollt oder umfahren werden können. Im unteren Teil wird der Flowtrail zur spaßigen Anaconda. Für die Auffahrt vom Streckenende am Marmorit zur Zeppelinhütte gibt es mehrere Alternativrouten auf Forstwegen.

Der Betrieb als Vereinsstrecken

Die Streckeneröffnung ist für Mitte 2016 geplant. Allerdings bleiben beide Abfahrts-Strecken zumindest in den ersten Jahren nicht-öffentliche, sondern private Vereinsstrecken. Warum das, obwohl sich doch der RTC Bergstraße/Odenwald als Mitgliedsverein der DIMB deren Motto „Open Trails“ auf die Fahne geschrieben hat? Es wäre unfair, die Verantwortung dafür ausschließlich auf den Pachtgeber Hessen-Forst abzuschieben, der eine reine Vereinsnutzung in den ersten beiden Vertragsjahren angeregt hat. Unsere Vereinsmitglieder haben sich aus mehreren Gründen ebenfalls mehrheitlich für eine zunächst nicht-öffentliche Nutzung der Strecken ausgesprochen.

Die gebauten Hindernisse der Strecken erlauben leider keine vollständige Abwälzung aller Haftungsrisiken in den Bereich der „waldtypischen Gefahren“. Zur Minimierung von persönlichen Haftungsrisiken insbesondere unserer Vereins- und Abteilungsvorstände sind deshalb Haftungsausschlusserklärungen aller Streckennutzer gegenüber dem Verein unverzichtbar. Diese können organisatorisch nur von Vereinsmitgliedern oder Zeitkartenkäufern eingefordert werden.

Im Gegensatz zu anderen Legalisierungsprojekten wird der legale Betrieb unserer Strecken weder durch Gemeinden noch durch regionale Organisationen bezuschusst. Die ideelle Unterstützung durch die Stadt Bensheim und den Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald entlastet den Verein weder arbeits- noch finanztechnisch. Das ist zwar nicht optimal, jedoch haben wir dadurch auch den Vorteil, keiner breiten Öffentlichkeit gerecht werden und uns auf Bauwerke beschränken zu müssen, die tatsächlich von jedermann befahren werden können.

Der Verein RTC Rad-Touristik-Club Bergstraße/Odenwald e.V.

Der RTC Bergstraße/Odenwald e.V. wurde im September 1989 von begeisterten Radsportlern gegründet. Sein Sitz ist Bensheim-Auerbach an der Bergstraße. Der Verein ist gemäß Bestätigung des Finanzamts Bensheim gemeinnützig und Mitglied im Bund Deutscher Radfahrer sowie im Hessischen Radsportverband. Als seine im Oktober 2015 im Rahmen des Legalisierungsprojekts entstandene Abteilung Mountainbike zählen wir mittlerweile über 60 Mitglieder – Tendenz schnell steigend. Auch die Erbauer des ursprünglichen “Fuchstrail” sind Mitglieder des Vereins.

Die Mitgliedschaft bei uns ist übrigens wirklich erschwinglich. Einzelpersonen zahlen 50€, Jugendliche 25€ Jahresbeitrag bei zusätzlichen 10 Pflichtarbeitsstunden für jeden. Die Pflichtarbeitsstunden können finanziell mit 4€ pro Stunde abgelöst werden. Es gibt auch die Möglichkeit einer Familienmitgliedschaft für 75€ bei insgesamt 15 Pflichtarbeitsstunden. Nicht zu vergessen, im Verein sind lauter nette Leute aktiv, es macht Spaß dabei zu sein! Wer davon einen Eindruck gewinnen möchte, ist herzlich zur aktiven Teilnahme an einem unserer öffentlich angekündigten Arbeitseinsätze oder zum Informationsaustausch auf einem unserer Stammtische eingeladen. Nähere aktualisierte Informationen zu den Strecken und zum Verein finden sich auf unserer Homepage www.fuchstrail.de.

Danksagung

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei den Herren Schepp und Ruis-Eckhardt von Hessen-Forst für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Bei den rechtlichen Fragestellungen beriet uns die DIMB. Insbesondere gilt hier unser Dank Herrn Peter Seliger von der IG Odenwald, dem Legalisierungsfachmann Tilman Kluge und dem Rechtsreferenten Helmut Klawitter, welche uns mit Hinweisen und Ratschlägen zur Seite standen und halfen, dieses Projekt auf die Beine zu stellen. Danke auch an alle Spender, die uns finanzielle Mittel für unsere bisherigen Aktivitäten zur Verfügung gestellt haben!

Dr. Utz Martin

für den RTC Bergstraße/Odenwald e.V., Abteilung Mountainbike

Anmerkung der Redaktion: In einer vorherigen Version des Artikels fehlten Informationen zu den zukünftigen Strecken, zum Betrieb als Vereinsstrecke und zum Verein RTC Bergstraße/Odenwald e.V. Der Artikel wurde entsprechend ergänzt.

Info: Pressemitteilung Abteilung Mountainbike RTC Bergstraße/Odenwald e.V. 




Die neuesten Kommentare
  1. benutzerbild

    xyzHero

    dabei seit 04/2011

    Lasst euch nicht auf sinnlose Diskussionen ein, das kostet nur Zeit und Nerven.
    Manche Leute machen einfach von ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung gebrauch und lassen sich nicht von Argumenten "ablenken".

    BTT:
    Generell fände ich es eine gute Idee, wenn ein deutschladweite Trägerschaft wie z.B. die DIMB, solche Projekte unterstützen würde und alle DIMB-Mitglieder solche Strecken befahren dürften. Neudeutsch würde man sowas dann "Trail Flatrate" nennen.
    Auf die Mitglieder verteilt würden sich die Kosten sicher im Rahmen halten. Ich wäre auf jeden Fall bereit dafür einen höheren Beitrag in Kauf zu nehmen. Habe aber keine Ahnung ob sowas umsetzbar ist.

    Gruß xyzHero
  2. benutzerbild

    Anzeige

  3. benutzerbild

    mw.dd

    dabei seit 07/2006

    camaroracer
    Welche Relevanz hat das Wort nur
    Zwischen "xyz haftet" und "xyz haftet nur wenn" ist ein himmelweiter Unterschied; im Falle des Flowtrails Ottweiler bedeutet die zitierte Passage praktisch, das die Stadt nicht haftet, sondern der Grundsatz "Befahren auf eigene Gefahr" gilt. Da ist es dann auch nicht notwendig, von Benutzern "Haftungsverzichtserklärungen" zu fordern, die im Fall von grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz (des Betreibers) sowieso nutzlos wären.

    camaroracer
    Zur Stadt Bensheim, zur Tatsachache das es zur Zeit noch keine städtische Sportanlage ist und ob es verhandelt wird
    gibt es keine Fragen die "man stellen sollte" wenn man nicht in Vorgänge involviert ist. Auch hier nimmst du wieder fälschlicher weise an
    das da was versäumt wurde oder hätte besser gemacht werden können.
    Gerade wenn man nicht involviert war, muss man fragen; woher sollte man sonst die Hintergründe kennen? Im übrigen geht es mir nicht um Eure Strecke, sondern um Nachahmer, denn
    mw.dd
    ... ein (ggf. deutschlandweiter) Flickenteppich aus Sonderwegen im Wald mit individuellen Zugangsbeschränkungen oder - erlaubnissen gegen Gebühr dem Grundgedanken der DIMB "Open Trails" doch sehr entgegensteht,
  4. benutzerbild

    camaroracer

    dabei seit 05/2012

    mw.dd
    Zwischen "xyz haftet" und "xyz haftet nur wenn" ist ein himmelweiter Unterschied; im Falle des Flowtrails Ottweiler bedeutet die zitierte Passage praktisch, das die Stadt nicht haftet, sondern der Grundsatz "Befahren auf eigene Gefahr" gilt. Da ist es dann auch nicht notwendig, von Benutzern "Haftungsverzichtserklärungen" zu fordern, die im Fall von grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz (des Betreibers) sowieso nutzlos wären.



    Gerade wenn man nicht involviert war, muss man fragen; woher sollte man sonst die Hintergründe kennen? Im übrigen geht es mir nicht um Eure Strecke, sondern um Nachahmer, denn


    Erst mal war das nicht die Aussage meines Post, die du anscheinend nicht verstehst oder immer noch ignorierst.
    Da ging es nur um das Thema Träger und nicht erweitert um das Thema Haftung.

    Da du aber das hier in die Richtung drücken möchtest hast du ja sicher die Antwort darauf wer eben im Fall von grober Fahrlässigkeit dann dran ist. Einmal im Fall eines Vereins als alleinigen Träger und einmal im Fall einer Trägerschaft durch die Stadt.
    Dann dazu wer entscheidet was grobe Fahrlässigkeit ist und wer welche Maßnahmen ergreifen muss um eben diese zu minimieren ?
    Dann kannst du mal darüber nachdenken wie hoch nach einer Wahrscheinlichkeitsrechnung die Möglichkeit ist das eben dieser Fall, in dem auch eine Haftpflichtversicherung gar nicht oder nur eingeschränkt hilft, eintritt. Ist auf einer Strecke die öffentlich ist und 1000 Abfahrten im Monat hat diese Wahrscheinlichkeit gleich hoch wie auf einer Vereinsstrecke mit 300 Abfahrten im Monat ?
    Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit das ein Mitglied, das selbst an diesem z.B eingebrochenen Hindernis mitgebaut hat, seine Ansprüche durchsetzen kann im Gegensatz zum Nutzer einer öffentlichen Strecke der die Strecke in gutem Glauben befährt ? Im Verein haben wir Schulungen zu Arbeitssicherheit, sicherem Hindernisbau und Streckennutzung auch das ist Teil unseres Sicherheitskonzeptes und wird
    durch die Mitglieder bestätigt. So minimieren wir die Möglichkeiten das eben dieser Fall eintritt.

    Auch wenn dieser Fall nur eine Möglichkeit von 1 zu 10000 Unfällen hätte. Warum sollte eine Vereinigung von Privatpersonen das Risiko für Fremde / die Öffentlichkeit, die absolut gar nichts zu Kosten und Pflege einer Strecke beitragen auf ihre Schultern nehmen ?

    Es gibt auch Rennveranstaltungen und Rennserien die genau wegen dem Thema Haftung und undefinierten Grenzbereich zur Fahrlässigkeit abgesagt wurden.

    Zum Thema Haftung wurden mehrere unabhängige Quellen aus dem Fachbereich Recht konsultiert, auch aus Verbänden.
    Welche Schritte wir für uns daraus ableiten ist unsere Sache. Externe können ihre Meinung haben, diese auch vernünftig kundtun aber sollten nicht ohne selbst Verantwortung am Fuchstrail, und nur um den geht es hier, zu tragen alles kritisieren.


    Was das Fragen angeht . . . . . . .


    Wer mit Aussagen wie "reife Leistung Sportsfreund" und "Generell sollte man die Frage stellen, warum" im Forum auftritt,
    bekommt die Rhetorikkeule. Ein "was möchtest du damit Aussagen ?" und "Warum ist es so das . . . ." hilft da weiter. Kannst ja mal einen Unabhängigen (normalen) in deinem Umfeld fragen wie das im Allgemeinen ankommt.
    Wer wie schon etliche andere Personen, Vereine und auch DIMB Offizielle anständig und höflich fragt, bekommt auch eine normale, höfliche und detaillierte Antwort.


    Der Tread hier ist auch nicht der Ort in dem ellenlange Texte zu Detailfragen angebracht sind.
    Das kann gerne separat beantwortet werden.


    So, habe fertig.
    Ich habe heute, nach 10 Std. Baueinsatz an der Strecke, auch nicht mehr die Muse weiter darauf einzugehen.

    Gruß
    Bernd
  5. benutzerbild

    LarsLipp

    dabei seit 08/2006

    Wir sollten uns hier eigentlich nicht mehr rechtfertigen oder entschuldigen müssen. An die "SCHLAUMEIER": Ihr habt echt tolle Ideen, auf die wären wir nie gekommen. All unsere Probleme haben sich jetzt in Luft aufgelöst...:wut:

    PS: nicht zu ernst nehmen, ist Karneval.
  6. benutzerbild

    PeKaWe

    dabei seit 04/2009

    @mw.dd: Lass uns doch einfach wissen wo Du eine vergleichbare Strecke realisiert hast und alles was wir in deinen Augen falsch machen besser gemacht hast. Wir kommen dann gern vorbei und lernen von Dir.
    Bis dahin sind wir so frei und realisieren unser Projekt so wie es mit allen Beteiligten abgestimmt und in Verträgen und Genehmigungen festgeschrieben wurde.

Was meinst du?

Hier kannst du den Artikel direkt im Forum kommentieren.

Hier geht es zu Thema und Kommentaren im Forum.

Verpasse keine Neuheit. Trag dich für den MTB-News-Newsletter ein:
Anmelden