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BikeYoke Revive
BikeYoke Revive - neue Stütze
Noch ein Prototyp
Noch ein Prototyp - die Revive von BikeYoke
125 und 160 mm Hub stehen zur Wahl
125 und 160 mm Hub stehen zur Wahl - auffällig ist der integrierte Bund am unteren Teil der Stütze.
Angesteuert per Seilzug
Angesteuert per Seilzug - der wie auch z.B. bei KS eingehängt wird.
BikeYoke Revive Einbaumaße
BikeYoke Revive Einbaumaße - niedrige Gesamtlänge ermöglicht die Verwendung von viel Hub auch in höheren Rahmen.
Geschraubter Kopf
Geschraubter Kopf - mit Ventil an der Rückseite
Nicht aufgeschraubt, sondern verpresst
Nicht aufgeschraubt, sondern verpresst - das verringert die Bauhöhe
"Reset-Knopf"
"Reset-Knopf" - und Ventil an der Rückseite des Stützenkopfs

BikeYoke präsentiert nach diversen Zubehörteilen für Teleskopstützen und Rahmen nun eine eigene Teleskopstütze – die Revive. In der Pressemeldung gibt es alle Informationen zum neuen Produkt.

BikeYoke präsentiert ihre neue “Revive” Teleskopstütze. Die Revive kommt zum Marktstart im nächsten Frühjahr zunächst mit stufenlosen 125 und 160mm Verstellweg in den gängigen Durchmessern 30,9 und 31,6 mm. Kern der Stütze ist ein neues Konzept im Inneren des Hydraulikkreislaufs.

BikeYoke Revive
# BikeYoke Revive - neue Stütze

Status Quo

Warum viele der aktuellen Stützen mitunter Probleme bei der Zuverlässigkeit haben: Viele Stützen basieren auf einem System, welches einen schwimmenden Trennkolben (IFP, Internal Floating Piston) verwendet, um die Luftfeder vom hydraulischen Blockiermechanismus zu trennen. Und genau dieser “simple” IFP ist die kritischste Komponente in solch einer Sattelstütze. Dieser Kolben muss zu 100 % abdichten, denn wenn an diesem Luft vorbeikommt passiert das, das viele Besitzer einer Teleskopstütze kennen: Die Stütze federt zunächst um ein paar Millimeter auf und ab, anstatt zu arretieren. Eine Erhöhung des Drucks kann das Spiel etwas verringern, da die Luft durch den größeren Druck auf im Ölkreislauf auf ein kleineres Volumen komprimiert wird, aber das Problem wird dabei nicht behoben.

Hier ein paar Punkte, warum ein IFP-Design so anfällig ist:

  • Eine 100% Abdichtung ist ohnehin quasi mit keiner Dichtung zu erreichen, das betrifft nicht nur IFPs. Ein IFP läuft aber im Falle einer Sattelstütze meist im Zwischenraum zweier konzentrischer Rohre: Dies erfordert eine perfekte Oberfläche von außen UND Innenfläche der beteiligten Rohre und auch eine perfekte Konzentrizität derer beiden.
  • Gleichzeitig müssen die beiden Rohre nach der Montage in der Stütze perfekt konzentrisch sein, da ansonsten der IFP verkippen oder stocken kann, und/oder das die Lauffläche beschädigt, so dass sie nicht mehr sauber dichten kann.
  • Ein IFP ist eine dynamische (sich bewegende Dichtung) mit sehr viel Verpressung der Dichtlipen/Kontaktflächen. Dies verursacht Reibung und viele Besitzer einer Stütze kennen das Phänomen, wenn sich die Stütze durch Betätigung des Hebels alleine nicht in Bewegung setzen will, sondern man händisch durch Druck oder Zug am Sattel nachhelfen muss.
  • IFPs werden in der Regel so kurz wie möglich gehalten um Bauraum zu sparen. Dies ermöglicht aber ein einfacheres Verkippen des IFP im Inneren des Rohres.
Noch ein Prototyp
# Noch ein Prototyp - die Revive von BikeYoke

Revive design

Diese Probleme tragen dazu bei, dass die Revive nicht auf einen IFP baut, denn BikeYoke ist der Meinung, dass ein zuverlässiges Design mit einem IFP nur sehr sehr schwer realisierbar scheint. Im Gegensatz zu anderen Stützen verfügt die Revive nur über zwei dynamische Dichtungen (bei KS LEV und Fox Transfer sind es 4, bei der Reverb sind es 6 dynamisch dichtende Kontaktpunkte). Bei der Revive handelt es sich dabei um die unkritischen Dichtungen, die bei Stützen generell kaum Probleme Machen: Die Kolbenstangendichtung und die Kolbendichtung des Lockouts. Die komplette Luftseite wird rein statisch abgedichtet.
Durch Entfernen des IFPs wurde aber nicht nur die Anzahl der dynamischen Dichtungen reduziert, sondern es entfallen damit auch die kritischen Anforderungen and die Öberflächenbeschaffenheit der Rohre: Wo nichts dichten muss, muss das Rohr nicht poliert und nachträglich bearbeitet  werden. Auch die perfekte Konzentrizität ist nicht wie beim IFP Design gefordert. Dies spart Ausschuss, erhöht die Prozesssicherheit von der Produktion der Einzelteile über die Montage und spart somit Kosten.  Ein weiterer Vorteil ist, dass weniger dynamische Dichtungen auch dafür sorgen, dass die Stütze aufgrund weniger Reibung leichter läuft und leichter losbricht.

125 und 160 mm Hub stehen zur Wahl
# 125 und 160 mm Hub stehen zur Wahl - auffällig ist der integrierte Bund am unteren Teil der Stütze.
Angesteuert per Seilzug
# Angesteuert per Seilzug - der wie auch z.B. bei KS eingehängt wird.

Revive Valve – Der Reset-Knopf

Neben diesem neuen Design (das vielleicht nur die Techniker beeindrucken dürfte) ist der Reset Knopf aber das eigentliche Highlight der Revive, denn diesen wird jeder Nutzer verstehen: Auch bei der Revive kann es vorkommen, dass Öl innerhalb der Stütze dorthin gelangt, wo es nicht hingehört (z.B. indem man die Stütze mehrmals auslöst, während sie auf dem Kopf steht). Falls dies also der Fall ist, und die Stütze vertikales Spiel aufweist, drückt man den Reset-Knopf, senkt die Stütze per Druck auf den Sattel ab und lässt den Reset-Knopf wieder los. Damit ist das Lockout der Stütze komplett „entlüftet“. Ohne die Stütze aus dem Bike zu nehmen.

Im Video kann man sehen, wie´s geht:

Einteiliges Unterrohr

Neben dem komplett neuartigen Design des Innenlebens verfügt die Revive über ein einteiliges Unterrohr, in welches die obere Führungsbuchse (die bei Biegung die größte Last aufnimmt) direkt eingepresst wird, wohingegen viele Konkurrzenzprodukte diese in einer aufschraubbaren Kappe unterbringen. Die hierdurch erhöhte Konzentrizität führt zu besserem Gleitverhalten in Hinsicht auf die 6 Führungsstifte, die im unteren Rohr die rotatorische Führung übernehmen.

BikeYoke Revive Einbaumaße
# BikeYoke Revive Einbaumaße - niedrige Gesamtlänge ermöglicht die Verwendung von viel Hub auch in höheren Rahmen.
Geschraubter Kopf
# Geschraubter Kopf - mit Ventil an der Rückseite

Wartbarkeit

Der geschlossene Hydraulikkreis ist mehr oder weniger wartungsfrei. Trotzdem gibt es Sachen, die über kurz oder lang verschleißen. Deswegen wurde bei der Konstruktion der Revive auch größtes Augenmerk auf leichte Servicebarkeit gelegt. Die Führungssteine, die das rotatorsiche Spiel definieren, werden in der Regel als erstes verschleißen, und so sind es auch die, die am ehesten ausgetauscht werden, um das Spiel neu einzustellen. Ohne dass die Hydraulikkartusche geöffnet werden muss, können die Führungssteine und das untere Bushing innerhalb von 5 Minuten gewechselt werden. All das erfordert nicht mehr Werkzeug als Gabelschlüssel und Seegeringzange, wenn man die Stütze mal in der Hand hat.

Nicht aufgeschraubt, sondern verpresst
# Nicht aufgeschraubt, sondern verpresst - das verringert die Bauhöhe
"Reset-Knopf"
# "Reset-Knopf" - und Ventil an der Rückseite des Stützenkopfs

Spezifikationen, Größen, Preise, Verfügbarkeit

Huboptionen

125mm @ 369mm (30.9 and 31.6 Durchmesser)
160mm @ 439mm (30.9 and 31.6 Durchmesser)

Hebeloptionen

1-fach remote -> “Triggy”
2-fach/3-fach Hebel  regular up/down push-button

Gewicht: 470g @ 125/30.9 (w/o remote), 25g (Triggy Hebel)

Vorbestellung

BikeYoke wird wie gehabt einen Pre-Order Deal für seine neuen Produkte anbieten, der direkt im Anschluss an die Eurobike für 31 Tage lang laufen wird. Pre-Order Kunden bekommen folgende Extrakonditionen, Liefertermin Frühjahr ’17:

  • Preis: 349€ (125mm inkl. Triggy remote) / 369€ (160mm inkl. Triggy remote)
  • Kostenloser weltweiter Versand
  • Titan-Sattel-Klemmschrauben
  • Frei nach Wahl: I-Spec B oder I-Spec II adapter für den Triggy Hebel, oder 1x BikeYoke Shifty als Extrazugabe

Mehr Infos  www.bikeyoke.com

Info: Pressemitteilung BikeYoke




Die neuesten Kommentare
  1. benutzerbild

    delphi1507

    dabei seit 05/2014

    Steven Z
    Moin,
    ich hab letztens einen Service an meiner 160 Revive die ich Ende letzten Jahres per Vororder bestellt hatte, und die seit Januar diesen Jahres problemlos funktioniert.
    Weil die Absenkung etwas rau und mit einem höheren Losbrechmoment lief habe ich den Service genau nach den verfügbaren Yout-Tube Videos gemacht.
    Innen war es gar nicht so schlimm, kaum Dreck und keine Einlaufspuren, nur etwas wenig Fett. Hab alles gereinigt und mit hochwertigem Wälzlagerfett eingefettet wieder montiert.
    Jetzt habe ich allerdings das Problem, dass wenn ich die Stütze einfahre, sich wohl innen drinnen ein Luftpolster aufbaut- man spürt ganz deutlich nach unten hin den Gegendruck und hört die Luft schmatzend entweichen. Umgekehrt beim Ausfahren wird sie kurz nach dem Losfahren etwas langsamer weil sich ein Vakuum aufbaut welches dann mit hörbaren Pfeifgeräuschen ausgeglichen wird und die Stütze dann ungehindert ausfährt.
    Ich fahre jetzt schon seit zwei Wochen damit rum und es ist nicht mehr ganz so schlimm wie am Anfang, aber die Stütze verhält sich etwas unberechenbar dadurch.
    Ich habe alles genau wie im Video gemacht und kann mir aktuell nicht erklären woran das liegt. Fühlt sich irgendwie so an, als ob unten irgendwo eine Entlüftungsbohrung war die nun zu ist.
    Hat irgend jemand eine Ahnung was da los sein könnte?
    Der Schaumstoff Ring unten setzt sich wohl gerne Mal zu wenn zu viel Fett oder Schmutz drauf ist... Eventuell ist sie auch auf die falsche Seite vom Anschlagspuffer gerutscht und dieser versperrt deine entlüftungsborung
  2. benutzerbild

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  3. benutzerbild

    Steven Z

    dabei seit 02/2009

    Also der Anschlagspuffer ist der O-Ring oder? Wo ist denn die Entlüftungsbohrung? Unten in dem Deckel wo der Betätigungsmechanismus dranhängt oder irgendwo seitlich?
    Von der Reihenfolge meine ich erst den O-Ring und dann den Schaumstoffring reingemacht zu haben. Muss ich wohl noch mal aufmachen und reinschauen...
  4. benutzerbild

    delphi1507

    dabei seit 05/2014

    Steven Z
    Also der Anschlagspuffer ist der O-Ring oder? Wo ist denn die Entlüftungsbohrung? Unten in dem Deckel wo der Betätigungsmechanismus dranhängt oder irgendwo seitlich?
    Von der Reihenfolge meine ich erst den O-Ring und dann den Schaumstoffring reingemacht zu haben. Muss ich wohl noch mal aufmachen und reinschauen...
    Ja genau quasi auf der Bodenplatte...
  5. benutzerbild

    badbandit

    dabei seit 11/2015

    nachdem ich seit einigen wochen die revive mit 185 mm habe, möchte hier ein kurzes lob los werden.

    vor dem kauf hatte ich aufgrund von diversen berichten ernsthafte sorgen, dass ich andauernd entlüften muss und dass mich das mit der zeit nervt - zumal ich von meiner kindshocks lev 150 mm sehr verwöhnt war, weil sie einfach immer wunderbar funktioniert hat. wie es sich später mit der wartung verhalten wird ist noch abzuwarten. bei der lev musste man nur den oberen ring abschrauben, ordentlich fett drunter schmieren, ring zudrehen und die stütze ein paar mal absenken - fertig. ich hoffe, dass da keine unnötige fummelei mit der revive auf mich zu kommt.

    da ich aber lange beine habe und mehr absenkung haben wollte, habe ich mir dann die revive bestellt. dazu habe ich mir sofort den kleinen entlüftungshebel direkt bei bikeyoke bestellt. bisher musste ich die revive noch nicht ein einziges mal entlüften. weder nach dem einbau, noch während des fahrens und auch nicht nach den diversen hochkant-/überkopf-transporten mit abgesenkter stütze zwischen draußen und meinem bastelkeller. das hat mich positiv überrascht und zeigt mir, dass meine sorge unbegründet war.

    abgesehen davon ist die revive von anfang an sehr leichtgängig, funktioniert absolut einwandfrei und hat ein sehr schön dezentes und hochwertiges äußeres. den triggy hebel liebe ich ohnehin. ich hatte ihn bereits für meine lev. er sieht super aus, ist ergonomisch perfekt und funktioniert einwandfrei.

    ich kann diese stütze also aus meiner bisherigen sicht absolut empfehlen und würde sie jederzeit wieder kaufen.
  6. benutzerbild

    P3 Killa

    dabei seit 09/2002

    Aufgrund der positiven Berichte hier habe ich mir jetzt heute Morgen auch eine bestellt. Hoffe sie hält was sie verspricht. Allerdings ist wohl alles besser als meine alte Reverb...

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