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Auf unserer Trail-Runde entdeckten wir beste Singletrails und genossen die Aussicht
Auf unserer Trail-Runde entdeckten wir beste Singletrails und genossen die Aussicht - Klare Empfehlung!
Mit der gemächlichen Südbahn geht es von Fleckl 250 Höhenmeter hinauf bis zum Ochsenkopf
Mit der gemächlichen Südbahn geht es von Fleckl 250 Höhenmeter hinauf bis zum Ochsenkopf
Auf der ersten Stage ...
Auf der ersten Stage ...
... ging es gleich ordentlich zur Sache ...
... ging es gleich ordentlich zur Sache ...
... was auch für ein paar Platten sorgte
... was auch für ein paar Platten sorgte
Konzentration im Steinfeld
Konzentration im Steinfeld
Philipp Heise vom Last National Team
Philipp Heise vom Last National Team
Raphaela Richter ...
Raphaela Richter ...
... und Andre Kleindienst geben Gas
... und Andre Kleindienst geben Gas
Christian Textor gibt im Trikot des Deutschen Meisters mächtig Gas und sichert sich den Sieg am Ochsenkopf
Christian Textor gibt im Trikot des Deutschen Meisters mächtig Gas und sichert sich den Sieg am Ochsenkopf
Lukas Litz
Lukas Litz - Gewinner der letztjährigen Gesamtwertung in der Sport-Klasse, dieses Jahr in der Pro-Wertung am Start
Am Zielsprung auf Stage sechs ...
Am Zielsprung auf Stage sechs ...
... schauten sich einige Zuschauer das Spektakel an
... schauten sich einige Zuschauer das Spektakel an
Christian Textor und Raphaela Richter gewinnen den Prolog und später auch das Rennen
Christian Textor und Raphaela Richter gewinnen den Prolog und später auch das Rennen
Pro
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Beginner
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Sport
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e-MTB
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Women
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Am Wochenende stand das vierte Rennen der Enduro One Serie auf dem Programm. Am Ochsenkopf im schönen Fichtelgebirge warteten anspruchsvolle Trails mit Steinfeldern und Wurzeln auf die Fahrer.

Freitag

Aufgrund der weiten Anreise habe ich mich schon am Donnerstag auf den Weg zum Ochsenkopf gemacht und konnte so schon am Freitag Morgen auf eine kurze Runde in den Bikepark starten. Der Preis für die Tageskarte ist mit 20,50 € plus Pfand fair und so geht es mit der gemächlichen Südbahn von Fleckl etwa 250 Höhenmeter hinauf auf den Ochsenkopf.

Wie sich später herausstellt, wird der Trail hinab zur Talstation im Rennen als Stage 1 und 6 dienen. Im oberen Teil warten ordentliche Steinfelder, gespickt mit einigen Wurzeln. Zum Glück ist es staubtrocken, sodass man die Bremse ordentlich offen lassen kann. Im unteren Teil wird es dann flowig und schnell – auch dank einiger kurz zuvor frisch gebauter Anlieger. Nach einigen Abfahrten machen wir uns dann auf zu einer Enduro-Tour auf die Trails um Fleck. Uns erwartet eine bunte Mischung aus fahrtechnischen Herausforderungen und vielen flowig schnellen Sektionen, die dank der vielen Steine zum Spielen mit dem Gelände einladen – denn eines haben sie hier im Fichtelgebirge: Steine (und Wurzeln).

Auf unserer Trail-Runde entdeckten wir beste Singletrails und genossen die Aussicht
# Auf unserer Trail-Runde entdeckten wir beste Singletrails und genossen die Aussicht - Klare Empfehlung!

Am Ende der Tour gab es noch gutes Essen im Waldhotel Am Fichtelsee. Auch dafür gibt es dank gemütlicher Atmosphäre auf der Terrasse direkt am See und gutem Essen eine Empfehlung. Anschließend noch die Startunterlagen im Start- und Zielbereich an der Talstation der Südbahn in Fleckl abgeholt und das Bike für Training und Prolog am Samstag vorbereitet. Ersatzteile gab es zur Not im Bullhead House.

Samstag

Am Samstag teilen wir uns zu dritt nochmal eine Zehnerkarte für die Seilbahn, um die Stages eins und sechs zu trainieren. Stage eins startet mit einem kurzen Wiesenslalom, dann geht es durch viele Steinfelder und einige Wurzelpassagen Richtung Ziel. Einige harte Teilstücke der eigentlichen Bikepark-Strecke werden umfahren, trotzdem geht es hier richtig zur Sache und ich bin froh, dass die Wurzeln trocken sind.

Mit der gemächlichen Südbahn geht es von Fleckl 250 Höhenmeter hinauf bis zum Ochsenkopf
# Mit der gemächlichen Südbahn geht es von Fleckl 250 Höhenmeter hinauf bis zum Ochsenkopf

Stage sechs, die heute noch als Prolog auf dem Plan steht, beginnt mit einem holprigen Steinfeld, verläuft dann aber recht flowig und schnell mit einigen Wurzelpassagen. Eine Tretpassage in der Mitte der Strecke stellt die Beine der Fahrer auf die Probe bevor eine Highspeed-Sektion beginnt. Hier können viele Wurzeln durch kleine Absprünge übersprungen werden und frisch geschaufelte Anlieger sorgen für mächtig Laune. Dann muss hart angebremst werden und es geht durch einen Wiesenslalom direkt zum Zielsprung.

Die anderen Stages können abgelaufen werden, aus Zeitmangel verzichten wir aber darauf. Nach drei Abfahrten steht dann auch schon der Prolog auf Stage 6 auf dem Plan. Es kann entweder auf eigene Kosten der Lift genutzt werden, dann muss man allerdings ein gutes Stück bergab bis zum Start des Prologs fahren oder man tritt gleich aus eigener Kraft nach oben. Wir entscheiden uns für die zweite Variante und kommen nach nicht einmal 15 Minuten am Start der Prolog-Strecke an.

Ich starte motiviert in das holprige Steinfeld am Start und schaffe es, nach nicht mal 10 Metern relativ sanft in diesem einzuschlagen. Mein Vorderrad hakt sich an einem Fels ein und verspringt seitlich. „Das klappt noch“, denke ich als die beiden Boa-Verschlüsse meines rechten Schuhs ebenfalls Bekanntschafft mit dem Fels machen und sich kurzerhand verabschieden – womit ich recht plötzlich keinen Schuh mehr am Fuß habe. Zack, liege ich auch schon auf der Seite. Die Boa-Verschlüsse lassen sich zwar nach einigen Minuten wieder am Schuh befestigen, aber ich entscheide mich neben der Strecke ins Tal zu rollen. Die Prolog-Zeit entscheidet schließlich nur über die Startreihenfolge am nächsten Tag – dann kann ich eben ausschlafen.

Auf der ersten Stage ...
# Auf der ersten Stage ...
... ging es gleich ordentlich zur Sache ...
# ... ging es gleich ordentlich zur Sache ...
... was auch für ein paar Platten sorgte
# ... was auch für ein paar Platten sorgte

Sonntag

10:54 Uhr lautet meine Startzeit für heute. Genügend Zeit also, das Bike nochmal auf Vordermann zu bringen, in Ruhe zu frühstücken und (sehr) gemütlich zum Start zu laufen. Leider hat es über Nacht geregnet und der Boden ist etwas nass, wenigstens von oben ist es aktuell trocken – das könnte spaßig werden in den Wurzel- und Steinfeldern.

Wir dürfen uns die 250 Höhenmeter zum Start von Stage eins sparen und fahren mit dem Lift auf den Ochsenkopf. Dort erwartet uns direkt die anspruchsvollste Stage des. Im Gegensatz zum Samstag sind die Steine und vor allem die Wurzeln heute allerdings etwas rutschig und erfordern Konzentration und eine etwas zurückhaltendere Fahrweise. Ich komme relativ flott und sturzfrei ins Ziel.

Zu Stage zwei müssen nur wenige Meter auf dem Forstweg pedaliert werden. Zum Glück bekomme ich von den Mitstreitern noch einen wertvollen Tipp, schließlich kenn ich die Stage noch nicht: „Wenn du auf den Forstweg kommst und es aussieht als wäre die Stage vorbei, gib Gas, es geht noch weiter!“. So starte ich mit Vollgas in einen schnellen und flowigen Trail, der aber recht flach ist, sodass dem man viel pedalieren muss. Dann komme ich auch schon auf den angesprochenen Forstweg und freue mich, dass ich weiß, dass ich weiter Gas geben muss. Mit Highspeed geht es um eine leichte Rechtskurve in einen Trail der über fiese Wurzeln ein Stück bergauf führt – ich freue mich über meine 29″ Laufräder und komme recht gut vorwärts. Dann geht es nochmal in engen Kurven über einige Wurzeln bergab ins Ziel.

Konzentration im Steinfeld
# Konzentration im Steinfeld

Stage drei schließt sich ebenfalls fast direkt an und ist ziemlich flach und tretlastig. Nach einer langen Geradeaus-Passage folgt eine fiese Rechtskurve auf losem Untergrund mit Baum in der Ausfahrt, bevor der Trail recht schmal abgesteckt im Slalom zwischen Bäumen verläuft. Dann noch eine 90° Linkskurve und Zielsprint. Ich komme bis auf die letzte Linkskurve relativ gut durch. Jetzt befinden wir uns quasi wieder im Tal und uns erwartet eine lange Transfer-Etappe mit etwas 250 Höhenmetern zurück auf den Ochsenkopf. Unterwegs wartet eine Verpflegungsstation auf uns.

Stage vier war eine absolute Spaß-Stage. Der Trail war in etwa so breit wie ein Forstweg, allerdings mit vielen großen Steinen gespickt. Am Start musste noch hart angetreten werden, um Geschwindigkeit aufzunehmen, danach kam es aber eher auf eine gute Linienwahl und saubere Kurvenfahrten an. Mit Vollgas trete ich am Start an, um in der ersten Linkskurve ein paar Steine zu überspringen, wie ich es bei einigen Fahrern vor mir gesehen hatte. Ich entscheide mich nur leider etwas weiter nach links zu springen, um eine bessere Linie zu haben – hier ragt jedoch ein Stein genau an der Stelle an der mein Hinterrad landen sollte. Es kommt wie es kommen muss, ein enorm lauter Knall lässt nicht nur die Fahrer am Start denken, dass mein Reifen platt ist, sondern auch mich selbst an der Sinnhaftigkeit dieser Aktion zweifeln. Erstaunlicherweise verliere ich jedoch keine Luft und kann noch eine richtig gute Zeit ins Ziel fahren. Die Stage liegt mir richtig gut und ich habe eine Menge Spaß im Vollgas-Felsgerumpel.

Philipp Heise vom Last National Team
# Philipp Heise vom Last National Team
Raphaela Richter ...
# Raphaela Richter ...
... und Andre Kleindienst geben Gas
# ... und Andre Kleindienst geben Gas

Zu Beginn von Stage 5 wartet eine recht steiles Stück auf losem Untergrund – also irgendwie in der Linie bleiben und Geschwindigkeit halten. Dann ging es durch teilweise recht anspruchsvolle Steinfelder durch den Wald – wer die Stage kannte hatte definitiv einen Vorteil bei der Linienwahl. In der Mitte der Stage fällt mir die Kette vom Kettenblatt – übrigens das erste Mal, dass mir das mit dem Intense passiert. Vielleicht wäre eine Kettenführung doch sinnvoll. Zum Glück geht es aber mit genügend Gefälle bis ins Ziel, sodass ich nicht allzu viel Zeit verliere.

Als Stage sechs erwartet uns nochmal der Prolog vom Samstag. Ich versuche diesmal sauber durch das Steinfeld direkt am Start und komme gut durch den ersten Teil des Trails. Dann verliere ich schon wieder die Kette vom Kettenblatt, was hier deutlich ärgerlicher ist, denn die Stage ist eindeutig zu flach, um sie komplett ohne Kette zu fahren. Also heißt es anhalten und Kette wieder aufs Blatt heben – das kostet natürlich mächtig Zeit. Immerhin überholt mich niemand und ich kann die Stage ohne weitere Probleme zu Ende fahren. Man merke: Im Rennen lieber auf Nummer sicher gehen und eine Kettenführung montieren. Eigentlich habe ich es auch nur noch nicht gemacht, weil das Testrad keine ISCG-Aufnahme hat und daher eine Lösung zur Montage an der Umwerferaufnahme her muss.

Am Ende des Renntags stehen etwa 570 Höhenmeter und 18 km auf der Uhr, allerdings sind 250 Höhenmeter und etwa zwei Kilometer davon mit dem Lift zurückgelegt. Unterwegs waren wir inklusive Pausen etwa zwei Stunden. Damit war die Runde zwar recht kurz, trotzdem sorgten die anspruchsvollen Trails für viel Abwechslung und Spaß.

Christian Textor gibt im Trikot des Deutschen Meisters mächtig Gas und sichert sich den Sieg am Ochsenkopf
# Christian Textor gibt im Trikot des Deutschen Meisters mächtig Gas und sichert sich den Sieg am Ochsenkopf
Lukas Litz
# Lukas Litz - Gewinner der letztjährigen Gesamtwertung in der Sport-Klasse, dieses Jahr in der Pro-Wertung am Start
Am Zielsprung auf Stage sechs ...
# Am Zielsprung auf Stage sechs ...
... schauten sich einige Zuschauer das Spektakel an
# ... schauten sich einige Zuschauer das Spektakel an

Fazit

Das Rennen am Ochsenkopf war für mich persönlich das absolute Highlight der diesjährigen Enduro One Serie. Die größtenteils natürlichen Trails in anspruchsvollem Gelände boten eine Menge Spaß – obwohl der Regen natürlich für einen gewissen Schwierigkeitsgrad sorgte. Auch landschaftlich hat das Fichtelgebirge einiges zu bieten. Die Organisation war wieder einmal richtig gut und so konnte die Enduro One am Ochsenkopf restlos überzeugen.

Christian Textor und Raphaela Richter gewinnen den Prolog und später auch das Rennen
# Christian Textor und Raphaela Richter gewinnen den Prolog und später auch das Rennen
Pro
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Sport
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e-MTB
# e-MTB
Women
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Weitere Informationen

Weitere Informationen: www.enduro-one.com
Text & Redaktion: Sebastian Beilmann | 2016
Fotos: Nico Gilles (Baboons) / Sebastian Beilmann

  1. benutzerbild

    Voltage_FR

    dabei seit 08/2009

    Autsch! Vogtlang ist dann doch noch mal wo anders... ;)

    Ansonsten netter Bericht. War ein rundum gelungenes Event :daumen:
  2. benutzerbild

    Thomas

    dabei seit 09/2000

    Sorry, ist korrigiert.

    "Mailand oder Madrid - Hauptsache Italien!" Andi Möller
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  4. benutzerbild

    LB Jörg

    dabei seit 12/2002

    Naja, die Vogtlandbahn fährt ja recht nah ran an den Oko :D

    G.:)
  5. benutzerbild

    SEB92

    dabei seit 10/2010

    Sorry, ich war direkt vor dem Ochsenkopf in Schöneck, irgendwie war das noch im Kopf. :D

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