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Darrell Voss zusammen mit Geoff Raynak
Darrell Voss zusammen mit Geoff Raynak
Der Hinterbau: Ausgefedert ...
Der Hinterbau: Ausgefedert ...
... und eingefedert.
... und eingefedert.
Der Hinterbau ...
Der Hinterbau ...
… mit dem innenliegenden Gleitzylinder.
… mit dem innenliegenden Gleitzylinder.
Der Zylinder im ausgebauten Zustand
Der Zylinder im ausgebauten Zustand
Die Geometrie des Polygon Square One EX
Die Geometrie des Polygon Square One EX
Polygon Squareone Ausstattungsvarianten
Polygon Squareone Ausstattungsvarianten
POLYGON SQUARE ONE EX-2
POLYGON SQUARE ONE EX-2
POLYGON SQUARE ONE EX-4
POLYGON SQUARE ONE EX-4
Die Teamfahrer: Kurt Sorge auf dem neuen Polygon Square One Ex
Die Teamfahrer: Kurt Sorge auf dem neuen Polygon Square One Ex
Der Australier Mick Hannah war erstmals auf dem Square One EX unterwegs.
Der Australier Mick Hannah war erstmals auf dem Square One EX unterwegs.
POLYGON SQUARE ONE EX-1
POLYGON SQUARE ONE EX-1

Polygon Square One EX im Test: Ein vollgefedertes Mountainbike, das berghoch mit sportlichen Trailbikes mithalten kann und bergab wie ein echtes Enduro kaum Grenzen kennt: In Zeiten der Spezialisierung klingt das wie ein kaum zu erfüllender Wunschtraum. Polygon behauptet nun, mit dem Square One EX genau so ein Bike im Köcher zu haben. Was hat es damit auf sich? Wir haben das neue Fully mit Sliding Four Bar-Kinematik getestet!

Als sich die Pioniere des Mountainbikens Ende der 70er Jahre an der Westküste der Vereinigten Staaten mit modifizierten Zustellrädern der amerikanischen Briefpost ins Gelände wagten, hatten sie keine Auswahl aus Modellen für verschiedenste Zwecke – aber trotzdem unverschämt viel Spaß. Über drei Jahrzehnte später haben Konsumenten die Qual der Wahl aus verschiedenen Radgrößen und Reifenbreiten, und pro 20 Millimeter Federweg hat die Industrie neue Kategorien ins Leben gerufen und intensiv beworben. Als Folge dieser Spezialisierung und Nischenwirtschaft haben sich viele Konsumenten längst mehrere Mountainbikes zugelegt.

Bei der optimalen Abstimmung der Fahrwerke vollgefederter Mountainbikes helfen heute Smartphone-Apps oder gar telemetrische Datensammler wie zum Beispiel SRAMs Shockwiz. Dazu kommen Hebel an den Federelementen oder am Lenker, die den Wechsel zwischen verschiedenen Fahrwerksmodi während der Fahrt erlauben. Das alles geht ins Geld und kompliziert die Nutzung der Produkte erheblich. Zudem steigt mit der Komplexität auch die Gefahr, dass Endverbraucher ihre Fahrwerke schlicht falsch einstellen und so nicht annähernd das Optimum aus ihrer teuren Investition herausholen. Das ist laut Mick Hannah selbst im Downhill-Worldcupzirkus eher die Regel als die Ausnahme.

Diese Entwicklungen gingen Darrell Voss von Naild mächtig gegen den Strich – und das nicht erst seit gestern. Voss gelangte über den Bremsen-Spezialisten Kool Stop noch zu Highschool-Zeiten in die Fahrrad-Industrie, war bis Mitte der 90er Jahre Vize-Präsident der Kultmarke Klein und arbeitet seit fast 20 Jahren eng mit SR Suntour zusammen. Zudem waren während der vergangenen beiden Jahrzehnte stets Mountainbikes im Rennzirkus unterwegs, an deren Entwicklung er maßgeblichen Anteil hatte. Meist blieb Voss dabei bewusst im Hintergrund – nicht einfach bei seiner Körpergröße von knapp über zwei Metern. Vor gut zehn Jahren begann Darrell Voss zusammen mit seinem Naild-Kompagnon Geoff Raynak mit der Entwicklung einer eigenen Kinematik.

Darrell Voss zusammen mit Geoff Raynak
# Darrell Voss zusammen mit Geoff Raynak

Für optimale Kontrolle müssen die Reifen immer den Kontakt zum Boden behalten. Die Federung muss also von unten her gedacht werden

Die beiden traten mit dem Anspruch an, gängige Denkmuster und Gesetze radikal zu hinterfragen und wenn nötig über den Haufen zu werfen. “Die Fahrrad-Industrie hat immer nur Federungs-Konzepte und Konstruktionen aus dem Motorrad-Rennsport übernommen”, erklärt dazu Voss. “Dabei wurden zwei Faktoren ignoriert: Erstens ist das Verhältnis zwischen der Masse des Fahrers und des Gefährts beim Mountainbike komplett anders. Und zweitens ist die Krafteinleitung selbst bei einem noch so runden Tritt viel ungleichmäßiger.” Als Folge davon mussten immer wieder verschiedene Symptome wie das Aufschaukeln der Federung mit Hilfe ausgefeilter Federbeine bekämpft werden.

Gestützt auf das dritte Gesetz von Newton, wonach jeder Kraft eine Gegenkraft gegenüber steht, machte sich Voss an die Entwicklung seiner R3ACT-Kinematik. Zentral war für ihn dabei eine Erkenntnis: “Für optimale Kontrolle müssen die Reifen immer den Kontakt zum Boden behalten. Die Federung muss also von unten her gedacht werden – und nicht von oben herab vom Fahrer. Das führt nur dazu, dass man vom Untergrund isoliert wird und das Gespür für diesen verliert. Auch der aktuelle Plus-Trend geht in diese für mich falsche Richtung. Zudem kann ein Reifen, der den Bodenkontakt verliert, weder Richtungsimpulse noch Beschleunigungskräfte übertragen.” Voss selbst nennt dies Ground Tracking.

Der Hinterbau: Ausgefedert ...
# Der Hinterbau: Ausgefedert ...
... und eingefedert.
# ... und eingefedert.
Der Hinterbau ...
# Der Hinterbau ...
… mit dem innenliegenden Gleitzylinder.
# … mit dem innenliegenden Gleitzylinder.
Der Zylinder im ausgebauten Zustand
# Der Zylinder im ausgebauten Zustand

Das eigentliche Herzstück der R3ACT-Kinematik als modifiziertem Viergelenker ist der sogenannte Slider. Dieser voluminöse Gleitkolben steht nicht unter Druck und enthält nur vier Kubikzentimeter Öl, die der Schmierung dienen. Dieser Slider ist punkto Winkel und Platzierung über dem Tretlager so positioniert, dass das Gewicht des Fahrers und seine Tretbewegung keinen Einfluss auf die Arbeit des Hinterbaus haben. Entsprechend geht das Fahrwerk auch an steilen Rampen nicht in die Knie, und ein Aufschaukeln des Hinterbaus lässt sich im üblichen Fahrbetrieb weder im Sattel noch im Wiegetritt provozieren. Da der innere Kolben einen Durchmesser von 43 Millimeter aufweist, sorgt der Slider zudem für eine saubere Führung der Schwinge, ein steifes Fahrwerk und daraus resultierend für ein präzises Handling.

Diese Programme basieren genau auf den falschen Annahmen, denen wir Konstruktionen zu verdanken haben, die mit teuren Hightech-Federbeinen und Plattformen-Systemen im Zaum gehalten werden müssen

Dies wird vom ausgesprochen kurzen, oberen Umlenkhebel unterstützt, der immer nur auf Druck belastet wird. Der untere Hebel läuft auf dem Slider und liegt immer exakt auf der verlängerten Kettenlinie. Auf die Frage, ob er seine R3ACT-Kinematik mit Programmen wie Igorion durchgespielt habe, winkt Voss ab: “Diese Programme basieren genau auf den falschen Annahmen, denen wir Konstruktionen zu verdanken haben, die mit teuren Hightech-Federbeinen und Plattformen-Systemen im Zaum gehalten werden müssen. Um bildlich zu sprechen, gehen sie zweidimensional an das Problem heran. Dabei muss das Ziel lauten, mit so wenig Dämpfung wie möglich auszukommen. Denn Dämpfung bedeutet, Flüssigkeit am Fließen zu hindern, was Reibung und somit einen Energieverlust bedingt.”

Vor fünf Jahren fand Naild in der Entwicklungsabteilung vom Fahrrad-Hersteller Polygon Gleichgesinnte – namentlich Zendy Renan. Mit einem breit aufgestellten Sortiment und einer Jahresproduktion von rund 480.000 Stück gehören die Indonesier nicht eben zu den Schwergewichten der Branche. Aber die Ambitionen sind da, um das zu ändern: 2010 stellte Polygon erstmals auf der Eurobike aus. Seit 2011 sind die Räder auch außerhalb Südostasiens erhältlich, und mit dem Polygon UR-Team ist die Marke mit Fahrern wie Mick und Tracey Hannah, Kenta Gallagher und Fabien Cousinié inzwischen auch im Downhill-Worldcup sowie in der Enduro World Series aktiv. Mit Voss war man sich in der Entwicklungsabteilung von Polygon einig, wie Zendy Renan erklärt: “Mountainbikes müssen wieder vielseitiger und für den Endverbraucher einfacher in der Nutzung werden, um im Gelände mehr Spaß zu machen. Sonst wird man nur vom wesentlichen abgelenkt.”

Polygon Square One EX – Technische Daten

Geometrie

Die Geometrie des Polygon Square One EX
# Die Geometrie des Polygon Square One EX

Ausstattung

Polygon Squareone Ausstattungsvarianten
# Polygon Squareone Ausstattungsvarianten

Polygon Square One EX – In der Hand

Die voluminöse Schwinge am Square One EX von Polygon polarisiert und wird manche rein optisch an Uralt-Konstruktionen aus den 90er-Jahren wie das San Andreas von Mountain Cycles oder die erste SuperV-Generation von Cannondale erinnern. Sie erlaubt aber zugleich ausgesprochen kurze Kettenstreben und eine saubere Anbringung der Schutzbleche. Diese schützen den Slider als dem Herzstück der R3ACT-Kinematik vor Dauerbeschuss durch Schlamm und Wasser und verlängern so die Service-Intervalle. Zudem reduziert diese Konstruktion das Schlagen der Kette – und sorgt so für nochmals weniger Geräusche im Fahrbetrieb. Die ausgesprochen saubere Führung vom Schaltzug und der Bremsleitung gibt es als Zugabe obendrauf.

POLYGON SQUARE ONE EX-2
# POLYGON SQUARE ONE EX-2

Verblüffend einfach fällt die Einstellung des Fahrwerks beim Square One EX aus: Die Federbeine werden ab Werk bereits fast ohne Dämpfung eingestellt, sind aber noch immer überdämpft. Das soll sich laut Zendy Renan bis zur Serie ändern. Der Negativ-Federweg wird auf 20 bis 25 Prozent eingestellt. Augenmaß reicht, und exakte Tabellen zur Einstellung des Drucks kommen nicht zum Einsatz. Auch Lockout- oder Plattform-Hebel sucht man am Lenker vergeblich: Hier finden sich nur Brems- und Schalthebel sowie der Hebel der Vario-Stütze. So viel vorweg: An den folgenden beiden Tagen auf den Trails rund um Westfir und Oakridge in Oregon sollte keiner der vier geladenen Journalisten am Federbein herumschrauben oder verschiedene Fahrmodi oder Plattform-Systeme vermissen.

Polygon Square One EX – Auf dem Trail

Uphill

Dafür fällt in technischen, steilen Anstiegen, an denen es in Oregon wahrlich nicht mangelt, eines sofort auf: Der Hinterbau vom Square One EX geht wie beabsichtigt selbst an steilen Rampen nicht in die Knie. So können trotz der hoch bauenden 180-Millimeter-Gabel auch steile Rampen erklommen werden. Zudem liefert der Hinterbau massig Traktion und rollt dank der fast vertikalen Raderhebungskurve über Hindernisse wie zehn Zentimeter hohe Stufen oder Wurzeln hinweg, als ob die gar nicht da wären. Ein Kick in den Allerwertesten bleibt aus – stattdessen fühlt es sich an, als ob das Hinterrad förmlich über die Stufe gezogen wird. So kann sich der Fahrer ganz darauf konzentrieren, in die Pedale zu treten und Höhenmeter zu machen. Auch eine schlechte Linienwahl lässt sich so verschmerzen.

POLYGON SQUARE ONE EX-4
# POLYGON SQUARE ONE EX-4

Und das alles, obwohl das Gewicht der Testräder mit rund 13,5 Kilogramm (ohne Pedale) für ein so gut kletterndes Mountainbike eher hoch ausfällt. Weil das Fahrwerk trotz der 180 Millimeter Federweg am Heck nicht in die Knie geht, fühlt sich das Polygon Square One EX in verwinkelten Passagen in der Ebene so effizient an wie ein 29er mit 120 Millimetern Federweg. Da Polygon die Geometrie auf Geschwindigkeiten ausgelegt hat, die im Enduro-Rennsport üblich sind, verlangt das Bike bei raschen Richtungswechseln und in verwinkelten Passagen nach einer etwas aktiveren Fahrweise – belohnt diese aber auch prompt. Die tadellose Traktion und die Tatsache, dass sich das Fahrwerk nicht aufschaukelt, sorgen zusammen mit der gemäßigt sportlichen Sitzposition dafür, dass man mit dem Square One EX enorm Kraft sparend Kilometer fressen kann – ob in der Ebene oder berghoch.

Downhill

Erst in der Abfahrt wird klar, mit wie viel Federweg das Polygon Square One EX wirklich aufwarten kann: Da die felsigsten Trails in Oregon nach einem harten Winter vor Ostern noch tief eingeschneit waren, fiel das zu fahrende Gelände etwas zahmer als im Hochgebirge aus. Auch die schneefreien Routen in Oregon – wir waren am ersten Tag auf den Trails Alpine Mountain und Tire Mountain und am zweiten Tag auf dem nochmals technischeren Heckletooth und dann auf Aubrey unterwegs – hatten es in sich. Und hatten mit dem gemässigten Regenwald auch vom Naturerlebnis her viel zu bieten. Es gelang keinem der Testfahrer, den vollen Federweg aus dem Fahrwerk vom Polygon herauszukitzeln – auch nicht Team-Fahrer Kurt Sorge bei einer filmreifen Freeride-Einlage weit jenseits aller offiziellen Trails.

Die Teamfahrer: Kurt Sorge auf dem neuen Polygon Square One Ex
# Die Teamfahrer: Kurt Sorge auf dem neuen Polygon Square One Ex
Der Australier Mick Hannah war erstmals auf dem Square One EX unterwegs.
# Der Australier Mick Hannah war erstmals auf dem Square One EX unterwegs.

Dafür sorgt die Kombination des R3ACT-Hinterbaus, der fein anspricht und das Hinterrad sauber am Boden hält, mit einer satten Portion Laufruhe für viel Zuversicht und Fahrspaß. Weil sich der Hinterbau beim Bremsen nicht verhärtet und das Hinterrad darum selbst in Bremswellen sauber den Bodenkontakt hält, kann man deutlich später in die Eisen gehen. Daran muss man sich zuerst einmal gewöhnen. Der eigentliche Wermutstropfen ist, dass die Federgabel (noch) nicht mit dem Hinterbau vom Square One EX Schritt halten kann: Am Lenker kommen durchs Band mehr Schläge an als in den Pedalen und im Sattel. Und das liegt nicht daran, dass die verbaute 36er-Gabel von Fox eine Spar-Variante gewesen wäre. Den Herstellern von Federgabeln hat Naild mit der R3ACT-Kinematik Hausaufgaben erteilt.

Am Ende der jeweiligen Aus- und Abfahrten mit dem neuen Wurf von Polygon hatte jeder der Tester ein breites Grinsen im Gesicht – Jet Lag hin und Schneeschauer sowie Schlammbäder her. Klar: Ein Crosscountry- oder Marathon-Rennen wird man mit dem Square One EX kaum gewinnen. Dafür wiegt die Fuhre dann doch etwas zu viel. Aber Polygon-Teamfahrer Mick Hannah, der in Oregon erstmals auf dem Rad unterwegs war, zeigte sich nach den ersten Tagen auf dem neuen Bike ausgesprochen angetan: “Bisher habe ich nur gelegentlich Enduro-Rennen bestritten und war jeweils froh, wenn so viele Höhenmeter wie möglich per Bergbahn bewältigt werden konnten. Das sehe ich nun anders: Ich kann kaum darauf warten, die Stärken vom Square One EX auszuspielen – denn ich bin überzeugt, dass dieses Bike bergab einem Downhill-Bike kaum nachsteht, aber auf den Überführungs-Strecken die Effizienz eines kurzhubigen Twentyniners bietet.”

Fazit – Polygon Square One EX

Die nach Oregon gereisten Medienvertreter waren sich ebenfalls einig, dass das Square One EX dank seiner R3ACT-Kinematik eines der Highlights der laufenden Saison und eines der meistdiskutierten Enduro-Modelle werden dürfte. Die Geduld von Darrell Voss und Geoff Raynak, die ein Jahrzehnt an ihrer Konstruktion gefeilt haben, hat sich ausgezahlt. Polygon ist es in den fünf Jahren gemeinsamer Entwicklung gelungen, diese innovative Kinematik mit einer Geometrie und einer Rahmen-Konstruktion zu kombinieren, die hochwertig und dem Einsatzbereich absolut angemessen sind. Wer die Chance dazu bekommt, sollte sich unbedingt eine Testfahrt auf diesem faszinierenden Allrounder gönnen. Die offizielle Premiere des Square One EX erfolgt beim Sea Otter Classic im kalifornischen Monterey.

POLYGON SQUARE ONE EX-1
# POLYGON SQUARE ONE EX-1
Testerprofil ausklappen

Laurens van Rooijen ist Redakteur der Schweizer Branchen-Zeitschrift Cyclinfo, Mitarbeiter der englischsprachigen Messe-Publikationen Eurobike Show Daily und Taipei Show Daily sowie langjähriger freischaffender Fahrrad-Journalist. Er nahm auf Einladung von Polygon als einziger deutschsprachiger Journalist am zweitägigen Product-Launch in Westfir, Oregon Teil. Die weiteren Medienvertreter waren Drew Rohde (vormals decline, neues Projekt Loam Wolf), James Smurthwaite (Dirt UK) und Zach Overholt (Bikerumor.com). Mit von der Partie waren zudem die Polygon-Teamfahrer Mick Hannah und Kurt Sorge, und auch Zendy Renan ließ es sich nicht nehmen, die Ausfahrten mitzumachen. Um so viel wie möglich aus den beiden Tagen heraus zu holen, verließ sich Polygon auf die Dienste der Guides und Shuttlebusse von Cogwild, namentlich Lev Stryker, Dillon Caldwell und Erika «Big Balls» Schmitt. An den ersten beiden Tagen wurde stundenlang gefahren. Als dann der Regen so richtig einsetzte, wurde die Technik erklärt und diskutiert. Ein besonderer Dank gebührt Devina Susilo von Polygon für die Organisation des Camps und den Kaffeeservice. Thanks, Dee!


Weitere Informationen

Webseite: Polygon Bikes
Text & Redaktion: Laurens van Rooijen, Thomas Paatz | MTB-News.de 2016
Bilder: Dennis Yuroshek | Polygon

  1. benutzerbild

    rmaurer

    dabei seit 06/2009

    jammerlappen
    Spielt eigentlich das Ritzel hinten eine Rolle beim Pedalrückschlag?
    Ja, aber die Anti-Squat Werte verändern sich nur in einem relativ engen Bereich.

    Wesentlich ist die Kettenblattgröße vorne, wer von 32T auf 30T wechselt senkt die Kettenhöhe um 4mm ab, bei 28T bereits um 8mm, das ist ne ganze Menge und steigert den Pedalrückschlag enorm.

    Es macht daher einen Unterschied ob man einen Rahmen mit 32er Blatt vorne und 11-46 Kassette oder 30er Blatt und 10-42 Kassette fährt.

    Es gibt übrigens kein Anti-Squat OHNE Pedal-Rückschlag, du kannst zwar ein Rad ohne Pedalrückschlag konstruieren, dieses wird aber bei unrunden Tritt wieder zum Wippen neigen.
  2. benutzerbild

    Vinse86

    dabei seit 07/2013

    Ich hab mal im Patent vom Herr Voss rumgeblättert...da gibt es auch Linkage-Bilder, die Short-Link 4-Gelenker zeigen, die ähnliche Eigenschaften aufweisen sollen...Ich wäre interessiert, ob noch jemand mal reingeschaut hat und was mit den Erklärungen anfangen kann
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  4. benutzerbild

    hpvd

    dabei seit 01/2012

    hier gibts scheinbar bald nen weiteren Bericht zu dem Hinterbau (wird ja identisch im MARIN Wolf Ridge 9 verbaut):

    "...es damals aber nicht fahren konnten. Das haben wir dieses Mal nachgeholt und einem MARIN Wolf Ridge 9 so richtig die Sporen gegeben. Und ohne dem eigentlichen Bericht allzu viel vorwegzunehmen: Dieses Bike fährt sich wie nichts, was ich vorher in der 150/160 mm Klasse je bewegt habe!"

    http://twentynineinches-de.com/2017/07/05/eurobike-media-days-2017-die-zusammenfassung/

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