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Unser Testbike
Unser Testbike - das Santa Cruz Nomad 2018 in der Ausstattungsvariante „CC – XX1 Reserve“
Das Nomad ist sowohl mit Stahlfederdämpfer ...
Das Nomad ist sowohl mit Stahlfederdämpfer ...
... als auch mit Luftfederdämpfer erhältlich
... als auch mit Luftfederdämpfer erhältlich
Die neue Dämpferposition erinnert an das Santa Cruz V10, den Downhiller im Produktportfolio der Kalifornier
Die neue Dämpferposition erinnert an das Santa Cruz V10, den Downhiller im Produktportfolio der Kalifornier
Die Verstellrädchen bleiben recht gut erreichbar
Die Verstellrädchen bleiben recht gut erreichbar
Dank Fender ...
Dank Fender ...
... bleibt der Dämpfer schmutzfrei
... bleibt der Dämpfer schmutzfrei
Die hauseigenen Carbonfelgen mit Namen „Reserve“ schlagen mit einem Aufpreis von 1.200 $ zu Buche
Die hauseigenen Carbonfelgen mit Namen „Reserve“ schlagen mit einem Aufpreis von 1.200 $ zu Buche
Für Verzögerung sorgt die ...
Für Verzögerung sorgt die ...
... sorgt die mächtige SRAM Code Bremsanlage
... sorgt die mächtige SRAM Code Bremsanlage - Die in der Standardausstattung allerdings nur auf 180 mm große Bremsscheiben an Front und Heck zurückgreifen kann
Der hauseigene Carbonlenker ist schick und mit 800 mm mächtig breit
Der hauseigene Carbonlenker ist schick und mit 800 mm mächtig breit
Vollgas auf dem neuen Santa Cruz Nomad
Vollgas auf dem neuen Santa Cruz Nomad
In hartem Gelände ...
In hartem Gelände ...
... läuft der Hinterbau zur Höchstform auf
... läuft der Hinterbau zur Höchstform auf
Sensibles Ansprechverhalten kombiniert mit genügend Reserven für die großen Späße
Sensibles Ansprechverhalten kombiniert mit genügend Reserven für die großen Späße
Auch eine gute Portion Verspieltheit ...
Auch eine gute Portion Verspieltheit ...
... bringt das Nomad mit
... bringt das Nomad mit
Der Grenzbereich ist erst spät erreicht
Der Grenzbereich ist erst spät erreicht - und bietet genügend Spielraum um das Nomad wieder auf Kurs zu bringen
Um enge Kurven will das Nomad ...
Um enge Kurven will das Nomad ...
... aktiv und mit etwas Nachdruck bewegt werden
... aktiv und mit etwas Nachdruck bewegt werden
Dann geht es aber wie auf Schienen um die Kurve
Dann geht es aber wie auf Schienen um die Kurve
Oder aber ab übers Vorderrad
Oder aber ab übers Vorderrad
Ordentlich Reserven ...
Ordentlich Reserven ...
... für grobes und steiles Gelände
... für grobes und steiles Gelände
Präzises Fahrverhalten für enge Trails
Präzises Fahrverhalten für enge Trails

Santa Cruz Nomad 2018 im Test: Für die neue Saison stellt Santa Cruz die vierte Generation des Nomads vor. Das Enduro setzt dabei weiterhin auf 27,5″ Laufräder und wurde Richtung Abfahrt getrimmt – mit aggressiverer Geometrie und 170 mm Federweg an Front und Heck. Wir haben das Bike auf den vielseitigen Trails in den Seealpen von Sospel bis Molini auf die Probe gestellt. Wie es sich dabei geschlagen hat, erfahrt ihr im Test:

Santa Cruz Nomad 2018 – kurz & knapp

Das selbst erklärte Ziel von Santa Cruz beim komplett neu entwickelten Nomad war es, ein Bike zu schaffen, das man bergauf bequem treten kann, aber auch sehr gerne mit dem Lift zum Trailstart gelangt. Das neue Enduro-Bike mit 27,5″ Bereifung ist dank aggressiver Geometrie und 170 mm Federweg deutlich abfahrtsorientierter als der Vorgänger.

Auch optisch hat sich einiges getan. Zwar ist das Bike dank typischer Form noch als Santa Cruz zu erkennen, in Sachen Hinterbau hat sich im Vergleich zum Vorgänger einiges getan. Der Dämpfer ist nach unten gewandert und liegt jetzt ähnlich im Rahmen wie beim großen Downhill-Bruder, dem V10. Das senkt nicht nur den Schwerpunkt, sondern ermöglicht auch eine andere Kennlinie. So soll das neue Bike deutlich mehr Gegenhalt mit mittleren Federwegsbereich bieten, deutlich progressiver sein und bei kleinen Schlägen besser ansprechen. Dazu soll es sowohl mit Stahl- als auch mit Luftfeder Dämpfern kompatibel sein. Auch hier wurde im Vergleich zum Vorgänger also deutlich Richtung Abfahrtsperformance optimiert.

Trotzdem sieht Santa Cruz das neue Nomad noch als Trail Bike – also als Bike, das sich auch auf langen Tagestouren bergauf treten lassen soll. Dazu soll der 74,5° steile Sitzwinkel ebenso wie die Geometrie-Verstellung über IP-Chip (hohe oder tiefe Position) beitragen. Ab 15. Juni soll das neue Nomad erhältlich sein.

  • Laufradgröße: 27,5″
  • Reifenfreiheit: bis 2,5″
  • Hinterbau: 170 mm / 170 mm VPP
  • Rahmenmaterial: Carbon (C und CC Variante)
  • Lenkwinkel: 64,6 / 65°
  • Boost-Standard
  • Metrische Dämpfer, Luft- und Stahlfeder kompatibel
  • anpassbare Geometrie (hoch / tief) dank IP Chip
  • Lebenslange Garantie auf den Rahmen (& Reserve Laufräder)
  • geschraubter Shuttle Guard, Unterrohr-Protektor und Dämpfer-Fender
  • Gewicht (Nomad CC XX1 Reserve, Rahmengröße L, ohne Pedale, Stahlfederdämpfer): 13,88 kg
  • Gewicht (Nomad CC XX1 Reserve, Rahmengröße L, ohne Pedale, Luftfederdämpfer): 13,39 kg

Preis: ab 4.499 $ (UVP) | Bikemarkt: Santa Cruz Nomad 2018 kaufen

Unser Testbike
# Unser Testbike - das Santa Cruz Nomad 2018 in der Ausstattungsvariante „CC – XX1 Reserve“
Das Nomad ist sowohl mit Stahlfederdämpfer ...
# Das Nomad ist sowohl mit Stahlfederdämpfer ...
... als auch mit Luftfederdämpfer erhältlich
# ... als auch mit Luftfederdämpfer erhältlich

Santa Cruz Nomad 2018 – Technische Daten

Geometrie

Was sofort auffällt: das neue Nomad ist gewachsen. Die Reach-Werte einer Größe des neuen Nomads entsprechen ungefähr einer Rahmengröße größer des alten Nomads. Doch keine Sorge, für kleine FahrerInnen gibt es jetzt einen XS Rahmen, der dann sogar etwas kleiner ausfällt als die alte Rahmengröße S. Wir waren auf dem Santa Cruz Nomad 2018 in Rahmengröße L unterwegs, mit einem Reach von 456 / 460 mm.

Mit der Geometrie-Verstellung lässt sich das Nomad in einer hohen oder einer tiefen Position fahren. Dabei ändern sich Lenk- und Sitzwinkel um 0,4°, der Reach um etwa 4 mm und die Kettenstrebenlänge um nur 1 mm.

Aber auch sonst hat sich an der Geometrie viel getan – das Nomad wurde für die neue Saison deutlich stärker auf Abfahrt getrimmt. Der Lenkwinkel von 64,6 / 65° lässt erahnen in welche Richtung sich das Enduro am liebsten bewegen lässt. Dank dem 74,1 / 74,5° steilen Sitzwinkel soll sich das Bike trotzdem bequem bergauf treten lassen. Die Kettenstreben fallen mit 431 / 430 mm weder besonders lang noch besonders kurz aus. Einer der Gründe warum Santa Cruz auf den Bau eines 29″ Rahmens verzichtet hat, sind die Kompromisse, die man bei den kleineren Rahmengrößen hätte eingehen müssen.

 XSSMLXL
Reach386 / 390 mm416 / 420 mm436 / 440 mm456 / 460 mm486 / 490 mm
Stack587 / 584 mm596 / 593 mm605 / 602 mm614 / 611 mm623 / 620 mm
Lenkwinkel64,6 / 65°64,6 / 65°64,6 / 65°64,6 / 65°64,6 / 65°
Steuerrohrlänge90 mm100 mm110 mm120 mm130 mm
Sitzwinkel74,1 / 74,5°74,1 / 74,5°74,1 / 74,5°74,1 / 74,5°74,1 / 74,5°
Sitzrohrlänge375 mm390 mm420 mm450 mm480 mm
Kettenstrebenlänge431 / 430 mm431 / 430 mm431 / 430 mm431 / 430 mm431 / 430 mm
Front Center704 mm738 mm762 mm787 mm821 mm
Tretlagerhöhe339 / 344 mm339 / 344 mm339 / 344 mm339 / 344 mm339 / 344 mm
Tretlagerabsenkung15 / 10 mm15 / 10 mm15 / 10 mm15 / 10 mm15 / 10 mm
Radstand1135 / 1134 mm1169 / 1168 mm1194 / 1192 mm1218 / 1217 mm1252 / 1251 mm
Oberrohrlänge541 / 540 mm574 / 573 mm598 / 596 mm621 / 619 mm654 / 653 mm
Überstandshöhe704 / 710 mm706 / 712 mm722 / 728 mm720 / 726 mm718 / 724 mm
Die neue Dämpferposition erinnert an das Santa Cruz V10, den Downhiller im Produktportfolio der Kalifornier
# Die neue Dämpferposition erinnert an das Santa Cruz V10, den Downhiller im Produktportfolio der Kalifornier

Ausstattung

Wie von Santa Cruz bekannt, ist auch das Nomad in den zwei Carbon-Varianten C und CC erhältlich. Dabei ist der CC Rahmen aufgrund aufwendigerer Fertigung minimal leichter. Der Rahmen mit C-Carbon ist in drei Ausstattungsvarianten zu einem Preis zwischen 4.499 und 5.899 $ zu haben. Die CC-Variante gibt es in zwei Ausstattungsvarianten entweder mit SRAM X01 Eagle (7.199 $) oder mit SRAM XX1 Eagle (8.199 $). Für einen Aufpreis von 1.500 € bekommt man sein CC-Bike mit den Santa Cruz-eigenen Reserve Carbon-Laufrädern statt Alu-Laufradsatz. Das Rahmenset wird zu einem Preis von 3.599 € erhältlich sein.

Eine Alu-Version des Santa Cruz Nomad ist bereits fertig designed und soll im Herbst folgen. Es wird in zwei Ausstattungsvarianten für 3.999 € und 4.599 € zu haben sein.

Ausstattungstabelle ausklappen

 Nomad C - R / Nomad AL - RNomad C - S / Nomad AL - SNomad C - XENomad CC - X01Nomad CC - X01 ReserveNomad CC - XX1Nomad CC - XX1 Reserve
RahmenCarbon C 27.5” 170mm Travel VPPTMFrameCarbon C 27.5” 170mm Travel VPPTMFrameCarbon C 27.5” 170mm Travel VPPTMFrameCarbon CC 27.5” 170mm Travel VPPTMFrameCarbon CC 27.5” 170mm Travel VPPTMFrameCarbon CC 27.5” 170mm Travel VPPTMFrameCarbon CC 27.5” 170mm Travel VPPTM
DämpferRockShox Super Deluxe RRockShox Super Deluxe RRockShox Super Deluxe Coil RCT / Super Deluxe Air RCTRockShox Super Deluxe Coil RCT / Super Deluxe Air RCTRockShox Super Deluxe Coil RCT / Super Deluxe Air RCTRockShox Super Deluxe Coil RCT / Super Deluxe Air RCTRockShox Super Deluxe Coil RCT / Super Deluxe Air RCT
GabelRockShox Yari RC 170RockShox Lyrik RC 170RockShox Lyrik RCT3 170RockShox Lyrik RCT3 170RockShox Lyrik RCT3 170RockShox Lyrik RCT3 170RockShox Lyrik RCT3 170
SchaltwerkSRAM NX 11 speed Long CageSRAM GXShimano XT M8000SRAM X01 EagleSRAM X01 EagleSRAM XX1 EagleSRAM XX1 Eagle
KettenführungguideE13 TRS Race SL ISCG05guideE13 TRS + 1x Guide ISCG05guideE13 TRS + 1x Guide ISCG05guideE13 TRS + 1x Guide ISCG05guideE13 TRS + 1x Guide ISCG05guideE13 TRS + 1x Guide ISCG05guideE13 TRS + 1x Guide ISCG05
ShifterShiftersSRAM NX 11 speedSRAM GXShimano XT M8000SRAM X01 EagleSRAM X01 EagleSRAM XX1 Eagle 12 speedSRAM XX1 Eagle 12 speed
BremsenSRAM Guide RSRAM Code RSRAM Code RSCSRAM Code RSCSRAM Code RSCSRAM Code RSCSRAM Code RSC
BremsscheibenAvid Centerline - 200mmAvid Centerline - 180mmAvid Centerline - 180mmAvid Centerline - 180mmAvid Centerline - 180mmAvid Centerline - 180mmAvid Centerline - 180mm
KurbelRace Face Aeffect 30t - 170mmSRAM GX 32t - 170mmRace Face Turbine 30t - 170mmSRAM X1 Eagle Carbon 32t - 170mmSRAM X1 Eagle Carbon 32t - 170mmSRAM XX1 Eagle 32t - 170mmSRAM XX1 Eagle 32t - 170mm
KassetteSRAM XG1150 CS 10-42tSRAME13 TRS Race 11 speed 9-46tNomad CC - XX1 ReserveSRAM XG1295 Eagle 10-50tSRAM XG1295 Eagle 10-50tSRAM XG1295 Eagle 10-50t
KetteSRAM PC1110SRAM GXShimano SLX M7000SRAM X01 Eagle 12 speedSRAM X01 Eagle 12 speedSRAM XX1 Eagle 12 speedSRAM XX1 Eagle 12 speed
LenkerRace Face Aeffect R - 35x780mm, 20mm Rise Race Face Aeffect R - 35x780mm, 20mm RiseSanta Cruz AM Carbon Bar - 35x800mmSanta Cruz AM Carbon Bar - 35x800mmSanta Cruz AM Carbon Bar - 35x800mmSanta Cruz AM Carbon Bar - 35x800mmSanta Cruz AM Carbon Bar - 35x800mm
VorbauRace Face Ride - 50mmRace Face Aeffect R - 50mmRace Face Aeffect R - 50mmRace Face Aeffect R - 50mmRace Face Aeffect R - 50mmRace Face Turbine R - 50mmRace Face Turbine R - 50mm
GriffeSanta Cruz Palmdale - BlackSanta Cruz Palmdale - BlackSanta Cruz Palmdale - BlackSanta Cruz Palmdale - BlackSanta Cruz Palmdale - BlackSanta Cruz Palmdale - BlackSanta Cruz Palmdale - Black
SteuersatzCane Creek 10 IS IntegratedCane Creek 40 IS Integrated Cane Creek 40 IS Integrated Cane Creek 40 IS Integrated Cane Creek 40 IS Integrated Cane Creek 110 IS Integrated Cane Creek 110 IS Integrated
SattelstützeRace Face Aeffect - 31.6x125mm (XS- M), 150mm (L-XL)RockShox Reverb Stealth - 31.6x100mm (XS), 125mm (S), 150mm (M-L), 170 mm (XL)RockShox Reverb Stealth - 31.6x100mm (XS), 125mm (S), 150mm (M-L), 170 mm (XL)RockShox Reverb Stealth - 31.6x100mm (XS), 125mm (S), 150mm (M-L), 170 mm (XL)RockShox Reverb Stealth - 31.6x100mm (XS), 125mm (S), 150mm (M-L), 170 mm (XL)RockShox Reverb Stealth - 31.6x100mm (XS), 125mm (S), 150mm (M-L), 170 mm (XL)RockShox Reverb Stealth - 31.6x100mm (XS), 125mm (S), 150mm (M-L), 170 mm (XL)
SattelWTB Volt RaceWTB Volt RaceWTB Silverado ProWTB Silverado ProWTB Silverado ProWTB Silverado SLTWTB Silverado SLT
VorderreifenMaxxis Minion DHF 3C EXO TR - 27.5x2.5”Maxxis Minion DHF 3C EXO TR - 27.5x2.5”Maxxis Minion DHF 3C EXO TR - 27.5x2.5”Maxxis Minion DHF 3C EXO TR - 27.5x2.5”Maxxis Minion DHF 3C EXO TR - 27.5x2.5”Maxxis Minion DHF 3C EXO TR - 27.5x2.5”Maxxis Minion DHF 3C EXO TR - 27.5x2.5”
HinterreifenMaxxis Minion DHR II EXO TR - 27.5x2.4”Maxxis Minion DHR II EXO TR - 27.5x2.4”Maxxis Minion DHR II EXO TR - 27.5x2.4”Maxxis Minion DHR II EXO TR - 27.5x2.4”Maxxis Minion DHR II EXO TR - 27.5x2.4”Maxxis Minion DHR II EXO TR - 27.5x2.4”Maxxis Minion DHR II EXO TR - 27.5x2.4”
VorderradnabeNovatec D711 - 15x110mmNovatec D641 - 15x110mmNovatec D641 - 15x110mmDT 350 - 15x110mm, Torque CapDT 350 - 15x110mm, 28h, Torque Capi9 Torch Classic - 15x110mm, 28h, Torque Capi9 Torch Classic - 15x110mm, 28h, Torque Cap
HinterradnabeNovatec D462 - 12x148mm (XD)Novatec D642 - 12x148mm (XD)Novatec D642 - 12x148mm (XD)DT 350 - 12x148mm (XD)DT 350 - 12x148mm, 28h (XD)i9 Torch Classic - 12x148mm, 28h (XD)i9 Torch Classic - 12x148mm, 28h (XD)
FelgenWTB ST i29 TCSE13 TRS 30mm - 32hE13 TRS 30mm - 32hE13 TRS + 30mm - 28hSanta Cruz Reserve 30 Carbon - 28hE13 TRS + 30mm - 28hSanta Cruz Reserve 30 Carbon - 28h
SpeichenDT CompetitionDT CompetitionDT CompetitionDT CompetitionDT Competition RaceDT CompetitionDT Competition Race
Preis5.599 € / 3.999 €5.999 € / 4.599 €6.499 €7.699 €9.199 €8.999 €10.499 €

Santa Cruz Nomad 2018 in der Hand

Auf den ersten Blick wirkt das Nomad etwas eigenwillig, erinnert das Rahmendesign mit dem nach unten gewanderten Dämpfer doch eher an den großen Downhill-Bruder, das Santa Cruz V10, als an den Vorgänger. Doch die schicken Formen lassen das Nomad klar als Bike der Kalifornier erkennen. Das Bike ist einem matten Sand-Farbton mit schwarzem Schriftzug und in einem glänzenden dunklen Oliv-Ton mit sandfarbenem Schriftzug zu haben.

Die Züge lassen sich sehr einfach verlegen und verlaufen größtenteils im Rahmen – was für eine saubere Optik sorgt. Der Steuersatz ist integriert. Was viele Selbstaufbauer freuen dürfte – das Tretlager ist geschraubt. Die Bremse wird sauber über eine 180 mm PM-Aufnahme montiert. Weitere nette Details findet man in Sachen Rahmenschutz. So ist der Rahmen mit einem geschraubten Shuttle Guard, Unterrohr-Protektor und Dämpfer-Fender ausgestattet. Auch die Kettenstreben sind natürlich mit einem Schutz ausgestattet. Selbst bei 2,5″ breiten Reifen bietet der Rahmen noch genügend Platz für Matsch und Dreck. Übrigens kommt auch das neue Nomad mit der lebenslangen Garantie von Santa Cruz.

Die Verstellrädchen bleiben recht gut erreichbar
# Die Verstellrädchen bleiben recht gut erreichbar
Dank Fender ...
# Dank Fender ...
... bleibt der Dämpfer schmutzfrei
# ... bleibt der Dämpfer schmutzfrei

Wir hatten das Rad mit der Top-Ausstattung „Nomad CC – XX1 Reserve“ im Test, die mit einer UVP von 9.399 $ einen stattlichen Preis hat. Dabei sind wir es sowohl mit dem Stahlfederdämpfer „RockShox Super Deluxe Coil RCT“ mit einer 450er Feder als auch mit dem Luftfeder-Dämpfer „RockShox Super Deluxe Air RCT“ gefahren. Als Laufräder kamen, wie der Ausstattungsname schon verrät, die neuen Santa Cruz Reserve Carbon-Laufräder zum Einsatz. Der Carbon-Lenker kommt ebenfalls von Santa Cruz und ist mit 800 mm mächtig breit. An der Front arbeitet eine RockShox Lyric RCT3 Federgabel, geschaltet wird mit der XX1 Eagle aus dem Hause SRAM. Für mächtig Verzögerung sorgt die neue SRAM Code Bremse, die allerdings nur mit 180 mm großen Bremsscheiben an Front und Heck auskommen muss. Die Reifenkombination aus Maxxis Minion DHF und DHR II ist einem abfahrtsorientierten Enduro definitiv angemessen. Einen weiteren Plus-Punkt sammelt Santa Cruz mit der an die Rahmengröße angepassten Länge der versenkbaren Sattelstütze.

Die hauseigenen Carbonfelgen mit Namen „Reserve“ schlagen mit einem Aufpreis von 1.200 $ zu Buche
# Die hauseigenen Carbonfelgen mit Namen „Reserve“ schlagen mit einem Aufpreis von 1.200 $ zu Buche
Für Verzögerung sorgt die ...
# Für Verzögerung sorgt die ...
... sorgt die mächtige SRAM Code Bremsanlage
# ... sorgt die mächtige SRAM Code Bremsanlage - Die in der Standardausstattung allerdings nur auf 180 mm große Bremsscheiben an Front und Heck zurückgreifen kann
Der hauseigene Carbonlenker ist schick und mit 800 mm mächtig breit
# Der hauseigene Carbonlenker ist schick und mit 800 mm mächtig breit

Santa Cruz Nomad 2018 auf dem Trail

Uphill

Gerade in Sachen Uphill hat das Nomad der vierten Generation mit dem Vorgänger einen starken Konkurrenten, denn schon das „alte“ Enduro zeigte sich sehr antriebsneutral und effizient. Wie sich das neue, auf Abfahrt getrimmte Nomad im Vergleich schlägt? Extrem gut! Auf den ersten Touren waren wir mit Stahlfeder-Dämpfer unterwegs und selbst ohne Verwendung des Plattform-Modus wippt der Hinterbau kaum und geht effizient vorwärts. Das minimale Wippen, das sich vor allem im Wiegetritt bemerkbar macht, lässt sich mit der Plattform-Dämpfung sehr gut abstellen. Nochmals besser klettert das Nomad jedoch in Verbindung mit einem Luftfeder-Dämpfer, da dieser noch etwas mehr Rückhalt bietet und weniger wippt.

In technischen Uphills profitiert man vom sensiblen Ansprechverhalten des Hinterbaus, sodass am Hinterrad stets ordentlich Grip bereitsteht. Ein Limit setzt hier eher die Tretlagerhöhe, die vor allem in Verbindung mit einem Stahlfederdämpfer doch das eine oder andere Mal für rege Kontaktaufnahme zwischen Pedal und Fels gesorgt hat. Wer in solchem Gelände bergauf mit Stahlfederdämpfer unterwegs ist, sollte das Nomad in der hohen Geometrie-Einstellung fahren – auch dann kommt man den Felsen gelegentlich noch gefährlich nah. Mit Luftfederdämpfer steht man etwas höher im Federweg, sodass man hier spürbar mehr Bodenfreiheit genießt.

Vollgas auf dem neuen Santa Cruz Nomad
# Vollgas auf dem neuen Santa Cruz Nomad
In hartem Gelände ...
# In hartem Gelände ...
... läuft der Hinterbau zur Höchstform auf
# ... läuft der Hinterbau zur Höchstform auf

Die Sitzposition auf dem Rad ist mit 74,1 / 74,5° steilem Sitzwinkel sehr angenehm. Dank langem Oberrohr hat man stets genügend Druck auf dem Vorderrad, sodass die Front erst spät steigt. Die kleine Übersetzung der 1×12 Schaltgruppe mit 32er Kettenblatt bietet in Verbindung mit dem starken Grip am Heck mächtig Potential, um auch steilste Rampen zu bewältigen. In engen Kehren bekommt man allerdings den flachen Lenkwinkel durch kippeliges Verhalten zu spüren.

Downhill

Bergab ist die Richtung in die das neue Santa Cruz Nomad noch lieber will. Das Bike ist gut ausbalanciert und man fühlt sich in der Abfahrt sofort wohl darauf. Auch wenn die Kettenstreben mit 431 / 430 mm Länge nicht allzu kurz ausfallen, will das Nomad mit genügend Druck auf der Front gefahren werden. Dann geht es um die Kurve geht es wie auf Schienen und gelangt erst spät in den Grenzbereich. Allerdings zeigt sich das Nomad trotz seiner längeren Geometrie, die viel Laufruhe bietet, in engen Kurven nicht gerade träge. Mit aktiver Fahrweise lässt sich das Enduro sehr gut um die Kurve bewegen.

Auch sonst wird das schnelle Enduro gerne aktiv gefahren. Das liegt vor allem daran, dass der Hinterbau genügend Gegenhalt und Support bietet, um Input durch den Fahrer direkt umzusetzen.

Sensibles Ansprechverhalten kombiniert mit genügend Reserven für die großen Späße
# Sensibles Ansprechverhalten kombiniert mit genügend Reserven für die großen Späße
Auch eine gute Portion Verspieltheit ...
# Auch eine gute Portion Verspieltheit ...
... bringt das Nomad mit
# ... bringt das Nomad mit

Das im Uphill angesprochene tiefe Tretlager ist auch in der Abfahrt zu spüren. Dank diesem hat man stets das sichere Gefühl im Rad zu stehen. Gerade die Kombination aus Stahlfederdämpfer und tiefer Geometrie-Einstellung kann das Beschleunigen in technischem Gelände aber zum Nervenkitzel machen. Wir erhöhten die Druckstufe im Dämpfer auf fünf Klicks, wodurch man insgesamt etwas höher im Federweg steht. Die Performance des Coil-Dämpfers hingegen ist erstaunlich. Das sensible Ansprechverhalten sorgt dafür, dass das Hinterrad förmlich am Boden klebt. Trotzdem bietet das Fahrwerk genügend Gegenhalt und sackt auch bei großen Schlägen nicht weg. Bei Fahrfehlern kommt man mit dem Stahlfederdämpfer jedoch etwas schneller am Ende des Federwegs an.

Auch mit Luftfederdämpfer arbeitet der Hinterbau des Nomads sehr sensibel, wenn auch nicht ganz auf dem Niveau wie mit dem Stahlfederdämpfer. Dafür steht man etwas höher im Federweg und kann von mehr Gegenhalt und Feedback vom Untergrund profitieren. Durch die stärkere Endrpogression braucht es beim Luftfederdämpfer noch etwas härtere Schläge als beim Coil-Dämpfer, um den Hinterbau zum Durchschlag zu bringen.

Der Grenzbereich ist erst spät erreicht
# Der Grenzbereich ist erst spät erreicht - und bietet genügend Spielraum um das Nomad wieder auf Kurs zu bringen
Um enge Kurven will das Nomad ...
# Um enge Kurven will das Nomad ...
... aktiv und mit etwas Nachdruck bewegt werden
# ... aktiv und mit etwas Nachdruck bewegt werden

Am Ende kommt es auf die persönliche Präferenz des Fahrers an, welchen Dämpfer er wählt. Wer eine auch auf sehr langen Abfahrten gleichbleibende Performance mit sensiblem Ansprechverhalten und ein am Boden klebendes Hinterrad möchte, der sollte auf den Stahlfederdämpfer setzen. Auch für sehr leichte Fahrer könnte dieser wegen des Ansprechverhaltens eine gute Wahl sein. Ein noch etwas definiertes Fahrverhalten mit etwas mehr Gegenhalt und Durchschlagschutz bekommt man mit dem Luftfederdämpfer.

Eins ist jedoch sicher: der Hinterbau des Nomads ist einer der derzeit potentesten Enduro-Hinterbauten. Geht es in grobem Gelände schnell und hart zur Sache, fühlt man sich dadurch auf dem Enduro enorm sicher. Auch bei hartem Anbremsen bleibt der VPP Hinterbau weiter aktiv. Zum sicheren Gefühl bei hohen Geschwindigkeiten trägt natürlich auch die enorme Laufruhe des Bikes bei. Selbst in steilstem Gelände verhindert der flache Lenkwinkel Überschlagsgefühle.

Bei sehr langen Abfahrten wird selbst die standfeste Code Bremse (zum Test der SRAM Code) in Verbindung mit den 180 mm kleinen Bremsscheiben warm und braucht mehr Handkraft. Bei einem so abfahrtsorientierten Rad würden wir uns 200 mm Bremsscheiben wünschen, zumindest an der Front.

Haltbarkeit

Der schicke Rahmen des Santa Cruz Nomad 2018 ist durch eine Vielzahl von Protektoren geschützt. Dazu zählt der geschraubte Shuttle Guard, Unterrohr-Protektor und Dämpfer-Fender ebenso wie der Kettenstreben-Schutz. Weiterhin ist die lebenslange Garantie zu erwähnen die Santa Cruz sowohl auf die Rahmen als auch auf die eigenen „Reserve“ Laufräder gibt. Nach drei langen Testtagen auf dem Rad können wir über die Langzeithaltbarkeit natürlich keine Aussage treffen – jedoch hatten wir nichts zu beanstanden.

Dann geht es aber wie auf Schienen um die Kurve
# Dann geht es aber wie auf Schienen um die Kurve

Test-Fazit zum Santa Cruz Nomad 2018

Mit dem Santa Cruz Nomad 2018 haben die Kalifornier ein Rad entwickelt das bergab ein enormes Potential hat. Viel Laufruhe und Sicherheit für harte Trails in steilem Gelände sorgen für viel Freude. Die Hinterbau-Performance ist top und überzeugt mit sensiblem Ansprechverhalten und ordentlichem Gegenhalt im mittleren Federwegsbereich. Auch die Option zwischen Luft- und Stahlfederdämpfer wählen zu können, überzeugt. Dazu lässt sich das Enduro trotz der starken Bergab-Eigenschaften angenehm bergauf pedalieren.

Stärken

  • potenter Hinterbau
  • Option auf Stahl- oder Luftfederdämpfer
  • Laufruhe & Sicherheit für harte Strecken

Schwächen

  • tiefes Tretlager bei Stahlfederdämpfer und tiefer Geometrie-Einstellung sorgt für häufigen Boden-Kontakt
Oder aber ab übers Vorderrad
# Oder aber ab übers Vorderrad

Testablauf mit dem Santa Cruz Nomad 2018

Wir haben das neue Santa Cruz Nomad 2018 auf den vielseitigen Trails in den Seealpen getestet. Dabei nahmen wir die besten Trails von Sospel (Frankreich) bis Molini (Italien) unter die Stollen, wobei uns von schnellen, harten Trails über technische Spitzkehren bis hin zu flowigen Trails mit kleinen Sprüngen so ziemlich alles erwartete – Spot-Check folgt.

Testerprofil ausklappen

Testerprofil

  • Testername: Sebastian Beilmann
  • Körpergröße: 174 cm
  • Gewicht (mit Riding-Gear): 68 kg
  • Schrittlänge: 81 cm
  • Armlänge: 63 cm
  • Oberkörperlänge: 56 cm
  • Fahrstil: Verspielt
  • Was fahre ich hauptsächlich: Trail, Enduro, Park
  • Vorlieben beim Fahrwerk: recht straff mit Progression
  • Vorlieben bei der Geometrie: relativ flacher Lenkwinkel, kurze Kettenstreben, langes Oberrohr mit kurzem Vorbau

Ordentlich Reserven ...
# Ordentlich Reserven ...
... für grobes und steiles Gelände
# ... für grobes und steiles Gelände
Präzises Fahrverhalten für enge Trails
# Präzises Fahrverhalten für enge Trails

Weitere Informationen zum Santa Cruz Nomad 2018

Webseite: www.santacruzbicycles.com
Text & Redaktion: Sebastian Beilmann | MTB-News.de 2017
Bilder: Sven Martin, Gary Perkin

  1. benutzerbild

    525Rainer

    dabei seit 09/2004

    [QUOTE="monkey10, post: 14742276, member: 89803"
    Wer sich aber ein 12-13 kg Enduro für sehr lange und intensive Touren/AlpX in den Bergen wünscht - oder einen reinen DHler - der wird vielleicht nicht glücklich...[/QUOTE]

    nach all den vorteilen die du aufzählst kann ich das nicht nachvollziehn. was ist der nachteil auf langen touren?
  2. benutzerbild

    monkey10

    dabei seit 05/2007

    525Rainer
    monkey10
    Wer sich aber ein 12-13 kg Enduro für sehr lange und intensive Touren/AlpX in den Bergen wünscht - oder einen reinen DHler - der wird vielleicht nicht glücklich...
    nach all den vorteilen die du aufzählst kann ich das nicht nachvollziehn. was ist der nachteil auf langen touren?
    Das Nomad ist für einen Light-FR sehr gut tourentauglich. Für meinen Einsatzbereich auch für längere Expeditionen in den Bergen geeignet. Ich habe aber einfach das Gefühl, dass manche in dieser Preisklasse ein andere Vorstellungen haben ;).

    War in meiner Testphase mit einem Freund unterwegs, der mit seinem Stumpjumper & abgefahrenen Nobby Nic bergauf ein flotteres Tempo bei seiner 600-900 hm Hausrunde vorlegt als ich es von meinem Freundeskreis gewohnt bin. Bergab ist er ebenso flott. Braucht aber für seine S0 bis S1 Trails mit ein paar Jumps sowie auch Asphalt- und Forststraßenanteil einfach nicht mehr als ein Allmountain. Hin und wieder ist er in einem Bikepark und 1x pro Jahr macht er einen AlpX mit 2000 hm/d. Er liebäugelt auch mit einem potenteren Bike, das Nomad war aber einfach für ihn zu schwerfällig bergauf. Daher meine Aussage...

    Wobei mit Luftdämpfer, leichten Reifen und ohne Variostütze bekäme ich das Nomad auch unter 13 kg :D

    Downhillalex02
    so haben sie auch alle beim Nomad 3 geschrieben.
    Warte ab bis zum Nomad 5, das kickt dich dann komplett
    Haha.. hab das auch schon irgendwo gelesen :D. Gibt sicher viele gute Räder. Und hoffentlich immer wieder weiteren Fortschritt... ;)

    Zum Glück fahre ich meine Bikes ja sehr lange. Ich teste nur sehr gerne :)
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  4. benutzerbild

    mw.dd

    dabei seit 07/2006

    monkey10
    Und hoffentlich immer wieder weiteren Fortschritt...
    Das Fahrrad zum Selbertreten ist ausentwickelt. Das wird nicht mehr besser, nur noch anders.
  5. benutzerbild

    rgb-trailhunter

    dabei seit 10/2013

    wie sieht denn die Langzeiterfahrung der V4 Besitzer aus?
    Stahl/Luft würde mich auch noch interessieren..

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