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Beim Weltcup in Mont-Sainte-Anne konnte Dean Lucas einen sensationellen zweiten Platz belegen
Beim Weltcup in Mont-Sainte-Anne konnte Dean Lucas einen sensationellen zweiten Platz belegen - unterwegs war er auf einer brandneuen Version des Intense 29er-Prototypen. Wir haben uns sein Intense P4 29 näher angeschaut!
Dean Lucas und Jack Moir sind in Mont-Sainte-Anne auf neuen Versionen des Intense 29er-Prototypen an den Start gegangen
Dean Lucas und Jack Moir sind in Mont-Sainte-Anne auf neuen Versionen des Intense 29er-Prototypen an den Start gegangen - die Varianten P4 (Dean Lucas) und P5 (Jack Moir) unterscheiden sich vor allem hinsichtlich der Geometrie zu den Vorgängern.
Zum Vergleich: Auf diesem Bike war Jack Moir bislang unterwegs. Auffällig ist vor allem das gerade Unterrohr an der alten Version
Zum Vergleich: Auf diesem Bike war Jack Moir bislang unterwegs. Auffällig ist vor allem das gerade Unterrohr an der alten Version - die neue Version hat ein geschwungenes Unterrohr, das noch von den Prototypen des aktuellen Downhillers M16 übrig war. Dadurch konnte Intense an den neuen Versionen P4 und P5 nun unterschiedliche Größen realisieren.
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Am Hinterbau experimentiert Intense nach wie vor hinsichtlich der optimalen Länge der Kettenstreben
Am Hinterbau experimentiert Intense nach wie vor hinsichtlich der optimalen Länge der Kettenstreben - genaue Angaben wollte das Team nicht machen. In den Pits haben wir aber definitiv mehrere Ausführungen entdeckt …
Die neue Version von Dean Lucas' Bike ist 10 mm kürzer als der Vorgänger
Die neue Version von Dean Lucas' Bike ist 10 mm kürzer als der Vorgänger - der 1,78 m große Australier bevorzugt insgesamt ein kürzeres Bike und fühlt sich auf dem neuen Rahmen nun deutlich wohler.
Zuvor waren an den Prototypen von Dean und Jack dieselben Oberrohre verbaut
Zuvor waren an den Prototypen von Dean und Jack dieselben Oberrohre verbaut - um den Reach zu vergrößern hat der 1,93 m große Jack Moir deshalb zu einem speziellen Headset gegriffen.
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Am Aluminium-Prototypen lassen sich kleine Experimente wie in den Rahmen integrierte Bumper für die Federgabel ohne großen Aufwand realisieren
Am Aluminium-Prototypen lassen sich kleine Experimente wie in den Rahmen integrierte Bumper für die Federgabel ohne großen Aufwand realisieren - so kann das Team alle Varianten realisieren und im Renneinsatz testen, bevor die Rahmen möglicherweise in Serienproduktion gehen.
An Bord des neuen Intense P4 29 konnte Dean Lucas in Mont-Sainte-Anne sein bestes Karriereergebnis einfahren
An Bord des neuen Intense P4 29 konnte Dean Lucas in Mont-Sainte-Anne sein bestes Karriereergebnis einfahren - er profitierte vom einsetzenden Regen und konnte nur vom Amerikaner Aaron Gwin geschlagen werden. Doch unabhängig von der finalen Platzierung scheint es so, als ob der neue Prototyp des Intense 29ers für den Australier gerade aufgrund der angepassten Größe besser zu funktionieren scheint als der Vorgänger. Wir sind auf die nächsten Versionen gespannt!

Vor kurzem haben wir das spannende Arbeitsgerät von Jack Moir ausführlich vorgestellt. Mittlerweile sind der Australier und dessen Teamkollege Dean Lucas auf neuen Entwicklungsstufen des Intense 29er-Prototypen unterwegs. Wir haben dem Intense Factory Racing-Team beim Weltcup in Mont-Sainte-Anne einen Besuch abgestattet und uns die Version P4 angeschaut, auf der Dean Lucas einen sensationellen 2. Platz im regnerischen Finale belegt hat. 

Arbeitsgerät: Intense P4 29 von Dean Lucas

  • Fahrer: Dean Lucas (1,78 m)
  • Rahmen: Intense P4 29, Prototyp, Aluminium, Größe M
  • Federweg: 180 mm / 200 mm
  • Fahrwerk: RockShox Boxxer World Cup / RockShox Super Deluxe Coil
  • Laufräder: Enve M90 / 29″ / Carbon
  • Reifen: Maxxis Minion DHF / Maxxis Minion DHR II
  • Lenker: Enve Minnaar Bar 2
  • Bremsen: SRAM Code
  • Schaltung: SRAM X01 DH
Beim Weltcup in Mont-Sainte-Anne konnte Dean Lucas einen sensationellen zweiten Platz belegen
# Beim Weltcup in Mont-Sainte-Anne konnte Dean Lucas einen sensationellen zweiten Platz belegen - unterwegs war er auf einer brandneuen Version des Intense 29er-Prototypen. Wir haben uns sein Intense P4 29 näher angeschaut!
Dean Lucas und Jack Moir sind in Mont-Sainte-Anne auf neuen Versionen des Intense 29er-Prototypen an den Start gegangen
# Dean Lucas und Jack Moir sind in Mont-Sainte-Anne auf neuen Versionen des Intense 29er-Prototypen an den Start gegangen - die Varianten P4 (Dean Lucas) und P5 (Jack Moir) unterscheiden sich vor allem hinsichtlich der Geometrie zu den Vorgängern.
Zum Vergleich: Auf diesem Bike war Jack Moir bislang unterwegs. Auffällig ist vor allem das gerade Unterrohr an der alten Version
# Zum Vergleich: Auf diesem Bike war Jack Moir bislang unterwegs. Auffällig ist vor allem das gerade Unterrohr an der alten Version - die neue Version hat ein geschwungenes Unterrohr, das noch von den Prototypen des aktuellen Downhillers M16 übrig war. Dadurch konnte Intense an den neuen Versionen P4 und P5 nun unterschiedliche Größen realisieren.
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Bis zum Rennen in Mont-Sainte Anne waren Dean Lucas und sein Teamkollege Jack Moir auf den Versionen P2 und P3 des 29er-Prototypen von Intense im Weltcup unterwegs. Beide Versionen haben sich dasselbe vordere Rahmendreieck geteilt und waren hinsichtlich der Kinematik identisch. Allerdings war Jack Moir mit einem speziellen Headset unterwegs, das den Reach um einige Millimeter verlängert hat. Außerdem haben sich die Hinterbauten der beiden Prototypen in Länge und Gewichtsverteilung voneinander unterschieden, wenngleich Intense keine näheren Angaben zu genauen Details machen wollte.

Beim Weltcup Nummer 6 sind Dean Lucas und Jack Moir nun auf neuen Versionen des Intense 29er-Prototypen an den Start gegangen. Beide Varianten – P4 für Dean Lucas, P5 für Jack Moir – rollen weiterhin auf großen 29″-Laufrädern aus dem Hause Enve, sind aus Aluminium gefertigt und haben 200 mm Federweg am Heck. Auch hinsichtlich des Federungssystems fallen die Veränderungen zu den vorherigen Versionen wenn überhaupt extrem gering aus. Allerdings haben die neuen Varianten ein geschwungenes Unterrohr. Hier konnte das Team auf Unterrohre der Aluminium-Prototypen des Intense M16 zurückgreifen.

Außerdem hat diese Veränderung bewirkt, dass die beiden Australier nun unterschiedliche Rahmengrößen fahren können: Der Prototyp von Dean Lucas (1,78 m) hat einen etwa 15 mm kürzeren Reach als die Variante P5 von seinem 1,93 m großen Teamkollegen Jack Moir. Im Vergleich zu dem Prototyp P3, den Dean Lucas bis dato gefahren ist, ist der Prototyp P4 10 mm kürzer geworden. Diese Veränderung kommt Dean Lucas sehr entgegen, weil er insgesamt ein nicht allzu großes Bike bevorzugt. Durch das nun längere Ober- und Unterrohr am Prototyp P5 von Jack Moir kann dieser sich außerdem das Reach Adjust-Headset sparen. Am Steuerrohrbereich von Dean Lucas’ P4 29 waren außerdem Vorrichtungen für Gabel-Bumper montiert, die jedoch nicht zum Einsatz kamen. Dadurch, dass Intense die Prototypen direkt im Firmensitz in Kalifornien zusammenschweißt, kann das Team jedoch auch mit solchen Kleinigkeiten wie der optimalen Kabelverlegung und dem Gabelanschlag relativ unkompliziert rumexperimentieren und die Vor- und Nachteile der verschiedenen Ansätze testen.

Am Hinterbau experimentiert Intense nach wie vor hinsichtlich der optimalen Länge der Kettenstreben
# Am Hinterbau experimentiert Intense nach wie vor hinsichtlich der optimalen Länge der Kettenstreben - genaue Angaben wollte das Team nicht machen. In den Pits haben wir aber definitiv mehrere Ausführungen entdeckt …
Die neue Version von Dean Lucas' Bike ist 10 mm kürzer als der Vorgänger
# Die neue Version von Dean Lucas' Bike ist 10 mm kürzer als der Vorgänger - der 1,78 m große Australier bevorzugt insgesamt ein kürzeres Bike und fühlt sich auf dem neuen Rahmen nun deutlich wohler.
Zuvor waren an den Prototypen von Dean und Jack dieselben Oberrohre verbaut
# Zuvor waren an den Prototypen von Dean und Jack dieselben Oberrohre verbaut - um den Reach zu vergrößern hat der 1,93 m große Jack Moir deshalb zu einem speziellen Headset gegriffen.
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Am Aluminium-Prototypen lassen sich kleine Experimente wie in den Rahmen integrierte Bumper für die Federgabel ohne großen Aufwand realisieren
# Am Aluminium-Prototypen lassen sich kleine Experimente wie in den Rahmen integrierte Bumper für die Federgabel ohne großen Aufwand realisieren - so kann das Team alle Varianten realisieren und im Renneinsatz testen, bevor die Rahmen möglicherweise in Serienproduktion gehen.

Beim Hinterbau ist das Intense Factory Racing-Team laut Mechaniker Chappy Fiene nach wie vor in der Experimentierphase. In den Pits in Mont-Sainte-Anne lagen jedenfalls zahlreiche Hinterbauten rum, die sich bei näherem Hinsehen durchaus voneinander unterschieden haben. Zu den genauen Details wollte das Team noch immer keine Angabe machen – man kann jedoch davon ausgehen, dass hier noch immer mit der optimalen Kettenstrebenlänge experimentiert wird.

Weitere auffällige Veränderungen im Vergleich zum Intense P2 29 von Jack Moir sind die Bereifung – Dean Lucas fährt am Enve-Hinterrad einen Maxxis Minion DHR II – und die Federgabel. In Mont-Sainte-Anne waren beide australischen Teamfahrer auf der luftgefederten RockShox Boxxer World Cup unterwegs. Außerdem ist Dean Lucas mit der neuen Variante der SRAM Code-Bremse an den Start gegangen. Die SRAM X01 DH-Schaltung und die restlichen Anbauteile waren hingegen weitgehend identisch.

An Bord des neuen Intense P4 29 konnte Dean Lucas in Mont-Sainte-Anne sein bestes Karriereergebnis einfahren
# An Bord des neuen Intense P4 29 konnte Dean Lucas in Mont-Sainte-Anne sein bestes Karriereergebnis einfahren - er profitierte vom einsetzenden Regen und konnte nur vom Amerikaner Aaron Gwin geschlagen werden. Doch unabhängig von der finalen Platzierung scheint es so, als ob der neue Prototyp des Intense 29ers für den Australier gerade aufgrund der angepassten Größe besser zu funktionieren scheint als der Vorgänger. Wir sind auf die nächsten Versionen gespannt!

Der bisherige Erfolg des Intense P4 29 von Dean Lucas kann sich jedenfalls sehen lassen: Beim regnerischen Finale profitierte der Australier vom einsetzenden Regen und belegte letzten Endes direkt hinter dem Amerikaner Aaron Gwin den 2. Platz. Sein Teamkollege Jack Moir fuhr im strömenden Regen letztlich auf Platz 8. Außerdem holte sich Intense Factory Racing die Auszeichnung für das Team des Tages. In der Gesamtwertung läuft es für Dean (Platz 12) und Jack (Platz 5) ebenfalls nach Plan. Wir sind sehr gespannt, wie sich das interessante 29er-Projekt von Intense weiterentwickeln wird!


Weitere Informationen

Webseite: www.intensecycles.com
Text & Redaktion: Moritz Zimmermann | MTB-News.de 2017
Bilder: Moritz Zimmermann

Hier findest du weitere Arbeitsgeräte von den Stars der Mountainbike-Szene:

  1. benutzerbild

    xMARTINx

    dabei seit 12/2006

    So sahen die Nähte auch aus [emoji23]
  2. benutzerbild

    Muckal

    dabei seit 11/2011

    xMARTINx schrieb:
    So sahen die Nähte auch aus [emoji23]


    Stimmt, man weiß ja, dass der Mexikaner als solcher nicht schön schweißen kann :rolleyes:
  3. Anzeige

  4. benutzerbild

    foreigner

    dabei seit 04/2009

    Plumpssack schrieb:
    naja es gab so gut wie nie DH Bikes die hinten weniger FW hatten. Ein Commencal fällt mir da ein, sonst keins.

    Santa und Intense hatten hinten meist deutlich über 200


    Naja, der Trend geht ganz klar zu weniger Federweg hinten, weil das auch echte Vorteile bringt. Mir fallen da auch ein paar Bikes mehr ein, von Nicolai G19 (bei dem Chris Porter sogar noch weniger Federweg hinten wollte) über das neue Transition bis zum Kona.
    Auch die großen wie Trek haben reduziert. Das "alte" Session hatte noch 210mm, das neue hat 200mm auch bei 27.5. Und selbst die, die noch viel haben wie ein Santa V10, hatten mal mehr (von den 10 Zoll Federweg, nach denen es noch benannt ist, ist man ja inzwischen weit weg.) Kurz, die Federwege hinten gehen seit Jahren zurück und der Standard sind inzwischen 200mm, wie es hier das 29er ja auch hat. (Warum also vorne weniger?)

    Eigentlich geht es bei der Reduzierung des Heckfederwegs darum, den Negativfederweg zu reduzieren. Der "aktive Federweg" bleibt gleich. Der Sinn ist, dass Bikes in steilen Passagen und beim Bremsen konstanter in der Geometrie bleiben und hinten nicht so stark aus dem Hub gehen können. Damit hat man beim Bremsen oder auf sehr steilen Passagen/Strecken eine bessere Geo.
    Dieser Punkt wurde bei einigen Bikes, die recht viel (Negativ-)Federweg haben, in ausführlicheren Testberichten auch bemängelt. Beispielsweise beim Intense M16 oder auch beim V10. (beispielsweise bei der dirt)

    Ich denke auch, dass Federwege hinten von deutlich über 20cm auch bei kleineren Laufrädern aussterben. Die oben genannte Überlegung macht einfach Sinn. An der Gabel hingegen, in die die Stöße als erstes ballern und bei der auch der Körper weniger "Federweg" hat und sich deutlich anstrengender abstützen muss, macht mehr Federweg einfach Sinn.


    @xMARTINx : Woher ist die Info mit Brunis Gabel? Höre ich zum ersten mal.
  5. benutzerbild

    xMARTINx

    dabei seit 12/2006

    Stand irgendwo bei den Fotos aus den Pits
  6. benutzerbild

    pat

    dabei seit 01/2002

    foreigner schrieb:
    Naja, der Trend geht ganz klar zu weniger Federweg hinten

    Siehe auch Enduro, 160 vorne und 150 hinten hat sich als Standard bei 29ern etabliert. Mehr ist hinten die Ausnahme, einige noch weniger.

    Ich denke, aktuelle Geos tragen ihren Teil dazu bei. Kurze Bikes ist man hecklastig mit viel Federweg und Sag hinten gefahren. Lange Front-Center werden zentraler, mit mehr Druck auf der Front gefahren.

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