Tipp: du kannst mit der Tastatur blättern
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Es ist mal wieder Eurobike und alle gehen hin. Alle? Nein nicht mehr alle, einige der Großen in der Radbranche haben der Eurobike aus verschiedensten Gründen den Rücken gekehrt. Die entstandenen Lücken wurden durch neue Aussteller gefüllt. Besonders die neue E-Mobilität lässt die Messe eher wachsen als schrumpfen. Darum spielen in diesem Jahr die Produkte rund ums E-Bike eine genauso große Rolle im Award wie die rund ums analoge Rad. Der neue Hype rund um die Elektrizifierung des Radsports beansprucht mittlerweile die Hälfte des Platzangebots der Messe für sich. Nichtsdestotrotz wird die Messe nicht langweiliger.

Die pinke Banane ist Vergangenheit. Die Suche nach Produkten, die interessant, innovativ und anders sind, es aber nicht in den Fokus der medialen Aufmerksamkeit schaffen, ist erwachsen geworden. Was vor Jahren als Kuriositätenbeschau angefangen hat, endet nun in der Faszination für tolle Ideen. Ab diesem Jahr verleihen wir nun deshalb den Muschi-Award, der sowohl Produkte aus dem konventionellen Radbereich als auch den E-Bike-Bereich umfasst.

12. Platz: Vello Bike

Ich höre die ersten stöhnen! Da packt die Muschi ein Klapprad in den Award und dann auch noch mit E-Antrieb. Jedoch ist das, was auf den ersten Blick total banal und gewöhnlich ausschaut, auf den zweiten und dritten Blick sehr interessant. Im Gegensatz zu den vielen anderen Klappgerätschaften in den „Asienhallen“ der Eurobike haben wir hier ein Produkt, in das seit 7 Jahren eine Menge Hirnschmalz fließt. Valentin Vodev, der Kopf der Idee, entwickelte die ersten Gedanken zu einem besseren Klapprad in 2010 bei einen Radtrip auf Kuba. Jetzt, sieben Jahre später, ist er in der Lage ein gutes Serienprodukt mit ausgereifter Technik auf den Markt zu bringen.

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Wie bekommt man ein Rad möglichst klein zusammengefaltet? Lösungen zu klappbarer Gabel und klappbaren Lenkern waren schnell gefunden, Highlight jedoch ist der klappbare Hinterbau. Oberhalb der Sitzstreben wird der ganze Hinterbau über ein selbst verschließendes Magnetsystem gehalten, in dem auch noch ein Elastomer zur Hinterbaufederung verbaut ist.

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Die von uns vorgestellte E-Version besitzt neben einem Zweigang-Schlumpfgetriebe auch Scheibenbremsen und ein integriertes Rücklicht. Der E-Antrieb mit Batterie sitzt in der Hinterradnabe und ist sowohl selbstladend als auch über ein Ladegerät innerhalb von 3 Stunden zu laden. Der Antrieb verbindet sich über einen schmutz- und wartungsfreien Riemenantrieb mit der Kurbel.

Natürlich gibt es das Vello Bike auch konventionell angetrieben in verschiedenen Varianten zu kaufen, beginnend bei 990 € bis zur E-Version für 2.690 €.

11. Platz: Selle Esse

Der Kauf eines Sattels ist eine ganz persönliche Angelegenheit. Sehr viele Gegebenheiten beeinflussen die Dauer der Beziehung, die man zu seinem Sattel eingeht. Zwei Dinge beeinflussen diese Beziehung nachhaltig, die richtige Position, die ein Sattel auf dem Rad haben muss und die anatomischen Voraussetzungen, die der Fahrer mitbringt. Das zu wissen, kann es dem Einzelnen einfach machen, die Sattelliebe seines Lebens zu finden. Der Andere wird sie trotz anstrengender Suche niemals finden, so wie im wahren Leben.

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Partnersuche definiert sich anfangs durch die Attraktivität seines Gegenübers. Somit hat der Selle Esse Sattel Wood in meiner Gunst schon mal gewonnen. Die Walnuss-Satteldecke macht diesen Sattel zu etwas ganz Einzigartigem. Jede CNC-gefräste Satteldecke ist mit ihrer Maserung ein Einzelstück. Fast zu schön zum Fahren und für Liebhaber des Besonderen eine Augenweide. Das eingearbeitete Aluminiumnetz gewährleistet, dass der Sattel nachgeben kann, ohne zu reißen. Die Kunststoff-Unterkonstruktion gibt der Satteldecke den nötigen Halt. Es gibt ihn sowohl mit Carbon- als auch Stahlstreben.

Der Sattel hat die Maße 275 mm x 135 mm und kostet 199 € für die Version mit Stahlstreben.

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10. Platz: O-Synce

Ich setze den Helm mit diesem komischen, kleinen Bildschirm auf. In meinem Kopf werden die Sience Fiction Filme meiner Jugend Realität. Das 4Vision von der Firma O-Synce geht einen visuell neuen Weg. Sie entwickelten ein Heads-up-Display, das – aufgepasst! ich habe ein neues Wort gelernt – Augmented Reality für Radsportler ermöglicht.

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Neunzehn Gramm verschaffen meinem rechten Auge eine Bild-in-Bild-Situation. Ab nun brauche ich nicht mehr auf den Radcomputer an meinem Lenker zu achten: nein, ich habe die Informationen direkt vor Augen. Wasserdicht, gut lesbar mit einer Akkulaufzeit von bis zu 400 Stunden, das sind die Eckdaten des 4Vision. Das Head-up-Display lässt sich mit verschiedensten Fahrradcomputern und Handys koppeln. Über eine App ist es von Handy steuerbar und über Drittanbieterapps wie Strava lassen sich dann auch noch Daten sammeln.

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Jedoch ist die neue Welt gewöhnungsbedürftig. Für mich als alternden Herrn war es anfangs verwirrend, diesen kleinen Bildschirm vor Augen zu haben. Ich sehe für das Gerät eher die Zukunft auf der Straße als im Gelände, wo immer maximale Aufmerksamkeit gefordert ist.

Das Ganze ist für einen Preis von 129,90 € zu haben.

9. Platz: Ruff Cycles

An mir fährt ein Bartträger mit Kutte vorbei. Die Fransen hängen ihm fettig von der Jacke herab. Seine Patches auf der Kutte erzählen uns aus seinem Leben. Jedoch ist es kein Altmetall aus Milwaukee, das an mir lautlos vorbeizieht. Ich bin wegen der Geräuschkulisse irritiert, und was auf den ersten Blick wie ein Altrocker aussieht, ist in Wirklichkeit ein ökologische wertvoller Großstadtrocker beim veganen Motorradfahren. E-Bike fahren liegt voll im Trend, nicht nur hier auf der Messe und schon lange ist das E-Bike ein Ausdruck von Urbanität. Ruff Cycles setzt all dem die Krone auf mit dem „Ruffian“.

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Die Mixtur aus urbanen Lifestyle, Radfahren und Chopper-Style hätte man wohl nicht besser in Szene setzen können, als mit diesem Prachtexemplar. Perfekt posen vor der Eisdiele leichtgemacht. Mit der Devise „klotzen, nicht kleckern“ haben es Ruff Cycles verstanden, das Thema Low Rider auf das E-Bike herunterzubrechen. Das kostete einige Anstrengung. Die Reifen werden extra für das Ruffian hergestellt, der Bosch-Motor ist der Stärkste auf dem Markt. Der Riemenantrieb ist erst seit kurzem möglich, da es diese Längen vorher nicht gab. Eine NuVinci-Nabe ist für die stufenlose Schaltung zuständig.

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Außer Frage steht, dass dieses Gefährt sein Gewicht und seinen Preis hat. 33 Kilogramm wollen bewegt werden, womit der 500w Bosch Motor jedoch locker umgehen kann. Mit ihm sind bis zu 90 km Reichweite möglich und eine volle Akkuladung benötigt 3,5 Stunden.

Der Preis bewegt sich bei 5.500 € für das kettenangetriebene Modell und 5.850 € für das mit Riemenantrieb.

8. Platz: Sahmurai S.W.O.R.D.

Wer kennt dieses Gepansche nicht, wenn unser tubeless-System versagt, weil das Loch im Reifen so groß ist, dass die eingefüllte Milch es nicht mehr abdichten kann? Im Regelfall endet dies dann in einer Riesensauerei beim Versuch, einen Schlauch in den Mantel einzuziehen. Glücklich die, die einen Bachlauf in der Nähe oder Einweghandschuhe dabei haben. Im Rennen raubt es dazu viel Zeit. Das ist nun vorbei! Der Ex-Rennfahrer Stefan Sahm hat vor zwei Jahren mit seiner Firma Sahmurai S.W.O.R.D das Tubeless Plug Kit entwickelt, mit dem man sofort eine Schadstelle im Tubeless-Reifen flicken kann – der Clou daran ist die praktische Aufbewahrung: Statt die spitzen Werkzeuge im Rucksack mitführen zu müssen, werden sie einfach als Endstopfen am Lenker aufbewahrt.

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Nachdem man den Ursprung des Reifenschadens entfernt hat (falls sich dieser noch im Reifen befindet), man das Loch mit der Feile gesäubert und auf die richtige Größe angepasst hat, wird der Plug mit Hilfe der Gabel in der defekten Stelle platziert. Während man die Gabel wieder entfernt, verbleibt der Plug im Reifen und verschließt so das entstandene Loch. Die Enden des Plugs können bei Bedarf abgeschnitten werden.

Aufbewahrt wird das Ganze in den Lenkerenden als Endstopfen. Tauglich sind diese Stopfen für Lenkerinnendurchmesser von 17mm-21mm und ist für 29.90 € zu erwerben.

7. Platz: Carla Cargo

In Tagen von Dieselskandal und Diskussionen über Luftverschmutzung in Städten gewinnt das E-Bike eine immer größer werdende Bedeutung in der Verkehrsplanung. Jedoch sind Ideen zu alternativen Transportsystemen noch selten. Ein Ansatz, mit diesem Problem umzugehen, bietet die Firma Carla Cargo an.

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Die Idee eines Trailers, der mehr ist als nur ein Fahrradanhänger, steckt hinter der Entwicklung. Heraus kam ein motorisierter Trailer, der sowohl Radhänger als auch Handwagen sein kann. Ein Trailer mit einer möglichen Zuladung von 150 kg zu entwickeln, muss pragmatisch angegangen werden. So kommt der Trailer zum einen mit einem 250W Pedelec Elektroantrieb daher und bietet dazu auch noch eine integrierte mechanische Auflaufbremse zur vorhandenen Handbremse an. Der Motor unterstützt im Radbetrieb bis 25 km/h und im Handbetrieb bis 6 km/h.

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Der StVO-zugelassene Trailer bietet vielfältige Möglichkeiten des Ausbaus und ist auch in einer Version ohne E-Antrieb erhältlich.

Die Preise für den Trailer betragen in der E-Motor Version 3999 € und in der normalen Version 2399 €.

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6. Platz: Tune Linientreu

Nach dem Tune im letzten Jahr mit dem „Spurtreu“ schon gezeigt hat, dass Tune mehr kann als nur Tuningteile bauen, kommt jetzt das „Linientreu“ auf den Markt. Der Anspruch war ein Werkzeug zu bauen, um das Einstellen der Schaltung kinderleicht zu gestalten. Das „Linientreu“ wird an der Hinterradachse montiert und über einen Präzionslaser ist die Schaltung auch für jeden Laien einstellbar.

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Beim gezeigten Werkzeug handelt es sich noch um einen Prototyp. Hier wird das Serienprodukt optisch nochmal sehr stark abweichen. Der Arm wurde nun vollkommen überarbeitet und deckt nun alle möglichen Kombinationen bis zur 12fach Eagle ab. Natürlich und selbstverständlich ist der Linientreu „Made in Germany“.

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5. Platz: Ghost Bikes

Ups, wie kommt so ein Großer in der Branche zu einem Muschi Award? Weil es hier eine Neuheit gibt, die von den vielen anderen bei Ghost überdeckt wird. Ghost hat es als erster Hersteller verstanden, dem Kundenwunsch folgend, ein Bike auf den Markt zu bringen, das rundum so ausgestattet ist, um sofort auf große Bikepacking-Tour zu gehen.

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Das Ghost Roket X lässt keine Wünsche offen. Ausgestattet mit einem 12 Gang Piniongetriebe, Dynamo-Nabe, USB-Ladefunktion und Teleskopsattelstütze verfügt es schon über eine gute sorgenfreie Grundausstattung. Dazu verfügt das von Ghost entwickelte AMR Packsystem über den nötigen Stauraum am Rad. Der Rahmen des Roket ist aus Aluminium mit einer modernen Geometrie und 27,5 Zoll großen 2.8 Zoll breiten Bereifung, die auch einen Umbau auf 29 Zoll zulässt.

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Die AMR Packtaschen glänzen durch ihr halterloses Packsystem, welches auch an jedes andere MTB angebracht werden kann. Wasserdichte Innentaschen gewährleisten, dass die Taschen bei jedem Wetter ideal genutzt werden können. Durch den AMR Rucksack können die Taschen im ruppigen Gelände auch demontiert werden und am Rucksack befestigt werden. Nun kann man die Abfahrt ohne Rücksicht auf Verluste genießen.

Der dazu gehörige Preis von 3.499 € ist dazu eine echte Kampfansage.

4. Platz: Portus Cycles

Unauffälliger geht nimmer! Und hinge an diesem Award nicht ein Kickstarter-Projekt namens Krowd Karl dran, hätte ich es zu hundert Prozent übersehen.

Wie kann man ein bereits fast sorgenfreies Produkt noch besser machen? Indem man es vor Zerstörung schützt. In diesem Fall ist das zu schützende Edelstück ein Pinion-Getriebe. Teuer wird es, wenn der Rockgarden das Gehäuse einer solch teuren Komponente zerstört. Ein Pinion-Getriebe hat zwar schon deutlich mehr Bodenfreiheit als eine gewöhnliche Kettenschaltung, aber manchmal ist viel eben nicht genug. Dann setzt das Kettenblatt mitsamt Kette, oder noch schlimmer die Zahnscheibe inkl. Riemen auf, und leitet im schlimmsten Fall Kräfte an die Abtriebswelle weiter.

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Die Idee stammt von André Joffroy von Velocita Bikes aus Erlangen, Alex Clauss von der Firma Portus Cycles entwickelte daraufhin den p-guard. Gänzlich inkognito hinter dem Kettenblatt oder der Riemenscheibe montiert und doch mit so viel Überstand, dass es selbige schützt.

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Aktuell gibt es nur 3D-gedruckte Prototypen. An der Form wird noch leicht gefeilt, aber noch dieses Jahr wird der p-guard erhältlich sein. Vorerst nur in schwarz und silber eloxiert, aber Sonderfarben sind nur eine Frage der Zeit. Das Ding besteht zwar nicht aus Luft, bringt aus Aluminium aber keine 40 g auf die Waage und wird in zwei Varianten, jeweils für P- und C-Linie, erhältlich sein.

Preislich wird der Halbmond voraussichtlich bei 40 € liegen und ist kompatibel mit Kettenrädern und Zahnscheiben bis 32 Zähnen. Selbstverständlich wird das Teil, wie das Getriebe selbst, in Deutschland gefertigt.

3. Platz: Industry Nine

Auf der Rückseite einer Ausstellungswand versteckt Industry Nine eine perfekte Umsetzung des Themas Systemintegration. Ein Werkzeug, das verborgen in einer Steckachse mitgeführt werden kann, ist schon spektakulär.

Als ich mir die vielfältigen Kombinationen des Industry Nine Matchstix vorführen lasse, habe ich immer einen Ingenieur vor Augen, der in seiner Freizeit seiner Zauberwürfelsucht frönt. Es war wohl viel Gehirnschmalz nötig, um das Tool so kompakt unterzubringen und den Griff so vielfältig wie möglich einsetzen zu können. Man mag es kaum glauben, hier wurde sogar ein Kettennieter, verbaut. Dazu gibt es noch Speichenschlüssel und 4-6 Bits je nach Achsstandard.
Das Werkzeug ist für alle gängigen Achsstandards erhältlich und kostet 145 $

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2. Platz: DirtySixer

Große Bikes für große Menschen ist der Ansatz hinter DirtySixer. Eine Geometrie, die auf enormes Längenwachstum ausgerichtet ist, gepaart mit der passenden Laufradgröße – um dem Eindruck entgegen zu wirken, der zwei Meter Hüne würde auf einem Kinderrad sitzen.

Das DirtySixer von Kalifornier David Folch existiert schon länger, doch erst mit einer Kickstarter-Kampagne schaffte er es, eine größere Auswahl seiner 36″-Bikes, unter anderem ein Mountainbike, anbieten können.

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Heraus kam nicht nur ein großes Bike. Sehr große Menschen bringen nicht nur eine körperliche Größe mit, sondern auch ein höheres Gewicht, größere Hebel und Kräfte als der Ottonormalsterbliche. Mit dem DirtySixer wird versucht, diesen Anforderungen Rechnung zu tragen. Neben dem stabilen Rahmen sind deswegen auch die Komponenten auf Haltbarkeit ausgelegt. Kernstück neben dem Rahmen ist deswegen auch die Rohloff Schaltung, die durch ihre Robustheit und Wartungsfreiheit dauerhaften Spaß für die Riesen unter uns garantiert. Der Preis von 8.099 $ folgt dann ebenfalls dem Motto „Think big“.

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1. Platz: Intend

Es gibt Menschen, denen gönnt man einen Preis von ganzem Herzen. Das IBC lebt von kreativen Köpfen und Cornelius Kapfinger alias IBC-User „BommelMaster“, ist einer der kreativsten. Nachdem er mit seiner Upside-Down-Federgabel schon für Aufsehen gesorgt und dann gezeigt hat, dass er mit der Trickstuff „Direttissima“ und „Piccola“ auch zwei leichte und haltbare Bremsen bauen kann, hat er sich nun ganz seinen eigenen Produkten verschrieben. Diese vertreibt er unter seinem eigenen Label Intend.

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Und wie es sich für einen Sieger gebührt, kann ich euch direkt zwei Neuheiten präsentieren. Da ist zum Beispiel Fräsporno zum Verlieben: Der Vorbau „Grace XC“ hat Eckdaten, die keines weiteren Kommentars bedürfen: 78 g mit Titanschrauben, Länge 77 mm, Neigung -7°.

Der hier gezeigte Prototyp steht noch vor seinem Belastungstest, worauf dann eine erste Kleinserie von 11 Stück zum Preis von 169 € folgen wird.

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Dazu gibt es noch einen Steuersatz mit wirklich großen inneren Werten. Wechselt man von der Doppelbrückengabel am Downhiller zu einer gewöhnliche Singlecrowngabel, fällt sofort auf, dass die Doppelbrücke dem Lenker eine viel steifere Basis für einseitige Lasten am Lenker bietet. Das liegt unter anderem daran, dass der Schaft der Singlecrowngabel im und mit dem Steuersatz zu viel Bewegungsfreiheit hat. Cornelius hat mit dem Stiffmaster einen Steuersatz entwickelt, der sich im Steuerrohr abstützt und die Steifheit dadurch um ein Vielfaches erhöht. Dazu ist er noch leicht und formschön und hat mit 79 € einen sehr ansprechenden Preis.

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Das war sie, meine Suche nach den Produkten auf der Eurobike 2017, die Euch vielleicht auch interessieren könnten. Ich hoffe es hat euch unterhalten und vielleicht war etwas dabei, auf dass ihr schon lange gewartet habt. Im nächsten Jahr gibt es den Muschi-Award dann auch schon im Juli, denn der neue Eurobike Termin rutscht terminlich nach vorne.

In diesem Sinne, Think Pink – Eure Muschi

Anmerkung: Für den Inhalt der Artikel aus der Serie “Muschi am Mittwoch” ist der benannte Autor verantwortlich. Die in den Artikeln vertretenen Ansichten und Meinungen spiegeln nicht zwangsläufig die Meinung der Redaktion wider. Für Anregungen und Kritik steht der Autor hier themenbezogen in den Kommentaren und allgemein per privater Nachricht zur Verfügung.




Über den Autor

Muschi

Mario, geboren 1970 und lebt in der Nordeifel. 2 Dinge bestimmen sein Leben. Africa und Radfahren sind seine Passionen. Muschi fährt leidenschaftlich gerne 24H Rennen und das gerne auch mal mit dem falschen Rad. Seine Bikes sind wie seine Texte, etwas anders.

Die neuesten Kommentare
  1. benutzerbild

    portuscycles

    dabei seit 09/2015

    LB Jörg
    Ja fahre ein GPI von Nicolai.
    Bin auch recht viel in steinigen Gelände unterwegs und setze recht häufig auf Felsen auf.
    Der Nicolaischutz ist so das Minimum, aber funktioniert schon richtig gut um Riemenschäden zu vermeiden. Richtig schräge Steine sind halt noch das Problem. Mein Schutz ist auch bald abgenutzt, was aber nicht am Material liegt, das ist nämlich sehr gut, sondern wie gesagt an der Häufigkeit der Verwendung ;)
    Riemen fahre ich schon länger, deswegen weiß ich wie schlimm Steinaufsetzer sich auf Riemen auswirken. Ansich ist er bei scharfen Granit beim ersten Aufsetzer ein Totalschaden.
    Aber wer einmal Riemen Fährt, will nicht mehr wechseln :daumen:

    G.:)
    Danke für die (Langzeit)-Erfahrung. Über welchen Zeitraum reden wir?
    Bei Nicolai sieht das Material stark nach Kunststoff aus, liege ich da richtig?
    Weißt du schon was ein Ersatz-Schutz dich ca. kosten wird?
  2. benutzerbild

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  3. benutzerbild

    LB Jörg

    dabei seit 12/2002

    portuscycles
    Danke für die (Langzeit)-Erfahrung. Über welchen Zeitraum reden wir?
    Bei Nicolai sieht das Material stark nach Kunststoff aus, liege ich da richtig?
    Weißt du schon was ein Ersatz-Schutz dich ca. kosten wird?
    Ja, ist ein sehr stabiler Kunststoff. Mit ganz guten Gleiteigenshaften beim Aufsetzen.
    Fahre das Pinion jetzt die zweite Saison. Dachte eigentlich das ich den Schutz schon eher wechseln muß, da Aufsetzen bei mir zum Programm gehört. Hatte mich nur mal über das Gesamtsystem mit Spanner informiert, was es kosten soll. Habe gerne Ersatz Zuhause liegen und im Urlaub dabei ;)
    War mir aber dann doch zu teuer, für ein Teil das vielleicht nie kaputt geht. Der Spanner ist sehr stabil gebaut.
    Was der Plastikschutz alleine kostet weiß ich aber nicht. Ist beim neuen Model aber schon wieder etwas evolutioniert worden.
    Werd mir wohl nach zwei Jahren aber jetzt mal einen besorgen müssen. Bin mit der Haltbarkeit, bzw. dem Verschleiß von dem Teil aber sehr zufrieden. Und ich bin sehr kritisch was Haltbarkeit angeht, wenns net taugt :D

    Edit: Und verbaue nie die Aluriemenscheiben, sondern immer die Edelstahl an deinen Bikes.

    G.:)
  4. benutzerbild

    shiba

    dabei seit 05/2017

    MG
    Aber nicht als einteiligen geschmiedeten Vorbau!
    Da ist unser NEWMEN EVOLUTION SL 318.2 der Erste und Einzige.
    Die Vorbauetn damals waren allesamt aus mehreren Teilen zusammen geschweißt.
    Die geschmiedeten und vorne offenen Vorbauten sind nicht aufgrund der Riser Lenker entstanden sondern aufgrund der einfacheren und günstigeren Herstellungsweise und des geringeren Gewichts.
    Da ist sie wieder, die Theorie. Du hast mich nicht verstanden: das sind alles technische Details, ich rede hier aber nicht als Konstrukteur, sondern als Radler. Es geht nicht um einteilig, geschweisst/geschmiedet, etc, es geht um die grundsätzliche Form der Lenkerklemmung und die damit verbundene Handhabung. Man bekam ab einem gewissen Rise keine Lenker durch die alte Klemmung von den Aluvorbauten, Stahl ja, das war nachgiebiger. Und die Montage war in jeder Hinsicht nervig, auch weil man den Lenker ja seitlich reinschieben musste (Stichwort verkratzte Lenker, damals wie heute). Durch die abnehmbare Kappe vorn konnte man plötzlich wesentlich leichter Riserlenker montieren und den Vorbau tauschen oder drehen, ohne von einer Seite des Lenkers alles demontieren zu müssen. Optisch finde ich es aber bis heute nicht schön. Mein Lieblingsvorbau damals in schön:

    [​IMG]

    und der Nachfolger in etwas weniger schön:

    [​IMG]

    Es fällt doch auf, dass ihr Konstrukteure alles mehr vom technischen Standpunkt betrachtet, weniger vom praktischen ;)
  5. benutzerbild

    Snickie81

    dabei seit 11/2016

    shiba
    Die integrierte Aheadkappe finde ich optisch wie praktisch furchtbar
    Aus meiner Sicht nicht nur die integrierte Aheadkappe, sondern der ganze Vorbau.
  6. benutzerbild

    ---

    dabei seit 07/2011

    cabron
    Oder auch alle Alu-Kurbeln am Markt.
    -> immer geschmiedet!
    Nein, nicht immer.

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