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Das neue Inflite CF SLX soll die bisherige Lücke in der Produktpalette von Canyon schließen und Cyclocross-Rennfahrer glücklich machen
Das neue Inflite CF SLX soll die bisherige Lücke in der Produktpalette von Canyon schließen und Cyclocross-Rennfahrer glücklich machen
Knick in der Optik?
Knick in der Optik? - Nein, denn beim Inflite soll der Versatz am Übergang von Oberrohr zu Sitzrohr dank des Zugewinns an Platz zwischen Oberrohr und Unterrohr ein deutlich besseres Tragen und Schultern ermöglichen
Die Formgebung des Rahmens erfolgte mit dem Ziel, möglichst wenig Angriffsfläche für Schlamm und Dreck zu bieten, der das Rad im Renneinsatz erschweren würde.
Die Formgebung des Rahmens erfolgte mit dem Ziel, möglichst wenig Angriffsfläche für Schlamm und Dreck zu bieten, der das Rad im Renneinsatz erschweren würde.
Fans breiter Reifen können sich über die Reifenfreiheit freuen
Fans breiter Reifen können sich über die Reifenfreiheit freuen - Es lassen sich bis zu 38 mm breite Reifen montieren, die dann jedoch nicht mehr UCI-konform im Rennen eingesetzt werden dürfen
Carbon-Laufräder von Reynolds drücken das Gewicht des Rades und sollen für mehr Kontrolle in tiefem Matsch sorgen
Carbon-Laufräder von Reynolds drücken das Gewicht des Rades und sollen für mehr Kontrolle in tiefem Matsch sorgen - Felgen und Schwalbe-Reifen sind tubeless ready, entsprechende Ventile werden mitgeliefert
Das selbst entwickelte H31-Cockpit von Canyon mit 90 mm Vorbau-Länge
Das selbst entwickelte H31-Cockpit von Canyon mit 90 mm Vorbau-Länge
Interessantes Feature beim Canyon Inflite CF SLX: Die Bremsscheiben wachsen mit der Rahmengröße mit
Interessantes Feature beim Canyon Inflite CF SLX: Die Bremsscheiben wachsen mit der Rahmengröße mit - so sind kleine Fahrer auf 140 mm Scheiben unterwegs, während die Rahmengrößen S–L mit einer 160 / 140 mm Kombination ausgeliefert werden und die ganz großen Fahrer mit 160 mm Scheiben bremsen.
Aktuell das Nonplusultra im Hause SRAM im Bereich des Cyclocross: Die Force CX1-Schaltung
Aktuell das Nonplusultra im Hause SRAM im Bereich des Cyclocross: Die Force CX1-Schaltung - Die Konstellation mit nur einem Kettenblatt vorne hat sich im Geländebereich inzwischen etabliert
Viele fein verarbeitete Details lassen das Rad sehr hochwertig wirken
Viele fein verarbeitete Details lassen das Rad sehr hochwertig wirken - die geschmeidigen Ein-/Ausgänge der innenverlegten Züge haben auch den Zweck, jeglichen Dreck vom Inneren des Crossers fernzuhalten
Die Lenker-Vorbau-Einheit wirkt sehr edel und sorgt für eine gute Handergonomie
Die Lenker-Vorbau-Einheit wirkt sehr edel und sorgt für eine gute Handergonomie
Die integrierte Sattelklemme (mit Abdeckkappe) klemmt an einer tieferen Stelle als Konkurrenzprodukte
Die integrierte Sattelklemme (mit Abdeckkappe) klemmt an einer tieferen Stelle als Konkurrenzprodukte - dies soll die flexende Funktion der Sattelstütze verstärken, da somit ein längeres Stück über den Rahmen hinaussteht und federn kann.
Der Kettenabwurfschutz ist aufgrund des einfachen Kettenblatts eigentlich nur bedingt nötig
Der Kettenabwurfschutz ist aufgrund des einfachen Kettenblatts eigentlich nur bedingt nötig - ein schlechter Zusatz ist es sicher nicht, denn bei grobem Dreck kann sich die Kette sonst durchaus vom Kettenblatt lösen
Im Antritt eine wahre Macht
Im Antritt eine wahre Macht - das Canyon Inflite CF SLX beschleunigt unglaublich gut und sorgt dafür, dass man stets aus dem Sattel möchte
Die Geometrie ist sehr ausgewogen. Je nach Geschmack kann das Cockpit sportlicher oder weniger sportlich gestaltet werden, indem man Vorbau-Spacer hinzufügt oder wegnimmt.
Die Geometrie ist sehr ausgewogen. Je nach Geschmack kann das Cockpit sportlicher oder weniger sportlich gestaltet werden, indem man Vorbau-Spacer hinzufügt oder wegnimmt.
In holprigem Gelände sorgt das Konzept mit dem Versatz im Rahmen und dem daraus resultierenden Zugewinn an Spielraum für die Sattelstütze dafür, dass sich das Rad komfortabel über Stock und Stein lenken lässt
In holprigem Gelände sorgt das Konzept mit dem Versatz im Rahmen und dem daraus resultierenden Zugewinn an Spielraum für die Sattelstütze dafür, dass sich das Rad komfortabel über Stock und Stein lenken lässt - Im Vergleich zur Blattfederstütze aus dem Aluminiummodell kann dieses Konzept aber nicht ganz mithalten
Tragen leicht gemacht
Tragen leicht gemacht - die speziell fürs Tragen optimierte Rahmenkonstruktion überzeugte in der Praxis
Bergab machen sich die MTB-Gene des Inflite CF SLX bemerkbar
Bergab machen sich die MTB-Gene des Inflite CF SLX bemerkbar - Mit einem Zugewinn an Laufruhe im Vergleich zum Aluminiummodell Inflite AL lässt sich das Rad bei höheren Geschwindigkeiten sicherer manövrieren
Die SRAM Force CX1-Bremsen lieferten den nötigen Biss, um unter anderem auch auf der Weltcupstrecke in Albstadt zu bestehen
Die SRAM Force CX1-Bremsen lieferten den nötigen Biss, um unter anderem auch auf der Weltcupstrecke in Albstadt zu bestehen
Der verlängerte Radstand sorgte in der Praxis für einen spürbaren Zugewinn an Laufruhe und Sicherheit auf dem Trail
Der verlängerte Radstand sorgte in der Praxis für einen spürbaren Zugewinn an Laufruhe und Sicherheit auf dem Trail
Nach 500 Testkilometern zeigte sich keinerlei Verschleiß am Canyon Inflite CF SLX
Nach 500 Testkilometern zeigte sich keinerlei Verschleiß am Canyon Inflite CF SLX
Das Canyon Inflite CF SLX ist eine absolute Wettkampfwaffe
Das Canyon Inflite CF SLX ist eine absolute Wettkampfwaffe - der Cyclocrosser ist unglaublich schnell und ideal für den Renneinsatz geschaffen

Die Tage werden kürzer, Kälte und Nässe halten Einzug in unseren Breitengraden: höchste Zeit also, das Cyclocross-Rad aus dem Keller zu holen. Nachdem wir im vergangenen Jahr mit dem Canyon Inflite AL erstmals ein Cyclocross-Rad in unsere Testpalette aufgenommen haben, folgt in diesem Jahr der nächste Schritt mit einem High-End-Flitzer desselben Herstellers. Mit dem Canyon Inflite CF SLX 9.0 Pro Race wollen sich die Koblenzer im Feld der schnellsten Cyclocrossbikes der Welt etablieren. Ob das gelingt und wie sich das neue Bike im Vergleich zum preisgünstigeren Alu-Modell schlägt, lest ihr hier in unserem Testbericht.

Canyon Inflite CF SLX 9.0 Pro Race – Kurz & Knapp

Das neue Inflite CF SLX soll die bisherige Lücke in der Produktpalette von Canyon schließen und Cyclocross-Rennfahrer glücklich machen
# Das neue Inflite CF SLX soll die bisherige Lücke in der Produktpalette von Canyon schließen und Cyclocross-Rennfahrer glücklich machen

Die Ansprüche im Hause Canyon sind hoch. In so ziemlich jeder Radsport-Disziplin mischen die Entwickler aus Koblenz im absoluten High-End-Bereich mit. Lediglich im Bereich des Cyclocross-Sports mussten sich Canyon-Liebhaber bis dato mit dem Allround-Bike Inflite AL begnügen, das sich mehr als Alleskönner auf dem Markt etablierte, als dass es im Rennbereich für große Schlagzeilen sorgte.

Mit dem komplett neu entwickelten Inflite CF SLX soll diese Lücke im Produktportfolio nun geschlossen werden. Als absolutes Rennpferd angepriesen, soll das neue Rad die immer größer werdende Fangemeinde des Querfeldeinsports glücklich machen. Ein sehr leichter Carbonrahmen mit einer polarisierenden Optik charakterisiert das neue Rad fürs tiefe Geläuf. Viele interessante Details, wie beispielsweise die hauseigene Lenker-Vorbau-Kombination aus Carbon, schüren ein spannendes Gesamtpaket.

  • Vollcarbon-Rahmen mit polarisierender Optik
  • trageoptimierte Renngeometrie mit MTB-Genen
  • SRAM Force CX1 1×11 Ausstattung, inkl. hydraulische Scheibenbremsen (Scheibengrößen wachsen mit Rahmengröße)
  • Reynolds-Carbon-Laufräder
  • UCI zugelassener Rahmen, der in jedem Wettkampf eingesetzt werden darf
  • Größen: 3XS / 2XS / XS / S / M (getestet) / L / XL / 2XL
  • Rahmengrößen 3XS und 2XS auf 27,5″-Laufrädern für eine angenehmere Geometrie bei kleinen Fahrern
  • Gewicht: 7,7 kg (ohne Pedale | Größe M | nachgewogen)
  • Preis: 3.999 €

Canyon Inflite CF SLX 9.0 Pro Race – Technische Daten

Geometrie

Die Merkmale eines absoluten Wettkampfrades spiegeln sich auch in den Kennzahlen des Bikes wider – wobei auch durchaus einige Erkenntnisse aus dem MTB-Bereich bei der Entwicklung eine Rolle gespielt haben. Insbesondere das erhöhte Oberrohr mit dem markanten Versatz an der Sitzstrebe soll die Rennperformance des Rades im Vergleich zur Konkurrenz deutlich verbessern. Die oft ungeliebten Tragepassagen können damit etwas besser bewältigt werden, da das Aufnehmen des Rades durch den größeren Spielraum deutlich leichter fallen soll. Zusätzlicher Vorteil dieser Konstruktion: Die nach unten versetzte Aufnahme der Sattelstütze lässt diese weiter aus dem Rahmen herausragen. Dadurch entsteht mehr Spielraum für die Stütze, um ihre federnde Wirkung ausspielen zu können und somit für mehr Komfort für den Fahrer zu sorgen.

Knick in der Optik?
# Knick in der Optik? - Nein, denn beim Inflite soll der Versatz am Übergang von Oberrohr zu Sitzrohr dank des Zugewinns an Platz zwischen Oberrohr und Unterrohr ein deutlich besseres Tragen und Schultern ermöglichen
Die Formgebung des Rahmens erfolgte mit dem Ziel, möglichst wenig Angriffsfläche für Schlamm und Dreck zu bieten, der das Rad im Renneinsatz erschweren würde.
# Die Formgebung des Rahmens erfolgte mit dem Ziel, möglichst wenig Angriffsfläche für Schlamm und Dreck zu bieten, der das Rad im Renneinsatz erschweren würde.
Fans breiter Reifen können sich über die Reifenfreiheit freuen
# Fans breiter Reifen können sich über die Reifenfreiheit freuen - Es lassen sich bis zu 38 mm breite Reifen montieren, die dann jedoch nicht mehr UCI-konform im Rennen eingesetzt werden dürfen

Um den Anforderungen der immer technisch anspruchsvolleren Cyclocross-Kurse gerecht zu werden, wagten die Entwickler von Canyon einen Blick über den Tellerrand und ließen sich von den Trends im MTB-Bereich inspirieren. So sorgt das lange Oberrohr für einen verlängerten Radstand im Vergleich zum Vorgänger sowie weiten Teilen der Konkurrenzfabrikate (z. B.: Stevens, Trek). Damit soll eine sportliche Grundposition möglich sein und durch den längeren Radstand mehr Laufruhe generiert werden. Um die beim Cyclocross durchaus wichtige Agilität zu wahren, wurde die Vorbaulänge im Vergleich zum Vorgänger aus Aluminium um einen Zentimeter gekürzt und der Lenkwinkel um ein halbes Grad steiler gewählt. Um Schlamm und Dreck wenig Angriffsfläche zu bieten, der das Rad durch das Mehrgewicht erheblich verlangsamen könnte, versuchten die Produktentwickler die Formen des Rades aufs Wesentliche zu beschränken. Insbesondere im Bereich des Tretlagers wurde verstärkt Wert auf Platzersparnis gelegt und somit die Reifenfreiheit hochgehalten. Auch die filigranen Sitzstreben oder Abdeckungen an jeglichen Ein- und Austrittsstellen der Schalt- und Bremszüge wurden mit dem Ziel entwickelt, Dreck und Schmutz wenig Platz zu lassen.

Rahmengröße3XS2XSXSSM (getestet)LXL2XL
Laufradgröße27,5"27,5"28"28"28"28"28"28"
Sitzhöhe (mm)595–695625–725655–755685–785715–815745–845775–875805–905
Sitzrohrlänge (mm)422452482512542572602632
Oberrohrlänge (mm)501522532550562578601617
Steuerrohr (mm)94113102119146168192214
Lenkwinkel70,2°71,5°71°72,25°72,5°72,5°72,7°72,7°
Sitzrohrwinkel73,5°73,5°73,5°73,5°73,5°73,5°73,5°73,5°
Kettenstreben (mm)415415425425425425425425
Radstand (mm)970980100010061018103410551072
Stack (mm)487510527547572593616637
Reach (mm)357371376388393402418428

Ausstattung

Die Ausstattung des Topmodells lässt wenig Wünsche zur Verbesserung offen. Hochprofillaufräder aus dem Hause Reynolds sollen verhindern, dass man in tiefem Geläuf zu schnell einsinkt und dort dann die Kontrolle verliert. Zudem drücken sie das Gewicht und sorgen für ein hohes Maß an Steifigkeit. Sowohl die Laufräder, als auch die montierten Schwalbe X-One-Reifen sind tubeless kompatibel und ließen sich in der Praxis sehr unkompliziert auf die schlauchlose Variante umbauen (auch dank zweier im Lieferumfang enthaltenen Tubeless-Ventile).

Carbon-Laufräder von Reynolds drücken das Gewicht des Rades und sollen für mehr Kontrolle in tiefem Matsch sorgen
# Carbon-Laufräder von Reynolds drücken das Gewicht des Rades und sollen für mehr Kontrolle in tiefem Matsch sorgen - Felgen und Schwalbe-Reifen sind tubeless ready, entsprechende Ventile werden mitgeliefert

Die 1×11 SRAM Force CX1-Gruppe inklusive Scheibenbremsen (die Scheibengröße wächst je nach Rahmengröße mit) ist für Schalt- und Bremsmanöver verantwortlich und bietet mit einem 40 Zähne umfassenden Kettenblatt und einer 11–36 Zähne Abstufung der Kassette ein durchaus wettkampforientiertes Übersetzungsverhältnis. Insbesondere im Trainingseinsatz kommt man an etwas steileren Anstiegen schnell an seine Grenzen und muss oftmals früher als erhofft vom Rad. Im Gegensatz zu einer MTB-Kassette bietet diese Variante jedoch den Vorteil, dass dank des standardmäßigen Shimano-Freilaufs die Kassette sehr einfach auf die eigenen Bedürfnisse anpassbar ist, ohne den Freilauf wechseln zu müssen. Hauseigene Anbauteile von Canyon, wie das Carbon-Cockpit H31, runden das Gesamtpaket ab. Der Schaltzug und die beiden Bremszüge sind im Gegensatz zum Aluminiummodell aus dem Vorjahr komplett innenverlegt. Außerdem sorgen Steckachsen sowohl am Vorderrad, als auch am Hinterrad für ein hohes Maß an Steifigkeit.

Alle Spezifikationen im Überblick zum Ausklappen
 Inflite CF SLX 8.0 Pro RaceInflite CF SLX 9.0Inflite CF SLX 9.0 Pro Race
RahmenInflite CF SLXInflite CF SLXInflite CF SLX
GabelCanyon One One Four Inflite CF DiscCanyon One One Four Inflite CF DiscCanyon One One Four Inflite CF Disc
SteuersatzCanyon/AcrosCanyon/AcrosCanyon/Acros
Schalt-/BremsgriffeSram Rival 1 1x11Shimano ST-RS685 11-fachSram Force CX1 1x11
BremsenSram Rival 1Shimano BR-RS785Sram Force CX1
KurbelQuarq Prime 1x11Rotor 3D30, 11-fachQuarq Prime Carbon 1x11
Kettenblätter4036 | 4640
KettenführungCanyon Chain CatcherCanyon Chain CatcherCanyon Chain Catcher
KetteSram PC-1110Shimano CN-HG601, 11-fachSram PC-1110
InnenlagerSram GXP PressfitRotor Pressfit 4130Sram GXP Pressfit
SchaltwerkSram Rival 1 1x11Shimano Ultegra 11-fachSram Force CX1 1x11
ZahnkranzSram PG-1130 11-36Shimano Ultegra 11-fachSram PG-1170 11-36
LaufräderDT Swiss CR 1600 Spline DBDT Swiss CR 1600 Spline DBReynolds Assault LE Disc Carbon
ReifenSchwalbe X-One 33mmSchwalbe X-One 33mmSchwalbe X-One 33mm
Cockpit (Lenker/Vorbau)Canyon H31 Ergocockpit CFCanyon H31 Ergocockpit CFCanyon H31 Ergocockpit CF
LenkerbandCanyon Ergospeed GelCanyon Ergospeed GelCanyon Ergospeed Gel
SattelstützeCanyon S13 VCLS CF (15-35mm Setback)Canyon S13 VCLS CF (15-35mm Setback)Canyon S13 VCLS CF (15-35mm Setback)
SattelklemmeCanyon IntegratedCanyon IntegratedCanyon Integrated
SattelSelle Italia SLSSelle Italia SLR LiteSelle Italia SLR Lite
erhältliche FarbenStealth/Lightning YellowStealth/Aero SilverStealth/Lightning Yellow
Preis2799 €3199 €3999 €
Das selbst entwickelte H31-Cockpit von Canyon mit 90 mm Vorbau-Länge
# Das selbst entwickelte H31-Cockpit von Canyon mit 90 mm Vorbau-Länge
Interessantes Feature beim Canyon Inflite CF SLX: Die Bremsscheiben wachsen mit der Rahmengröße mit
# Interessantes Feature beim Canyon Inflite CF SLX: Die Bremsscheiben wachsen mit der Rahmengröße mit - so sind kleine Fahrer auf 140 mm Scheiben unterwegs, während die Rahmengrößen S–L mit einer 160 / 140 mm Kombination ausgeliefert werden und die ganz großen Fahrer mit 160 mm Scheiben bremsen.
Aktuell das Nonplusultra im Hause SRAM im Bereich des Cyclocross: Die Force CX1-Schaltung
# Aktuell das Nonplusultra im Hause SRAM im Bereich des Cyclocross: Die Force CX1-Schaltung - Die Konstellation mit nur einem Kettenblatt vorne hat sich im Geländebereich inzwischen etabliert

Canyon Inflite CF SLX 9.0 Pro Race – In der Hand

Wenige neu entwickelte Fahrräder auf dem Markt polarisieren so stark, wie das neue Canyon Inflite CF SLX. Die Meinungen bezüglich der durchaus markanten Optik der neuen Rennfeile aus Koblenz gehen weit auseinander. Nicht nur der Knick im Übergang vom Oberrohr zum Sitzrohr, sondern auch die Farbwahl der Produktdesigner sorgt für Kontroversen. Uns persönlich gefällt das Rad optisch sehr gut. Überzeugen konnten uns vor allem die vielen kleinen Details, wie die wirklich schicke Lenker-Vorbau-Kombination, die versteckte Sattelklemme im Rahmen, die integrierte Kettenführung oder die geschmeidigen Ein- und Ausgänge der innenverlegten Züge.

Viele fein verarbeitete Details lassen das Rad sehr hochwertig wirken
# Viele fein verarbeitete Details lassen das Rad sehr hochwertig wirken - die geschmeidigen Ein-/Ausgänge der innenverlegten Züge haben auch den Zweck, jeglichen Dreck vom Inneren des Crossers fernzuhalten
Die Lenker-Vorbau-Einheit wirkt sehr edel und sorgt für eine gute Handergonomie
# Die Lenker-Vorbau-Einheit wirkt sehr edel und sorgt für eine gute Handergonomie
Die integrierte Sattelklemme (mit Abdeckkappe) klemmt an einer tieferen Stelle als Konkurrenzprodukte
# Die integrierte Sattelklemme (mit Abdeckkappe) klemmt an einer tieferen Stelle als Konkurrenzprodukte - dies soll die flexende Funktion der Sattelstütze verstärken, da somit ein längeres Stück über den Rahmen hinaussteht und federn kann.
Der Kettenabwurfschutz ist aufgrund des einfachen Kettenblatts eigentlich nur bedingt nötig
# Der Kettenabwurfschutz ist aufgrund des einfachen Kettenblatts eigentlich nur bedingt nötig - ein schlechter Zusatz ist es sicher nicht, denn bei grobem Dreck kann sich die Kette sonst durchaus vom Kettenblatt lösen

Zudem sticht die sehr hochwertige Verarbeitung des Rahmens heraus. Auch das Gewicht des Rades ist für eine Cyclocross-Rennmaschine im Spitzenfeld. Mit 7,7 kg (nachgewogen, ohne Pedale) Gesamtgewicht und einem Rahmengewicht von 940 Gramm (Herstellerangabe Canyon) muss sich die Konkurrenz strecken, um mitzuhalten. Und mit mehr als einem Kilogramm Unterschied hebt sich das neue Rad um einiges vom Aluminiummodell unseres letztjährigen Tests ab.

Canyon Inflite CF SLX 9.0 Pro Race – Auf dem Trail

Schotter & Asphalt

Das geringe Gewicht macht sich auch direkt auf den ersten Metern im Praxiseinsatz bemerkbar. Insbesondere auf Schotter oder rauem Asphalt fühlt sich das Canyon Inflite CF SLX pudelwohl. Die steifen Carbon-Laufräder von Reynolds lassen das Gefühl aufkommen, dass die aufs Pedal einwirkende Kraft perfekt in Vortrieb umgesetzt wird.

Im Antritt eine wahre Macht
# Im Antritt eine wahre Macht - das Canyon Inflite CF SLX beschleunigt unglaublich gut und sorgt dafür, dass man stets aus dem Sattel möchte

Der Reach des neuen Inflites in der getesten Größe M ist exakt einen Zentimeter länger als der des Aluminium-Vorgängers – da jedoch zugleich ein um denselben Wert kürzerer Vorbau montiert ist, fällt die Sitzposition ziemlich ähnlich aus. Je nach persönlicher Vorliebe kann das Cockpit durch Versetzen der Vorbau-Spacer in eine tiefere, sportlichere Position gebracht werden. Abgesehen davon bietet die Vorbau-Lenker-Einheit eine sehr gelungene Ergonomie – auch bei langen Fahrten auf dem Rad fielen keinerlei Ermüdungserscheinungen in den Händen auf. Ausgeliefert wird das Rad in einer sehr hohen Grundposition, die, in Kombination mit der Möglichkeit zwei Flaschenhalter montieren zu können, auch viele weniger rennambitionierte Fahrer glücklich machen dürfte. Außerdem bietet die große Reifenfreiheit die Möglichkeit, Reifen bis zu 38 mm Breite aufzuziehen und so die Alltagstauglichkeit zu optimieren.

Die Geometrie ist sehr ausgewogen. Je nach Geschmack kann das Cockpit sportlicher oder weniger sportlich gestaltet werden, indem man Vorbau-Spacer hinzufügt oder wegnimmt.
# Die Geometrie ist sehr ausgewogen. Je nach Geschmack kann das Cockpit sportlicher oder weniger sportlich gestaltet werden, indem man Vorbau-Spacer hinzufügt oder wegnimmt.

Wald, Wiese & Trail

Das vorgesehene Einsatzgebiet des Canyon Inflite CF SLX: der harte Einsatz auf verwinkelten und holprigen Strecken im Wald und auf der Wiese. Erwartungsgemäß schlägt sich das Canyon Inflite CF SLX auch hier, insbesondere bergauf, prächtig. Der angepriesene Zugewinn an Komfort durch die niedrigere Sattelstützenaufnahme spiegelt sich bei uns aber nur in Teilen wider. Im Vergleich zur Blattfederstütze aus dem Inflite AL wirkt die Sattelstütze im neuen Modell etwas träge und sorgt für gefühlt weniger Komfort. Auf Anfrage kann aber eine komfortablere Blattfederstütze eingebaut werden. Nichtsdestotrotz bleibt das Rad auf holprigen Wiesenpassagen meist am Boden und gewährleistet eine direkte Kraftübertragung. Insbesondere als die Reifen noch wenig Verschleiß zu verzeichnen hatten, konnte man gut fühlen, wie jeder Input in Vortrieb umgesetzt wurde. Gegen Ende der Testphase konnten die Schwalbe-Pneus nicht mehr ganz überzeugen und verloren häufiger als erhofft den Halt auf dem Boden.

In holprigem Gelände sorgt das Konzept mit dem Versatz im Rahmen und dem daraus resultierenden Zugewinn an Spielraum für die Sattelstütze dafür, dass sich das Rad komfortabel über Stock und Stein lenken lässt
# In holprigem Gelände sorgt das Konzept mit dem Versatz im Rahmen und dem daraus resultierenden Zugewinn an Spielraum für die Sattelstütze dafür, dass sich das Rad komfortabel über Stock und Stein lenken lässt - Im Vergleich zur Blattfederstütze aus dem Aluminiummodell kann dieses Konzept aber nicht ganz mithalten

Aus diesem Grund und der durchaus sportlich orientierten Übersetzung des Canyon Inflite CF SLX 9.0 Pro Race musste man doch ab und zu vom Rad und zu Fuß steile Passagen bewältigen. Zum Glück ist das mit dem Inflite CF SLX kein Problem, denn die extra hierfür entwickelte Rahmenkonstruktion mit dem größeren Spielraum zwischen Unterrohr und Oberrohr erleichtert das Aufnehmen des Rades enorm. Zudem fällt das Schultern des Canyons dank des Versatzes im Übergang von der Sitzstrebe zum Oberrohr deutlich schmerzfreier aus als bei anderen Cyclocross-Rädern.

Tragen leicht gemacht
# Tragen leicht gemacht - die speziell fürs Tragen optimierte Rahmenkonstruktion überzeugte in der Praxis

Und wie schlägt sich das Canyon Inflite CF SLX bergab? Besser als der Vorgänger aus Aluminium! Die Anpassungen der Geometrie hinsichtlich des Radstandes fruchten: Der Zugewinn an Laufruhe und Sicherheit auf dem Trail sorgt für ein entspannteres Fahrverhalten und oftmals ein Gewinn an Geschwindigkeit auf holprigen Passagen. Die SRAM Force CX1-Bremsen sorgen zudem für etwas mehr Biss als das Pendant der Rival-Gruppe am Aluminiummodell.

Bergab machen sich die MTB-Gene des Inflite CF SLX bemerkbar
# Bergab machen sich die MTB-Gene des Inflite CF SLX bemerkbar - Mit einem Zugewinn an Laufruhe im Vergleich zum Aluminiummodell Inflite AL lässt sich das Rad bei höheren Geschwindigkeiten sicherer manövrieren
Die SRAM Force CX1-Bremsen lieferten den nötigen Biss, um unter anderem auch auf der Weltcupstrecke in Albstadt zu bestehen
# Die SRAM Force CX1-Bremsen lieferten den nötigen Biss, um unter anderem auch auf der Weltcupstrecke in Albstadt zu bestehen
Der verlängerte Radstand sorgte in der Praxis für einen spürbaren Zugewinn an Laufruhe und Sicherheit auf dem Trail
# Der verlängerte Radstand sorgte in der Praxis für einen spürbaren Zugewinn an Laufruhe und Sicherheit auf dem Trail

Haltbarkeit

Das Canyon Inflite CF SLX 9.0 Pro Race zeigte sich im zweimonatigen Testraum bei insgesamt 500 gefahrenen Kilometern ohne jegliche Verschleißerscheinungen. Einzig die Schwalbe-Pneus verloren an Grip, obwohl das Reifenprofil äußerlich noch gut in Schuss war.

Nach 500 Testkilometern zeigte sich keinerlei Verschleiß am Canyon Inflite CF SLX
# Nach 500 Testkilometern zeigte sich keinerlei Verschleiß am Canyon Inflite CF SLX

Fazit – Canyon Inflite CF SLX 9.0 Pro Race

Die Entwickler von Canyon haben ihr Ziel erreicht: Das Inflite CF SLX ist ein wahnsinnig schnelles Cyclocross-Rad, das sich in keinster Weise vor der Konkurrenz verstecken muss. Überzeugen konnte das Canyon Inflite CF SLX 9.0 Pro Race im Test durch die direkte Kraftübertragung und ein gelungenes Abfahrtsverhalten. Das neue “Tragekonzept” ist eine interessante Entwicklung und funktioniert in der Praxis exzellent. Wer ein neues Renngeschoss für die kalte Jahreszeit sucht, sollte das Canyon Inflite CF SLX definitiv in die engere Auswahl nehmen.

Inwiefern ein weniger rennambitionierter Endverbraucher auf das Inflite CF SLX zurückgreifen sollte, liegt im Ermessen des Einzelnen, beziehungsweise dessen Geldbeutels. Wer sich einen Cyclocrosser als Alternative zum Mountainbike anschaffen möchte, könnte angesichts der unkomplizierten Handhabung und der Allround-Funktionalität des Canyon Inflite AL auch mit diesem ähnlich glücklich werden – und das zu einem deutlich geringeren Preis.

Das Canyon Inflite CF SLX ist eine absolute Wettkampfwaffe
# Das Canyon Inflite CF SLX ist eine absolute Wettkampfwaffe - der Cyclocrosser ist unglaublich schnell und ideal für den Renneinsatz geschaffen

Stärken

  • geringes Gewicht
  • extrem antrittsfreudig und schnell
  • verbessertes Abfahrtsverhalten im Vergleich zum Aluminiummodell

Schwächen

  • Übersetzungsbandbreite in manchen Fällen zu gering

Testablauf

Das Canyon Inflite CF SLX 9.0 Pro Race wurde vom Redakteur Gabi unter verschiedensten Bedingungen getestet. Neben einigen Trainingseinheiten auf der Straße und Schotter standen auch etliche Einheiten auf den Trails der Schwäbischen Alb, in den Gebieten rund um Albstadt und Ulm an. Von extrem verwinkelten Spitzkehren bis hin zu verblockten und wurzeligen Trails, unter anderem auf der Weltcupstrecke in Albstadt, war jedes mögliche Terrain Teil des Tests. Zudem wurde das Rad im Wettkampf beim Cross-Rennen um die Radbahn in Öschelbronn im Renneinsatz geprüft.

Testerprofil zum Ausklappen

Gabriel Sindlinger

  • Größe: 1,84 m
  • Gewicht: 74 kg
  • Fahrstil bergab: schnell, spielerisch, mit Blick auf die saubere Linie
  • Fahrstil bergauf: meist konstant und ruhig, teilweise antrittslustig und aggressiv
  • Rennerfahrung: hauptsächlich XC (Bundesliga, Weltcup), einige Cyclocross-Rennen

Fahrt ihr im Winter Cyclocross oder schnallt ihr euch lieber Bretter an die Füße?


Weitere Informationen

Hersteller-Website: www.canyon.com
Text & Redaktion: Gabriel Sindlinger | MTB-News 2017
Bilder: Tobias Sindlinger




Über den Autor

Gabi

Gabriel "Gabi" Sindlinger, Jahrgang 1997, ist der Jungspund im Team von MTB-News.de. Seit 2006 sitzt er auf dem Bike und fährt seitdem Rennen im Cross-Country- und Marathonbereich. Auf diese Bereiche richtet sich deshalb auch sein Hauptaugenmerk. Ebenso gern fährt er nebenher Enduro und Downhill und bevorzugt daher technisch anspruchsvolles Terrain auf den Trails.

Die neuesten Kommentare
  1. benutzerbild

    evil_rider

    dabei seit 01/2002

    der übergang oberrohr-sitzrohr.... *kotzsmilie*
  2. benutzerbild

    Anzeige

  3. benutzerbild

    Airshot

    dabei seit 12/2016

    Tororosso
    Und das sofortige rumheulen
    U 2

    fone
    Geiles Teil.
    isses auch :o und das sagt ein Rose Groupie :)
  4. benutzerbild

    Nanatzaya

    dabei seit 06/2016

    Tororosso
    Nun, Lycra mit Rückenprotektor und Integralhelm sieht doch zumindest eigenartig aus.
    Für dich vielleicht.
    Aber schon komisch, dass in der MotoGP alle mit engen Lederkluften und Protektoren und Integralhelm fahren, wa?
    Hat noch nie jemanden gestört. :ka:

    Geschmäcker sind halt verschieden. Akzeptier es einfach...
  5. benutzerbild

    Tororosso

    dabei seit 11/2017

    Außer, dass die statt 30 dann eben 300 fahren. Und Leder ≠ Lycra. Aber trotzdem super Vergleich. Beides hat irgendwie etwas mit Zweirädern zu tun.
  6. benutzerbild

    Nanatzaya

    dabei seit 06/2016

    Auch bei vergleichsweise geringen Geschwindigkeiten hat aerodynamische Kleidung eine positiven Effekt.
    Außerdem ermüdet dein Körper im Vergleich zu einem Verbrennunsgmotor - d.h. jedes bisschen hilft!
    Gibt genug Belege dafür, dass das stimmt. Unter anderem einen sehr anschaulicher Vergleich von GMBN vor ein paar Jahren.

    Leder ist nich Lycra, das ist wohl wahr, aber die sehr körpernahe Passform ist beiden gemein.
    Man kann sich auch anstellen... :rolleyes:

    P.S.: körpernah ist mir x-mal lieber als der erzwungene Baggylook, den z. B. die UCI erzwingt.
    Ich kauf deshalb auch häufiger Klamotten für's Radeln, die eigentlich für's Laufen oder andere Ausdauersportarten ausgelegt sind.
    Die ganzen MTB-Klamotten sind mir alle zu schlabberig.
    Kann man cool finden, muss man aber nicht. :cool:

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