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Die DVO Diamond 29 ist die Enduro-Federgabel der US-Amerikaner
Die DVO Diamond 29 ist die Enduro-Federgabel der US-Amerikaner - mit 160 mm Federweg und zahlreichen Verstellmöglichkeiten will Performance-orientierte Mountainbiker glücklich machen. Wie schlägt sich die 999 € teure Federgabel im Vergleich zur Konkurrenz? Wir haben die DVO Diamond 29 getestet!
Schicke Details und eine schöne Formensprache wohin das Auge reicht.
Schicke Details und eine schöne Formensprache wohin das Auge reicht.
Auf der Rückseite der Gabelbrücke sind Gewinde für den Mudguard, der im Lieferumfang enthalten ist.
Auf der Rückseite der Gabelbrücke sind Gewinde für den Mudguard, der im Lieferumfang enthalten ist.
For riders by riders – das fällt vor allem beim Blick auf die Details auf ...
For riders by riders – das fällt vor allem beim Blick auf die Details auf ...
... beispielsweise an der aufgelaserten Skala auf dem Aluschaft, die das Kürzen vereinfachen soll.
... beispielsweise an der aufgelaserten Skala auf dem Aluschaft, die das Kürzen vereinfachen soll.
Schicke Luftkappe
Schicke Luftkappe - Unter der grün eloxierten Aircap versteckt sich die Luftfeder Der DVO Diamond 29. Unter der Topcap verstecken sich allerdings keine Plastik-Volumenspacer.
Sensibler oder strammer?
Sensibler oder strammer? - O.T.T. ist eine in der Vorspannung verstellbare Stahl-Negativfeder. Per 5 mm-Innensechskant kann das Ansprechverhalten der Federgabel individuell angepasst werden.
In der Dämpfungsseite der Diamond steckt eine geschlossene Kartusche mit Gummibladder, ...
In der Dämpfungsseite der Diamond steckt eine geschlossene Kartusche mit Gummibladder, ...
... die extern in Lowspeed Zug- und Druckstufe sowie in der Highspeed Druckstufe verstellbar ist.
... die extern in Lowspeed Zug- und Druckstufe sowie in der Highspeed Druckstufe verstellbar ist.
Eine sehr gute Paarung: DVO Diamond 29 und Topaz T3 harmonieren exzellent miteinander
Eine sehr gute Paarung: DVO Diamond 29 und Topaz T3 harmonieren exzellent miteinander - und überzeugen auf dem Trail durch unauffällig gute Funktion.
Die DVO Diamond 29 gibt ihren Federweg sehr kontrolliert frei, bleibt dabei aber komfortabel.
Die DVO Diamond 29 gibt ihren Federweg sehr kontrolliert frei, bleibt dabei aber komfortabel.
So bietet sie in Kurven oder in steilen Streckenabschnitten guten Gegenhalt und viele Reserven.
So bietet sie in Kurven oder in steilen Streckenabschnitten guten Gegenhalt und viele Reserven.
Beim ersten Aufsitzen macht die Diamond zwar nicht den Eindruck, aber ihre Dämpfung arbeitet auf einem sehr hohen Niveau.
Beim ersten Aufsitzen macht die Diamond zwar nicht den Eindruck, aber ihre Dämpfung arbeitet auf einem sehr hohen Niveau.
Im Laufe des Tests erhöhten wir die Ölmenge in der Luftkammer der DVO Diamond 29, um die Endprogression etwas zu steigern.
Im Laufe des Tests erhöhten wir die Ölmenge in der Luftkammer der DVO Diamond 29, um die Endprogression etwas zu steigern.
Progressionstuning via Ölvolumen ist in der Praxis etwas aufwändiger …
Progressionstuning via Ölvolumen ist in der Praxis etwas aufwändiger …
… als der Einsatz von Volumenspacern, erlaubt aber eine stufenlose Abstimmung.
… als der Einsatz von Volumenspacern, erlaubt aber eine stufenlose Abstimmung.
Die sehr gut nutzbare und breite Abstimmbarkeit macht die DVO Diamond 29 zu einer sehr guten Wahl für Genuss-Fahrer und Enduristen
Die sehr gut nutzbare und breite Abstimmbarkeit macht die DVO Diamond 29 zu einer sehr guten Wahl für Genuss-Fahrer und Enduristen - die Dämpfung der schwarz-grünen Gabel arbeitet auf einem sehr hohen Niveau. Abgesehen von einem Defekt der Dämpfungskartusche und dem relativ hohen Gewicht überzeugt die DVO Diamond 29 auf ganzer Linie.

DVO Diamond 29 im Test: Mit einem Paukenschlag kam DVO vor einigen Jahren auf den Markt geprescht. Während das erste Produkt noch in der Mache war, wurde die Marketingtrommel fleißig gerührt und mit Cedric Gracia ein erster Top-Fahrer engagiert. Das Team um Bryson Martin, ehemals in der Entwicklung bei Marzocchi, arbeitete Zielstrebig an der Umsetzung der ersten Downhill-Federgabel. Mittlerweile wurde das Portfolio ausgebaut und mit der Diamond eine Enduro-Gabel ins Programm aufgenommen. Extern einstellbare Highspeed-Druckstufe, Lowspeed-Druckstufe und ein Einsteller für die Stahl-Negativ-Feder sollen vor allem Performance-orientierte Fahrer glücklich machen. Wie schlägt sich die DVO Diamond Enduro-Federgabel aber im direkten Vergleich zur Konkurrenz?

Steckbrief: DVO Diamond 29

Das D in Diamond steht nicht für Downhill, das E in Emerald nicht für Enduro. Genau anders läuft der Hase: die Diamond ist die Trail- und Enduro-Federgabel des US-Herstellers DVO, soll aber die Charakteristik der Downhill-Federgabel Emerald in sich tragen. Hierfür wartet die DVO Diamond mit extern verstellbarer High- und Lowspeed-Druckstufe, Lowspeed-Zugstufe und dem sogenannten OTT (Off the Top) auf. Letzteres ist eine verstellbare Negativfeder, die je nach Fahrervorliebe und Gewicht individuell angepasst werden kann. Der Federweg der von uns getesteten und 999 € teuren DVO Diamond 29 lässt sich von 160 mm ohne viel Aufwand auf 130 mm reduzieren. Außerdem bietet DVO eine 27,5″-Variante der Diamond mit 170 mm Federweg an.

  • Einsatzbereich: Trail, Enduro
  • Laufradgrößen: 27,5″; 27,5+” / 29″
  • Federweg: 130 – 170 mm (27,5″) / 130 – 160 mm (29″)
  • Gewicht: 2.231 g
  • www.dvosuspension.com

Preis: 999 € (UVP) | Bikemarkt: DVO Diamond kaufen

Diashow: DVO Diamond 29 im Test - Giftgrüner Experte
Eine sehr gute Paarung: DVO Diamond 29 und Topaz T3 harmonieren exzellent miteinander
Schicke Luftkappe
In der Dämpfungsseite der Diamond steckt eine geschlossene Kartusche mit Gummibladder, ...
Auf der Rückseite der Gabelbrücke sind Gewinde für den Mudguard, der im Lieferumfang enthalten ist.
Beim ersten Aufsitzen macht die Diamond zwar nicht den Eindruck, aber ihre Dämpfung arbeitet auf einem sehr hohen Niveau.
Diashow starten »
Die DVO Diamond 29 ist die Enduro-Federgabel der US-Amerikaner
# Die DVO Diamond 29 ist die Enduro-Federgabel der US-Amerikaner - mit 160 mm Federweg und zahlreichen Verstellmöglichkeiten will Performance-orientierte Mountainbiker glücklich machen. Wie schlägt sich die 999 € teure Federgabel im Vergleich zur Konkurrenz? Wir haben die DVO Diamond 29 getestet!

Im Detail

Schwarz und helles Eloxal-Grün: bissig und böse wirkt die DVO Diamond 29 auf den ersten Blick. Schaut man genauer hin, fällt auf, mit wie viel Liebe zum Detail hier gearbeitet wurde. Alle gefrästen Teile sind sauber entgratet und in gleichmäßigen Farbtönen eloxiert. Das gefällt nicht nur dem Auge, sondern auch den Fingern beim Setup: Scharfe Kanten sucht man vergebens! Die Einstellknöpfe an der Gabel drehen leichtgängig. Druck- und Zugstufen-Versteller lassen sich simpel per Hand bedienen. Lediglich für die OTT-Verstellung benötigt es einen 5 mm-Innensechskant.

Konventionelle Wege geht DVO – anders als bei der Downhill-Gabel Emerald – beim grundsätzlichen Design der Diamond: für die Single Crown-Gabel hat man sich vom Upside Down-Konzept verabschiedet. Krone und Schaft sind zwei separate Teile, die miteinander verpresst werden. Auch die Standrohre sind so verbunden. In Summe kommt die Diamond auf ein vergleichsweise hohes Gewicht von 2.231 g – der stattlichste Wert im Testerfeld.

Schicke Details und eine schöne Formensprache wohin das Auge reicht.
# Schicke Details und eine schöne Formensprache wohin das Auge reicht.
Auf der Rückseite der Gabelbrücke sind Gewinde für den Mudguard, der im Lieferumfang enthalten ist.
# Auf der Rückseite der Gabelbrücke sind Gewinde für den Mudguard, der im Lieferumfang enthalten ist.
For riders by riders – das fällt vor allem beim Blick auf die Details auf ...
# For riders by riders – das fällt vor allem beim Blick auf die Details auf ...
... beispielsweise an der aufgelaserten Skala auf dem Aluschaft, die das Kürzen vereinfachen soll.
# ... beispielsweise an der aufgelaserten Skala auf dem Aluschaft, die das Kürzen vereinfachen soll.

Technik

  • Material Schaft: Aluminium
  • Material Standrohre: Aluminium
  • Material Casting: Magnesium
  • Schaftdurchmesser: Tapered 1 1/8″ – 1,5″
  • Bremsaufnahme: Disc only, PM 6″
  • Federweg: 160 mm
  • Standrohrdurchmesser: 35 mm
  • Laufradgröße: 29″
  • Reifenfreiheit: bis 3″
  • Schutzblech: Ja, im Lieferumfang enthalten

Die technischen Daten aller Federgabeln in unserem 29″ Enduro-Federgabel-Vergleichstest findet ihr in dieser Tabelle zum Ausklappen:

 DVO Diamond 29Formula SelvaFox 36 HSC/LSCMRP RibbonRockShox Lyrik RCT3Öhlins RXF36
Federweg130 – 160 mm120 – 160 mm140 – 160 mm120 – 160 mm150 – 180 mm120 – 170 mm
Verfügbare Laufradgrößen27,5"
27,5+ / 29"
27,5"
27,5+ / 29"
26"
27,5"
29"
27,5"
27,5+
29"
27,5"
27,5+ / 29"
27,5"
29"
27,5+ / 29"
Lowspeed DruckstufeExtern, 6 KlicksExtern, 15 KlicksExtern, 26 KlicksExtern, 8 KlicksExtern, 20 KlicksExtern, 24 Klicks
Highspeed DruckstufeExtern, 30 KlicksInternExtern, 22 KlicksInternInternExtern, 5 Klicks
Lowspeed ZugstufeExtern, 20 KlicksExtern, 15 KlicksExtern, 10 KlicksExtern, 16 KlicksExtern, 20 KlicksExtern, 24 Klicks
Highspeed ZugstufeInternInternInternInternInternIntern
Volumen-
veränderung
Intern, ÖlvolumenIntern, ÖlvolumenIntern, Volumen-SpacerExtern, MRP Ramp Control, 16 KlicksIntern, Volumen-SpacerExtern, Ramp-Up-Chamber
Weiteres TuningDruckstufen-Kolben kann umgedreht werden von Cosmic Sports7 verschiedene CTSShimstack anpassbar auf Kunden-Bedürfnisse durch Fox Deutschland
Einbauhöhe27,5": 572 mm (170 FW)
29": 565 mm (160 FW)
27,5": 570 mm (180 FW)
29": 565 mm (160 FW)
27,5": 549 mm (170 FW)
29": 567 mm (160 FW)
27,5": 562 mm (170 FW)
29": 572 mm (160 FW)
27,5": 552 mm (160 FW)
29": 572 mm (160 FW)
27,5": 553 mm (170 FW)
29": 568,5 mm (160 FW)
SchaftTapered 1 1/8"-1,5"Tapered 1 1/8"-1,5"Tapered 1 1/8"-1,5"Tapered 1 1/8"-1,5"Tapered 1 1/8"-1,5"Tapered 1 1/8"-1,5"; integrierter Konus
Standrohr-
durchmesser
35 mm35 mm36 mm35 mm35 mm36 mm
AchseQR 15 mm AchseQR 15 mm AchseQR 15 mm AchseQR 15 mm Achse15 mm Schraubachse ohne KlemmungQR 15 mm Achse
Offset51 mm51 mm51 mm, 44 mm51 mm (46 mm auf Anfrage) 51 mm51 mm
Einbaubreite110 mm110 mm110 mm110 mm110 mm110 mm
Reifenfreiheit3" 2,6"2,5"2,6"2,8"
Farbenschwarz, grün, braunschwarz, weiss, violettschwarz, orange (Sonder-Edition)schwarz, 9 Decal-Farben wählbarmattschwarz, schwarz glänzend, weissschwarz
Gewicht (nachgewogen)2.231 g2.106 g2.041 g1.947 g2.080 g2.092 g
Preis (getestete Version)999 €
1190 €1.399 €1.049 €1.145 €1.218,56 €
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Am Casting sitzt eine 6″ Post Mount-Bremsaufnahme. Wer also 160 mm kleine Bremsscheiben fahren will, kann ohne Adapter arbeiten. Im Enduro-Sektor sind diese aber nicht sehr gängig – für größere Bremsscheiben wird an der DVO Diamond also ein Adapter benötigt. Auf der Rückseite der Gabelbrücke sitzen Schrauben, an denen ein hauseigenes Schutzblech montiert werden kann. Dieser ist im Lieferumfang enthalten und kann im Falle eines Defekts für 31,99 € nachgekauft werden. Zugunsten der Nutzerfreundlichkeit setzt DVO an der Achse auf eine QR-Steckachse. Dank einer Absetzung an der Naben-Aufnahme, lässt sich das Laufrad leicht einfädeln.

Inzwischen ist der getaperte Gabelschaft zum durchgängigen Einbaumaß geworden. Auch DVO setzt auf einen konischen Gabelschaft mit 1 1/8″ oben und 1,5″ unten. Der Gabelschaft ist für die Verwendung eines Lager-Konusrings vorgesehen, der ganz klassisch aufgeschlagen werden muss. Ein nettes Detail sind die aufgedruckten Schnittvorgaben mit den entsprechenden Schaftlängen.

Schicke Luftkappe
# Schicke Luftkappe - Unter der grün eloxierten Aircap versteckt sich die Luftfeder Der DVO Diamond 29. Unter der Topcap verstecken sich allerdings keine Plastik-Volumenspacer.
Sensibler oder strammer?
# Sensibler oder strammer? - O.T.T. ist eine in der Vorspannung verstellbare Stahl-Negativfeder. Per 5 mm-Innensechskant kann das Ansprechverhalten der Federgabel individuell angepasst werden.

Federung & Dämpfung

Federung

Auf der Federseite wird eine Kombination aus Luft-Positivfeder und extern vorspannbarer Stahl-Negativfeder (OTT) verbaut. Durch eine Veränderung der Federvorspannung auf der Unterseite des Castings kann mit einem 5 mm-Innensechskant die Sensibilität der Gabel erhöht oder gesenkt werden. Für alle weiteren Verstellmöglichkeiten der Luftseite muss man die Gabel öffnen. Tokens oder Volumenspacer, welche ohne großen Aufwand angeklipst oder geschraubt werden können, sind zwischenzeitlich zum Standard geworden, mögliche Veränderung der Progression quasi schon ein Muss für den Endkunden. Um dies zu erreichen, gilt es bei DVO, fast schon traditionell über eine Spritze etwas Öl in die Luftkammer einzubringen.

Dämpfung

Anders als in der Emerald verwendet DVO in der Diamond eine geschlossene Dämpfungseinheit mit Bladder, in der das Shimstack arbeitet. Die für Suspension-Nerds sehr spannende Möglichkeit einer Shimstack-Anpassung im heimischen Keller ist somit an der Diamond leider nicht ohne weiteres möglich, da hierfür eine entsprechende Möglichkeit zur Entlüftung der Kartusche gegeben sein muss.

In der Dämpfungsseite der Diamond steckt eine geschlossene Kartusche mit Gummibladder, ...
# In der Dämpfungsseite der Diamond steckt eine geschlossene Kartusche mit Gummibladder, ...
... die extern in Lowspeed Zug- und Druckstufe sowie in der Highspeed Druckstufe verstellbar ist.
# ... die extern in Lowspeed Zug- und Druckstufe sowie in der Highspeed Druckstufe verstellbar ist.

Montage & Bedienbarkeit

Die Montage der Diamond vereinfacht DVO dem Endkunden ein wenig durch ein kleines Detail mit großer Wirkung: Am Schaft sind Markierungen angebracht, die ein korrektes Ablängen des Schafts vereinfachen sollen. Ansonsten gestaltet sich die Montage unproblematisch. Die 6″-Bremsaufnahme benötigt allerdings einen Adapter, um größere Bremsscheiben fahren zu können. Hier hätte unserer Meinung nach eine 7″-Aufnahme besser gepasst. Das Laufrad lässt sich einfach ins Casting einfädeln und die Position der Achse lässt sich an der gegenüberliegenden Seite simpel per Hand anpassen.

63 Gramm bringt der hauseigene Fender auf die Waage
# 63 Gramm bringt der hauseigene Fender auf die Waage - Zwei der Schrauben können auch ohne Fender im Casting verbleiben.
Eingeklickt und zentrail gesichert
# Eingeklickt und zentrail gesichert - In diese Schrauben klickt man den Fender ein und sichert ihn mit einer Schraube zentral in der Brücke.
Ausbuchtungen versteckt
# Ausbuchtungen versteckt - Das Fachwerk auf der Rückseite der Brücke wird mit dem Fender abgedeckt und somit spart man sich Fummelei beim Putzen.
Klein aber fein
# Klein aber fein - Der Spritzschutz fällt etwas kleiner aus als beispielsweise ein Marshguard, gliedert sich optisch aber besser an die Gabel an.

Verlegt man die Bremsleitung, freut man sich über die schön gelöste Leitungshalterung. Diese lässt sich per 3 mm-Innensechskant abschrauben. Danach muss man das Plastikteil auf die Leitung klipsen – Vorsicht: richtige Richtung beachten! DVO setzt nicht auf das kleinstmögliche Gewinde an dieser Stelle, man muss also bei der Montage nicht mit chirurgischer Sorgfalt vorgehen. So hält das Gewinde auch einen mehrmaligen Bremsen-Wechsel oder übersteht den Tausch zwischen den einzelnen Test-Bikes unbeschadet.

DVO gibt für seine Federgabeln ein Basis-Setup je nach Fahrergewicht an. Verschiedene Fahrstile werden dabei nicht berücksichtigt. Neben einer Luftdruckempfehlung werden auch die anderen Einstellungsmöglichkeiten mit Empfehlungen abgedeckt. Für alle Tester war das Basis-Setup eine solide Grundlage, von der wir nicht extrem abweichen mussten.

FahrergewichtLuftdruckOTTReboundHSCLSC
54 - 63 kg90 - 100 psi0 - 2 Umdrehungen10 - 14 Klicks0 - 1 Klicks1 - 2 Klicks
64 - 72 kg100 - 110 psi2 - 4 Umdrehungen10 - 14 Klicks0 - 2 Klicks1 - 2 Klicks
73 - 81 kg110 - 125 psi3 - 7 Umdrehungen8 - 12 Klicks2 - 3 Klicks1 - 2 Klicks
82 - 90 kg125 - 130 psi6 - 8 Umdrehungen8 - 12 Klicks2 - 4 Klicks1 - 2 Klicks
91 - 100 kg130 - 135 psi7 - 9 Umdrehungen6 - 10 Klicks3 - 5 Klicks1 - 2 Klicks
100 - 108 kg135 - 140 psi8 - 10 Umdrehungen6 - 10 Klicks4 - 6 Klicks1 - 2 Klicks
109+ kg140 - 170 psi11 - 14 Umdrehungen6 - 10 Klicks5 - 7 Klicks1 - 2 Klicks
Eine sehr gute Paarung: DVO Diamond 29 und Topaz T3 harmonieren exzellent miteinander
# Eine sehr gute Paarung: DVO Diamond 29 und Topaz T3 harmonieren exzellent miteinander - und überzeugen auf dem Trail durch unauffällig gute Funktion.

Auf dem Trail

Ähnlich wie die Formula Selva liegt die DVO Diamond 29 sehr satt und dennoch sensibel auf. Wippen produziert sie wenig und wenn, dann nur unter starkem Fahrereinfluss. Wer hier Ruhe haben möchte, kann einen schnellen Griff zum oberen Einstellknopf der Lowspeed-Druckstufe machen und über den kleinen Hebel diese komplett schließen. Interessant ist dies aber vermutlich eher auf langen Asphalt-Anstiegen.

Im Gelände ist dies nicht notwendig und auch mit wenig Last auf dem Vorderrad bei steilen Anstiegen bügelt die DVO Diamond 29 alles weg. Im Testfeld ist die Diamond die schwerste Gabel – langsamer sind wir deshalb am Berg nicht. Als 29″-Gabel, die auch mit 27,5+ Reifen kompatibel ist, bietet die Diamond genügend Matschfreiheit, auch bei breiter Bereifung auf Felgen mit 30 mm Innenweite.

Anders, als man beim Setup der Gabel auf dem Parkplatz glauben möchte, ist der Verstellbereich der DVO Diamond 29 recht groß gefasst. Spürbar ist das beim Rumspringen erstaunlich wenig und der erste Eindruck vermittelt ein Gefühl, als ob sich zwischen den Klicks gar nicht so viel ändern würde. Gleich mal mehr Luft fahren oder Öl in die Luftkammer? Wir gehen erst einmal auf die Teststrecke, bevor wir uns vom Parkplatztest täuschen lassen. Auf dem Trail zeigt die DVO Diamond dann nämlich ein anderes Gesicht: bereits wenige Klicks machen einen großen Unterschied im Fahrverhalten. Umso glücklicher sind wir um die feine Rasterung der Einsteller.

Die DVO Diamond 29 gibt ihren Federweg sehr kontrolliert frei, bleibt dabei aber komfortabel.
# Die DVO Diamond 29 gibt ihren Federweg sehr kontrolliert frei, bleibt dabei aber komfortabel.
So bietet sie in Kurven oder in steilen Streckenabschnitten guten Gegenhalt und viele Reserven.
# So bietet sie in Kurven oder in steilen Streckenabschnitten guten Gegenhalt und viele Reserven.

Das Spektrum reicht vom sehr strammen und sehr hoch im Federweg stehenden Bretthart-Feeling bis hin zur butterweichen, alles verschluckenden Sänfte. Beim ersten Setup sollte man sich entsprechend viel Zeit nehmen und einen exemplarischen Trail wiederholt fahren, um sich ein genaueres Bild über die Eigenheiten der Dämpfung zu verschaffen. Sonst läuft man Gefahr, sehr viel Potenzial zu verschenken. Und das wäre schade – denn davon hat die DVO Diamond 29 einiges.

Über das OTT lässt sich zusätzlich noch sehr genau die Charakteristik der Gabel zum Federwegs-Beginn beeinflussen. Mehr Sensibilität mit leichterer Federwegs-Freigabe oder doch lieber etwas weniger Monster-Truck-Feeling? Alles ist möglich und gerade das macht die Gabel für ein breites Publikum interessant. Wir pendelten uns zwischen 5 und 10 ml extra Progression in der Haupt-Luftkammer ein. Besonders schwere Fahrer profitieren so von mehr Reserven, wenn es mal etwas ungemütlich wird auf dem Trail.

Die Druckstufen arbeiten so effektiv, dass man auf Strecken mit sehr schnellen Richtungswechseln alleine über wenige Klicks mehr die Gabel um mehrere Zentimeter höher stehen lassen kann. Besonders in Kombination mit einem DVO Topaz am Heck, welcher über seinen dreistufigen Regler ähnliche Möglichkeiten bereitstellt, brilliert das DVO-Fahrwerk mit schneller Anpassbarkeit auf unterschiedlichsten Strecken. In ruppigem Gelände und grober Linienwahl vermittelte die DVO Diamond 29 besonders aufgrund ihrer effektiven und kraftsparenden Dämpfung ein hohes Maß an Sicherheit. Gerade Enduro-Rennfahrern, die lange Abfahrten am Stück absolvieren, dürfte das sehr entgegenkommen.

Beim ersten Aufsitzen macht die Diamond zwar nicht den Eindruck, aber ihre Dämpfung arbeitet auf einem sehr hohen Niveau.
# Beim ersten Aufsitzen macht die Diamond zwar nicht den Eindruck, aber ihre Dämpfung arbeitet auf einem sehr hohen Niveau.
Im Laufe des Tests erhöhten wir die Ölmenge in der Luftkammer der DVO Diamond 29, um die Endprogression etwas zu steigern.
# Im Laufe des Tests erhöhten wir die Ölmenge in der Luftkammer der DVO Diamond 29, um die Endprogression etwas zu steigern.

Tipps, Tuning & Haltbarkeit

Progression

Bei DVO muss man sich für eine Anpassung der Luftkennlinie traditionell behelfen – eine Aufnahme für Volumenspacer unter der Topcap fehlt. Wie bei älteren Luftfedergabeln kann stattdessen mit Fett oder Öl das Volumen angepasst werden. Der Aufwand hierfür ist minimal größer, der Spielraum dafür auch – ab Werk sind in der Luftkammer 5 cc 7,5 wt Öl vorhanden. DVO erlaubt bis zu 15 ml mehr Ölmenge zum Progressions-Tuning. Besonders schwere Fahrer oder Nutzer, die es mit dem Enduro gerne mal etwas übertreiben mit der wilden Fahrweise, sollten nach unseren Erfahrungen zusätzlich etwa 5 bis 10 ml Öl in die Luftkammer füllen.

Progressionstuning via Ölvolumen ist in der Praxis etwas aufwändiger …
# Progressionstuning via Ölvolumen ist in der Praxis etwas aufwändiger …
… als der Einsatz von Volumenspacern, erlaubt aber eine stufenlose Abstimmung.
# … als der Einsatz von Volumenspacern, erlaubt aber eine stufenlose Abstimmung.

Shimstack

Wie bereits im Abschnitt Dämpfung angerissen, ist es bei der DVO Diamond – wie bei den meisten Herstellern auch – nicht ganz einfach, diese Maßnahme in der heimischen Werkstatt durchzuführen. Wer dennoch eine Anpassung am Innenleben vornehmen möchte, kann dies über Cosmic Sports durchführen lassen. Wie bei der Emerald kann zusätzlich neben einer speziellen Shim-Belegung auch der Kolben gedreht werden. Verschieden große Durchlass-Bohrungen erlauben dann einen unterschiedlichen Ölfluss und damit mehr oder weniger Dämpfung.

Kleine Kunststoff-Spacer helfen beim Traveln der Federgabel. Sie können auf der Negativ-Seite auf den Schaft geklipst werden und sorgen dann dafür, dass die Federgabel nicht weiter ausfährt. So lässt sich der Federweg der DVO Diamond 29 von 160 mm auf 130 mm anpassen. Hier ist die einfache Bedienung erwähnenswert: ohne viel Aufwand und Know-How kann die Gabel im Federweg reduziert werden.

OTT

Um beim OTT schneller zu einem passenden Ergebnis zu kommen, sollte man zu Beginn mit vollen Rotationen arbeiten. Davon stehen 14 Umdrehungen zur Verfügung. Im Uhrzeigersinn wird die Gabel dabei sensibler und entgegen dem Uhrzeigersinn strammer. Wir pendelten uns bei 7 Umdrehungen ein.

DVO Diamond OTT Einstellung von GrinsekaterMehr Mountainbike-Videos

Haltbarkeit & Service

Allen Lorbeeren zum Trotz blieb unser Testeindruck nicht ungetrübt. Nach wenigen Ausfahrten stellte sich an der Kartusche ein Defekt ein, wodurch die komplette Dämpfung der Gabel ausfiel. Kurz darauf gab der OTT-Versteller unter einer nicht ganz so gefühlvollen Hand dem Druck nach und brach ab. Beides konnte schnell und unkompliziert vom Service bei Cosmic Sports repariert werden. Den restlichen Testzeitraum hatten wir keinerlei Probleme mehr mit der DVO Diamond 29 und sie funktionierte tadellos.

  • Schmierölservice durch Kunde durchführbar: ja
  • Spezialwerkzeug notwendig: nein
  • Komplettservice durch Kunde durchführbar: nein
  • Spezialwerkzeug notwendig: ja
  • empfohlenes Serviceintervall: 150 h oder einmal im Jahr
  • Kosten großer Service bei Cosmic Sports: 85 €

Fazit – DVO Diamond 29

Leichte Startschwierigkeiten trüben den ansonsten extrem positiven Testeindruck der DVO Diamond 29. Ihre sehr gut nutzbare, breite Abstimmbarkeit macht die Gabel attraktiv für eine große Nutzergruppe vom Genussfahrer bis hin zum Enduro-Racer. Die sehr gute Dämpfungsqualität ließ fast alle Tester über das vergleichsweise hohe Gewicht hinwegsehen.

Pro
  • Dämpfung
  • Feinfühligkeit
Contra
  • Defekt der Dämpfungskartusche im Testzeitraum
  • schwerste Gabel im Test
Die sehr gut nutzbare und breite Abstimmbarkeit macht die DVO Diamond 29 zu einer sehr guten Wahl für Genuss-Fahrer und Enduristen
# Die sehr gut nutzbare und breite Abstimmbarkeit macht die DVO Diamond 29 zu einer sehr guten Wahl für Genuss-Fahrer und Enduristen - die Dämpfung der schwarz-grünen Gabel arbeitet auf einem sehr hohen Niveau. Abgesehen von einem Defekt der Dämpfungskartusche und dem relativ hohen Gewicht überzeugt die DVO Diamond 29 auf ganzer Linie.

Hier findest du alle weiteren Artikel unseres 29″ Enduro-Federgabel-Vergleichstests 2018:


Testablauf

Im Rahmen des Federgabeltests wurden über mehrere Monate die Gabeln zwischen verschiedenen Testern durchgetauscht. Wichtig war an dieser Stelle vor allem, dass jeder Tester die Gabeln in seinem eigenen Bike fährt. So herrscht für jedes Produkt Chancengleichheit. Auch das Wetter ist hinsichtlich des langen Testzeitraums vernachlässigbar. Jede Federgabel wurde in unterschiedlichen Bedingungen gefahren und musste sich von trocken, staubigen Böden, bis hin zu nassen Verhältnissen beweisen.

Hier haben wir die DVO Diamond 29 getestet

  • Bikepark: Unterschiedlichstes Terrain, lose und harte Böden, Sprünge, Downhill- und Flow-Trails
  • Singletrails: Lose Böden, offene Kurven, steil, schnell
Profile der Haupttester – bitte ausklappen

Jens Staudt

  • Testername: Jens Staudt
  • Körpergröße: 190 cm
  • Gewicht (fahrfertig): 95 kg
  • Schrittlänge: 91 cm
  • Armlänge: 61 cm
  • Oberkörperlänge: 56 cm
  • Fahrstil: Schnellste Linie, auch wenn es mal ruppig ist
  • Ich fahre hauptsächlich: Singletrails, sprunglastiger Local Spot, Freeride, DH
  • Vorlieben beim Fahrwerk: Straff, gutes Feedback vom Untergrund, viel Druckstufe, progressive Kennlinie
  • Vorlieben bei der Geometrie: Kettenstreben nicht zu kurz (ca. 430 mm oder gerne länger), Lenkwinkel tendenziell eher flacher

Christoph Spath

  • Testername: Christoph Spath
  • Körpergröße: 190 cm
  • Gewicht: 65 kg
  • Gewicht (fahrfertig): 70 kg
  • Schrittlänge: 94 cm
  • Armlänge: 60 cm
  • Oberkörperlänge: 49 cm
  • Fahrstil: Schnell bergauf und bergab, sauber, selten überm Limit
  • Ich fahre hauptsächlich: Von Dirt Jump über Trail und Enduro bis Downhill, gerne schnell, in grobem Gelände und mit viel Luftstand
  • Vorlieben beim Fahrwerk: Viel Low Speed-Compression am Dämpfer, Front etwas straffer als das Heck, hinten gerne progressiv
  • Vorlieben bei der Geometrie: Vorne lang, hinten je nach Einsatzbereich kurz bis mittellang, flach

Um euch den bestmöglichen und breitesten Testeindruck zu bieten, fahren immer mehrere Tester ein Bike. Neben den aufgeführten Testern mit detaillierten Profil arbeiten wir immer mit weiteren Fahrern unterschiedlicher Könnerstufen, Gewichte, Körpergrößen sowie Vorlieben zusammen. Im direkten Dialog stellen wir das richtigen Setup sicher und dokumentieren in gemeinsamen Ausfahrten die Eindrücke. Dies stellt sicher, dass wir alle Eigenheiten eines Bikes in allen Bereichen beurteilen können.

Preisvergleich

  1. benutzerbild

    hulster

    dabei seit 12/2012

    LuckZero schrieb:
    Schönes Rad, dein Clay mit den DVO Fahrwerk . Hatte ich zu meinem Last FF auch auf dem Radar.


    Danke - und die Diamond lohnt sich auf jeden Fall.
  2. benutzerbild

    hulster

    dabei seit 12/2012

    Robert-Ammersee schrieb:
    Gut warm machen. Dann geht's schon auf.


    Nope - nutzt nix. Wenn die Kartusche draussen ist musst du die untere Kappe lösen. Das is so geplant, dass der Federstab unter Luftdruck druch Reibung Gegenhalt gibt. Wenn die zu fest angezogen ist (z.B. auch unter Luftdruck), dann geht da garnix. Dann brauchst du ein Werkzeug, was in die Öffnungen der Kappe eingreift um gegenhalten zu können. Das Alu ist sehr weich, wenn du irgendwas basteliges benutzt vermackelt recht schnell. Hab ich mir dann gespart und zu Cosmic geschickt. Da die Gabel weit vor Fertigstellung da war, war das aber kein Problem.
  3. Anzeige

  4. benutzerbild

    Robert-Ammersee

    dabei seit 03/2010

    hulster schrieb:
    Nope - nutzt nix. ...

    Ging bei meiner nach'm erhitzen problemlos.

    Aber wo Du Recht hast: die Gefahr, das zu vermacken ist sehr groß.
  5. benutzerbild

    hulster

    dabei seit 12/2012

    Robert-Ammersee schrieb:
    Ging bei meiner nach'm erhitzen problemlos.

    Aber wo Du Recht hast: die Gefahr, das zu vermacken ist sehr groß.


    Also haste dann doch noch mit irgendwas anderem gegengehalten? Oder nur erwärmt?
  6. benutzerbild

    Robert-Ammersee

    dabei seit 03/2010

    hulster schrieb:
    Also haste dann doch noch mit irgendwas anderem gegengehalten? Oder nur erwärmt?

    Mein Mieter hat sich als brauchbarer Gegenhalter erwiesen...

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