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Blick auf Marseille
Blick auf Marseille
Marseille_2
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Marseille_3
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Marseille_4
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Marseille_5
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Marseille_6
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Sonntenuntergang in Gemenos
Sonntenuntergang in Gemenos
Marseille Calanques-1
Marseille Calanques-1
Marseille Calanques-2
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Marseille Calanques-3
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Marseille Calanques-4
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Marseille Calanques-5
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Marseille Calanques-8
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Marseille Calanques-10
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Marseille Calanques-11
Marseille Calanques-11
Blick auf Marseille, Notre Dame und das Mittelmeer.
Blick auf Marseille, Notre Dame und das Mittelmeer.

Konstantin und Jan von AlpineBiking sind vor den österreichischen Schneemassen geflüchtet und haben den weiten Weg in die französische Provence angetreten, um neue Trails zu erkunden: In Frankreichs zweitgrößter Metropole Marseille lässt sich nicht nur Stadtkultur schnuppern, sondern ebenso zahllose Trails entdecken. Ein Gastbeitrag von AlpineBiking.

Wenn man in Deutschland über die Winterzeit das Mountainbike aus dem Keller holen möchte, gehört man entweder zur Gruppe der waschechten Allwetterfahrer oder zur Gruppe all jener, die ihre Trailsucht mit der Flucht in südlichere Gefilde befriedigen. Da uns aber eine Flugreise auf die Kanarischen Inseln, Andalusien oder Portugal nicht ganz in die Jahresbudgetierung passte, kam die Chance, in Frankreichs zweitgrößter Metropole Marseille Arbeit mit Vergnügen zu kombinieren, sehr gelegen.

Die Anreise

Von Innsbruck aus sind die rund neun Stunden Autofahrt nicht gerade das, was man einen Katzensprung nennt, aber glücklicherweise liegen nennenswerte Bikedestinationen wie Varazze, Finale Ligure und San Remo auf der Strecke und verkürzen somit die Anreise in die Provence doch deutlich. Nach einem Tag des Einfahrens – die Wintersaison ist in Österreich dieses Jahr von Schneesport geprägt – stellen wir fest: bei 18 Grad, Sonne und warmen Südwind lässt es sich bereits im Januar in den ligurischen Bergen fantastisch aushalten, nur leider lässt die Sicherheit auf dem Rad noch zu wünschen übrig.

Marseille

Da wir im Vorfeld unserer Reise bereits ersten Kontakt mit der marseillesischen EWS-Fahrerin Morgane Such hatten, konnten wir uns so erste Tipps fürs Biken in der Region sichern. Morgane hatte leider keine Zeit uns unter der Woche zu guiden, vertröstete uns aber auf das Wochenende und setzte uns stattdessen mit ihrem Vater in Verbindung, der ein kleines Radgeschäft (Massilia Bike System) in dem Marseillaiser Vorort Saint-Marcel hat.

Blick auf Marseille
# Blick auf Marseille

Der Hausberg

Am Geschäft angekommen, werden wir herzlich begrüßt und Morganes Vater zeigte uns diverse Trails in den südlich angrenzenden Bergen. Die erste Empfehlung: eine Tour mit rund 700 Höhenmetern und 25 km für den Nachmittag. Für die Orientierung waren unsere Smartphones und die Website vttrack.fr zuständig, wo so gut wie alle Wanderwege Südfrankreichs zu finden sind.

Nach einem gemütlichen Anstieg auf einem der unzähligen Feuerwehrwege (die extreme Trockenheit im Sommer führt nicht selten zu Waldbränden), erwartet uns ein atemberaubender Ausblick auf die Metropole Marseille, die umliegenden, schroffen Berge und das angrenzende Mittelmeer. Selbst das Wahrzeichen der Stadt, die Notre Dame de la Garde-Kirche, können wir vom Trail-Einstieg in der Ferne sehen.

Aber genug die Aussicht genossen, jetzt stehen Trails auf dem Programm. Morganes Vater hatte scheinbar eine gewisse Fahrtechnik vorausgesetzt, denn bereits der Einstieg in den Trail stellt aufgrund von verblockten, spitzen Felsen schon eine gewisse Herausforderung dar.

Doch nachdem die erste Schlüsselstelle gemeistert ist, werden wir mit einem schnellen, flowigen, aber ziemlich ruppigen Trail durch eine wilde Fels- und Buschlandschaft belohnt. Bremspunkte müssen mit Bedacht gewählt werden, denn auf dem losen, grobkörnigen Untergrund neigen die Bikes zu unter- und übersteuern, was dann schnell mit einem Abflug in die dornigen Sträucher quittiert wird.

Unten angekommen zögern wir nicht lange und nehmen einen schnellen Uphill zurück zum Ausgangspunkt, um den zweiten Trail des Tages unter die Stollen zu bekommen. Die Berge werden nun von der tiefstehenden Abendsonne in perfektes Fotolicht gehüllt und nach einer kurzen Schiebepassage auf den Roc de la Croix liegen nun 300 Tiefenmeter feinster Singletrail vor uns.

Marseille_2
# Marseille_2
Marseille_3
# Marseille_3
Marseille_4
# Marseille_4
Marseille_5
# Marseille_5
Marseille_6
# Marseille_6

Gémenos

Der malerische Ort Gémenos liegt am Fuße des Massif Sainte-Baume und ist ein wahres Trailparadies. Mit Morgane als Guide für den Tag treten wir zunächst die Passstraße unterhalb des Pic de Bretagne hinauf, bis wir auf zirka 700 Metern Seehöhe von der Teestraße in den ersten Trail abbiegen.

Der für die Region untypische Regen vom Morgen sorgt für extrem griffige Trails, die eher die Charakteristik unserer heimischen Trails mit Wurzeln und Lehmboden haben. 250 Höhenmeter weiter unten mündet der Trail wieder auf die Passstraße und nach einem kurzen Zwischenanstieg wartet auch schon der zweite Trail auf uns.

Dieser ist dann wieder typisch für die Provence: Lockeres Geröll, Steinabsätze und natürliche Anlieger lassen jedes Enduro-Herz höher schlagen. Auch die Aussicht enttäuscht nicht und man kann immer wieder Blicke auf die entfernte Metropole erhaschen. Am Parkplatz angekommen, steht der letzte Uphill des Tages auf der Agenda. Rund 500 Höhenmeter später erreichen wir auf der anderen Talseite den Vigiue du Brigou und genießen von oben den Sonnenuntergang über dem Meer. Da das letzte Licht um diese Jahreszeit rar ist, geht es ein letztes Mal in rasantem Tempo bergab. Die Trails auf dem Berg sind von den Locals gebaut und die Anlieger, Drops und Sprünge laden zum Spielen ein.

Sonntenuntergang in Gemenos
# Sonntenuntergang in Gemenos

Les Calanques

Für den letzten Tag unseres Trips haben wir uns zwei Trails im Nationalpark der Calanques ausgesucht. Die Calanques sind ein beliebtes Ausflugsziel der Marseillaiser, denn hier kann man zu einsamen Buchten wandern, klettern oder wie wir, die steinigen Trails mit dem Vélo befahren.

Der erste Trail startet am Col de Cortiou. Der Weg schlängelt sich an den steilen Kalkfelsen entlang und verliert dabei nur wenig an Höhe. Leider ist der aufkommende Flow immer wieder von kurzen verblockten Gegenanstiegen und zahlreichen Wanderern getrübt, welche aber stets freundlich sind und uns sogar zum Teil anfeuern, schneller zu fahren. Die Aussicht, die uns aber während der gesamten Zeit begleitet, entschädigt für jegliche Mühen und Anstrengungen.

Nach einem regen Bergauf und Bergab erreicht man nach einigen Kilometern die Calanque de Marseilleveyre, wo ein kleines Restaurant hungrige Ausflügler empfängt. Leider ist das Restaurant im Winter geschlossen und daher geht es für uns auf den Rückweg zum Parkplatz.

Marseille Calanques-1
# Marseille Calanques-1
Marseille Calanques-2
# Marseille Calanques-2
Marseille Calanques-3
# Marseille Calanques-3
Marseille Calanques-4
# Marseille Calanques-4
Marseille Calanques-5
# Marseille Calanques-5
Marseille Calanques-8
# Marseille Calanques-8
Marseille Calanques-10
# Marseille Calanques-10
Marseille Calanques-11
# Marseille Calanques-11

Um zurück zum Parkplatz zu kommen, müssen weitere 270 Höhenmeter zum Col de la Selle überwunden werden. Hier geht es noch einmal richtig zur Sache: Steile und verblockte Felsen auf dem Trail fordern unser ganzes Fahrkönnen und lassen so manchen Wanderer staunen. Schnell genießen wir noch ein letztes Mal die Aussicht auf das ins Abendlicht getauchte Marseille. Einige weitere Tiefenmeter später erreichen wir den Ortsteil Sormiou und treten von dort aus zu unserem Auto zurück.

Blick auf Marseille, Notre Dame und das Mittelmeer.
# Blick auf Marseille, Notre Dame und das Mittelmeer.

Fazit

Kein Wunder, dass viele der besten EWS-Fahrer aus der französischen Provence stammen. Die Trails in der Region bieten alles, was dem Enduro-Fahrer ein Lächeln aufs Gesicht zaubert. Schnelle, steinige und ruppige Trails, die aber bei entsprechender Geschwindigkeit auch einen gewissen Flow bieten, sowie eine ganzjährige Bikesaison mit trockenen Trails. Wir können die Region nur jedem wärmstens ans Herz legen, der auch mal einen Blick über den italienischen Tellerrand werfen will. Einziges Manko sind jedoch die hohen Reisekosten und die lange Anfahrt.

Mehr Informationen: www.alpinebiking.de

Fotos: Konstantin “Powtin” | Text: Jan “Powjoke”
  1. benutzerbild

    Powtin

    dabei seit 05/2014

    525Rainer
    Schönes unaufgeregtes Video. Welche Rucksäcke von evoc habt ihr am start für so einen Dreh?
    Servus @525Rainer wir haben in den meisten Fällen einfach den Stage 12/18l an.
  2. benutzerbild

    Anzeige

  3. benutzerbild

    powjoke

    dabei seit 12/2013

    mzaskar
    Es gibt für die Ganze Küste ( Cote du Provence ) und das hinterland viele coole Bücher mit Trails noch und nöcher. Ebenfalls zu empfehlen ist das Hinterland um Nizza und der Luberon. Achja in Frankreich heisst MTB - VTT :) dann findet man unglaublich viel Futter für die Stollen
    Genau, wie im Artikel erwähnt sind die Trails auch alle auf http://www.vttrack.fr/ zu finden, inklusive Beurteilung der Fahrbeikeit. Dabei muss man auch sagen, dass die Beurteilungen ziemlich realistisch sind. Die orangen/roten Trails entsprechen ungefähr dem hier gängigen S2/S3. Bei genauen Trail Fragen stehen wir natürlich gern zur Verfügung.

    @525Rainer Wir filmen die meiste Zeit mit einer DSLM und einem Zoom Objektiv, das brauch nicht so viel Platz ;)
  4. benutzerbild

    mzaskar

    dabei seit 06/2006

    Hi, in der Gegend um Grasse ging es die Trails auch hoch, das fand ich dann doch schon grenzwertig ;)

    aber auf jedenfall einen Ausflug wert

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  5. benutzerbild

    525Rainer

    dabei seit 09/2004

    Danke für die Info, ich hab auch meistens l eine gh5 und objektiv dabei und wollt nur wissen ob ihr vielleicht den Photop einsetzt der ja im Grunde genau für den Fall gebaut wurde.
  6. benutzerbild

    Eisbein

    dabei seit 01/2005

    525Rainer
    Danke für die Info, ich hab auch meistens l eine gh5 und objektiv dabei und wollt nur wissen ob ihr vielleicht den Photop einsetzt der ja im Grunde genau für den Fall gebaut wurde.
    Ich hab auch noch den Evoc Fotorucksack. Nur wenn der Fokus ganz eindeutig auf fotografieren liegt, nutze ich den. Selbst mit D600 + 3 Linsen geht es ganz gut mit dem 18L Stage oder dem 20L Trail.

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