Der erste Weltcup des Jahres und das Cape Epic ist zwar schon Geschichte, doch ein Blick zurück lohnt sich immer! Wer hat denn schon vor dem Cape Epic auf sich aufmerksam gemacht? Was gibt es für News in der XC-Szene? Wir haben einmal mehr alle wichtigen Ereignisse der letzten Wochen für euch zusammengefasst.

Fumic macht weiter bis zur Heim-WM und Olympia 2020

Der amtierende deutsche Meister Manuel Fumic und der brasilianische Meister aus dem Jahr 2017, Henrique Avancini, haben ihre Verträge beim Cannondale Factory Racing Team verlängert. Um Manuel Fumic gab es schon Spekulationen, ob der 35-jährige noch die nötige Motivation hat, den Vierjahresrhythmus bis zu den Olympischen Spielen 2020 zu bestreiten. Doch der seit dem Jahr 2010 engagierte vierfache Olympiateilnehmer ist motiviert und hungrig wie eh und je. „Ich freue mich riesig, die Arbeit mit dem Cannondale Factory Racing Team fortzusetzen und mein Ziel weiterzuverfolgen, ein Weltcup-Rennen und einen weiteren Weltmeistertitel zu gewinnen“, so Fumic zu seiner Vertragsverlängerung. Im Team fühlt sich der Achtplatzierte des letztjährigen Gesamtweltcups sehr wohl: „Ich werde die nächsten drei Jahre meiner Karriere mit einem Team verbringen, das an mich glaubt und den MTB-Sport, insbesondere Cross-Country, fördert“, meinte Manuel Fumic zur Teamkonstellation.

Manuel Fumic weiterhin in den Farben des Cannondale Teams
# Manuel Fumic weiterhin in den Farben des Cannondale Teams

Auch Henrique Avancini, der mit einem achten Platz beim Weltcupauftakt in Stellenbosch für einen guten Start in das Jahr 2018 sorgte, wird weitere drei Jahre Teil des Cannondale Factory Racing Teams sein. Nach einer starken Saison 2017, welche mit dem vierten Platz bei der Weltmeisterschaft gekrönt wurde, freut sich Avancini auf neue Herausforderungen. Eine dieser Herausforderungen war unter anderem das Cape Epic. „Es ist eine Ehre für mich, zusammen mit einer Legende wie Manuel in den nächsten drei Jahren das Cape Epic zu bestreiten sowie im Weltcup anzugreifen“, erläuterte Avancini. Von seinem deutschen Teamkollegen spricht der sympathische Brasilianer in den höchsten Tönen: „Ich bin wirklich dankbar, dass ich Mani begegnet bin“, meinte Avancini und ergänzte: „Er hilft mir, immer besser zu werden, und ist mehr als nur ein Teamkumpel. Ich würde gern solange mit Manuel fahren, wie er als Profi aktiv ist.“

Der Brasilianer bleibt ebenfalls bis 2020 im Team, um Maxime Marotte, Manuel Fumic und Helen Grobert.
# Der Brasilianer bleibt ebenfalls bis 2020 im Team, um Maxime Marotte, Manuel Fumic und Helen Grobert.

Andalucía Bike Race

Tiago Ferreira erneut auf dem obersten Treppchen

Vom 25. Februar bis zum 2. März machte die Mountainbike-Szene die Gegend um Jaen und Cordoba (Spanien) unsicher. Die Fahrer hatten über das gesamte Etappenrennen mit widrigen Bedingungen zu kämpfen, so musste die fünfte Etappe ganz abgesagt und die letzte nochmals verkürzt werden.

Diese Umstände trugen auch dazu bei, dass es im Kampf um den Gesamtsieg bei den Herren bis zur letzten Etappe spannend blieb. Kein Fahrer konnte sich über die vier vorherigen Etappen ein übergroßes Polster erfahren. So war es am Ende der Ex-Marathon-Weltmeister Tiago Ferreira (DMT), der mit einer Gesamtzeit von 11:00:48 h, seinen Sieg aus dem vorherigen Jahr wiederholte. Mit einem dritten Platz auf der letzten Etappe konnte sich Enrique Morcillo Vergara (Buff-Scott) mit nur 31 Sekunden Rückstand auf den zweiten Gesamtrang schieben. Mit zwei Etappensiegen und im Gesamtklassement nur 32 Sekunden Rückstand hätte wohl Fabian Rabensteiner (Trek-Selle San Marco) die Rundfahrt für sich entschieden, wenn er bei Etappe drei nicht fünf Minuten durch Verpassen einer Abzweigung verloren hätte.

Bester Deutscher wurde Markus Kaufmann (Centurion-Vaude) auf Platz 20. Kaufmanns Teamkollege Jochen Käß beteiligte sich hingegen lange im Kampf um die Podestplätze. Auf Etappe drei konnte er sogar einen dritten Platz im Tagesklassement erreichen. Bei der vierten Etappe ereilte Käß allerdings ein Plattfuß, dadurch verlor er zehn Minuten auf die Gesamtführenden und so auch jede Chance auf einen Podestplatz in der Gesamtwertung. Nach einem schwerwiegenden Defekt bei Etappe sechs musste er das Rennen sogar aufgeben.

Tiago Ferreira kann sich nach letztem Jahr erneut den Gesamtsieg schnappen.
# Tiago Ferreira kann sich nach letztem Jahr erneut den Gesamtsieg schnappen. - Nick Muzik/Cape Epic/SPORTZPICS

Die deutsche Naima-Madlen Diesner (Mcipollini-Tuspo Weende) konnte bei den Damen auf einen hervorragenden zweiten Gesamtrang fahren. Auf der ersten Etappe reichte es für sie nur auf einen 15. Rang, mit schon sieben Minuten Rückstand auf die Tages-Gewinnerin Chloe Woodruff (Stan’s Pivot Pro Team p/b Maxxis). In den folgenden Tagen konnte Diesner mit starken Leistungen allerdings Zeit gut machen und so bei den restlichen Etappen immer auf dem Treppchen stehen. Am Ende waren es 8:35 Minuten auf die Gewinnerin Hildegunn Gjertrud Hovdenak (Nesset CK), die 13:47:32 h für fünf Etappen benötigte. Der dritte Gesamtrang ging an die Siegerin der ersten Etappe, Chloe Woodruff.

Tankwa Trek

Tschechisch-österreichisches Duo sichert sich den Sieg

Im Südwesten von Südafrika, genauer gesagt im Bezirk Westkap, wurde ein stark besetztes Fahrerfeld beim Tankwa Trek auf 259 Kilometer und 5350 Höhenmeter geschickt. Schon am ersten Etappentag bahnten sich spannende drei Tage an. Nach 3:14:55 h war es das Team Canyon Topeak um Kristian Hynek und Alban Lakata, die sich im Zielsprint den Etappensieg holten. Auf Rang zwei landete Cannondale Factory 1 um Manuel Fumic und Henrique Avancini. Das deutsch-brasilianische Duo musste sich mit einem zweiten Rang begnügen da Manuel Fumic kurz vor dem Ziel, in einer sandigen Passage, hängen blieb. Den dritten Platz sicherte sich Cannondale Factory 2. Marcel Guerrini und Maxime Marotte verrichteten während der Etappe viel Arbeit für ihre Teamkollegen, dadurch fehlten ihnen am Ende die Körner, um aktiv in den Zielsprint einzugreifen.

Das Herrenpodium der ersten Etappe: Mani und Henrique Avancini, Alban Lakata und Kristian Hynek, Maxime Marotte und Marcel Guerrini.
# Das Herrenpodium der ersten Etappe: Mani und Henrique Avancini, Alban Lakata und Kristian Hynek, Maxime Marotte und Marcel Guerrini.

Bei den Damen waren die deutschen Farben ebenfalls gut vertreten, so setzte sich Helen Grobert mit ihrer Teamkollegin Candice Lill (Dormakaba Pro) durch. Auf Rang zwei kam Sabine Spitz mit Robyn de Groot (Ascendis Health) über die Ziellinie. Die beiden wiesen einen Rückstand von 1:25 Minuten auf, nur fünf Sekunden dahinter kamen die Tagesdritten Jennie Stenerhag und Esther Süß ins Ziel.

Während der zweiten Etappe kam eine schlechte Nachricht für das Team Cannondale Factory 1. Manuel Fumic konnte aufgrund von Rückenproblemen das Rennen nicht zu Ende fahren, dadurch war eines der großen Sieganwärter-Teams aus dem Rennen. Den Tagessieg holten sich überraschend Simon Andreassen und Alan Hatherly (Spur Specialized). Mit nur 0:36 Sekunden Rückstand wurden Alban Lakata und Christian Hynek Zweiter. Die beiden Canyon Topeak-Piloten konnten dadurch auch souverän ihre Gesamtführung verteidigen, da Cannondale Factory 2 einen Defekt zu beklagen hatte und dadurch fast drei Minuten verlor. Den letzten Platz auf dem Podest konnte sich das südafrikanische-Duo Nico Bell und Matthew Beers (NAD Pro Mtb 1) sichern.

Bei den Damen lief es für die Deutschen weiter wie am Schnürchen. Erneut konnte sich das deutsch-südafrikanische Duo um Grobert und Lill durchsetzen und dadurch ihren Vorsprung im Gesamtklassement auf 4:16 Minuten ausbauen. Auf dem zweiten Tagesrang platzierten sich abermals Sabine Spitz und Robyn de Groot. Wie bei den Männern konnte sich auch bei den Frauen ein südafrikanisches-Duo den Tagesplatz drei ergattern: Mariske Strauss und Yolande De Villiers hatten allerdings schon 6:11 Minuten Rückstand auf den ersten Rang.

Die dritte und letzte Etappe konnten Nicola Rohrbach und Daniel Geismayr für sich entscheiden. Das schweiz-österreichische Duo vom Team Centurion Vaude by Goldwurst Power hatte während der zweiten Etappe einen Defekt zu kompensieren und verloren dadurch alle Chancen im Gesamtklassement. Mit nahezu 19 Minuten Rückstand galt es nur noch einen Tageserfolg einzufahren. Dies gelang den beiden auch, da sich die Jagd nach ihnen in Grenzen hielt. Im Ziel hatten Geismayr und Rohrbach 3:04 Minuten Vorsprung auf die Tageszweiten. Diesen Platz holten sich Matthys Beukes und Philip Buys (PYGA Euro Steel 1). Rang drei und damit auch der Gesamtsieg ging an das Canyon Topeak Team. Abgeklärt beherrschten Sie die letzte Etappe und ließen nicht zu, dass einer der Favoriten entwischen konnte. Bestes deutsches Team wurde Bulls 2 um Simon Stiebjahn und Tim Böhme. Sie belegten am Ende Rang sieben.

Rohrbach attackiert die Gruppe und kommt mit Partner Geismayer davon.
# Rohrbach attackiert die Gruppe und kommt mit Partner Geismayer davon.

Im Damenrennen wurde es hingegen nochmal spannend, denn die Gesamtführenden Helen Grobert und Candice Lill hatten einen Plattfuß. Dadurch bot sich nochmals die Chance für Sabine Spitz und Robyn De Groot. Diese hatten aber nicht mehr die Kraft in den Beinen um aus der Situation Profit zu schlagen. Am Ende konnten Spitz und De Groot nur 27 Sekunden gutmachen und landeten im Gesamtklassement wie auch in der Tageswertung auf Rang zwei, ein Platz vor den angesprochenen Unglücksraben. Den Tagessieg und Gesamtplatz drei gaben die südafrikanerinnen Mariske Strauss und Yolande De Villiers nicht mehr aus der Hand.

Helen Grobert und Candice Lill überzeugten während des Tankwa Trek
# Helen Grobert und Candice Lill überzeugten während des Tankwa Trek

Für MTB-News bloggte Markus Bauer live vom Tankwa Trek. Alle Blog-Berichte findet ihr nochmals hier.

Cyprus Sunshine Cup

Der Cyprus Sunshine Cup ist eines der großen Rennen, bei dem sich die Stars der Szene zum ersten Mal im Jahr miteinander messen. Wie jedes Jahr fängt die Cup-Serie mit dem Afxentia Etappenrennen an, welches sein 20. Jubiläum feierte. Vier Tage lang wurden die Fahrer über die Insel im Mittelmeer gescheucht und brachten dabei 170 Kilometer mit 5.500 Höhenmeter hinter sich.

Afxentia Etappenrennen

Lars Forster holt sich die Gesamtwertung, ohne einen Etappensieg einzufahren

Wie jedes Jahr wurde das Rennen dem 14,5 Kilometer langen Prolog gestartet. Furios begannen dort die Schweizer Landsleute Thomas Litscher (jb Brunex Felt) und Lars Forster (BMC). Litscher konnte Forster um fünf Sekunden abhängen und sich so den ersten Sieg beim diesjährigen Cyprus Sunshine Cup holen. Auf Rang drei platzierte sich der Gesamtsieger aus dem letzten Jahr. Jaroslav Kulhavy (Specialized Racing) musste aber schon 29 Sekunden auf sein Konto nehmen. Als bester Deutscher konnte sich Martin Frey (Bulls) auf Rang 19 positionieren.

Bei den Damen konnte sich ebenfalls eine Schweizerin durchsetzen. Linda Indergand, die für das Schweizer Nationalteam startete, gewann mit nahezu 12 Sekunden vor der niederländischen Straßen-Olympiasiegerin Anna Van der Breggen (Specialized Racing). Die drittplatzierte Githa Michiels (Versluys MTB) hatte bereits einen Abstand von 46 Sekunden. Pech hatte die Marathon-Weltmeisterin Annika Langvad (Specialized Racing). Die Dänin schlitzte sich den Reifen auf – dadurch war kein besseres Ergebnis wie der vorletzte Platz mit 8 Minuten Rückstand drin. Als beste Deutsche präsentierte sich Adelheid Morath (jb Brunex Felt Factory) auf Rang 13.

Thomas Litscher kann auf der ersten Etappe überzeugen, doch schon auf Etappe zwei fällt der Schweizer weit zurück.
# Thomas Litscher kann auf der ersten Etappe überzeugen, doch schon auf Etappe zwei fällt der Schweizer weit zurück. - Foto: Armin M. Küstenbrück

Die zweite Etappe mit nur 52,2 Kilometern und 2150 Höhenmetern war ideal für die Kletterspezialisten. So verwundert es auch nicht, dass genau so einer diese für sich entschied. Howard Grotts (Specialized Racing) konnte sich 12 Sekunden vor dem erneut zweiten, Lars Forster, durchsetzen. An dritter Stelle überzeugte ebenfalls ein junger Fahrer. Sebastian Carstensen Fini (CST Sandd American Eagle), der sein erstes Elite-Jahr bestreitet, konnte sich bei dieser schweren Etappe den letzten Podestplatz ergattern. Als bester Deutscher konnte an diesem Tag Benjamin Sonntag (Team CLIF Bar) auf Position sieben überzeugen. Die Gesamtführung musste Thomas Litscher, der einen rabenschwarzen Tag erwischte, an Lars Forster übergeben.

Straßen-Olympiasiegerin Anna Van der Breggen präsentierte sich auch bei der zweiten Etappe in hervorragender Form und konnte diese 2:24 Minuten vor U23-Weltmeisterin Sina Frei (Ghost Factory) gewinnen. Ebenfalls eine starke Leistung lieferte die drittplatzierte Erin Huck ab, welche mit nur 2:36 Minuten Rückstand ins Ziel rollte. Abermals im Pech war Annika Langvad. Sie war in der Spitzengruppe vertreten, welche sich die Plätze eins bis drei aufteilten, doch wie im Prolog holte die Dänin sich ein Hinterraddefekt und musste sich mit Rang vier zufriedengeben. Erneut beste Deutsche wurde Adelheid Morath, die sich mit dem neunten Platz unter den Top Ten platzierte. Das gleiche Schicksal wie den Herren ereilte auch der Damen-Gesamtführenden: Linda Indergand erwischte einen gebrauchten Tag und fand sich nur an Position 22 wieder.

Howard Grotts kann seine Kletterfähigkeiten voll ausspielen und gewinnt die Etappe.
# Howard Grotts kann seine Kletterfähigkeiten voll ausspielen und gewinnt die Etappe.
Die U23 Weltmeisterin Sina Frei platziert sich auf Tagesrang zwei.
# Die U23 Weltmeisterin Sina Frei platziert sich auf Tagesrang zwei.

Am dritten Tag des Afxentia Etappenrennen ging es mit 66,2 Kilometern auf die längste Distanz. Dieses Mal konnte sich der Vorjahresgesamtsieger, Jaroslav Kulhavy, seinen ersten Etappensieg holen. Der Tscheche setzte sich im Sprintfinish gegen den erneut zweiten Lars Forster durch. Nur zwei weitere Sekunden dahinter rollte der Gesamtzweite Howard Grotts über den Zielstrich und bewahrte sich dadurch seine Chancen auf den Gesamtsieg. Einen starken Eindruck konnte auch Georg Egger (Lexware) hinterlassen. Lange konnte er in der Spitzengruppe mithalten, am Ende erreichte er das Ziel auf Position 12.

Annika Langvad konnte auf dieser Etappe endlich bestätigen, was alle zu wissen schienen: wenn Sie ohne Defekt durch kommt, kann niemand ihr Hinterrad halten. So gewinnt die Dänen mit fünf Minuten Vorsprung auf den Dauergast bei der Siegerehrung, Anna Van der Breggen. Abermals in starker Verfassung zeigte sich die US-Amerikanerin Erin Huck – wie am Tag zuvor konnte sie sich auf dem dritten Platz platzieren und sich so im Gesamtklassement auf Platz zwei schieben. Adelheid Morath schaffte es nicht ihr Ergebnis des Vortags zu wiederholen und verlor mit Tagesrang 12 wichtige Zeit in der Gesamtwertung.

Jaroslav Kulhavy setzte sich auf der Etappe durch und holt sich seinen ersten Tagessieg.
# Jaroslav Kulhavy setzte sich auf der Etappe durch und holt sich seinen ersten Tagessieg.

Das letzte Rennen des Afxentia Etappenrennens wird traditionell als Cross-Country-Rennen ausgetragen. Erneut war es Howard Grotts, der einen überzeugenden Auftritt hinlegte. Der US-Meister konnte abermals seine Stärken am Berg ausspielen und dadurch seine Verfolger Lars Forster und Sebastian Carstensen Fini distanzieren. Trotz des zweiten Tageserfolgs reichte es nicht für den Gesamtsieg, sondern nur für Platz zwei. Zum ersten Mal zeigte Titouan Carod (BMC), was er imstande ist zu leisten. Der Franzose konnte mit einer starken Schlussrunde nicht nur auf die Plätze zwei und drei aufschließen, sondern Carstensen Fini und Forster hinter sich lassen und so zu seinem ersten Podestplatz beim Afxentia Etappenrennen fahren. Den dritten Tagesrang und auch Gesamtrang drei sicherte sich Sebastian Carstensen Fini. Der Däne konnte in der letzten Runde auch noch den Gesamtsieger Lars Forster abschütteln und so das Afxentia Etappenrennen auf dem Podest abschließen. Bester Deutscher wurde erneut Georg Egger auf Position 13. Im Gesamtklassement beendet er das Rennen mit Rang 17. Bester Deutscher in der Endabrechnung wurde Benjamin Sonntag. Für den Deutschen, der in den USA lebt, reichte es auf Platz 14 mit 12:54 Minuten Rückstand auf Forster.

Im letzten Rennen konnte bei den Damen erneut die wohl stärkste Fahrerin im Feld glänzen. Annika Langvad holt sich auch den Sieg im Cross-Country-Rennen und schob sich dadurch noch auf den zweiten Gesamtrang. Vermutlich hätte sie die Gesamtwertung dominiert, hätte sie keine Defekte an den ersten beiden Tagen erlitten. Ebenfalls hinterließ Erin Huck einen überraschend starken Eindruck. Die US-Amerikanerin konnte sich mit dem zweiten Platz erneut auf dem Podest platzieren, musste allerdings ihren zweiten Gesamtrang an die Tagessiegerin abtreten und sich mit Rang drei begnügen. Der letzte Podestplatz des Tages ging an die junge Niederländerin Anne Tauber (CST Sandd American Eagle). Den Gesamtsieg konnte niemand mehr Anna Van der Bergen streitig machen. Der Straßen-Olympiasiegerin reichte ein vierter Platz mit vier Minuten Rückstand auf Langvad, um sich den Gesamtsieg zu sichern. Beste Deutsche wurde an diesem Tag Verena Huber (jb Brunex Felt Factory) auf Platz 20. Huber belegte auch in der Gesamtwertung den 20. Rang. Adelheid Morath musste das Rennen krankheitsbedingt vorzeitig aufgeben.

Lars Forster bot eine starke Leistung und sicherte sich verdient die Gesamtwertung
# Lars Forster bot eine starke Leistung und sicherte sich verdient die Gesamtwertung
Annika Langvad war wohl die stärkste Fahrerin, doch das Glück war ihr nicht holt.
# Annika Langvad war wohl die stärkste Fahrerin, doch das Glück war ihr nicht holt.

Amathus C1 Rennen

Karl Markt entscheidet das Cross-Country Rennen für sich

Das Finale des Cyprus Sunshine Cups findet als Cross-Country Race in Amathus eine Woche nach dem Afxentia Etappenrennen statt. In Abwesenheit der herausragenden Fahrer des Afxentia Etappenrennens, war Karl Markt (Moebel Maerki) die bestimmende Person des Rennens. Am Ende gewann der Österreicher mit 1:08 Minuten vor dem Tschechen Jan Skarnitzl (Mitas Trek). Dritter wurde der Teamkollege von Markt, Gregor Raggl. Im Ziel wies der Österreicher einen Rückstand von 1:25 Minuten zu Karl Markt auf. Durch das Fernbleiben der dominierenden Fahrer des Etappenrennens sicherte sich Karl Markt auch die Gesamtwertung des Cyprus Sunshine Cups.

Das Starterfeld der Damen sah ähnlich aus wie das der Herren, keine Van der Bergen, Langvad oder Huck. Dennoch stand mit Gunn-Rita Dahle Flesjå (Merida) eine vierfache Cross-Country- und sechsfache Marathon-Weltmeisterin am Start. Schon gleich zu Beginn des Rennens war es die Norwegerin, welche die Flucht nach vorne suchte. Diese glückte ihr und sie konnte ein einsames Rennen an der Spitze bestreiten. Zwar mit keinem großen Abstand, aber dennoch nicht in der Lage, in den Kampf um den Sieg einzugreifen, kam Githa Michiels (Versluys MTB) mit 35 Sekunden Rückstand als Zweite ins Ziel. Den dritten Podestplatz konnte sich die U23-Fahrerin Malene Degn (Ghost Factory) ergattern. Die Dänin wies allerdings schon 2:34 Minuten Rückstand auf die Siegerin auf. Durch den Sieg gewann Gunn-Rita Dahle Flesjå auch die Gesamtwertung des Cyprus Sunshine Cups und erweiterte dadurch ihr ohnehin schon beachtliches Palmarès mit dem ersten Gesamtsieg auf Zypern.

Copa Catalana Banyoles

Koretzky zum dritten Mal in Folge ganz oben

Bein HC-dotierten Rennen im spanischen Banyoles, bestand das gesamte Podium aus Franzosen. Die beiden Teamkollegen Jordan Sarrou und Victor Koretzy (KMC Ekoi Sr Suntour) waren die letzten beiden Fahrer, welche auf der Zielgeraden übrig blieben. Eine Runde vor Schluss war das Rennen mit fünf Fahrern an der Spitze noch komplett offen. Doch die beiden Franzosen konnten durch teamtaktische Manöver alle Konkurrenten abschütteln. Am Ende war der Sprint-Sieger Victor Koretzky, der seinen dritten Sieg in Banyoles feiern konnte. 12 Sekunden hinter dem Gewinner rollte mit Maxime Marotte (Cannondale Factory) der nächste Franzose über die Ziellinie. Bester Deutscher war an diesem Tag der U23-Meister Maximilian Brandl (Lexware), der sich auf Position 19 einreihte. Lukas Baum und Luca Schwarzbauer kamen auf den Positionen 30 bzw. 33 ins Ziel.

Victor Koretzky macht den Hattrick komplett.
# Victor Koretzky macht den Hattrick komplett.

Aus der heutigen Perspektive sind mit dem Wissen der Ergebnisse des Weltcupauftakts in Stellenboch und denen des Cape Epics besonders spannend zu analysieren. Alle Berichte zum Weltcup in Stellenbosch findet ihr hier und zum Cape Epic hier!


Die fünf aktuellsten Beiträge aus unserer Reihe “XC-News” findest du hier:

Alle weiteren Berichte aus der Rubrik “XC-News” findest du hier auf dieser Übersichtsseite.

Text & Redaktion: Christian Schöllhorn




  1. benutzerbild

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  2. benutzerbild

    nopain-nogain

    dabei seit 09/2005

    Schöner Überblick über die ersten 3 Monate :)
  3. benutzerbild

    Fortis76

    dabei seit 03/2012

    Danke für die Zusammenfassung.

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