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Fährst du noch oder endurierst du schon? Keine andere Disziplin liegt so im Trend wie Enduro
Fährst du noch oder endurierst du schon? Keine andere Disziplin liegt so im Trend wie Enduro - auch der Enduro Race-Bereich erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Kein Wunder, denn die entsprechenden Rennboliden werden immer besser. Wir haben sieben aktuelle Enduro Race-Bikes eine Woche lang in Spanien auf Herz und Nieren getestet!
Entspannt, aber effizient bergauf
Entspannt, aber effizient bergauf - und dann mit Höchstgeschwindigkeit bergab auf Strecken, die teilweise ihren Downhill-Kollegen in nichts nachstehen: Das beschreibt im Kern den Enduro Race-Bereich. Doch welches Bike ist die beste Wahl für diesen Einsatzbereich?
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Canyon Strive CF 9.0 Team
Canyon Strive CF 9.0 Team - Laufradgröße: 27,5" | Federweg: 170 mm (vorne) / 160 mm (hinten) | Gewicht: 13,36 kg | Preis: 5.499 €
Ibis Mojo HD4
Ibis Mojo HD4 - Laufradgröße: 27,5" | Federweg: 160 mm (vorne) / 153 mm (hinten) | Gewicht: 13,14 kg | Preis: 8.498 €
Lapierre Spicy Team Ultimate
Lapierre Spicy Team Ultimate - Laufradgröße: 27,5" | Federweg: 170 mm (vorne) / 165 mm (hinten) | Gewicht: 13,84 kg | Preis: 5.299 €
Radon Jab 10.0
Radon Jab 10.0 - Laufradgröße: 27,5" | Federweg: 160 mm (vorne) / 160 mm (hinten) | Gewicht: 13,20 kg | Preis: 4.999 €
Rocky Mountain Altitude Carbon 90
Rocky Mountain Altitude Carbon 90 - Laufradgröße: 27,5" | Federweg: 160 mm (vorne) / 150 mm (hinten) | Gewicht: 12,64 kg | Preis: 7.899 €
Specialized Enduro Pro 29
Specialized Enduro Pro 29 - Laufradgröße: 29" | Federweg: 160 mm (vorne) / 160 mm (hinten) | Gewicht: 14,26 kg | Preis: 7.499 €
Trek Slash 9.8
Trek Slash 9.8 - Laufradgröße: 29" | Federweg: 160 mm (vorne) / 150 mm (hinten) | Gewicht: 14,08 kg | Preis: 5.499 €
Keine andere Disziplin stelt so vielfältige Anforderungen an Mensch und Material wie der Enduro Race-Bereich
Keine andere Disziplin stelt so vielfältige Anforderungen an Mensch und Material wie der Enduro Race-Bereich - die Bikes müssen einerseits leicht und effizient sein, andererseits aber auch die harten Belastungen der Rennen problemlos wegstecken können und gleichermaßen durch Komfort und Geschwindigkeit glänzen. Kein leichtes Unterfangen!
In steilem, ruppigem Gelände sollen Enduro Race-Bikes viel Sicherheit vermitteln …
In steilem, ruppigem Gelände sollen Enduro Race-Bikes viel Sicherheit vermitteln …
… und sich gleichzeitig auf flacheren Trails nicht zu träge anfühlen.
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Welches Bike überzeugt im knallharten High Speed-Einsatz am meisten? Welcher Bolide hat auf flachen Trails die Nase vorn? Und welches der sieben Enduro Race-Bikes in unserem Test bietet aus unserer Sicht das beste Preis-Leistungs-Verhältnis?
Welches Bike überzeugt im knallharten High Speed-Einsatz am meisten? Welcher Bolide hat auf flachen Trails die Nase vorn? Und welches der sieben Enduro Race-Bikes in unserem Test bietet aus unserer Sicht das beste Preis-Leistungs-Verhältnis? - in den kommenden Tagen werdet ihr neben den ausführlichen Einzeltests der Bikes auch unser abschließendes Urteil erfahren!

Aus eigener Kraft bergauf und anschließend mit Höchstgeschwindigkeit bergab über knallharte und ruppige Strecken ballern: Keine andere Renndisziplin liegt so sehr im Trend wie Enduro! Das liegt auch daran, dass sich Enduro-Bikes in den vergangenen Jahren enorm weiterentwickelt haben. Wir haben sieben aktuelle Enduro Race-Bikes ausgiebig gegeneinander getestet!

“Fährst du noch oder endurierst du schon?”: Fast könnte man meinen, dass sich seit einigen Jahren in der nicht-elektrifizierten Mountainbike-Welt so ziemlich alles um das Thema Enduro dreht. Das Trendwort mit E ist nicht nur eine richtig angesagte Disziplin, sondern oft auch ein Auslöser für hitzige Debatten. Aus eigener Kraft bergauf kurbeln, um anschließend mit Höchstgeschwindigkeit auf ruppigen und anspruchsvollen Strecken ins Tal zu rasen: Genau das ist für viele Mountainbiker seit Jahren die Essenz unserer Sportart – und zwar unabhängig jeglicher Trends, Rennformate und Marketing-Schlagwörter.

Aus eigener Kraft bergauf und anschließend mit Höchstgeschwindigkeit bergab über knallharte und ruppige Strecken ballern: Keine andere Renn-Disziplin liegt so sehr im Trend wie Enduro!

Gleichzeitig muss man jedoch auch festhalten, dass sich keine andere (Renn-)Disziplin in den vergangenen Jahren so rasant weiterentwickelt hat wie der Enduro-Bereich. Spätestens seit der Gründung der Enduro World Series und den zahlreichen lokalen Enduro-Rennserien, die jedes Jahr in noch kürzerer Zeit komplett ausgebucht sind, sind Enduro-Rennen nicht mehr aus der Mountainbike-Szene wegzudenken. Auch dieser Trend zum Rennen fahren hat die Entwicklung moderner Enduro Race-Bikes maßgeblich vorangetrieben. Viele der Stages, die die weltbesten Profis in der EWS unter die Stollen nehmen müssen, sind ähnlich anspruchsvoll wie die Strecken des Downhill-Weltcups.

Gleichzeitig ist es möglich, aus eigener Kraft viele Stunden im Sattel zu verbringen – und über Gewicht oder Haltbarkeit muss man sich in den meisten Fällen auch keine allzu großen Gedanken mehr machen. Zwar sind Enduro Race-Bikes bergauf natürlich keine Cross Country-Hardtails und auch bergab wird man nicht ganz die Geschwindigkeiten von Downhill-Boliden erreichen. Doch heutzutage ist es möglich, mit einem Bike 90 % aller Anwendungsfälle abzudecken. Beweis gefällig? Ein gewisser Sam Hill hat im vergangenen Jahr nicht nur die Gesamtwertung der Enduro World Series gewonnen, sondern wäre an Bord seines Enduro Race-Bikes bei der Downhill-Weltmeisterschaft in Australien fast aufs Podium gefahren …

Fährst du noch oder endurierst du schon? Keine andere Disziplin liegt so im Trend wie Enduro
# Fährst du noch oder endurierst du schon? Keine andere Disziplin liegt so im Trend wie Enduro - auch der Enduro Race-Bereich erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Kein Wunder, denn die entsprechenden Rennboliden werden immer besser. Wir haben sieben aktuelle Enduro Race-Bikes eine Woche lang in Spanien auf Herz und Nieren getestet!
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# Entspannt, aber effizient bergauf - und dann mit Höchstgeschwindigkeit bergab auf Strecken, die teilweise ihren Downhill-Kollegen in nichts nachstehen: Das beschreibt im Kern den Enduro Race-Bereich. Doch welches Bike ist die beste Wahl für diesen Einsatzbereich?
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Diashow: 7 Enduro Race Bikes im Test - Die Suche nach dem besten Rennboliden
… und sich gleichzeitig auf flacheren Trails nicht zu träge anfühlen.
In steilem, ruppigem Gelände sollen Enduro Race-Bikes viel Sicherheit vermitteln …
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Fährst du noch oder endurierst du schon? Keine andere Disziplin liegt so im Trend wie Enduro
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Die Kandidaten im Vergleichstest

Für unseren Enduro Race-Bike-Vergleichstest haben wir insgesamt sieben Modelle von Canyon, Ibis, Lapierre, Radon, Rocky Mountain, Specialized und Trek auf den vielseitigen und harten Trails im kleinen spanischen Ort Santa Coloma de Farners eine Woche lang gegeneinander getestet. Alle der von uns getesteten Modelle haben sich bereits in der Enduro World Series bewiesen und sind, wenn man den Aussagen der Hersteller glauben darf, ideal geeignet für den Renneinsatz. Auffällig ist, dass die Mehrheit der Modelle auf 27,5″-Laufrädern rollt – und das, obwohl immer mehr Hersteller auf den 29″-Zug aufspringen. Zumindest im internationalen Enduro Race-Bereich haben sich die großen Laufräder (noch?) nicht flächendeckend durchgesetzt, wenngleich das Ibis-EWS-Team mittlerweile auf dem kürzlich vorgestellten 29er Ripmo an den Start geht und auch die Rocky Mountain-Teamfahrer Jesse Melamed und Remi Gauvin hin und wieder zu einem 29er greifen.

Alle Enduro-Boliden in unserem Test haben zwischen 150 und 170 mm Federweg und bieten neben sehr soliden und bewährten Ausstattungen auch Geometrien, die vor allem für hohe Geschwindigkeiten auf anspruchsvollen Abfahrten konzipiert sind. Allzu extreme Geometrien findet man derzeit im Enduro Race-Bereich allerdings interessanterweise nicht: Weil die Räder absolute Alleskönner sein müssen und auf einer Vielzahl von Trails glänzen sollen, sind Reach-Werte und Lenkwinkel á la Pole oder Nicolai die Ausnahme. Einigkeit herrscht beim Rahmenmaterial: Alle sieben Bikes in unserem Vergleichstest setzen auf Carbon. Nicht mit von der Partie sind leider die Bikes, auf denen Sam Hill und Richie Rude in der Enduro World Series für Furore sorgen: Das Nukeproof Mega 275 Carbon und das Yeti SB5.5 haben uns nicht pünktlich zum Testbeginn erreicht – diese beiden Einzeltests werden wir demnächst nachreichen.

 LaufradgrößeFederweg vorneFederweg hintenGewichtPreis
Canyon Strive CF 9.0 Team27,5"170 mm160 mm13,36 kg5.499 €
Ibis Mojo HD427,5"160 mm153 mm13,14 kg8.498 €
Lapierre Spicy Team Ultimate27,5"170 mm165 mm13,84 kg 5.299 €
Radon Jab 10.027,5"160 mm160 mm13,20 kg 4.999 €
Rocky Mountain Altitude Carbon 9027,5"160 mm150 mm12,64 kg 7.899 €
Specialized Enduro Pro 2929"160 mm160 mm14,26 kg 7.499 €
Trek Slash 9.829"160 mm150 mm14,08 kg 5.499 €
Canyon Strive CF 9.0 Team
# Canyon Strive CF 9.0 Team - Laufradgröße: 27,5" | Federweg: 170 mm (vorne) / 160 mm (hinten) | Gewicht: 13,36 kg | Preis: 5.499 €
Ibis Mojo HD4
# Ibis Mojo HD4 - Laufradgröße: 27,5" | Federweg: 160 mm (vorne) / 153 mm (hinten) | Gewicht: 13,14 kg | Preis: 8.498 €
Lapierre Spicy Team Ultimate
# Lapierre Spicy Team Ultimate - Laufradgröße: 27,5" | Federweg: 170 mm (vorne) / 165 mm (hinten) | Gewicht: 13,84 kg | Preis: 5.299 €
Radon Jab 10.0
# Radon Jab 10.0 - Laufradgröße: 27,5" | Federweg: 160 mm (vorne) / 160 mm (hinten) | Gewicht: 13,20 kg | Preis: 4.999 €
Rocky Mountain Altitude Carbon 90
# Rocky Mountain Altitude Carbon 90 - Laufradgröße: 27,5" | Federweg: 160 mm (vorne) / 150 mm (hinten) | Gewicht: 12,64 kg | Preis: 7.899 €
Specialized Enduro Pro 29
# Specialized Enduro Pro 29 - Laufradgröße: 29" | Federweg: 160 mm (vorne) / 160 mm (hinten) | Gewicht: 14,26 kg | Preis: 7.499 €
Trek Slash 9.8
# Trek Slash 9.8 - Laufradgröße: 29" | Federweg: 160 mm (vorne) / 150 mm (hinten) | Gewicht: 14,08 kg | Preis: 5.499 €

Was macht ein gutes Enduro Race-Bike aus?

Ein gutes Enduro Race-Bike soll vor allem eins sein: Schnell! Das klingt in der Theorie deutlich leichter, als es ist – denn eine wirklich typische Enduro-Strecke gibt es nicht. Stattdessen müssen Enduro-Bikes, egal ob für den Renneinsatz konzipiert oder nicht, auf einer Vielzahl von unterschiedlichen Abfahrts-Typen glänzen. In verblocktem, ruppigem Gelände sollte ein Enduro Race-Bike eine ebenso gute Figur machen wie auf flacheren Trails, bei denen es vor allem darum geht, die Kraft der Beine in Vortrieb umzusetzen. Und bergauf geht es im Enduro-Bereich auch fast immer aus eigener Kraft. Hier geht es zwar nicht darum, Geschwindigkeitsrekorde aufzustellen, doch sollte man die Anstiege einigermaßen zügig bewältigen und oben ankommen, ohne allzu erschöpft zu sein.

Viele Enduro-Stages, die vor allem bei internationalen Rennen unter die Stollen genommen werden müssen, wären vor einigen Jahren auch bei Downhill-Rennen zumindest nicht fehl am Platz gewesen. Oft geht es minutenlang über ruppige Abschnitte und durch wurzelige, verwinkelte Sektionen – ein Enduro Race-Bike sollte auch auf anspruchsvollen Streckenpassagen viel Sicherheit vermitteln und den Grenzbereich des Fahrers verschieben. Gleichzeitig darf ein solches Rad nicht allzu extrem ausfallen, weil es unterm Strich nicht auf reinen Baller-Fähigkeiten, sondern eher auf die Allround-Eigenschaften ankommt. Keine andere Disziplin stellt so vielseitige Anforderungen an Mensch und Material, wie es der Enduro Race-Bereich tut.

Keine andere Disziplin stelt so vielfältige Anforderungen an Mensch und Material wie der Enduro Race-Bereich
# Keine andere Disziplin stelt so vielfältige Anforderungen an Mensch und Material wie der Enduro Race-Bereich - die Bikes müssen einerseits leicht und effizient sein, andererseits aber auch die harten Belastungen der Rennen problemlos wegstecken können und gleichermaßen durch Komfort und Geschwindigkeit glänzen. Kein leichtes Unterfangen!

Ein gutes Enduro Race-Bike soll vor allem eins sein: Schnell! Das klingt in der Theorie deutlich leichter, als es ist …

Auch das Thema Haltbarkeit ist im Enduro Race-Sektor ein sehr wichtiger Aspekt: Obwohl ein typisches Enduro-Bike gut klettern sollte und auch deshalb nicht zu schwer sein darf, müssen die verbauten Komponenten den harten Belastungen problemlos standhalten. Das gilt insbesondere für den Renneinsatz: Hier ist es oft verboten, bestimmte Teile wie beispielsweise die Laufräder auszutauschen – ganz zu schweigen davon, dass ein Defekt ärgerlich ist und viel Zeit kostet.

Insgesamt ist und bleibt Enduro Auslegungssache und unterscheidet sich je nach Region hinsichtlich Terrain, Anspruch an das Fahrkönnen und dem idealen Bike. Trotzdem hat sich in den vergangenen Jahren so etwas wie das “ideale” Enduro Race-Bike herauskristallisiert. Dieses hat für gewöhnlich zwischen 150 und 170 mm Federweg, wenngleich der derzeitige Trend teilweise sogar zu etwas mehr geht. Eine Vario-Sattelstütze ist ebenso Pflicht wie kraftvolle und gut dosierbare Bremsen, eine Schaltung mit einer großen Bandbreite und stabilen Reifen, die mit gutem Grip und hohem Pannenschutz glänzen. Hinsichtlich der Laufräder gibt es noch keine einhellige Meinung: Während manche Fahrer hier Carbon bevorzugen, schwören insbesondere Rennfahrer oft noch auf Aluminium. Und auch über die ideale Laufradgröße wird nach wie vor fleißig diskutiert. Ein geringes Gesamtgewicht ist auch von Vorteil, spielt aber im Vergleich zur Ausstattung des Bikes und der Geometrie nur eine untergeordnete Rolle.

In steilem, ruppigem Gelände sollen Enduro Race-Bikes viel Sicherheit vermitteln …
# In steilem, ruppigem Gelände sollen Enduro Race-Bikes viel Sicherheit vermitteln …
… und sich gleichzeitig auf flacheren Trails nicht zu träge anfühlen.
# … und sich gleichzeitig auf flacheren Trails nicht zu träge anfühlen.
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# enduro-race-bike-vergleich-test-0727

Auf den Punkt gebracht

Fassen wir den Einsatzbereich und die Anforderungen an die Enduro Race-Bikes in unserem Vergleichstest noch einmal zusammen:

Die Einsatzbereiche

  • Enduro-Abfahrten Klar: Ein Enduro Race-Bike wird vornehmlich auf Enduro-Abfahrten und idealerweise mit hoher Geschwindigkeit bewegt. Eine typische Enduro-Strecke gibt es jedoch nicht – Stages, die in Enduro-Rennen vorkommen, reichen von flowigen und sanften Abfahrten bis hin zu sehr langen, sehr ruppigen Strecken, die auch das Prädikat Downhill verdient hätten.
  • Bike Park Enduro-Bikes sind die absoluten Alleskönner mit Fokus auf der Abfahrt – entsprechend machen sie auch in Bike Parks auf den meisten Strecken eine gute Figur. Dank immer besserer Fahreigenschaften und Komponenten ist für viele Leute mittlerweile ein reiner Downhiller oder Freerider überflüssig. Ein Enduro-Bike verrichtet in den meisten Bike Parks oft ähnlich gute Dienste.
  • Hometrails Schaut man sich auf den Hometrails um, setzt ein großer Teil der Radfahrer auf ein solides und universelles Enduro-Bike. Natürlich sind die meisten Hometrails nicht mit Strecken, die bei internationalen Enduro-Rennen an der Tagesordnung sind, vergleichbar – trotzdem freuen sich all diejenigen, die nicht hauptberuflich Enduro-Profi sind, wenn ihr Bike auch auf sanfteren Strecken Spaß und Freude bereitet.
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# enduro-race-bike-vergleich-test-9943

Das sollte ein Enduro Race-Bike können

  • Geschwindigkeit Bereits der Name Enduro Race suggeriert, dass ein solches Bike vor allem sehr schnell sein sollte – und zwar auf einer Vielzahl von Abfahrten. Deshalb sollte es gut beschleunigen, aber auch in grobem Gelände viel Sicherheit vermitteln und zu Höchstgeschwindigkeiten animieren.
  • Vielseitigkeit Flowige Trails, knackige Gegenanstiege, Sprints aus Kurven, große Sprünge, verblocktes Gelände, Highspeed-Abfahrten und natürlich lange Anstiege, um wieder zum Start der Stages zu kommen: Keine andere Disziplin stellt hinsichtlich der Vielseitigkeit solche Anforderungen an Mensch und Material, wie es der Enduro-Rennsport tut.
  • Fahrspaß Das Enduro-Bike ist für meisten Leute das Rad, das sie mit Abstand am meisten fahren – umso wichtiger ist es, dass das Enduro Race-Bike nicht nur im Renneinsatz durch Geschwindigkeit glänzt, sondern auch viel Spaß macht!
  • Komfort Üblicherweise sind Enduro-Rennen oft sehr lang und anstrengend. Entsprechend ist ein Rad, das den Fahrer sehr schnell ermüden lässt, keine sinnvolle Wahl. Stattdessen sollten auch Enduro Race-Bikes durch Komfort glänzen und sich auch noch gegen Ende des Renntages mit vergleichsweise geringer Anstrengung bewegen lassen.
  • Haltbarkeit  In einer perfekten Welt sollte ein Enduro Race-Bike so schnell und leichtfüßig wie ein Cross Country-Hardtail klettern, gleichzeitig aber bergab so haltbar und zuverlässig wie ein Downhill-Fully sein. Das ist in der Praxis nicht möglich – und weil viele Enduro-Stages sich nicht allzu stark von Downhill-Strecken unterscheiden, müssen die Rennboliden sehr zuverlässig und haltbar sein.
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# enduro-race-bike-vergleich-test-0663
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# enduro-race-bike-vergleich-test-0090
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# enduro-race-bike-vergleich-test-0380

Wo und wie haben wir getestet?

Im Rahmen unseres Enduro Race Bike-Vergleichstests mussten sich alle sieben Fahrräder im Testfeld eine Woche lang auf den harten und schnellen Trails in Santa Coloma de Farners beweisen. Der kleine Ort, der etwa eine Stunde östlich von Barcelona liegt, bietet zahlreiche drei- bis fünfminütige Strecken, die von flowig und sanft bis knallhart und verblockt reichen – perfekte Bedingungen also, um Stages eines typischen Enduro-Rennens zu simulieren. Jedes Bike wurde von mehreren Fahrern getestet, aus eigener Kraft bergauf und bergab bewegt und mehrere Abfahrten im Renntempo gefahren. Abgesehen von kleineren individuellen Anpassungen wie der Lenkerhöhe, der Position der Bremsgriffe und natürlich dem Fahrwerk-Setup sind alle Enduro Race-Bikes gegenüber ihrer Serienausstattung zunächst unverändert geblieben. Im späteren Testverlauf wurden je nach Bedarf dann weitere Veränderungen vorgenommen, um das Potenzial des jeweiligen Modells optimal auszureizen. Anpassungen, die wir gegenüber der Serienausstattung vorgenommen haben, sind im jeweiligen Einzeltest vermerkt.

Testerprofil Gregor Sinn – bitte ausklappen
Tester-Profil: Gregor Sinn
60 cm68 kg85,5 cm61 cm183 cm
Gregor fährt gerne Fahrräder jeglicher Kategorie, von Mountainbike bis Rennrad. Am liebsten ist er jedoch auf Downhill- und Enduro-Bikes unterwegs – gerne auch unter Zeitdruck im Renneinsatz.
Fahrstil
verspielt
Ich fahre hauptsächlich
Downhill, Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
unauffällig, hinten progressiv, wenig Druckstufe
Vorlieben bei der Geometrie
hinten nicht zu kurz, vorne geräumig, Lenkwinkel nicht zu flach
 
Testerprofil Moritz Zimmermann – bitte ausklappen
Tester-Profil: Moritz Zimmermann
61 cm93 kg85 cm61 cm186 cm
Moritz ist seit vielen Jahren auf dem Mountainbike unterwegs – vor allem auf Enduro- und Trailbikes, gerne aber auch im Bike Park.
Fahrstil
Räder auf dem Boden, saubere Linienwahl
Ich fahre hauptsächlich
Trail, Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
relativ straff mit viel Dämpfung, Heck eher langsam
Vorlieben bei der Geometrie
mittellanges Oberrohr, hoher Stack, lange Kettenstreben, flacher Lenkwinkel
 
Testerprofil Oliver Sonntag – bitte ausklappen
Tester-Profil: Oliver Sonntag
62 cm82 kg85 cm73 cm182 cm
Oli fährt am liebsten Enduro, Downhill, Dirt Jump und Crosser – er hat auf jedem Rad seine Gaudi. Primär geht’s ihm um das schnelle Bergab fahren – ob im Bike Park oder auf selbst erklommenen Trails, am allerliebsten aber im Renn-Einsatz.
Fahrstil
schnell und aggressiv
Ich fahre hauptsächlich
Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
hart und progressiv, langsamer Rebound
Vorlieben bei der Geometrie
lang und flach, aufrechte Fahr- und Sitzposition
 

Enduro Race Bike-Vergleichstest von MoritzMehr Mountainbike-Videos

Alle Infos zum bevorstehenden Enduro Race Bike-Vergleichtest

Im Laufe der nächsten Tage werden die sieben Enduro Race-Bikes in Einzeltests ausführlich vorgestellt und individuell bewertet. Zum Schluss fassen wir die Ergebnisse zusammen und sprechen Empfehlungen zu Einsatzbereichen und Könnerstufen aus: Welches Modell zieht bergauf davon? Wie schlagen sich die Bikes im direkten Vergleich? Welcher Testkandidat bietet aus unserer Sicht das beste Preis-Leistungs-Verhältnis? Und vor allem: Welches Enduro Race-Bike ist aus unserer Sicht die beste Wahl für den Renneinsatz?

Welches Bike überzeugt im knallharten High Speed-Einsatz am meisten? Welcher Bolide hat auf flachen Trails die Nase vorn? Und welches der sieben Enduro Race-Bikes in unserem Test bietet aus unserer Sicht das beste Preis-Leistungs-Verhältnis?
# Welches Bike überzeugt im knallharten High Speed-Einsatz am meisten? Welcher Bolide hat auf flachen Trails die Nase vorn? Und welches der sieben Enduro Race-Bikes in unserem Test bietet aus unserer Sicht das beste Preis-Leistungs-Verhältnis? - in den kommenden Tagen werdet ihr neben den ausführlichen Einzeltests der Bikes auch unser abschließendes Urteil erfahren!

Hier findest du alle weiteren Artikel unseres Enduro Race Bike-Vergleichstests 2018:

Canyon, Ibis, Lapierre, Radon, Rocky Mountain, Specialized oder Trek: Welches Enduro Race Bike ist euer Favorit?




Die neuesten Kommentare
  1. benutzerbild

    FJ089

    dabei seit 09/2016

    Nurmi92
    wohl kaum, es sei denn man hat es der ravanel nach ihrem letzten EWS Sieg direkt geklaut
    Hmm, soll auch Vorab Bikes (Prototypen) für sowas geben ... das Propain Hugene hatten auch einige Mags vorab.
  2. benutzerbild

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  3. benutzerbild

    LaCatrina

    dabei seit 02/2014

    stonelebs12
    Wie schon mehrfach geschrieben wurde, kann man nicht alle auf dem Markt befindlichen Bikes testen.

    Und deine Frage nach der Wartung war wohl nicht Ernst gemeint oder?

    Ja dann solltet ihr mal anfangen Bikes zu testen
    Nurmi92
    Tests werden so oder so überbewertet. ich hatte in den letzten 3jahren drei zum teil sehr verschiedene Enduros. und war eigentlich mit allen dreien ziemlich genau gleich schnell, jawoll schnell - unterwegs. :D am wichtigsten ist dass man viel fährt, egal mit welchem. wenn man nur ab und zu mal im Urlaub ordentliche trails fährt ist schon klar dass dann alle am Material rumnörgeln. "...die Gabel geht nicht, dämpfer setup passt nicht, reifen sind scheisse usw.... und dann noch der schlaue kollege - ja die Bike hat e geschrieben dass dein xy enduro genau da schwächen hat..." :teufel:

    Das einzige was ich brauche ist was hält der Rahmen aus . Was kann ich damit shreddern was springen ohne das mir was entgegen kommt so wie beim canyon . Einmal kleiner flat und durch!!
  4. benutzerbild

    stonelebs12

    dabei seit 02/2005

    LaCatrina
    Ja dann solltet ihr mal anfangen Bikes zu testen

    Das einzige was ich brauche ist was hält der Rahmen aus . Was kann ich damit shreddern was springen ohne das mir was entgegen kommt so wie beim canyon . Einmal kleiner flat und durch!!
    Tja, dann war evtl. das Canyon für den Flat wohl nicht geeignet? Es kommt immer auf den Fahrer darauf an, wie er sauber den Flat springt...

    Ich teste keine Bikes, ich fahre so wie Du Privat Bikes, war eine allgemeine pauschalisierte Aussage.

    Aber ihr könnt ja alles besser und darum ist es mittlerweile sehr unerträglich in allen Forenbereichen hier im IBC Forum geworden.
  5. benutzerbild

    Nurmi92

    dabei seit 11/2015

    LaCatrina
    Das einzige was ich brauche ist was hält der Rahmen aus . Was kann ich damit shreddern was springen ohne das mir was entgegen kommt so wie beim canyon . Einmal kleiner flat und durch!!
    sowas zeigt sich aber maximal in einem Langzeittest. bei einem Vergleichstest wird kaum was reissen, so viel halten dann doch alle aus.

Was meinst du?

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