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Das Canyon Strive wurde der Welt zum ersten Mal 2014 präsentiert
Das Canyon Strive wurde der Welt zum ersten Mal 2014 präsentiert - nun hat es sich mit frischer, schicker Lackierung, einer top modernen Ausstattung und dem wie immer vergleichsweise günstigen Preisschild von 5.499 € der teilweise deutlich jüngeren Konkurrenz gestellt.
Der von Canyon entwickelte Shapeshifter ist eines der Hauptmerkmale des Strive CF 9.0 Team
Der von Canyon entwickelte Shapeshifter ist eines der Hauptmerkmale des Strive CF 9.0 Team - dank der vom Lenker aus verstellbaren Geometrie soll es Trailbike und Enduro zugleich sein können – Dr. Jekyll und Mr. Hyde sozusagen.
Obwohl eigentlich als Downhill-Bremse konzipiert, findet man sie an immer mehr Enduro-Bikes vor …
Obwohl eigentlich als Downhill-Bremse konzipiert, findet man sie an immer mehr Enduro-Bikes vor …
… die neue SRAM Code
… die neue SRAM Code - am Canyon Strive ist die hochwertige HSC-Version mit 200/180 mm Centerline-Bremsscheiben verbaut.
An der Front stehen dem Strive-Piloten satte 170 mm Federweg zur Verfügung
An der Front stehen dem Strive-Piloten satte 170 mm Federweg zur Verfügung - bereitgestellt von der RockShox Lyrik RCT3-Federgabel.
2014 hat noch niemand von metrischen Dämpfern gesprochen
2014 hat noch niemand von metrischen Dämpfern gesprochen - deshalb findet man am Strive einen RockShox Monarch Plus RC3-Dämpfer vor. Der Federweg kann dank Shapeshifter vom Lenker aus zwischen 135 und 160 mm verstellt werden.
Die dazugehörige linke Fernbedienung nimmt den Platz des RockShox Reverb-Hebels ein, der im Lieferzustand rechts über dem Schalthebel sitzt. Dadurch ist der rechte Daumen doppelt belegt
Die dazugehörige linke Fernbedienung nimmt den Platz des RockShox Reverb-Hebels ein, der im Lieferzustand rechts über dem Schalthebel sitzt. Dadurch ist der rechte Daumen doppelt belegt - auch die von uns probierte Anordnung mit beiden Hebeln links war eher suboptimal.
Die Ausstattung ist wie immer sehr hochwertig und es wurde auf hauseigene Komponenten verzichten
Die Ausstattung ist wie immer sehr hochwertig und es wurde auf hauseigene Komponenten verzichten - neben dem hochwertigen Renthal-Cockpit mit Carbon-Lenker …
… findet man Sattel und Griffe der Ergonomie-Experten von Ergon vor.
… findet man Sattel und Griffe der Ergonomie-Experten von Ergon vor.
Der Adler ist nun endgültig gelandet
Der Adler ist nun endgültig gelandet - wie alle Testbikes im Feld verfügt das Canyon Strive CF 9.0 Team über das neue 12-fach System aus dem Hause SRAM – hier in der hochwertigen X01-Version.
Gut versteckt und nur im hier gezeigten XC-Modus auf den zweiten Blick zu erkennen: Canyons Shapeshifter-System!
Gut versteckt und nur im hier gezeigten XC-Modus auf den zweiten Blick zu erkennen: Canyons Shapeshifter-System!
Die Rahmenform ist noch sehr klassisch und weniger kantig als bei vielen aktuellen Carbon-Boliden.
Die Rahmenform ist noch sehr klassisch und weniger kantig als bei vielen aktuellen Carbon-Boliden.
Wer sein Rad selbst serviced, wird sich über das geschraubte Tretlager freuen.
Wer sein Rad selbst serviced, wird sich über das geschraubte Tretlager freuen.
Ein großzügiger, verschraubter Schutz am Unterrohr bewahrt dieses vor zu harten Aufsetzern oder Steinschlägen
Ein großzügiger, verschraubter Schutz am Unterrohr bewahrt dieses vor zu harten Aufsetzern oder Steinschlägen - die Kabel unter dem Tretlager sind diesen zwar schutzlos ausgesetzt – unserer Erfahrung nach, passiert hier jedoch nichts.
Der kleine Schoner auf der Kettenstrebe darf gerne etwas größer ausfallen, was das Rad noch leiser machen würde …
Der kleine Schoner auf der Kettenstrebe darf gerne etwas größer ausfallen, was das Rad noch leiser machen würde …
… zudem hatten wir manchmal das Problem, dass sich die Zugeingänge gelockert haben, was für lautes Klappern sorgte.
… zudem hatten wir manchmal das Problem, dass sich die Zugeingänge gelockert haben, was für lautes Klappern sorgte.
Im XC-Modus hat man gar keine Probleme damit, mit dem Canyon Strive CF 9.0 Team auch größere Touren oder Transfers zurückzulegen
Im XC-Modus hat man gar keine Probleme damit, mit dem Canyon Strive CF 9.0 Team auch größere Touren oder Transfers zurückzulegen - die Sitzposition ist angenehm aufrecht, der Hinterbau relativ ruhig.
Per Knopfdruck (und Komprimierung des Hinterbaus) verwandelt es sich jedoch zurück in ein abfahrtsorientiertes Enduro-Bike, das äußerst ausgewogen auf dem Trail liegt.
Per Knopfdruck (und Komprimierung des Hinterbaus) verwandelt es sich jedoch zurück in ein abfahrtsorientiertes Enduro-Bike, das äußerst ausgewogen auf dem Trail liegt.
Für kurze, knackige Gegenanstiege, wie man sie auf so mancher Enduro-Stage vorfindet, empfehlen wir, einfach im DH-Modus zu bleiben
Für kurze, knackige Gegenanstiege, wie man sie auf so mancher Enduro-Stage vorfindet, empfehlen wir, einfach im DH-Modus zu bleiben - das Strive tritt sich dann immer noch sehr solide und man verliert keine Zeit mit Umschalten.
Oben angekommen ist man zudem sofort bereit für die Abfahrt
Oben angekommen ist man zudem sofort bereit für die Abfahrt - das Komprimieren des Hinterbaus und Loslassen des Hebels für den DH-Modus muss gut getimed sein, was Aufmerksamkeit kostet und manchmal nicht schnell genug möglich ist.
Im Downhill-Modus ist das Canyon Strive CF 9.0 Team eine richtige Spaßmaschine, die sich leicht herumwerfen lässt und zur aktiven Linienwahl einlädt.
Im Downhill-Modus ist das Canyon Strive CF 9.0 Team eine richtige Spaßmaschine, die sich leicht herumwerfen lässt und zur aktiven Linienwahl einlädt.
Der Hinterbau bietet viel Gegenhalt und sorgt für Grip, ohne im Federweg zu versacken
Der Hinterbau bietet viel Gegenhalt und sorgt für Grip, ohne im Federweg zu versacken - nur bei sehr hohen Geschwindigkeiten in hartem Terrain kann das Strive durch die kurzen Kettenstreben etwas unruhig und stelzig werden.
Der Shapeshifter ist von außen gut versteckt und für lange Transfers durchaus praktisch
Der Shapeshifter ist von außen gut versteckt und für lange Transfers durchaus praktisch - im Enduro-Einsatz könnten wir jedoch darauf verzichten.
Die Ausstattung ist nicht nur hochwertig, sondern auch durchdacht
Die Ausstattung ist nicht nur hochwertig, sondern auch durchdacht - die kleine MRP-Kettenführung ist ein Detail, das bei einem Enduro-Rennen den Tag retten kann.
Das Canyon Strive CF 9.0 Team ist nach wie vor top aktuell und eine gute Wahl für all jene, die ein solides Enduro-Bike mit guten Allround-Eigenschaften suchen.
Das Canyon Strive CF 9.0 Team ist nach wie vor top aktuell und eine gute Wahl für all jene, die ein solides Enduro-Bike mit guten Allround-Eigenschaften suchen. - Wer etwas mehr in Richtung Bikepark oder knallharten Enduro-Einsatz denkt, könnte einen zweiten Blick auf das neu vorgestellte Canyon Torque werfen, das aktuell auch in der EWS eingesetzt wird.

Canyon Strive CF 9.0 Team im Test: Ein Enduro-Bike, dem man per Knopfdruck die Gene einer XC-Feile verpassen kann: diese Eigenschaft des Canyon Strive sorgte bei der Vorstellung 2014 für mächtig Furore. Nach etlichen EWS-Podiumsplatzierungen kann eigentlich kein Zweifel an der Race-Tauglichkeit des Koblenzer Allrounders herrschen. Doch wie schlägt sich der Harvey Dent unter den Enduro-Bikes gegen die teils deutlich jüngere Konkurrenz in unserem Vergleichstest? Wir haben das top ausgestattete Canyon Strive CF 9.0 Team über die steinigen Trails Kataloniens gejagt und es ausprobiert!

Steckbrief: Canyon Strive CF 9.0 Team

EinsatzbereichEnduro
Federweg170 mm/135-160 mm
Laufradgröße27.5ʺ
RahmenmaterialCarbon
Gewicht (o. Pedale)13,4 kg
RahmengrößenXS, S, M, L, XL
Websitewww.canyon.com
Preis: 5.499 Euro

Das Kernstück des Canyon Strive-Rahmens ist der sogenannte Shapeshifter: eine im oberen Link versteckte Gasdruckfeder, die per Lenkerfernbedienung betätigt werden kann und nicht nur die Geometrie entscheidend beeinflusst, sondern auch den Federweg am Heck von 160 mm auf 135 mm reduziert. Nachdem der Koblenzer Versender Anfang des Jahres bereits ein neues Torque und Spectral präsentiert hat, mögen viele Fans ähnliche Neuerungen am Enduro-Racebike Strive erwartet haben. Doch für die Saison 2018 gibt es lediglich eine neue, schicke Lackierung. Das von uns getestete Topmodell Canyon Strive CF 9.0 Team kann für 5.499 € online bestellt werden und verfügt über einen Carbon-Rahmen sowie eine sehr hochwertige, abfahrtsorientierte Ausstattung. Dank SRAM X01 Eagle-Schaltung, RockShox Lyrik-Federgabel mit ganzen 170 mm Federweg und den im vergangenen Jahr vorgestellten Mavic Deemax-Laufrädern in 27,5″ sollte es absolut bereit für den Renneinsatz sein.

Das Canyon Strive wurde der Welt zum ersten Mal 2014 präsentiert
# Das Canyon Strive wurde der Welt zum ersten Mal 2014 präsentiert - nun hat es sich mit frischer, schicker Lackierung, einer top modernen Ausstattung und dem wie immer vergleichsweise günstigen Preisschild von 5.499 € der teilweise deutlich jüngeren Konkurrenz gestellt.
Diashow: Canyon Strive CF 9.0 Team im Test - Allrounder auf Knopfdruck
Der Shapeshifter ist von außen gut versteckt und für lange Transfers durchaus praktisch
Obwohl eigentlich als Downhill-Bremse konzipiert, findet man sie an immer mehr Enduro-Bikes vor …
Die Rahmenform ist noch sehr klassisch und weniger kantig als bei vielen aktuellen Carbon-Boliden.
Der von Canyon entwickelte Shapeshifter ist eines der Hauptmerkmale des Strive CF 9.0 Team
Wer sein Rad selbst serviced, wird sich über das geschraubte Tretlager freuen.
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Geometrie

Auch vier Jahre nach seiner Vorstellung ist die Geometrie des Canyon Strive noch immer aktuell. Der Lenkwinkel von 66° mag für ein Race-Enduro mit 27,5″ Rädern zwar eher auf der steilen Seite sein, dafür ist der Reach-Wert von 468 mm sowie der mit 627 mm eher hohe Stack unseres Testbikes in Größe L ohne Frage nach wie vor en vogue. Zudem decken ganze 5 Größen von XS bis XL einen breiten Bereich ab. Die Kettenstreben sind mit 423 mm Länge ziemlich kurz. Wer befürchtet, der 73,5° messende Sitzwinkel sei für lange Uphill-Passagen zu flach, kann beruhigt sein: Ein Druck auf die Fernbedienung des Shapeshifters verwandelt das Enduro-Bike Strive in ein zahmes Trailbike mit 135 mm Federweg am Heck: Das Tretlager wird um 19 mm angehoben und Lenk- sowie Sitzwinkel werden jeweils 1,5° steiler.

RahmengrößeXSSMLXL
Körpergröße155–165 cm165–174 cm174–181 cm181–188 cm188–198 cm
Sitzrohrlänge388 mm430 mm430 mm460 mm500 mm
Oberrohrlänge576 mm600 mm629 mm648 mm658 mm
Steuerrohr95 mm115 mm125 mm135 mm155 mm
Lenkwinkel66° (+1,5°)66° (+1,5°)66° (+1,5°)66° (+1,5°)66° (+1,5°)
Sitzrohrwinkel73,5° (+1,5°)73,5° (+1,5°)73,5° (+1,5°)73,5° (+1,5°)73,5° (+1,5°)
Kettenstreben423 mm423 mm423 mm423 mm423 mm
Radstand1132 mm1158 mm1188 mm1207 mm1240 mm
Stack592 mm606 mm615 mm627 mm643 mm
Reach402 mm422 mm448 mm468 mm487 mm
Überstandshöhe773 mm778 mm782 mm788 mm795 mm
Tretlagerhöhe340 mm (+19 mm)340 mm (+19 mm)340 mm (+19 mm)340 mm (+19 mm)340 mm (+19 mm)
Der von Canyon entwickelte Shapeshifter ist eines der Hauptmerkmale des Strive CF 9.0 Team
# Der von Canyon entwickelte Shapeshifter ist eines der Hauptmerkmale des Strive CF 9.0 Team - dank der vom Lenker aus verstellbaren Geometrie soll es Trailbike und Enduro zugleich sein können – Dr. Jekyll und Mr. Hyde sozusagen.

Ausstattung

Dass man bei Versendern wie Canyon meist eine hochwertige Ausstattung für vergleichsweise geringes Geld bekommt, sollte mittlerweile Allgemeinwissen sein. Beim Canyon Strive CF 9.0 Team bekommt man jedoch nicht nur eine edle, sondern auch durchdachte Ausstattung. Die 170 mm Federweg der RockShox Lyrik RCT3-Federgabel an der Front sowie die bissigen SRAM Code RSC-Bremsen sprechen dafür, dass das Strive durchaus für eine härtere Gangart konzipiert wurde. Am Heck sorgt ein nicht-metrischer RockShox Monarch Plus RC3-Dämpfer für Ruhe, während die SRAM X01 Eagle-Schaltung ausreichend Bandbreite für beinahe alle Lebenslagen zur Verfügung stellt. Das Canyon rollt auf 27,5″ großen Mavic Deemax Pro-Systemlaufrädern mit den passenden Mavic-Reifen. An unserem Testbike ist mit dem Renthal Fatbar Carbon nicht nur ein Lenker mit ordentlich Rise montiert, sondern auch ein ausreichend langer Gabelschaft mit entsprechend vielen Spacern. So sollte wirklich jeder die passende Lenkerhöhe finden. Zudem ist das Strive mit einem Acros Block Lock-Steuersatz ausgerüstet, der den Lenkeinschlag begrenzt – wirklich notwendig war das bei unserem Testbike nicht: Weder der Gabelschaft noch das Cockpit kamen in Konflikt mit dem Rahmen. Wer hingegen einen deutlich niedrigeren Lenker bevorzugt, könnte davon profitieren.

  • Federgabel RockShox Lyrik RCT3 (170 mm)
  • Dämpfer RockShox Monarch Plus RC3 (135/160 mm)
  • Antrieb SRAM X01 Eagle
  • Bremsen SRAM Code RSC
  • Laufräder Mavic Deemax Pro
  • Reifen Mavic Claw / Mavic Quest Pro
  • Cockpit Renthal Fatbar Carbon (780 mm) / Renthal Apex (40 mm)
  • Sattelstütze RockShox Reverb (150 mm)
BikeStrive CF 9.0 TeamStrive CF 9.0Strive CF 8.0Strive CF 7.0
FedergabelRockShox Lyrik RCT3Fox 36 Float FactoryFox 36 Float Performance EliteRockShox Lyrik RCT3
DämpferRockShox Monarch Plus RC3 (200 x 57 mm)Fox Factory Float DPX2 EVOLFox DPX2 Performance EliteRockShox Monarch Plus RC3 (200 x 57 mm)
VorbauRenthal Apex (40 mm)Renthal Apex (40 mm)Renthal Apex (40 mm)Race Face Aeffect
LenkerRenthal Fat Bar Carbon (780 mm)Renthal Fat Bar Carbon (780 mm)Renthal Fat Bar Carbon (780 mm)Race Face Aeffect
GriffeErgon GE10 SlimCanyon G5Ergon GE1 SlimCanyon G5
Steuersatz Acros Block LockAcros Block LockAcros Block LockAcros Block Lock
Sattel Ergon SME3 Pro TitaniumSDG Fly MTNErgon SME3SDG Fly MTN
SattelstützeRockShox Reverb (XS/S: 125 mm, Rest 150 mm)RockShox Reverb (XS/S: 125 mm, Rest 150 mm)RockShox Reverb (XS/S: 125 mm, Rest 150 mm)RockShox Reverb (XS/S: 125 mm, Rest 150 mm)
BremsenSRAM Code RSCSRAM Code RSCSRAM Code RSRAM Guide R
Brems-scheibenSRAM Centerline (200 mm / 180 mm)SRAM Centerline (200 mm / 180 mm)SRAM Centerline (200 mm / 180 mm)SRAM Centerline (200 mm / 180 mm)
SchalthebelSRAM X01 EagleSRAM X01 EagleSRAM X01 EagleSRAM GX Eagle
SchaltwerkSRAM X01 EagleSRAM X01 EagleSRAM X01 EagleSRAM GX Eagle
KassetteSRAM X01 Eagle 10-50TSRAM X01 Eagle 10-50TSRAM XG-1275 Eagle 10-50TSRAM XG-1275 Eagle 10-50T
KetteSRAM X01 EagleSRAM GX EagleSRAM GX EagleSRAM GX Eagle
KurbelnSRAM X01 Eagle CarbonTruvativ Descendant Eagle CarbonTruvativ Descendant Eagle CarbonTruvativ Descendant Eagle 6k
LaufräderMavic Deemax ProDT Swiss EX 1501 SplineDT Swiss E 1700 SplineDT Swiss E 1700 Spline
ReifenMavic Claw Pro / Mavic Quest Pro XLMaxxis Minion DHR II 2,4" / Maxxis Minion Semi Slick 2,3"Maxxis Minion DHR II 2,4" / Maxxis Minion Semi Slick 2,3"Maxxis Minion DHR II 2,4" / Maxxis Minion Semi Slick 2,3"
Gewicht13,36 kg (Größe L, Tubeless, ohne Pedale, gewogen)13,7 kg (Größe M, Herstellerangabe)14,0 kg (Größe M, Herstellerangabe)14,2 kg (Größe M, Herstellerangabe)
Preis5.499 €4.999 €3.999 €3.499 €
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Obwohl eigentlich als Downhill-Bremse konzipiert, findet man sie an immer mehr Enduro-Bikes vor …
# Obwohl eigentlich als Downhill-Bremse konzipiert, findet man sie an immer mehr Enduro-Bikes vor …
… die neue SRAM Code
# … die neue SRAM Code - am Canyon Strive ist die hochwertige HSC-Version mit 200/180 mm Centerline-Bremsscheiben verbaut.
An der Front stehen dem Strive-Piloten satte 170 mm Federweg zur Verfügung
# An der Front stehen dem Strive-Piloten satte 170 mm Federweg zur Verfügung - bereitgestellt von der RockShox Lyrik RCT3-Federgabel.
2014 hat noch niemand von metrischen Dämpfern gesprochen
# 2014 hat noch niemand von metrischen Dämpfern gesprochen - deshalb findet man am Strive einen RockShox Monarch Plus RC3-Dämpfer vor. Der Federweg kann dank Shapeshifter vom Lenker aus zwischen 135 und 160 mm verstellt werden.
Die dazugehörige linke Fernbedienung nimmt den Platz des RockShox Reverb-Hebels ein, der im Lieferzustand rechts über dem Schalthebel sitzt. Dadurch ist der rechte Daumen doppelt belegt
# Die dazugehörige linke Fernbedienung nimmt den Platz des RockShox Reverb-Hebels ein, der im Lieferzustand rechts über dem Schalthebel sitzt. Dadurch ist der rechte Daumen doppelt belegt - auch die von uns probierte Anordnung mit beiden Hebeln links war eher suboptimal.
Die Ausstattung ist wie immer sehr hochwertig und es wurde auf hauseigene Komponenten verzichten
# Die Ausstattung ist wie immer sehr hochwertig und es wurde auf hauseigene Komponenten verzichten - neben dem hochwertigen Renthal-Cockpit mit Carbon-Lenker …
… findet man Sattel und Griffe der Ergonomie-Experten von Ergon vor.
# … findet man Sattel und Griffe der Ergonomie-Experten von Ergon vor.
Der Adler ist nun endgültig gelandet
# Der Adler ist nun endgültig gelandet - wie alle Testbikes im Feld verfügt das Canyon Strive CF 9.0 Team über das neue 12-fach System aus dem Hause SRAM – hier in der hochwertigen X01-Version.

Im Detail

“Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust.” – redet Goethes Faust hier vom Canyon Strive? Dazu ist es dann doch deutlich zu jung, dank Shapeshifter verhält es sich hier jedoch ähnlich!

In Zeiten von immer ausgefalleneren, extrem kantigen oder fließenden Carbon-Rahmen wirkt die konventionelle, aufgeräumte Rahmenform des Canyon Strive beinahe etwas altmodisch – oder erfrischend, je nachdem wie man es sieht. Die neue Lackierung mit dem strahlenden Blau und sanftem Übergang ins Schwarze fand in der Redaktion jedoch breiten Zuspruch. Der Steuerrohr-Bereich ist verhältnismäßig schmal und dank der Querverbindung zwischen Ober- und Sitzrohr kann man aus der Ferne kaum sagen, ob der Rahmen aus Aluminium oder Carbon besteht. Allerdings haben die Designer von Canyon fantastische Arbeit bei der Unterbringung des nicht ganz unkomplexen Shapshifters verrichtet: Dieser versteckt sich beinahe unsichtbar im Umlenkhebel. Lediglich das zusätzliche Kabel sowie das kleine Ventil und die Modus-Anzeige obendrauf verraten, was im Inneren vor sich geht (hier mehr Infos zum Shapeshifter). Ganz und gar nicht versteckt und eher unaufgeräumt kommt uns hingegen das Cockpit vor: Mit zwei Bremsen, Schalthebel, RockShox Reverb-Hebel und dem Hebel des Shapshifters ist dieses relativ überladen. Da der Shapeshifter zudem die klassische Position der Variostützen-Fernbedienung einnimmt, wandert diese auf die rechte Lenkerseite über den Shifter. Während der linke Daumen also nur den eher selten benötigten Shapeshifter zu bedienen hat, ist es auf der rechten Seite hilfreich, wenn man in der Jugend viel Zeit vor der Spielekonsole verbracht hat: X, Y, A, B, Quadrat, Kreis, Dreieck, Gang hoch, Gang runter, Variostütze – es gibt einiges zu koordinieren.

Gut versteckt und nur im hier gezeigten XC-Modus auf den zweiten Blick zu erkennen: Canyons Shapeshifter-System!
# Gut versteckt und nur im hier gezeigten XC-Modus auf den zweiten Blick zu erkennen: Canyons Shapeshifter-System!
Die Rahmenform ist noch sehr klassisch und weniger kantig als bei vielen aktuellen Carbon-Boliden.
# Die Rahmenform ist noch sehr klassisch und weniger kantig als bei vielen aktuellen Carbon-Boliden.
Wer sein Rad selbst serviced, wird sich über das geschraubte Tretlager freuen.
# Wer sein Rad selbst serviced, wird sich über das geschraubte Tretlager freuen.

Alle Kabel, auch das des Shapeshifters, treten kurz nach dem Steuerrohr über Gummi-Eingänge ins Innere des Rahmens und werden größtenteils verdeckt zum Zielort geführt. Während unserer Testwoche hatten wir ab und an das Problem, dass sich die oberen Leitungseingänge etwas gelockert haben, was zu leichtem Klappern geführt hat. Ein kurzer Griff nach unten hat das Problem jedoch behoben und für Ruhe gesorgt. Für Ruhe sorgen soll auch der Kettenstrebenschutz, was er im Großen und Ganzen auch macht – wie so oft haben wir uns jedoch gewünscht, er wäre einige Zentimeter weiter nach vorne gezogen. Dafür findet man einen weiteren, sehr großzügig geschnittenen Schutz am Unterrohr, der dieses vor Beschädigungen durch Aufsetzer und Steinschläge schützt. Auf der Oberseite des Unterrohrs wiederum ist Platz für eine große Trinkflasche, was für die Rucksackverweigerer in der Redaktion immer ein großer Pluspunkt ist.

Ein großzügiger, verschraubter Schutz am Unterrohr bewahrt dieses vor zu harten Aufsetzern oder Steinschlägen
# Ein großzügiger, verschraubter Schutz am Unterrohr bewahrt dieses vor zu harten Aufsetzern oder Steinschlägen - die Kabel unter dem Tretlager sind diesen zwar schutzlos ausgesetzt – unserer Erfahrung nach, passiert hier jedoch nichts.
Der kleine Schoner auf der Kettenstrebe darf gerne etwas größer ausfallen, was das Rad noch leiser machen würde …
# Der kleine Schoner auf der Kettenstrebe darf gerne etwas größer ausfallen, was das Rad noch leiser machen würde …
… zudem hatten wir manchmal das Problem, dass sich die Zugeingänge gelockert haben, was für lautes Klappern sorgte.
# … zudem hatten wir manchmal das Problem, dass sich die Zugeingänge gelockert haben, was für lautes Klappern sorgte.

Auf dem Trail

Aufgrund des Shapeshifters waren unsere Erwartungen an die Uphill-Performance des Canyon Strive CF 9.0 Team hoch. Und tatsächlich: Im XC-Modus mit 135 mm Federweg sitzt man sehr aufrecht und entspannt auf dem Strive. Der Hinterbau ist relativ ruhig, kann im Wiegetritt jedoch leicht wippen – ein Umlegen des blauen Hebels am RockShox Monarch Plus RCT3-Dämpfer schafft hier Abhilfe. Durch die sehr aufrechte Position und den nun relativ steilen Sitzwinkel tritt es sich auf flachen Transfers sehr angenehm. Zudem rollen die Mavic-Reifen schön leichtgängig. In steilen Uphills empfehlen wir, den Dämpfer für mehr Grip wieder zu öffnen. Obwohl alle Testfahrer Fans einer hohen Front sind, würden wir hier sogar einen Spacer über dem Vorbau montieren, denn das hohe Cockpit lässt das Vorderrad ab und an ungewollt steigen.

Im XC-Modus hat man gar keine Probleme damit, mit dem Canyon Strive CF 9.0 Team auch größere Touren oder Transfers zurückzulegen
# Im XC-Modus hat man gar keine Probleme damit, mit dem Canyon Strive CF 9.0 Team auch größere Touren oder Transfers zurückzulegen - die Sitzposition ist angenehm aufrecht, der Hinterbau relativ ruhig.
Per Knopfdruck (und Komprimierung des Hinterbaus) verwandelt es sich jedoch zurück in ein abfahrtsorientiertes Enduro-Bike, das äußerst ausgewogen auf dem Trail liegt.
# Per Knopfdruck (und Komprimierung des Hinterbaus) verwandelt es sich jedoch zurück in ein abfahrtsorientiertes Enduro-Bike, das äußerst ausgewogen auf dem Trail liegt.

Im Vorfeld waren wir sehr gespannt, wie positiv sich der Shapeshifter auf flachen Trails mit Gegenanstiegen oder hügeligen Transfer-Passagen bemerkbar machen würde. Hier wurden wir jedoch mehrfach mit der etwas unorthodoxen Cockpit-Aufteilung und der komplexen Bedienung des Shapeshifters konfrontiert. Geht es in den Uphill hinein, muss man ein paar Gänge herunterschalten, die Variostütze ausfahren und den Shapeshifter in den XC-Mode schalten, wozu das Heck entlastet werden muss – in der Zeit hätte man vermutlich auch einfach lossprinten können. Geht es wieder bergab, muss man hochschalten, die Sattelstütze bedienen, sich kurz drauf setzen und in den DH-Modus schalten, wozu man das Heck stark komprimieren muss. Deshalb fanden wir es am praktischsten, nur für lange Transfers oder Anstiege per Shapeshifter in den XC-Modus zu schalten. Dazu wäre es jedoch deutlich vorteilhafter, den selten benutzten Shapeshifter-Hebel auf der rechten Seite und den oft benutzten Reverb-Hebel auf der linken Seite zu platzieren. So kam es leider oft zu unfreiwilligen Shapeshifter-Auslösungen, wenn doch eigentlich die Sattelstütze bedient werden sollte.

Für kurze, knackige Gegenanstiege, wie man sie auf so mancher Enduro-Stage vorfindet, empfehlen wir, einfach im DH-Modus zu bleiben
# Für kurze, knackige Gegenanstiege, wie man sie auf so mancher Enduro-Stage vorfindet, empfehlen wir, einfach im DH-Modus zu bleiben - das Strive tritt sich dann immer noch sehr solide und man verliert keine Zeit mit Umschalten.
Oben angekommen ist man zudem sofort bereit für die Abfahrt
# Oben angekommen ist man zudem sofort bereit für die Abfahrt - das Komprimieren des Hinterbaus und Loslassen des Hebels für den DH-Modus muss gut getimed sein, was Aufmerksamkeit kostet und manchmal nicht schnell genug möglich ist.
Im Downhill-Modus ist das Canyon Strive CF 9.0 Team eine richtige Spaßmaschine, die sich leicht herumwerfen lässt und zur aktiven Linienwahl einlädt.
# Im Downhill-Modus ist das Canyon Strive CF 9.0 Team eine richtige Spaßmaschine, die sich leicht herumwerfen lässt und zur aktiven Linienwahl einlädt.

Im DH-Modus tritt sich das Canyon Strive CF 9.0 Team immer noch mehr als akzeptabel und versackt bei kurzen Zwischensprints nicht im Federweg. Die Verwandlung fällt nicht ganz so extrem aus wie von Bruce Banner zum Hulk, allerdings sind die Unterschiede sofort spürbar. Der Hinterbau arbeitet äußerst sensibel und bietet eine sehr gute Mischung aus Grip und Feedback. Dadurch kann man sehr gut mit dem Rad arbeiten und es bewusst auf dem Trail platzieren, ohne Angst haben zu müssen, bei einer verpatzten Landung abgeworfen zu werden. Auch ohne volumenreduzierende Bänder im RockShox Monarch-Dämpfer steht das Strive angenehm hoch im Federweg, ohne je bockig zu werden. In den teilweise lange anhaltenden Stein-Passagen unserer Testtrails hat das Canyon viel Geschwindigkeit mitgenommen und zur ein oder anderen wagemutigen Linie eingeladen. Lediglich die Mavic-Reifenkombination Quest und Claw kommt auf losen Böden etwas ans Limit und kann recht unvermittelt wegschmieren. Zudem dauert es einige Fahrten, bis man so richtig Lust bekommt, die Bremse aufzumachen, denn das Strive vermittelt nicht wirklich das Gefühl, “im Rad zu sitzen”. Durch den sehr kurzen Hinterbau ist es zwar äußerst wendig, kann sich jedoch zu Anfang auch etwas stelzig und unruhig anfühlen, bis man seine Position entsprechend angepasst hat. Dann kann man dem Rad zwar richtig die Sporen geben, steht jedoch gefühlt immer etwas mehr “über” als “in” dem Bike.

Der Hinterbau bietet viel Gegenhalt und sorgt für Grip, ohne im Federweg zu versacken
# Der Hinterbau bietet viel Gegenhalt und sorgt für Grip, ohne im Federweg zu versacken - nur bei sehr hohen Geschwindigkeiten in hartem Terrain kann das Strive durch die kurzen Kettenstreben etwas unruhig und stelzig werden.

Das ist uns aufgefallen

  • Shapshifter Dies ist wohl eines der wichtigsten Features des Canyon Strive und soll es zu einem exzellenten Alleskönner machen. Auf langen Transfers und Uphills geht diese Rechnung absolut auf: Im XC-Modus lässt es sich sehr bequem in die Pedale treten. Auf dem Trail oder während eines Enduro-Rennens raten wir jedoch, eher die Finger davon zu lassen, da die Bedienung vermutlich mehr Zeit kostet, als man durch mehr Treteffizienz am Ende herausholen könnte.
  • Hinterbau Das Canyon Strive verfügt über einen regulären Viergelenker-Hinterbau. Dieser ist im Downhill-Modus nicht ganz wippfrei, bietet jedoch einen guten Kompromiss aus Treteffizienz und Schluckvermögen. Zudem generiert er in Verbindung mit dem RockShox Monarch Plus RCT3-Dämpfer viel Grip, ohne zu viel Federweg zu nutzen. Die kurzen Kettenstreben werden jedoch nicht jedermanns Sache sein und können das Rad in schnellen Passagen etwas nervös wirken lassen.
  • Cockpit Die Fernbedienung des Shapeshifters ist leider so geformt, dass sie nur auf der linken Seite gut Platz findet. Wir würden sie lieber auf der bereits mit dem Schalthebel belegten rechten Seite sehen und dafür den häufiger benutzten Hebel der Variostütze links.
  • Ausstattung Ein ganz alter Hut: Das Canyon Strive CF 9.0 Team ist für den Preis hervorragend ausgestattet. Das Team-Modell richtet sich ganz klar an Enduro-Racer und ist durch die Bank mit hochwertigen und haltbaren Komponenten ausgerüstet. Racer sollten lediglich darauf achten, ein paar passende Ersatzspeichen für den Mavic Deemax-Systemlaufradsatz im Gepäck zu haben. Dieser hat sich im Test zwar als äußerst widerstandsfähig erwiesen, ein Ast ist allerdings schnell mal eingefangen und nicht jeder Radladen hat passende auf Lager.
Der Shapeshifter ist von außen gut versteckt und für lange Transfers durchaus praktisch
# Der Shapeshifter ist von außen gut versteckt und für lange Transfers durchaus praktisch - im Enduro-Einsatz könnten wir jedoch darauf verzichten.
Die Ausstattung ist nicht nur hochwertig, sondern auch durchdacht
# Die Ausstattung ist nicht nur hochwertig, sondern auch durchdacht - die kleine MRP-Kettenführung ist ein Detail, das bei einem Enduro-Rennen den Tag retten kann.

Fazit – Canyon Strive CF 9.0 Team

Mit dem Canyon Strive CF 9.0 Team hat der koblenzer Versender es geschafft, 2014 ein Enduro auf den Markt zu bringen, das sich im Jahr 2018 immer noch gegen die aktuelle Konkurrenz behaupten kann. Das Strive konnte vor allem mit seinem ausgewogenen Fahrwerk, der hochwertigen Ausstattung und dem wie immer guten Preis-Leistungsverhältnis überzeugen. Der Shapeshifter macht es zwar zu einem soliden Allrounder – im Enduro-Race-Einsatz könnten wir allerdings auch darauf verzichten.

Pro
  • gutes Preis-Leistungsverhältnis
  • hochwertige Ausstattung
  • ausgewogene Geometrie
  • Hinterbau bietet viel Traktion
Contra
  • unpraktische Cockpit-Aufteilung
  • etwas nervös in grobem Gelände
Das Canyon Strive CF 9.0 Team ist nach wie vor top aktuell und eine gute Wahl für all jene, die ein solides Enduro-Bike mit guten Allround-Eigenschaften suchen.
# Das Canyon Strive CF 9.0 Team ist nach wie vor top aktuell und eine gute Wahl für all jene, die ein solides Enduro-Bike mit guten Allround-Eigenschaften suchen. - Wer etwas mehr in Richtung Bikepark oder knallharten Enduro-Einsatz denkt, könnte einen zweiten Blick auf das neu vorgestellte Canyon Torque werfen, das aktuell auch in der EWS eingesetzt wird.

Hier findest du alle weiteren Artikel unseres Enduro Race Bike-Vergleichstests 2018:


Testablauf

Im Rahmen unseres Enduro Race Bike-Vergleichstests mussten sich alle sieben Fahrräder im Testfeld eine Woche lang auf den harten und schnellen Trails in Santa Coloma de Farners beweisen. Jedes Bike wurde von mehreren Fahrern getestet, aus eigener Kraft bergauf und bergab bewegt und mehrere Abfahrten im Renntempo gefahren. Getestet wurden alle Fahrräder zunächst in der Serienausstattung – anschließend wurden je nach Bedarf Veränderungen vorgenommen, um das Potenzial des jeweiligen Modells optimal auszureizen.

Hier haben wir das Canyon Strive CF 9.0 Team getestet

  • Santa Coloma de Farners: Die Trails in Santa Coloma de Farners liegen rund eine Stunde östlich von Barcelona und sind ein wahres Enduro-Paradies. Für unseren Vergleichstest haben wir uns vor allem auf den sehr schnellen, flowigen und teils ruppigen Trail “Dragon Khan” und die anspruchsvolle, verblockte und verwinkelte Abfahrt “La Llosa” konzentriert.
Testerprofil Gregor Sinn – bitte ausklappen

Tester-Profil: Gregor Sinn
60 cm68 kg85,5 cm61 cm183 cm
Gregor fährt gerne Fahrräder jeglicher Kategorie, von Mountainbike bis Rennrad. Am liebsten ist er jedoch auf Downhill- und Enduro-Bikes unterwegs – gerne auch unter Zeitdruck im Renneinsatz.
Fahrstil
verspielt
Ich fahre hauptsächlich
Downhill, Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
unauffällig, hinten progressiv, wenig Druckstufe
Vorlieben bei der Geometrie
hinten nicht zu kurz, vorne geräumig, Lenkwinkel nicht zu flach

Testerprofil Oliver Sonntag – bitte ausklappen

Tester-Profil: Oliver Sonntag
62 cm82 kg85 cm73 cm182 cm
Oli fährt am liebsten Enduro, Downhill, Dirt Jump und Crosser – er hat auf jedem Rad seine Gaudi. Primär geht’s ihm um das schnelle Bergab fahren – ob im Bike Park oder auf selbst erklommenen Trails, am allerliebsten aber im Renn-Einsatz.
Fahrstil
schnell und aggressiv
Ich fahre hauptsächlich
Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
hart und progressiv, langsamer Rebound
Vorlieben bei der Geometrie
lang und flach, aufrechte Fahr- und Sitzposition

Testerprofil Moritz Zimmermann – bitte ausklappen

Tester-Profil: Moritz Zimmermann
61 cm93 kg85 cm61 cm186 cm
Moritz ist seit vielen Jahren auf dem Mountainbike unterwegs – vor allem auf Enduro- und Trailbikes, gerne aber auch im Bike Park.
Fahrstil
Räder auf dem Boden, saubere Linienwahl
Ich fahre hauptsächlich
Trail, Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
relativ straff mit viel Dämpfung, Heck eher langsam
Vorlieben bei der Geometrie
mittellanges Oberrohr, hoher Stack, lange Kettenstreben, flacher Lenkwinkel

  1. benutzerbild

    marx.

    dabei seit 02/2007

    MrBrightside
    Gekröpfte Stütze vielleicht einfach weil der Rahmen zu kurz war nach Absenken der Gabel.
    Mit Absenken der Gabel wird Reach/Oberrohr aber länger... :rolleyes:
  2. benutzerbild

    MrBrightside

    dabei seit 03/2017

    marx.
    Mit Absenken der Gabel wird Reach/Oberrohr aber länger... :rolleyes:
    Stimmt, vielleicht wollte er so weit hinten sitzen wie vorher. Ist auch egal jetzt :D
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  4. benutzerbild

    Mwho

    dabei seit 01/2018

    foreigner
    ...
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    ...
    Puh,war nicht alles geiler in den 90ern :D...
    View attachment 732916
  5. benutzerbild

    fone

    dabei seit 09/2003

    greg12
    da sieht man mal wie sich die ansichtenverändern. lenkwinkel von 69° quasi unfahrbahr. dafür ist der sitzwinkel <73° noch zu steil. da wird allen ernstes eine gekröpfte sattelstütze empfohlen. dazu 110er vorbau.
    waren die menschen anno dazumals anders geformt.... oder wie kommts zu so einer massiven trendwende???
    Genau darum gings mir ja.

    foreigner
    Das bike hat wahrscheinlich sogar einen steileren Sitzwinkel als die allermeisten modernen Bikes. Es hat keinen Offset am Sattelrohr, den aber quasi so gut wie jedes moderne Bike hat.
    Der 110mm Vorbau hat Raum geschaffen, weil die Rahmen viel zu kurz waren. Das ist der größte Fortschritt der heutigen Räder. Lange Vorbauten mit "flacheren" Lenkwinkeln fahren sich tatsächlich kippeliger als mit steileren. Ein Effekt der mit kurzen Vorbauten kaum spürbar ist. Alles halt Entwicklung über die Jahre.

    Von wann ist denn das Bike?
    Eine moderne Geometrie hatte es aber auch für die damalige Zeit nicht, habe ich so das Gefühl. Auch damals gab es progressivere Bikes.
    Naja, was heißt zu kurz, die waren eben so kurz, damit man noch einen langen Vorbau fahren konnte.

    Das Rad ist von 2004. Die Geo hat schon gepasst. Bis auf den progressiv-flachen Lenkwinkel. :D

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