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Das Specialized Enduro Pro 29 ist neben der getesteten 29"-Variante auch mit voluminösen Plusreifen erhältlich
Das Specialized Enduro Pro 29 ist neben der getesteten 29"-Variante auch mit voluminösen Plusreifen erhältlich - mit einem Preisschild von 7.499 € bietet es eine hochwertige Ausstatttung sowie das äußerst praktische SWAT-System zu Unterbringung nützlicher Utensilien am Rad.
Die jüngste Inkarnation des Specialized Enduro ist deutlich schlanker geworden und verfügt über eine moderne und ausgewogene Geometrie
Die jüngste Inkarnation des Specialized Enduro ist deutlich schlanker geworden und verfügt über eine moderne und ausgewogene Geometrie - diese kann zusätzlich über die Position des Dämpfer-Yokes beeinflusst werden.
An der Front arbeitet die seltene und sehr variabel einstellbare Öhlins RXF 36-Federgabel mit 160 mm Federweg
An der Front arbeitet die seltene und sehr variabel einstellbare Öhlins RXF 36-Federgabel mit 160 mm Federweg - insbesondere für die Luftfeder mit extern befüllbarer Negativ-Kammer sollte man sich etwas Zeit nehmen und die sehr detaillierte Anleitung lesen.
Bei der Dämpfung lässt sich lediglich die Highspeed-Compression sowie der Rebound extern verstellen.
Bei der Dämpfung lässt sich lediglich die Highspeed-Compression sowie der Rebound extern verstellen.
Das Heck verfügt ebenfalls über 160 mm Federweg den ein Öhlins STX-Luftdämpfer mittels FSR-Federungssystem kontrolliert.
Das Heck verfügt ebenfalls über 160 mm Federweg den ein Öhlins STX-Luftdämpfer mittels FSR-Federungssystem kontrolliert.
Specialized setzt auch an den Topmodellen gerne auf hauseigene Anbauteile, die qualitativ jedoch meistens auf einem sehr hohen Niveau liegen
Specialized setzt auch an den Topmodellen gerne auf hauseigene Anbauteile, die qualitativ jedoch meistens auf einem sehr hohen Niveau liegen - der Hebel der Specialized Command WU-Variostütze ist äußerst ergonomisch …
… was sich auch über den Specialized Henge Comp-Sattel sagen lässt
… was sich auch über den Specialized Henge Comp-Sattel sagen lässt - allerdings sind wir nicht ganz mit der Winkelverstellung des Sattels beim Eindrücken der Sattelstütze warm geworden.
Specialized hat zudem eine minimalistische Kettenführung entworfen, die die Ketten nicht nur sicher auf dem Kettenblatt hält, sondern auch angenehm leise ist.
Specialized hat zudem eine minimalistische Kettenführung entworfen, die die Ketten nicht nur sicher auf dem Kettenblatt hält, sondern auch angenehm leise ist.
Bissstarke Bremsen dürfen an einem waschechten Race-Enduro nicht fehlen
Bissstarke Bremsen dürfen an einem waschechten Race-Enduro nicht fehlen - die SRAM Code R erfüllt diese Anforderung voll und ganz.
specialized-enduro-produkt-8810
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Unauffällig und extrem praktisch: das SWAT-Fach im Unterrohr. Hier kann man die meisten wichtigen Utensilien für unterwegs sicher verstauen
Unauffällig und extrem praktisch: das SWAT-Fach im Unterrohr. Hier kann man die meisten wichtigen Utensilien für unterwegs sicher verstauen - dank der mitgelieferten Futterale ist alles immer gut erreichbar und klappert nicht.
Ziemlich cool aber mehr ein Gimmick als von ernsthaftem Nutzen ist das ausklappbare Minitool im Gabelschaft
Ziemlich cool aber mehr ein Gimmick als von ernsthaftem Nutzen ist das ausklappbare Minitool im Gabelschaft - am unteren Ende ist zudem ein Kettenschloss versteckt. Beides würde jedoch auch locker in die Hosentasche oder die SWAT-Box passen.
Alle Kabel laufen im Inneren des Rahmens durch einlaminierte Führungen
Alle Kabel laufen im Inneren des Rahmens durch einlaminierte Führungen - dadurch können sie nicht klappern und lassen sich quasi mit geschlossenen Augen verlegen.
Auch sehr schön gelöst fanden wir die Kabelführung am Übergang zum Hinterbau.
Auch sehr schön gelöst fanden wir die Kabelführung am Übergang zum Hinterbau.
Selbstverständlich verfügt das Enduro Pro 29 über einen dämpfenden Schoner auf der Kettenstrebe …
Selbstverständlich verfügt das Enduro Pro 29 über einen dämpfenden Schoner auf der Kettenstrebe …
… sowie einen großzügigen Schutz unter dem Carbon-Unterrohr und Tretlager.
… sowie einen großzügigen Schutz unter dem Carbon-Unterrohr und Tretlager.
Dank des sehr treteffizienten FSR-Hinterbaus und dem 76,6° steilen Sitzwinkel stellen lange Anstiege und Transfers überhaupt kein Problem für das Specialized Enduro Pro 29 dar
Dank des sehr treteffizienten FSR-Hinterbaus und dem 76,6° steilen Sitzwinkel stellen lange Anstiege und Transfers überhaupt kein Problem für das Specialized Enduro Pro 29 dar - die Sitzposition ist sehr angenehm und auch über den hauseigenen Sattel gab es keine Beschwerden.
In sehr steilen Uphills beißen sich die Specialized Butcher GRID-Reifen zuverlässig in den Boden
In sehr steilen Uphills beißen sich die Specialized Butcher GRID-Reifen zuverlässig in den Boden - der straffe Hinterbau ermutigt zudem dazu, aus dem Sattel zu gehen und ordentlich an den Pedalen zu reißen.
Wird der Trail eben oder neigt sich dem Tal zu, zeigt sich das Enduro Pro trotz großer 29" Laufräder erstaunlich verspielt und wendig.
Wird der Trail eben oder neigt sich dem Tal zu, zeigt sich das Enduro Pro trotz großer 29" Laufräder erstaunlich verspielt und wendig.
specialized-enduro-action-0668
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In fiese Steinpassagen hereinhacken ist dank der sehr ausgewogenen Geometrie und dem daraus resultierenden Sicherheitsgefühl an sich kein Problem
In fiese Steinpassagen hereinhacken ist dank der sehr ausgewogenen Geometrie und dem daraus resultierenden Sicherheitsgefühl an sich kein Problem - das eher straffe Fahrwerk reicht jedoch so einiges an Feedback vom Untergrund durch, weshalb eine entsprechende Körperspannung vonnöten ist.
Wer weiß, was er macht und seine Linie hält, den trägt das Specialized Enduro Pro 29 sicher über Drops …
Wer weiß, was er macht und seine Linie hält, den trägt das Specialized Enduro Pro 29 sicher über Drops …
… kleine sowie große Kicker und noch viel mehr
… kleine sowie große Kicker und noch viel mehr - zudem waren wir überrascht, wie gut das Rad auch in hartem Gelände seine Geschwindigkeit beibehält.
Gegen Ende unserer Testwoche gab leider eine kleine Dichtung im Öhlins STX-Dämpfer den Geist auf, woraufhin dieser partout keinen Luftdruck mehr aufrecht erhalten wollte.
Gegen Ende unserer Testwoche gab leider eine kleine Dichtung im Öhlins STX-Dämpfer den Geist auf, woraufhin dieser partout keinen Luftdruck mehr aufrecht erhalten wollte.
Die Öhlins RXF 36-Federgabel benötigt etwas Zeit und Geduld, um sie auf die persönlichen Präferenzen einzustellen
Die Öhlins RXF 36-Federgabel benötigt etwas Zeit und Geduld, um sie auf die persönlichen Präferenzen einzustellen - allerdings fällt die Anleitung sehr gründlich aus und beinhaltet sogar detaillierte Setup-Tipps.
Ob einem die Specialized Command WU Post gefällt, ist sicherlich Geschmackssache
Ob einem die Specialized Command WU Post gefällt, ist sicherlich Geschmackssache - wir konnten keinen echten Vorteil des Systems auf dem Trail entdecken …
… allerdings funktioniert der Mechanismus sehr zuverlässig
… allerdings funktioniert der Mechanismus sehr zuverlässig - und an den stark geneigten Sattel im tiefen Modus gewöhnt man sich vermutlich mit der Zeit.
Das Specialized Enduro Pro 29 eignet sich dank der ausgewogenen Geometrie, des effizienten Fahrwerks und der praktischen Verstaumöglichkeiten hervorragend für ausgedehnte Enduro-Runden
Das Specialized Enduro Pro 29 eignet sich dank der ausgewogenen Geometrie, des effizienten Fahrwerks und der praktischen Verstaumöglichkeiten hervorragend für ausgedehnte Enduro-Runden - aufgrund des straffen Hinterbaus benötigt es etwas Fahrtechnik und Körperspannung, um das Enduro auf Linie zu halten – dafür belohnt es einen jedoch mit jede Menge Geschwindigkeit und Fahrspaß!

Specialized Enduro Pro 29 im Test: Wohl kaum ein Enduro-Bike ist so legendär wie das Specialized Enduro – schließlich trägt es den Einsatzzweck bereits im Namen. Es war eines der ersten abfahrtsorientierten 29er und die Amerikaner haben es mit immer neuen Innovationen wie den praktischen SWAT-Stauraum-Lösungen oder dem hochwertigen Öhlins-Fahrwerk geschafft, es absolut up-to-date zu halten. Wir haben das aktuelle Specialized Enduro Pro 29 getestet.

Steckbrief: Specialized Enduro Pro 29

EinsatzbereichEnduro
Federweg160 mm/160 mm
Laufradgröße29ʺ
RahmenmaterialCarbon
Gewicht (o. Pedale)14,3 kg
RahmengrößenS, M, L, XL
Websitewww.specialized.com
Preis: 7.499 Euro

Das Specialized Enduro war ein absoluter Vorreiter seiner Disziplin und machte den Enduro-Namen in der Mountainbike-Welt bekannt, bevor Stage-Rennen ernsthafte Aufmerksamkeit bekamen. Zudem war es eines der ersten abfahrtsorientierten 29″-Enduro-Bikes. Heutzutage stehen dem interessierten Kunden Versionen mit 27,5″, 27,5+ und 29″-Laufrädern zu Verfügung. Wir haben der 7.499 € teuren Pro-Version mit 29″-Laufrädern und Carbon-Rahmen auf den Zahn gefühlt. Mit seiner auffälligen, türkis-grünen Lackierung und dem immer noch seltenen Öhlins-Fahrwerk weiß es auf dem Trail aufzufallen. Gänzlich unauffällig hingegen sind Specializeds SWAT-Lösungen. Egal ob aufklappbarer Stauraum im Unterrohr oder Tool im Steuerrohr: überall am Rad findet man nützliche Features und Helferlein. Doch das Specialized Enduro Pro 29 ist in erster Linie keine wandelnde Werkstatt, sondern soll dank 160 mm FSR-Federweg, bissigen SRAM Code-Bremsen und SRAM X01 Eagle-Antrieb vor allem für die Jagd nach Bestzeiten geeignet sein. Wir haben in Spanien herausgefunden, wie schnell das Enduro wirklich ist.

Das Specialized Enduro Pro 29 ist neben der getesteten 29"-Variante auch mit voluminösen Plusreifen erhältlich
# Das Specialized Enduro Pro 29 ist neben der getesteten 29"-Variante auch mit voluminösen Plusreifen erhältlich - mit einem Preisschild von 7.499 € bietet es eine hochwertige Ausstatttung sowie das äußerst praktische SWAT-System zu Unterbringung nützlicher Utensilien am Rad.
Diashow: Specialized Enduro Pro 29 im Test - Spaß und Sicherheit in allen Lebenslagen
… allerdings funktioniert der Mechanismus sehr zuverlässig
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Wer weiß, was er macht und seine Linie hält, den trägt das Specialized Enduro Pro 29 sicher über Drops …
Bei der Dämpfung lässt sich lediglich die Highspeed-Compression sowie der Rebound extern verstellen.
Wird der Trail eben oder neigt sich dem Tal zu, zeigt sich das Enduro Pro trotz großer 29" Laufräder erstaunlich verspielt und wendig.
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Geometrie

Während man Specialized die Vorreiter-Rolle bei der Verbreitung des Enduro-Bikes wohl kaum absprechen kann, geben sie sich in Sachen Geometrie gerne eher etwas konservativ – was nichts Schlechtes sein muss. Mit einem Reach von 462 mm in Größe L liegt unser Testbike leicht über dem aktuellen Durchschnitt. Ganz Specialized-typisch fallen die Kettenstreben mit 433 mm in allen Größen für einen 29er eher kurz aus. Der 76,5° steile Sitzwinkel verspricht angenehme Transfer-Etappen, während der Lenkwinkel mit 66° ebenfalls ausgewogen ausfällt. Wem das zu steil ist, der hat die Option, diesen über die Position der Dämpfer-Anlenkung um 0,5° abzuflachen – zudem sinkt dadurch die Tretlagerhöhe um 8 mm auf 346 mm. Während unseres Tests haben wir dieses tiefe Setting bevorzugt.

GrößeSMLXL
Reach415 mm440 mm462 mm483 mm
Oberrohr (horizontal)559 mm584 mm 611 mm637 mm
Stack606 mm606 mm619 mm633 mm
Radstand1165 mm1190 mm1218 mm1245 mm
Kettenstreben433 mm433 mm433 mm433 mm
Front Center732 mm757 mm785 mm812 mm
Tretlagerabsenkung19 mm19 mm19 mm19 mm
Tretlagerhöhe354 mm354 mm354 mm354 mm
Sitzwinkel76,7°76,7°76,5°76,3°
Lenkwinkel66°66°66°66°
Sitzrohr396 mm430 mm467 mm521 mm
Steuerrohr95 mm95 mm110 mm125 mm
Überstandshöhe763 mm769 mm781 mm799 mm
Die jüngste Inkarnation des Specialized Enduro ist deutlich schlanker geworden und verfügt über eine moderne und ausgewogene Geometrie
# Die jüngste Inkarnation des Specialized Enduro ist deutlich schlanker geworden und verfügt über eine moderne und ausgewogene Geometrie - diese kann zusätzlich über die Position des Dämpfer-Yokes beeinflusst werden.

Ausstattung

Das Specialized Enduro Pro 29 ist preislich und auch von der Ausstattung her im High-End-Bereich angesiedelt. Die größte Besonderheit ist sicherlich das Öhlins-Fahrwerk, das zwar mittlerweile auch im Aftermarket verfügbar ist, jedoch lange Zeit exklusiv an Specialized-Bikes zu finden war. Vorne wie hinten sind mit der Öhlins RXF-Federgabel und dem STX-Dämpfer Luftfedern angesagt. An vielen Stellen wie dem Cockpit oder dem Sitzbereich setzt Specialized auf eigenen Komponenten, an denen sich qualitativ und ergonomisch jedoch absolut nichts aussetzen lässt. Das Enduro Pro 29 ist mit Specializeds neuer Command Post WU ausgestattet, die den Sattel nicht nur in der Höhe, sondern auch in der Neigung verstellt. Beim Hereindrücken neigt er sich um einige Grad nach oben in eine sehr Downhill-Bike-ähnliche Position. Dadurch soll der Sattel in der Abfahrt, wenn der Körperschwerpunkt dahinter liegt, effektiv aus dem Weg sein und nicht stören. Die Kehrseite ist, dass der Kopf der Command Post WU ziemlich hoch baut und etwas mehr Spiel aufweist als das Vorgänger-Modell. Der Rest der Ausstattung fällt ebenfalls solide und stimmig aus: SRAM kümmert sich mit der bandbreitenstarken X01 Eagle 12fach-Schaltung um die Beschleunigung und bringt das Specialized Enduro Pro 29 mit der Code R-Downhillbremse auch wieder sicher zum Stehen. Auf die edlen Roval Traverse Carbon-Laufräder sind die hauseigenen, neuen Specialized Butcher-Reifen mit stabiler GRID-Karkasse aufgezogen.

  • Federgabel Öhlins RXF 36 (160 mm)
  • Dämpfer Öhlins STX (160 mm)
  • Antrieb SRAM X01 Eagle
  • Bremsen SRAM Code R
  • Laufräder Roval Traverse Carbon 29
  • Reifen Specialized Butcher GRID
  • Cockpit Specialized DH (800 mm) / Specialized Trail (50 mm)
  • Sattelstütze Specialized Command Post IRcc WU (150 mm)
 S-Works Enduro 29/6FattieEnduro Pro 29/6FattieEnduro Coil 29/6FattieEnduro Elite 29/6Fattie
RahmenFACT IS-X 11m Carbon FSR 29/6Fattie chassis, SWAT™ down tube storage, Boost 148 mm, 160 mmFACT 11m, X-Wing layout, full carbon chassis and rear end, SWAT™ Door integration, Boost 148 mm, 160 mmFACT 11m, X-Wing layout, full carbon chassis and rear end, SWAT™ Door integration, Boost 148 mm, 160 mmFACT 9m, X-Wing layout, carbon front chassis, M5 alloy rear end, SWAT™ Door integration, Boost 148 mm, 160 mm
DämpferCustom Öhlins STX, Single-Tube design, Rx All Mountain Tune, AUTOSAG, adjustable compression & rebound damping, 216 x 57 mmCustom Öhlins STX, Single-Tube design, Rx All Mountain Tune, AUTOSAG, adjustable compression & rebound damping, 216 x 57 mmCustom Öhlins TTX, Twin-Tube design, high- and low-speed compression adjust, rebound adjustRockShox Monarch Plus w/ AUTOSAG, 3-position compression adjust, rebound adjust, custom tune, 57,1 x 215,9 mm
FedergabelÖhlins RXF 36, 29/6Fattie, Twin-Tube design, air spring w/ adjustable 3rd chamber, HSC/LSC, Rebound, 15 x 110 mm, 51 mm Offset, 160 mmÖhlins RXF 36, 29/6Fattie, Twin-Tube design, air spring w/ adjustable 3rd chamber, HSC/LSC, Rebound, 15 x 110 mm, 51 mm Offset, 160 mmÖhlins RXF 36, 29/6Fattie, Twin-Tube design, coil spring, HSC/LSC, Rebound, 15 x 110 mm, 51 mm Offset, 160 mmÖhlins RXF 36, 29/6Fattie, single tube design, air spring w/ adjustable 3rd chamber, LSC, Rebound, 15 x 110 mm, 51 mm Offset, 160 mm
InnenlagerSRAM GXP, XR 73SRAM GXP, XR 73Race Face PF30Race Face PF30
SchaltwerkSRAM XX1 Eagle™, 12-speedSRAM X01 Eagle, 12-speedSRAM GX, long cage, 11-speedSRAM GX, long cage, 11-speed
KettenblattSteel, 30TSteel, 30TSteel, 28TSteel, 28T
KassetteSRAM X01 Eagle, 12-speed, 10-50tSRAM X01 Eagle, 12-speed, 10-50tSRAM XG 1150, 11-speed, 10-42tSRAM XG 1150, 11-speed, 10-42t
KurbelnSRAM XX1 Eagle, carbon, 24mm spindle, 52mm chainline, 30T chainringTruvativ Descendant, carbon, Boost™ 148, 170mm crankarm, 24mm spindleRace Face Aeffect alloy crank, 24mm spindle, 28t direct mount ring, 6000 series alloyRace Face Aeffect alloy crank, 24mm spindle, 28t direct mount ring, 6000 series alloy
SchalthebelSRAM XX1 Eagle, trigger, 12-speedSRAM X01 Eagle, trigger, 12-speedSRAM GX, trigger, 11-speedSRAM GX, trigger, 11-speed
KetteSRAM XX1 Eagle, 12-speed w/ PowerLockSRAM X01 Eagle, 12-speed w/ PowerLockKMC X11, 11-speed w/ Missing Link™KMC X11, 11-speed w/ Missing Link™
FelgenRoval Traverse SL 29, hookless carbon, 30mm inner width, 24/28h, tubeless ready, hand-builtRoval Traverse Carbon 29, hookless carbon, 30mm inner width, 24/28h, tubeless ready, hand-builtRoval Traverse Carbon 29, hookless carbon, 30mm inner width, 24/28h, tubeless ready, hand-builtRoval Traverse 29, hookless alloy, 29mm inner width, 24/28h, tubeless ready
ReifenButcher, GRID casing, Gripton compound, 2Bliss Ready, 29 x 2.3"Butcher, GRID casing, Gripton compound, 2Bliss Ready, 29 x 2.3"Butcher, GRID casing, Gripton compound, 2Bliss Ready, 29 x 2.3"Butcher, GRID casing, Gripton compound, 2Bliss Ready, 29 x 2.3"
SpeichenDT Swiss RevolutionDT Swiss RevolutionDT Swiss RevolutionDT Swiss Revolution
SchläucheStandard, Presta valveStandard, Presta valveStandard, Presta valveStandard, Presta valve
Nabe (vorne)Roval Traverse SL, sealed cartridge bearings, 15 mm thru-axle, 110 mm spacing, 24hSpecialized, sealed cartridge bearings, 15 x 110 mm spacing, 24hSpecialized, sealed cartridge bearings, 15 x 110 mm spacing, 24hSpecialized, sealed cartridge bearings, 15 x 110 mm spacing, 24h
Nabe (hinten)Roval Traverse SL, DT Swiss Star Ratchet, 54t engagement, SRAM XD driver body, 12 mm thru-axle, 148 mm spacing, 28hDT Swiss 350, Star Ratchet, 36t engagement, SRAM XD driver body, 12 mm thru-axle, 148mm spacing, 28 hDT Swiss 350, Star Ratchet, 36t engagement, SRAM XD driver body, 12 mm thru-axle, 148 mm spacing, 28hDT Swiss 360, 3 Pawl Design, SRAM XD driver body, 12 mm thru-axle, 148 mm spacing, 28h
SattelstützeCommand Post IRcc WU, 12-position micro-height adjustable, alien head design, bottom mount cable routing, remote adjust SRL lever, 34,9 mm, 150 mm of travelCommand Post IRcc WU, 12-position micro-height adjustable, alien head design, bottom mount cable routing, remote adjust SRL lever, 34,9 mm, 150 mm of travelCommand Post IRcc WU, 12-position micro-height adjustable, alien head design, bottom mount cable routing, remote adjust SRL lever, 34,9 mm, 150 mm of travelCommand Post IRcc, 12-position micro-height adjustable, alien head design, bottom mount cable routing, remote adjust SRL lever, 30,9 mm, S: 100 mm, M/L/XL: 125 mm of travel
LenkerSpecialized DH, FACT carbon, 6-degree upsweep, 8-degree backsweep, 27 mm rise, 800 mm, 31,8 mmSpecialized DH, 7050 alloy, 8-degree backsweep, 6-degree upsweep, 27 mm rise, 800 mm, 31,8 mm clampSpecialized DH, 7050 alloy, 8-degree backsweep, 6-degree upsweep, 27 mm rise, 800 mm, 31,8 mm clampSpecialized DH, 7050 alloy, 8-degree backsweep, 6-degree upsweep, 27 mm rise, 800 mm, 31,8 mm clamp
GriffeSpecialized Sip Grip, half-waffle, S/M: regular thickness, L/XL: XL thicknessSpecialized Sip Grip, half-waffle, S/M: regular thickness, L/XL: XL thicknessSpecialized Sip Grip, half-waffle, S/M: regular thickness, L/XL: XL thicknessSpecialized Sip Grip, half-waffle, S/M: regular thickness, L/XL: XL thickness
SattelBody Geometry Henge Expert, hollow Ti rails, 143 mmBody Geometry Henge Comp, hollow Cr-Mo rails, 143 mmBody Geometry Henge Comp, hollow Cr-Mo rails, 143 mmBody Geometry Henge Comp, hollow Cr-Mo rails, 143 mm
VorbauSyntace MegaForce 2, 6-degree, 31,8 mm clampSpecialized Trail, 3D forged alloy, 4-bolt, 6-degree riseSpecialized Trail, 3D forged alloy, 4-bolt, 6-degree riseSpecialized Trail, 3D forged alloy, 4-bolt, 6-degree rise
BremseSRAM Code RSC 200/180 mm rotorSRAM Code R 200/180 mm rotorSRAM Code R 200/180 mm rotorSRAM Code R 200/180 mm rotor
PedaleSpecialized Platform, Cr-Mo, 9/16" spindleSpecialized Platform, Cr-Mo, 9/16" spindleSpecialized Platform, Cr-Mo, 9/16" spindleSpecialized Dirt
Preis8.999 €7.499 €6.999 €4.999 €
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An der Front arbeitet die seltene und sehr variabel einstellbare Öhlins RXF 36-Federgabel mit 160 mm Federweg
# An der Front arbeitet die seltene und sehr variabel einstellbare Öhlins RXF 36-Federgabel mit 160 mm Federweg - insbesondere für die Luftfeder mit extern befüllbarer Negativ-Kammer sollte man sich etwas Zeit nehmen und die sehr detaillierte Anleitung lesen.
Bei der Dämpfung lässt sich lediglich die Highspeed-Compression sowie der Rebound extern verstellen.
# Bei der Dämpfung lässt sich lediglich die Highspeed-Compression sowie der Rebound extern verstellen.
Das Heck verfügt ebenfalls über 160 mm Federweg den ein Öhlins STX-Luftdämpfer mittels FSR-Federungssystem kontrolliert.
# Das Heck verfügt ebenfalls über 160 mm Federweg den ein Öhlins STX-Luftdämpfer mittels FSR-Federungssystem kontrolliert.
Specialized setzt auch an den Topmodellen gerne auf hauseigene Anbauteile, die qualitativ jedoch meistens auf einem sehr hohen Niveau liegen
# Specialized setzt auch an den Topmodellen gerne auf hauseigene Anbauteile, die qualitativ jedoch meistens auf einem sehr hohen Niveau liegen - der Hebel der Specialized Command WU-Variostütze ist äußerst ergonomisch …
… was sich auch über den Specialized Henge Comp-Sattel sagen lässt
# … was sich auch über den Specialized Henge Comp-Sattel sagen lässt - allerdings sind wir nicht ganz mit der Winkelverstellung des Sattels beim Eindrücken der Sattelstütze warm geworden.
Specialized hat zudem eine minimalistische Kettenführung entworfen, die die Ketten nicht nur sicher auf dem Kettenblatt hält, sondern auch angenehm leise ist.
# Specialized hat zudem eine minimalistische Kettenführung entworfen, die die Ketten nicht nur sicher auf dem Kettenblatt hält, sondern auch angenehm leise ist.
Bissstarke Bremsen dürfen an einem waschechten Race-Enduro nicht fehlen
# Bissstarke Bremsen dürfen an einem waschechten Race-Enduro nicht fehlen - die SRAM Code R erfüllt diese Anforderung voll und ganz.

Im Detail

Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten – dennoch konnten wir niemanden in der Redaktion finden, der optisch etwas am Specialized Enduro Pro 29 auszusetzen hatte. Die türkis-grüne Lackierung mag nicht jedermanns Sache sein, doch der schicke Farbverlauf in Verbindung mit der schlanken Rahmenform wirkt überaus hochwertig und durchgestylt. Der Rahmen besteht zudem aus dem teureren FACT 11m-Carbon und verfügt über das komplette SWAT-Paket. Unterhalb des Flaschenhalters befindet sich eine gut versteckte Klappe im Unterrohr, die es erlaubt, dieses als Stauraum zu benutzen und so möglicherweise auf einen schweren Rucksack zu verzichten. Damit im Inneren nicht alles wild herumfliegt und klappert, hat Specialized spezielle Futterale entwickelt. Diese kann man weit in das Unterrohr hinaufschieben, erreicht sie dank einer entsprechend langen Lasche jedoch ohne Probleme.

specialized-enduro-produkt-8810
# specialized-enduro-produkt-8810
Unauffällig und extrem praktisch: das SWAT-Fach im Unterrohr. Hier kann man die meisten wichtigen Utensilien für unterwegs sicher verstauen
# Unauffällig und extrem praktisch: das SWAT-Fach im Unterrohr. Hier kann man die meisten wichtigen Utensilien für unterwegs sicher verstauen - dank der mitgelieferten Futterale ist alles immer gut erreichbar und klappert nicht.
Ziemlich cool aber mehr ein Gimmick als von ernsthaftem Nutzen ist das ausklappbare Minitool im Gabelschaft
# Ziemlich cool aber mehr ein Gimmick als von ernsthaftem Nutzen ist das ausklappbare Minitool im Gabelschaft - am unteren Ende ist zudem ein Kettenschloss versteckt. Beides würde jedoch auch locker in die Hosentasche oder die SWAT-Box passen.

Im Gabelschaft versteckt sich zudem ein kleines Mini-Tool sowie im unteren Teil ein Ersatz-Kettenschloss. All das kommt leider nicht ohne Gewichtseinbußen: Der Rahmen musste im Bereich der SWAT-Box verstärkt werden, zudem bringen Schlauch und Futteral im Inneren insgesamt 275 Gramm auf die Waage. Ein Rucksack wiegt jedoch ein Vielfaches davon, sodass unserer Meinung nach kein Nachteil dadurch entsteht. Mit 14,26 kg ist das Specialized Enduro Pro 29 zwar das schwerste Rad im Testfeld, wird jedoch nur sehr knapp vom einzigen anderen 29er, dem Trek Slash 9.8, geschlagen. Lediglich beim Tool im Steuersatz haben einige Tester Bedenken angemeldet: Es ist zwar sehr schön integriert und verfügt über einen netten Mechanismus, der es aus dem Gabelschaft schnippen lässt. Allerdings wiegt dieser auch so einiges und das Tool ist bei weitem klein genug, um in der Hosentasche nicht zu stören.

Alle Kabel laufen im Inneren des Rahmens durch einlaminierte Führungen
# Alle Kabel laufen im Inneren des Rahmens durch einlaminierte Führungen - dadurch können sie nicht klappern und lassen sich quasi mit geschlossenen Augen verlegen.
Auch sehr schön gelöst fanden wir die Kabelführung am Übergang zum Hinterbau.
# Auch sehr schön gelöst fanden wir die Kabelführung am Übergang zum Hinterbau.
Selbstverständlich verfügt das Enduro Pro 29 über einen dämpfenden Schoner auf der Kettenstrebe …
# Selbstverständlich verfügt das Enduro Pro 29 über einen dämpfenden Schoner auf der Kettenstrebe …
… sowie einen großzügigen Schutz unter dem Carbon-Unterrohr und Tretlager.
# … sowie einen großzügigen Schutz unter dem Carbon-Unterrohr und Tretlager.

Dank Boost-Ausfallenden lässt sich das Specialized Enduro 29 auch mit 27,5″+ Bereifung – oder 6Fattie, wie Specialized es nennt – aufbauen. Das FSR-Federungssystem ist mittlerweile legendär und befindet sich seit dem Auslaufen des Specialized-Patents vor einigen Jahren an immer mehr Rädern. Alle Lager haben dieselben Abmessungen und sind laut Hersteller überdimensioniert ausgelegt. Dadurch soll der Wechsel leichter fallen und selten nötig sein. Der Hinterbau befindet sich standardmäßig in der flachen Position, die wir ebenfalls bevorzugt haben. Direkt hinter dem Steuerrohr laufen alle Kabel in den Rahmen und werden dort in einlaminierten Röhrchen geführt, was die Neuverlegung zum Kinderspiel macht und schön leise ist. Auf Höhe des Tretlagers laufen sie direkt am Drehpunkt vorbei und von dort in die Kettenstreben – optisch sauberer geht es kaum.

Auf dem Trail

Das Erste, was beim Aufsitzen auf das Specialized Enduro Pro 29 auffällt, ist die äußerst angenehme Sitzposition. Der Lenker liegt auf einer passenden Höhe und das Rad verleitet schon beim ersten Testrollen dazu, aus dem Hof heraus und in den angrenzenden Wald zu sprinten. Lediglich an die Specialized Command Post IRcc WU-Sattelstütze kann sich keiner der Tester gleich gewöhnen. Das liegt nicht am beinahe ungebremsten Herausschießen der Stütze beim Betätigen des Hebels – was vom Vorgänger-Modell bereits hinreichend bekannt ist und nie zu ernsthaften Problemen oder gar Verletzungen geführt hat. Etwas unangenehm fanden wir hingegen, dass man sich kaum in Ruhe auf das Enduro Pro 29 setzen und sich unterhalten kann, da der stark geneigte Sattel sofort in die Weichteile drückt oder man Gefahr läuft, hinten runter zu rutschen.

Dank des sehr treteffizienten FSR-Hinterbaus und dem 76,6° steilen Sitzwinkel stellen lange Anstiege und Transfers überhaupt kein Problem für das Specialized Enduro Pro 29 dar
# Dank des sehr treteffizienten FSR-Hinterbaus und dem 76,6° steilen Sitzwinkel stellen lange Anstiege und Transfers überhaupt kein Problem für das Specialized Enduro Pro 29 dar - die Sitzposition ist sehr angenehm und auch über den hauseigenen Sattel gab es keine Beschwerden.

Bevor man sich in die Abfahrt stürzen kann, muss man den fraglichen Berg meistens aus eigener Kraft erklimmen. Obwohl es kein Leichtgewicht ist, kann das Specialized Enduro Pro 29 hier von der ersten Sekunde an voll überzeugen. Was sich beim Testrollen im Hof angedeutet hat, bewahrheitet sich nun: Die Sitzposition fällt sportlich, aber nicht zu gestreckt, aus und jede Pedalumdrehung wird sehr effizient in Vortrieb umgewandelt. Der Hinterbau ist eher straff und verleitet geradezu zu kleinen Zwischensprints. Wer 100 % Ruhe am Heck haben möchte, dem steht am Öhlins STX-Dämpfer ein sehr effizienter und gut zu erreichender Lockout zur Verfügung. Der Rollwiderstand der grobstolligen Specialized Butcher-Reifen macht sich zwar leicht bemerkbar, dafür beißen sie sich an steilen Rampen aber sehr zuverlässig in den Boden. Hier spürt man das Gewicht des Specialized Enduro Pro 29 etwas deutlicher, es bleibt jedoch sehr spritzig und lädt dank des steilen Sitzwinkels dazu ein, die direkte Linie auf den Berg zu nehmen.

In sehr steilen Uphills beißen sich die Specialized Butcher GRID-Reifen zuverlässig in den Boden
# In sehr steilen Uphills beißen sich die Specialized Butcher GRID-Reifen zuverlässig in den Boden - der straffe Hinterbau ermutigt zudem dazu, aus dem Sattel zu gehen und ordentlich an den Pedalen zu reißen.
Wird der Trail eben oder neigt sich dem Tal zu, zeigt sich das Enduro Pro trotz großer 29" Laufräder erstaunlich verspielt und wendig.
# Wird der Trail eben oder neigt sich dem Tal zu, zeigt sich das Enduro Pro trotz großer 29" Laufräder erstaunlich verspielt und wendig.

So ganz haben 29er das Image des behäbigen Boliden noch nicht abgeschüttelt. Doch mit dem Enduro Pro 29 hat Specialized ein äußerst schlagkräftiges Gegenargument in Petto. Auf flachen, engen Trails ist das Bike nicht nur schnell, sondern macht trotz 160 mm Federweg mächtig viel Spaß. Die 29″ Butcher-Reifen generieren viel Grip und durch die ausgewogene Geometrie inklusive nicht allzu exzessivem Lenkwinkel kann man das Enduro in engen Kurven weit reinlegen. Zu diesem Fahrverhalten tragen auch das poppige Fahrwerk und die kurzen Kettenstreben bei. Am Kurvenausgang hat man nicht das Gefühl, im Federweg zu versacken, sondern kann mit viel Druck auf den Reifen lossprinten. So lädt das Specialized Enduro zu vielen Bunny Hops und kleinen Spielereien ein, während man darauf wartet, auf Terrain zu stoßen, das den vielen Federweg notwendig macht.

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# specialized-enduro-action-0668

Das Specialized Enduro Pro 29 ist auch in hartem Terrain sehr schnell – allerdings auch relativ anstrengend!

Solches Terrain haben unsere Testtrails in Spanien zur Genüge geboten. Neigt sich der Trail steiler nach unten und wird verblockter, muss man am Specialized Enduro Pro 29 den Lenker etwas fester greifen. Das eher lineare Fahrwerk am Heck kann den Federweg bei sehr heftigen Schlägen durchaus großzügig freigeben – wir empfehlen deshalb ein relativ straffes Setup. Dank ihrer vielfältigen Einstellmöglichkeiten und doppelt befüllbaren Luftkammer lässt sich die Öhlins RXF 36-Federgabel gut an den Hinterbau anpassen. Dazu sollte man jedoch einiges an Zeit mitbringen. Mit angepasstem Setup geht es wieder los und nun zeigt sich, wie schnell das Specialized wirklich ist. Große Schläge werden weiterhin geschluckt und scheinen das Rad kaum auszubremsen. Auch der Grip ist noch da, allerdings ist auch etwas Körperspannung gefragt. Solange man auf der richtigen Linie bleibt – was dank des direkten Fahrverhaltens und der kontrollierten Fahrposition meistens kein Problem ist – prescht das Specialized Enduro Pro 29 beeindruckend nach vorne. Im direkten Vergleich mit dem Trek Slash 9.8 gibt das Specialized deutlich mehr Feedback an den Fahrer zurück und ist in flachen, engen Passagen lebendiger, ohne in harten Downhills abreißen lassen zu müssen. Die Kehrseite der Medaille ist, dass es auch um einiges anstrengender zu fahren ist. Wer fahrtechnisch und körperlich fit ist, wird hier jedoch einen treuen und flotten Begleiter für beinahe jedes Terrain finden.

In fiese Steinpassagen hereinhacken ist dank der sehr ausgewogenen Geometrie und dem daraus resultierenden Sicherheitsgefühl an sich kein Problem
# In fiese Steinpassagen hereinhacken ist dank der sehr ausgewogenen Geometrie und dem daraus resultierenden Sicherheitsgefühl an sich kein Problem - das eher straffe Fahrwerk reicht jedoch so einiges an Feedback vom Untergrund durch, weshalb eine entsprechende Körperspannung vonnöten ist.
Wer weiß, was er macht und seine Linie hält, den trägt das Specialized Enduro Pro 29 sicher über Drops …
# Wer weiß, was er macht und seine Linie hält, den trägt das Specialized Enduro Pro 29 sicher über Drops …
… kleine sowie große Kicker und noch viel mehr
# … kleine sowie große Kicker und noch viel mehr - zudem waren wir überrascht, wie gut das Rad auch in hartem Gelände seine Geschwindigkeit beibehält.

Das ist uns aufgefallen

  • Öhlins STX-Dämpfer Leider versagte der STX-Dämpfer als einziges Bauteil in unserem großen Enduro-Test gegen Ende der Testwoche den Dienst und wollte keine Luft mehr halten. Eine Reparatur vor Ort war nicht möglich – glücklicherweise wurde das Rad bis zu diesem Zeitpunkt bereits von mehreren Testern ausgiebig gefahren. Grund für das plötzliche Versagen war laut Specialized eine Dichtung, die bis jetzt in der Serie noch keine Probleme gemacht hat. Im Falle eines solchen Defekts sollte man sich an seinen Händler wenden – eine Reparatur sei jedoch kein großer Eingriff.
  • Öhlins RXF 36 Die Federgabel bietet eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten – für Überschaubarkeit sorgt allerdings das sehr informative Handbuch, das nicht nur Erklärungen, sondern auch Tipps beinhaltet. Dennoch sollte man etwas Zeit und Geduld mitbringen, bis die Gabel den eigenen Präferenzen entspricht.
  • Specialized Command Post IRcc WU Die von Specialized angepriesenen Vorteile der neuen Variostütze konnten wir in der Praxis nicht feststellen – der Hub war jedoch für alle Tester ausreichend und der Sattel hat auf dem Trail nicht gestört. Dafür sollte man nicht den Fehler begehen, sich am Ende des Trails erschöpft und zufrieden auf den Sattel zu werfen – die Weichteile werden es einem danken!
  • SWAT-System Eines der herausragenden Merkmale von Specialized-Bikes und beinahe schon ein Kaufargument für sich: Die praktischen Verstaumöglichkeiten am Bike. Im Unterrohr ist viel Platz für Werkzeuge, Schläuche und Verpflegung, während sich im Steuerrohr ein kleines Tool sowie ein Kettenschloss befinden. Da insbesondere das System im Steuerrohr einiges auf die Waage bringt, würden wir im Zweifel beinahe drauf verzichten und Tool und Co. in der Hosentasche oder der SWAT-Box unterbringen.
Gegen Ende unserer Testwoche gab leider eine kleine Dichtung im Öhlins STX-Dämpfer den Geist auf, woraufhin dieser partout keinen Luftdruck mehr aufrecht erhalten wollte.
# Gegen Ende unserer Testwoche gab leider eine kleine Dichtung im Öhlins STX-Dämpfer den Geist auf, woraufhin dieser partout keinen Luftdruck mehr aufrecht erhalten wollte.
Die Öhlins RXF 36-Federgabel benötigt etwas Zeit und Geduld, um sie auf die persönlichen Präferenzen einzustellen
# Die Öhlins RXF 36-Federgabel benötigt etwas Zeit und Geduld, um sie auf die persönlichen Präferenzen einzustellen - allerdings fällt die Anleitung sehr gründlich aus und beinhaltet sogar detaillierte Setup-Tipps.
Ob einem die Specialized Command WU Post gefällt, ist sicherlich Geschmackssache
# Ob einem die Specialized Command WU Post gefällt, ist sicherlich Geschmackssache - wir konnten keinen echten Vorteil des Systems auf dem Trail entdecken …
… allerdings funktioniert der Mechanismus sehr zuverlässig
# … allerdings funktioniert der Mechanismus sehr zuverlässig - und an den stark geneigten Sattel im tiefen Modus gewöhnt man sich vermutlich mit der Zeit.

Fazit – Specialized Enduro Pro 29

Das Specialized Enduro ist nach wie vor eines der führenden Enduro-Bikes auf dem Markt. Die vielen praktischen Verstaumöglichkeiten und das effiziente Fahrwerk machen es zu einem idealen Begleiter für kurze und lange Enduro-Ausfahrten. Wer mit ausreichend viel Kraft und Fahrtechnik ausgestattet ist, wird auch keine Probleme haben, das straffe Geschoss mit Höchstgeschwindigkeit den Berg herunter zu jagen. Alle anderen finden im Specialized Enduro Pro 29 einen verspielten und spaßigen Begleiter für jedes Terrain.

Pro
  • sehr praktisches SWAT-Staufach
  • durchdachte Ausstattung
  • effizienter Hinterbau
  • verspieltes Fahrverhalten
Contra
  • defekter Öhlins-Dämpfer
  • auf langen Abfahrten anstrengend
  • unnötig komplizierte Sattelstütze
Das Specialized Enduro Pro 29 eignet sich dank der ausgewogenen Geometrie, des effizienten Fahrwerks und der praktischen Verstaumöglichkeiten hervorragend für ausgedehnte Enduro-Runden
# Das Specialized Enduro Pro 29 eignet sich dank der ausgewogenen Geometrie, des effizienten Fahrwerks und der praktischen Verstaumöglichkeiten hervorragend für ausgedehnte Enduro-Runden - aufgrund des straffen Hinterbaus benötigt es etwas Fahrtechnik und Körperspannung, um das Enduro auf Linie zu halten – dafür belohnt es einen jedoch mit jede Menge Geschwindigkeit und Fahrspaß!

Hier findest du alle weiteren Artikel unseres Enduro Race Bike-Vergleichstests 2018:


Testablauf

Im Rahmen unseres Enduro Race Bike-Vergleichstests mussten sich alle sieben Fahrräder im Testfeld eine Woche lang auf den harten und schnellen Trails in Santa Coloma de Farners beweisen. Jedes Bike wurde von mehreren Fahrern getestet, aus eigener Kraft bergauf und bergab bewegt und mehrere Abfahrten im Renntempo gefahren. Getestet wurden alle Fahrräder zunächst in der Serienausstattung – anschließend wurden je nach Bedarf Veränderungen vorgenommen, um das Potenzial des jeweiligen Modells optimal auszureizen.

Hier haben wir das Specialized Enduro Pro 29 getestet

  • Santa Coloma de Farners: Die Trails in Santa Coloma de Farners liegen rund eine Stunde östlich von Barcelona und sind ein wahres Enduro-Paradies. Für unseren Vergleichstest haben wir uns vor allem auf den sehr schnellen, flowigen und teils ruppigen Trail “Dragon Khan” und die anspruchsvolle, verblockte und verwinkelte Abfahrt “La Llosa” konzentriert.
Testerprofil Gregor Sinn – bitte ausklappen

Tester-Profil: Gregor Sinn
60 cm68 kg85,5 cm61 cm183 cm
Gregor fährt gerne Fahrräder jeglicher Kategorie, von Mountainbike bis Rennrad. Am liebsten ist er jedoch auf Downhill- und Enduro-Bikes unterwegs – gerne auch unter Zeitdruck im Renneinsatz.
Fahrstil
verspielt
Ich fahre hauptsächlich
Downhill, Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
unauffällig, hinten progressiv, wenig Druckstufe
Vorlieben bei der Geometrie
hinten nicht zu kurz, vorne geräumig, Lenkwinkel nicht zu flach

Testerprofil Oliver Sonntag – bitte ausklappen

Tester-Profil: Oliver Sonntag
62 cm82 kg85 cm73 cm182 cm
Oli fährt am liebsten Enduro, Downhill, Dirt Jump und Crosser – er hat auf jedem Rad seine Gaudi. Primär geht’s ihm um das schnelle Bergab fahren – ob im Bike Park oder auf selbst erklommenen Trails, am allerliebsten aber im Renn-Einsatz.
Fahrstil
schnell und aggressiv
Ich fahre hauptsächlich
Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
hart und progressiv, langsamer Rebound
Vorlieben bei der Geometrie
lang und flach, aufrechte Fahr- und Sitzposition

Testerprofil Moritz Zimmermann – bitte ausklappen

Tester-Profil: Moritz Zimmermann
61 cm93 kg85 cm61 cm186 cm
Moritz ist seit vielen Jahren auf dem Mountainbike unterwegs – vor allem auf Enduro- und Trailbikes, gerne aber auch im Bike Park.
Fahrstil
Räder auf dem Boden, saubere Linienwahl
Ich fahre hauptsächlich
Trail, Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
relativ straff mit viel Dämpfung, Heck eher langsam
Vorlieben bei der Geometrie
mittellanges Oberrohr, hoher Stack, lange Kettenstreben, flacher Lenkwinkel

  1. benutzerbild

    redspawn2005

    dabei seit 05/2006

    So langsam zweifele ich sogar an der Kompetenz von Spezi... Mein 2016er Enduro fährt sich Bombe, also nicht falsch verstehen, aber als ich Spezi wegen den Maßen der Buchsen angeschrieben hab (bike war nicht in Reichweite) bekam ich folgende Antwort:
    „Hallo Martin,
    Ich habe zwar eine Explosionszeichnung des Rahmens gefunden, allerdings wird hier leider nicht auf die Hülsenbreite eingegangen. Wenn du den Dämpfer kurz ausbaust kannst du hier auch selbst kurz drüber messen. Dies ist aktuell wohl die beste Lösung, die ich Dir gerade anbieten kann

    Sportliche Grüße
    Xxxxx

    Rider Care Team“
    Finde ich schon ein bissl arm für einen „Service/Support“ eines so großen Herstellers...
    Naja der Sacki von BikeYoke hat mir prima weitergeholfen... :)
  2. benutzerbild

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  3. benutzerbild

    Matthias247

    dabei seit 10/2006

    Hab vor kurzem ein 18er Elite gebraucht gekauft. Der Vorbesitzer hat auf Fox X2 hinten und 36 vorne umgebaut.
    Er meinte die Öhlins Gabel hatte nach kurzer Zeit den Dienst verweigert. Im Service wurde dann alles bis auf die Standrohreinheit ersetzt.

    Mit diesem Setup fährt sich das Rad für mich imho etwas anders als im Test beschrieben. Nicht wirklich verspielt, dafür mit endloser Traktion am Heck. Hatte noch kein Bike wo das Hinterrad so gut dem Boden gefolgt ist und sich so soft angefühlt hat. Übermäßige Federwegsausnutzung oder Durchschläge hab ich damit trotzdem nicht. Mein Jeffsy dagegen fühlt sich deutlich straffer an, obwohls regelmäßig durchschlägt.

    Ich bin momentan im steilen und verblockten ziemlich zufrieden mit dem Rad. Bei schnelleren Sektionen und Anliegern aber noch nicht so 100%ig. Zu wenig Vorderrad Grip und deutliches Untersteuern. Muss evtl noch bisschen mit der Gabeleinstellung rumspielen, die sich noch nicht so wirklich gut anfühlt. Oder anders fahren lernen.
  4. benutzerbild

    Tobi1409

    dabei seit 10/2013

    Sackmann
    Stimmt auch nicht. Wie kommst du da drauf?
    2010-2012 war eine Baureihe/Baukasten.
    2013-2016 war komplett anders als '10-'12 und auch eine eigene Linie. Da gab es insgesamt dann alles in allem 26", 27.5 und 29", basierend aber auf dem gleichen Rahmendesign (EVO Modelle sind außen vor).
    Das nächste neue Design kam dann 2017. 2018 prinzipiell das gleiche Design, aber modifizierte Geometrie. Warum man den Zwischenschritt des 2017er gemacht hat, weiß ich auch nicht, da könnte ich nur spekulieren. Jedenfalls fühlte ich mich auf dem 2017er absolut unwohl (viel zu kompakt), obwohl die Geometrie auf dem Papier nicht soooo schlecht aussah. Die 2018er Geometrie finde ich jedenfalls demnach einen Schritt in die für mich passende Richtung. Leider (oder zum Glück) ist es nun doch ein anders Bike geworden.
    Ist denn 2018 nur der Link geändert worden oder wurde auch am Rahmen etwas geändert???
  5. benutzerbild

    Matthias247

    dabei seit 10/2006

    Tobi1409
    Ist denn 2018 nur der Link geändert worden oder wurde auch am Rahmen etwas geändert???
    Der Hauptrahmen wurde auch geändert (wurde 1cm länger).
  6. benutzerbild

    Sackmann

    dabei seit 11/2006

    Entschuldigt, dass ich das hier poste, aber ich erhoffe mir hier die besten Erfolgsaussichten:
    Ich bin Sacki, Gründer von BikeYoke (www.bikeyoke.de).
    Gibt es jemanden aus dem Münchener Raum, der ein Specilalized Turbo Kenevo besitzt? Ich würde gerne die Passform unseres neuen BikeYokes für das Kenevo testen. Das Ganze dauert vielleicht 10 Minuten und ich würde mich auch dafür erkenntlich zeigen.
    Es erfordert keine Probefahrt, ich möchte nur sehen, ob das Yoke passt.
    Wenn also jemand ein Kenevo hat, oder jemanden vermitteln kann, der eins hat, dann wäre das super.

    Cheers
    Sacki

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