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Sechster Sieg in Serie für das Team Centurion Vaude bei der Bike Transalp - mit konstanten Leistungen konnten sich Markus Kaufmann und Jochen Käss ins Rampenlich fahren
Sechster Sieg in Serie für das Team Centurion Vaude bei der Bike Transalp - mit konstanten Leistungen konnten sich Markus Kaufmann und Jochen Käss ins Rampenlich fahren - Foto: Martin Sass
Simon Stiebjahn und Urs Huber konnte sich dank des Tagessieg bei der ersten Etappe kurzzeitig das gelbe Führungstrikot überstreifen - auf der zweiten Etappe verloren sie aber 3:30 Minuten auf das Team Centurion Vaude, die sie nicht mehr aufholen konnten
Simon Stiebjahn und Urs Huber konnte sich dank des Tagessieg bei der ersten Etappe kurzzeitig das gelbe Führungstrikot überstreifen - auf der zweiten Etappe verloren sie aber 3:30 Minuten auf das Team Centurion Vaude, die sie nicht mehr aufholen konnten - Foto: Robert Niedring
Teamwork steht an erster Stelle bei der Bike Transalp
Teamwork steht an erster Stelle bei der Bike Transalp - Foto: Robert Niedring
Markus Kaufmann in der Abfahrt
Markus Kaufmann in der Abfahrt - Foto: Robert Niedring
Die Fahrt über die Alpen bot auch in diesem Jahr tolle Ausblicke und atemberaubende Landschaften
Die Fahrt über die Alpen bot auch in diesem Jahr tolle Ausblicke und atemberaubende Landschaften - Foto: Robert Niedring
Souveräne Siegerinnen bei den Damen: Stefanie Dohrn und Janine Schneider konnte sich über sechs Tagessiege und folglich auch den Gesamtsieg freuen
Souveräne Siegerinnen bei den Damen: Stefanie Dohrn und Janine Schneider konnte sich über sechs Tagessiege und folglich auch den Gesamtsieg freuen - Foto: Martin Sass

Neben den beiden World Cup-Rennen im Val di Sole und Andorra sowie den nationalen Meisterschaften in Deutschland wurden in den vergangenen Wochen bei verschiedensten Rennen rund um den Globus viele Rennkilometer gesammelt. Im Rückblick auf die letzten Wochen haben wir die Bike Transalp, viele neue nationale Titelträger und erste Ergebnisse der Europameisterschaft aus diesem Jahr im Gepäck.

Bike Transalp – Spannendes Finish mit dem besseren Ende für Centurion-Vaude

Selten in der Geschichte der Bike Transalp lagen vor der Schlussetappe die bestplatzierten Teams nur eine knappe Minute auseinander. Das Team Bulls um Urs Huber und Simon Stiebjahn verlor auf der zweiten von sieben Etappen auf dem Weg von Nauders nach Livigno 3:29 Minuten auf das Duo Jochen Käss/Markus Kaufmann vom Team Centurion Vaude. Stück für Stück kämpften sich die „Bullen“ zwar wieder in den folgenden Etappen an das Führungsteam heran, doch das Päckchen von 1:07 Minuten Rückstand schleppten sie in die letzte Etappe von Roncone nach Arco nahe dem Gardasee hinein.

Und ehe es zu einer ernsthaften Attacke des Team Bulls auf das Leadertrikot kommen konnte, sorgte ein Plattfuß bei Simon Stiebjahn für die Vorentscheidung. Stiebjahn und Huber verloren den Anschluss an die Spitze des Tages und landeten letztlich lediglich auf dem vierten Tagesrang. So konnte das Team Centurion Vaude seinen bereits sechsten Teamsieg in Serie bei der rasanten Fahrt über die Alpen feiern.

Sechster Sieg in Serie für das Team Centurion Vaude bei der Bike Transalp - mit konstanten Leistungen konnten sich Markus Kaufmann und Jochen Käss ins Rampenlich fahren
# Sechster Sieg in Serie für das Team Centurion Vaude bei der Bike Transalp - mit konstanten Leistungen konnten sich Markus Kaufmann und Jochen Käss ins Rampenlich fahren - Foto: Martin Sass

Auf den sieben Etappen auf dem Weg von Imst nach Arco trugen sich lediglich das Team Bulls und das Team Centurion Vaude in die Siegerlisten ein. Die erste Etappe von Imst nach Nauders konnten Simon Stiebjahn und Urs Huber im Sprint entscheiden, dicht gefolgt von Käss und Kaufmann. Am darauffolgenden Tag nutzten die Zweitplatzierten des Vortages eine Schwäche von Simon Stiebjahn und zogen auf und davon – und sorgten letztlich bereits am zweiten Tag für die Vorentscheidung. Die dritte und die vierte Etappe konnten dann erneut Stiebjahn/Huber für sich entscheiden, jedoch dabei wenig Zeit auf die dicht folgenden Gesamtführenden aufholen.

Simon Stiebjahn und Urs Huber konnte sich dank des Tagessieg bei der ersten Etappe kurzzeitig das gelbe Führungstrikot überstreifen - auf der zweiten Etappe verloren sie aber 3:30 Minuten auf das Team Centurion Vaude, die sie nicht mehr aufholen konnten
# Simon Stiebjahn und Urs Huber konnte sich dank des Tagessieg bei der ersten Etappe kurzzeitig das gelbe Führungstrikot überstreifen - auf der zweiten Etappe verloren sie aber 3:30 Minuten auf das Team Centurion Vaude, die sie nicht mehr aufholen konnten - Foto: Robert Niedring
Teamwork steht an erster Stelle bei der Bike Transalp
# Teamwork steht an erster Stelle bei der Bike Transalp - Foto: Robert Niedring
Markus Kaufmann in der Abfahrt
# Markus Kaufmann in der Abfahrt - Foto: Robert Niedring
Die Fahrt über die Alpen bot auch in diesem Jahr tolle Ausblicke und atemberaubende Landschaften
# Die Fahrt über die Alpen bot auch in diesem Jahr tolle Ausblicke und atemberaubende Landschaften - Foto: Robert Niedring

Erst auf der fünften Etappe von Ponte di Legno nach Pellizzano gelang es den beiden deutlich an Boden gut zu machen – der vierte Etappenerfolg brachte sie bis auf 1:57 Minuten heran an das Team Centurion Vaude. Tags darauf gelang ihnen auf dem Weg nach Roncone dasselbe Kunststück – und so standen besagte 1:07 Minuten Rückstan auf der Uhr, als die letzten 60 Kilometer der Bike Transalp 2018 anbrachen. Doch letztlich triumphierte die Beständigkeit von Kaufmann und Käss über die Spritzigkeit und fahrtechnische Stärke des Teams Bulls. Auf dem dritten Gesamtrang landeten Uwe Hochenwarter und Gregory Brenes vom Team Wilier Force 7C, die bereits fast 25 Minuten hinter den Zweitplatzierten lagen.

Das Rennen der Damen wurde dominiert von dem deutschen Duo Stefanie Dohrn/Janine Schneider vom Team Nauders Canyon/Cube. Bei sechs von sieben Etappen konnten sich die beiden an vorderster Front platzieren und schließlich mit etwas mehr als 1:30 h Vorsprung vor den nächsten Verfolgerinnen ihren ersten Triumph bei der Transalp feiern.

Souveräne Siegerinnen bei den Damen: Stefanie Dohrn und Janine Schneider konnte sich über sechs Tagessiege und folglich auch den Gesamtsieg freuen
# Souveräne Siegerinnen bei den Damen: Stefanie Dohrn und Janine Schneider konnte sich über sechs Tagessiege und folglich auch den Gesamtsieg freuen - Foto: Martin Sass

XC Europameisterschaften

Team-Relay: Deutschland mit der Holzmedaille

An diesem Wochenende und in anderthalb Wochen stehen in Europa die kontinentalen Meisterschaften an. Neu in diesem Jahr: die Elitefahrer und die Nachwuchskategorien fahren an unterschiedlichen Orten um das blau-weiße Trikot des Europameisters. Während die Elitefahrer erst übernächste Woche (7. August) im Rahmen der European Championship in Glasgow in das sieben Sportarten umfassende Multisport-Event in Schottland um Medaillen kämpfen werden, wird es bereits heuer für die Nachwuchsklassen ernst. So stand bereits am Donnerstag der Team-Relay an, bei dem für fast alle Nationen aufgrund der örtlichen Trennung keine Elitefahrer starteten.

Das deutsche Team, bestehend aus Luca Schwarzbauer, Leon Kaiser, Ronja Eibl, Franziska Koch und Max Brandl, schlug sich achtbar – besonders Schwarzbauer und Brandl konnten mit ihren direkten Konkurrenten mehr als nur mithalten und das deutsche Team in Szene setzen. Letztlich verpasste die deutsche Equipe eine Medaille nur um 30 Sekunden. Gold ging an ein souveränes italienisches Team, das als eines der wenigen Teams einen Elitefahrer in ihrer Staffel aufbot. Silber ging an die Schweiz, Bronze an Dänemark.

Eliminator: Französischer Dreifachsieg – Federspiel im Pech

Der amtierende Sprint-Weltmeister Titouan Perrin-Ganier ist der alte und neue Europameister im Eliminator-Sprint. Auf einem sehr engen Stadtkurs in Graz hatte Perrin-Ganier die schnellsten Beine am Start und konnte sich so Runde um Runde ins Finale arbeiten. Dort traf er unter anderem auf seine beiden Landsmänner Lorenzo Serres und Simon Rogier – den Finallauf komplettierte der österreichische Ex-Weltmeister Daniel Federspiel. Doch Federspiel brachte sich durch zwei Fehlstarts um die Chance eine Medaille erkämpfen zu können. Somit war der Weg frei für den französischen Dreifacherfolg, Perrin Ganier setzte sich am Start an die Spitze und verteidigte die Führung bis ins Ziel. Silber ging an Serres, Simon Rogier gewann die Bronzemedaille.


Die deutschen Fahrer schieden allesamt spätestens im Viertelfinale aus. Besonders ärgerlich war das Ausscheiden bei Felix Klausmann, der als Siebter in der Qualifikation und einem souveränen Auftritt im Achtelfinale gute Chancen auf das Halbfinale hatte. Doch beim Start rutschte Klausmann aus dem Pedal, sodass er keinerlei Möglichkeit mehr hatte eine Runde weiter zu kommen. David Horvath gelang ebenfalls der Sprung ins Viertelfinale, doch auch dort war für ihn vorzeitig Schluss. Simon Gutmann und Heiko Hog verpassten bereits den Sprung ins Viertelfinale.

Bei den Damen triumphierte die Ukrainerin Irina Popova, die bereits 2016 den Europameistertitel gewinnen konnte. Aus deutscher Sicht überzeugte die 17-jährige Marion Fromberger – die Bayerin belegte den ersten Rang in der Qualifikation und schied dann etwas unglücklich im Halbfinale aus. Im kleinen Finale belegte sie den zweiten Rang und landete somit im Endklassement auf dem sechsten Rang.

Iryna Popova 🇺🇦 wins the Eliminator title in #EuroMTB18

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Nationale XC-Meisterschaften

Niederlande: Van der Poel macht den Hattrick perfekt

Mathieu van der Poel ist bei den niederländischen Meisterschaften im Cross-Country historisches gelungen. Der Gesamtweltcupzweite konnte sich mit dem Titel in der olympischen MTB-Disziplin sein drittes Meisterjersey innerhalb einer Saison in den Niederlanden einfahren – neben dem Titel im Cross-Country ist er amtierender Meister sowohl auf der Straße als auch im Cyclocross. Für den Sieg reichten knappe sieben Sekunden Vorsprung auf seinen ärgsten Rivalen Hans Becking, Bronze ging an Michiel van der Heijden. Bei den Damen konnte Anne Terpstra ihre starke Form bestätigen. Zwar fehlte mit Anne Tauber ihre wohl stärkste Kontrahentin verletzungsbedingt, nichtsdestotrotz zeigte sie angesichts 4:01 Minuten Vorsprungs auf die Zweitplatzierte Straßenolympiasiegerin Anna van der Breggen ein famoses Rennen.

History 📝

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Frankreich: Carod im Sprint vorne

In Frankreich konnte Titouan Carod die aktuelle Formschwäche des ehemaligen Titelträgers Maxime Marotte ausnutzen und sich das weiß-rot-blaue Trikot für das kommende Jahr sichern. In Lons-le-Saunier konnte sich keiner der vielen Top-Fahrer aus unserem Nachbarland entscheidend absetzen. Jordan Sarrou erlitt beim Versuch sich abzusetzen einen Plattfuß und so duellierten sich schließlich Carod und Victor Koretzky um den Sieg – mit dem besseren Ende für Carod. Maxime Marotte landete mit einer kleinen Lücke dahinter auf dem Bronzerang. Bei den Damen verteidigte Pauline-Ferrand-Prevot souverän ihren Meistertitel

Italien: Weltcupsieger Kerschbaumer nicht zu schlagen

In Italien blieb alles beim Alten – sowohl Eva Lechner, als auch Gerhard Kerschbaumer konnten ihre Titel aus dem Vorjahr verteidigen. Angesichts der starken Leistungen im Weltcup zuvor war im Vorfeld schon klar, dass der Sieg bei den Männern nur über Kerschbaumer führen konnte. Er setzte sich souverän vor Luca Braidot und dessen Zwillinsgbruder Daniele durch. Bei den Damen siegte Lechner ebenfalls klar vor Serena Calvetti.

Österreich: Osl zum elften Mal Meister

Auch in Österreich konnten sich die alten Titelträger erneut durchsetzen. Gregor Raggl gewann vor Max Foidl und Karl Markt. Dabei hatte es zwischenzeitlich fast so ausgesehen, als würde Foidl dem Titel entgegenstürmen, doch der junge Fahrer vom jb Brunex Felt-Team brach ein und wurde noch von Raggl überholt. Foidl musste sich noch gegen Karl Markt und Marathon-Spezialist Daniel Geismayr erwehren, was ihm dank eines beherzten Schlusssprints gelang. Bei den Damen gelang es Lisi Osl bereits ihr elftes Meistertrikot zu gewinnen. Osl konnte sich mit 1:33 Minuten Vorsprung vor der U23-Fahrerin Lisa Pasteiner durchsetzen. Bronze ging an Corina Druml.

USA: Specialized Racing räumt ab

Auf der anderen Seite der Atlantikküste konnten sich Howard Grotts und Kate Courtney erneut die Stars and Stripes überziehen. Grotts hatte dabei starke Konkurrenz aus dem eigenen Team – der U23-Fahrer Christopher Blevins, ebenfalls für Specialized unterwegs, konnte lange das Hinterrad von Grotts halten, ehe ein Plattfuß ihn auf den dritten Rang zurückwarf. Silber ging an Luke Vrouwenvelder. Kate Courtney hatte bei den Damen weniger Mühe ihr Meistertrikot zu verteidigen, 2:27 Minuten brachte sie zwischen sich und ihre nächste Verfolgerin Erin Huck.

Schweden: Comeback von Jenny Rissveds

Zu guter Letzt noch eine tolle Nachricht aus dem hohen Norden: Bei den schwedischen Meisterschaften feierte Jenny Rissveds nach einer Depression ihr Comeback. Die Olympiasiegerin sicherte sich auch prompt den Sieg in Östersund. Bei den Herren holte sich Emil Lindgren den Titel vor Gustav Larsson und Michael Olsson.

Start of something new. Thanks for the support ❤️ 📷 @joakimriss

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Die fünf aktuellsten Beiträge aus unserer Reihe XC-News findest du hier:

Alle weiteren Berichte aus der Rubrik “XC-News” findest du hier auf dieser Übersichtsseite.

  1. benutzerbild

    filiale

    dabei seit 06/2005

    gelebe Führungstrikot überstreifen - auf der zweiten Etappe erloren sie aber 3:30 Minuten auf das Team Centurion Vaude, die sie nicht mehr aufholen konn

    An diesen Textstellen erkennt man, daß der Autor gerade sein fünftes Bier geöffnet hat :D
  2. benutzerbild

    lupus_bhg

    dabei seit 04/2005

    Danke für die Zusammenfassung! Auf die Idee, in die Ergebnislisten der Schweden zu schauen, kam ich gar nicht.
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  4. benutzerbild

    cluso

    dabei seit 01/2003

    Glückwunsch an VdP und schön das Jenny Rissveds wieder die Kraft hat.
  5. benutzerbild

    Mr. Pepschmier

    dabei seit 05/2003

    Irgendwie kommt mir bei dem Foto die Ballett-Szene aus
    "Top Secret" in den Kopf....

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