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Hans Dampf Artikelbild
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Hans Dampf 2018
Hans Dampf 2018
Hans Dampf 2018
Hans Dampf 2018
Wir haben den neuen Schwalbe Hans Dampf mit überarbeitetem Profil in Größe 27,5" x 2,35" mit Super Gravity-Karkasse gründlich getestet
Wir haben den neuen Schwalbe Hans Dampf mit überarbeitetem Profil in Größe 27,5" x 2,35" mit Super Gravity-Karkasse gründlich getestet - allerdings ist er auch in den Laufradgrößen 24", 26" und 29" in verschiedenen Breiten sowie mit der deutlich leichteren, regulären Karkasse verfügbar.
Schwalbe Hans Dampf 2018 - Addix Soft Compound
Schwalbe Hans Dampf 2018 - Addix Soft Compound
Schwalbe Hans Dampf 2018 - Addix Speedgrip Compound
Schwalbe Hans Dampf 2018 - Addix Speedgrip Compound
Profildetails
Profildetails
2134750-exxcqmok1roq-diagramm soft-original
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Der Schwalbe Hans Dampf zeigt sich gut kontrollierbar
Der Schwalbe Hans Dampf zeigt sich gut kontrollierbar - im Vergleich zum Vorgängermodell ist insbesondere die Seitenführung verbessert worden.
Die Addix Soft-Gummimischung bietet sehr gute Traktion
Die Addix Soft-Gummimischung bietet sehr gute Traktion - auf trockenen Untergründen arbeitet das Profil des Hans Dampf zuverlässig und berechenbar.
Die verstärkte Super Gravity-Karkasse und die Addix Soft-Gummimischung ermöglichen dank sehr guter Dämpfung ein hohes Tempo auch in technisch anspruchsvollem Terrain.
Die verstärkte Super Gravity-Karkasse und die Addix Soft-Gummimischung ermöglichen dank sehr guter Dämpfung ein hohes Tempo auch in technisch anspruchsvollem Terrain. - das Profil kann hier irgendwann nicht mehr ganz mithalten
Auf technischen, alpinen Trails kann der Schwalbe Hans Dampf überzeugen
Auf technischen, alpinen Trails kann der Schwalbe Hans Dampf überzeugen - der Kurvenhalt ist bei gemäßigtem Tempo eher zweitrangig, die Dämpfung und der Grip der Addix Soft-Gummimischung auf der verstärkten Super Gravity-Karkasse bei niedrigem Luftdruck hingegen erste Klasse.
Der Schwalbe Magic Mary kommt vom Profil her ungleich aggressiver daher
Der Schwalbe Magic Mary kommt vom Profil her ungleich aggressiver daher - nicht nur optisch spielen die Reifen in zwei verschiedenen Kategorien.
Sein potentes Profil macht den Magic Mary somit immer noch zu unserem Abfahrtsreifen der Wahl.
Sein potentes Profil macht den Magic Mary somit immer noch zu unserem Abfahrtsreifen der Wahl. - der Grenzbereich liegt wesentlich höher als beim Hans Dampf, erfordert dann jedoch auch ein etwas kundigeres Händchen
Auf festen Böden rollt der Schwalbe Hans Dampf auch in der weichen Addix Soft-Mischung rund und gut
Auf festen Böden rollt der Schwalbe Hans Dampf auch in der weichen Addix Soft-Mischung rund und gut - das relativ flache und runde Profil kommt ihm hier entgegen.
Die Kombination Addix Soft und Super Gravity mag Grip und Durchschlagschutz erhöhen
Die Kombination Addix Soft und Super Gravity mag Grip und Durchschlagschutz erhöhen - der Rollwiderstand zeigt sich jedoch wie zu erwarten ebenfalls erhöht.
Im gesamten Testverlauf hatten wir keine Schwierigkeiten mit Schnitten, Durchschlägen oder Durchstichen
Im gesamten Testverlauf hatten wir keine Schwierigkeiten mit Schnitten, Durchschlägen oder Durchstichen - die Super Gravity-Karkasse zeigt sich von steinigen Bedingungen unbeeindruckt und verstärkt den Reifen.
Voll auf der Bremse in Davos
Voll auf der Bremse in Davos - nach drei Monaten Einsatz zeigen sich am Hinterreifen leichte Abrundungserscheinungen. Probleme mit an- oder abgerissenen Stollen gibt es keine.
Ein rundes Ding für ganz gewöhnliche Biker
Ein rundes Ding für ganz gewöhnliche Biker - in der richtigen Ausführung ist der Hans Dampf ein überzeugendes Angebot für eine Vielzahl an Einsatzbereichen auf harten und trockenen Böden. Als Matschreifen können wir ihn hingegen immer noch nicht empfehlen.

Schwalbe Hans Dampf im Test: Vor wenigen Wochen ist der neue Schwalbe Hans Dampf-Reifen in Riva vorgestellt worden. Wir haben direkt vor Ort die neuen Gummis montiert und sind in den folgenden Wochen ein intensives Programm gefahren, um euch frische Testeindrücke liefern zu können. Wie sich der neue Schwalbe Hans Dampf in der weichen Addix Soft-Gummimischung und mit dicker Super Gravity-Karkasse dabei geschlagen hat, erfahrt ihr im Artikel.

Schwalbe Hans Dampf 2018 – kurz & knapp

Der neue Schwalbe Hans Dampf 2018 positioniert sich als All-Mountain und Enduro-Reifen, der sich im Portfolio des deutschen Reifenherstellers über dem leichten Nobby Nic, neben dem Fat Albert und unterhalb des Magic Mary einsortiert. Er wird, ebenso wie die anderen Modelle aus dem Hause Schwalbe, in der weichen Addix Soft sowie der haltbareren Addix SpeedGrip-Gummimischung angeboten.

  • Einsatzbereich Enduro und All-Mountain
  • Gummimischung Addix Soft und Addix Speedgrip
  • Größen 24″ x 2,35″ / 26″ x 2,35″ / 27,5″ x 2,35″ / 27,5″ x 2,6″ / 27,5″ x 2,8″ / 29″ x 2,35″ / 29″ x 2,6″
  • Verfügbarkeit ab Juli 2018
  • Preis 32,90 € (UVP, Performance Line), 57,90 € (UVP, Evolution Line) | Bikemarkt: Schwalbe Hans Dampf kaufen
  • www.schwalbe.com
Wir haben den neuen Schwalbe Hans Dampf mit überarbeitetem Profil in Größe 27,5" x 2,35" mit Super Gravity-Karkasse gründlich getestet
# Wir haben den neuen Schwalbe Hans Dampf mit überarbeitetem Profil in Größe 27,5" x 2,35" mit Super Gravity-Karkasse gründlich getestet - allerdings ist er auch in den Laufradgrößen 24", 26" und 29" in verschiedenen Breiten sowie mit der deutlich leichteren, regulären Karkasse verfügbar.
Diashow: Schwalbe Hans Dampf 2018 im Test - Neues Profil, neues Glück?
Sein potentes Profil macht den Magic Mary somit immer noch zu unserem Abfahrtsreifen der Wahl.
Auf festen Böden rollt der Schwalbe Hans Dampf auch in der weichen Addix Soft-Mischung rund und gut
Voll auf der Bremse in Davos
Die verstärkte Super Gravity-Karkasse und die Addix Soft-Gummimischung ermöglichen dank sehr guter Dämpfung ein hohes Tempo auch in technisch anspruchsvollem Terrain.
Der Schwalbe Hans Dampf zeigt sich gut kontrollierbar
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In der Hand

Im März 2011 stellte Schwalbe auf dem Sea Otter Festival mit dem Hans Dampf einen neuen Reifen vor. Der Neuling ohne markentypische Alliteration im Namen sollte ein echter Hans Dampf in allen Gassen – ein Alleskönner für ganz normale Mountainbiker – sein. Die Überlegung: vorhersehbares Fahrverhalten kombiniert mit geringem Rollwiderstand und guter Traktion. Und das auf einer Vielzahl verschiedener Böden. Im Gegensatz zu seinen Geschwister hatte er keine U-Blöcke im Profil und dadurch keine Laufrichtungsbindung. In der Folge gab es 2013 eine Überarbeitung mit Super Gravity-Karkasse und im Frühjahr 2017 folgte das Upgrade auf den Schwalbe Hans Dampf Addix. Neue Gummimischungen bei bekanntem Profil sorgten für einen echten Leistungssprung und lösten auch einige Probleme mit der Haltbarkeit des Pneus. Das Profil blieb allerdings über all die Jahre unverändert. Nun gibt es ab Mitte 2018 also ein neues Profil in Kombination mit den aus dem letzten Jahr bekannten Addix-Mischungen. Wir haben den neuen Schwalbe Hans Dampf über einen Monat lang auf verschiedensten Böden getestet.

Das Profil wurde für 2018 verändert
# Das Profil wurde für 2018 verändert - das soll die Allround-Eigenschaften des Enduro- und Trail-Reifens weiter verbessern. Zudem gibt es ihn in den im Vorjahr eingeführten Addix-Gummimischungen Soft und SpeedGrip, sowie mit haltbarer Super Gravity-Karkasse.

Aufbau

Das Profil des Schwalbe Hans Dampf ist nach wie vor als Hans Dampf zu erkennen – doch im Detail hat es grundlegende Veränderungen gegeben. Nach wie vor ist das Profil halboffen gestaltet, was bedeutet, dass sich größere Abstände mit kleineren Profillücken abwechseln. Dennoch soll die Leistungsfähigkeit auf dem Trail deutlich verbessert worden sein. Durch geänderte Blockgrößen und Abstände soll im Vergleich zum Vorgängermodell beispielsweise die Selbstreinigung deutlich verbessert worden sein. Konkret sind die Blocks bis zu 50 % größer ausgeführt, was insbesondere in Längsrichtung zu deutlich verlängerten wirksamen Kanten führt. Die wiederum sind für Brems- und Beschleunigungstraktion verantwortlich. Auch die Schulterstollen sind größer und standfester dimensioniert, bleiben jedoch deutlich hinter denen eines Schwalbe Magic Mary zurück. So sollen sie besser gegen Abknicken geschützt und haltbarer sein. Der Hans Dampf zeigt nach wie vor einen Wechsel aus großen und kleinen Schulterstollen. Die großen sollen in Kurven zupacken, die kleinen hingegen in lehmigen und losen Untergründen zusätzlichen Halt bieten. Gleichzeitig sollen die insgesamt größeren Stollen in Verbindung mit den Addix-Gummimischungen auch die Haltbarkeit deutlich verbessern.

Profildetails
# Profildetails

Bei der Karkasse bietet Schwalbe wie gehabt zwei Ausführungen an: die konventionelle, einlagige Karkasse sowie die Super Gravity genannte Ausführung, die eine verstärkte Seitenwand bietet. Diese soll den Schutz gegen Durchschläge verbessern und die Seitenwand besser vor Verletzungen schützen. Die weiterhin dünne Lauffläche soll hingegen das Mehrgewicht in Grenzen halten und den Rollwiderstand durch eine, gegenüber einem echten Downhill-Reifen mit Doppelkarkasse, im gesamten Reifen flexiblere Laufflächen positiv beeinflussen.

Montage

Tubeless Easy heißen bei Schwalbe alle Reifen – das beinhaltet das Versprechen, dass die schlauchlose Montage auch ohne Kompressor problemlos von der Hand gehen soll. Zumindest wenn eine passende Felge und Dichtmilch verwendet werden. In unserem Fall kam eine DT Swiss Tubeless-Felge zum Einsatz sowie die hauseigene Schwalbe-Dichtmilch. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Der Schwalbe Hans Dampf lässt sich mit Nachdruck aber ohne Werkzeug auf die Felge aufziehen und sitzt auf Anhieb gut im Felgenbett. Wir haben gut 100 ml Dichtmilch hinzugegeben und den Reifen mit einer handelsüblichen Standpumpe aufgepumpt – problemlos! Nach wenigen Hüben sitzen die Flanken so gut im Felgenbett, dass sich bereits Druck aufbaut. Bei gut 2,5 bar Druck springt der Reifen rundum sauber ins Felgenhorn und nach dem routinemäßigen Schütteln zeigen sich keine Undichtigkeiten. Einen Tag später bestätigt sich, was wir schon bei anderen Schwalbe-Reifen beobachtet haben: Insbesondere mit der verstärkten Super Gravity-Seitenwand ist die schlauchlose Montage ein Kinderspiel. Beim Schwalbe Hans Dampf sollte man beachten, dass das Profil nicht laufrichtungsgebunden ist – wer einen Pfeil auf der Lauffläche sucht, tut dies vergeblich.

Auf dem Trail

Für unseren Test sind wir den Schwalbe Hans Dampf 2018 vorne und hinten auf einem Alutech ICB 2.0 mit DT Swiss XMC 1200 Spline Carbon-Felgen gefahren. Auf den Felgen mit 24 mm Innenbreite nimmt der Hans Dampf eine runde Form an. Die Mittelstollen ragen deutlich über die Seitenstollen hinaus und der Reifen wirkt trotz 2,35″ Breite relativ klein – zumindest im direkten Vergleich zum Schwalbe Magic Mary. Der optische Unterschied zum Vorgängermodell fällt dadurch von der Grundform her sehr gering aus. Im Detail gibt es hingegen deutliche Unterschiede. So fallen insbesondere die mit langen seitlichen Abstützungen versehenen Schulterstollen auf. Und auch die geänderte Stollenanordnung springt dem geschulten Blick direkt ins Auge. Doch wie machen sich die Veränderungen auf dem Trail spürbar? Für unseren Test haben wir den Reifen mit 1,4 bar am Vorderrad und 1,6 bar am Hinterrad gefahren – selbstverständlich schlauchlos.

Der Schwalbe Hans Dampf zeigt sich gut kontrollierbar
# Der Schwalbe Hans Dampf zeigt sich gut kontrollierbar - im Vergleich zum Vorgängermodell ist insbesondere die Seitenführung verbessert worden.

Traktion und Dämpfung

Über 1.065 g bringt der neue Schwalbe Hans Dampf mit Super Gravity-Karkasse in 27,5″ x 2,35″ auf die Waage – nicht wenig Gewicht für einen Trail und Enduro-Allrounder. Entsprechend hoch waren unsere Erwartungen an Traktion und Dämpfung. Das Ergebnis kann sich dann auch in der Tat sehen lassen. So überzeugt der Hans Dampf mit guter Traktion sowohl auf festen Waldböden im bayerischen Oberland, als auch im schroffen Geröll des Gardasees. Das Einlenkverhalten ist präzise und sehr gut kontrollierbar. Nähert man sich dem Grenzbereich, so beginnt der Hans Dampf relativ rund über alle Stollen zu rutschen und kündigt den nahenden Grip-Verlust weich an. Dadurch bleibt Zeit zum Reagieren. Im Vergleich zum Vorgängermodell zeigen sich hier die größten Unterschiede. Die Seitenführung ist deutlich verbessert und die verstärkten, größeren Seitenstollen schieben den Grenzbereich ein gutes Stück nach oben. Lediglich in tieferen und nassen Böden kommt das Profil an seine Grenzen. Zu flach sind hier die Stollen und zu wenig aggressiv ist das Schulterprofil geschnitzt, um unter diesen Bedingungen noch den im Trockenen erlebten Halt bieten zu können. Dennoch meistert die Addix Soft-Gummimischung (erkennbar am orangen Streifen auf der Lauffläche), wie schon in anderen Tests von uns, einen sehr guten Spagat, was Grip auf einer Vielzahl an Untergründen angeht. Diese Charakteristik deckt sich gut mit der Angabe von Schwalbe, die den Hans Dampf eher als Allrounder, denn als Rennreifen positioniert.

Die Addix Soft-Gummimischung bietet sehr gute Traktion
# Die Addix Soft-Gummimischung bietet sehr gute Traktion - auf trockenen Untergründen arbeitet das Profil des Hans Dampf zuverlässig und berechenbar.

Voll und ganz überzeugen kann die Dämpfung der Super Gravity-Karkasse. Gummimischung und Karkasse spielen ihre Weichheit und ihr Volumen gekonnt aus und nehmen so insbesondere wurzeligen und steinigen Passagen ihren Schrecken. Im Vergleich zu den zuvor gefahrenen Schwalbe Fat Albert-Reifen und dem parallel zum Vergleich herangezogenen Nobby Nic (Addix SpeedGrip) ist der Unterschied eindeutig spürbar. In der gefahrenen Spezifikation wildert der Schwalbe Hans Dampf klar im Enduro, Freeride und Downhill-Bereich – allerdings auch vom Gewicht her. Die Traktion hingegen kann nicht ganz mithalten. So führte das hohe Tempo, das Dämpfung und Gummimischung ermöglichen, häufiger als gewollt dazu, dass wir uns im oder über dem Grenzbereich des Profils befanden.

Die verstärkte Super Gravity-Karkasse und die Addix Soft-Gummimischung ermöglichen dank sehr guter Dämpfung ein hohes Tempo auch in technisch anspruchsvollem Terrain.
# Die verstärkte Super Gravity-Karkasse und die Addix Soft-Gummimischung ermöglichen dank sehr guter Dämpfung ein hohes Tempo auch in technisch anspruchsvollem Terrain. - das Profil kann hier irgendwann nicht mehr ganz mithalten

Um hier einen sinnvollen Vergleich anstellen zu können, haben wir daher ein zweites Alutech ICB 2.0 mit identischem Fahrwerk und der Reifenkombination Schwalbe Magic Mary (ebenfalls Addix Soft) an der Front sowie dem Nobby Nic (Addix SpeedGrip) am Hinterrad herangezogen. Der Ergebnis bestätigt den ersten Eindruck: Mit dem Magic Mary an der Front bleibt das Rad auch bei hoher Geschwindigkeit und unter Ausnutzung der vollen Möglichkeiten, die Karkasse und Gummimischung bieten, souverän auf Spur. Ist der Grenzbereich dann erreicht, ist eine kundige Hand am Lenker erforderlich – doch der Speed ist einfach höher. Das gröbere Profil des Downhill-Reifens zeigt hier, wo der Hammer hängt. Den Hans Dampf könnte man sich aber als potente Alternative zum Nobby Nic am Hinterrad in Ergänzung zum Magic Mary vorstellen.

Auf technischen, alpinen Trails kann der Schwalbe Hans Dampf überzeugen
# Auf technischen, alpinen Trails kann der Schwalbe Hans Dampf überzeugen - der Kurvenhalt ist bei gemäßigtem Tempo eher zweitrangig, die Dämpfung und der Grip der Addix Soft-Gummimischung auf der verstärkten Super Gravity-Karkasse bei niedrigem Luftdruck hingegen erste Klasse.

Vom grundsätzlichen Eigenschaftsprofil her positioniert sich der Hans Dampf so sehr nahe am Fat Albert, den es jedoch nicht mit der dicken Super Gravity-Karkasse und in weit weniger verschiedenen Ausführungen zu kaufen gibt. Dem Nobby Nic hat er ebenfalls die Super Gravity-Karkasse sowie zusätzlich die weiche Addix Soft-Gummimischung voraus. Im Vergleich zum Magic Mary gibt es weniger Traktion, keine ganz weichen Gummimischungen, doch dafür einen kontrollierteren, weiteren Grenzbereich. Keine schlechten Voraussetzungen für Einsteiger und “normale” Mountainbiker, die nicht immer auf der Jagd nach Sekunden und der perfekten Linie sind. In unseren Augen sollte man vor diesem Hintergrund jedoch eher die leichtere Variante des Schwalbe Hans Dampf ohne Super Gravity-Karkasse fahren. 270 g können so bei identischer Gummimischung pro Reifen eingespart werden. Die reduzierte Dämpfung und Durchschlagsicherheit sollte die Balance nochmals besser an den verfügbaren Grip annähern und das Gesamtpaket runder machen. Allerdings verschiebt sich so auch der Einsatzbereich klar von Enduro hin zu leichteren Trail-Bikes, die vor allem auf glatten und festen Böden bewegt werden. Hier kann der Schwalbe Hans Dampf mit weicher Addix Soft-Gummimischung voll punkten. Wer den stabileren Reifen fahren möchte, kann ihn durchaus wie beschrieben als Hinterreifen für den Enduro- und leichten Downhill-Einsatz in Kombination mit dem Magic Mary an der Front einsetzen.

Der Schwalbe Magic Mary kommt vom Profil her ungleich aggressiver daher
# Der Schwalbe Magic Mary kommt vom Profil her ungleich aggressiver daher - nicht nur optisch spielen die Reifen in zwei verschiedenen Kategorien.
Sein potentes Profil macht den Magic Mary somit immer noch zu unserem Abfahrtsreifen der Wahl.
# Sein potentes Profil macht den Magic Mary somit immer noch zu unserem Abfahrtsreifen der Wahl. - der Grenzbereich liegt wesentlich höher als beim Hans Dampf, erfordert dann jedoch auch ein etwas kundigeres Händchen

Selbstreinigung

Im Gegensatz zum Vorgängermodell hat Schwalbe eine bessere Selbstreinigung versprochen. Nachdem wir die meiste Zeit des Tests über beste Wetterbedingungen vorgefunden hatten, haben die heftigen Gewitter Mitte/Ende Mai doch noch für die passenden Böden gesorgt, um auch einige Worte zur Selbstreinigung verlieren zu können. Auch nach der Überarbeitung zeigt sich das Profil des Schwalbe Hans Dampf vergleichsweise eng und flach – besonders im Vergleich zum direkten hauseigenen Konkurrenten Fat Albert. Das sorgt dafür, dass der Reifen im Matsch relativ schnell an seine Grenzen kommt, sich dabei jedoch deutlich besser wieder reinigen kann. Ein Reifen für nasse und tiefe Böden wird aus ihm dennoch nicht werden – vor allem aufgrund fehlender Profiltiefe und eher breiter Stollen.

Rollwiderstand

Für unseren Test hatten wir die schwerste Ausführung des Schwalbe Hans Dampf montiert und fuhren auch am Hinterrad die weiche Addix Soft-Gummimischung. Umso überzeugender gestaltete sich der Rollwiderstand. Das Profil rollt vibrationsarm (besonders im Vergleich zum Schwalbe Fat Albert) ab und die runde Form mit den zurückgezogenen Seitenstollen führt zu einem insgesamt glatten Abrollverhalten. Der absolute Rollwiderstand lag für einen weichen Reifen mit dicker Karkasse absolut im Rahmen. So ist Schwalbe mit der Addix Soft-Mischung ein guter Kompromiss gelungen. Im direkten Vergleich zum härter gummierten Schwalbe Nobby Nic Addix SpeedGrip am Vergleichsrad war dennoch ein etwas höherer Rollwiderstand zu spüren. Für den eher tourenorientierten Einsatzbereich empfiehlt sich so das leichter rollende Addix SpeedGrip-Gummi, während der gefahrene Addix Soft akzeptablen Rollwiderstand mit deutlich höherer Traktion und besserer Dämpfung im Enduro-Einsatz kombiniert.

Auf festen Böden rollt der Schwalbe Hans Dampf auch in der weichen Addix Soft-Mischung rund und gut
# Auf festen Böden rollt der Schwalbe Hans Dampf auch in der weichen Addix Soft-Mischung rund und gut - das relativ flache und runde Profil kommt ihm hier entgegen.
Die Kombination Addix Soft und Super Gravity mag Grip und Durchschlagschutz erhöhen
# Die Kombination Addix Soft und Super Gravity mag Grip und Durchschlagschutz erhöhen - der Rollwiderstand zeigt sich jedoch wie zu erwarten ebenfalls erhöht.

Haltbarkeit

Spätestens seit der Einführung der Addix-Gummimischungen hat Schwalbe einen großen Schritt bei der Haltbarkeit seiner Reifen gemacht. Dieser Eindruck bestätigt sich auch in unserem Test des Schwalbe Hans Dampf 2018. So zeigen sich nach dem kurzen aber intensiven Testprogramm keine nennenswerten Abnutzungsspuren. Auch das schroffe Gardasee-Terrain konnte den Super Gravity-Seitenwänden nichts anhaben und wir hatten keine Probleme mit Durchschlägen, Schnitten oder Durchstichen zu verzeichnen. Einen umfassenden Eindruck zu Haltbarkeit können wir am Ende dieser Saison geben, wenn der Reifen eine entsprechend hohe Laufleistung erreicht hat.

Im gesamten Testverlauf hatten wir keine Schwierigkeiten mit Schnitten, Durchschlägen oder Durchstichen
# Im gesamten Testverlauf hatten wir keine Schwierigkeiten mit Schnitten, Durchschlägen oder Durchstichen - die Super Gravity-Karkasse zeigt sich von steinigen Bedingungen unbeeindruckt und verstärkt den Reifen.
Voll auf der Bremse in Davos
# Voll auf der Bremse in Davos - nach drei Monaten Einsatz zeigen sich am Hinterreifen leichte Abrundungserscheinungen. Probleme mit an- oder abgerissenen Stollen gibt es keine.

Schwalbe Hans Dampf – Fazit

Die Überarbeitung hat sich gelohnt: Auch in der jüngsten Ausführung bleibt der Schwalbe Hans Dampf ein Allrounder, der insbesondere an leistungsfähigen Trail-Bikes überzeugen kann. So richtet sich der Reifen weniger an Rennfahrer und Enduro-Piloten, als vielmehr Mountainbiker, die den passenden Reifen für eine Vielzahl an Bedingungen suchen. Insbesondere auf trockenen und harten Böden in gemäßigtem Gelände kann der neue Hans Dampf mit verbesserter Traktion, guter Kontrollierbarkeit und rundem Abrollverhalten überzeugen.
Die Variante mit Addix Soft-Gummimischung und einfacher Karkasse bietet hier am Vorderrad das beste Gesamtpaket, am Hinterrad empfiehlt sich für lange Anstiege oder höhere Forstweganteile die haltbarere und leichter rollende Addix SpeedGrip-Mischung. Der souverän dämpfenden Super Gravity-Ausführung mangelt es letzten Endes als Vorderreifen an der nötigen Traktion, um das hohe mögliche Tempo auch in Kurvengeschwindigkeit umsetzen zu können.

Pro
  • Ausgewogene Fahreigenschaften bis in den gut kontrollierbaren (aber frühen) Grenzbereich
  • Überzeugende Dämpfung und Traktion bei gutem Rollwiderstand
  • Zahlreiche Varianten von 24" bis 29" verfügbar
Contra
  • Maximale Traktion des Profils ist begrenzt
  • Hohes Gewicht (bei Super Gravity-Karkasse)
Ein rundes Ding für ganz gewöhnliche Biker
# Ein rundes Ding für ganz gewöhnliche Biker - in der richtigen Ausführung ist der Hans Dampf ein überzeugendes Angebot für eine Vielzahl an Einsatzbereichen auf harten und trockenen Böden. Als Matschreifen können wir ihn hingegen immer noch nicht empfehlen.

Testablauf

Der Schwalbe Hans Dampf 2018 wurde uns von Schwalbe im Rahmen der Produktpräsentation am Gardasee für diesen Test zur Verfügung gestellt. Wir haben den Reifen in der Dimension 27,5″ x 2,35″ mit Super Gravity-Karkasse und Addix Soft-Gummimischung gefahren. Insgesamt sind im Rahmen des Tests 420 km / 12.600 hm zurückgelegt worden.

Hier haben wir den Schwalbe Hans Dampf 2018 getestet

  • Gardasee: schroffe, steinige Trails
  • Bayerisches Oberland: Schotteranstiege, Abfahrten mit breiter Mischung aus Felsen, Wurzeln und Waldboden
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Testerprofil

  • Testername: Tobias Stahl
  • Körpergröße: 177 cm
  • Gewicht (mit Riding-Gear): 70 kg
  • Schrittlänge: 83 cm
  • Armlänge: 58 cm
  • Oberkörperlänge: 52 cm
  • Fahrstil: Beide Räder am Boden und Vollgas: Attacke bergauf, sauber bergab
  • Was fahre ich hauptsächlich: Trail, Enduro
  • Vorlieben beim Fahrwerk: Gabel straff, Hinterbau effizient
  • Vorlieben beim Rahmen: Mittellang und flach

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Abruf der Information: 10. August 2018 15:25

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Konntet ihr den neuen Schwalbe Hans Dampf schon Probe fahren? Was ist eure Meinung?

  1. benutzerbild

    Trail Surfer

    dabei seit 03/2004

    Zurück zur Werbung. ;)
  2. benutzerbild

    Anzeige

  3. benutzerbild

    mw.dd

    dabei seit 07/2006

    Mr_Ned_Lebowski
    Seit wann werden Trailbikes nur auf harten, glatten Untergründen bewegt?
    Alles andere ist "Enduro".
  4. benutzerbild

    half-devil333

    dabei seit 02/2007

    sp00n82
    Das ist dann allerdings anscheinend auch der "alte" Hans Dampf Addix, mit dem alten Profil, sprich nicht die hier getestete Version (Vergleichsbild). Der 2018er soll ja besser abgestützte Außenstollen haben, wenn die nicht mehr so leicht umknicken, dann sollte der Verschleiß auch besser werden.
    Das ist natürlich ein Argument. Irgendwie bin ich davon ausgegangen, dass ich schon den neuen hätte...:crash: Sind die neuen denn schon zu bekommen?

    Das ändert aber nichts daran, dass der Verschleiß am Vorderrad nicht hinzunehmen ist.
  5. benutzerbild

    eLLWeeBee

    dabei seit 11/2015

    half-devil333
    Da dachte ich mir doch, gibste Schwalbe und dem (alten) Hans Dampf noch ne Chance...

    Hans Dampf Super Gravity Addix Soft am Hinterrad. So sah der Reifen nach 3 kurzen Ausfahrten auf Hometrails aus. Dabei wohne ich doch in BIELEFELD und nicht in den Alpen...

    Der Magic Mary Snakeskin Addix Soft (Vorderrad) sieht nur etwas besser aus.
    So sieht mein Maxxis HR2 MaxxTerra am Vorderrad auch aus...
  6. benutzerbild

    q_FTS_p

    dabei seit 02/2011

    Bei mir hält (bezogen auf Verschleiß) der MM Ultrasoft am Vorderrad deutlich besser als der DHR2 Supertacky.

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