Wie Le Dauphine berichtete, ereignete sich am Samstag ein tragischer Jagdunfall in der Nähe von Morzine, Frankreich. Dabei erschoss ein 22-jähriger französischer Jäger einen ansässigen britischen Mountainbiker.

Der in den französischen Alpen beheimatete britische Mountainbiker befand sich gegen 18 Uhr am Samstag in der Abfahrt auf einem am Waldrand gelegenen Trail, als er von einer Kugel tödlich getroffen wurde. Der Schütze war ein 22-jähriger französischer Jäger, der nun mit einer Anklage wegen fahrlässigen Totschlags rechnen muss. Ein Haftbefehl wurde allerdings nicht erlassen – stattdessen wurde der Mann unter schwerem Schock in ein Krankenhaus eingeliefert. Er war Teil einer Jagdgesellschaft von 7 Personen, die vom lokalen Jägerbund organisiert worden war.

Bei dem Opfer handelt es sich laut Le Dauphine um einen 34-jährigen Briten, der eine Gastwirtschaft im nahe gelegenen Les Gets betrieben haben soll. Zudem soll dies bereits der zweite tödliche Jagdunfall in dieser Region in drei Jahren gewesen sein.

Allen Angehörigen des verstorbenen Mountainbikers gilt unser herzliches Beileid.

Infos: Le Dauphine
  1. benutzerbild

    3K-Power

    dabei seit 09/2014

    OldShatterhand81
    Hier mal der Vergleich der beiden Ausbildungsmethoden:

    6 Wochen a 6 Tage mit je 8h ergibt: 288h Ausbildung
    6 Monate mit ca 4,5 Wochen a 2 Tage die Woche mit 3h Abendkurs + 3 Monate mit ca 4,5 Wochen a 1 Tag für 3h am Schießstand = 202,5h Ausbildungszeit

    (Ich habe meinen als Abendkurs über ein halbes Jahr gemacht)

    Sind also die Leute die Ihren Führerschein in einem 14Tage? Kurs machen weniger geeignet zum Autofahren wie die, die ihn Abends machen?

    Das Argument stimmt nicht mit dem Adrenalin im Körper, es wurden Untersuchungen gemacht bei Wild, dass während einer Treibjagd erlegt wurde. Ergebnis: Keine Abweichungen zum vom Hochsitz erlegten Wild.

    Das deine Kollegen die Jagd nicht gut finden ist einleuchtend, wenn diese nur noch 3-4 Mal im Jahr jagen gehen dürften, würde ihnen ja die Jagd unter der Woche und am WE fehlen.

    Berufsjäger und modern geführte Reviere setzen vermehrt auf die Drückjagd anstatt auf Ansitzjagd, weil das Wild somit deutlich weniger Jagddruck ausgesetzt ist und dies weniger Verbissschäden zur Folge hat.
    Jagen vom Ansitz oder durch Pirsch hat viele Nachteile:

    Bis auf die Schonzeit der jeweiligen Wildart, besteht Jagddruck für das Wild, daher zieht es sich zurück, ist am Tage nicht oder selten sichtbar. Es bleibt in den Einständen und versucht dort Nahrung aufzunehmen, was Verbissschäden zur Folge haben kann, was der Forst wiederum verständlicherweise nicht will. Der Jagderfolg bei Revierübergreifenden Drückjagden ist deutlich größer und gerade Schwarzwild ist eigentlich nur so effektiv zu bejagen.

    Ansonsten viele Pauschalaussagen deiner Kollegen, da könnte die junge Jägerschaft (zu der ich mich nicht zähle) auch genauso gut sagen, die alten sehen nichts mehr, sind nur zu langsam um auf der Drückjagd einen sauberen Schuss anzutragen, etc.. Gut dass es eines Schiesnachweises bedarf um an Drückjagden teilzunehmen, der Rest liegt wieder in der Eigenverantwortung, pauschale Behauptungen helfen keinem weiter.
    Ich gebe nur das weiter was meine Kollegen so äußern. Da wird noch viel mehr erzählt was da läuft und wie es läuft. Hatten selber erst Jagdunfälle mit tödlichem Ausgang in der Gegend; hier aber wirklich Querschläger und einmal Fehlverhalten eines Jägers der sich bei Erntejagd nicht an die Absprachen gehalten hat und sich im Schussfeld eines anderen Jägers befand... allerdings wenn man Sachen hört wie „Jäger sitzt auf dem Dach der Erntemaschine und schießt von da aus auf flüchtendes wild bei fahrender Maschine“ da vergehts mir persönlich...

    Das wird auch regional alles etwas anders ablaufen denk ich mal.

    Hier erzählen se sie gehen auf Ansitz und schießen Wild was weg muss; quasi Säue die sich stark vermehren; aber auch nur ungern weil se hier in manchen Revieren noch auf Radioaktivität untersucht werden müssen und jede 2. Sau nicht verwertbar ist. Oder es wird zb Wild erlegt wie zb ein Bock mit nur einem Spießer auf der Rübe weil der im Kampf andere schwer verletzt...

    Es wird wohl auch noch der letzte Bissen verabreicht und auf die Schusswunde ein Reißig gelegt; welches beim Bock woanders hin zeigt als beim weiblichen wild... unterhalten uns eigentlich recht oft darüber.

    Ich halte diese Jäger für sehr verantwortungsvoll auch in der Hege. Sammle darüber viel Wissen über den Wald und das Wild weil ich eben auch oft draußen in der Natur bin.

    Gibt auch bei uns ältere Jäger denen nach aussagen meiner Kollegen der Schein eigentlich entzogen gehört; nach aussagen „wenn ich deinen Hund ohne Leine sehe schieß ich den ab“ was ich mir schon anhören musste. Ok das würde derjenige wahrscheinlich nicht überleben aber wie gesagt meine Kollegen sind der Ansicht solche Leute gehören nicht an den Abzug einer Waffe.

    Es liegt mir jedenfalls wirklich fern hier über den speziellen Fall zu urteilen; aber wann ein Schuss abgefeuert wird unterlieget halt Regeln und das gilt es zu prüfen wie weit/ ob überhaupt ein Fehlverhalten vorliegt.

    Wollte in meinem Post nichts verallgemeinern.
  2. benutzerbild

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  3. benutzerbild

    arise

    dabei seit 02/2012

    Ich wußte es...Männer .....Mörder und Sammler

    Ironie Off

    Traurig wie sich so eine Diskussion entwickeln kann ...
  4. benutzerbild

    seven21

    dabei seit 01/2012

    Auch wenn es am Thema vorbeigeht, schreib ich bei den vielen Beiträgen auch mal was zum Jagen. Der Wolf, Luchs oder Bär war nie der große Regulator, sondern strenge Winter und Nahrungsknappheit. Durch immer bessere Versorgungssituation, teils durch wärmere Temperaturen, teils durch massive Fütterung oder wegen Landwirtschaft am Waldrand, was gerade dem Schwarzwild geholfen hat, ist der Bestand so explodiert.

    Verbieten jeglicher Fütterung und Mindestabstände von Feldern zum Waldrand würde auch schon viel bringen. Zumindest mittelfristig.

    Viel vom Wild im Fleischregal, zumindest Rotwild, kommt übrigens aus Zucht und nicht vom Jäger. Vor meiner Haustüre gibt es schon zwei große Zuchtgehege und das nicht erst seit kurzem.

    Wegen des tragischen Unfalls tut mir der Jäger allerdings auch leid, damit muss er jetzt für immer leben. Absichtlich war das sicherlich nicht.
  5. benutzerbild

    scylla

    dabei seit 01/2010

    Da es vielen scheinbar nicht möglich ist, sachlich zu diskutieren oder einfach nur Mitgefühl mit allen Betroffenen zu haben, sollten wir die Diskussion hier beenden. Somit geschlossen.

    Edit: in der Hoffnung, dass sich die Gemüter nun abgekühlt haben, mache ich die Kommentare wieder auf.

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