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Auf den Namen Vortex hört der neue Laufradsatz vom britischen Spezialisten Halo
Auf den Namen Vortex hört der neue Laufradsatz vom britischen Spezialisten Halo - 27,5" oder 29", 33 mm Innenweite, ein asymmetrisches Felgenprofil, Boost oder Non-Boost, XD- oder HG-Freilauf lauten die Eckdaten. Wir haben den 484,80 € teuren Laufradsatz in 29"-Konfiguration getestet!
Wenig Spielraum für den Reifenwulst
Wenig Spielraum für den Reifenwulst - Ab Werk ist ein Tubeless-Felgenband eingeklebt. Nachträglich lassen sich Decals in sechs verschiedenen Farben aufkleben.
Geöste Felge mit asymmetrischem Profil
Geöste Felge mit asymmetrischem Profil - Am Halo Vortex-Laufradsatz setzen die Briten auf Nabe, Speichen, Nippel und Felge aus dem eigenen Haus.
Mit 339 g ist die Boost-Nabe trotz Aussparungen am Flansch kein Leichtgewicht
Mit 339 g ist die Boost-Nabe trotz Aussparungen am Flansch kein Leichtgewicht - Punkten kann sie dafür mit einem Einrastwinkel von nur drei Grad.
Alles selbst austauschbar und damit ideal für Fahrer, die lieber selbst schrauben
Alles selbst austauschbar und damit ideal für Fahrer, die lieber selbst schrauben - schraubt man die Endkappen ab, können Lager, Freilauf und Achse problemlos getauscht werden.
Fein verzahnt
Fein verzahnt - 120 Einrastpunkte bietet der Supadrive-Freilauf.
Viel Spurtreue verleitet zum schnellen Fahren
Viel Spurtreue verleitet zum schnellen Fahren - Bergab zieht das hohe Gewicht natürlich, durch die rotierende Masse bleibt das Rad aber auf Kurs
Große Innenweite sorgt für viel Grip
Große Innenweite sorgt für viel Grip - Selbst aus etwas unterdimensionierter Bereifung holt der Halo Vortex dank viel Innenweite ausreichend Grip raus
Beule 1
Beule 1 - Von der schweren Felge hätten wir mehr erwartet.
Beule 2
Beule 2 - Im direkten Vergleich konnten deutlich leichtere Felgen besser abschneiden.
Gebrauchsspuren an Alu-Freilaufkörpern sind nichts neues.
Gebrauchsspuren an Alu-Freilaufkörpern sind nichts neues. - Hier gibt es aber auch Lösungsansätze, welche die Krafteinleitung von einzeln aufgesteckten Stahlritzeln gut verteilen.
Abziehen? Ja!
Abziehen? Ja! - Zielen sollte man aber genau: während das flache Felgenprofil Flex zulässt, mag die Felge spitze Steine weniger gerne. Gerade in Anbetracht des hohen Gewichts lässt die Haltbarkeit zu wünschen übrig. Die Fahrqualität und der geringe Einrastwinkel der Hinterradnabe können hingegen überzeugen.

Halo Vortex im Test: Seit 1995 baut Halo Laufräder – die Briten können also auf viele Jahre Erfahrung zurückblicken. Während es in den letzten Jahren eher still um den Hersteller mit Hintergrund im Dirt Jump wurde, hat sich Halo dieses Jahr mit einem neuen Produkt für den Enduro-Einsatz zurück. Die Eckdaten haben uns neugierig gemacht: Kann der Halo Vortex-Laufradsatz den Platzhirschen den Rang ablaufen?

Steckbrief: Halo Vortex

Fett. Ganz schön fett. Aber neben der großen Felgen-Innenweite von 33 mm ist auch der Rest der Beschreibung des Halo Vortex-Laufradsatzes gefüllt mit interessanten Features. Halo setzt an der Vortex-Felge auf ein asymmetrisches Design, um die gleiche Speichenspannung auf Antriebs- und Bremsseite zu erzielen. Um trotz dieser Felgenkonstruktion ein gleichmäßiges Fahrgefühl zu erzielen, sind die Wandstärken auf beiden Seiten optimiert. Gleichzeitig soll die Varianz in der Wandstärke für Gewichtsersparnisse sorgen, damit die Asymmetrie nicht zum Nachteil wird. Verbunden ist die Aluminium-Felge über hauseigene J-Bend-Speichen mit der neuen MT Nabe. Diese bietet mit einer 120-fachen Verzahnung einen kleinen Einrastwinkel von nur 3°. Durch einen großen Flansch-Abstand an Front und Heck verspricht das Laufrad in Kombination mit der gleichmäßigen Speichenspannung hohe Steifigkeit und lange Haltbarkeit.

  • Laufradgröße 27,5″ oder 29″
  • Einbaumaße Boost, X12, Schnellspanner
  • Material Aluminium
  • Innenbreite Felge 33 mm
  • Gewicht 2239 g (29″, Boost)
  • Farben Schwarz, zusätzlich sechs Sticker-Farben verfügbar
  • Preis 484,80 € (UVP) Bikemarkt: Halo Vortex kaufen
Auf den Namen Vortex hört der neue Laufradsatz vom britischen Spezialisten Halo
# Auf den Namen Vortex hört der neue Laufradsatz vom britischen Spezialisten Halo - 27,5" oder 29", 33 mm Innenweite, ein asymmetrisches Felgenprofil, Boost oder Non-Boost, XD- oder HG-Freilauf lauten die Eckdaten. Wir haben den 484,80 € teuren Laufradsatz in 29"-Konfiguration getestet!
Diashow: Halo Vortex Laufradsatz im Test - 120 Angriffspunkte
Beule 2
Gebrauchsspuren an Alu-Freilaufkörpern sind nichts neues.
Fein verzahnt
Abziehen? Ja!
Wenig Spielraum für den Reifenwulst
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Im Detail

In schlichtes Schwarz gehüllt, aber mit der Option auf sechs verschiedene Decal-Kits, hat man am Halo Vortex-Laufradsatz die Option auf den All-black-everything-Look oder einen frischen Spritzer Farbe. Vor allem die Dezent gehaltene Option mit glänzend schwarzer Felge kann einen gelungenen ersten Eindruck vermitteln. Die Waage bestätigt den soliden ersten Eindruck des Laufradsatzes: 2239 g zeigt die Waage in der Konfiguration mit 29″-Durchmesser, Boost-Einbaumaß und Shimanp-Freilauf an. Trotz der großen Innenweite der Felge lieg der Halo Vortex-Laufradsatz also nicht gerade am unteren Ende des Gewichts-Spektrums.

Mit 38 mm Breite und 20,75 mm Höhe liegt das Felgenprofil eher auf der flachen Seite. Ab Werk ist das Felgenbett mit Tubeless-Felgenband versiegelt, trotzdem fällt die spezielle Form auf. Wie üblich sitzt eine Vertiefung in der Mitte – diese ist aber sehr weit zu den Rändern gezogen und bietet dem in Position gerutschten Reifenwulst somit wenig Spielraum nach innen. Von der Vertiefung zum Sitz des Reifenwulsts geht es recht steil nach oben. Halo verzichtet aber auf eine Überhöhung dazwischen, die der Reifen überwinden müsste. Insofern ist die Reifenmontage trotz unüblicher Form kein Problem. Kurze, aber breit abgestützte und mit Haken versehene Felgenhörner versprechen Steinen viel entgegenzusetzen.

Halo führt im eigenen Portfolio auch Speichen und Nippel – so wundert es kaum, dass an den Vortex-Rädern die hauseigenen Produkte zum Einsatz kommen. Doppelt konifizierte Stahl-Speichen treffen auf Messing-Nippel und verbinden die Vortex 29″-Felge mit den MT-Naben. Hier wird es vor allem beim Blick auf den Freilauf spannend: 120 Zähne sorgen für einen kleinen Einrastwinkel von nur 3° – übertragen wird die Antriebskraft von drei Sperrklinken. Supadrive nennt Halo diesen Freilauf, der an HG- oder XD-Freilaufkörpern zum Einsatz kommt. Eine Option auf Shimanos neuen Freilauf-Standard für die XTR-Schaltgruppe gibt es noch nicht.

Halo Nabensound von GrinsekaterMehr Mountainbike-Videos

Unser Test-Laufradsatz kommt mit Boost-Einbaumaßen, Halo bietet aber auch eine 135/142 mm Option an. Auch an der Front kann angepasst werden: Ein einfacher Achs-Ersatz ermöglicht den Umbau von 15 x 100 mm auf Schnellspanner. Für das Boost-Vorderrad können Torque Cap-Adapter zugekauft werden. Diese werden anstatt der Standard-Adapter aufgeschraubt, nicht gesteckt – analog dazu funktioniert der Umbau von 12 x 142 mm auf 9 x 135 mm für den Schnellspanner-Einsatz.

Marke ModellUVPGewichtInnenweiteMaximalgewicht 
Fun WorksAM Ride 30499,90 €1768 g30 mm120 kgTestbericht lesen
NewmenEvolution SL A.30698,00 €1669 g30 mm 125 kgTestbericht lesen
HaloVortex484,80 €2239 g33 mmN/A
HopeTech Enduro485,00 €2063 g28 mmN/ATestbericht lesen
Stans NoTubesBaron MK3699,00 €2046 g35 mm104 kgTestbericht folgt
Stans NoTubesZTR Flow MK3599,90 €1918 g29 mm113 kgTestbericht lesen
Wenig Spielraum für den Reifenwulst
# Wenig Spielraum für den Reifenwulst - Ab Werk ist ein Tubeless-Felgenband eingeklebt. Nachträglich lassen sich Decals in sechs verschiedenen Farben aufkleben.
Geöste Felge mit asymmetrischem Profil
# Geöste Felge mit asymmetrischem Profil - Am Halo Vortex-Laufradsatz setzen die Briten auf Nabe, Speichen, Nippel und Felge aus dem eigenen Haus.
Mit 339 g ist die Boost-Nabe trotz Aussparungen am Flansch kein Leichtgewicht
# Mit 339 g ist die Boost-Nabe trotz Aussparungen am Flansch kein Leichtgewicht - Punkten kann sie dafür mit einem Einrastwinkel von nur drei Grad.
Alles selbst austauschbar und damit ideal für Fahrer, die lieber selbst schrauben
# Alles selbst austauschbar und damit ideal für Fahrer, die lieber selbst schrauben - schraubt man die Endkappen ab, können Lager, Freilauf und Achse problemlos getauscht werden.
Fein verzahnt
# Fein verzahnt - 120 Einrastpunkte bietet der Supadrive-Freilauf.

Technische Daten

Alle technischen Daten, Details und Standards zum Halo Vortex-Laufradsatz findet ihr in der folgenden Tabelle zum Ausklappen:

Technische Daten zum Ausklappen

Was?Antwort
Felgenbreite38 mm
Felgen-Innenweite33 mm
Felgenhöhe20,75 mm
Felgen ERD595 mm
FelgenprofilMit Haken, offen
Felgen Material6061 T-10 Aluminium
Gewicht Felge600 g
Preis Felge84,90 €
Maximaler LuftdruckN/A
Maximale SpeichenspannungN/A
Unterlegscheibe nötig?Nein
NippelBlack ED Messing
Speichenzahl32
SpeichentypJ-Bend
SpeicheHalo Double Butted Black
Bremsaufnahme6 Loch
FreilauftypSRAM XD, Shimano HG (je 86 € Nachkaufpreis)
Sperrklinken3 Stück
Rasterung120 Zähne
AchsstandardBoost 148 oder X12
Gewicht Hinterrad Nabe339 g
Gewicht Vorderrad Nabe150 g
Preis Hinterrad Nabeca. 171 €
Preis Vorderrad Nabeca. 63 €
Lageranzahl Hinterrad Nabe5 Stück (XD-Freilauf) oder 4 Stück (HG-Freilauf)
Lageranzahl Vorderrad Nabe2 Stück

Auf dem Trail

Ein geringer Einrastwinkel ist eine feine Sache, wenn es auf technischen Uphills entlang geht – der ständige Wechsel zwischen Beschleunigung und Stopp ist besonders angenehm, wenn man nicht erst ins Leere tritt. Fast direkt wird beim Halo Vortex-Laufradsatz die Kraft auf den Boden übertragen und Vortrieb generiert. Leider spielt hier aber das etwas hohe Gewicht, das weit außen an den 600 g schweren Felgen sitzt, eine große Rolle. Während die Kraftübertragung sehr direkt erfolgt, benötigt es auch reichlich davon – das Gewicht will schließlich beschleunigt werden. Für Fahrer mit sehr rundem Tritt fällt diese Eigenheit im wahrsten Sinne des Wortes weniger ins Gewicht. Flatpedal-Piloten mit unrundem Tritt schubsen das Rad hingegen gefühlt Kurbelumdrehung für Kurbelumdrehung den Berg hoch.

Viel Spurtreue verleitet zum schnellen Fahren
# Viel Spurtreue verleitet zum schnellen Fahren - Bergab zieht das hohe Gewicht natürlich, durch die rotierende Masse bleibt das Rad aber auf Kurs

Entsprechend froh ist man, wenn es bergab geht, denn dann hilft viel rotierende Masse die Geschwindigkeit zu halten. Durch die höhere rotierende Masse steigen auch die gyroskopische Kräfte – theoretisch zumindest, denn in der Praxis spürt man diese höchstens, wenn man sein Rad in der Luft um 90° querstellen will. Ansonsten punktet der Halo Vortex hier und kann durch hohe Spurtreue und Präzision überzeugen – hoch genug, um sich der Erdanziehungskraft anzuvertrauen und die Bremsen offen zu lassen. Hält man mit viel Geschwindigkeit in Kurven, hilft die Steifigkeit der Laufräder. Zu den Seiten ist diese etwas höher. Trotzdem lassen die Felgen ein bisschen Flex zu, um seitlicher Belastung die Spitzen zu nehmen und den Grip nicht abreißen zu lassen. In Richtung Achse kann das flache Felgenprofil härterem Geläuf ebenso die Spitzenlasten nehmen. In Summe liegt der Halo Vortex am steiferen Ende der Mitte und ist somit für aktive Fahrer ein gutes Werkzeug für blitzschnelle Kurvenwechsel, ohne dass man dabei zu stark ermüden würde.

Zur Mitte des Testzeitraums war ein Ausflug auf den Zentrierständer dringend notwendig. Lose Speichen hatten den Rundlauf des Hinterrads beeinträchtigt und für seitliches Ausschwenken gesorgt. Im späteren Verlauf des Tests, nach zwei Tagen auf den Drei-Länder-Endurotrails am Reschenpass, wurde die Felge außerdem von der Beulenpest heimgesucht: Mehrere Dellen schmückten trotz leichtem Test-Piloten das Hinterrad.

Große Innenweite sorgt für viel Grip
# Große Innenweite sorgt für viel Grip - Selbst aus etwas unterdimensionierter Bereifung holt der Halo Vortex dank viel Innenweite ausreichend Grip raus

Das ist uns aufgefallen

  • Haltbarkeit Während der Laufradsatz anfangs überzeugen konnte, zeigte er sich vor allem im härteren Einsatz nicht von seiner besten Seite.
  • Gewicht Nichts für Leichtbaufans und Bergsprinter: Der Halo Vortex will lieber gemütlich bergauf – am besten mit rundem Tritt.
  • Fahrqualität Gewicht und Steifigkeit hemmen die Fahrqualität oft, vor allem wenn sie jeweils an den extremen Enden des Spektrums liegen. Der Halo Vortex liegt hier angenehm im Mittelfeld und kann mit hoher Fahrqualität punkten.
  • Grip Viel hilft viel: die breite Innenweite der Felge konnte selbst weniger beliebten Testreifen ausreichend Grip entlocken.
Beule 1
# Beule 1 - Von der schweren Felge hätten wir mehr erwartet.
Beule 2
# Beule 2 - Im direkten Vergleich konnten deutlich leichtere Felgen besser abschneiden.
Gebrauchsspuren an Alu-Freilaufkörpern sind nichts neues.
# Gebrauchsspuren an Alu-Freilaufkörpern sind nichts neues. - Hier gibt es aber auch Lösungsansätze, welche die Krafteinleitung von einzeln aufgesteckten Stahlritzeln gut verteilen.

Fazit – Halo Vortex

Der Halo Vortex-Laufradsatz steht sich ein bisschen selbst im Weg. Während er durch gute Fahrqualität, viel Grip und eine direkte Umwandlung der eingebrachten Energie in Vortrieb sehr gute Eigenschaften aufweist, können das hohe Gewicht und die Dellen-Anfälligkeit der Felge nur schwer wegargumentiert werden – vor allem im Vergleich mit anderen Laufradsätzen dieser Preiskategorie.

Pro
  • Fahrqualität
  • Einrastwinkel
  • Grip
Contra
  • Gewicht
  • Dellen-Anfälligkeit
  • Seitenschlag-Anfälligkeit
Abziehen? Ja!
# Abziehen? Ja! - Zielen sollte man aber genau: während das flache Felgenprofil Flex zulässt, mag die Felge spitze Steine weniger gerne. Gerade in Anbetracht des hohen Gewichts lässt die Haltbarkeit zu wünschen übrig. Die Fahrqualität und der geringe Einrastwinkel der Hinterradnabe können hingegen überzeugen.

Testablauf

Der Halo Vortex-Laufradsatz wanderte während mehrerer Monate Testzeitraum zwischen verschiedenen Rädern und Fahrern hin und her. Vom Fliegengewicht bis zum kräftigeren Fahrer, musste sich der Laufradsatz unter Rennbedingungen und in forderndem Gelände beweisen. Im Testzeitraum wurden verschiedene Reifen auf die Laufräder aufgezogen. Abgesehen von einem Ausflug an den Reschenpass mit Gondel-Unterstützung wurden sämtliche Anstiege aus eigener Kraft erarbeitet.

Hier haben wir die Halo Vortex getestet

  • Anspruchsvolle, schnelle Strecken mit ruppigen Streckenabschnitten und technischen Sektionen. Lose, offene Untergründe und harte Böden, Naturtrails und gebaute Strecken.
Testerprofil Jens Staudt – bitte ausklappen

Tester-Profil: Jens Staudt
56 cm95 kg91 cm61 cm190 cm
Jens fährt von Bahnrad bis Downhill alles, was zwei Räder und eine Kette hat. Bikes fürs Gelände am liebsten in herausforderndem, technischen und steilem Gelände, egal mit welchem Federweg.
Fahrstil
Schnellste Linie, auch wenn es mal ruppig ist
Ich fahre hauptsächlich
Singletrails, sprunglastiger Local Spot, Freeride, DH
Vorlieben beim Fahrwerk
Straff, gutes Feedback vom Untergrund, viel Druckstufe, moderat progressive Kennlinie
Vorlieben bei der Geometrie
Kettenstreben nicht zu kurz (ca. 430 mm oder gerne länger), Lenkwinkel tendenziell eher flacher

Testerprofil Christoph Spath – bitte ausklappen

Tester-Profil: Christoph Spath
49 cm70 kg94 cm60 cm190 cm
Chris fährt gerne alles, von Dirt Jump über Trail und Enduro bis Downhill, gerne schnell, in grobem Gelände und mit viel Luftstand
Fahrstil
flüssig
Ich fahre hauptsächlich
Downhill, Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk
auf der straffen Seite, viel Druckstufe, Balance zwischen Front und Heck
Vorlieben bei der Geometrie
vorne lang, hinten mittellang, flacher Lenkwinkel

  1. benutzerbild

    Fabeymer

    dabei seit 07/2005

    Hifly
    Kann ich nur bestätigen. Ich fahre jetzt den zweiten Bontrager Laufradsatz in Folge. Einmal mit 108 Rastpunkten einmal mit 56. Ich kann mich bei keinem beschweren zu viel Leerweg zu haben.

    Frei nach dem Motto: Wenn kein Mehrwert zu finden ist muss man sich erst ein Problem ausdenken.
    Der Mehrwert ist durchaus vorhanden, es kommt aber darauf an, was miteinander verglichen wird.

    Von meinem Chris King LRS (72 Einrastpunkte) merke ich beim Wechsel auf eines meiner Bikes mit Industry Nine LRS (120 Einrastpunkte) keinen deutlich spürbaren Unterschied. Die Differenz der Einrastpunkte entspricht hierbei ja in etwa der, die bei deinen beiden LRS vorhanden ist (48 - 52).

    Wenn ich dagegen die Rohloff aus meinem Salsa Fargo als Referenz nehme, dann ist für mich klar, dass ich damit nicht wirklich gerne in technischem Gelände unterwegs sein möchte.
    Hier fehlt wegen des großen Leerwegs schlicht die direkte Umsetzung eines Kurbelimpulses in Vortrieb, was aber wiederum für den Einsatz im Langstrecken-/ Reiserad keine große Rolle spielt. Schließlich rollt man in der Regel mit relativ konstanter Trittfrequenz/Geschwindigkeit dahin und abruptes Beschleunigen kommt eher selten vor.
  2. benutzerbild

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  3. benutzerbild

    Mojo25

    dabei seit 09/2012

    Fabeymer
    Der Mehrwert ist durchaus vorhanden, es kommt aber darauf an, was miteinander verglichen wird.

    Von meinem Chris King LRS (72 Einrastpunkte) merke ich beim Wechsel auf eines meiner Bikes mit Industry Nine LRS (120 Einrastpunkte) keinen deutlich spürbaren Unterschied. Die Differenz der Einrastpunkte entspricht hierbei ja in etwa der, die bei deinen beiden LRS vorhanden ist (48 - 52).

    Wenn ich dagegen die Rohloff aus meinem Salso Fargo als Referenz nehme, dann ist für mich klar, dass ich damit nicht wirklich gerne in technischem Gelände unterwegs sein möchte.
    Hier fehlt wegen des großen Leerwegs schlicht die direkte Umsetzung eines Kurbelimpulses in Vortrieb, was aber wiederum für den Einsatz im Langstrecken-/ Reiserad keine große Rolle spielt. Schließlich rollt man in der Regel mit relativ konstanter Trittfrequenz/Geschwindigkeit dahin und abruptes Beschleunigen kommt eher selten vor.
    Es geht ja bei der Erhöhung der Rastpunkte nicht um eine bestimmte Zahl sondern um ein prozentuales Verhältnis. Wenn ich von 18 auf 36 erhöhe, halbiere ich den Leerweg, obwohl ich nur 18 hinzufüge. Will ich dann wieder halbieren, muss ich schon 36 hinzufügen, danach 72 usw. Von 72 auf 108 sind es dagegen "nur" 33% Reduktion des Leerweges. Hinzu kommt dass sich der "Grenznutzen" von einer erhöhten Anzahl von Rastpunkten ganz einfach reduziert, da der Leerweg immer nur halbiert wird. Ob ich 20° oder 10° Leerweg habe, macht einen deutlich spürbaren Unterschied; 5° oder 10° dagegen ist schon deutlich weniger. Ich behaupte mal, dass man den Unterschied zwischen 72 (5°) und 108 (3,33°) bzw. 120 (3°) Rastpunkten nicht spürt.
    Um auf dein Beispiel mit dem Zahnunterschied von ca. 50 Zähnen zu kommen: wenn ich eine Nabe mit 18 und eine mit 72 Rastpunkten vergleiche - also mit 54 Zähnen Differenz -, dann ist das ein himmelweiter Unterschied, da ich den Leerweg nicht nur prozentual stark reduzieren kann, sondern auch in Grad (also effektiv der Strecke, die die Kurbel zwischen zwei Rastpunkten zurücklegen muss).
  4. benutzerbild

    525Rainer

    dabei seit 09/2004

    Einfach Mal reintreten und sehen was einem zusagt. Ich bin Jahrzehnte King gefahren und jedes andere Rad war ein Schock. Konnte nicht glauben mit was sich Leute zufriedengeben.
    Komm aber jetzt mit 36 easy aus weil ich nicht mehr Triallastig fahre. Die neue boostking liegt trotzdem im Warenkorb. All time favourite. Das Gewicht hält mich noch ab.
  5. benutzerbild

    Fabeymer

    dabei seit 07/2005

    Mojo25
    Es geht ja bei der Erhöhung der Rastpunkte nicht um eine bestimmte Zahl sondern um ein prozentuales Verhältnis. Wenn ich von 18 auf 36 erhöhe, halbiere ich den Leerweg, obwohl ich nur 18 hinzufüge. Will ich dann wieder halbieren, muss ich schon 36 hinzufügen, danach 72 usw. Von 72 auf 108 sind es dagegen "nur" 33% Reduktion des Leerweges. Hinzu kommt dass sich der "Grenznutzen" von einer erhöhten Anzahl von Rastpunkten ganz einfach reduziert, da der Leerweg immer nur halbiert wird. Ob ich 20° oder 10° Leerweg habe, macht einen deutlich spürbaren Unterschied; 5° oder 10° dagegen ist schon deutlich weniger. Ich behaupte mal, dass man den Unterschied zwischen 72 (5°) und 108 (3,33°) bzw. 120 (3°) Rastpunkten nicht spürt.
    Um auf dein Beispiel mit dem Zahnunterschied von ca. 50 Zähnen zu kommen: wenn ich eine Nabe mit 18 und eine mit 72 Rastpunkten vergleiche - also mit 54 Zähnen Differenz -, dann ist das ein himmelweiter Unterschied, da ich den Leerweg nicht nur prozentual stark reduzieren kann, sondern auch in Grad (also effektiv der Strecke, die die Kurbel zwischen zwei Rastpunkten zurücklegen muss).
    Du hast vollkommen recht, darauf wollte ich auch mit dem Vergleich mit der Rohloff hinaus.
    Der Nutzen zusätzlicher Einrastpunkte hängt natürlich von der Anzahl ab, die als Ausgangsmenge festgelegt wird. :)

    525Rainer
    Einfach Mal reintreten und sehen was einem zusagt. Ich bin Jahrzehnte King gefahren und jedes andere Rad war ein Schock. Konnte nicht glauben mit was sich Leute zufriedengeben.
    Komm aber jetzt mit 36 easy aus weil ich nicht mehr Triallastig fahre. Die neue boostking liegt trotzdem im Warenkorb. All time favourite. Das Gewicht hält mich noch ab.
    Ich weiß, was du meinst. Eine King fühlt sich einfach anders, besonders an. Fahre meine im Singlespeeder und empfinde das fehlende *Tschack*, das sonst die Sperrklinken machen, wenn sie einrasten, als extrem vertrauenserweckend. Das Teil wird halten und mir noch viele weitere Jahre Freude machen.

    Industry Nine ist schon auch sehr geil, die Naben haben etwas weniger "Drag" als die King und laufen entsprechend leichter. Außerdem ist die Modularität mit den verschiedenen Endkappen genial. Hier macht Chris King einem das Leben nicht unbedingt leicht, wenn man einen LRS beispielsweise in zwei Bikes nutzen möchte.
  6. benutzerbild

    ParadoxCore

    dabei seit 08/2016

    Mojo25
    Unabhängig davon, dass der LRS aufgrund von Preis, Gewicht und Haltbarkeit uninteressant ist, sind mir beim Lesen des Artikels drei Widersprüche bzw. Formulierungen aufgefallen:
    - Zu Beginn des Artikel schreibt ihr von einer "gleichmäßigen Speichenspannung". Habt ihr diese überprüft? Die Aussage steht nämlich im Widerspruch zu der Tatsache, dass sich nach kurzer Zeit Seitenschläge eingestellt haben. Da im Artikel nichts von einer massiven Beschädigung der Felge steht und die "Beulenpest" nach Aussage des Autors auch erst nach den Seitenschlägen aufgetreten ist, liegt nahe, dass die Seitenschläge auf eine ungleichmäßige Speichenspannung beim Aufbau zurückzuführen sind.
    - Der Satz "trotz der großen Innenweite der Felge lieg der Halo Vortex-Laufradsatz also nicht gerade am unteren Ende des Gewichts-Spektrums" macht so keinen Sinn. Da eine breite Felge i.d.R. schwerer ist, besteht kein Widerspruch zwischen breiter Felge und hohem Gewicht. Eher ist letzteres durch ersteres bedingt.
    - Auch der Satz "in Summe liegt der Halo Vortex am steiferen Ende der Mitte" klingt sehr merkwürdig. Was ist ein "steifes Ende" und von welcher Mitte? Sollte es vielleicht heißen " im Summe liegt der Halo Vortex bezüglich der Steifigkeit im oberen Mittelfeld der von uns getesten Laufräder/ der Laufräder in dieser Preisklasse"?
    Smoking Gun AC - 40mm Maulweite 29" bisher sehr stabil 1790 gramm mit Tublessgebabbel drann 1825...geht schon.
    Einsatzbereich MitFat Enduro

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