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Kleine Augen nach turbulenter Nacht im Zelt!
Kleine Augen nach turbulenter Nacht im Zelt!
Wüste so weit das Auge reicht!
Wüste so weit das Auge reicht!
Diese Aussicht kennt Noga mittlerweile in und auswendig.
Diese Aussicht kennt Noga mittlerweile in und auswendig.
Wir lassen uns die gute Laune nicht verderben, immerhin sind wir freiwillig hier!
Wir lassen uns die gute Laune nicht verderben, immerhin sind wir freiwillig hier!
Watsy (USA) ist mein Superstar des Samarathon
Watsy (USA) ist mein Superstar des Samarathon - er fährt mir einem Singlespeed-Bike ohne Federung!
Flowtrails durch die Wüste bis zum Abwinken!
Flowtrails durch die Wüste bis zum Abwinken!
Ab und zu an der Feedzone eine Pause einzulegen tut gut!
Ab und zu an der Feedzone eine Pause einzulegen tut gut!
Team Ice Cream & Cookies
Team Ice Cream & Cookies - genau nach meinem Geschmack!
Der Gegenwind lässt auch Abfahrten wie Aufstiege wirken.
Der Gegenwind lässt auch Abfahrten wie Aufstiege wirken.
Wir nehmen uns Zeit, um für die Mediacrew zu posieren!
Wir nehmen uns Zeit, um für die Mediacrew zu posieren!
Als wir das Zielgelände sehen, kehren unsere Kräfte zurück.
Als wir das Zielgelände sehen, kehren unsere Kräfte zurück.
Das Gelato haben wir uns heute sicher verdient!
Das Gelato haben wir uns heute sicher verdient!
Noga ist immer für zu einem Späßchen aufgelegt.
Noga ist immer für zu einem Späßchen aufgelegt.

Letzte Nacht war es so bitterkalt, dass ich alle Klamotten, die finden konnte, angezogen habe. Gewindet hat es dazu so fest, dass ich fast Angst hatte, dass unser Zelt weggeweht wird. Ich habe mich aber nicht getraut, nach draußen zu gehen, um die Lage zu checken und habe mir eingeredet, dass das Zelt am ehesten am Boden bleibt, wenn ich drin liege und mit meinem Gewicht beschwere.

Am Morgen ist es noch immer so kalt und windig, dass ich mit Kappe unter dem Helm, Buff um den Hals und mit Windjacke am Start stehe. Der Start erfolgt naturalisiert, begleitet von einer Eskorte lokaler Motorradfahrer, die uns durch das Kibbuz führen.

Kleine Augen nach turbulenter Nacht im Zelt!
# Kleine Augen nach turbulenter Nacht im Zelt!
Diashow: Nathalie Schneitter beim Samarathon 2019 - Etappe 2 – 98 % Gegenwind
Der Gegenwind lässt auch Abfahrten wie Aufstiege wirken.
Team Ice Cream & Cookies
Flowtrails durch die Wüste bis zum Abwinken!
Das Gelato haben wir uns heute sicher verdient!
Kleine Augen nach turbulenter Nacht im Zelt!
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Wüste so weit das Auge reicht!
# Wüste so weit das Auge reicht!
Diese Aussicht kennt Noga mittlerweile in und auswendig.
# Diese Aussicht kennt Noga mittlerweile in und auswendig.

Noga und ich finden schnell in unseren Rhythmus: Ich vorne im Wind, sie an meinem Hinterrad. Heute aber hat sie Mühe, ins Rennen zu finden und lässt immer wieder abreißen. Und ich drifte in meinen Gedanken regelmäßig ab und vergesse, dass ich Rücksicht nehmen muss. So passiert es nicht nur einmal, dass ich vor lauter Tagträumen aufs Pedal drücke und erst Minuten später bemerke, dass ich sie abgehängt habe. Helfen tut das der Stimmung von uns beiden nicht gerade.

Nach rund 40 Kilometern kommt der unversöhnliche Abschnitt, vor dem uns die Locals gewarnt haben. Die anstrengende 15 Kilometer lange Passage verläuft auf einer breiten, aber weitgehend unbefestigten Jeep-Straße. Kein Baum, kein Busch versperrt uns die Sicht und wir sehen weit in die Ferne. Natürlich ist auch hier der Gegenwind unser stetige Begleiter und zermürbt uns von Minute zu Minute mehr.

Wir lassen uns die gute Laune nicht verderben, immerhin sind wir freiwillig hier!
# Wir lassen uns die gute Laune nicht verderben, immerhin sind wir freiwillig hier!
Watsy (USA) ist mein Superstar des Samarathon
# Watsy (USA) ist mein Superstar des Samarathon - er fährt mir einem Singlespeed-Bike ohne Federung!

Zwischendurch finden wir Männer-Teams, die sich mit uns zusammentun und die Führungsarbeit teilen. Auf dem sandigen Untergrund machen wir aber alle immer wieder Fahrfehler und die Grüppchen reißen auseinander.

Bei Kilometer 50 bemerke ich, dass mein Vorderrad stetig Luft verliert. Ich kann aber nicht eruieren, wo das Loch im Reifen liegt und pfeife einfach mal eine CO2-Patrone rein. Als ich sehe, wo das Loch genau liegt, könnte mich selber in den Hintern treten, dass ich nicht geduldiger war beim Suchen. Ich entscheide mich, einfach mal auf gut Glück weiterzufahren, und hoffe, dass die Latex-Milch ihre Wirkung erzielt. Da das Loch aber gerade bei der Wulst des Reifen liegt, hege ich keine allzu großen Hoffnungen.

Flowtrails durch die Wüste bis zum Abwinken!
# Flowtrails durch die Wüste bis zum Abwinken!
Ab und zu an der Feedzone eine Pause einzulegen tut gut!
# Ab und zu an der Feedzone eine Pause einzulegen tut gut!

Kurz vor der zweiten Verpflegung lässt der Luftdruck im Vorderrad wieder nach und ich entscheide mich, bis zur Zone weiterzufahren. Nun natürlich mit besonders viel Fokus darauf, das Vorderrad, wenn immer möglich, zu entlasten. In der Zone hilft mir der neutrale Race-Support, einen Plug in den Reifen zu stecken, und eine große Pumpe haben sie auch. Puh … nochmals alles ganz schön glimpflich ausgegangen.

Kurz darauf kommt mein Highlight des Tages: die „Queen/King of Mountain-Wertung“. Jeder Teilnehmer wird einzeln gewertet und kann über Strava mitmachen. Ich habe noch etwas Wut im Bauch von meinem Reifen-Unglück und gebe richtig Gas! Knappe 10 Minuten dauert das Segment und oben brennen meine Lungen volle Pulle.

Team Ice Cream & Cookies
# Team Ice Cream & Cookies - genau nach meinem Geschmack!
Der Gegenwind lässt auch Abfahrten wie Aufstiege wirken.
# Der Gegenwind lässt auch Abfahrten wie Aufstiege wirken.

Laut Höhenprofil geht’s jetzt für 20 Kilometer nur noch runter. Ganze 86 Kilometer und 1100 Höhenmeter umfasst die Etappe, das heißt: 66 km haben wir schon in den Beinen und eigentlich hätten wir auch schon bald mal genug. Auf dem Sattel sitzt es sich zumindest nicht mehr ganz so bequem wie zuvor.

Wir haben unsere Rechnung aber ohne den Gegenwind gemacht. Dieser bläst uns nämlich so fest entgegen, dass sich sogar die Abfahrten anfühlen, als ob man 1000 Watt tritt. Nach knapp sechs Stunden Fahrzeit erreichen wir endlich das Ziel im Timna Park. Wir sind fix und fertig, der Gegenwind war heute wahrlich ein zu starker Gegner. Immerhin hat sich das Gas geben bei der Queen of Mountain Challenge gelohnt, die habe ich nämlich für mich entschieden!

Einen Renntag haben wir noch vor uns. Daran will ich aber im Moment noch gar nicht denken und gönne mir lieber ein Icecream!

Wir nehmen uns Zeit, um für die Mediacrew zu posieren!
# Wir nehmen uns Zeit, um für die Mediacrew zu posieren!
Als wir das Zielgelände sehen, kehren unsere Kräfte zurück.
# Als wir das Zielgelände sehen, kehren unsere Kräfte zurück.
Das Gelato haben wir uns heute sicher verdient!
# Das Gelato haben wir uns heute sicher verdient!
Noga ist immer für zu einem Späßchen aufgelegt.
# Noga ist immer für zu einem Späßchen aufgelegt.

Den ganzen Tag mit Gegenwind kämpfen – kennt ihr das?


Hier findet ihr alle Artikel zum Samarathon 2019:

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