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Was soll man noch sagen: Drei Stürze, zwei kaputte Schuhe und ein verbogenes Schaltauge sind einfach zu viel für Urs und mich heute
Was soll man noch sagen: Drei Stürze, zwei kaputte Schuhe und ein verbogenes Schaltauge sind einfach zu viel für Urs und mich heute - Foto: Michael Bührer
Vincent ist seit Beginn an Teil des Teams und ein echter Physiotherapie-Experte
Vincent ist seit Beginn an Teil des Teams und ein echter Physiotherapie-Experte - Foto: Ewald Sadie
Unfassbare Morgenstimmung kurz vor dem Start zur 5. Etappe, der Helikopter ist schon in der Luft
Unfassbare Morgenstimmung kurz vor dem Start zur 5. Etappe, der Helikopter ist schon in der Luft - Foto: Michael Bührer
Tobi ein Mechaniker wie er im Bilderbuch steht
Tobi ein Mechaniker wie er im Bilderbuch steht - Foto: Michael Bührer
So hab ich mir das heute nicht vorgestellt
So hab ich mir das heute nicht vorgestellt - Foto: Michael Bührer
Safwaan beglückt uns seit 6 Jahren beim Cape Epic mit seinen Kochkünsten
Safwaan beglückt uns seit 6 Jahren beim Cape Epic mit seinen Kochkünsten - Foto: Ewald Sadie
Meine Leistungswerte auf meinem Sigma ROX 12 bleiben konstant, das Rennglück war heute nicht auf unserer Seite
Meine Leistungswerte auf meinem Sigma ROX 12 bleiben konstant, das Rennglück war heute nicht auf unserer Seite - Foto: Michael Bührer
Knie offen, nicht so wild aber gehört dazu
Knie offen, nicht so wild aber gehört dazu - Foto: Michael Bührer
Janina und Ewald checken den letzten "money-shot"
Janina und Ewald checken den letzten "money-shot" - Foto: Michael Bührer
Heute kann ich selber viel Druck machen und Urs zwischendurch entlasten
Heute kann ich selber viel Druck machen und Urs zwischendurch entlasten - Foto: Michael Bührer
Friedemann behält den Überblick
Friedemann behält den Überblick - Foto: Michael Bührer
Es wechseln sich mal wieder fireroads und Trails in unglaublicher Landschaft ab. Nur schade, dass ich während dem Rennen keine Zeit habe es zu genießen.
Es wechseln sich mal wieder fireroads und Trails in unglaublicher Landschaft ab. Nur schade, dass ich während dem Rennen keine Zeit habe es zu genießen.
Von Beginn an ist das Tempo heute extrem hoch, zunächst läuft alles nach Plan für uns
Von Beginn an ist das Tempo heute extrem hoch, zunächst läuft alles nach Plan für uns - Foto: Michael Bührer
Die Beine drehen gut heute und wir sind gut unterwegs mit Cannondale. Zwischenzeitlich haben wir 2:30 Minuten Vorsprung auf das Team Trek Selle San Marco
Die Beine drehen gut heute und wir sind gut unterwegs mit Cannondale. Zwischenzeitlich haben wir 2:30 Minuten Vorsprung auf das Team Trek Selle San Marco - Foto: Michael Bührer
Cannondale ist früh in der Defensive und muss Gas geben, wenn sie das Trikot verteidigen wollen
Cannondale ist früh in der Defensive und muss Gas geben, wenn sie das Trikot verteidigen wollen - Foto: Michael Bührer
Beuy/Beukes haben sich den Etappensieg redlich verdient
Beuy/Beukes haben sich den Etappensieg redlich verdient - Foto: Michael Bührer
Noch ist das Cape Epic aber nicht zu Ende und wir werden alles versuchen den dritten Rang zurückzuerobern
Noch ist das Cape Epic aber nicht zu Ende und wir werden alles versuchen den dritten Rang zurückzuerobern - Foto: Michael Bührer
Annika umarmt Karl kurz vor dem Start zum Prolog
Annika umarmt Karl kurz vor dem Start zum Prolog - Foto: Michael Bührer
Alban und Karl fahren von Beginn an ihr eigens Tempo, sind uns aber eine echte Hilfe zum Ende der Etappe
Alban und Karl fahren von Beginn an ihr eigens Tempo, sind uns aber eine echte Hilfe zum Ende der Etappe - Foto: Michael Bührer

Wo soll ich anfangen!? Das war alles andere als ein glücklicher Tag für uns. Drei Stürze, zwei kaputte Schuhe und ein verbogenes Schaltauge haben uns das Leben heute schwer gemacht und uns im Kampf um Rang drei weit zurückgeworfen. Der Abstand zu Trek Selle San Marco, die heute auf Rang drei fahren, beträgt nun 6:39 Minuten. Keine unlösbare Aufgabe hier beim Epic, aber natürlich sehr schwer in den letzten zwei Tagen.

Die taktischen Voraussetzungen für die Königsetappe waren klar: Schurter/Forster wollten wieder ins gelbe Trikot und wir wollten wieder auf Rang drei. Wie erwartet ging bereits drei Minuten nach dem Start die Post ab. Schurter/Forster und Kross-Spur mit Mantecon/Cink sind den ersten Anstieg hoch gesprintet, als gäbe es kein Morgen mehr. Kross wollte den Hotspot und Scott-SRAM so viel Zeit wie nur irgendwie möglich gut machen. Schon nach 8km lagen wir gemeinsam mit Cannondale 45 Sekunden hinter der Spitze. Nur die Südafrikaner vom Team Pyga-Euro Steel Beukes/Buys, welche sich aufgrund der Gesamtplatzierung einige Tage geschont hatten, konnten die Lücke nochmals schließen und waren fortan den ganzen Tag gemeinsam mit Scott-SRAM an der Spitze unterwegs. Trek hatte früh ein technisches Problem und wir witterten unsere Chance. Bis km 40 lief alles nach Plan. Wir lagen ca. 1:25min hinter Scott-SRAM und 2:30min vor Trek.

Unfassbare Morgenstimmung kurz vor dem Start zur 5. Etappe, der Helikopter ist schon in der Luft
# Unfassbare Morgenstimmung kurz vor dem Start zur 5. Etappe, der Helikopter ist schon in der Luft - Foto: Michael Bührer

Diashow: Cape Epic Live-Blog von Simon Stiebjahn - 5. Etappe – Ein Tag zum Vergessen
Friedemann behält den Überblick
Noch ist das Cape Epic aber nicht zu Ende und wir werden alles versuchen den dritten Rang zurückzuerobern
Vincent ist seit Beginn an Teil des Teams und ein echter Physiotherapie-Experte
Cannondale ist früh in der Defensive und muss Gas geben, wenn sie das Trikot verteidigen wollen
Tobi ein Mechaniker wie er im Bilderbuch steht
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Die Beine drehen gut heute und wir sind gut unterwegs mit Cannondale. Zwischenzeitlich haben wir 2:30 Minuten Vorsprung auf das Team Trek Selle San Marco
# Die Beine drehen gut heute und wir sind gut unterwegs mit Cannondale. Zwischenzeitlich haben wir 2:30 Minuten Vorsprung auf das Team Trek Selle San Marco - Foto: Michael Bührer
Heute kann ich selber viel Druck machen und Urs zwischendurch entlasten
# Heute kann ich selber viel Druck machen und Urs zwischendurch entlasten - Foto: Michael Bührer

Doch dann ging die S****** los. Urs stürzte an einem Drop, den er laufend zurücklegen wollte. Der Schuh brach und er hatte einige Schürfwunden. Erst mal kein Problem, doch es kam noch schlimmer. In einer der unzähligen, schlecht einsehbaren Kurven auf den Trails war Fumic gestürzt und lag so ungünstig im Weg, dass ich beim Versuch auszuweichen, direkt selbst stürzte. Mein Schuh war ebenfalls gebrochen, das Schaltauge verbogen und zudem verloren wir wertvolle Zeit. Urs und ich mussten in der nächsten Techzone stoppen, um unsere Schuhe mit Kabelbindern zu fixieren. Trek schloss auf und wir waren von nun an gemeinsam unterwegs.

Was soll man noch sagen: Drei Stürze, zwei kaputte Schuhe und ein verbogenes Schaltauge sind einfach zu viel für Urs und mich heute
# Was soll man noch sagen: Drei Stürze, zwei kaputte Schuhe und ein verbogenes Schaltauge sind einfach zu viel für Urs und mich heute - Foto: Michael Bührer
Noch ist das Cape Epic aber nicht zu Ende und wir werden alles versuchen den dritten Rang zurückzuerobern
# Noch ist das Cape Epic aber nicht zu Ende und wir werden alles versuchen den dritten Rang zurückzuerobern - Foto: Michael Bührer
Es wechseln sich mal wieder fireroads und Trails in unglaublicher Landschaft ab. Nur schade, dass ich während dem Rennen keine Zeit habe es zu genießen.
# Es wechseln sich mal wieder fireroads und Trails in unglaublicher Landschaft ab. Nur schade, dass ich während dem Rennen keine Zeit habe es zu genießen.

Am Kings Climb hoch zum Technical Terrain konnten wir nicht mehr dagegenhalten und riskierten auf der folgenden Abfahrt ein wenig zu viel. In einer der staubigen Kurven rutschte mir wieder das Vorderrad weg. Am Boden liegend – das Rad über mir – musste ich vor lauter Frustration einen Schrei loslassen. Aber hilft ja nix. Irgendwann haben uns Karl und Alban aufgefahren und mich wieder motiviert. Man bin ich froh, dass wir hier so ein geiles Team am Start haben. Ab diesem Zeitpunkt haben wir keine Zeit mehr verloren. Trotzdem waren es leider mehr als sechs Minuten Rückstand auf Trek im Ziel.
Wie auch immer – abhaken und morgen geht’s weiter. Unser Ergebnis von heute: Wir werden heute 10. mit 12:40min Rückstand auf Platz eins.

Alban und Karl fahren von Beginn an ihr eigens Tempo, sind uns aber eine echte Hilfe zum Ende der Etappe
# Alban und Karl fahren von Beginn an ihr eigens Tempo, sind uns aber eine echte Hilfe zum Ende der Etappe - Foto: Michael Bührer
Meine Leistungswerte auf meinem Sigma ROX 12 bleiben konstant, das Rennglück war heute nicht auf unserer Seite
# Meine Leistungswerte auf meinem Sigma ROX 12 bleiben konstant, das Rennglück war heute nicht auf unserer Seite - Foto: Michael Bührer
Beuy/Beukes haben sich den Etappensieg redlich verdient
# Beuy/Beukes haben sich den Etappensieg redlich verdient - Foto: Michael Bührer

Vorne hat Scott-SRAM wohl immer wieder auf Pyga Eurosteel „gewartet“ und ihnen am Ende den Etappensieg überlassen. Ziemlich cool eigentlich, denn bei den Frauen hat heute Candice Lill (gemeinsam mit Adelheid Morath) auch eine Südafrikanerin gewonnen – toller Tag für das Ausrichterland. Manuel Fumic hat am Ende wohl gar nicht mehr dagegenhalten können und das Cannondale Team hat 6:27min verloren. Den Tag haben sich die beiden bestimmt auch anders vorgestellt. Es ist wie es ist, noch ist nichts entschieden und es folgen zwei weitere Etappen.

So hab ich mir das heute nicht vorgestellt
# So hab ich mir das heute nicht vorgestellt - Foto: Michael Bührer

Insights – Das Team ums Team

Von unseren drei Teams habe ich ja schon zur Genüge berichtet. Wir könnten unsere Leistung aber sicher nicht in dem Maße zeigen, hätten wir nicht so ein geniales Team um uns herum.

Annika und Vincent sind unsere Physiotherapeuten. Egal ob Massage (die beiden haben es immer lieber, wenn man es „Behandlung“ nennt, denn dass klingt weniger nach Urlaub), Klamotten abnehmen am Start bzw. geben im Ziel, oder einfach ein offenes Ohr haben. Die beiden sind für uns da.

Tobi und Udo sind unsere Mechaniker. Kein leichter Job hier beim Epic mit jeweils drei Bikes. Nach jeder Etappe wird das Material komplett gecheckt und wenn nötig getauscht. Jedes Rad wird während dem Epic (in Etappen von Tag zu Tag) zwei Mal komplett zerlegt und neu zusammen gebaut. Die wenigen Defekte dieses Jahr geben uns recht.

Ewald und Janina sind unser BULLS Bikes Media Team. Ewald macht Fotos und Videos für Social-Media und die BULLS Bikes Homepage.

Safwaan, unser Koch, sorgt für unser leibliches Wohl. Direkt nach der Etappe bekommen wir ein warmes Mittagessen. Zwischendurch gibt es eine kleine Mahlzeit und am Abend ein gemeinsames Abendessen mit allen.

Safwaan beglückt uns seit 6 Jahren beim Cape Epic mit seinen Kochkünsten
# Safwaan beglückt uns seit 6 Jahren beim Cape Epic mit seinen Kochkünsten - Foto: Ewald Sadie
Tobi ein Mechaniker wie er im Bilderbuch steht
# Tobi ein Mechaniker wie er im Bilderbuch steht - Foto: Michael Bührer
Annika umarmt Karl kurz vor dem Start zum Prolog
# Annika umarmt Karl kurz vor dem Start zum Prolog - Foto: Michael Bührer
Vincent ist seit Beginn an Teil des Teams und ein echter Physiotherapie-Experte
# Vincent ist seit Beginn an Teil des Teams und ein echter Physiotherapie-Experte - Foto: Ewald Sadie
Janina und Ewald checken den letzten "money-shot"
# Janina und Ewald checken den letzten "money-shot" - Foto: Michael Bührer

Stefan und Thomas sind die beiden E-Bike Piloten, die das geniale Bildmaterial für das Weltbild liefern. Die beiden sind live im Rennen mit dabei und filmen das Geschehen aus der Fahrerperspektive.

Friedemann ist unser Teamchef. Er hält alle Fäden in der Hand und ist seit 13 Jahren hier dabei und hat das BULLS Team zu dem gemacht, was es heute ist. Egal ob Team Manager Meeting, Fahrerbesprechung oder Camper fahren, Friedemann macht alles damit es läuft.

Friedemann behält den Überblick
# Friedemann behält den Überblick - Foto: Michael Bührer

DANKE – ohne euch würde es nicht gehen!

Schaut morgen wieder rein, wenn wir die vorletzte Etappe auf den Trails rund um Stellenbosch in Angriff nehmen.
Euer Stiebi

Alle Artikel zu Simon Stiebjahns Live-Blog vom Cape Epic 2019:

  1. benutzerbild

    jff-biking

    dabei seit 09/2016

    lvhdds schrieb:
    Top Berichte :anbet: Ich freue mich schon jeden Abend. Vielen Dank

    Dem kann ich mich nur anschließen! Gutes Gelingen morgen!
  2. benutzerbild

    harryhallers

    dabei seit 03/2003

    filiale schrieb:
    Es ist nicht der Schuh gebrochen, sondern der Boa Verschluss ! Daher konnte das Problem auch mit einem Kabelbinder gelöst werden. Schuh gebrochen hört sich aber "spektakulärer" an

    Achso, ich dachte auch schon, was fahren die für Schuhe. Hatte bisher nie Boa Probleme.

    Ich glaub ich hätte „zerstörter Verschluss“ geschrieben, da schwingt auch genug Dramatik mit.
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  4. benutzerbild

    ufp

    dabei seit 12/2003

    harryhallers schrieb:
    Achso, ich dachte auch schon, was fahren die für Schuhe. Hatte bisher nie Boa Probleme.

    Ich glaub ich hätte „zerstörter Verschluss“ geschrieben, da schwingt auch genug Dramatik mit.

    Ich mag das Boa Verschlußsystem sehr.

    Aber bei gewissen Sportarten ist es halt sehr exponiert. Und das kann dir bei einem einfachen leichten Klettverschluss nicht oder nicht so leicht passieren. Zumal dann zwei oder drei Klettverschlüsse reißen müßten.
  5. benutzerbild

    hec

    dabei seit 06/2010

    harryhallers schrieb:
    Achso, ich dachte auch schon, was fahren die für Schuhe. Hatte bisher nie Boa Probleme.

    Ich glaub ich hätte „zerstörter Verschluss“ geschrieben, da schwingt auch genug Dramatik mit.


    Ging mir genauso, kurz so „Shimano Gelumpe, wie die Ketten von Fumic!“
  6. benutzerbild

    DUDE234165

    dabei seit 09/2015

    hec schrieb:
    Ging mir genauso, kurz so „Shimano Gelumpe, wie die Ketten von Fumic!“

    das Problem war, dass dss obere Teil bzw der Verschluss der oberen BOA Ratsche, raus gerissen ist. Bei beiden... Aber verursacht durch jeweils eine Sturz....

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