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2019 wird für Johannes Fischbach in vielerlei Hinsicht ein Neustart
2019 wird für Johannes Fischbach in vielerlei Hinsicht ein Neustart - nach drei durchwachsenen Jahren auf Radon geht er nun für die noch unbekannte Marke R Raymon an den Start. Außerdem arbeitet er daran, nach vielen Verletzungen wieder komplett fit zu werden. Für unser Interview stand uns Fischi Rede und Antwort!
Der Auftakt ist halbwegs geglückt
Der Auftakt ist halbwegs geglückt - beim Urban Downhill in Valparaiso ist Fischi beim Premierenrennen für R Raymon auf dem Podium gelandet. Primär geht es Fischi aber in diesem Jahr darum, wieder Selbstvertrauen für die knallharten World Cup-Strecken aufzubauen.
Die letzten Jahre waren für Fischi durch zahlreiche Verletzungen geplagt …
Die letzten Jahre waren für Fischi durch zahlreiche Verletzungen geplagt …
… eine Situation, die für Fischi selbst alles andere als leicht war.
… eine Situation, die für Fischi selbst alles andere als leicht war.
2019 will Fischi im Rennzirkus wieder angreifen, doch auch sonst hat er einige spannende Projekte geplant.
2019 will Fischi im Rennzirkus wieder angreifen, doch auch sonst hat er einige spannende Projekte geplant.
Dazu zählt mit Sicherheit auch sein Tire Trooper-Projekt
Dazu zählt mit Sicherheit auch sein Tire Trooper-Projekt - letztes Jahr hat Fischi sein Schutzsystem für die Reifen und Felgen präsentiert. Generell möchte er sich proaktiv in die Entwicklung bei seinen Sponsoren einbringen. Bei Radon fand er nach eigener Auskunft nur wenig Gehör für seine Ideen.
Auch zukünftig wird man Fischi mit Höchstgeschwindigkeiten bei Downhill World Cups sehen
Auch zukünftig wird man Fischi mit Höchstgeschwindigkeiten bei Downhill World Cups sehen - doch auch E-Bikes haben für den Bayern eine absolute Daseinsberechtigung. „Es sind die absoluten Spaßmaschinen – und das ist es doch, um was es geht, oder?”
Mit Höchstgeschwindigkeit, voller Konzentration und maximaler Motivation in die neue Saison
Mit Höchstgeschwindigkeit, voller Konzentration und maximaler Motivation in die neue Saison - wir drücken die Daumen und wünschen Fischi viel Erfolg bei seinen spannenden Plänen für 2019!

Denkt man an schnelle und erfolgreiche deutsche Downhiller, dann kommt einem sehr wahrscheinlich der Name Johannes Fischbach in den Sinn. Doch in den vergangenen Jahren hatte er immer wieder mit schweren Verletzungen zu kämpfen. 2019 soll sich dies ändern – auch dank eines Neubeginns mit der bis dato unbekannten Marke R Raymon. 

Johannes Fischbach hat wahrlich keine leichte Phase hinter sich. Immer wieder machten ihm in den vergangenen Jahren schwere Verletzungen das Leben schwer, sodass er im Downhill World Cup nicht mehr richtig in Schwung kam. Nun ist es an der Zeit für einen Tapetenwechsel: Nach drei sportlich eher durchwachsenen Jahren ist der schnelle Bayer, der auf zahlreiche Erfolge im Fourcross und Downhill zurückblicken kann, von Radon zur bis dato gänzlich unbekannten Marke R Raymon gewechselt. Hier möchte er tatkräftig mit anpacken, die Marke im Mountainbike-Bereich zu etablieren – und auch im Racing-Bereich will Fischi wieder angreifen. Für unser Interview stand uns Fischi Rede und Antwort!

2019 wird für Johannes Fischbach in vielerlei Hinsicht ein Neustart
# 2019 wird für Johannes Fischbach in vielerlei Hinsicht ein Neustart - nach drei durchwachsenen Jahren auf Radon geht er nun für die noch unbekannte Marke R Raymon an den Start. Außerdem arbeitet er daran, nach vielen Verletzungen wieder komplett fit zu werden. Für unser Interview stand uns Fischi Rede und Antwort!

MTB-News.de: Nach drei Jahren auf Radon bist du im Winter zur bis dato ziemlich unbekannten Marke R Raymon gewechselt. Erzähl uns bitte: Wie ist es dazu gekommen?

Johannes Fischbach: Ich habe schon früh in der letzten Saison für mich entschieden, dass es Zeit für einen Tapetenwechsel ist. Ich liebe es Rennen zu fahren und es ist auch das wofür ich lebe und wo ich mich Tag für Tag reinknien möchte. Allerdings sehe ich mich mittlerweile nicht mehr nur als „einfachen“ Teamfahrer. Über die ganzen letzten Jahre im Rennbetrieb habe ich mir viel an Know How erarbeitet und will dies auch in einer Zusammenarbeit mit einer Firma zurückfließen lassen. Bei Radon wurde mir da allerdings eher wenig Gehör geschenkt. Ich bin auch jemand, der gerne eigene Projekte ausarbeitet und diese konsequent durchzieht – ich habe da auch einiges auf Lager, was ich gerne so bald wie möglich umsetzen möchte. Leider fanden auch solche Projekte und Ideen wenig Anklang. Gutes Zusammenarbeiten bedeutet für mich, dass alle gemeinsam am gleichen Strang ziehen.

Hinter der Marke R Raymon steckt die Firma Pexco Bikes, zu der unter anderem auch die E-Bike-Marke Husqvarna Bicycles gehört. Wie ist der Deal mit Pexco zustande gekommen? 

Gutes Zusammenarbeiten bedeutet für mich, dass alle gemeinsam am gleichen Strang ziehen.

Wie es im Leben meistens so ist: Jemand kennt einen, der einen kennt, der wieder jemanden kennt … Ich telefonierte eines Tages mit Guido Tschugg, der für Husqvarna fährt, und wir sprachen über Gott und die Welt. Dann fragte er mich, wie ich 2019 weitermachen werde, und ich sagte zu ihm, dass ich mich für die Zukunft nach etwas anderm umsehen würde. So kam dann eines zum anderen und ich hatte ein Treffen mit dem Team von Pexco in Schweinfurt. Dort haben wir uns dann erstmal gegenseitig „abgetastet“ und darüber philosophiert, wie sich jeder seine Zukunft und eben auch eine mögliche Zusammenarbeit vorstellt. Das Team war mir vom ersten Treffen an sympathisch und ich war positiv überrascht, wie professionell und klar strukturiert dort gearbeitet wird. R Raymon hat einen starken Zukunftsplan, in den ich perfekt integriert werden kann. Außerdem sehe ich hier ganz klare Möglichkeiten, mein Know How in die Entwicklung einbringen zu können.

Du hattest sicherlich auch andere Angebote. Wieso hast du dich für R Raymon entschieden?

Ja, ich hatte Angebote von anderen Herstellern. Allerdings war für mich nach diesem ersten Treffen klar, dass ich sehr gerne mit R Raymon zusammenarbeiten würde und so war ich mehr als happy, dass sie dieses Gefühl offensichtlich erwidert haben.

Vielen wird R Raymon wenig bis gar nichts sagen. Was findest du am spannendsten daran, für eine bis dato unbekannte Marke zu fahren?

Ganz ehrlich: Mir hat R Raymon bis zum ersten Kontakt auch nichts gesagt. Ich hatte davor nie von ihnen gehört. Allerdings ist das wohl auch ganz normal – es ist eine komplett neu am Markt erschienene Marke, die jetzt mit Volldampf loslegt. Was sie bereits im ersten Jahr aus dem Boden gestampft haben, ist mehr als respektabel. Es geht mir persönlich nicht darum, für eine bereits bekannte Marke zu fahren. Vielmehr besteht für mich die Motivation darin, die Marke mit Hilfe und Know How meiner Person groß und bekanntzumachen. Es steht uns einiges an Arbeit bevor, aber genau das ist es, was mir Spaß macht und Motivation gibt.

Der Auftakt ist halbwegs geglückt
# Der Auftakt ist halbwegs geglückt - beim Urban Downhill in Valparaiso ist Fischi beim Premierenrennen für R Raymon auf dem Podium gelandet. Primär geht es Fischi aber in diesem Jahr darum, wieder Selbstvertrauen für die knallharten World Cup-Strecken aufzubauen.
Die letzten Jahre waren für Fischi durch zahlreiche Verletzungen geplagt …
# Die letzten Jahre waren für Fischi durch zahlreiche Verletzungen geplagt …
… eine Situation, die für Fischi selbst alles andere als leicht war.
# … eine Situation, die für Fischi selbst alles andere als leicht war.

Deine letzte Saison war geplagt von Verletzungen – hast du dich mittlerweile davon erholen können? Bist du wieder 100 % fit? Und woran glaubst du lag es, dass du soviel Verletzungspech hattest?

Die letzte Saison war krass, ja. Es hat wenig funktioniert. Ich hatte einen kleinen Wegrutscher beim World Cup in Val di Sole und brach mir das Sprunggelenk sehr kompliziert. Was soll ich sagen: Es war eigentlich nichts – nicht mal ein wirklicher Sturz, und es passiert sowas Schlimmes. Naja … ändern lässt es sich nicht mehr. Offen gesagt: von 100 % fit bin ich weit entfernt. Mein Fuß war drei Monate lang komplett stillgelegt und anschließend kam ich damit nicht gerade flott wieder in die Gänge (haha). Ich habe versucht, das Training wieder aufzunehmen, hatte aber andauernd Schmerzen und konnte den Fuß kaum bewegen. Mitte Januar hatte ich dann nochmal eine Operation am Sprunggelenk und jetzt wird es endlich besser. Bis der Fuß wieder beweglich und stark wie früher wird, wird noch ein bisschen Zeit vergehen. Aber ich werde hart daran arbeiten, dass ich wieder in Richtung 100 % komme!

Wie sehen deine Pläne für 2019 aus? Downhill World Cups, E-Bike-Rennen – oder beides? 

Die letzte Saison war krass, ja. Es hat wenig funktioniert.

Ja, ich will auf jeden Fall wieder im World Cup angreifen! Aber ich werde es nicht mit der Brechstange erzwingen zu fahren. Ich komme aktuell von einer fast sechsmonatigen Verletzungspause zurück und wir sind gerade dabei, ein neues Downhill-Bike zu entwickeln. Das geht alles nicht von heute auf morgen. Ich habe an mich selber nach wie vor hohe Ansprüche und will diese auch erfüllen. Das Wichtigste für mich ist, dass ich wieder Selbstbewusstsein auf dem Bike sammle und Spaß beim Fahren von Weltcup-Strecken habe. Das hat mir in der Vergangenheit definitiv gefehlt. Überall dort, wo ich mir vorstellen kann, gut zu fahren und Spaß zu haben, werde ich am Start sein!

2019 will Fischi im Rennzirkus wieder angreifen, doch auch sonst hat er einige spannende Projekte geplant.
# 2019 will Fischi im Rennzirkus wieder angreifen, doch auch sonst hat er einige spannende Projekte geplant.
Dazu zählt mit Sicherheit auch sein Tire Trooper-Projekt
# Dazu zählt mit Sicherheit auch sein Tire Trooper-Projekt - letztes Jahr hat Fischi sein Schutzsystem für die Reifen und Felgen präsentiert. Generell möchte er sich proaktiv in die Entwicklung bei seinen Sponsoren einbringen. Bei Radon fand er nach eigener Auskunft nur wenig Gehör für seine Ideen.

Dein Kumpel Guido Tschugg fährt seit einiger Zeit schon für Husqvarna. Wird man dich häufiger mit ihm zusammen sehen?

Jupp! Man wird uns des Öfteren Händchen haltend über Bikefestivals schlendern sehen …

Wann kommt die Zwanni-Wette wieder?

Wer das Video zu meinem Wechsel zu R Raymon gesehen hat, hat wahrscheinlich auch die Anspielung darauf mitbekommen. Es wird in der Zukunft definitiv wieder Zwanni-Wetten geben – aber diese geschehen eher spontan, sowas lässt sich nicht wirklich planen. Ich bzw. wir werden dieses Jahr öfter mit Filmern unterwegs sein und wenn dieser einfach nur filmt, was sowieso passiert, kommt erfahrungsgemäß bestimmt guter Content dabei heraus.

Gegenüber E-Bikes gibt es derzeit noch sehr viel Abneigung. Kannst du das nachvollziehen? Und wie stehst du zu dem Thema?

E-Bikes sind für mich einfach nur geil. Es sind absolute Spaßmaschinen – und das ist es doch, um was es geht, oder? Jedes Mal, wenn ich auf dem E-Bike sitze, habe ich ein fettes Grinsen im Gesicht. Ich denke, die meisten Leute, die negativ gegen E-Bikes hetzen, sind einfach noch nicht damit gefahren. Und ein paar Hater muss es ja geben, sonst würde es langweilig werden. Ob es jetzt nötig ist, E-Hardtails aus Carbon herzustellen, ist für mich fraglich, aber alles über 140 mm Federweg macht einfach nur extrem viel Spaß.

Auch zukünftig wird man Fischi mit Höchstgeschwindigkeiten bei Downhill World Cups sehen
# Auch zukünftig wird man Fischi mit Höchstgeschwindigkeiten bei Downhill World Cups sehen - doch auch E-Bikes haben für den Bayern eine absolute Daseinsberechtigung. „Es sind die absoluten Spaßmaschinen – und das ist es doch, um was es geht, oder?”

Und ein paar Hater muss es ja geben, sonst würde es langweilig werden.

Und ein positiver Effekt ist, dass wieder viel mehr Leute aufs Rad steigen. Ich sehe es an meinen Eltern. Früher sind sie echt gerne radeln gewesen, aber mit steigendem Alter schwindet eben auch die Fitness – und sein Rad den Berg hochzuschieben mögen wohl die wenigsten Leute. So haben sie dann kaum noch auf dem Rad gesessen. Jetzt bekommt man sie kaum mehr runter vom E-Bike! Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist, dass jeder mit jedem radeln gehen kann. Ich kann zum Beispiel Trainingsrunden mit meiner Freundin oder sogar meinen Eltern fahren. Sie stellen das E-Bike einfach auf volle Leistungsstufe – und der Fittere drosselt die Leistung etwas runter. Kein lästiges Warten mehr, wenn jemand nicht fit ist …

Zum Abschluss: Auf was für einen Johannes Fischbach können wir uns in 2019 freuen?

Auf einen topmotivierten Johannes Fischbach, der Rennen fährt, coole Foto- und Videoprojekte macht, voller Tatendrang steckt und einfach froh ist, wieder auf dem Rad zu sitzen!

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg für deine Saison!

Mit Höchstgeschwindigkeit, voller Konzentration und maximaler Motivation in die neue Saison
# Mit Höchstgeschwindigkeit, voller Konzentration und maximaler Motivation in die neue Saison - wir drücken die Daumen und wünschen Fischi viel Erfolg bei seinen spannenden Plänen für 2019!

Mit seinem Wechsel zu R Raymon bricht Johannes Fischbach auf zu neuen Ufern. Auf welchen seiner Pläne freut ihr euch ganz besonders?

  1. benutzerbild

    Skeletor23

    dabei seit 10/2005

    xMARTINx schrieb:
    Mich wundert das du nicht das Wort „hater“ genannt hast, sobald man irgendwie ne andere Meinung hat ist man ja ein hater. Hat nix mit Meckerland zu tuen, jeder hat seine oder ne andere Sichtweise und darf die doch sagen und das sollte man auch so akzeptieren. Wenn ich die Marke geil oder kacke finde ist das doch beides erlaub zu sagen oder darf man nur kommentieren wenn’s positiv ist ?!


    Aber wenn der erste Kommentator gleich den Erfolg des Protagonisten anzweifelt, obwohl der mehrfacher deutscher Meister ist und bei World Cups auf dem Podium stand.. dann ist das keine Meinung sondern einfach nur nerviges und unnötiges haten.
  2. benutzerbild

    alleyoop

    dabei seit 04/2014

    Skeletor23 schrieb:
    Also eigentlich sind doch mittlerweile alle Rahmen aus Fernost. R Raymon ist doch aus derselben Schmiede wie Haibike und Moondraker.


    Hab ich doch gar nicht in Zweifel gestellt. Fahr ja selber solche, mein Speiseeis dürfte von Merida kommen und mein Trek von.. keine Ahnung, aber auf jeden Fall auch aus Taiwan. Der Unterschied ist, dass die meisten etablierten Marken den Mehrpreis für ein eigenständigs Design zahlen oder sogar selber designen.
    Haibike, Raymon und solche Marken wählen scheinbar lieber ein generisches, schon vorhandenes Design aus, was denen natürlich Kosten spart. Qualitativ sehe ich damit kein Problem, aber da würd ich doch lieber direkt beim Chinashop kaufen, ohne noch einen, kaum was beitragenden, Mittelsmann mitzubezahlen.
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  4. benutzerbild

    Enginejunk

    dabei seit 03/2010

    Naja, kaum was beitragen würde ich jetzt nicht sagen. Spätestens im Garantiefalle, oer gar noch schlimmer, bei einem Sturz durch versagen des Rahmens wäre mir ein ordentlicher Vertrieb den man als direkten Ansprechpartner hat wesentlich lieber als den Rahmen direkt in China zu kaufen.
  5. benutzerbild

    Rick7

    dabei seit 10/2008

    Mal abwarten... Sagt ja keiner dass es immer Katalograhmen bleiben. Hab gehört der Sackmann entwickelt jetzt dann für R Raymon.... Nein war nur n (bike) joke
  6. benutzerbild

    alleyoop

    dabei seit 04/2014

    Garantie ist auf jeden Fall ein Argument, aber da kommts halt auch sehr auf die Marke an. Auch unter den etablierten gibts genug, wo da nur den Mindeststandard bieten. Muss man wohl im Einzelfall (vor Kauf) entscheiden.
    Für mich selber wär der China-Direktkauf eh nix, nicht nur wegen Gewährleistung/Garantie. So Aufkleber-/Umlabel-Marken wie Haibike fallen bei mir allerdings auch raus, um das selbe Geld bekommt man auch was mit etwas mehr eigenständigem "Charakter". Bin wahrscheinlich n Emobiker, höhö..

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