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Eine Klasse für sich war in Buchs bei den Damen Ramona Forchini. Sie konnte sogar die Europameisterin Jolanda Neff bezwingen. Erfreulich aus deutschen Sicht: Ronja Eibl landete als Dritte auf dem Podium
Eine Klasse für sich war in Buchs bei den Damen Ramona Forchini. Sie konnte sogar die Europameisterin Jolanda Neff bezwingen. Erfreulich aus deutschen Sicht: Ronja Eibl landete als Dritte auf dem Podium - Foto: Armin M. Küstenbrück
Lars Forster kam in Matsch und Schlamm am besten zurecht und sicherte sich vor seinen beiden Schweizer Landsmännern Mathias Flückiger und Florian Vogel den Sieg
Lars Forster kam in Matsch und Schlamm am besten zurecht und sicherte sich vor seinen beiden Schweizer Landsmännern Mathias Flückiger und Florian Vogel den Sieg - Foto: Armin M. Küstenbrück
Der Start der Herren beim zweiten Rennen des Proffix Swiss Bike Cup in Buchs. Die Farben der Trikots der Top-Fahrer konnte man nur auf den ersten Metern erkennen.
Der Start der Herren beim zweiten Rennen des Proffix Swiss Bike Cup in Buchs. Die Farben der Trikots der Top-Fahrer konnte man nur auf den ersten Metern erkennen. - Foto: Armin M. Küstenbrück
Die schwierigen Bedingungen bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt waren der Gradmesser des Tages in Buchs
Die schwierigen Bedingungen bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt waren der Gradmesser des Tages in Buchs - Foto: Armin M. Küstenbrück
Der Schwarzwälder David List belegte im Herrenfeld den 20. Rang
Der Schwarzwälder David List belegte im Herrenfeld den 20. Rang - Foto: Armin M. Küstenbrück
Das Sunshine Rennen in Nals ist jedes Jahr ein hochkarätig besetztes Rennen im Frühjahr. Auch dieses Jahr versammelten sich etliche Top-Fahrer in Südtirol zum HC-dotierten Rennen
Das Sunshine Rennen in Nals ist jedes Jahr ein hochkarätig besetztes Rennen im Frühjahr. Auch dieses Jahr versammelten sich etliche Top-Fahrer in Südtirol zum HC-dotierten Rennen - Foto: Max Fuchs
Georg Egger belegte in Nals einen respektablen 10. Rang
Georg Egger belegte in Nals einen respektablen 10. Rang - Foto: Max Fuchs
Das Fernduell an der Spitze des Damenfeldes in Nals. Sina Frei und Anne Tauber im Hintergrund blieben lange dicht zusammen
Das Fernduell an der Spitze des Damenfeldes in Nals. Sina Frei und Anne Tauber im Hintergrund blieben lange dicht zusammen - Foto: Max Fuchs
Auch bei den Damen war ein Großteil der Weltelite am Start in Nals
Auch bei den Damen war ein Großteil der Weltelite am Start in Nals - Foto: Max Fuchs
Sina Frei hatte am Ende klar die Nase vorn und sicherte sich wie bereits im Vorjahr den Sieg in Nals
Sina Frei hatte am Ende klar die Nase vorn und sicherte sich wie bereits im Vorjahr den Sieg in Nals - Foto: Max Fuchs
Erstmalig findet im Rahmen eines UCI MTB World Cup ein Rennen für E-MTBs statt. In Albstadt wird dieses Rennen die Generalprobe für die E-MTB-WM im kommenden Jahr sein
Erstmalig findet im Rahmen eines UCI MTB World Cup ein Rennen für E-MTBs statt. In Albstadt wird dieses Rennen die Generalprobe für die E-MTB-WM im kommenden Jahr sein - Foto: Marius Maasewerd

Der Weltcup-Auftakt naht – weniger als vier Wochen sind es noch bis zum großen Saisonauftakt der globalen Rennserie beim Rennen im Albstädter Bullentäle. Die Spannung steigt nicht nur bei den Fans, auch die Fahrer bringen sich immer mehr in Form vor dem ersten Aufeinandertreffen der weltbesten Fahrer des Planeten. Rund um den Globus haben wir die Ereignisse der letzten beiden Wochen wie gewohnt kompakt zusammengefasst: Hier sind die XC-News!

XLC 3 Nations Cup Saalhausen – Brandl und Benz sorgen für Heimsiege

Der XLC 3 Nations Cup im westlichen Teil Deutschlands, den Niederlanden und Belgien hat sich innerhalb kürzester Zeit einen sehr guten Ruf erarbeitet. Große Starterfelder, die gleichermaßen aus allen drei Nationen gefüllt sind, sorgen stets für hochinteressante Rennen. So auch beim dritten Lauf der Serie in Saalhausen. Nach mehreren Jahren als Teil der MTB-Bundesliga-Serie wurde nun bereits zum zweiten Mal ein Rennen des 3-Nations-Cups im Sauerland ausgetragen.

Bei den Damen gelang der deutschen U23-Fahrerin Nina Benz ein Überraschungserfolg – noch nie hatte die Laichingerin bis dato einen Sieg in einem UCI-Rennen für sich verbuchen können. Benz musste sich vor allem gegenüber der Belgierin Githa Michiels durchsetzen. Doch die fahrtechnische Stärke verhalf der Fahrerin des Conway Factory Racing Teams stets bergab einen Vorsprung gegenüber Michiels herauszufahren. So konnte sich Benz früh absetzen und den Abstand auf Michiels konstant vergrößern. Letztlich siegte sie nach 1:23:22 Stunden mit 1:15 Minuten Vorsprung vor der Belgierin. Drittplatzierte wurde Hanna Klein, die in der letzten Runde die Niederländerin Lotte Koopmans noch ein- und schließlich überholen konnte.

Im Rennen der Herrenkonkurrenz waren es vier Fahrer, die das Geschehen an der Spitze des Feldes bestimmten. Ein deutsches Trio, bestehend aus Maximilian Brandl, Julian Schelb und Ben Zwiehoff, kämpfte gemeinsam mit dem Niederländer David Nordemann um den Sieg. In der zweiten Rennhälfte deutete sich an, dass vor allem Zwiehoff und Brandl die meisten Reserven übrig hatten – Zwiehoff war am Berg stets der Stärkste und setzte die Kontrahenten unter Druck, Brandl hingegen konnte vor allem bergab immer wieder Löcher herausfahren, welche die drei verbliebenen Mitstreiter schließen mussten.

Und schließlich war es auch die fahrtechnische Stärke des deutschen U23-Meisters, die letztlich den Ausschlag für den Tagessieg machten. Brandl riss kurz vor der letzten Runde eine Lücke zu den Verfolgern, die im längeren Anstieg der letzten Runde nur Zwiehoff wieder schließen konnte. Doch erneut setzte sich Brandl vor dem Downhill an die Spitze und brachte dort dann die entscheidenden Meter zwischen sich und Zwiehoff. Im Duell um den dritten Platz sorgte ein Sturz des Niederländers Nordemann in der letzten Runde für eine Vorentscheidung. Und zwar nicht wie vielleicht zu erwarten zugunsten von Julian Schelb, vielmehr profitierte Nordemann von seinem eigenen Missgeschick. Denn Schelb, der dicht hinter Nordemann unterwegs war, stürzte auf den vor ihm liegenden Niederländer und verlor dabei seinen Sattel – der deutsche Marathon-Meister hatte schließlich keine Chance mehr, den dritten Platz zu erobern.

Im U23-Rennen in Saalhausen verpasste Simon Schneller den Tagessieg nur knapp. Erst im Zielsprint musste sich der Fahrer des Teams Bulls dem Niederländer Tim van Dijke beugen. Jannick Zurnieden wurde Vierter.

Proffix Swiss Bike Cup Buchs – Eibl überrascht in Schnee & Matsch

Die deutsche U23-Meisterin Ronja Eibl landete beim zweiten Lauf des Proffix Swiss Bike Cup in Buchs auf dem dritten Rang. Nur die beiden Eidgenossinnen Ramona Forchini und Jolanda Neff waren an diesem Tag schneller. Kalte Temperaturen um den Gefrierpunkt und Schneeregen machten das Rennen in Buchs zu einer echten Herausforderung für Mensch und Material. Am besten kam damit die ehemalige U23-Weltmeisterin Forchini zurecht, die bereits direkt nach dem Start das Tempo bestimmte. Anfangs konnte Jolanda Neff noch folgen, doch zunehmend gelang es Forchini auf der klassischen „Old-School“-Strecke mit einem langen Anstieg und einer Abfahrt vor allem in den Bergaufpassagen ihren Vorsprung auszubauen.

Eine Klasse für sich war in Buchs bei den Damen Ramona Forchini. Sie konnte sogar die Europameisterin Jolanda Neff bezwingen. Erfreulich aus deutschen Sicht: Ronja Eibl landete als Dritte auf dem Podium
# Eine Klasse für sich war in Buchs bei den Damen Ramona Forchini. Sie konnte sogar die Europameisterin Jolanda Neff bezwingen. Erfreulich aus deutschen Sicht: Ronja Eibl landete als Dritte auf dem Podium - Foto: Armin M. Küstenbrück

Jolanda Neff konnte bei ihrem ersten Cross Country-Rennen in dieser Saison den zwischenzeitlichen Rückstand von einer Minute zwar noch auf 35 Sekunden reduzieren, doch am Sieg von Forchini war nicht mehr zu rütteln. Dahinter überzeugte Ronja Eibl beim zweiten Einsatz im neuen Trikot vom Team Corendon-Circus mit einer starken Leistung. Zunächst fuhr sie gemeinsam mit den beiden Eidgenossinnen Alessandra Keller und Nicole Koller noch zusammen, doch es dauerte nicht lange, bis Eibl ihre beiden Begleiterinnen loswurde. Auch wenn insbesondere Koller lange Zeit in Schlagdistanz zur deutschen Nachwuchshoffnung blieb, schien der dritte Rang nie mehr in Gefahr zu geraten. 2:13 Minuten hinter der Siegerin überquerte sie schließlich die Ziellinie und sicherte sich damit auch den Sieg in der U23-Wertung.

Bei den Herren konnte sich Lars Forster als schnellster Fahrer durch Schlamm und Matsch kämpfen – in Runde drei von sechs setzte sich der Sieger des Cape Epic aus einer dreiköpfigen Spitzengruppe ab und fuhr solo dem Sieg entgegen. Mathias Flückiger lag zwar stets nur wenige Sekunden hinter dem späteren Sieger, doch der Anschluss gelang ihm nie, sodass er schließlich 27 Sekunden hinter Forster Rang zwei belegte. Der dritte im Bunde der frühen Spitzengruppe, Titouan Carod, verlor im Verlauf des Rennens an Boden und wurde Sechster. Drittplatzierter wurde Florian Vogel mit 41 Sekunden Rückstand.

Lars Forster kam in Matsch und Schlamm am besten zurecht und sicherte sich vor seinen beiden Schweizer Landsmännern Mathias Flückiger und Florian Vogel den Sieg
# Lars Forster kam in Matsch und Schlamm am besten zurecht und sicherte sich vor seinen beiden Schweizer Landsmännern Mathias Flückiger und Florian Vogel den Sieg - Foto: Armin M. Küstenbrück

Dass die schweren Bedingungen nicht spurlos an den Teilnehmern vorbeigingen, konnte man beim Weltmeister Nino Schurter erkennen. Schon nach der ersten Runde verlor er den Anschluss an die Spitze – im Ziel lag er lediglich auf dem neunten Rang und klagte vor allem über taube Finger während des Rennens.

Der Start der Herren beim zweiten Rennen des Proffix Swiss Bike Cup in Buchs. Die Farben der Trikots der Top-Fahrer konnte man nur auf den ersten Metern erkennen.
# Der Start der Herren beim zweiten Rennen des Proffix Swiss Bike Cup in Buchs. Die Farben der Trikots der Top-Fahrer konnte man nur auf den ersten Metern erkennen. - Foto: Armin M. Küstenbrück
Die schwierigen Bedingungen bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt waren der Gradmesser des Tages in Buchs
# Die schwierigen Bedingungen bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt waren der Gradmesser des Tages in Buchs - Foto: Armin M. Küstenbrück
Der Schwarzwälder David List belegte im Herrenfeld den 20. Rang
# Der Schwarzwälder David List belegte im Herrenfeld den 20. Rang - Foto: Armin M. Küstenbrück

Sunshine Race Nals – Tempier und Frei klettern am Schnellsten

Jedes Jahr versammelt sich ein Großteil der Weltelite in Nals/Südtirol zum traditionellen Frühjahrsklassiker. Mitten durch Wein- und Obstplantagen führt die Strecke, die auch dem klassischen Ansatz mit einem langen Anstieg und einer Abfahrt folgt. Deswegen stehen dort auch meist die kletterstarken Fahrer im Fokus, die auch bei Rennen wie beispielsweise beim Weltcup in Albstadt im Vorteil sind. In diesem Jahr waren es die Schweizerin Sina Frei und der Franzose Stephane Tempier, die sich den Sieg im HC-dotierten Rennen sichern konnten.

Das Sunshine Rennen in Nals ist jedes Jahr ein hochkarätig besetztes Rennen im Frühjahr. Auch dieses Jahr versammelten sich etliche Top-Fahrer in Südtirol zum HC-dotierten Rennen
# Das Sunshine Rennen in Nals ist jedes Jahr ein hochkarätig besetztes Rennen im Frühjahr. Auch dieses Jahr versammelten sich etliche Top-Fahrer in Südtirol zum HC-dotierten Rennen - Foto: Max Fuchs

Bei den Herren waren es zunächst der Franzose Maxime Marotte, der norwegische U23-Gesamtweltcupsieger Petter Fagerhaug und Tempier, die sich absetzen konnten. Doch sowohl der junge Fagerhaug als auch Marotte konnten das hohe Anfangstempo nicht halten – vielmehr gelang es dem Franzosen Jordan Sarrou, die Lücke zum Führenden Tempier zu schließen. Doch die Einigkeit hielt nicht lange: Schon in der zweiten Runde forcierte Tempier erneut das Tempo und ließ seinen Landsmann zurück, der ihn dann bis zum Rennende auch nicht mehr einholen konnte. Im Kampf um den dritten Rang entwickelte sich ein Duell zwischen den beiden Italienern Luca Braidot und Gerhard Kerschbaumer. Kerschbaumer hatte schließlich in seiner Heimat im Zielsprint die Nase vorn und belegte den dritten Rang.

Aus deutscher Sicht überzeugten Markus Schulte-Lünzum und Georg Egger auf den Plätzen acht und zehn. Insbesondere Schulte-Lünzum zeigte ein couragiertes Rennen, nachdem ihm ein Kontrahent in der ersten Runde in die Quere kam, ihn zu Fall brachte und er schließlich eine Aufholjagd starten musste. Der deutsche Meister Manuel Fumic musste hingegen nach einer noch nicht ganz überstandenen Erkältung das Rennen vorzeitig beenden.

Georg Egger belegte in Nals einen respektablen 10. Rang
# Georg Egger belegte in Nals einen respektablen 10. Rang - Foto: Max Fuchs

Bei den Damen gelang Sina Frei das Kunststück, den Sieg in Nals aus dem Vorjahr zu wiederholen. Nach einer starken Startrunde und einem Vorsprung von rund 20 Sekunden nach der ersten Zieldurchfahrt lieferte sich die U23 Weltcup-Gesamtsiegerin des vergangenen Jahres ein Fernduell mit der Niederländerin Anne Tauber. Doch Tauber verlor kontinuierlich an Boden und lag schließlich im Ziel 37 Sekunden hinter Frei. Rang drei sicherte sich das ukrainische Kletter-Ass Yana Belomoina mit 2:01 Minuten Rückstand zur Siegerin. Elisabeth Brandau und Adelheid Morath waren angesichts der Tagesplatzierungen 15 und 20 nicht ganz zufrieden mit ihren Leistungen.

Das Fernduell an der Spitze des Damenfeldes in Nals. Sina Frei und Anne Tauber im Hintergrund blieben lange dicht zusammen
# Das Fernduell an der Spitze des Damenfeldes in Nals. Sina Frei und Anne Tauber im Hintergrund blieben lange dicht zusammen - Foto: Max Fuchs
Auch bei den Damen war ein Großteil der Weltelite am Start in Nals
# Auch bei den Damen war ein Großteil der Weltelite am Start in Nals - Foto: Max Fuchs
Sina Frei hatte am Ende klar die Nase vorn und sicherte sich wie bereits im Vorjahr den Sieg in Nals
# Sina Frei hatte am Ende klar die Nase vorn und sicherte sich wie bereits im Vorjahr den Sieg in Nals - Foto: Max Fuchs

Mitas 4 Islands – Die Jagd nach Weltranglistenpunkten in Kroatien

Das fünftägige Etappenrennen Mitas 4 Islands auf vier verschiedenen Inseln im kroatischen Mittelmeer hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einem sehr beliebten Rennen für Marathonspezialisten und Cross-Country-Piloten entwickelt. Tägliches Highlight: Die Teilnehmer werden mit einer Fähre zu den jeweiligen Inseln gebracht und starten direkt von der Fähre aus auf die Etappe. So waren auch in diesem Jahr wieder einige Top-Fahrer aus der internationalen Spitze vertreten – zudem nutzten einige junge deutsche Fahrer die Möglichkeit Weltranglistenpunkte zu sammeln.

In der Gesamtwertung siegten die beiden Tschechen Filip Adel und Jan Skarnitzl vor ihren beiden Landsmännern Kristian Hynek und Martin Stosek. Auf dem dritten und vierten Rang landeten zwei Teams der deutschen Texpa-Simplon-Equipe in Gestalt von Marc Stutzmann/Michael Stünzi und Markus Kaufmann/Franz Hofer. Je zwei Etappensiege gingen auf das Konto der beiden erstplatzierten Duos aus Tschechien, die letzte Etappe konnten schließlich Marc Stutzmann und Michael Stünzi für sich entscheiden. Niklas Schehl und Leon Kaiser vom Team Bulls belegten den siebten Gesamtrang und überzeugten mit zwei Podiumsplatzierungen beim Prolog und der finalen Etappe. Das German Technology Racing Team um Sven Strähle und der Österreicher Fabian Costa belegte den achten Gesamtrang, ihre beiden Teamkollegen Luis Neff und Jaki Hartmann wurden Gesamtneunte.

Bei den Damen gelang dem deutsch-niederländischen Duo Cemile Trommer/Karen Brouwer ein perfektes Rennen. Bereits beim Cape Pioneer in Südafrika waren die beiden gemeinsam unaufhaltsam zum Gesamtsieg gefahren, nun sicherten sie sich beide erneut den Sieg bei einem Mehrtagesrennen. Bei jeder Etappe waren sie die Tagesschnellsten und waren dementsprechend ohne große Konkurrenz in der Gesamtwertung. 18:27 Minuten hinter den beiden Siegerinnen wurden schließlich Anette Griner und Rebecca Robisch vom Team Wilier Force Germany Gesamtzweite.

Sea Otter Classic – Langvad siegt doppelt

Im Rahmen des Sea Otter Festivals wurden zwei Events für die Cross-Country-Athleten veranstaltet, die beide Male über eine Dauer von rund 1:30 Stunden durchgeführt wurden. Während das erste der beiden Rennen im HC-Status der UCI sehr viele Weltranglistenpunkte versprach, gab es beim zweiten Rennen im C3-Status nur noch wenig zu holen für die TeilnehmerInnen. Bei den Damen waren beiden Rennen eine klare Angelegenheit für Annika Langvad. Die Dänin verwies beim ersten Rennen die Amerikanerin Erin Huck und die Weltmeisterin Kate Courtney auf die Plätze, einen Tag später landete Kate Courtney hinter Langvad auf dem zweiten Rang, Dritte wurde die Kanadierin Catherine Pendrel.

Bei den Herren siegten die beiden U23-Fahrer Christopher Blevins und Simon Andreassen in den beiden Rennen. Der Specialized-Teamfahrer Blevins sicherte sich beim HC-dotierten Rennen eine Vielzahl an UCI-Punkten vor den beiden Kanadiern Peter Disera und Andrew L’Esperance. Blevins Teamkollege Andreassen verpasste da als Sechster noch den Sprung aufs Podest, konnte jedoch beim zweiten Rennen sich revanchieren und siegte im Zielsprint vor Blevins und L’Esperance.

Volcat Etappenrennen – Lechner und Becking triumphieren

Die Italienerin Eva Lechner und der Niederländer Hans Becking haben das viertägige Etappenrennen in der Nähe von Barcelona für sich entscheiden können. Bei den Damen konnte sich Lechner an allen vier Tage souverän durchsetzen und siegte dementsprechend mit großem Vorsprung in der Gesamtwertung. Die Deutsche Janine Schneider belegte zwar bei den ersten beiden und der letzten Etappe je den dritten Tagesrang, verlor aber auf der dritten Etappe zu viel Zeit auf die drittplatzierte Italienerin Elena Gaddoni, sodass sie letztlich Vierte in der Gesamtwertung wurde. Zweitplatzierte wurde die Estin Janika Loiv.

Bei den Herren öffnete ein Defekt beim Russen Alexej Medvedev auf der ersten Etappe die Tür für Hans Becking, den Tagessieg zu feiern und schließlich auch die Gesamtwertung für sich zu entscheiden. Denn auf den drei verbliebenen Etappen triumphierte stets der amtierende Marathon-Europameister Medvedev, doch der Zeitverlust auf der ersten Etappe wog zu schwer. Der Este Peeter Pruus landete 1:21 Minuten hinter Becking auf dem zweiten Gesamtrang, der Spanier José Dias folgte nur 14 Sekunden später.

Argovia-Cup Lostdorf – Eibl und Brandl überzeugen

Max Brandl und Ronja Eibl waren in der Schweiz beim C2-dotierten Argovia-Cup in Lostdorf die beiden Hauptprotagonisten im Herren- bzw. Damenrennen. Bei schwierigen Bedingungen mit viel Schlamm konnte sich Brandl letztlich auch den Sieg sichern, Eibl jedoch musste nach langer Führung auf den letzten Metern des Rennens noch die Britin Annie Last vorbeiziehen lassen.

Von Beginn an des Damenrennens war die deutsche U23-Meisterin Ronja Eibl an der Spitze des Feldes unterwegs. Über weite Strecken des Rennens schien es so, als würde dem ersten Saisonsieg der Grosselfingerin nichts im Wege stehen. Doch der zwischenzeitlich mehr als eine Minute großer Vorsprung auf die in der zweiten Rennhälfte famos auffahrende Britin Annie Last war letztlich nicht groß genug. Mit 37 Sekunden Vorsprung ging Eibl in die letzte Runde, doch der Vorsprung schmolz von Meter zu Meter. Weniger als 500 Meter vor dem Ziel gelang es Annie Last schließlich Eibl ein- und auch zu überholen.

Bei den Herren war es hingegen Max Brandl der das Momentum im letzten Rennabschnitt auf seiner Seite hatte. Nachdem der Fahrer des Lexware Racing Teams schon direkt nach dem Start die Konkurrenz unter Druck setzte und sogar zwischenzeitlich mit einem Vorsprung von 20 Sekunden alleine an der Spitze des Feldes unterwegs war, sorgten die matschigen Bedingungen beim Wahl-Freiburger zunehmend für Probleme. Gemeinsam mit dem Eidgenossen Martin Fanger lieferte er sich schließlich ein packendes Duell um den Sieg. Im Zielsprint hatte schließlich Brandl die Nase vorn und sicherte sich somit den Sieg.

Marathon World Series Spilimbergo – Weber auf Zwei, Schneller gelingt Überraschungscoup

Die Elite der Langstreckenspezialisten traf sich im südlichen Teil der Alpen zum Rennen der Weltserie in Spilimbergo. Auch dieses Rennen stand stark unter dem Wettereinfluss des kalten und nassen Wochenendes nach Ostern. Drei Grad im Start- und Zielort und Schneefälle auf der Strecke veranlassten die Veranstalter die Strecke zu kürzen und den höchsten Gipfel des Tages auszusparen.

Schwer gezeichnet nach einem harten Rennen in Italien: Simon Schneller und Sascha Weber überzeugten auf den Position zwei und drei
# Schwer gezeichnet nach einem harten Rennen in Italien: Simon Schneller und Sascha Weber überzeugten auf den Position zwei und drei - Foto: Friedemann Schmude

Die Herausforderung der widrigen Wetterverhältnisse meisterten aber insbesondere die deutschen Fahrer sehr gut. Allen voran Sascha Weber: Der Fahrer des Maloja Rocky Mountain-Teams war lange Zeit an der Spitze des Feldes unterwegs und musste sich lediglich dem Esten Peter Pruus geschlagen geben, der im letzten Renndrittel aus einer Verfolgergruppe heraus sich absetzen konnte und schließlich die Spitze des Feldes erreichte. In der Verfolgung war etwas überraschend der junge Deutsche Simon Schneller besonders aktiv. Zunächst folgte er Pruus ehe er dessen Tempo nicht folgen konnte. Ihm gelang es aber noch den lange gemeinsam mit Sascha Weber fahrenden Italiener Fabian Rabensteiner zu überholen und somit mit dem dritten Rang in einem Marathon World Series Rennen im Alter von 21 Jahren einen echten Überraschungscoup zu landen. Schnellers Teamkollege vom Team Bulls belegte unterdessen den fünften Rang. Bei den Damen präsentierte sich Stefanie Dohrn vom Team Centurion Vaude in starker Form und belegte den zweiten Rang.

Internazionali d’Italia San Marino – Forster in starker Frühform

Beim Rennen der höchstrangigen italienischen Rennserie in San Marino wiederholte Lars Forster seinen Triumph aus Buchs und bestätigte damit seine exzellente Frühform. Nach einem verhaltenen Start gelang es dem Eidgenossen die beiden Führenden Nadir Colledani und Nino Schurter einzuholen. In der vorletzten Runde erhöhte Forster schließlich das Tempo und konnte den Italiener und seinen Teamkollegen Schurter abschütteln. Colledani sicherte sich schließlich den zweiten Rang vor Schurter, der mit den nassen Bedingungen nicht ganz so gut zurechtzukommen schien. Bei den Damen triumphierte die italienische Meisterin Eva Lechner.

Weltcup Albstadt – Organisatoren konkretisieren Pläne für E-MTB-Rennen

Beim Weltcup-Auftakt in Albstadt wird es erstmalig ein E-MTB-Rennen geben, dass dem Wettkampfformat der E-MTB-Weltmeisterschaft im September in Mont-Sainte-Anne ähneln wird. Zwei Rennen über 60 Minuten für Damen und Herren werden am Samstag vor den Hauptrennen des Weltcups durchgeführt. Dabei ist die Strecke im Gegensatz zu den Plänen bei der ersten E-MTB-Weltmeisterschaft in Kanada exakt dieselbe wie bei den nicht motorisierten Wettkämpfen im Weltcup. Das diesjährige E-MTB-Rennen in Albstadt dient auch als Testlauf für die kommende E-MTB-Weltmeisterschaft im Jahr 2020. Dann werden in Albstadt im Rahmen der Cross-Country-Weltmeisterschaft zum zweiten Mal Regenbogentrikots in dieser Disziplin vergeben.

Erstmalig findet im Rahmen eines UCI MTB World Cup ein Rennen für E-MTBs statt. In Albstadt wird dieses Rennen die Generalprobe für die E-MTB-WM im kommenden Jahr sein
# Erstmalig findet im Rahmen eines UCI MTB World Cup ein Rennen für E-MTBs statt. In Albstadt wird dieses Rennen die Generalprobe für die E-MTB-WM im kommenden Jahr sein - Foto: Marius Maasewerd

Amstel Gold Race – Mathieu van der Poel mit „Jahrhundertrennen“

Zum Abschluss der XC-News gibt es noch einen Blick über Tellerrand in die Welt der schmalen Reifen: Der Gesamtweltcup-Zweite des vergangenen Jahres, Mathieu van der Poel, ist bekannt für seine Flexibilität in Bezug auf die Wahl der Radsportdisziplinen. Doch was der Niederländer in diesem Jahr bereits zu leisten imstande war, hat bisher wohl noch kein Radsportler auf dem Planeten so geschafft. Nach einer beinahe perfekten Saison im Cyclocross, wo van der Poel in fast jedem Rennen, bei dem er an den Start ging, auf dem obersten Siegerpodest stand, legte er nun eindrucksvoll auf den schmalen Reifen auf Asphalt nach.

Nach einem vierten Platz bei der Flandern-Rundfahrt und drei Siegen bei verschiedenen Frühjahrsklassikern setze er sich nun beim Amstel Gold Race vor heimischem Publikum die Krone auf. Rund zwei Kilometer vor dem Ziel lag er noch in einer Verfolgergruppe mehr als 30 Sekunden hinter den beiden Führenden – ein phänomenaler Schlussspurt auf dem letzten Kilometer machte nicht nur ihn selbst, sondern auch Fans und Fernsehkommentatoren sprachlos und brachte das heimische Publikum in Ekstase.


Die fünf aktuellsten Beiträge aus unserer Reihe XC-News findest du hier:

Alle weiteren Berichte aus der Rubrik “XC-News” findest du hier auf dieser Übersichtsseite.

  1. benutzerbild

    kleinerblaumann

    dabei seit 11/2014

    reblaus_MSP schrieb:
    Definitiv. Nach Olympia 2020 wird er denke ich fest in den Straßensradsport wechseln und dort noch viele große Siege holen, sehe ihn als Nachfolger von Peter Sagan.

    Mal schauen was er nach dem langen Winter/Frühjahr jetzt noch auf dem MTB reißen kann.


    Er hat zwischen dem Amstel und Albstadt vier Wochen Pause, da kann man sich schon gut genug erholen. Ich glaube eher, dass ihm die Straßen-Klassiker in Sachen Rennhärte geholfen haben. Ich traue ihm in dieser MTB Saison viel zu.

    Seine jüngsten Aussagen waren ja, dass sein Vertrag bei Corendon-Circus noch bis 2023 laufen und er das auch durchziehen will. Wenn das stimmt, hätte er auf der Straße einen Nachteil, weil er zu vielen Rennen nicht automatisch eingeladen würde.
    Über Peter Sagan gabs im Winter mal Gerüchte, er hätte keine Lust mehr auf Straßenrennen und wollte nach Vertragsende bei Bora-Hansgrohe zum MTB wechseln. Fände ich auch mal spannend.
  2. benutzerbild

    goldstar

    dabei seit 11/2005

    MvP ist schon der Hammer... dieses Frühjahr beim RR.

    Immer schön Artikel über XC zu lesen.
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  4. benutzerbild

    Nurmi92

    dabei seit 11/2015

    marco schrieb:
    [MEDIA=youtube]1J_2OkAm5XQ[/MEDIA]


    so ein Lehm Boden ist immer im Nassen immer ein Murks...
  5. benutzerbild

    Nurmi92

    dabei seit 11/2015

    kleinerblaumann schrieb:

    Seine jüngsten Aussagen waren ja, dass sein Vertrag bei Corendon-Circus noch bis 2023 laufen und er das auch durchziehen will. Wenn das stimmt, hätte er auf der Straße einen Nachteil, weil er zu vielen Rennen nicht automatisch eingeladen würde.
    Über Peter Sagan gabs im Winter mal Gerüchte, er hätte keine Lust mehr auf Straßenrennen und wollte nach Vertragsende bei Bora-Hansgrohe zum MTB wechseln. Fände ich auch mal spannend.


    zu MVP: wenn sein Team einen großen Sponsor findet der dann das Budget anständig aufstocken kann es schon auch möglich sein dass Corendon-Circus bald in der WorldTour ist. Denke das wird der Pan für 2020/21 sein. und mit ihm als Zugpferd ist die Sponsorsuche sicher eher nicht ganz so schwierig. Eine Lizenz wird man schon von einer anderer Mannschaft bekommen, ein paar kämpfen ja eh jedes Jahr drum genügend Gelder für die WorldTour an Land zu ziehen.

    Peter Sagan dürfte für eine vielversprechende XCO Karriere bald zu alt sein. Er wird nächstes Jahr 30, ein wenig Umstellung würde das sicher auch brauchen, 1-2 Saisonen bestimmt, wenn nicht mehr. Fürchte dass er dann einfach nicht mehr spritzig genug ist. und für einen Marathon WM Titel wird er wohl auch nicht wechseln.
  6. benutzerbild

    cluso

    dabei seit 01/2003

    marco schrieb:
    [MEDIA=youtube]1J_2OkAm5XQ[/MEDIA]


    Sind die aus Versehen im Eiskanal gelandet.

    Fieeeesss...

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