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Das deutsche Nachwuchs-Team SRAM Young Guns war beim iXS European Downhill Cup und beim drauf folgenden World Cup in Maribor am Start. Was die Nachwuchsfahrer so auf und neben der anspruchsvollen Downhillstrecke erlebt haben, erfahrt ihr im Rennbericht von Teamchef Patrick Neukirchen. Viel Spaß bei der Lektüre und beim Anschauen des Team-Videos!

iXS European Downhill Cup

Endlich! Der Winter ist vorüber, die langen, harten Monate der Vorbereitung liegen hinter uns. Nun wird es Zeit, herauszufinden, ob wir unsere Hausaufgaben sorgfältig erledigt haben. Rennen fahren ist erbarmungslos, nicht gut trainiert zu haben, bedeutet direkt im ersten Rennen Ernüchterung. Natürlich war auch für uns klar, dass wir bereits eine Woche vor dem World Cup zum iXS EDC in Maribor anreisen würden. Es gibt kein besseres Training, als so kurz vorher auf derselben Strecke ein Rennen zu absolvieren! Maribor hat eine sehr lange Rennhistorie, bereits in den 90ern wurden hier die ersten World Cups ausgetragen – nach fast zehnjähriger Abstinenz war es Anfang 2019 endlich wieder soweit: World Cup-Time in Maribor! Im Übrigen ist es nach wie vor eine der Lieblingsstrecken vieler hochkarätiger Fahrer.

Aber zuvor schauen wir uns den Europacup an – immerhin ist der iXS EDC die Grundlage und Geburtsstätte vieler World Cup-Fahrer. Dafür sind wir komplett angereist: Luis sollte endlich seinen ersten EDC bestreiten und Benni ging erstmals in der U19 an den Start – außerdem bestreitet Anna ihr letztes U19-Jahr und hat sehr fleißig unter der Beobachtung ihrer neuen Fitnesstrainer von PowerPackAthletics in den Wintermonaten trainiert. Ihr klares Ziel: „Ich reise nicht an, um Zweite zu werden!“ Vor Paula hingegen liegt eine Masteraufgabe. Ihr erstes Elite-Jahr steht bevor, welches eines der härtesten Jahre einer Rennkarriere darstellt. Und zu guter Letzt geht Till in seine zweite Elite-Saison.

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Das Wetter war das gesamte Wochenende über sommerlich. Die Strecke in Maribor ist ein DH-Traum, aber hoch anspruchsvoll! Die ganzen Wellen, das enorm hohe Tempo und die diversen Mutproben, die es zu meistern galt. Vor allem der Sprung in der Mitte der Strecke, ein 12 m Double, der keine Fehler verzeiht, war eine große psychische und physische Herausforderung. Für die Damen war der Sprung sowohl beim EDC als auch bei World Cup nicht zu machen – die Anfahrt aus einem Anlieger heraus war einfach zu kurz. Selbst die schnellsten Fahrer mussten sehr aktiv abspringen, um die Länge zu meistern. So war es nicht verwunderlich, dass mindestens 70 % der Starter den deutlich kleineren Absprung links daneben wählten. Das Gute: Dieser bedeutete kaum Zeitverlust.

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Samstag stand wie immer die Quali auf dem Programm und eine erste Anspannung war zu spüren – der erste Rennlauf des Jahres stand bevor! Meine größte Aufmerksamkeit und auch Aufregung galt Luis. Luis verabschiedet sich endgültig vom Rookies Cup und will nun die Herausforderung EDC meistern. Ich traute meinen Augen nicht, denn Luis zauberte auf der harten Strecke in Maribor, fuhr eine Zeit von 3:40 Minuten und platzierte sich mal eben so auf Rang 5. Krass! In meinen Augen ist die U17-Kategorie eine sehr schwierige Klasse, denn die körperlichen Unterschiede sind massiv: Der eine steckt noch voll in der Entwicklung, der andere ist bereits über diese Phase hinaus. Aber ungeachtet seiner körperlichen Unterlegenheit zauberte Luis eine Hammerzeit ins Ziel. An diesem Wochenende war er mein absoluter Held. Was er für einen riesigen Sprung in den letzten Monaten hingelegt hat, ist enorm. Es zeigt sich, was Wille, Fleiß, Talent etc. ausmachen können.

Meine Freude ist diesbezüglich groß, weil es mir zeigt, dass auf dem Weg der Entwicklung manchmal etwas Geduld gefragt ist und dass der Glaube an Erfolg nicht verloren gehen darf. Alle hatten auf dem iXS-Rennen eine gute Vorbereitung und fühlten sich bereit für den ersten World Cup in der darauf folgenden Woche.

Downhill World Cup

Das Wetter sollte leider nicht mehr ganz so traumhaft bleiben. Beim Durchforsten diverser Wetter-Apps erhielten wir wie immer unterschiedlichste Prognosen. Mittlerweile wählen wir einfach immer die App mit den besten Bedingungen. Der Trackwalk zeigte leichte Veränderungen: Die Linien waren deutlich schneller, sodass wir alle mit Zeiten um die 3 Minuten rechneten. So sollte es dann am Ende auch kommen! Die ersten Tage des Trainings verliefen super, die Bikes waren ein Traum, alles lief perfekt. Das haben wir unseren beiden grandiosen Mechanikern zu verdanken: Tolle Arbeit Jule und Luca! So stand schon bald der Qualifikations-Samstag vor der Tür und unsere Anspannung stieg mal wieder. Wie habe ich das vermisst … Aber wir waren alle deutlich relaxter als noch im Vorjahr – dachten wir zumindest.

SRAM Young Guns – WC#1 Maribor 2019 von ThomasMehr Mountainbike-Videos

Als Erstes ging Anna in der Juniorinnen-Klasse an den Start. Im Ziel angekommen war die Zeit nicht schlecht, dennoch war der Abstand zu Vali Höll deutlich zu hoch. Was war los? Anna war enorm nervös, vergaß an einer Stelle die Streckenführung und musste anhalten. Von wegen deutlich weniger nervös als im Vorjahr. Egal, zweiter Platz! Nun wurde es richtig spannend. Unser Junioren-Neuling Benni war als Nächstes am Start. Für Benni ist dieses Wochenende alles doppelt heftig. Kaum Zeit auf seinem neuen Bike, erster World Cup in seinem Leben, neues Team und so weiter! So sah dann leider auch Bennis Rennlauf aus. Super nervös, viele, viele Fehler, ein Beinahe-Sturz über den Lenker, Verlassen der Strecke etc. Das war nix! Sichtlich enttäuscht kam Benni über die Ziellinie – das hatte er sich anders vorgestellt. Für mich kam das keines Wegs überraschend. Sein erster World Cup, Fahren mit seinen Idolen, neues Team … da kam auf Benni eine Mammut-Aufgabe zu, die er kaum bewältigen konnte. Kein Problem, in Fort William wird alles schon deutlich anders verlaufen und wir alle werden Benni helfen und unterstützen.

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Weiter ging es mit Paula. Das erste Elite-Jahr ist wohl das härteste. Auch Till musste dies im vergangenen Jahr schmerzlich erfahren. Paula war nervös und dann kam plötzlich wenige Starter vor ihr der Regen hinzu. Was für ein Albtraum! Die Waldstücke blieben noch halbwegs trocken, aber die Streckenabschnitte am Waldrand glichen einer Eisbahn. Glänzende, spiegelglatte Oberfläche. Keine Chance für sie, sich auch nur annähernd zu qualifizieren. Dies zeigte auch die hintere Platzierung von Marine Cabirou. Der Frust war riesig, Paula war hoch motiviert und gab alles, aber leider sollte es für den Finaleinzug nicht reichen.

Als letzter Starter ging Till ins Rennen. Aufgrund seiner letztjährigen Verletzung hatte Till eine enorm hohe Startnummer und musste bei anhaltendem Regen schließlich weit hinten bei den heftigsten Strecken- und Wetterbedingungen auf die Strecke. Die zweite, obere, offene Wiesenkurve war so gut wie unfahrbar. Alle Fahrer stürzten hier, lediglich Till konnte sie halten. Zum Vergleich: Mitch Ropelato kam mit 10 Sekunden Rückstand auf Till ins Ziel – bei gleichen Bedingungen. Am Ende absolvierte Till einen super Lauf, gab alles und musste sich mit 0,6 Sekunden Rückstand auf den 60. und somit letzten qualifizierten Fahrer der Strecke und dem Wetter geschlagen geben. Aber am Ende überwog die Zufriedenheit und die Erkenntnisse, die Fähigkeiten zu besitzen, die Top 60 zu erreichen. So gingen wir also mit nur einer Fahrerin in den Finaltag, der leider für die Juniorinnen extrem stressig ist. Eine Stunde Training und im Anschluss maximal 45 Minuten Zeit, bis man am Start für den Finalrun bereitstehen muss.

Gespannt wartete ich auf Informationen aus dem Zielbereich. Am Ende hieß es für Anna Platz zwei hinter Vali Höll. Neun Sekunden Rückstand ist natürlich nicht das, was wir uns wünschen. Aber dennoch kommen wir näher ran und wir werden fleißig arbeiten, den Rückstand zu minimieren. Aber wie sagt Anna so schön: „Ich fahre ja nicht Rennen, um Zweite zu werden!“

In diesem Sinne, bis Fort William!

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Wie hat euch die Strecke in Maribor gefallen? Glaubt ihr, Fort William wird für das Team besser laufen?

Bilder und Text: Sram Young Guns
  1. benutzerbild

    Gastautor

    dabei seit 05/2012

    Das deutsche Nachwuchs-Team SRAM Young Guns war beim iXS EDC und beim drauf folgenden World Cup in Maribor am Start. Was die Nachwuchsfahrer so auf und neben der anspruchsvollen Downhillstrecke erlebt haben, erfahrt ihr im Rennbericht von Teamchef Patrick Neukirchen.


    → Den vollständigen Artikel „[url=https://www.mtb-news.de/news/2019/05/08/dh-worldcup-maribor-sram-young-guns/?utm_source=forum&utm_medium=teaser&utm_campaign=news]Downhill World Cup 2019 – Maribor: Das Rennen aus Sicht der SRAM Young Guns[/url]“ im Newsbereich lesen


    [url=https://www.mtb-news.de/news/2019/05/08/dh-worldcup-maribor-sram-young-guns/?utm_source=forum&utm_medium=teaser&utm_campaign=news][img]https://fthumb0.mtb-news.de/cache/750_auto_1_1_0/b4/aHR0cHM6Ly93d3cubXRiLW5ld3MuZGUvbmV3cy93cC1jb250ZW50L3VwbG9hZHMvMjAxOS8wNS9VbmJlbmFubnQzLnBuZw.png[/img][/url]
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