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Normale Griffe? Bei RevGrips gibt es das nicht
Normale Griffe? Bei RevGrips gibt es das nicht - vielmehr will der Hersteller mit einem vom Lenker entkoppelten Griff ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen haben, dass sich vor allem hinsichtlich Ermüdung positiv bemerkbar machen soll.
Auf dem Lenker werden nur die Klemmringe fixiert
Auf dem Lenker werden nur die Klemmringe fixiert - die verschiedenen Verbindungs-Einsätze zwischen Ring und Griff haben verschiedene Härten.
Die Montage der RevGrips gelingt einfach und schnell
Die Montage der RevGrips gelingt einfach und schnell - wenn man mit den Shims und damit verbunden auch mit der Härte experimentieren will, dauert alles etwas länger.
Klar erkennbar: die verschiedenen Materialstärken
Klar erkennbar: die verschiedenen Materialstärken - der rote Einsatz ist der weichste, am schwarzen, härteren Einsatz kann man den Griff über die Shims aber etwas leichter drehen lassen.
Lieferumfang Pro-Kit mit dickem 34-mm-Durchmesser
Lieferumfang Pro-Kit mit dickem 34-mm-Durchmesser - Klemmringe und Endkappen sind für beste Haltbarkeit aus Alu, für die Einsätze gibt es Ersatz im Lieferumfang.
Auch Werkzeug gibt es mitgeliefert
Auch Werkzeug gibt es mitgeliefert
Ein Satz wiegt knappe 151 g – fast doppelt so viel wie ESI-Griffe
Ein Satz wiegt knappe 151 g – fast doppelt so viel wie ESI-Griffe
Mittlerer Durchmesser als Option
Mittlerer Durchmesser als Option - auch einen kleinen Durchmesser und ein „Half-Waffle“-Profil gibt es.
Oberer Anschlag
Oberer Anschlag
Unterer Anschlag
Unterer Anschlag
Die RevGrips zeigten sich im Praxis-Einsatz von einer sehr guten Seite
Die RevGrips zeigten sich im Praxis-Einsatz von einer sehr guten Seite - Die Griffe sind ein vergleichsweise günstiger Ansatz, um Ermüdung zumindest ein wenig vorzubeugen. Mit klebrig-weichem Griffgummi und verschiedenen Durchmessern könnten die RevGrips ein breites Publikum glücklich machen.

In unserer Artikelserie „Abgefahren!“ findet ihr regelmäßig kurze Vorstellungen von neuen, spannenden Produkten, die wir für euch bereits ausprobiert haben. Heute: RevGrips. Ein Lock-On-Griff, der nicht am Lenker fixiert ist, sondern in einem kleinen Bereich darum rotieren kann. Wie das funktioniert und wie unser erster Eindruck der RevGrips ist, lest ihr in dieser Ausgabe von Abgefahren!

Abgefahren: RevGrips

Als einer von drei Kontaktpunkten zwischen Fahrer und Fahrrad sind Griffe ein sehr individuelles Thema. Der eine mag sie dünn, der andere dick, manche mögen Lock-On-Griffe, andere kleben die Gummi-Röhren auf ihren Lenker. Und dann gibt es da die Jungs von RevGrips – die mögen es, dass sich ihre Griffe drehen können. Natürlich aber nicht komplett um den Lenker herum – das wäre wenig förderlich für die Kontrolle im Gelände. RevGrips sind zwar auf den Lenker geklemmt, das eigentliche Griffgummi liegt aber nicht auf dem Lenker auf. Kleine Einsätze verbinden die Lenker-Klemmringe mit dem Griff und genau hier passiert das Spannende an diesem Konzept: RevGrips-Einsätze sind flexibel und lassen den Griff in beide Rotationsrichtungen im kleinen Maß schwingen. Nicht vernachlässigen sollte man außerdem den kleinen Hohlraum zwischen Lenker und Griff, der zusätzliche Dämpfung ermöglicht.

Normale Griffe? Bei RevGrips gibt es das nicht
# Normale Griffe? Bei RevGrips gibt es das nicht - vielmehr will der Hersteller mit einem vom Lenker entkoppelten Griff ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen haben, dass sich vor allem hinsichtlich Ermüdung positiv bemerkbar machen soll.
Diashow: Abgefahren!: RevGrips Grip System
Auch Werkzeug gibt es mitgeliefert
Oberer Anschlag
Klar erkennbar: die verschiedenen Materialstärken
Ein Satz wiegt knappe 151 g – fast doppelt so viel wie ESI-Griffe
Die Montage der RevGrips gelingt einfach und schnell
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Auf dem Lenker werden nur die Klemmringe fixiert
# Auf dem Lenker werden nur die Klemmringe fixiert - die verschiedenen Verbindungs-Einsätze zwischen Ring und Griff haben verschiedene Härten.
Die Montage der RevGrips gelingt einfach und schnell
# Die Montage der RevGrips gelingt einfach und schnell - wenn man mit den Shims und damit verbunden auch mit der Härte experimentieren will, dauert alles etwas länger.

Warum aber macht man das? Wenn man an den Lenker greift, will man doch eigentlich Kontrolle und möglichst keinen wackligen Griff. Daher kommt doch unter anderem der Lock-On-Ansatz? Als Kontaktpunkt zwischen Fahrer und Fahrrad hat der Griff eine Aufgabe, die oft unterschätzt wird – er ist die letzte Instanz, die Vibrationen filtern kann. Vibrationen an den Armen sorgen für Armpump und Ermüdung und können so ebenso zu Kontrollverlust führen. Das RevGrips Suspension System rollt das Thema Kontrolle also von der anderen Seite auf. Wer im direkten Vergleich aber schon sehr dicke gegen sehr dünne Griffe gefahren ist, wird durch die erhöhte Dämpfung möglicherweise nicht nur Vorteile erfahren haben. Ein etwas entkoppeltes Gefühl kann sich einstellen – ob das auch bei den RevGrips so sein wird? Wir sind gespannt.

Klar erkennbar: die verschiedenen Materialstärken
# Klar erkennbar: die verschiedenen Materialstärken - der rote Einsatz ist der weichste, am schwarzen, härteren Einsatz kann man den Griff über die Shims aber etwas leichter drehen lassen.
Lieferumfang Pro-Kit mit dickem 34-mm-Durchmesser
# Lieferumfang Pro-Kit mit dickem 34-mm-Durchmesser - Klemmringe und Endkappen sind für beste Haltbarkeit aus Alu, für die Einsätze gibt es Ersatz im Lieferumfang.
Auch Werkzeug gibt es mitgeliefert
# Auch Werkzeug gibt es mitgeliefert
Ein Satz wiegt knappe 151 g – fast doppelt so viel wie ESI-Griffe
# Ein Satz wiegt knappe 151 g – fast doppelt so viel wie ESI-Griffe

Werfen wir vor unserem Fahreindruck noch einen Blick auf die Bauweise und die verschiedenen Möglichkeiten. RevGrips verkauft das Pro- und das Race-Kit, beide kommen mit Endkappe, zwei Alu-Klemmringen, Griff und den Einsätzen. Ebenso gibt es ein einseitig geklemmtes System mitsamt Lenker. Das günstigere Race-Kit ist im Lieferumfang etwas eingeschrumpft und kommt mit den roten, weichen Einsätzen. Am Pro-Kit bekommt man extra leichte Alu-Klemmringe, Griffe und Endkappen. Zusätzlich erhält man schwarze Einsätze, die etwas weniger flexibel sind als die roten. Damit man den Grad der Rotation bzw. die „Härte“ des Verdrehens einstellen kann, sind zudem ein paar Unterlegscheiben dabei, die sich zwischen Griff und Klemmring einsetzen lassen. So kann man den Griff individuell abstimmen. Das geht beim Pro-Kit übrigens auch farblich mit verschiedenfarbigen Klemmringen und Griffgummis. Alle Griffe werden in drei verschiedenen Durchmessern angeboten. Hört sich für dich im ersten Moment alles etwas übertrieben an?

Mittlerer Durchmesser als Option
# Mittlerer Durchmesser als Option - auch einen kleinen Durchmesser und ein „Half-Waffle“-Profil gibt es.

Dann solltest du dir vielleicht mal einen Satz der Griffe zum Experimentieren bestellen. Davon, dass sich der Griff auf dem Lenker dreht, merkt man im normalen Fahrbetrieb nämlich relativ wenig. Zugegeben – konzentriert man sich auf den Griff oder dreht ihn sehr bewusst, ist schon spürbar, dass sich da etwas tut. Konzentriert man sich aber auf den Trail, fällt das nicht weiter auf. Ein gutes Zeichen, finden wir. Definitiv spürbar ist dann aber eines: Am Ende der Abfahrt ist man im Vergleich zu anderen Griffen deutlich entspannter unterwegs.

Wir konnten die RevGrips am Downhill-Bike und dem Trail-Bike fahren und waren gleichermaßen angetan. Auf strammen, anstrengend zu fahrenden Rädern können die RevGrips den Fahrkomfort verbessern. Lange technische Abfahrten, die das Trail-Bike fordern und die Arme üblicherweise schnell zum Kochen bringen, werden nicht vollständig geglättet, aber deutlich komfortabler. Trotzdem bleibt eine Belastung auf die Arme bestehen.

Oberer Anschlag
# Oberer Anschlag
Unterer Anschlag
# Unterer Anschlag

Auf dem DH-Bike stellt sich ein ähnliches Gefühl ein. Die Griffe sind relativ klebrig und bieten viel Grip, sind aber gleichzeitig in ziemlich dünnen Varianten verfügbar. Damit vereinen sie einen schlanken Durchmesser mit einer guten Dämpfung, was vor allem Fahrern mit eher kleinen Händen entgegenkommen dürfte. Auch auf sehr ruppigen Strecken oder Jump-Trails, die viel Input am Lenker verlangen, haben wir uns nie entkoppelt gefühlt. Auch wenn Armpump mit den RevGrips leider nicht komplett der Vergangenheit angehört, konnten wir uns selbst mit müden Armen gegen Ende der Abfahrt noch gut am Lenker festhalten. Einziger Nachteil ist unserer Meinung nach, dass die Griffe am Lenkerende recht viel Platz benötigen, wodurch man einerseits schmaler greift und andererseits etwas Überstand hat.

Technische Daten

  • Varianten Pro-, Race- oder Sli-System
  • Durchmesser 31, 32,5 und 34 mm
  • Alle Einzelteile separat nachbestellbar
  • Härten der Einsätze weich (rot), mittelhart (schwarz) und hart (braun)
  • Farben (Klemmringe) schwarz, grau, blau, rot, hellgrün, gold, violett, hellorange
  • Farben (Griffe) schwarz, titangrau, neongelb, neongrün, neonorange, türkis, pink
  • Half-Waffle Profil-Option und Grip-Shift-Option
  • www.revgrips.com

Preis RevGrips Pro-Series: 89,95 $ (UVP) | Bikemarkt: RevGrips kaufen
Preis RevGripsRace-Series: 59,95 $ (UVP)
Preis RevGrips Sli-Series: 249,95 $ (UVP) (inkl. Ibis Lo-Fi-/Hi-Fi-Carbon-Lenker)

Fazit von MTB-News.de

RevGrips bieten im Vergleich zu anderen Griff-Herstellern zwar nicht den günstigsten Preis, dafür kennen wir nur wenige so günstige Tuning-Maßnahmen, die den Fahrkomfort um ein so großes Stück steigern. Mit dem besonderen Konzept können Vibrationen reduziert werden, die Ermüdung der Arme wird dadurch verlangsamt. Fans von weichen Griffen und viel Fahrkomfort könnten bei diesen Griffen einen Volltreffer landen!

Die RevGrips zeigten sich im Praxis-Einsatz von einer sehr guten Seite
# Die RevGrips zeigten sich im Praxis-Einsatz von einer sehr guten Seite - Die Griffe sind ein vergleichsweise günstiger Ansatz, um Ermüdung zumindest ein wenig vorzubeugen. Mit klebrig-weichem Griffgummi und verschiedenen Durchmessern könnten die RevGrips ein breites Publikum glücklich machen.

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Weitere kurze Tests aus der Serie Abgefahren! findest du auf dieser Übersichtsseite. Wenn du ein Produkt für einen ersten Test vorschlagen möchtest, schreibe uns einfach hier eine Nachricht!

Zum Weiterstöbern empfehlen wir dir die fünf neuesten Beiträge in unserer Serie Abgefahren!

  1. benutzerbild

    Irvine78

    dabei seit 05/2004

    Hab mich auch gefragt wieso die Griffe als neues, spannendes Produkt vorgestellt werden, wurden hier ja schon 2016 vorgestellt.

    https://www.mtb-news.de/news/revolution-suspension-grips-gedaempfte-griffe-gegen-armpump/

    Finde die Dinger trotzdem Interessant.
    Funktionieren könnten die schon. Da ich schon mit dicken und dünne Griffen experimentiert habe, muss ich sagen, dass man auf jeden Fall eine Dämpfung im Griff spürt. Wer es nicht glaub, der kann ja mal nach Leogang oder sonst einer Rüttelpiste fahren und dann eine Abfahrt mit dünnen, harten Griffen machen und im Anschluss eine mit dicken, weichen wie z.B. die ODI Rogue. Bei denen lande ich immer wieder, da sie für mich am besten die kleinen Vibrationen rausnehmen.

    Hat vieleicht jemand n direkten Vergleich zwischen den RevGrips und den Rogue?
  2. benutzerbild

    pinnback

    dabei seit 05/2008

    Ich möcht jetzt hier kein Fass aufmachen, aber ich hab kaum noch Armpump, seit ich richtig den Oberkörper trainiere. Auch bei sehr langen Abfahrten durch übelstes Geläuf. Das hab ich nach ein zwei Monaten gemerkt, nachdem ich das Fitnessprogramm angefangen hab. Vorher hab ich die Arme oft gemerkt. Ich glaub auch eher, das Armpump von eher heftigen Schlägen kommt, die diese Griffe nicht abfedern können. Klar, probiert hab ichs noch nicht...
  3. benutzerbild

    Dirtracer79

    dabei seit 05/2012

    pinnback schrieb:

    Ich möcht jetzt hier kein Fass aufmachen, aber ich hab kaum noch Armpump, seit ich richtig den Oberkörper trainiere. Auch bei sehr langen Abfahrten durch übelstes Geläuf. Das hab ich nach ein zwei Monaten gemerkt, nachdem ich das Fitnessprogramm angefangen hab. Vorher hab ich die Arme oft gemerkt. Ich glaub auch eher, das Armpump von eher heftigen Schlägen kommt, die diese Griffe nicht abfedern können. Klar, probiert hab ichs noch nicht...

    Jo, gegen Armpump kann bzw sollte man trainieren.
    Armpump kommt vor allem vom Ziehen der Hebel und dem Festkrallen der Griffe.
    (Meine eigene Erfahrung und Meinung - wer Cross fährt kennt das bestens! Wenn Armpump eintritt hört man unweigerlich auf zu Schalten oder schaltet ohne Kupplung. Und man bremst weniger. Den Lenker halten hingegen geht dann immer noch)
    Aufs MTB übertragen: je steiler und verblockter die Strecke, desto mehr muss man den Lenker festhalten und bremsen. Also, Bremsen auf und locker laufen lassen.
    Es könnte evtl. sogar sein, dass so ein Griff, der sich minimal bewegen kann, zu mehr Armpump führt, da man ihn unbewusst fester greift, um diese Bewegung auszugleichen. (Hab ich mir gerade so überlegt) ) (Hintergrund dieser Überlegung: bei mir hatte damals so ein Griff ein schwammiges Gefühl hinterlassen. Und die wurden ja ursprünglich entwickelt um die feinen Motorvibrationen auszugleichen)
  4. benutzerbild

    Los-Dellos

    dabei seit 11/2016

    Da mich der Artike und auch die Videos bei YT neugierig gemacht haben, habe ich mir kurzerhand die Race Version bestellt.



    Nach den ersten Kilometern kann ich bestätigen, dass die Griffe sehr bequem sind und sehr guten Grip liefern. Ob das Werbeversprechen eingehalten wird, kann und will ich jetzt noch nicht kommentieren.

    Bestellt habe ich sie hier:
    https://cyclorise.com/collections/revgrips

    Da der Händler in UK sitzt, fallen keine Gebühren für Zoll, etc. an. Bezahlt habe ich ca. 80€ per PayPal.
  5. benutzerbild

    böser_wolf

    dabei seit 02/2007

    Los-Dellos schrieb:

    Da mich der Artike und auch die Videos bei YT neugierig gemacht haben, habe ich mir kurzerhand die Race Version bestellt.



    Nach den ersten Kilometern kann ich bestätigen, dass die Griffe sehr bequem sind und sehr guten Grip liefern. Ob das Werbeversprechen eingehalten wird, kann und will ich jetzt noch nicht kommentieren.

    Bestellt habe ich sie hier:
    https://cyclorise.com/collections/revgrips

    Da der Händler in UK sitzt, fallen keine Gebühren für Zoll, etc. an. Bezahlt habe ich ca. 80€ per PayPal.

    Guter Preis

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