THE FRAME Project 32
Die Würzburger Carbon-Manufaktur Bike Ahead Composites nutzt die Bühne der bespoked 2025, um ihr neuestes Projekt zu zeigen: ein Race-Hardtail mit 32-Zoll-Laufrädern. Das THE FRAME Project 32 basiert auf dem hauseigenen Carbonrahmen THE FRAME und bringt in Größe L nur 9,6 Kilo auf die Waage. Trotz des experimentellen Charakters ist das Bike voll fahrbereit – entwickelt, um reale Eindrücke vom Fahrverhalten der extragroßen Laufräder zu sammeln.
Die Idee entstand aus der aktuellen Diskussion um die Zukunft von Laufradgrößen. Während einige Vorteile wie verbessertes Überrollverhalten und mehr Traktion betonen, gelten höheres Gewicht und trägeres Handling als mögliche Nachteile. Bike Ahead will mit dem Project 32 genau hier ansetzen und die theoretischen Vor- und Nachteile praktisch überprüfen. Von der ersten Idee bis zum fahrfertigen Prototyp vergingen laut Hersteller weniger als zwei Monate.
Technische Details des THE FRAME Project 32
Basis des Prototyps ist der bekannte Carbonrahmen THE FRAME, der als One-Piece-Monocoque bei Carbon Team in Portugal gefertigt und bei Würzburg finalisiert wird. Der Serienrahmen zählt mit nur 794 Gramm in Größe M zu den leichtesten der Welt. Für das 32-Zoll-Projekt wurde der Hinterbau verlängert, um die großen Laufräder unterzubringen. Ergänzt wird das Setup durch eine eigens entwickelte Intend Samurai XC Upside-Down-Gabel mit 100 Millimeter Federweg, die ausreichend Reifenfreiheit bietet und bei Bedarf zwischen 90 und 120 Millimeter verstellbar ist.
Die charakteristischen Six-Spoke-Laufräder, gefertigt in Monocoque-Bauweise, kommen in einer 32-Zoll-Version zum Einsatz – eine komplette Neuentwicklung mit DT-Swiss-Nabentechnik.
Für die restliche Ausstattung griff Bike Ahead tief in die High-End-Schublade: Eine SRAM XX SL-Gruppe mit Wolf Tooth-Kettenblatt und Carbon-Tuning-Schaltwerk von Hopp sorgt für präzise Gangwechsel, während die Intend Trinity TR-Bremsen mit Vier-Kolben-Technik für maximale Kontrolle stehen. Geschaltet wird per Zirbel Twister AXS. Auch die Peripherie ist kompromisslos edel – vom THE WONDERBAR-Lenker mit integrierter Kabelführung über den -40°-Vorbau von Radoxx bis hin zur ultraleichten Wolf Tooth Resolve Dropper Post. Den Abschluss bildet der nur 75 Gramm leichte Carbon-Sattel THE HYPERSADDLE aus eigener Fertigung.
Ausstattung des THE FRAME Project 32
- Rahmen: Bike Ahead THE FRAME, One-Piece-Monocoque-Carbon, verlängerte Ausfallenden
- Gabel: Intend Samurai XC Upside-Down, 100 mm Federweg (verstellbar 90–120 mm)
- Laufräder: Bike Ahead BITURBO 32″, Monocoque, Six-Spoke-Design, DT-Swiss-Nabentechnik
- Reifen: Maxxis Aspen 32×2,4 (Vorserienmodell)
- Schaltung: Sram XX SL mit Hopp Carbon Ceramic Pulley Cage
- Schalthebel: Zirbel Twister AXS
- Kurbel: Sram XX SL mit Wolf Tooth-Kettenblatt
- Bremsen: Intend Trinity TR Vier-Kolben
- Lenker: Bike Ahead THE WONDERBAR mit interner Kabelführung
- Vorbau: Radoxx Components, Einzelstück, -40°, 50 mm Länge (109 g)
- Steuersatz: Wolf Tooth, präzise gefertigt, dreifach gedichtete Lager
- Sattelstütze: Wolf Tooth Resolve Dropper Post rev2, 125 mm Hub
- Sattel: Bike Ahead THE HYPERSADDLE, 75 g, Handarbeit aus Würzburg
- Pedale: Wolf Tooth CTRL Trail SPD-kompatibel
- Griffe: Wolf Tooth Fat Paw Lock-On
- Kleinteile: Wolf Tooth (Sattelstützenklemme, Tubeless-Ventile, Disc-Schrauben)
Ob sich 32 Zoll im Mountainbike-Bereich etablieren, bleibt abzuwarten. Die ersten Tests mit dem Prototypen sollen laut Bike Ahead jedoch zeigen, dass das Konzept Potenzial besitzt – insbesondere beim Überrollverhalten, der Laufruhe und dem Grip. Die Bespoked in Dresden, die vom 10. bis 12. Oktober als größte Handmade-Bike-Show der Welt stattfindet, bietet die Gelegenheit, das außergewöhnliche Hardtail aus nächster Nähe zu erleben und sich selbst ein Bild vom Project 32 zu machen.
Was haltet ihr vom 32-Zoll-Experiment von Bike Ahead?
145 Kommentare
» Alle Kommentare im ForumFür mich Alltagslusche hat die Ästhetik Vorrang...
Ich bin ja für 30.5 zoll...das beste aus beiden Welten
Ich bin definitiv der Letzte, der jedem neuen Schrei nach hechelt. Und darum unterscheide ich persönlich strikte zwischen Profieinsatz und Freizeit. Profibereich als Spielwiese für Neuerungen; auch durchaus mal schräger Natur, wieso nicht. In der Freizeit möchte ich wählen können - und sei es nur mit dem Auge.
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